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Windows 8: Zahl der erforderlichen Neustarts bei Updates minimiert

    Windows 8: Zahl der erforderlichen Neustarts bei Updates minimiert

Wer kennt das nicht? Morgens kehrt man an den Arbeitsplatz zurück und der Rechner empfängt einen am Login-Screen, wo man doch sofort am gestern noch offenen Exposé weiterarbeiten wollte. Diesem Frustfaktor will Microsoft mit dem kommenden Windows 8 ein Ende bereiten.

Automatische Windows-Neustarts: Grundsätzlich sinnvoll, aber manchmal recht brachial

Gerade vor ein paar Tagen bin ich selber Opfer des automatischen Windows-Neustarts geworden. Ich hatte einige Excel-Sheets in Bearbeitung, musste dringend weg und ließ Excel, wie natürlich auch den ganzen Rechner laufen. Am nächsten Morgen würde ich unverzüglich weiter arbeiten. Leider sah die Sache anders aus, denn am nächsten Morgen fand ich den Login-Screen vor. Nach Eingabe des Passworts und Aufbau des Desktops gab mir Windows 7 lapidar zu verstehen, ein Update hätte einen Neustart benötigt und den hätte man nachts halt erledigt. Es kostete mich fast eine Stunde, meinen Versionsstand aus den diversen automatischen Excel-Sicherungen wieder herzustellen. Bevor jemand gute Ratschläge verteilt: Ja, ich weiß, dass man das automatische Update auch abschalten kann. Aber ich finde das Update zu nachtschlafender Zeit im Grunde nützlich, hätte halt nur daran denken sollen.

Offenbar haben viele Windows-Nutzer ähnliche Probleme. Jedenfalls wird Microsoft das Updateverhalten seines Betriebssystems in der kommenden Version 8 verändern, es quasi sensibler machen. Das Ziel ist, wie Farzana Rahman es im offiziellen “Building Windows 8”-Blog formuliert, die Zahl der erforderlichen Neustarts zu minimieren. Laut Rahman werden künftige Updates stets auf den Patch-Tuesday, den zweiten Dienstag des Monats, konsolidiert. Am Patch-Tuesday veröffentlicht Microsoft bekanntlich sicherheitsrelevante Modifikationen, die stets eines Neustarts bedürfen. Im Rahmen dieses monatlichen Restarts werden künftig zusätzlich die übrigen zwischenzeitlich aufgelaufenen Updates abgearbeitet. Natürlich können weiterhin besonders gefährliche Lücken zwischendurch, erforderlichenfalls sofort geschlossen werden.

Windows 8: “Entschuldigen Sie, NutzerIn, ich hätte da ein Update für Sie!”

In Windows 8 wird ein wartendes Update nicht mehr via Popup in möglicherweise gerade laufende Gamingsessions geblendet, sondern über den Login-Screen kommuniziert. Dort steht dann nachzulesen, wann der nächste Neustart planmäßig durchgeführt werden soll. Der Benutzer hat natürlich jederzeit die Möglichkeit, eigeninitiativ das Update zu erzwingen. Windows 8 wird es selber nur noch mit Ansage tun.

Drei Tage vor einem geplanten Neustart beginnt das System den Benutzer via Login-Screen über das Vorhaben zu unterrichten. Das geschieht durch eine farbige Meldung rechts unten am Login-Screen:

Windows 8 signalisiert anstehende Updates jetzt ganz sanft...

Ab dem zweiten Tag bietet Windows 8 die Option “Jetzt updaten und neustarten” an, erst am dritten Tag erfolgt der Neustart automatisch. Und das auch nur dann, wenn dadurch keine Benutzerdaten in Gefahr geraten können. Erkennt das System laufende Anwendungen mit geöffneten Dateien, so unterlässt es den Neustart und wartet bis der Nutzer wieder anwesend ist, um dessen Erlaubnis einzuholen.

Windows 8: Noch zwei Tage hast du!
Windows 8: Na komm, noch einen Tag gebe ich dir...

Windows 8 wird demnach freundlicher im Umgang. Das dokumentiert sich auch in dem Verzicht auf penetrante Popups, wenn sich ein Programm im Vollbildmodus befindet, was zumeist die Gamerfraktion betroffen haben wird. Künftig wartet das OS auf einen günstigen Moment, um auf anstehende Updates nach Ablauf der Drei-Tage-Frist hinzuweisen.

Übrigens, auch wenn der Nutzer automatische Updates abgeschaltet hat, signalisiert Windows 8 das Vorliegen von Updates per Login-Screen. Diese relativ entspannte Herangehensweise kann sich Microsoft offenbar leisten, weil die bisherige Updatemoral als sehr gut bezeichnet werden kann. 90% aller Windows-Nutzer installieren Updates innerhalb von drei Tagen nach deren Bereitstellung, aber nur 30% nutzen die nächtliche Standardzeit (3 Uhr der jeweiligen Zeitzone) für die Durchführung des Updates. 31% entscheiden sich für einen interaktiven Updatevorgang und 39% updaten während des manuellen Herunterfahrens ihrer Systeme.

Im offiziellen Blog “Building Windows 8” erläutert Rahman die Überlegungen und Vorhaben des Windows-Teams noch weit ausführlicher.

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