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Windows 8 – Die Geschichte eines Desasters

Windows 8 – Die Geschichte eines Desasters

Vor anderthalb Jahren hat veröffentlicht, mit nur einem Betriebssystem wollte der Konzern die Brücke zwischen Desktop und schließen. Was als Fortschritt verkauft wurde, sollte sich schnell als Rückschritt erweisen. Eine Analyse.

Windows 8 – Die Geschichte eines Desasters

Windows 8 – ein Desaster? (Bild: Microsoft)

Windows 8: Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache

(Bild:
Windows 8 verbreitet sich nur langsam. (Grafik: statista)

Wenn man von etwas lernen kann, dann aus der Geschichte und den Fehlern anderer. Im Jahr 1985 brachte Coca Cola den Nachfolger der uns bekannten Cola auf den Markt, The New Coke. Mit einer veränderten Rezeptur sollte The New Coke die alte Variante ablösen. Nicht mal ein halbes Jahr später wurde die ursprüngliche Variante wieder eingeführt. Tausende von Beschwerde-Anrufen am Tag und das negatives Echo der Kunden führten zur Rückbesinnung. Verglichen mit Coca Cola hat Micorosoft mit Windows 8 seine eigene „New Coke“ gefunden. Es gibt nur einen eklatanten Unterschied: Microsoft besinnt sich nicht auf ein bewährtes System, sondern macht weiter wie bisher.

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Während der Vorgänger Windows 7 innerhalb von sechs Monaten schon einen Marktanteil von zehn Prozent verzeichnen konnte, brauchte Windows 8 fast drei mal so lange. Im Januar stieg der Anteil von Windows 8/8.1 um gerade einmal 0,09 Prozent. Die Wechselfreudigkeit der Nutzer von Windows 7 auf Windows 8 hält sich bisher in Grenzen. Die Gründe sind vor allem im neuen Oberflächenkonzept begründet. Die Einführung des sogenannten „Modern UI“ hat gerade auf dem Desktop viele Anwender verwirrt – und die Verschmelzung einer Touch-optimierten Oberfläche und der etablierten Desktop-Bedienung empfinden viele Anwender als Rückschritt.

Microsoft hat zumindest Notiz davon genommen, dass Windows 8 nicht der größte Wurf ist und so wird noch heute am Bedienkonzept gearbeitet. Das erste Servicepack, Windows 8.1, erschien ein knappes Jahr nach dem ursprünglichen Release im Oktober 2013. Mit der Version 8.1 gab es einige Änderungen im Oberflächenkonzept: So wurde der Startbutton im Desktop-Modus wieder eingeführt und die Möglichkeit geschaffen, direkt in den Desktop zu starten.

Weiteres Update von Windows 8 im März

Windows 8.1 erhält mit dem Update 1 eine Schaltfläche zum Herunterfahren direkt auf dem Homescreen. (Quelle: winsupersite.com)
Windows 8.1 erhält mit dem ersten Servicepack eine Schaltfläche zum Herunterfahren direkt auf dem Homescreen. (Quelle: winsupersite.com)

Im März diesen Jahres soll es ein weiteres Update für Windows 8 geben. Auch hier wurde wieder an der Bedienung gearbeitet. Die Vollbild-Apps der Modern-UI-Oberfläche bekommen eine Titelleiste spendiert, das Herunterfahren des Systems soll einfacher von der Hand gehen und auch das Kontextmenü im unteren Bildschirmbereich der Modern UI soll einfacher mit der Maus zu erreichen sein.

Insgesamt sind diese Änderungen minimal. Man hält bei Microsoft zumindest bei Windows 8 an der starken Verschmelzung zweier völlig unterschiedlicher Bedienkonzepte fest. Aus Usability-Sicht sind nicht zwei unterschiedliche Konzepte das Problem, sondern die stetige Vermischung beider Welten. Bei der Nutzung mit der Maus ist die Bedienung umständlicher und für den Nutzer weniger nachvollziehbar geworden. Das mag man bei Microsoft anders sehen, aber die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Stand Januar 2014 liegt der Anteil von Windows 8 unter dem von Mac OS und weit unter dem von Windows XP oder Windows 7. Nur Windows Vista steht noch schlechter dar.

Fazit

Dass es auch bei Mac OS zu einer Verschmelzung von Desktop- und Touch-Bedienung kommen soll, ist bislang dementiert worden. Scheinbar will Apple den Fehler, den Microsoft gemacht hat, nicht auch begehen und sieht keinen Nutzen in der Verschmelzung zweier so unterschiedlicher Betriebssysteme. Um Windows 8 doch noch unter die Leute zu bekommen, plant Microsoft laut Bloomberg eine Preisreduzierung von 80 Prozent für PC-Hersteller. Ob das ausreicht um Windows 8 aus der Nische zu holen, darf bezweifelt werden. Der Nachfolger Windows 9 soll schon im nächsten Jahr erscheinen und gravierende Umbauten der Oberfläche mit sich bringen, so Microsoft-Analyst Paul Thurrott. Auch das klassische Startmenü soll dann wieder im System Einzug erhalten.

Wenn die spöttisch als Microsoft-Gesetz bezeichnete Regel eintritt, dann wird nach dem mäßigen Windows 8 wieder ein gutes Windows-Betriebssystem kommen. Dem schwächelnden PC-Markt täte das sicher gut.

