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WWDC-2013-Vorschau: iOS 7, OS X 10.9 und mehr im Anmarsch

Apples World Wide Developer Conference 2013 – kurz 2013 – startet am 10. Juni mit einer Keynote, bei der und seine Mannen uns neue Produkte präsentierten werden. Sicher ist, das sie und OS X 10.9 sowie ein bisschen neue Hardware zum Besten geben werden. Hier eine Übersicht, was wir erwarten können.

WWDC-2013-Vorschau: iOS 7, OS X 10.9 und mehr im Anmarsch

iOS 7 – kommt die neue Version im Flat Design?

Apple wird, wie bereits in der Pressemitteilung zur Ankündigung der WWDC 2013 angedeutet, eine neue Version seines mobilen Betriebssystems iOS vorstellen. Folgen die Kalifornier ihrer bisherigen Nomenklatur, wird die kommende Version iOS 7 heißen. Was so alles an neuen Features integriert, ist derzeit noch sehr ungewiss. Seitdem Jony Ive im Oktober vergangenen Jahres nach dem Weggang von Scott Forstall den Platz als Head of Human Interface Design übernommen hat, ranken sich diverse Gerüchte um ein komplettes Redesign der Nutzeroberfläche. Ive gilt als Feind des skeuomorphischen Designs, das seit iPhoneOS, also Version 1 von iOS auf Apple-iDevices vorherrscht.

Mohamed Kerroudj und sein neuester Clou in Sachen Flat-Design für iOS 7.
Die Vorstellung von iOS 7 ist sicher – wie es aussehen wird und was an neuen Features mit sich bringen wird, ist aber nicht bekannt. (Mockup; Bild: Mohamed Kerroudj)

Glaubt man Mark Gurman von 9to5Mac, der seit Jahren schon mit guten Industrie-Kontakten glänzen kann, wird Apples iOS 7 in der Tat ein neues Design erhalten, das „flacher“ und reduzierter sein wird, als wir es kennen. Gurman, der mit mehreren mit dem Thema vertrauten Personen gesprochen haben will, schreibt in seinem Artikel, dass iOS 7 als schwarz, weiß und flach beschrieben wird. So soll es in der neuen iOS-Version keine starken Texturen geben, dafür aber viele schwarz-weiße Interface-Elemente. Das System der Standard-Apps soll besser aufeinander abgestimmt sein und entsprechend homogener wirken. Zudem soll der Lockscreen neu designt und das Benachrichtigungscenter um neue Funktionen erweitert werden.

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Apple hat jüngst die WWDC 2013-App veröffentlicht, mit der sich Entwickler auf der Konferenz orientieren können. Manche wollen anhand der Farbveränderungen und weiterer leichter Modifikationen im Vergleich zur WWDC-App aus 2012 (links) schon erste Anzeichen des kommenden iOS-7-Designs erkennen – ich wäre diesbezüglich noch vorsichtig. Ein wenig „flacher“ wirkt es aber schon ;-) (Screenshots: Apple)

Eines ist mittlerweile sicher: Jony Ive hat sich zum Ziel gesetzt, Hard- und Software sowie die verschiedenen Dienste besser zu vernetzen. Diese Information stammt von Apple-Chef Tim Cook – und der muss schließlich am Besten wissen, woran man in seinem Unternehmen arbeitet. Kritik an der wenig zufriedenstellenden Einbettung von Diensten liest man an vielen Stellen – hier eine umfangreiche Zusammenstellung. Wie bereits in den Jahren zuvor ist nicht davon auszugehen, dass Apple iOS 7 kurz nach der Präsentation für alle Nutzer freigeben wird. Stattdessen werden wir mit der finalen Version des Updates erst im Herbst rechnen können.

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Update vom 09.06.2013: Im Moscone Center, dem Veranstaltungsort der WWDC 2013 hängt bereits ein Banner, das auf iOS 7 hindeutet. Das minimalistische Design des Logos impliziert größere designtechnische  Änderungen an der Plattform. (Bild: 9to5Mac)

Mehr zu iOS 7:

OS X 10.9: Steht wie bei iOS 7 ein Redesign bevor?   

