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Diese Software weiß, wann du deinen Job kündigen wirst – bevor du es weißt

Diese Software weiß, wann du deinen Job kündigen wirst – bevor du es weißt

Eine neue des Personalmanagementunternehmens Workday will vorhersagen können, wann ein Mitarbeiter wahrscheinlich den Job wechseln wird. Die Chefs bekämen damit Gelegenheit zu reagieren und Wechselwillige zu halten.

Diese Software weiß, wann du deinen Job kündigen wirst – bevor du es weißt

Workday weiß, wann Mitarbeiter kündigen wollen. (Foto: kevin dooley / flickr.co…

Keine Sorge, was sich anhört wie eine Horror-Vision aus dem Big-Brother-Universum, ist eher ein Spiel mit verfügbaren Daten. Statt in die Gedankenwelt von Mitarbeitern schaut die neue Software „Insight Applications“ des auf HR-Lösungen spezialisierten Unternehmens Workday auf die Statistik. Diese sagt, wann ein Mitarbeiter mit vergleichbarem Werdegang und Qualifikationen im Schnitt das Unternehmen verlässt.

Workday: Software gibt Empfehlungen basierend auf Daten

Erkennt das Programm anhand der Daten, dass bei einem bestimmten Mitarbeiter ein Wechsel anstehen könnte, werden die Leiter der Personalabteilung oder die Chefs informiert, dass sie jetzt einer Kündigung – etwa mit einer Lohnerhöhung oder ähnlichen Vergünstigungen – noch entgegen wirken können. Die Workday-Software überlässt es natürlich den Entscheidungsträgern, ob sie entsprechend vorgehen, eine automatische Aktion wird nicht ausgelöst.

Workday Insight Applications will Kündigungsrisiko von Mitarbeitern erkennen. (Screenshot: Workday)
Workday Insight Applications will Kündigungsrisiko von Mitarbeitern erkennen. (Screenshot: Workday)

Workday vergleicht dabei sowohl die Daten, die in den Unternehmen selbst – meist große Konzerne mit mehreren Tausend Mitarbeitern – anfallen, als auch aktuelle Jobangebote auf Online-Plattformen, um herauszufinden, welche Fähigkeiten gerade besonders gesucht sind. Die Software weiß auch, wie lange bestimmte Mitarbeiter bereits im Unternehmen sind und wann sie zum letzten Mal eine Lohnerhöhung bekommen haben.

Ein Test der Software, die im kommenden Jahr erscheinen soll, hat übrigens ergeben, dass nicht unbedingt eine Bonuszahlung dafür sorgt, einen Mitarbeiter zu halten, sondern vielmehr die Arbeiten, die ihm zugewiesen werden. Den Ergebnissen zufolge wird ein IT-Manager, der im Bereich Softwareentwicklung eingesetzt wird, um 30 Prozent weniger wahrscheinlich das Unternehmen verlassen.

Haben diese Mitarbeiter noch Spaß an der Arbeit? (Foto: kevin dooley / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Die Software will aber künftig auch vorhersagen können, welche Mitarbeiter in den nächsten Monaten und Jahren am produktivsten sein werden. Damit dürfte sie sich wenig beliebt bei den Angestellten eines Unternehmens machen.

via www.businessinsider.com

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7 Antworten
  1. von Jesse am 21.11.2014 (09:45 Uhr)

    Im Umkehrschluß kann man aber auch herausfinden bei welchem Vorgesetzten die meisten Kündigungen anstehen werden. Da könnte man glatt auf die Idee kommen den auszutauschen...

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    • von AW_Nord am 21.11.2014 (11:26 Uhr)

      Vorgesetzte tauscht man nicht aus, sondern empfiehlt diese weiter. Dann können diese dort den größeren Schaden anrichten ;_)

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    • von Philipp am 21.11.2014 (15:46 Uhr)

      Nicht wirklich. Denn der (statistisch prognostizierte) Wechsel der Mitarbeitenden hat für einmal nichts mit den immer ach so bösen Chefs zu tun.

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  2. von Udo Meyer am 21.11.2014 (13:16 Uhr)

    " Den Ergebnissen zufolge wird ein IT-Manager, der im Bereich Softwareentwicklung eingesetzt wird, um 30 Prozent weniger wahrscheinlich das Unternehmen verlassen." 30% weniger? Im Vergleich zu was? So machen statistische Auswertungen zwar Spaß, aber keinen Sinn.

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  3. von Stefan am 21.11.2014 (14:46 Uhr)

    So ein Blödsinn! Die sollen sich mal lieber wieder mit den Mitarbeitern als Mensch beschäftigen und nicht nur noch mit ihren Tools und Dashboards...Wenn jemand zum Wahrsager geht, wird er ausgelacht. Und so was ist jetzt professionell? Ja nee, ist Wissenschaft...das ist eigentlich nur noch krank! Ich brauch keinen "Experten" oder Psychologen, geschweige denn eine Software, die sagt, dass Arbeit, die Spass macht, jemand länger hält, als ein Bonus. Einfach nur nur noch lächerlich, dieses Schmierentheater....

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  4. von Konstantin am 22.11.2014 (11:31 Uhr)

    Menschen sind in der Arbeitswelt schon lange keine Lebewesen mehr, sondern reine instabile Ressourcen. Aber wenn die Arbeit nicht automatisiert werden kann, wie in der Software Entwicklung, muss man sich halt mit diesen Ressourcen auseinandersetzen.

    Ich sehe eine reine Analyse, die mit seltsamen Parametern irgendeinen Wert generiert, der nur eine Chance für die Kündigung ist.
    Also als Manager würde Ich, bevor ich diese Software kaufe und mich damit beschäftige, lieber meine Mitarbeiter fragen (in Form von Retrospektiven), wie es ihnen gefällt und was gemacht werden kann.
    Das Geld für die Lizenzen und die Einarbeitungsaufwände würde Ich in Schulungen und Seminare für die Mitarbeiter investieren. Das macht auf lange Sicht auch einen zufriedenen Mitarbeiter.

    Die Firmen, die diese Software kaufen den gehen Zahlen vor dem Mensch. Dort wird bestimmt wegen jedem Mist Cents gezählt aber tausende in so ein Mist investiert.


    "Warum hat der den gekündigt? Hier steht das er nur eine Chance von 80% hatte"

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