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32 Antworten
  1. von Michael am 22.02.2014 (16:41 Uhr)

    Gähn! Ich bin nun wahrlich kein MS Fanboi. Aber ehrlich? Win 98 Hui! Win ME Pfui! Win XP Hui! Win Vista Pfui! Win 7 Hui! Win 8 Pfui!

    Ich habe nun absichtlich 95, 2000 und auch das alte NT4 weggelassen. Wobei ich 95 in Pfui! einsortieren würde. Wie dem auch sei, an obiger Liste erkennt man durchaus ein Schema.

    Und noch ehrlicher? Ein (noch) fehlender Startbutton und (noch) direkter Boot ins neue Startmenu sind schon ziemlich lächerliche Argumente Win 8 nicht zu kaufen. Wer bisher auf dem Desktop alles erledigte, der hat nicht einen einzigen wirklichen Nachteil.

    Ich glaube ja, das wilde Aufbauschen der "Fach"-Presse hat da so seinen Teil zu beigetragen, dass Win 8 nicht beim Homeuser ankommt, obwohl gerade der davon profitieren würde. Bei Firmen PCs ist es eh noch nicht wieder Zeit für einen neuen Systemwechsel. Von daher: Wayne!?!

    Ihr wisst doch wie das läuft: Was der Bauer nicht kennt, dass frisst er nicht. Und wird es obendrein noch vorweg madig gemacht, dann wird er selbst in Jahren noch davon reden wie schlecht es war, ohne es ein einziges mal selber getestet zu haben.

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  2. von Bernd Philippsen am 22.02.2014 (16:49 Uhr)

    Ich habe die "Aversion" gegen Windows 8 nie verstanden. Ich mag Kacheln. Windows ist Welt-Standard. Nur innerhalb der Planungs-Sicherheit eines Welt-Standards können sich professionelle Anwendungen zu zivilen Preisen entwickeln. Notations-Programme z.B., die für mich als Musiker unerlässlich sind und in der mac-version wegen der mac-Hochpreis-Politik unattraktiv wären.

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  3. von Thomas am 22.02.2014 (17:01 Uhr)

    Ich nutze Windows 8, weil es schneller ist und ich es als Dreamspark-Kunde gratis verwenden kann. Aber es ist nunmal ein Griff ins Klo. Jedesmal wenn ich ein Foto betrachten möchte und aus Versehen diese bescheuerte Kachel startet bekomme ich einen Anfall.
    Es gibt nunmal einen Unterschied zwischen Tablets und Desktop, darauf sollte sich MS wieder besinnen, sonst sind sie mich endgültig los und wahrscheinlich auch viele andere.

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  4. von Jom am 22.02.2014 (17:19 Uhr)

    Artikelchen wie diese sind der eigentliche Grund für das scheitern.
    Wobei scheitern relativ ist, bei 200 000 000 Rechnern, die mit Windows 8 laufen... (hups, mehr als alle OS10 Systeme zusammen).

    Da werden alte Kamellen wiederholt, der Aufhänger Startmenü genannt und behauptet, alles vermische sich und sei somit unbedienbar.
    Ich nutze da wahrscheinlich ein anderes Betriebssystem... Weil bei objektiver Betrachtung Windows im Workflow schneller und besser geworden ist.

    Da sind wohl jemandem die Ideen ausgegangen. Klapp mal den Mac zu und guck über den Tellerrand und kau nicht alles wieder.

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  5. von Jom am 22.02.2014 (17:28 Uhr)

    @Thomas: Rechtsklick auf dein Bild/Öffnen mit/Standardprogramme auswählen.../Windows Fotoanszeig verwenden

    Jedes System muss vorher eingerichtet werden, ganz klar. Für Einige sicherlich verwirrend. Aber es ist nun mal kein Akt das für Fotos und Videos so einzustellen.

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  6. von Tim am 22.02.2014 (17:33 Uhr)

    Windows 8 ist und bleibt ein Fehlgriff. Ansonsten hätte MS keinen Grund besagte Anpassungen vorzunehmen oder der Preis zu senken. Ich hatte sie alle, von win 3.x bis win 8 und kann sagen, nicht mal Windows ME war ein so großer Unsinn. MS hat zusammen gepackt was nicht zusammen gehört und es ist nun mal so, dass die Zahlen ja für sich sprechen. Ob das an der Berichterstattung zu Windows 8 liegt mag ich nicht beurteilen. Ich für meinen Fall fluche jeden Tag aufs neue und ich muss für den Mist entwickeln.

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  7. von Jens Richter am 22.02.2014 (17:35 Uhr)

    Auf die Marktanteilanalyse würde ich nicht so einen Schwerpunkt legen. Es ist ja nicht so, dass Windows 7 schlecht ist und unbedingt ein Nachfolgesystem benötigt wird. Viele Menschen sind offenbar mit Windows 7 zufrieden und sehen keinen zwingenden Grund um umzusteigen. Die Zahlen an sich sind also kein Beleg dafür, dass Windows 8 schlecht ist. Ich habe auch noch ein IPad 2 und habe mir kein IPad 4 gekauft. Damit hat das IPad2 einen Marktanteil von 100% und das Ipad 4 hat 0%. Die Statistik besagt also, dass das IPad 4 schlecht ist? Diese ganze Windows 8-Hetze nervt. Microsoft hat etwas neues versucht, etwas riskiert und hat sein Ziel nicht ganz erreicht. Passiert halt mal. Ist dem Autor dieses Artikels übrigens auch passiert.

