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Es geht auch schlanker: 10 WordPress-Alternativen im Überblick

    Es geht auch schlanker: 10 WordPress-Alternativen im Überblick

Es muss nicht immer WordPress sein: WordPress-Alternativen im Überblick. (Foto:  Shutterstock)

WordPress hat sich als eines der wichtigsten Content-Management-Systeme etabliert. Doch inzwischen gibt es interessante Alternativen, die für das eine oder andere Projekt besser geeignet sein könnten.

WordPress gilt als eines der besten und beliebtesten Content-Management-Systeme der Gegenwart. Das quelloffene CMS, das unter Federführung von Matt Mullenweg entwickelt wurde, konnte sich in den letzten Jahren immer wieder gegen weitere etablierte Lösungen wie Drupal, Typo3 und Co. erfolgreich behaupten. Mit den gewachsenen Anforderungen seitens der Kunden ist das einst für seine Einfachheit beliebte CMS allerdings immer komplexer geworden. Vor diesem Hintergrund machen immer mehr Startups WordPress mit innovativen Lösungsansätzen und einfacheren Alternativen Konkurrenz.

So gibt es auf dem Markt viele moderne CMS-Alternativen, die so schlank sind wie die erste WordPress-Version vor über zehn Jahren

Das Internet besteht nicht nur aus komplexen Portalen mit vielen Features, die ein anpassungs- und erweiterungsfähiges CMS wie WordPress erfordern, sondern aus zahlreichen einfachen Websites und Blogs. Und in diesem Bereich scheinen WordPress und Co. langsam ausgedient zu haben. So gibt es auf dem Markt viele moderne CMS-Alternativen, die so schlank sind wie die erste WordPress-Version vor über zehn Jahren. Sie adressieren in erster Linie Web-Agenturen und -Entwickler, die kleinere Projekte effizienter umsetzen möchten.

Die WordPress-Alternativen im Überblick

Im Folgenden stellen wir zehn moderne CMS-Lösungen vor, die sich als leichtgewichtige, vielversprechende WordPress-Alternativen präsentieren.

Ghost

ghostMit Ghost steht ein minimalistisches und quelloffenes CMS zur Verfügung, das speziell für Blogger und Journalisten konzipiert wurde. Das System wartet mit einem intuitiven und funktionsreichen Texteditor auf, der sich auf das Wesentliche fokussiert: Schreiben. Dabei setzt das Programm auf die einfache Auszeichnungssprache Markdown.

Auf Wunsch kann man aber auch HTML verwenden. Der Editor zeigt den angegebenen Text auf der linken Seite des Bildschirms in der originalen Markdown-Syntax. Auf der rechten Seite findet man den formatierten Beitrag, so wie er nach der Veröffentlichung erscheinen wird. Das optische Layout des Blogs lässt sich mittels CSS nach eigenem Gusto anpassen. Eigentlich hat Ghost nicht viel mehr zu bieten. Aber genau das macht den Reiz aus. Ghost steht als Open-Source zum kostenlosen Download bereit. Wer es sich einfach machen möchte, greift auf die kostenpflichtige On-Demand-Version zurück, die man nicht selber hosten muss. Kostenpunkt: Ab 20 US-Dollar pro Monat.

Anchor CMS

anchor-cmsEin weiteres, gutes Beispiel für eine moderne, kompakte Blogging-Software, die direkt mit Ghost konkurriert, ist Anchor CMS. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein minimalistisches und quelloffenes Produkt, das gerade mal rund 150 Kilobyte groß ist und auf PHP und MySQL setzt. Mit der Möglichkeit, Texte auf bequeme Weise in der Auszeichnungssprache Markdown verfassen zu können, adressiert auch Anchor in erster Linie Vielschreiber, die ihre Texte in den Fokus stellen möchten. Der Source-Code steht auf Github zum kostenlosen Download bereit.

Medium

mediumWer Lust aufs Bloggen hat, aber nicht sofort ein eigenes WordPress-Blog auf die Beine stellen möchte, für den empfiehlt sich die moderne Publishing-Plattform Medium. Diese wurde vom Blogger.com- und Twitter-Mitgründer Evan Williams gestartet und verspricht das Beste aus zwei Welten: Blogging und Social Network. Dass populäre Blogs wie etwa “Signal vs. Noise” von den Machern der beliebten Projektmanagement-Lösung Basecamp inzwischen nach Medium migriert wurden zeigt, dass die Plattform nicht nur etwas für Einsteiger ist. Der große Vorteil von Medium ist die exzellente Benutzererfahrung beim Schreiben. Mit den intuitiven Web- und Mobile-Apps lassen sich Artikel nämlich auf einfache und bequeme Weise in schönem Design erstellen.

Getsimple CMS

getsimple-cmsMit Getsimple CMS bietet sich eine weitere besonders einfache CMS-Lösung, die in erster Linie für kleine Webauftritte gedacht ist. Die Besonderheit: Das 2009 lancierte Produkt kommt ganz ohne eine Datenbank aus. Stattdessen werden einfache XML-Dateien für die Content-Speicherung eingesetzt. Damit fällt eine große Hürde bei der Installation des CMS, die vielen unerfahrenen Anwendern oft Probleme bereiten. Auch in der Bedienung ist die Software dank eines spartanischen Funktionsangebots und einer gelungenen Anwendungsoberfläche recht einfach. Das Backend erinnert sofort an WordPress und Co. und dient als zentrale Drehscheibe für die Seitenverwaltung. So kann der Anwender hier übliche Aufgaben wie Seiten und Posts verwalten, Plugins installieren, Backups durchführen, etc. erledigen.

