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Analyse

Worauf du beim Kauf eines USB-Typ-C-Kabel achten solltest

    Worauf du beim Kauf eines USB-Typ-C-Kabel achten solltest

(Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Wer ein USB-Kabel vom Typ C kaufen möchte, muss mit Ärger rechnen. Der Standard ist so verwirrend, dass man leicht das falsche Kabel erwischen kann. Vor allem online muss aufgepasst werden.

USB Typ C sollte alles so einfach machen. Es sei ein Kabel, das alle Probleme löst, wurde mitunter suggeriert. Doch der Standard war von Anfang an ein Chaos, das immer noch schlimmer wurde. Mittlerweile muss der Anwender auf vieles achten und auch, ob er beim Kauf überhaupt das richtige Kabel erwischt, ist mitunter eine Glückssache.

Schon die Auswahl des richtigen Kabels ist schwierig, denn auch den Händlern fehlt häufig der Durchblick, besonders, wenn sie keine Fachhändler sind. Da werden die verschiedenen Spezifikationen vertauscht oder erst gar nicht genannt. Dem Kunden wird ein „USB-Typ-C-Kabel” verkauft – was es tatsächlich kann, muss er durch Ausprobieren herausfinden.

Eigentlich haben wir ein USB- 3.0-Kabel bestellt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

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USB Typ C bietet drei wichtige Grundfunktionen: die Stromversorgung, die Datenversorgung per USB (2.0, 3.1 Gen1, 3.1 Gen2) und den Alternate Mode als eierlegende Wollmilchsau mit anscheinend unendlicher Auswahl an Datenübertragungsmechanismen. Obendrein ist der Stecker verdrehsicher und es gibt keine Unterscheidung mehr zwischen den Enden. Damit ist nicht immer klar, in welcher Richtung Strom und Daten (Host versus Client) fließen oder angestoßen werden. Wer beispielsweise zwei Notebooks miteinander verbindet, was durchaus geht, weiß nicht auf Anhieb, wer der Host ist, welches Gerät die Stromversorgung übernimmt und wer als Abnehmer agiert. Bei Macbooks konnten wir das schon nachvollziehen. Aber dieser Punkt ist reine Gewöhnung.

Zahlreiche Stromversorgungsoptionen

Bei allem anderen sind gute Kenntnisse der Spezifikationen nötig, die sich teilweise mehrfach im Jahr verändern. Darunter fällt etwa die Stromversorgung. Power Delivery befindet sich derzeit im Umbau. Mit der Version 3.0 werden die Profile durch Regeln ersetzt, die flexibler sind. Das heißt es gibt mehr Abstufungen bei der Zuteilung der notwendigen Energieversorgung. Doch Power Delivery ist nicht die einzige zulässige Möglichkeit der Energieübertragung über USB Typ C. Das alte Battery Charge steht weiter zur Verfügung, auch wenn es eigentlich nicht mehr genutzt werden soll. Simples USB Type C Current gibt es ebenfalls mit 1,5 oder 3 Ampere und wenn der Anwender von einem Kabeltyp auf einen anderen übersetzt, greifen manchmal andere Werte.

Im Prinzip kann ein USB-C-Netzteil jeden Wattwert bis 100 Watt annehmen. Mit einem Logo-Programm will das USB IF deutlicher machen, was ein Netzteil wirklich beherrscht. Wir haben das Logo allerdings noch nicht auf Netzteilen gesehen.

Nicht jedes Kabel lädt optimal auf

Gerade mit Power Delivery gibt es bei hohen Strömen spezielle Voraussetzungen für die Kabel. Fünf Ampere kann nicht jedes Kabel übertragen und hier sind wir bei der ersten Hürde zum richtigen Kabel. Wer das falsche Geflecht kauft, lädt seine Geräte möglicherweise nicht mit dem Maximum auf. Betriebssysteme zeigen, wenn überhaupt, kaum Details an. Protokoll-Typ, Protokoll-Version und entsprechende Ströme samt Spannungen sind für den Anwender nicht ersichtlich. Hinzu kommt, dass uns nach all der Praxis bisher schleierhaft ist, woran der Anwender ein Kabel mit fünf Ampere erkennen soll. Eine Beschriftung fehlt in der Regel.

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