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  8. von Mike am 22.02.2014 (17:36 Uhr)

    Eigentlich hat Jom alles gesagt (Win 8 > alle OSX...).
    Weniger als Windows 7 heißt ja auch nicht Flop v.a. wenn Windows 7 im gleichen Zeitraum auch gleich noch mit steigt. Auch da Windows 7 ja immer noch gut ist und verkauft wird.

    Aber dank Artikeln wie diesem ist das Image von Win8 inzwischen so runter dass der normale User es nicht mal mehr ausprobiert. Obwohl Sachen wie schnellerer Start, ISO und VM Support und vieles mehr auch den Desktop bei Windows 8 attraktiver als Windows 7 machen.

    Billiger Clickbait, leider so zu erwarten von den T3 Fanbois :(

    @Thomas: Einfach mal die Default Programme änderrn (WIN+Q "default programs", deutsch wird wohl ähnlich sein) und für alles gewünschte einfach die normalen Desktop Programme wählen. Wenn es nur um Bilder geht einfach auf einem Bild Rechtsklick, "Öffnen mit" und dort das Desktop Programm (Windows Photo Viewer oder ähnlich) als Standard wählen. Als Desktop Nutzer sollte man sowas eigentlich wissen, das gilt ja schliesslich so für alle Dateien und Programme ;)

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  9. von Maik Klotz am 22.02.2014 (17:38 Uhr)

    Ob es nun an Artikeln wie diesen liegt, dass Windows 8 nicht Akzeptanz findet oder am System, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Die Zahlen der Marktdurchdringung, Preissenkungen und massiver Werbedruck sprechen auch eine Sprache. Schlussendlich muss jeder für sich selbst entscheiden was gut ist.

    Ich bin mit Windows groß geworden und sage noch heute das Windows 7 in vielen Teilen besser ist als ein Mac OS. Bei Windows 8 habe ich da so meine Probleme.

    Gruß

    Maik

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  10. von Thomas am 22.02.2014 (18:16 Uhr)

    Wieso werden denn hier Windows 8 Nutzerzahlen mit Mac OSX Nutzerzahlen verglichen? Ihr schreibt doch selber dass Windows 8 für Tablet und PC ist. Da müsste man wenn dann schon OSX und iOS zusammen werfen, aber eigentlich ist es doch sowieso egal...

    Ich nutze Windows seit Windows 7 nicht mehr, aber was mich an Windows 8 stört ist die doppelte Nutzeroberfläche. Da gibt es die Kacheln und den Desktop. Aber welchen Vorteil bieten die Kacheln gegenüber dem Desktop? Wer mehr als Symbole haben will benutzt Widgets, die gibt es seit Vista. Ansonsten will man Symbole. Aber egal...

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  11. von Werner am 22.02.2014 (18:21 Uhr)

    Windows 8? Eigentlich von Anfang an ein Desaster. Die Innovation bestanden häufig nur aus dem kopieren bei anderen. Auch ich bin mit diesem 'OS' älter geworden und
    zum Glück bei Vista ausgestiegen.

    Mit etwas Abstand fühlt man sich dann wie beim Rauchen aufhören. Ist man clean fragt man sich wie man nur so blöd sein konnte, überhaupt anzufangen.

    In der modernen Entwickler Szene ist Windows eh kein Thema mehr.
    Keiner hat Lust ein OS bei Laune zu halten, Bubbles und Fehlermeldungen tot zu klicken, Duzende Zusatzprogramme zu installieren um einfache Jobs zu erledigen und zudem auch den ganzen Kram noch teuer zu bezahlen. (Ein Windows System ist recht teuer, wenn man ehrlich rechnet )
    Ich bin froh da weg zu sein.

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  12. von Peter am 22.02.2014 (19:25 Uhr)

    @Maik Klotz
    Warum hast du so deine Probleme mit Windows 8? Was macht es wirklich anders? Der Start geht rasend schnell, der Start auf den Desktop ist inzwischen auch wieder möglich, die Metro UI dient als App Launcher, allerdings liegen die wichtigen Programme eh in der Taskleiste.

    Ich versteh das ganze Gelaber einfach nicht. Für mich habe ich Windows 8 so eingestellt, dass ich weder die Metro UI, noch das Startmenü vermisse. Wozu auch? Was konnte ich im Startmenü schon großartiges machen? Geht doch alles mit dem Explorer auch.

    Nicht blind sein, sondern Windows 8 einfach mal ausprobieren und eine Woche lange eine Chance geben. Sehen und sagen - Das ist blöd, hilft keinem.

    @T3N
    Mich nerven diese Bild-Artikel so langsam aber sicher. Was soll das? Ihr wart mal ein Magazin, was mir viele News und Artikel aus der Tech/Web Welt geliefert hat. Jetzt verschwendet ihr Zeit damit, ständig billige Berichte über aktuelle Ereignisse zu verfassen. DAS IST BILD-NIVEAU!!! Fangt euch mal bitte wieder.