Kirby

kirbyWer sich für Datei-basierte CMS-Systeme interessiert, sollte auch einen Blick auf Kirby werfen. Die vom deutschen Web-Entwickler Bastian Allgeier angebotene Software macht einen schlichten Eindruck und verzichtet nicht nur auf eine Datenbank, sondern auch auf ein übliches Backend-System. Mit dem angeboten Kirby Panel erhalten Anwender zwar eine grafische Administrationsoberfläche, in der sie die Seiten, Posts, Layouts etc. verwalten können. Doch im Prinzip lässt sich die komplette Seitenstruktur samt Inhalt mithilfe eines FTP-Clients und eines einfachen Texteditors realisieren. Was die Preise angeht: Wer die Software für kommerzielle Projekte einsetzen möchte, muss einmalig 79 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro Website auf den Tisch legen.

Jekyll

jekyllJekyll ist ein sogenannter „Static Website Generator“, der wie der Name schon sagt statische HTML-Webseiten erstellt. Das Besondere dabei ist, dass es sich um ein Kommandozeilen-Programm handelt. Jekyll baut statische HTML-Webseiten anhand von einfachen Layout-Dateien und Content-Dateien, die per Kommandozeilenbefehl eingelesen werden. Dies funktioniert sogar live während der Entwicklung, da das Programm einen eigenen Server mitbringt, den man samt Jekyll starten kann. Das in Ruby entwickelte Tool ist vor allem unter Entwicklern beliebt, die damit kleine Blogs oder Projekt-Wikis umsetzen – ohne Schnickschnack.

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9 Reaktionen
Freizeitcafe

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Freizeitcafe

Ich denke nicht, dass man Wordpress jemals überrunden wird. Dafür ist es vom Image her freundlich, offen und besonders editier/anpassfreudig. Interessante Übersicht jedoch hier mit neuen StartUps allemal. Wordpress werden die aber nicht rocken. Bin gespannt wie lange sich viele hier halten werden. Versuch wert ist es trotzdem natürlich. Anforderungen fehlen mir auch hier LG

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NOWIS

Sehr umfangreiche Auflistung, vielen dank. Die c't hatte vor kurzem ja einen ähnlichen Titel, allerdings weitaus weniger Alternativen vorgestellt. Was mir allerdings (öfters) bei t3n-Vergleichen fehlt, ist etwas Tiefe. Wo genau empfiehlt sich das Produkt? Welche Nachteile habe ich, beispielsweise auf eine Datenbank zu verzichten? Wie limitiert bin ich mit einem bestimmten CMS. Wie stabil/zukunftssicher ist das jeweilige System? Findet ihr Ghost oder Anchor besser? Und da sich hier alles an WP aufhängt: Was kann das jeweilige CMS gegenüber WordPress vorweisen? Wo muss es Federn lassen? Und ja, Kurze Übersichtsbox, wie Marcel bemerkt hat, wär auch ganz nice. Vielleicht sogar nochmal eine tabellarische Zusammenfassung: [Systemvoraussetzung, Lizenz, Kosten, Größe, Flexibilität, Komfort, Selbst coden (nötig, möglich, unmöglich), Schwerpunkt]?
Ich weiß, der Artikel ist für lau. Deshalb bitte als Anregung und nicht als gemecker abspeichern. Ach ja: Processwire hat mMn. genug Relevanz (Ihr habts ja auch oft genug vorgestellt) um in dieser Übersicht zu erscheinen.

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Holger

HTMLy solltet ihr euch auch mal anschauen. Ein schlankes Bog-System was ohne DB auskommt.

Hier mal ein Geschwindigkeit-Test von einem Blog von mir

https://facebook.com/marketingnews/photos/a.583795094987260.1073741828.577418905624879/1366176273415801/?type=3

Für alle Speed-Junkys :-)

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Hendrik

Coole Systeme. Obwohl ich ein WordPress Fanboy bin, sehe ich in Webseitenbaukasten eine bessere Alternative in Hinsicht auf Suchmaschinen-Optimierung.

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Marcel

Wirklich "nur" Bloggen geht über das Projekt hier: https://github.com/marcshake/tff3 - Es läuft bereits stabil auf u.a. meiner Homepage aber auch bei ein paar anderen Leuten.

Vielleicht habt ihr ja Bock, euch das anzugucken.

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maurice

Ich finde, Grav gehört unbedingt noch in diese Liste: https://getgrav.org/ Es ist, ähnlich wie Kirby, dateibasiert und bietet eine etwas ausgefeiltere Admin-Oberfläche.

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Marcel Epp
Marcel Epp

Danke für den Beitrag! Medium sieht interessant aus. Cool würde ich es finden wenn ihr unter jedem CMS auch eine Anforderungen Box eingefügt hättet. Ghost hat doch ein paar andere Anforderungen als WordPress und läuft ggf. gar nicht unter einem Shared Hoster. Bei Kirby kostet auch die nicht kommerzielle Version so um die 18€ glaub ich. Ich hätte da schon mal 2 Lizenzen erworben. Lasst doch das nächste mal den Praktikanten noch eine schöne Infografik erstellen und vergleicht die CMS Syteme anschaulich.

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