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Datenschutz? Fehlanzeige! Windows 10 trackt Nutzer trotz Privatsphäre-Einstellungen [Update]

Datenschutz? Fehlanzeige! Windows 10 trackt Nutzer trotz Privatsphäre-Einstellungen [Update]

Dass keinen großen Wert auf den seiner Nutzer legt, ist bekannt. Aber selbst das versierte Ausnutzen aller Privatsphäre-Einstellungen hält nicht vom Tracking ab, wie dieser Nutzerbericht zeigt. Der Bericht ist allerdings mittlerweile widerlegt worden, siehe Update am Ende des Artikels.

Datenschutz? Fehlanzeige! Windows 10 trackt Nutzer trotz Privatsphäre-Einstellungen [Update]

Windows 10. (Bild: RoSonic / Shutterstock.com)

Update vom 12. Februar 2016: Technik-Experte Ed Bott hat den Bericht von CheesusCrust auf ZDnet.com zerpflückt und zeigt auf, worum es sich bei den Verbindungen handelt – zum Beispiel dienen sie zur Authentifizierung – und warum er der Überzeugung ist, dass Microsoft diese Anfragen nicht zum Spionieren nutzt. Botts Fazit: „Wenn es um Datenschutz geht, vertraue keinen Amateur-Analysten.“ Danke an Klaus für den Hinweis.

Windows 10: Datensammeln kaum abschaltbar

Schon kurz nach dem Launch von Windows 10 mehrten sich Berichte über die Datensammelwut des neuen Microsoft-Betriebssystems. Bisher galt aber, dass sich das Tracking mit einem geschickten Ausnutzen der Privatsphäre-Einstellungen verhindern lassen könnte. Der mittlerweile gelöschte Bericht des Voat-Nutzers CheesusCrust zeigt aber, dass das nicht stimmt.

Datenkrake: Windows 10 trackt trotz aller Gegenmaßnahmen weiter. (Bild: Microsoft)
Datenkrake: Windows 10 trackt trotz aller Gegenmaßnahmen weiter. (Bild: Microsoft)

CheesesCrust hat getestet, wie wirksam die zahlreichen Anleitungen zum Datenschutz wirklich sind. Dazu hat er Windows 10 Enterprise über eine Virtualisierungssoftware auf einem Linux-Laptop zum Laufen gebracht. Anschließend hat er – den entsprechenden Anweisungen folgend – alle zugänglichen Tracking- und Telemetrie-Features auf Windows 10 ausgeschaltet, um anschließend in der Nacht den Netzwerk-Traffic zu überwachen.

Ergebnis: Das angeblich Tracking-freie Windows-10-Gerät hat innerhalb von acht Stunden versucht, 5.500 Verbindungen zu 93 verschiedenen IP-Adressen herzustellen. 4.000 der Verbindungsversuche und 51 der IP-Adressen waren Windows oder Microsoft zuzuordnen. Nach 30 weiteren Stunden kamen Verbindungen zu 113 weiteren nicht-privaten IP-Adressen dazu – ein Einfallstor auch für Man-In-The-Middle-Angriffe.

Tracking bei Windows 10 trotz Anti-Tracking-Tool

Auch als CheesusCrust das eigens für Datenschutzzwecke bei Windows 10 erstellte Tool DisableWinTracking einsetzte, waren die Ergebnisse weiter erschreckend. Trotz des zusätzlichen Tracking-Schutzes versuchte sich das Gerät innerhalb eines Zeitfensters von 30 Stunden knapp 2.800 Mal zu insgesamt 30 eindeutigen IP-Adressen zu verbinden.

Ebenfalls beunruhigend für Windows-10-Nutzer ist, dass CheesusCrust zum Testen die Enterprise-Version nutzte, die vergleichsweise viele Einstellungsmöglichkeiten für die Privatsphäre bietet. Dass Microsoft nach eigenen Angaben die bei Windows 10 erhobenen Daten (auch) zur Verbesserung und Personalisierung der Nutzererfahrungen einsetzt, dürfte da ein schwacher Trost sein.

via thenextweb.com

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5 Antworten
  1. von klaus am 12.02.2016 (11:56 Uhr)

    Ein bisschen mehr recherche wäre hilfreich zumal die story ja nicht mehr ganz frisch ist...
    http://www.zdnet.com/article/when-it-comes-to-windows-10-privacy-dont-trust-amateur-analysts/

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  2. von Peter am 12.02.2016 (12:54 Uhr)

    Mein Gott, wie schlecht ist dieser Artikel den? Bitte einfach löschen, das war nichts!

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  3. von Arndt am 12.02.2016 (13:06 Uhr)

    Diese Falschinformation ist schon seit Tagen widerlegt (siehe Post von "klaus")

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  4. von Sebastian Wewer am 12.02.2016 (13:17 Uhr)

    Was ist dass denn für ein blödsinn. Schreibt ihr jetzt auch einfach von anderen ab ohne mal nachzufragen? Siehe kommentar von Klaus. Bitte klarstellen oder Artikel löschen!

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  5. von Karl Marx am 13.02.2016 (22:40 Uhr)

    Null recherchiert. Schlimmer noch, beim angucken der Daten (wenn es denn jemand tat) hätte man spätestens selber merken müssen, das zumindest schofman ein Großteil der Verbindungen eingehend ist oder bekannte standard Protokolle sind.

    Lächerlich. Heise, t3n.. langsam bleibt nicht mehr viel was man noch lesen kann.
    Hauptsache Klicks (geld) - der Rest ist scheinbar egal.
    Nur damit schießt man sich selbst in den Fuß, sind die StammLeser erst mal weg, ist es hier schnell duster. Sind Eure jobs nicht unsere... Mal drüber nach denken?

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