t3n News Marketing

News per WhatsApp: Wie Publisher mit dem Messenger experimentieren

News per WhatsApp: Wie Publisher mit dem Messenger experimentieren

Egal ob BBC, SRF oder die Heilbronner Stimme: Derzeit experimentieren einige Publisher mit Messaging-Apps wie oder Line. Wie sie dabei vorgehen und auf welche Probleme sie dabei stoßen, verraten wir euch in diesem Artikel.

News per WhatsApp: Wie Publisher mit dem Messenger experimentieren

WhatsApp. (Foto: WhatsApp)

WhatsApp und andere Messaging-Apps als Nachrichtenquelle

Den WhatsApp nutzen monatlich 600 Millionen Menschen. Bei dieser Verbreitung ist es nicht verwunderlich, dass auch Publisher die Möglichkeit nutzen wollen, diese Menschen mit ihren Inhalten zu erreichen. Auch auf der mobilen Ansicht von t3n.de findet ihr daher einen WhatsApp-Button, um Artikel direkt mit euren Freunden teilen zu können. Andere Publisher gehen jetzt aber noch einen Schritt weiter und experimentieren mit WhatsApp und anderen Messaging-Apps als direktes Distributionswerkzeug für Nachrichten.

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) nutzte WhatsApp im September 2014 um Leser über die Ergebnisse einer Volksabstimmung zu informieren. Laut Angaben der taz sollen etwa 1.400 Nutzer diese Möglichkeit genutzt haben. Die britische Zeitung Oxford Mail wiederum informiert interessierte Leser schon seit Juni 2014 einmal täglich über die fünf besten Artikel. Die BBC experimentiert gleich mit mehreren Messaging-Apps.

Während die britische Rundfunkanstalt in Großbritannien auch Videos über den Line-Messenger an interessierte Parteien verteilt, setzt sie in anderen Regionen der Welt auf WhatsApp, WeChat oder den Blackberry-Messenger BBM. So verteilt die BBC in Afrika aktuelle Informationen zum Thema Ebola per WhatsApp. In Indien setzt sie auf WhatsApp und WeChat, während Leser in Nigeria per BBM Nachrichten empfangen können.

WhatsApp: Den Messenger verleibte sich Facebook für bis zu 19 Milliarden US-Dollar ein. Der größte Gewinner am Deal ist Sequoia Capital. (Bild: WhatsApp)
WhatsApp: Verschiedene Publisher experimentieren mit dem Messenger. (Bild: WhatsApp)

WhatsApp: Die Probleme bei der Nachrichtenverteilung mit dem Messenger

Vorläufig bleibt WhatsApp als Distributionskanal wohl noch eine ganze Weile im Experimentierstadium. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Messenger dafür nicht wirklich gedacht ist. Am 4. Dezember 2014 erinnerte die Heilbronner Stimme per WhatsApp an die Bombardierung der Stadt vor genau 70 Jahren. Die Rekateure der Lokalzeitung hatten allerdings mit deutlich weniger Lesern gerechnet und sollen die Telefonnummern von 2.500 interessierten Heilbronnern händisch in WhatsApp eingetragen haben. Zugegeben, für den Import der Nummern hätte es wohl auch zeitsparendere Methoden gegeben.

Die Empfänger müssen jedoch anschließend in Broadcast-Listen aufgeteilt werden. Bei diesen Listen sieht der Empfänger nur den Kontakt des Absenders, nicht aber die aller anderen Empfänger. Diese Listen sind jedoch auf maximal 256 Empfänger beschränkt. Mit entsprechenden Tools ließe sich der Workflow natürlich deutlich vereinfachen. Aber selbst dann bleibt die Frage, ob WhatsApp-Nutzer überhaupt Nachrichten über diesen Kanal empfangen wollen. Die ersten Tests scheinen dies aber zumindest für einen Teil der Nutzer zu bestätigen.

Was sagt ihr? Würdet ihr gerne per WhatsApp über aktuelle Neuigkeiten informiert werden, oder wollt ihr den Messenger lieber ausschließlich zur direkten Kommunikation mit Freunden und Bekannten nutzen?

Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
7 Antworten
  1. von Separierung am 22.12.2014 (18:32 Uhr)

    Wichtig wären Gruppen um Privat-/Business-/News-/Werbe-/...-Messages separat zu halten.
    Das macht man mit Werbe-Post, Rechnungen und anderer Post ja auch.

    Antworten Teilen
  2. von Thomas am 23.12.2014 (09:04 Uhr)

    Ich halte von diesem Vorgehen genau nichts. Es gibt wesentlich mehr Nachrichtenkanäle als eine Person alleine verwalten könnte. Warum jetzt auch noch Messenger dazu zählen? Messenger wie WhatsApp werden generell für recht schnelle - und oftmals private - Kommunikation verwendet. Ich halte nichts davon, dieses System jetzt mit öffentlichen Informationen zu verwässern.

    Ich nutze weder WhatsApp noch Facebook, eben wegen Facebook.

    Wenn Nachrichtenseiten ihre Publikationen verteilen wollen, dann soll dafür meiner Meinung nach ein öffentliches Medium wie Facebook oder Twitter zum Einsatz kommen. Meine Messenger sind da, zumindest für mich, absolut Tabu!

    Antworten Teilen
  3. von Michael am 23.12.2014 (09:41 Uhr)

    inside-handy.de nutzt das auch, bin ebenfalls Abonnent

    Antworten Teilen
  4. von Aron am 23.12.2014 (13:12 Uhr)

    Potential ist auf jedenfall vorhanden, ABER: Whats App ist lediglich für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch (siehe deren AGBs).Da kann man schnell in Teufelsküche kommen. Ich habe experimentell einen android Emulator auf meinem Mac installiert und darüber whats app Broadcasting Listen erstellt - funktioniert problemlos (bis die maximale Teilnehmeranzahl erreicht ist). Man könnte über diesen messenger Service allerdings ein hervorragendes Link Building betreiben.

    Antworten Teilen
  5. von Bernd am 23.12.2014 (18:24 Uhr)

    Auch derstandard.at bietet seit kurzem so einen Service. Da kommt per WhatsApp-Nachricht täglich der Nachrichtenüberblick und das Wetter. Rund 5 Meldungen, über welche mit wenigen Worten ein Überblick gegeben wird, finden sich in der Nachricht ebenso wie ein Link zum ausführlichen Onlineartikel. Bei besonderen Meldungen werden auch nochmals kurze Eilmeldungen verschickt.

    Antworten Teilen
  6. von yunus am 27.12.2014 (08:00 Uhr)

    whatsapp is a great source for new in india our some telecom company plan to charge whatsapp message.

    Antworten Teilen
  7. von mauwi am 05.11.2015 (09:16 Uhr)

    Gibt es Anbieter / Tools, die Marketing/Kundenservice mit WhatsApp möglich machen?

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema Whatsapp
WhatsApp, Facebook-Messenger, WeChat: Die Weltkarte der populärsten Messenger
WhatsApp, Facebook-Messenger, WeChat: Die Weltkarte der populärsten Messenger

Eine Weltkarte der populärsten Messenger zeigt, wie verbreitet WhatsApp, der Facebook-Messenger oder WeChat sind – und hält einige Überraschungen bereit. » weiterlesen

Fast wie bei Whatsapp: Facebook Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Fast wie bei Whatsapp: Facebook Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Facebook verpasst seinem Messenger eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die neue sichere Chat-Funktion „Secret Conversations“ basiert wie bei Whatsapp auf dem Signal-Protokoll. » weiterlesen

Whatsapp, Threema und Co.: Neue Zahlen zur Messenger-Nutzung in Deutschland erschienen
Whatsapp, Threema und Co.: Neue Zahlen zur Messenger-Nutzung in Deutschland erschienen

Wie sieht es aus an der Messenger-Front in Deutschland? Neue Zahlen zeigen, wie beliebt unter anderem Whatsapp, Threema und Co. bei jungen und älteren Nutzern sind. » weiterlesen

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?