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Windows Server 2003: Support-Ende drängt Unternehmen zum Handeln

Windows Server 2003: Support-Ende drängt Unternehmen zum Handeln

Nach dem Aus für den Mainstream-Support folgt am 14. Juli 2015 das Ende für den Extended Support für 2003. Das bedeutet vor allem für mittelständische Unternehmen, bei denen die Lösung noch immer beliebt ist, eine große Herausforderung. Anbieter dagegen können sich freuen.

Windows Server 2003: Support-Ende drängt Unternehmen zum Handeln

Windows Server 2003: Support endet Mitte 2015. (Bild: © boscorelli – Fotolia.com)

Windows Server 2003: Umstieg ändert alles

Obwohl Microsoft schon in gut einem halben Jahr den Support für Windows Server 2003 einstellt, erfreut sich das Betriebssystem noch einiger Beliebtheit. Offiziellen Microsoft-Zahlen nach soll es in diesem Sommer weltweit noch 24 Millionen Instanzen von Windows Server 2003 gegeben haben, der Anteil an allen Windows-Server-Installationen betrug 39 Prozent. Um Unternehmen zum Upgrade auf die aktuelle Version Windows Server 2012 R2 zu bewegen, hatte Microsoft sogar eine eigene Kampagne gestartet.

Dass viele Unternehmen beim Umstieg zögern, dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass von einem 32-Bit- auf ein 64-Bit-System gewechselt werden muss. Daher muss die Software darauf überprüft werden, ob sie auch unter dem neuen Betriebssystem einwandfrei läuft, was vor allem bei selbstentwickelten Lösungen problematisch werden könnte. Die Migration bei Windows Server könne durchschnittlich über 200 Tage in Anspruch nehmen, warnte Microsoft im Juni dieses Jahres. „Mit Windows 2012 ändert sich alles.“

Support für Windows Server 2003 wird nach zwölf Jahren eingestellt. (Screenshot: Microsoft/Perhelion)
Support für Windows Server 2003 wird nach zwölf Jahren eingestellt. (Screenshot: Microsoft/Perhelion)

Windows Server 2003: Auch die Sicherheit im Auge behalten

Anbieter dürfen sich dagegen freuen, denn auch wenn das Support-Ende für Windows Server 2003 den Markt nicht so beleben dürfte wie das für Windows XP im April dieses Jahres, wird erwartet, dass Firmen Geld für die Modernisierung ihrer Infrastruktur in die Hand nehmen werden. Dell-Manager Michael Tweedle etwa sieht das Support-Ende als „Treiber für breiter angelegte Projekte“. Der Umstieg lohne sich auch, weil mit Windows Server 2012 ein einfacher Einstieg ins Cloud Computing ermöglicht werde.

Darüber hinaus sollten IT-Verantwortliche aber auch die Sicherheit im Auge behalten. Nach dem 14. Juli 2015 wird es keine Sicherheitsupdates und keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr geben. Dadurch könnte die Unternehmens-IT einer deutlich größeren Gefahr durch Viren und andere Malware ausgesetzt sein, wie das US-CERT warnt. Auch Kompatibilitätsprobleme und Verstöße gegen Compliance-Richtlinien drohten. Microsoft hat eine Support-Seite für den Umstieg von Windows Server 2003 aufgesetzt. Firmen haben immerhin wie bei Windows XP die Möglichkeit, gegen Bezahlung weiter Support von Microsoft zu erhalten.

Am 13. Januar 2015 läuft übrigens der Mainstream-Support für Windows 7 und Windows Server 2008 aus.

via www.tecchannel.de

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Eine Antwort
  1. von JabberServerde am 09.12.2014 (11:51 Uhr)

    Aber Win2KR2 läuft doch sooo gut! Es läuft und läuft und läuft :-)

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