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Winklevoss-Brüder legen 20-Millionen-Dollar-Bitcoin-Fonds auf

Winklevoss-Brüder legen 20-Millionen-Dollar-Bitcoin-Fonds auf

Cameron und Tyler Winklevoss dürften den meisten Menschen durch ihre Darstellung in dem Facebook-Film „The Social Network“ bekannt sein. Die beiden Sportler und Geschäftsmänner planen jetzt einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds im Gesamtwert von 20 Millionen US-Dollar – ein entsprechendes Konzept wurde der US-Börsenaufsicht vorgelegt. Dort heißt es, der sogenannte „Winklevoss Trust“ würde es Anlegern ermöglichen, bequem in Bitcoins zu investieren.

Winklevoss-Brüder legen 20-Millionen-Dollar-Bitcoin-Fonds auf

Die Winklevoss-Zwillinge sind Bitcoin-Millionäre

Bitcoin-Millionär und Investor: Tyler Winklevoss.  (Bild: WikiMedia Commons)
Bitcoin-Millionär und Investor: Tyler Winklevoss. (Bild: WikiMedia Commons)

Im Jahr 2004 verklagten die Winklevoss-Zwillinge . Sie warfen ihm vor, ihr Konzept für das soziale Netzwerk HarvardConnection gestohlen und für verwendet zu haben. Der Rechtsstreit endete mit einem Vergleich in Höhe von 140 Millionen US-Dollar. In der Zwischenzeit waren die beiden allerdings keinesfalls untätig. 2008 belegten beide den sechsten Platz bei einem Ruderwettbewerb der olympischen Sommerspiele in Peking, mit ihrer Risikokapitalgesellschaft investierten sie zudem in verschiedene Start-Ups, unter anderem in BitInstant. Die Webseite arbeitet als Plattform zum Kaufen und Verkaufen von Bitcoins. Laut einem Bericht der New York Times besitzen Cameron und Tyler Winklevoss selbst etwa ein Prozent aller verfügbaren Bitcoins. Mit ihrem Bitcoin-Fonds wollen die Brüder jetzt wohl noch einen Schritt weiter gehen.

Über den Fonds sollen Anleger in Bitcoins investieren können

Die digitale Währung wurde im Jahr 2009 von einem unbekannten Entwickler vorgestellt. Ihre dezentrale Natur – Bitcoins basieren auf einem Peer-to-Peer-Modell – schützt diese zwar vor Fälschungen, gegen Diebstahl ist sie allerdings nicht gewappnet. Das ist auch eines der möglichen Probleme, das die Winklevoss-Brüder in ihrem Konzept für die US-Börsenaufsicht aufzählen. Nach amerikanischem Recht müssen potenzielle Investoren über alle möglichen Risiken aufgeklärt werden. Dazu gehören im Falle des Bitcoin-Fonds eben auch Verlust oder Diebstahl des kryptografischen Schlüssels – ohne diesen wären die Bitcoins verloren. Die Zwillinge wollen den Schlüssel geschützt durch spezielle Sicherheitsvorkehrungen im Tresor einer amerikanischen Bank aufbewahren.

Was uns wiederum zu einem weiteren Risiko bringt, das die Zwillinge in dem Konzept erwähnen: die Möglichkeit, dass Bitcoins innerhalb der Vereinigten Staaten generell für illegal erklärt werden könnten. Da der Fonds in Amerika sitzt, wäre das eine recht unerfreuliche Entwicklung für die Investoren. Eine eher ungewöhnliche Gefahr stellt auch die Aussage der Brüder dar, dass eine Person, Gruppe oder ein Botnet durch Manipulation des zugrunde liegenden Codes die gesamte Währung unbrauchbar machen könnte. Dafür müsste man allerdings zugriff auf mehr als 50 Prozent aller existierenden Bitcoins haben.

Der Wert der Bitcoins ist extremen Schwankungen ausgesetzt. (Bild: bitcoincharts.com/Lizenz: CC BY-SA 3.0)
Der Wert der Bitcoins ist extremen Schwankungen ausgesetzt. (Bild: bitcoincharts.com/Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Ein wahrscheinlicheres Problem für Anleger dürften die extremen Schwankungen der virtuellen Währung sein. Seit einem kurzen Hoch im April beispielsweise hat sich der Bitcoin-Wert mehr als halbiert. Generell sind extreme Preisschwankungen keine Seltenheit bei digitalen Währungen. Ob Anleger ihr Geld daher tatsächlich in einem Bitcoin-Fonds anlegen wollen, bleibt abzuwarten – ebenso wie die Entscheidung der US-Börsenaufsicht. Sie könnte den Antrag der Winklevoss-Zwillinge durchaus ablehnen.

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2 Antworten
  1. von Falko am 02.07.2013 (13:59 Uhr)

    Zumindest ein weiterer Schritt zur digitalen Währung. Sollte der Bitcoin sich mehr etablieren und an Bekanntheit gewinnen, gehen auch derartige Schwankungen zurück.

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  2. von Philipp am 02.07.2013 (14:11 Uhr)

    extreme Schwankungen sprechen doch aber eher für einen Fond. Immerhin lassen sich dadurch Leerverkäufe sehr gut realisieren.

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