Drücke die Tasten ◄ ► für weitere Artikel  

WWDC 2009 Vorhersagen: Snow Leopard, iPhone 3GS, Steve Jobs zurück? [Update]

John Gruber. Foto: (CC) Randy Stewart, blog.stewtopia.com

Der amerikanische Technologie-Experte John Gruber fasst auf Daring Fireball seine Erkenntnisse und Vorhersagen für die World Wide Developers Conference (WWDC) in San Francisco zusammen. Um 19.00 Uhr unserer Zeit startet sie heute (08.06.) mit der Keynote von Phil Schiller, Senior Vice President of Worldwide Product Marketing bei Apple. Dass es um das neue iPhone OS 3.0 und um die nächste Version von Mac OS X namens „Snow Leopard“ gehen wird, steht schon fest. Die Details allerdings sind hoch spekulativ. John Gruber hatte allerdings in der Vergangenheit schon verlässliche Quellen, so dass sich ein Blick auf seine Vorhersagen lohnt. Update: Er hatte Recht, siehe Artikelende.


iPhone 3G S, iPhone Video, iPhone nano

Was über das Betriebssystem und die Hardware des neuen iPhones bekannt ist und welche Gerüchte es gibt, hatten wir bereits einmal in dem Artikel „Das kann das neue iPhone“ zusammengefasst. John Gruber erwartet, dass die neuen iPhones deutlich schnellere Prozessoren haben werden, doppelt so viel RAM und doppelt so viel Speicherplatz. Die (noch nicht offiziell angekündigte) Video-Funktion werde ein wichtiges Verkaufsargument sein. Zudem soll der Akku wohl 15 bis 20 Prozent länger halten.

Nach „iPhone Video“ ist zudem ein neuer Name aufgetaucht, den John Gruber für recht wahrscheinlich hält: 3G S.

Apple iPhone 3G: Der Nachfolger wird für den Sommer erwartet.
Das aktuelle Apple iPhone 3G.

Bei der äußeren Erscheinung erwartet er keine Überraschungen. Die Größe werde ähnlich bleiben. Es gibt im Netz inzwischen einige Fotos wie hier bei Engadget, die das neue iPhone zeigen könnten. Demnach verschwindet der silberne Rand und die Rückseite ist matt statt glänzend.

Weiterhin halten sich Gerüchte über ein preisgünstigeres iPhone oder auch ein verkleinertes iPhone. Möglicherweise ist es einfach das jetzige iPhone 3G mit 8GB Speicher. Ein kleines iPhone hält John Gruber zwar für möglich, glaubt aber nicht, dass dafür schon der Zeitpunkt gekommen ist.

Mac OS X 10.6 „Snow Leopard“

Die nächste Version von Apples Betriebssystem Mac OS X soll weniger mit Features glänzen als durch eine tiefgehende Überarbeitung. Eine offene Frage ist der Veröffentlichungstermin. Eine andere ist der Verkaufspreis. Bislang kostete jede Version von Mac OS X 129 US-Dollar. Aber wird das auch bei einem System so sein, das keine oder nur wenige neue Features bietet?

Aber möglicherweise stellt Apple doch noch bislang geheime Features vor, die einen Verkauf zum vollen Preis rechtfertigen. Oder das System ist durch die Überarbeitung in anderen Bereichen so gut geworden, dass Apple ihn dennoch rechtfertigen kann. So abhängig wie Microsoft ist Apple allerdings nicht von den Verkäufen des Betriebssystems. Wir werden sehen, was sich Apples Marketingmaschine ausgedacht hat.

Einige erwarten für „Snow Leopard“ eine überarbeitete Benutzeroberfläche namens „Marble“ statt des jetzigen „Aqua“. Neue Elemente haben sich schon mit vergangenen Updates auch bei Programmen wie iTunes, iPhoto und iMovie eingeschlichen. John Gruber glaubt allerdings nicht daran, dass Apple den Entwicklern erst so kurz vor Veröffentlichung des neuen Mac OS X eine neue Benutzeroberfläche präsentiert. Auszuschließen ist das allerdings nicht.

„One more thing..."?

Wird es einen Knaller zum Schluss geben? Etwa das Tablet? John Gruber glaubt es nicht. Zwar ist er sicher, dass es dieses Produkt bei Apple in den Labors gibt. Er denkt aber nicht, dass es heute vorgestellt wird. Ein anderes Gerücht hält sich hartnäckig: Apple-CEO werde entgegen der Ankündigungen doch auf die Bühne kommen - eventuell ganz zum Schluss. Aber das interessiert dann wohl wirklich nur noch die Hardcore-Fans...

