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Whatsapp: So leicht können andere Nutzer dich überwachen

    Whatsapp: So leicht können andere Nutzer dich überwachen
(Foto: Shutterstock)

Ein kalifornischer Programmierer zeigt, wie leicht es bei dem Messenger Whatsapp ist, andere Nutzer zu überwachen. Alles, was dazu benötigt wird, ist deren Telefonnummer.

Whatsapp: Online-Status öffnet Überwachung Tür und Tor

Der kalifornische Softwareentwickler Rob Heaton, der laut seinem Twitter-Profil bei dem Online-Bezahldienst Stripe arbeitet, hat in einem Blogeintrag dargelegt, wie leicht Whatsapp-Nutzer von Dritten überwacht werden können. Die Schwachstellen sind demzufolge der sogenannte Online-Status, der anzeigt, wann ein Nutzer für eine Kontaktaufnahme zur Verfügung steht, sowie die mangelnden Privatsphäre-Einstellungen bei Whatsapp.

Programmierer überwacht Whatsapp-Nutzer mit selbstgeschriebener Chrome-Erweiterung. (Screenshot: robertheaton.com/t3n.de)

Heaton hat eigenen Angaben zufolge eine Chrome-Erweiterung programmiert, mit der er gezielt Informationen aus dem Web-Client der Messenger-App abfragen kann – wie den Online-Status. Allein durch die regelmäßige Abfrage dieses Status‘ lässt sich offenbar ein aussagekräftiges Aktivitätsprotokoll erstellen, wie der Web-Standard berichtet. So kann man erkennen, wann die überwachte Person aufsteht oder schlafen geht, und ob sie die vergangene Nacht durchgeschlafen hat oder nicht.

WhatsApp in schick: Designstudie von 23-jährigem Designer
Ein 23-jähriger Screendesigner aus Frankfurt am Main zeigt, wie WhatsApp in hübsch aussehen könnte. (Bild: Julian Kraske)

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Darüber hinaus soll es durch den Abgleich von zwei Telefonnummern auch möglich sein, festzustellen, ob die dahinterstehenden Personen regelmäßig miteinander kommunizieren. Klingt vielleicht alles nicht sonderlich spektakulär, aber Heaton betont, dass sich – wenn die Überwachung im großen Maßstab aufgezogen würde – viele allgemein interessante Statistiken über Whatsapp-Nutzer und ihr Verhalten zusammenstellen ließen.

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Whatsapp: Überwacher muss nur die Telefonnummer kennen

Was Whatsapp-Nutzer, aber auch Betreiber Facebook zum Nachdenken anregen sollte, ist der Fakt, dass diese Protokolle von jedem Nutzer erstellt werden könnten. Denn dazu muss man nur die Telefonnummer der zu überwachenden Person wissen. Der potenzielle Überwacher braucht nicht mit dieser Person befreundet sein, um deren Online-Status einzusehen. Dazu kommt, dass der Online-Status auch bei Deaktivieren der „Zuletzt-Online“-Informationen über regelmäßige Abfragen weiter öffentlich zugänglich bleibt, wie Heaton betont.

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12 Reaktionen
Kim Aveter
Kim Aveter

Freunde der Masse,
das kann man schon lange machen. Egal was du tust, alles wird verzeichnet. Eine App ist auch geschrieben und alles was du tust, kommunzierst du auch mit der App. Und das Überwachen der Online-Zeiten.....püüüüh....kann man auch mit anderen Apps und Sites. Man muss nur danach suchen....määäh! Aber hey endlich macht es einer Mal public.
Und das Thema während der Arbeitszeit ...määäh - die wahren Suchtis der Langweile auf der Arbeit erwischt man auch ohne solche Apps....hehehehe

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Matthias

Im Grunde verstehe ich den Hype darum nicht, da die beschriebene Methode alles andere als innovativ ist und jedem Webentwickler (ich denke davon gibt es hier einige?) klar sein sollte.

Mich persönlich lässt das auch kalt, da ich Whatsapp eh kaum nutze. Ich würde auch gar nicht auf die Idee kommen das in einer Art und Weise z.b. auf Arbeit zu nutzen mit der ich ein schlechtes Gewissen bei meinem Chef haben bräuchte.

Wenn es jemanden wirklich stört würde ich WhatsApp Web nutzen und das Fenster immer offen lassen. Demnach wäre man in einer evtl. Überwachung Rund um die Uhr online was sicherlich auch nicht glaubwürdig ist.

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Frosch

Hrm, immer wieder erstaunlich, wie einfach Daten abgegriffen werden können und wie wenig Reaktion darauf erfolgt...

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Josef
Josef

So ein Quatsch. Von mir aus kann gerne jeder wissen wann ich online bin oder nicht. Wenn derjenige sonst nix zu tun hat, meinetwegen...

Dabei kann man doch nun wirklich nicht von Überwachung sprechen.

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Lars
Lars

Und wenn es der Chef ist?

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Jörn Brien

Krankenkasse, Arbeitsamt, Versicherung ...

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Fritz A.
Fritz A.

Genau deswegen bekommen solche Vereine meine Festnetz-Nummer.
Mal abgesehen von dem positiven Nebeneffekt, dass man tagsüber nicht mit Anrufen auf Handy genervt wird.

... und ja, nicht alle jungen Leute, mit eigener Wohnung, haben einen Festnetz-Anschluss... Aber dann dürfen die sich auch nicht beschweren, wenn denen der Schutz ihrer persönlichen Daten keine 10 € mehr pro Monat wert ist.

Lars
Lars

Man sollte Unternehmen generell kein Telefonnummer geben, die man ernsthaft benutzt. Denn wie wir mittlerweile alle wissen werden Dienste schnell groß, Laden Adressbücher herunter, Verkaufen diese an Werbeagenturen etc. Und schon weiß meine Versicherung dass ich einen Abenteuerurlaub bei XY gebucht habe oder KFZ-Versicherung dass ich regelmäßig nach Serbien fahre. Oder, oder, oder...

Tim R.
Tim R.

Lieber Josef,

ein solches Tool gab es schonmal vor einer ganzen Weile und die Daten die man erhält sind erschreckend!
Man sieht z.B. sehr genau:
- wann die Person morgens aufsteht
- wann die Person schlafen geht
- wann und wie lange die Person in WhatsApp ist

Das ist natürlich kein Problem bei Leuten ü50 die WhatsApp nur sporadisch nutzen, aber bei den jüngeren die quasi ständig in WhatsApp aktiv sind ist das ein Problem.
Vor allem wenn der Chef mal anfängt zu erfassen wie der Arbeitnehmer während der Arbeitszeit in WhatsApp aktiv ist ;)

Antworten
Josef
Josef

Bei de Arbeit in WhatsApp? Naja, wenn man sonst nix zu tun hat...

Lars
Lars

Oder Überwachung in der Freizeit. Der Chef sieht dass der Mitarbeiter den gesamten Sonntag bis tief in den Montagmorgen gechattet hat und nach nur drei Stunden Schlaf auf der Arbeit erschienen ist. Schon kann er ihn striezen, Beaufsichtigen und im Zweifel wegen Kleinigkeiten Abmahnen.

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