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  13. von Maik Klotz am 22.02.2014 (19:45 Uhr)

    @Peter: ich habe kein Problem mit Windows 8. Ich beschreibe einen Zustand aus meiner Sicht und untermauer diesen mit Argumenten. Das sich jeder sein System so anpassen kann wie er mag, ist ja ganz prima. Ich beurteile doch nicht ein System danach wie ich es mir verbiegen kann, sondern danach wie Microsoft es vorgesehen hat. Die Verschmelzung zweit unterschiedlichen Bedienphilosophien mag ja für den ein oder anderen ok sein, für die Masse offensichtlich nicht.

    Ob der Artikel oder viele andere "billig" ist muss auch jeder für sich selbst entscheiden.

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  14. von kahner am 23.02.2014 (10:53 Uhr)

    Der Artikel ist zwar nicht falsch, aber er trifft IMHO das Thema nicht.

    Win8 kommt aus verschiedenen Gründen nicht in Schwung, aber der Metro-Look spielt da keine wesentliche Rolle.

    Microsofts beiden Hauptprobleme sind IMHO Diversifikation und *Legacy*. Zwei sehr wichtige Punkte, die Apple zumindest jetzt noch nicht hat, und weswegen der Apple-Vergleich irrelevant ist.

    Microsofts *Gegner* ist bestimmt nicht Apple, Microsoft Gegner ist Google!

    Zu Erklärung:

    >>> Das Geschäftsumfeld
    Trotz aller Erfolge durch das Mac, iPhone und Co spielt selbst der unbestrittene GUI-König Apple gerade im wichtigen Geschäftsumfeld eine sehr untergeordnete Rolle - wenn man einmal die Nische der Künstler, Agenturen etc. weglässt.
    Und das wird auch noch lange so bleiben.

    Neben der Vermeidung einer zunehmend heterogenen IT-Umgebung liegt der Hauptgrund in den enormen Investitionen, die Firmen in Win-Desktop-Lösungen investiert haben und die aus den verschiedensten Gründen nicht migriert werden können, selbst wenn man es wollte.
    Hinzu kommt, dass sehr viele *mission-critical* Legacy-Anwendungen, für die es keine Sourcen oder keine Fachprogrammierer (z.B. COBOL) mehr gibt, sich nicht anpassen lassen können. Gute COBOL-Programmierer erhalten heute absolute Spitzengehälter - vor allem im Vergleich zum Heer der *Javas*.

    Im Geschäftsumfeld zählt ausschließlich der Kosten-/Nutzen-Aspekt. *Coolness* ist keine Option. Ein Wechsel MUSS eine messbare Verbesserung des Geschäftsprozesses beinhalten. Wie schwer sich Großunternehmen tun, ein Produktivsystem zu wechseln zeigt sich gerade sehr eindrucksvoll an der Stadt München mit ihrem LiMux-Versuchen.

    JEDES Update (auch innerhalb von Windows) erzeugt in der IT-Abteilung ausgeprägte und sehr effiziente Abwehrreflexe. Wer nicht aus dem IT-Umfeld kommt, kann sich schwer vorstellen, wie sensibel die IT-Systeme sind. Selbst kleinere Änderungen sind hier immer *Operationen am offenen Herzen* der Firma. KEIN IT'ler übernimmt hier Verantwortung für User-Befindlichkeiten.

    Gerade in Asien spielen bedingt durch die enorme Anzahl von Raubkopien noch echte Uralt-Windows-Versionen eine Rolle. Uns wurde vor 14 Jahren von einer japanischen Firma im Rahmen eines PLC-Retirements ein dreistelliger Millionen-Betrag angeboten, wenn wir unsere Datenbank noch weitere 10 Jahre auf einer bestimmten Windows-Version vorhalten. Was wir abgelehnt haben - und das war gut so!

    Bevor die Unkenrufe kommen – Die Firmen sind an MS genauso gebunden, wie langjährige Apple-User an ihre Firma.

    >>> Die Embedded-Umgebung
    Den wenigsten ist wahrscheinlich bewusst, in wie vielen Embedded-Systemen ein Windows-Derivat läuft. Eines, das nicht ernsthaft etwas mit DEM Windows zu tun hat, dass wir kennen. Das reicht von Navis in Premium-Autos bis hin zu Getränke- oder Fahrkartenautomaten und noch viel, viel mehr. Der Grund liegt hier vor allem in der zeitlichen Perspektive der Investitionssicherheit.

    Heute gibt es natürlich Arduino und andere *Minis* auf Linux-Basis, die man dafür verwenden könnte. Das Potential ist da, aber sie es sind Bastler-Produkte oder werden zumindest so wahrgenommen. Dass sich MS da nicht die Butter vom Brot nehmen will, ist klar.

    >>> Die (heutige) Praxis
    Chrome erlaubt (zumindest unter Windows) den Einsatz von Andro-Apps. Der Browser wird immer mehr zum zentralen Programm, der Client immer dünner, plattformunabhängige Apps, die sich wie native Programm verhalten. Google bietet zudem schlichte, für Otto-Normalverbraucher aber völlig ausreichende *Office Anwendungen* und andere Programme in der Regel umsonst an.
    Androids großer Erfolg liegt unzweifelhaft an der freien Lizenzierung durch Dritte.
    Microsoft kennt diese Vorgehensweise. Schließlich haben sie so die Dominanz im Desktop-, Browser- und Office-Umfeld bekommen.

