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Windows 10: Europäische Länder prüfen Verstöße gegen Datenschutzgesetze

Windows 10: Europäische Länder prüfen Verstöße gegen Datenschutzgesetze

Will zu viel über die Nutzer seiner neuesten Betriebssystemversion wissen? Berichten zufolge prüfen erste europäische Länder, ob sie wegen möglicher Verstöße gegen Datenschutzgesetze ermitteln.

Windows 10: Europäische Länder prüfen Verstöße gegen Datenschutzgesetze

Windows 10. (Bild: Microsoft)

Windows 10: „Private Abhöranlage“

Windows 10 ist seit Ende Juli verfügbar, hat aber aufgrund der voreingestellten Datensammelei des Software-Konzerns bereits erste Nutzer verärgert und Datenschützer auf den Plan gerufen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz etwa warnt vor Windows 10 und beklagt, dass das Betriebssystem den PC der Nutzer „in eine Art private Abhöranlage“ verwandele. Nun sollen in weiteren Ländern die Datenschutzbeauftragten auf den Plan gerufen worden sein.

Windows 10 ruft Datenschützer auf den Plan. (Bild: Microsoft)
Windows 10 ruft Datenschützer auf den Plan. (Bild: Microsoft)

In der Schweiz etwa soll einem Bericht von Inside-IT zufolge der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte gerade dabei sein zu klären, ob die Datensammelei bei Windows 10 mit dem Datenschutzgesetz der Schweiz vereinbar sei. In Russland soll gar der Generalstaatsanwalt mit der Prüfung beauftragt worden sein, ob sich Microsoft und Windows 10 an die Vorschriften in Sachen Datenschutz hielten.

Kritik an Datenschutzbestimmungen in Windows 10

Stein des Anstoßes sind die voreingestellten Datenschutzbestimmungen in Windows 10. Demnach werden Daten wie Namen, Adressen oder Standorte von Geräten und deren Nutzern sowie eingegebene Web-Adressen oder Suchbegriffe an Microsoft weitergeleitet. Die zusätzlichen Datenübertragungen können zwar in den entsprechenden Einstellungen angepasst werden.

Allerdings müssten Nutzer dann auf bestimmte Funktionen, etwa der persönlichen Assistentin Cortana, verzichten. Experten zufolge kann der automatische Datenaustausch zudem auch mit diversen Einstellungen nicht komplett ausgeschaltet werden. Es wird spannend sein zu sehen, ob der Gegenwind für die Datensammelei in Windows 10 stark genug werden wird, um Microsoft zumindest zu einem teilweisen Einlenken zu bewegen.

via www.heise.de

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4 Antworten
  1. von Peter P am 24.08.2015 (18:55 Uhr)

    Mir persönlich ist es ziemlich egal, ob Microsoft hier noch einlenken wird. Fakt ist, dass Windows 10 definitiv die Infrastruktur für eine Totalüberwachung enthält. Bei einem amerikanischen Unternehmen ist zu erwarten, dass trotz Deaktivierung auch ein ferngesteuerten Schalter verbaut ist, mit dem sie heimlich aktiviert werden kann. Und es ist ebenfalls zu erwarten, dass implementierte Hintertürchen auch missbraucht werden.

    Mein derzeitiger Rechner wird so oder so wohl mein letzter Windows-Rechner sein.

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    • von Charlie Ramer am 24.08.2015 (23:40 Uhr)

      "...mein letzter Windows-Rechner..." wurde schon vor rund drei Jahren verschrottet, und seit 2011 läuft hier ALLES unter Linux. Ich finde es bezeichnend, dass zwar alle Welt wieder über die ach so umfassende Überwachung und den Verlust der Persönlichkeit jammert - aber jeder schön treu-doof wie eh und je den Sch...dreck aus Redmond immer und immer wieder installiert.

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      • von Peter P am 25.08.2015 (11:00 Uhr)

        Ich finde es bezeichnend, dass kein Kommentar mit dem Wort "Windows" existieren darf, der nicht mindestens eine solche Antwort mit dem Wort "Linux" bekommt ;-)

        Ich arbeite auch auf Linux-Systemen, aber bitte versteht doch endlich mal, dass bei anderen Leuten vielleicht andere Argumente in der Waagschale liegen als bei Euch.

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  2. von tracksniffer am 03.09.2015 (23:00 Uhr)

    Kommentar zu einem Artikel von CHIP, in dem das Abschalten verschiedener Schnüffelfunktionen bei WINDOWS 10 empfohlen wird: http://www.chip.de/News_29559209.html?tid1=42323&tid2=0

    Wer meint, er könne damit seine Daten vor Microsoft verbergen, erliegt einem fatalen Irrtum. Warum?
    Weil alle Betriebssysteme von Microsoft Hintertüren in der Firewall enthalten, durch welche Dritte unbemerkt und ungehindert alle Daten mitlesen können. Beweis unter diesem Link:
    http://forum.freenet.de/showthread.php?t=264723

    Darüber hinaus ist es sogar möglich, den PC über diese permanent von außen zugänglichen Netzwerkadapter von außen vollständig zu kontrollieren. Den Beweis kann jede/r selbst zu Hause am eigenen PC durchführen, indem sie/er sich das Betriebssystem VISTA BUSINESS besorgt und die in dem bunten Beitrag des entsprechenden Links beschriebenen Schritte durchführt. Home-Versionen sind prinzipiell ungeeignet, da die erforderlichen Konfigurationseinstellungen fehlen.

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