Windows 8 und RT sorgen sogar bei Microsoft-Mitarbeitern für Verwirrung

Windows 8 und RT sorgen sogar bei Microsoft-Mitarbeitern für Verwirrung
9 Tage vor der Markteinführung von Windows 8 und dem ARM-Ableger Windows RT kennen selbst Microsoft-Mitarbeiter die Unterschiede zwischen beiden Systemen noch nicht. Dies ergab zumindest die Stichprobe eines amerikanischen Online-Magazins. Im Gegensatz zu Windows 8 lassen sich auf Windows RT keine herkömmlichen x86/64-Anwendungen installieren, sondern nur Apps aus dem App Store.

Um als Tablet-Betriebssystem zu etablieren, hat mit Windows RT auch eine Portierung für die ARM-Architektur vorgestellt, die dabei helfen soll, dass Windows auch auf günstigeren und stromsparenden Tablets zum Einsatz kommt.

Windows 8 vs. Windows RT: t3n zeigt die Unterschiede auf

Wir berichteten bereits ausführlich über die Unterschiede zwischen den beiden Betriebssystemen, die auf den ersten Blick gleich aussehen. Der größte Punkt dabei ist sicherlich die Tatsache, dass sich auf Windows RT keine herkömmlichen Windows-Programme für die x86- bzw. x64-Architektur installieren lassen. Und das sind immerhin alle Windows-Programme die bis heute existieren. Lediglich Anwendungen aus dem Windows Store können unter Windows RT funktionieren.

Microsoft Surface Windows RT windows 8 pro

Marketing-Maßnahmen bezüglich der Differenzierung sind enttäuschend

Damit ist der Funktionsumfang eines Windows-RT-Rechners deutlich eingeschränkt aus dem Standpunkt eines Nutzers, der bisher Windows 7 oder eine noch ältere Windows-Version verwendet. Entsprechend gute Arbeit sollte die Marketing-Abteilung von Microsoft leisten, um den Unterschied zwischen beiden Systemen deutlich zu machen. Davon kann aber bisher keine Rede sein. Anscheinend ist in Microsofts astronomischem Budget kein Platz für die Klarstellung hinsichtlich des Funktionsumfangs der neuen Windows-Versionen.

Mitarbeiter in Telefongesprächen ahnungslos

Und selbst die Microsoft-Mitarbeiter scheinen noch nicht geschult zu sein in Sachen Windows RT. Das U.S.-Magazin „The Verge“ befragte in Telefongesprächen Microsoft-Mitarbeiter aus vier verschiedenen Läden und weitere vier Mitarbeiter über den Chat auf der Microsoft-Seite. Der Redakteur gab dabei vor, ein unentschlossener Kunde zu sein, der sich nicht sicher ist, welches Surface-Tablet er sich kaufen soll, und damit auch, welches Betriebssystem er verwenden soll. Die Antworten die sie dabei erhielten waren fast immer falsch und irreführend. Manche Mitarbeiter kamen gar selbst durcheinander und nannten das Betriebssystem „Windows 8 RT“.

Das ist so ziemlich das Gleiche. Es gibt keinen großen Unterschied, außer dass RT touch-freundlicher ist.

Auch auf die Frage, ob man bestehende Anwendungen etwa Steam oder Office auf Windows RT installieren könnte, erhielt der Redakteur größtenteils falsche Antworten.

Angeblich 15-Stunden-Schulung bis zum Marktstart

Alles in allem macht das Microsoft-Personal noch nicht den Eindruck, als ob man dort bereits über die Unterschiede zwischen den neuen Systemen bescheid wisse. Microsoft selbst äußerte sich auch zu den Vorfällen:

Wir arbeiten daran sicherzustellen, dass unsere Store-Teams den Kunden, die an Surface und Windows-8-PCs interessiert sind, ein tolles Erlebnis vermitteln können. Wir verkaufen bisher weder Surface, noch Windows 8 oder Windows RT. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am 26.10. werden alle Team-Mitglieder voll darauf ausgebildet sein, Kunden bei der Entscheidung zu helfen, welches Produkt die richtige Wahl für sie ist. Wir bringen unseren Mitarbeitern bei, entscheidende Fragen zu stellen um die Bedürfnisse der Kunden feststellen und ihnen die entsprechenden Produkte empfehlen zu können. Zur Markteinführung werden die Verkäufer durchschnittlich rund 15 Stunden Training zum Thema Windows und Surface absolviert haben.

Weiterführende Links:

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2 Antworten
  1. von teileon 18.10.2012 (15:58Uhr) 1.

    und da soll sich einer auskennen? ....

  2. von Marcus 18.10.2012 (20:54Uhr) 2.

    Das es nicht richtig kommuniziert wird liegt doch auf der hand. Fängt man an komplexe unterschiede aufzuzeigen, verwirrt man den kunden und er zieht sich zurück. Also kaufen sie andere systeme. Alle versionen sehen absichtlich gleich aus. Kunden so in den goldenen käfig rutschen zu lassen scheint doch gerade gut zu sein. Keine installation von exe datein ist doch perfekt um den eigenen appstore einen wundervollen schub an käufern zu bescheeren. Alles gut. Kritik kommt doch nir von denen die den unterschied kommen. Kenne keinen leien der sich darüber aufregt. Herzlichen glückwunsch an microsoft. Alles richitg gemacht. ;)

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