    Wenn MS nicht aufpasst, dann wird sich Android via Chrome den Weg auf die Desktops bahnen und eventuelle Rest-Windows (oder MacOSes) zu Host degradieren. Zumindest in meinem Apple-Umfeld verwenden viele OS-X zu 80%, um eine Win7-Box mit Office zu fahren. Virtualisierung ist auch unter Windows ein wichtiges Thema und hier schlägt die große Stunde von Android. Bereits heute ist es für Firmen-Entwickler sehr interessant, eher Android-Anwendungen zu bauen.
    Man verwendet dann eben Chrome anstelle von IE; oder gleich ein Chrome-Book!

    Nein – Microsoft hat sehr viel zu verlieren, wenn es nicht die verschiedenen Windows-Forks zusammenfasst und eine Plattform schafft, die die modernen HW-Plattformen nativ unterstützt.

    Ich habe mal vor 20 Jahren am Lehrstuhl für Informatik in Augsburg als Gastsprecher einen kleinen Shitstorm im Hörsaal entfacht, als ich sagte:
    "Das *beste* Betriebssystem der Welt ist nur dann das Beste, wenn es gleichzeitig auch das am besten verkaufte ist" - und ich war nicht bei Microsoft!

    Danke für's Durchhalten!

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  15. von Mike am 23.02.2014 (11:45 Uhr)

    @Thomas

    Klasse dass du Windows doof findest. Weil du es ja nicht (mehr) verwendest kannst du das ja auch wirklich Klasse beurteilen.
    Nebenbei, wenn dir die Kacheln (die du ja nicht verwendest ;) nicht gefallen, so nutz doch einfach den Desktop (den du ja auch nicht verwendest ;). Kacheln sind einfacher auf Tablets, so wie iOS auch auf Tablets und OSX auf nem "Rechner" mehr Sinn machen.

    Sorry für den bösen Sarkasmus aber wenn man etwas beurteilen will muss man es schon benutzt haben finde ich...

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  16. von mike am 23.02.2014 (11:59 Uhr)

    @Maik Klotz

    hast du nun so "Bei Windows 8 habe ich da so meine Probleme" oder "ich habe kein Problem mit Windows 8"? ;)

    Was ich bei vielen Leuten nicht verstehe ist warum sie nicht einfach das, was Ihnen nicht passt, ignorieren oder "wegkonfigurieren" (Kacheln/Kachelapps, Startbildschirm, viel mehr Punkte gibts es kaum, oder?) und einfach das verwenden, was bei Windows 8.1 besser ist (Schnelleres Booten, weniger Resourcenverbrauch, CD/ISO Support eingebaut, Hyper-V Virtualisierung, besserer Taskmanager, etc).

    Dies wird wohl mit dem nächsten Update (im April oder so) noch einfacher, da Desktopbenutzung optimiert wird.
    Ob mir, der mit der Metro UI übrigens gut klar kommt schon wieder zu weit gehen wird ist eine andere Sache.

    Nebenbei gab es in unserer Firma (hauptsächlich Macs da Agentur, aber auch einige PCs) nach dem Umstieg (einige neue Laptops) bzw. Update (auf alten PCs) von Windows 7 auf 8.1 keinerlei Probleme sondern wurden Dinge wie das schnelle Booten gelobt. Es wird natürlich hauptsächlich der Desktop verwendet, da dieser ja nun mal für "die Produktivität" da ist, aber auch zum Startbildschirm gab es keine negativen Kommentare. Die positive resonanz liegt evtl auch daran, dass derjenige, der die Updates gemacht hat nicht von vorn herein gesagt hat: Windows 8 ist blöd, steht ja auch überall in der Presse zu lesen...

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  17. von Der berühmte Gast im Sack am 23.02.2014 (15:56 Uhr)

    "Windows 8 – Die Geschichte eines Desasters"

    Och nö, jetzt auch Bild-Niveau bei t3n? Also ich komme super mit Win8 zurecht und will nicht mehr zurück zu Win7. Komischer Artikel hier. Mal abgesehen davon, dass Win8 inzwischen mehr als 10% Marktanteil hat - unter den Steam-Nutzern sogar über 30%. Sooo schlecht kann es also nicht sein. Man sollte sich ggf. ab und zu vom "Stammtischgeschwafel" frei machen und offen für Neues sein.

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  18. von Mosi am 23.02.2014 (17:38 Uhr)

    Oje, fehlen nur noch die andauerenden Abstürze, Sicherheitslücken und Bluescreens von Win XP, um die Klischee-Kiste vollzumachen. Ach, ich vergaß die Ribbons. Hier hat wohl irgendwer verpasst, dass der PC-Markt komplett eingebrochen ist, neue Kiste, neues OS, so einfach ist das. Und da Windows 7 bis auf weiteres gepatcht wird, gibt es gar keinen grund, abzudaten, aber viele, es nicht zu tun. Win8 ist ein positiver Sprung bei der Usability insbesondere für Einsteiger. Die Poweruser gegben auf der MetroUI einfach "firefox" ein und der Firefox startet. Das Problem an Artikeln wie diesen hier ist, dass man MS tatsächlich kritisieren kann, aber bitte für Sachen, die sie tatsächlich falsch gemacht haben, dieser Artikel zeigt die Perspektive von jemandem, der keine Woche mit Win8 gearbeitet hat, denn solange dauert die Umstellung von Win 7 auf 8 maximal.

