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Wikipedia-Gründer startet neues Social Network mit außergewöhnlichem Geschäftsmodell

Wikipedia-Gründer startet neues Social Network mit außergewöhnlichem Geschäftsmodell

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat ein neues Projekt: ein , betrieben von einem Mobilfunkanbieter mit sozialem Anspruch. Was das soll, verraten wir euch in diesem Artikel.

Wikipedia-Gründer startet neues Social Network mit außergewöhnlichem Geschäftsmodell

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales. (Foto: Joi Ito / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

TPO: Jimmy Wales stellt neues Social Network vor

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales hat ein neues Projekt vorgestellt: Unter dem Namen TPO – was für The People‘s Operator steht – will er ein Social Network, einen Mobilfunkanbieter und eine Spendenplattform verbinden. Die ungewöhnliche Kombination soll laut Wales gleich mehrere Probleme sozialer Netzwerke und Mobilfunkanbieter lösen.

Social Media: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales stellt neues Social Network vor. (Screenshot: TPO)
Social Media: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales stellt neues Social Network vor. (Screenshot: TPO)

In einem Manifest weist Wales darauf hin, dass soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter die Daten ihrer Nutzer als Ware behandelten, die sie an die Werbeindustrie verkaufen würden. Außerdem würden Mobilfunkbetreiber einen großen Teil ihrer Einnahmen in Werbung stecken, obwohl Mund-zu-Mund-Propaganda gerade durch das Social Web ein mächtigeres Instrument sei als je zuvor. Genau da soll auch TPO ansetzen.

TPO: Werbefreies Netzwerk für einen guten Zweck

Das eigentliche soziale Netzwerk bezeichnet Wales als „Twitter, aber besser“. Hier könnt ihr Personen, Gruppen oder gemeinnützigen Organisationen folgen – natürlich völlig frei von Werbung. Die Idee dahinter: Nutzer sollen sich über soziale Probleme informieren und gegenseitig darüber austauschen können. Außerdem kommt hier auch der Mobilfunkanbieter-Teil der Unternehmung zum Tragen.

Wer einen Mobilfunkvertrag mit TPO abschließt, kann bestimmen, an welche gemeinnützige Organisation zehn Prozent der Kosten monatlich gespendet werden sollen. Als Mobilfunkanbieter ist TPO derzeit aber nur in den USA und Großbritannien verfügbar. Das Social Network könnt ihr aber auch hierzulande nutzen.

TPO wurde 2012 in Großbritannien gegründet. Seit Januar 2014 ist Jimmy Wales als Co-Vorsitzender und strategischer Berater mit dabei. Inwieweit die Welt allerdings auf ein Social Network mit Fokus auf sozialem Engagement gewartet hat, wird sich wohl noch zeigen müssen. Ein so großer Erfolg wie Wikipedia dürfte die Website vermutlich nicht werden.

via thenextweb.com

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7 Antworten
  1. von uwekeim am 22.07.2015 (19:59 Uhr)

    "Mund-zu-Mund-Propaganda" — hihi

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  2. von Tragfähig am 22.07.2015 (20:30 Uhr)

    Es gibt viele Mobilfunkanbieter.
    Wenn Jimmy Wales es schafft, ein paar Prozent der Verwaltung oder Management-Boni einzusparen, könnte es sich tragen.

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  3. von Dominik am 23.07.2015 (04:02 Uhr)

    Mich stört es persönlich etwas, wenn an verharrt immer und immer wieder die Werbeindustrie derart an die Wand rückt, als würden hier Personalweise der Nutzer verkauft werden. Ja, es gibt auf Grund der gepflegten Profilinformationen Targeting Optionen. Aber eine Werbetreibender kann zunächst einmal nicht ohne weiteres sagen, ich möchte diesen Banner nun nur an Peter Müller ausliefern.

    Und selbst dies geht bei klassichen Postwurfsendungen, die zudem absolut unökologisch sind.

    Der Verbindungs- & Mehrwertgedanke des sozialen Netzwerkes ist gut. Aber wie viele soziale Netzwerke sind nun bereits gestartet und wollten es mit Facebook aufnehmen?

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    • von Emanuel Wyss am 23.07.2015 (10:12 Uhr)

      Weil es schon viele versucht haben mit Facebook aufzunehmen, bedeutet noch lange nicht das es nicht möglich ist.
      Alternativen sind immer gut und irgendeine wird FB zu Fall bringen.
      Ich hoffe es ist bei diesem 'Next Thing' annähernd ein Mann an der Spitze wie Jimmy Wales.

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    • von SM am 23.07.2015 (10:21 Uhr)

      Danke, sehr guter Punkt!

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  4. von Tragfähig am 23.07.2015 (18:56 Uhr)

    Die Google-Gründer, Yahoo und Facebook bringen die meisten Aufkäufe auch nicht zum Erfolg und auch auf Tesla warten wir schon ähnlich lange wie auf Google Glass oder Oculus Rift oder den Apple-TV den Steve Jobs ja erfolgreich ausgedacht haben will. Ausnahmen bei z.B. Google sind praktisch nur Google Mail (Eigenentwicklung) und Youtube (Aufkauf) und halt alles was mit Suche und deren Vermarktung zu tun hat, also das Kerngeschäft.
    Facebook bringt den Werbemarkt jährlich wohl durch Neuentwicklungen weiter als Google. Die Mehrheit behauptete Adblocker wären irrelevant. Ähnlich viele behaupteten, mobile Werbung wäre uninteressant. Doch dann kam Facebook und bewies das Gegenteil.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Gruender-Zehn-Dinge-die-frei-sein-muessen-120873.html
    liessen sich schnell realisieren. Leider sind die Rechtskosten in vielen Ländern wohl zu hoch.

    Data-Wiki will ich schon ewig und hätte ich in einem Fair-Use-Land längst realisiert. Leider kriegt die Wikipedia-Foundation es nicht hin.
    Die stagniert oft ähnlich wie Mozilla die erst von Chrome aus der Stagnation leicht befreit wurden und die meisten Seitenprojekte (FireFox-OS, WebAPPS u.ä.) sind bisher auch kaum verbreitet obwohl insbesondere die WebApps die Appstores weniger wichtig machen könnten.
    Und viele Deutsche schreiben wegen der Edit-Wars lieber in der US-Wikipedia.

    Wer die Probleme im Hauptgeschäft nicht erkennt (das tun Google usw. nach 1-2 Jahren doch hin und wieder wie gestern/vorgestern mit dem Anti-KlickBot-Projekt), dessen Erfolg bei neuen Projekten ist vermutlich auch überschaubar.

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  5. von Kai am 24.07.2015 (17:57 Uhr)

    Ich finde der Social Media Markt ist gesättigt, wieso sollte denn ein Nutzer jetzt ausgerechnet dahin wechseln?

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