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Entwicklung & Design

WordPress-Backup: 4 Wege zur ordentlichen Datensicherung

(Grafik: Shutterstock)

Wer nicht früh genug vorsorgt, wird es irgendwann umso stärker bereuen. Wir zeigen dir Möglichkeiten, um ein gutes WordPress-Backup anzulegen.

Eine WordPress-Webseite ohne ordnungsgemäße Datensicherung ist wie ein Auto ohne TÜV. Wer es noch nicht selbst auf die harte Tour lernen musste, sollte einfach Vertrauen haben, dass eine Stunde für das Einrichten und Überwachen eines ordnungsgemäßen Backups viele Stunden und Tränen zur Wiederherstellung von verlorenen Daten erspart.

WordPress bietet von sich aus keine Backup-Routinen für Themes, Plugins und Inhalte an. Der WordPress-Exporter reicht als Datensicherung nicht aus, da hier nur einige Inhalte aus der Datenbank und Verweise zu Mediendaten gespeichert werden. Sollte sich der Server mal verabschieden, ist ein großer Teil der Daten verloren.

Backup durch den Hoster

„Backup-Lösungen von Webhostern nehmen dir oft die Kontrolle über die Daten.“

Viele Hoster machen regelmäßige Sicherungen deiner Daten und bieten dir die Möglichkeit, sie bei einem Problem wieder einzuspielen. Prinzipiell ist das eine gute Sache. Je nach Konfiguration des Backups kann es aber zum Problem werden.

Hast du beispielsweise mehrere Webseiten in einem „Account“ bei einem Anbieter, kann es sein, das die eingespielte Sicherung auch die Dateien und Datenbank-Inhalte der nicht betroffenen Seiten aus dem Backup wiederherstellt. Wenn du dich auf die Sicherung des Anbieters verlassen willst, solltest du sicherstellen, dass du das Backup runterladen kannst. Eine Datensicherung, über die du nicht die volle Kontrolle hast, ist ein Spiel mit dem Feuer.

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WordPress-Backup per Hand oder Skript

Die Datensicherung unter WordPress ist natürlich kein Hexenwerk. Sind die Dateien und die Datenbank gesichert, bist du in der Regel auf der sicheren Seite und hast deine Seite im Fall des Falles schnell wieder einsatzbereit. Eine solche Sicherung kannst du natürlich manuell via FTP-Client und PHPMyAdmin anlegen und auf deinen Computer oder einen anderen sicheren Ort deiner Wahl laden.

„Eigene Backup-Routinen bieten volle Kontrolle, sind aber nicht immer einfach.“

Mit ein paar Zeilen PHP kannst du dir diesen Vorgang aber auch vereinfachen und automatisch ein Archiv deiner Webseite und einen Dump der dazugehörigen Datenbank erstellen. So musst du die Daten nur noch regelmäßig in komprimierter Form runterladen. Für WordPress Benutzer stehen aber zahlreiche Alternativen zur Verfügung, die eine Datensicherung noch einfacher machen.

Wordpress-Backup mit BackWPup

BackWPup Screenshot
BackWpup sichert das komplette WordPress Dateisystem und die dazugehörige Datenbank lokal oder auf einem externen Server. (Grafik: BackWPup)

BackWPup kann je nach Einstellung eine komplette Sicherung des WordPress-Dateisystems sowie der Datenbank anlegen. Das Tool erstellt Datensicherungen auf Knopfdruck, über einen Link oder über die wp_cron.php in regelmäßigen Zeitabständen. Achtung: Wenn deine wp_cron.php nicht von einem Cronjob ausgeführt wird, kann sich das Backup aber verzögern, wenn deine Webseite zum gewünschten Backup-Zeitpunkt nicht aufgerufen wird.

Neben der einfachen Datensicherung in einen Ordner auf dem Server unterstützt BackWPup einen Remote-Upload via FTP oder kann an verschiedene Cloud-Dienste angebunden werden.

In der Pro-Version von BackWPup stehen neben anderen Funktionen zusätzliche Speicher-Anbieter sowie inkrementelle Sicherungen zur Verfügung. Eine automatische Wiederherstellung bietet BackWPup aber nicht.

Cloud-Datensicherung mit VaultPress

VaultPress
VaultPress macht das WordPress-Backup in der Cloud und kann deine Seite automatisch wiederherstellen. (Screenshot: VaultPress)

VaultPress ist ein Cloud-Backup-Service und gehört zur WordPress-Mutterfirma Automattic. Der kostenpflichtige Dienst bietet dir regelmäßige Datensicherungen deiner WordPress-Webseite inklusive aller Dateien. Hierbei wird deine WordPress-Webseite für fünf US-Dollar im Monat täglich gesichert. Zusätzlich zur Datensicherung bietet VaultPress dir die Möglichkeit, deine Webseite automatisch wiederherstellen zu lassen und das mit bis zu 30 Tage alten Sicherungen. Sollte etwas mal nicht klappen, helfen dir so genannte „Saftkeeper“ ohne zusätzliche Kosten weiter.