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  19. von Andreas. am 23.02.2014 (20:02 Uhr)

    Der Autor scheint hier eine etwas gar düstere Prognose zu ziehen ohne die Berücksichtigung einiger zentraler Punkte: 1) Windows 7 war die Erlösung von Vista und daher heiss begehrt, ausserdem läuft Win 7 so stabil, dass gerade Firmen aktuell noch keinen Grund für einen Wechsel sehen. 2) Windows 8 wurde seit dem Start von der Presse verrissen, ohne dass sich die Journalisten länger als 10 min damit beschäftigt haben (so scheint es zumindest), schlechte Voraussetzungen für ein neues System. 3) Windows 8 lebt von der Hardware und die kommt erst jetzt langsam in die Gänge, was nützt das moder UI ohne Touchscreen, ausser der besseren Ordnung?

    Ok, natürlich gibt es auf der anderen Seite noch einige Usability-Probleme bei Win 8. Der ständige Wechsel zwischen den Oberflächen kann nerfen, sollte aber eigentlich einfach zu lösen sein.... Hoppla, das wäre es dann schon, was mir negatives auffällt. Dafür gefällt die perfekte Synchronisation zwischen smartphone, Tablet und Desktoprechner, die zahlreichen guten und kostenlosen Apps, die enorme Geschwindigkeit und der gute Mix zwischen Bevormundung und Freiheit...

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  20. von Tom am 23.02.2014 (22:03 Uhr)

    Also ich kann den Grundgedanken des Artikels schon nachvollziehen und unterstützen. Nun benutze ich Windows schon einige Jahre nicht mehr hauptsächlich, sondern nur für einige bestimmten Sachen.

    Allerdings richte ich nebenher sowohl für Privatpersonen als auch (kleine) Firmen ihre Systeme und Netzwerke ein. Und bei den meisten stand nun dank extrem veralteter Technik neue Hard- und Software an. Häufig wurde hier aus verschiedenen Gründen zu Windows 8 gegriffen.
    Es handelte sich dabei großteils eher um ältere Leute (50 und aufwärts), allerdings nicht nur. Eine Zielgruppe, die meiner Meinung nach völlig ignoriert wurde. Ich glaube, man sollte z.B. gerade das Entfernen des Startknopfes nicht einfach so runterspielen, denn gerade an diesem Punkt sind hier viele verzweifelt. Und diese Kacheln sind da nicht mal im Ansatz ein Ersatz dafür. Die machen das Problem nur größer. Und dann bringt hier auch ein schnelleres Hochfahren nichts, wenn ich danach nicht weiter komme.
    Gerade die Mischung führt zu großen Problemen, da es einfach nicht nachzuvollziehen ist, warum es z.B. eine Foto App gibt, die Fotos über die MetroUI im Vollbild anzeigt. Der Rückweg führt dann über die Kacheln, wo man nie dran vorbei ist.

    Soweit ich mich zurück erinnere, war zwar kein Windows sofort perfekt nach dem Start aber die Konfigurationen hielten sich echt in Grenzen, um damit normal arbeiten zu können. Wenn es nun aber anfängt, dass ich Videos und Fotos neu verknüpfen muss, damit mich das OS nicht verwirrt, dann find ich das schon ein starkes Stück. Ich musste also mit extra Programmen Windows 8 etwas zurückschrauben und die Kacheln soweit wie möglich verschwinden lassen, damit die Leute wieder arbeiten konnten.

    Also ich möchte nun nicht das ganze System schlecht machen, ich glaube einfach dass hier der Wechsel zu schnell erfolgen sollte. Man hätte hier Stück für Stück den User drauf vorbereiten können. Vielleicht eher erstmal über Opt-in, aber so gibt es ja nicht mal das Opt-out aus einem sehr schwer verständlichem System, das alle Gewohnheiten über Bord wirft.

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  21. von Thomas D. am 23.02.2014 (22:17 Uhr)

    Also ich habe hier einen PC mit Win7 und einen mit XP und ich oute mich mal in der Hinsicht, dass ich den Wechsel kaum merke (ein paar Spezialanwendungen mit viel RAM oder modernen Grafik-Features mal abgesehen). Am meisten vermisse ich bei XP vielleicht noch das Andocken von Fenster, aber sonst? Läuft noch alles (insbesondere mein alter Drucker) und kommt zudem mit weniger weniger Ressourcen aus. Gut, XP ist vielleicht wirklich etwas outdated, aber eigentlich wollte ich mehr darauf hinaus, dass Betriebssysteme heute alle recht ausgereift sind und die "tollen Neuerungen" für den Alltag von 95% der Nutzer eigentlich keine Bedeutung haben.