Live-Ticker

Wer die Keynote ab 19 Uhr live verfolgen möchte, kann das beispielsweise auf Engadget oder Gizmodo tun. Auch viele deutschsprachige Blogs werden berichten, beispielsweise das fscklog. Wessen Neugier sich in Grenzen hält, wird dann aber auch ab etwa 20.30 Uhr die Neuerungen schlicht auf der Apple-Website finden.

Update: Was wirklich kam

Apple-Website mit dem iPhone 3G S
Apple-Website mit dem iPhone 3G S

Kurz gesagt: John Gruber lag richtig. Das bisherige iPhone 3G bleibt erhalten mit einem Speicherplatz von 8 GB. Dazu gesellt sich das iPhone 3G S mit 16 und 32 GB Speicher, einer verbesserten Kamera mit Autofokus, 3,2 Megapixel und Videofunktion (VGA-Auflösung, 30 Bilder/s) sowie einem eingebauten Magnetometer für Kompassfunktionen. In Deutschland ist das iPhone 3G S ab 19. Juni zu bekommen - wahrscheinlich wie gehabt bei T-Mobile. Österreich bekommt es am 26. Juni, die Schweiz im Juli.

Alle bisherigen iPhones und iPod touch können zudem ab dem 17. Juni das neue iPhone OS 3.0 laden. Die Preise sind wie gehabt: Für iPhones kostenlos, für den iPod touch 9,95 US-Dollar.

Mac OS X „Snow Leopard“ ist für den September angekündigt und soll als Update vom aktuellen „Leopard“ 29 US-Dollar kosten. Ansonsten dürfte es die üblichen 129 US-Dollar kosten. Eine neue Benutzeroberfläche wurde nicht gezeigt. Stattdessen ging die Keynote im Detail auf die Verbesserungen unter der Haube ein, beispielsweise eine bessere Unterstützung für mehrere Kerne.

Was nur die Gerüchteküche munkelte, aber nicht Wirklichkeit wurde: Es gab kein neues Gehäuse für die iPhones, es gab keine zusätzlichen iPhone-Modelle mit anderen Bildschirmgrößen und auch Apple-Chef Steve Jobs wurde nicht gesichtet.

Zusätzlich zu den Gerüchten und Vorhersagen verpasste Apple allerdings den MacBooks ein Update. Vor allem die 13-Zoll-MacBooks im „Unibody“-Gehäuse wurden aufgewertet und hören nun auch auf den Namen „MacBook Pro“. Die MacBook Pros mit 15- und 17-Zoll-Bildschirm wurden teils billiger, das MacBook Air mit SSD-Platte gar um 700 US-Dollar.

Mehr Informationen? Frühere t3n-Artikel zum Thema

Bildnachweis: Randy Stewart. Lizenz: CC BY-SA

Empfiehl diesen Artikel jetzt weiter!

Bewerten
VN:F [1.9.22_1171]
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Mehr zum Thema WWDC
Steve Jobs bekommt seine eigene Briefmarke
Steve Jobs bekommt seine eigene Briefmarke

Die US-amerikanische Post plant eine Steve-Jobs-Briefmarke. Das geht aus einem Dokument hervor, das der Washington Post vorliegt: Es zeigt die streng geheimen Briefmarken-Designpläne der Behörde... » weiterlesen

Steve Wozniak dementiert Forderung, Apple solle ein Android-Smartphone herausbringen [Update]
Steve Wozniak dementiert Forderung, Apple solle ein Android-Smartphone herausbringen [Update]

Ein iPhone auf Android-Basis? Für Steve Wozniak wäre das wünschenswert – zumindest laut einem Wired-Interview. Jetzt hat sich Wozniak allerdings geäußert und wirft Wired vor, ihn falsch... » weiterlesen

Traumjob bei Apple? Das verraten die Angestellten über die Schattenseiten
Traumjob bei Apple? Das verraten die Angestellten über die Schattenseiten

Für viele ist ein Job bei Apple der absolute Karrieretraum. Dabei ist auch die Arbeit bei dem Computerkonzern aus dem kalifornischen Cupertino nicht immer ein Zuckerschlecken. » weiterlesen

Kennst Du schon unser t3n Magazin?

t3n 35 jetzt kostenfrei probelesen! Alle Inhalte des t3n Magazins Diesen Hinweis verbergen