Für 15 US-Dollar pro Monat sichert VaultPress deine Webseite in Echtzeit ab und bietet Zugriff auf sämtliche Datensicherungen, die während der Laufzeit angelegt wurden. Wenn du dich nicht auf die automatische Wiederherstellung verlassen willst, kannst du deine Backups auch jederzeit runterladen.

Neben den Sicherungs-Features bietet VaultPress auch interessante Security-Features an. Der Dienst scannt deine WordPress-Webseite regelmäßig auf potentielle Bedrohungen und informiert dich über Probleme und mögliche Lösungsansätze. Besonders gefährliche Probleme behebt VaultPress sogar automatisch (und benachrichtigt dich). Die Preise verstehen sich pro WordPress-Installation beziehungsweise Multisite-Seite.

Auch wenn die Funktionen von VaultPress sich durchaus sehen lassen können und die Preise vergleichsweise niedrig sind, sollte man nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen US-Dienst handelt und ihr keine volle Kontrolle über eure Daten behalten könnt.

Automatische Sicherung und Wiederherstellung mit BackupBuddy

BackupBuddy Logo
BackupBuddy macht Sicherungen lokal oder auf externen Servern und stellt bei Bedarf komplette Seiten oder einzelne Dateien wieder her. (Grafik: BackupBuddy)

BackupBuddy ist ein Premium-Plugin für WordPress, mit dem du automatisch regelmäßige Datensicherungen des WordPress-Dateisystems und der Datenbank erstellen kannst. Das Plugin kann dabei ähnlich wie BackWPup Sicherungen lokal und auf externen Diensten wie Dropbox, Amazon S3 oder dem eigenen Cloud-Dienst Stash anlegen. Natürlich ist auch eine Sicherung auf einen FTP-Server deiner Wahl möglich.

Anders als bei VaultPress, muss für BackupBuddy kein Abo abgeschlossen werden. Ab 80 US-Dollar sichert das Plugin die jeweils in der Lizenz enthaltene Anzahl von Webseiten ab (mindestens zwei). Ein Jahr kostenlose Updates und Support sind in jedem Paket inbegriffen.

Für 297 US-Dollar kannst du außerdem eine Lifetime-Lizenz erwerben, mit der du uneingeschränkt viele Seiten sichern kannst. Sämtliche Plugin-Updates sind hierbei ebenfalls inklusive.

Im 150 US-Dollar teuren Developer-Paket hast du ebenfalls die Möglichkeit, uneingeschränkt viele Webseiten zu sichern. Die Updates für das Plugin erhält du hierbei jedoch nur ein Jahr lang kostenlos. Jedes Paket erhält außerdem ein Gigabyte Backup-Speicher bei BackupBuddys Cloud-Dienst Stash.

Anders als BackWPup bietet BackupBuddy auch eine Wiederherstellungs-Funktion. Weitere nützliche Features sind ein automatischer Malware-Scan, Wiederherstellung einzelner Dateien und automatische Optimierung und Behebung von typischen Datenbank-Problemen.

Eine besonders interessante Funktion ist die Deployment- und Migrations-Funktionalität von BackupBuddy, mit der du WordPress-Webseiten von einer Domain oder einem Host zu einem anderen migrieren kannst. Auch serialisierte Daten werden von dem Plugin verarbeitet, sodass die Migration des Projekts in kürzester Zeit vollzogen werden kann. Auch sind mit dieser Funktionalität Staging-Szenarien möglich, sodass du beispielsweise auf einer lokalen Maschine entwickeln und die Änderungen samt Inhalten später auf die Live-Seite migrieren kannst.

Fazit

Viele Wege führen nach Rom – und bei Backups ist es nicht anders. Neben den hier vorgestellten Lösungen gibt es auch weitere Dienste und Plugins, die das Sichern von sämtlichen Daten oder auch nur der Datenbank ermöglichen. Egal, wie du deine Daten sichern willst: Hauptsache ist, dass du es tust. Schließlich ist es mit Backups genau so wie mit Kondomen. Besser eins haben und keins brauchen, als eins brauchen und keins haben.

Wie sicherst du deine WordPress-Webseite?

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr eine Liste der beliebtesten Plugins für WordPress

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11 Reaktionen
YUHIRO.DE
YUHIRO.DE

Danke für den Beitrag.

