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Wikileaks veröffentlicht E-Mails der Erdoğan-Partei AKP und wird in der Türkei gesperrt

    Wikileaks veröffentlicht E-Mails der Erdoğan-Partei AKP und wird in der Türkei gesperrt

(Foto: EKS/shutterstock.com)

Wikileaks veröffentlicht E-Mails der türkischen Erdoğan-Partei. Zuvor legte eine DDoS-Attacke die Seite lahm. Inzwischen ist Wikileaks in der Türkei gesperrt.

300.000 E-Mails der AKP

Den ersten Teil der geleakten türkischen E-Mails veröffentlichte Wikileaks am Dienstag: 762 E-Mail-Accounts mit knapp 300.000 E-Mails. Die neueste Nachricht wurde am 6. Juli 2016 gesendet, das Archiv reicht aber bis 2010 zurück. Wikileaks erhielt die Daten nach eigenen Angaben eine Woche vor dem Militär-Putschversuch in der Türkei. Neben den E-Mails spricht die Aufdeckungs-Plattform auch von 500.000 geheimen Dokumenten.

Recep Tayyip Erdoğan selbst führte die AKP an, bevor er zum Staatspräsidenten gewählt wurde. Er ist auch der Gründer der Partei. Wikileaks zufolge konnte die Echtheit der E-Mails verifiziert werden. Auf der die Enthüllungsplattform kann man die E-Mails durchsuchen.

DDoS-Attacke legte Wikileaks lahm

Laut Wired war Wikileaks am Dienstag in der Türkei nicht gesperrt, später schrieb Wikileaks selbst von einer Blockade der Whistleblower-Seite in der Türkei. Allerdings wurde die Seite zuvor auch schon mit einer DDoS-Attacke angegriffen. Wikileaks schrieb auf Twitter, dass ihre Seite unter ununterbrochenem Angriff steht. Sie vermuteten aufgrund des Timings außerdem, dass der türkischen Regierung nahestehende Stellen dahinter stecken könnten.

Interessant ist, dass auch der Name Böhmermann mehrmals in den E-Mails zu finden ist. Sucht man nach ihm, bekommt man neun Ergebnisse. Bild-Herausgeber Diekmann wird zweimal genannt.

Ebenfalls interessant: Putschversuch in der Türkei: Facebook, Twitter und Youtube gesperrt

Update vom 26. Juli 2016: Offenbar enthalten die geleakten E-Mails private Informationen türkischer Bürger, worauf die aus der Türkei stammende Professorin Zeynep Tufekci in der Huffington Post hinweist. Daher haben wir zum dem Thema einen neuen Artikel veröffentlicht: Warum die Türkei-E-Mails von Wikileaks Millionen Bürger gefährden.

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