WordPress-Macher kaufen Kommentarservice IntenseDebate

Automattic, die kommerzielle Schmiede hinter WordPress, hat nun den Kommentardienst IntenseDebate gekauft. Beide Seiten versprechen eine bessere Integration der jeweiligen Produkte.

IntenseDebate ist ein noch relativ junges Startup, das mit anderen systemübergreifenden Kommentardiensten wie Disqus konkurriert. Es stellt eine Kommentarfunktion zur Verfügung und kann auch eine vorhandene ersetzen. Der Kern des Dienstes besteht aus der Aggregation von Kommentaren über Websites hinweg. Zusätzlich werden Kommentarthreads, zentrale Userprofile und Bewertungen sowie Blacklisting geboten. Die Integration von Twitter und FriendFeed trägt zusätzlich zu stärkerer Vernetzung bei. Ein für manche Nutzer außerdem interessantes Feature ist es, Kommentarantworten auf alternativen Wegen posten zu können: direkt per Mail oder aus den Feadreadern Bloglines und Google Reader heraus.

Auch auf Seiten Automattics freut man sich über den neuen Partner und peilt eine schnelle Integration an. So schreibt Matt Mullenweg auf seinem Blog, dass schon in der kommenden Version 2.7 von Kommentarthreads möglich sein werden. Die Kommentarbeantwortung per Mail soll auf WordPress.com sogar noch früher kommen. Weitere Features sollen wohl vornehmlich als Plugin zu Verfügung stehen, wie TechCrunch berichtet.

Trotz der verstärkten gegenseitigen Integration soll IntenseDebate aber weiterhin für andere Plattformen zur Verfügung stehen. Bei den Diensten Gravatar und Akismet hatte es Automattic in der Vergangenheit ebenso gehalten.

Während der nächsten Zeit ist der Dienst IntenseDebate allerdings in ein geschlossenes Stadium zurückgesetzt worden und eine Neuanmeldung ist nur mit Einladung möglich. Grund dafür ist nach eigenen Angaben die vorbereitende Neustrukturierung und Erweiterung der Technik.

Fazit

Insgesamt dürfte eine Integration in die WordPress.com-Plattform und in WordPress seibst einen Schub für IntenseDebate bedeuten und auch die Kommentarvernetzung wesentlich vorantreiben. Die WordPress-Plattform selbst bewegt sich damit noch stärker in Richtung soziales Netzwerk und die Software wird noch interessanter als zentrales Instrument der Vernetzung.

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