Ich denke die hier angesprochenen manuellen und automatisierten Backups sind sinnvoll. Bei sehr wichtigen Seiten sollte man sich definitiv nicht nur auf automatisierte Sicherungen setzen, sondern auch von Zeit zu Zeit per Hand die Downloads via FTP/ Filezilla und zum Beispiel über den Webhoster/ CPanel vornehmen.

So stellt man sicher dass auch wirklich alle Daten da sind und man hier im Notfall schnell wieder auf dem alten Stand ist, oder zumindest auf einem aktuellen Stand, falls die Sicherung via dem automatisierten Backup nicht wiederherstellbar ist.

Das im Beitrag genannte BackupBuddy ist zwar auch empfehlenswert, kann jedoch auch in manchen Fällen fehlschlagen. Genügend Erfahrungsberichte findet man online dazu. Auch hier sollte man definitiv mal testen ob alles funktioniert, anstatt dass man auf einen Notfall zu warten, wo man dann merkt dass es nicht richtig klappt.

Hier auch ein paar Informationen dazu: http://www.yuhiro.de/wordpress-website-backup-erstellen-wichtige-tipps/

Wenn man mehrere Webseiten hat, dann kann man diese einstufen, in sehr wichtig bis weniger wichtig. Bei sehr wichtigen Seiten kann man von Zeit zu Zeit manuelle Sicherungen machen und bei weniger wichtigen Seiten kann man auf automatisierte Abläufe setzen. ManageWP ist zum Beispiel eine gute Lösung dafür.

Viele Dank erneut für Euren Beitrag.

Viele Grüsse
Sascha Thattil

Joern

Habe zunächst das Backup Buddy ausprobiert, doch das Plugin scheint sehr mächtig zu sein. Jedenfalls bekam ich als 1und1 Kunde die Fehlermeldung das mein Upload Limit in WordPress erhöht werden müsse. Für nicht Techniker wieder eine Megahürde. Daher habe ich mich für Vault entschieden, das geht fix und ist völlig unkompliziert: http://skillday.de/wordpress-backup/

Thomas Rümmele
Thomas Rümmele

"Schließlich ist es mit Backups genau so wie mit Kondomen. Besser eins haben und keins brauchen, als eins brauchen und keins haben."

Der Vergleich ist gar nicht so abwegig. Es gibt tatsächlich nichts Ärgerliches, als wenn man einmal ein Backup gebraucht hätte und aber keines hatte, weil man nicht vorgesorgt hat. Auch hier lernt man in der Regel aus der Erfahrung...

Safer Sites rule!

E.
E.

Nur mit dem kleinen Unterschied, das man hofft ein Backup nie hervorkramen zu müssen :D

Thomas Rümmele
Thomas Rümmele

True enough! :-)

Kai
Kai

Schöner Artikel! Ich habe in der Vergangenheit bei mehreren Installationen BackWPup verwendet. Allerdings funktionierte das nur bei kleineren Datenmengen zuverlässig. Bei Blogs mit mehreren tausend Artikeln und vielen Bildern, brach das Plugin immer bei ca. 80% ab. Ich konnte das bis jetzt leider noch nicht in den Griff bekommen.

René
René

Ich nutze BackWPup und UpdraftPlus und bin mit beiden sehr zufrieden. Die Wiederherstellung klappte einwandfrei, allerdings kenne ich nur die manuelle Methode - was aber für meine Bedürfnisse absolut ausreichend ist.

Persönliches Fazit:
BackWPup bietet mit dem Erstellen von selber definierten Aufträgen eine praktische Funkiton um z.B. «nur» bestimmte Verzeichnisse oder Dateien zu sichern. UpdraftPlus ist ein bisschen intuitiver und schneller einsatzbereit.

fotobeam
fotobeam

BackWPup ist eine gute Sache. Nutze ich auch auf mehreren Blogs.

Florian
Florian

Ich habe auf mehreren Installationen das kostenfreie Updraft Plus laufen. Ich habe bis jetzt nur gute Erfahrungen damit gemacht. Man kann dort die Backups (Files, Datenbanken, Uploads etc. jeweils in eigenen Zips) auch in diverse Cloud-Spaces hochladen lassen, mit einem Zeitplan. Allerdings musste ich noch nie eine Wiederherstellung vornehmen...toi toi toi. Richtig beurteilen kann man alle Lösungen erst nach dem Ernstfall.

Torben

Hi zusammen. Wenn Bedarf an automatischen Backups und manuellen Wiederherstellungspunkten über den den WordPress Host direkt besteht, schaut mal bei https://raidboxes.de vorbei. VG Torben

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