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  22. von Tom (Geld-Im-Internet) am 24.02.2014 (00:08 Uhr)

    Nachdem ich schon vor einigen Jahren auf Mac umgestiegen bin, sowohl im Desktop als auch im Notebook und Tablet Bereich, habe ich mich zu einem neuen Windows 8 Tablet hinreissen lassen. Es ging mir hier hauptsächlich um das vollwertige Windows auf dem Tablet, damit ich einige Windows Tools wieder benutzen kann. Ich kann jetzt nach einer Woche intensiver Nutzung sagen, dass Windows 8 noch nicht ausgereift ist. Die Touchnavigation ist einfach noch nicht mit einem iOS zu vergleichen. Man kann zwar mit Windows 8 arbeiten, aber es ist nicht sonderlich angenehm und ich kann mir auch vorstellen, dass auf dem Desktop die Kacheln eher stören als nutzen.

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  23. von Pratzasper am 24.02.2014 (00:15 Uhr)

    Bei der Freundin meines Vaters (70J) habe ich mal den Oma-Beweis gesehen. Völlig verzweifelt hatte sie es nicht auf die Reihe gekriegt das "Internet" zu starten.
    Und ihre Meinung dazu wurde ganz sicher nicht durch die Presse negativ beeinflusst, "Window 8" war für sie ein Fensterreiniger ;). Mit dessen Vorgängern sah sie jedoch erheblich besser durch.

    Man kann all die Tests die man ja auch auf Youtube hat ja durchaus als reisserisch bezeichnen. Allerdings scheint es tatsächlich zutreffend, das halt vor allem die weniger geübten Anwender total überfordert sind. Die alten Hasen mögen nicht, das sie ihre gewohnten habits, die sie Blind beherrschen, nicht mehr machen können.

    Der Wandel war zu radikal, was aber eigentlich nicht schlimm sein müsste. Vor allem hätte MS sich nicht zu schade sein sollen, den Nutzern gut zugänglich die Möglichkeit zu geben ein "Classic" Windows zu verwenden.
    Ich verwende schon seit Zeiten als XP noch aktuell war kein Windows mehr, aber sogar damals konnte man noch in die W2000-Optik zurückschalten.
    Ob die Entwicklungskosten für dieses Schmankrl nicht vielleicht locker wider eingespielt worden wären?!?

    Aber ich glaube diese Kultur hat MS nicht erst seit W8. Als ich das erste mal vor einem dieser Rubbles Office geschwüren sass, habe ich mich auch erst mal überhaupt nicht zurecht gefunden. Ich glaub auch kaum das ich da alleine wäre. Natürlich gehts dann schon, wenn man sich daran gewöhnt hat.

    Aber ehrlich: Würdet ihr euch Nutzer leisten können, die sich auf euren Websites und Webapps komplett verirren? Nutzer die eine "Home" Seite suchen und in grosser Verzweiflung in eurer tollen Parallax-Scrolling-trallalla-dings zum Schluss kommen ihre Wahre vielleicht halt mal mit Google zu suchen -> Konkurrenz?

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  24. von Pierre am 24.02.2014 (00:22 Uhr)

    Win8 & 8.1 sind auf meinem Toshiba Satellite C870 schlicht unbrauchbar! Der PC wurde mit Win8 ausgeliefert, später mit Win8.1 ausgestattet und lief nicht einen Tag Fehlerfrei. WLAN ausfälle, Systemabstürze, extrem lange Bootzeiten. Seit dem ich wieder Win7 installiert habe funzt die Kiste wie sie soll. Win8 ist auch von der Bedienung derart verschachtelt und umständlich das es komplett durchfällt. Für Geräte ohne Touch einfach nicht zu gebrauchen.
    Das MS mit so einem Müll gewaltig auf die Schnauze fällt ist nur recht, dieses kuddelmuddel von zwei Oberflächen ist so ätzend.

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  25. von Kurt am 24.02.2014 (10:40 Uhr)

    Nachdem ich etwa 12 Jahre sehr zufrieden mit XP gearbeitet habe, bin ich - aufgescheucht durch diverse Zeitungsmeldungen - im Mai 2013 auf Win 8 umgestiegen. Ein schwerer Fehler, wie sich herausstellte. Denn es dauerte von Mai 2013 bis Feber 2014 nach Verbrauch von 4 Gurus bis ich mit meiner Büroarbeit endlich mit Win 8 arbeite. Der letzte Guru hat mir die alte XP-Oberfläche über Win 8 drübergelegt und jetzt geht es wieder.

    Eigentlich eine Schande für Microsoft, Menschen, die eine ordentliche Büroarbeit leisten müssen, mit Spielereien und Reklame für sich selbst an der Arbeit zu behindern.

    Erkenntnis und Lehre aus der ganzen Schose: Kaufe nie einen Computer mit vorinstallierter Software bei einem großen Händler, der auch Waschmaschinen und Fotoapparate verkauft, sondern gehe zu einem guten Fachhändler, sage ihm was du für deine Arbeit brauchst und lasse dich beraten.

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  26. von Kris am 24.02.2014 (15:27 Uhr)

    Mein Laptop hat einen Touchscreen. Ohne Windows 8 wäre es nur zur Hälfte sinnvoll nutzbar. Ich bin zu 100% zufrieden mit dem Kachelsystem. Dank der Touch-Oberfläche lässt sich alles viel schneller bedienen.

