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E-Commerce

E-Commerce: Onlineshop mit WordPress – Neues Plugin wpShopGermany unter der Lupe

    E-Commerce: Onlineshop mit WordPress - Neues Plugin wpShopGermany unter der Lupe

Das neue WordPress-Plugin wpShopGermany will aus dem Blogsystem einen Shop machen, der auch für den deutschen Markt geeignet ist. Kann das gelingen? t3n-Autor Thomas Boley hat sich das Plugin einmal genauer angeschaut und ist alles in allem positiv überrascht. An manchen Stellen merkt man allerdings schon noch, dass man es mit einer frühen Version zu tun hat.

Im t3n-Artikel „Webshops mit WordPress“ habe ich schon gezeigt, dass man nicht nur mit WordPress einen Webshop erstellen kann, sondern das es dafür auch bereits eine ansehnliche Zahl an Plugins gibt. Das Problem bei den bisherigen Lösungen ist jedoch, dass sie alle nicht für den deutschen Markt konzipiert sind. Um einen rechtssicheren Shop auf der Basis von WP e-Commerce zu betreiben, muss man beispielsweise noch einiges an Feinarbeit leisten, auch wenn das Plugin eine relativ gute Basis bietet.

Zumindest dieser Teil der Anpassung soll jetzt mit einem ganz neuen Plugin der deutschen Firma maennchen1.de überflüssig werden. Das Plugin namens wpShopGermany kann man in einer Demoversion 14 Tage testen, bevor man sich für den Kauf eines Lizenzkeys entscheidet.

Der Code hinterlässt einen sehr sauberen Eindruck: Verglichen mit anderen Plugins für WordPress ist er sehr aufgeräumt und strukturiert - geradezu vorbildlich. Hier wurde auf jeden Fall mit Verstand programmiert.

Mit dem Beispielshop kann man die Features von wpShopGermany online austesten.

Für Shopbereiter sind aber in erster Linie nicht die „inneren Werte“ interessant, sondern ob die Software was taugt oder nicht. Auch das ist beim Shop-Plugin der Fall. Der für Deutschland entscheidende rechtliche Teil ist sauber abgebildet. Auf Wunsch erstellt das Plugin Beispielseiten dafür. Die angebotenen Zahlungs- und Versandarten sind ebenfalls für den deutschen Markt passend.

Etwas schwieriger wird es allerdings bei der Bedienung des Backends an anderer Stelle. Kategorien und Varianten müssen erst in den Grundeinstellungen aktiviert werden. Das verwirrt etwas, so das man ohne genau hinzuschauen erstmal der Meinung ist, der Shop hätte keine Kategorien. Fehlende Icons an der einen oder anderen Stelle hinterlassen einen unfertigen Eindruck und trüben das positive Bild etwas.

Richtig problematisch wird es erst in der Betellabwicklung. Der implementierte Teil ist zwar rechtlich einwandfrei, was allerdings zu fehlend scheint ist eine Möglichkeit, eine saubere Rechnung (am besten per PDF) für den Kunden zu erstellen. Verkaufsstatistiken etc. fehlen ebenso wie Rabatt-Optionen, dafür gibt es mittlerweile ein Gutsscheinsystem. Auch wenn es erst die 1.1-Version ist, so ist der Aspekt mit der Rechnung doch etwas, was von Shobbetreibern immer eingefordert wird.

Über ein zusätzliches Modul lässt sich der Shop an den Service „Protected Shops“ anbinden, was noch einmal ein Plus Rechtssicherheit verschafft.

Fazit

Es lohnt sich auf jeden Fall, dem Shop eine Chance zu geben. Der größte Vorteil gegenüber allen anderen Lösungen für WordPress ist, dass die die Entwickler in Deutschland sind, Support anbieten und einen WordPress-Shop extra für den deutschen Markt entwickelt haben (und hoffentlich noch weiter entwickeln). Die anfallenden Lizenzkosten sind selbst für die teuerste Enterprise Variante mit 99 Euro noch äußerst moderat.

Über den Autor

Thomas Boley arbeitet als Webentwickler bei der Essener Internetagentur INCOWEB GmbH. Seit 2005 beschäftigt er sich mit WordPress als Blog und Content-Management-System und ist Co-Autor des WordPress-Buchs „Vom Blog zum Content-Management-System.“ Privat bloggt er seit 2003 unter wildbits.de.

Bildnachweis für die Newsübersicht: Collage nutzt ein Foto von tao_zhyn. Lizenz: CC BY

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7 Reaktionen
Rowena Ohmer
Rowena Ohmer

There are some interesting closing dates in this article but I don’t know if I see all of them middle to heart. There's some validity however I will take hold opinion until I look into it further. Good article , thanks and we want extra! Added to FeedBurner as nicely

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Markus Schall
Markus Schall

In der Version 2.0 ist wpShopGermany schon eine ganz nette Sache, jedoch klar mit Optimierungspotenzial. Für alle, die bereits einen Onlineshop unter xt:Commerce betreiben, habe ich unter http://www.gofilemaker.de/2011/06/mit-filemaker-artikel-aus-xtcommerce-wpshopgermany-importieren/ einen Artikel verfaßt, wie sich mit Hilfe einer FileMaker-Datenbank Artikel aus xt:Commerce in einen Onlineshop unter wpShopGermany importieren lassen. Mal schauen, was das Plugin künftig noch so bringt... :)

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Volleyass
Volleyass

Hm, hab mir das PlugIn auch mal angesehen. Finde es ganz gut. Für einen normalen Webshop (z.B. zum Angebot von Weinen etc.) sollte es auf alle Fälle reichen.
Und, welche Alternativen gibt es denn?

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Jana
Jana

Ich habe das Plugin ausführlich getestet und ich kann es leider nicht verwenden. Für mich war es wichtig, dass man Kombinationen erstellen kann: z.B. Tshirt kombiniert mit Farbe rot + Größe L (Beispiel). Das funktioniert nicht. Momentan geht nur: Tshirt = rot. Und ich muss den Artikel "Tshirt" dann mit den verschiedenen Größen duplizieren.
Im Plugin-Forum habe ich auf dieses Problem hingewiesen. Doch leider sieht der Programmierer keinen Handlungsbedarf bzw. die Kommunikation war sehr unbefriedigend.

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Sven
Sven

Ich hatte letztens schon mal ein Shop-Plugin installiert, war davon aber nicht wirklich begeistert. Deswegen werde ich mir die Entwicklung dieses Plugins mal genauer anschauen und vielleicht ist das dann genau die richtige Lösung für mich.

Lieben Gruß

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soparaio
soparaio

Bei den bemängelten Punkten im letzten Abschnitt vor dem Fazit bleibt nur die Frage offen, ob das wirklich Sinn und Zweck eines WP-Plugins sein sollte. Wenn ich Bestellabwicklung, Rabatt, (ok, Rechnung oder zumindest Export-Möglichkeit sollte schon vorhanden sein), Kundenstatistik... und dann vielleicht noch Warenwirtschafts-Anbindung, verschiedene Zahlmodule etc. möchte, lande ich bei einem voll ausgewachsenen Shopsystem. Ich sehe die Chance eher in der Fokussierung auf ganz einfache Aufgaben, denn alle verfügbaren Shopsysteme werden zunehmend komplexer - und ich brauche eigentlich keinen Magento, wenn ich z.B. als kleines Musiklabel ein paar Releases direkt verkaufen will. Insofern ist das eine gute Sache, dass dieses Plugin Wordpress in die Richtung eCommerce erweitert.

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Kai Thrun

Schön zu hören, dass sich auf dem Sektor langsam was tut :-)

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