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  27. von tpk am 24.02.2014 (17:57 Uhr)

    Einerseits: Ich komme mit W8 super zurecht, nutze die Kacheln aber auf meinem Notebook trotz Touchscreen eher selten, ab und an um T3 zu lesen ;-)

    Angesichts immer leistungsfähigerer Hardware (s. z.B. Surface) sind iOS und Android aus technischer Sicht nicht mehr zwangsläufig notwendig für Tablets und Windows 8 hätte hier theoretisch das Potential, wieder ordentlich aufzuholen, weil es (noch) den Vorteil umfangreicherer Software verbuchen kann. Interessanterweise spielen aber nicht nur technische und logische Argumente eine Rolle, sondern auch viel Psychologie, Küchenproganda und Schicksal. Man darf gespannt sein, was sich da in Zukunft durchsetzt.

    Ich persönlich finde die Touchgeräte von MS more sexy als die Apple-Sachen ...

    Andererseits: Ich erinnere mich noch gut, wie ich nach der Installation erst mal googeln musste, um die Mühle das erste Mal runterfahren zu können. W8 schießt meiner Meinung nach keine gravierenden Böcke, und als "Nerd" hat man auch keine Probleme, sich schnell dran zu gewöhnen. Aber wie Pratzasper oben schreibt, ich kann mir gut vorstellen, dass Leute, die froh sind, wenn Sie wissen, wie man den Browser aufkriegt, mit W8 erst mal Schwulitäten kriegen. Und zwar ernsthafte. Mit ein bisschen Usability-Forschung und ein paar Buttons mehr an der richtigen Stelle hätte sich MS eine Menge negative Publicity sparen können - und viel Arbeit wäre das nicht gewesen.

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  28. von severin am 24.02.2014 (21:43 Uhr)

    Es ist ja grundsätzlich gut, auch mal subjetktive Artikel zu lesen, aber dann bitte auch fundiert. Der hier ist nicht fundiert und einfach nur billig...

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  29. von Andreas. am 25.02.2014 (03:25 Uhr)

    Eigentlich ist Windows 8.1 nichts anderes als ein aufgemotztes Windows 7, quasi ein Win 7 PLUS... Denn man kann sich absolut problemlos nur auf der bekannten Desktopoberfläche bewegen und profitiert dann noch von mehr Speed und einem schlichteren GUI-Design... Zusätzlich erhält man aber noch durch den Kachelbereiche quasi einen Unterhaltungsbereich, welcher sich dank zahlreicher kostenloser Apps beliebig erweitern lässt... Für mich ist es inzwischen absolut normal, dass ich kurz den PC starte um mich in sozialen Netzwerken oder Blogs zu bewegen, Online-Zeitungen zu lesen oder einfach kurz mal meine Emails checken, dafür sind die Kacheln ideal... Will ich arbeiten, dann wechsle ich auf den Desktop... As simple as that. Wie in meinem ersten Post schon erwähnt, sollten Dateien in beiden Oberflächen einer Standard-App zugeordnet werden können, dann würde das ständige Wechseln zwischen den Oberflächen entfallen... Aber ansonsten gibt es kaum was auszusetzen.

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  30. von Sanne am 25.02.2014 (11:54 Uhr)

    Ich lese immer "konfigurieren" oder "einstellen". Das hab ich früher immer von den Linux-Nutzern gehört nun kommt das Argument von den Windows-Nutzern.

    Ich will ein System benutzen. Gewöhnen tut man sich an alles auch an Windows 8. Das kann aber doch nicht der Maßstab sein, dass ich mich erst mit einem System anfreunden muss? Der Wechsel zwischen alles Systemen in der Windows Welt ging ohne große "Umgewöhnung". Es gab immer wieder Dinge die anders waren, aber auch etwas wie ein Grundprinzip. Bei Windows 8 gibt es das nicht mehr.

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  31. von Hüseyin am 28.02.2014 (17:27 Uhr)

    Ich sehe das genau so wie einige andere hier. Win ME habe ich übersprungen, Win Vista habe ich übersprungen und Win 8 überspringe ich gerade auch bzw. hoffe, dass Win 9 entsprechend auch wirklich Wert sein wird, um umzusteigen. Diese Zwischen-Versionen sind scheinbar vielmehr dazu da, um frisches Geld in die Microsoft-Kasse zu spülen. Einen merklichen Mehrwert zu den Vorversionen haben die o. g. Versionen nie gebracht.

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  32. von Andreas. am 05.03.2014 (01:33 Uhr)

    @ Sanne & Hüseyin: Windows 8 ist immer noch Windows, einfach bedeutend leistungsfähiger und vielseitiger. Dass man sich an neue Dinge gewöhnen muss ist für mich allerdings klar und eine Frage der Einstellung. Bei meinem iPad dauerte es mehrere Monate, bis ich irgendwann per Zufall herausgefunden habe, dass man mit mehreren Fingern auf dem Screen zwischen Apps wechseln kann... Das gleiche geht bei Windows 8 übrigens eleganter, wie überhaupt eigentlich alles... Vielleicht sogar einfach zu effizient und elegant, der Spielfaktor ist beim iPad wesentlich grösser...

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