Neben der Vorstellung von iOS 7 ist so gut wie sicher, dass auch das Desktop-OS ein größeres Update erhält. Wie umfangreich das sein wird, ist nicht sicher, aber angesichts dessen, dass Apple angeblich eine Reihe an OS-X-Entwicklern für iOS abgestellt haben soll, könnte OS X 10.9 etwas kleiner ausfallen. Es ist allerdings theoretisch möglich, dass man an beiden Großprojekten in einem gewissen Umfang parallel gearbeitet hat. Denn seit geraumer Zeit ist schließlich offensichtlich, dass iOS und OS X noch näher zusammenwachsen sollen. Hier stellt sich dann natürlich die Frage: Wird das OS-X-Design auch flat und homogener? Außerdem könnte Apple die eigenen Dienste auch besser mit dem System verknüpfen – das wird zumindest bei iOS beabsichtigt.

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OS X 10.9 wird mit Sicherheit auf der WWDC 2013 gezeigt, mit der Freigabe der finalen Version kann im Laufe des Sommers gerechnet werden. (Bild: Apple OS X 10.8)

Gerüchten zufolge soll OS X 10.9 mit allerlei Power-User-Features ausgestattet werden. So wird unter anderem mit einer Funktionserweiterung des Finders gerechnet. Tags und Tabbed-Browsing-Modes sollen Bestandteile werden – bislang mussten Power-User für diese Funktionen auf Apps von Drittanbietern setzen. Ferner wird der Safari-Browser ein Funktions-Update verpasst bekommen – hier werden ein neuer Unterbau für verbessertes Laden von Websites, mehr Geschwindigkeit und Effizienz erwartet. Nutzer, die ein Hardware-Setup mit mehreren Monitoren besitzen, sollen künftig Vollbild-Apps auf einem separaten Display laufen lassen können. Was OS X 10.9 sonst noch so zu bieten haben wird, bleibt abzuwarten.

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Update vom 09.06.2013: Neben dem iOS-7-Banner hängt auch bereits das OS-X-Banner im Moscone Center. Angesichts des ähnlich reduzierten Designs hat es den Anschein, als könnten wir in der Tat eine weitere Annäherung der beiden Plattformen erwarten. (Bild:9to5Mac)

WWDC 2013: Apple könnte Musik-Streaming-Dienst „iRadio“ starten

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Apples Musik-Streaming-Dienst könnte auf der WWDC 2013 vorgestellt werden (Bild: Apple)

Schon seit Monaten kursieren Gerüchte über einen Musik-Streaming-Dienst, mit dem Apple eine Alternative zur starken Konkurrenz wie Spotify und Co. bringen soll. Berichten des Wall Street Journals und der New York Times zufolge, ist Apple drauf und dran die letzten Deals unter Dach und Fach zu bringen – einziges Sorgenkind für einen erfolgreichen Start ist angeblich Sony – hier fehle noch die Signatur unter dem Vertrag.  Apples Streaming-Dienst, der passenderweise von der Technikpresse kurzerhand „iRadio“ getauft wurde, soll kostenlos angeboten und durch Werbung finanziert werden. Angesichts dessen, dass Apple schon recht lange an diesem Produkt alboriert und selbst Microsoft einen solchen Service anbietet, ist ein Start zur WWDC 2013 durchaus denkbar.

Keine iPhones und iPads zum WWDC 2013

Wer die Keynote am 10. Juni verfolgen will, um sich über neue iPhones oder Apple-Tablets zu informieren, dürfte höchstwahrscheinlich enttäuscht werden, denn entsprechende Hardware wird nach Aussagen Tim Cooks erst im Herbst zu sehen sein. Zudem würde es keinen Sinn machen, neue iDevices vorzustellen, obwohl iOS 7 noch nicht einmal final ist.

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Neue iPhones und iPads sollen wohl erst im Herbst kommen.

Nichtsdestotrotz wollen die Gerüche über neue iDevices nicht abreißen. Demzufolge soll es in diesem Jahr nicht nur ein, sondern zwei iPhones geben – ein „normales“ Modell und ein weiteres zum günstigeren Preis. Dabei wird gemutmaßt, dass Apple beim iPhone 5S oder 6 auf eine noch höhere Display-Auflösung setzt. Was das iPad 5 anbelangt, so ist davon auszugehen, dass es sich beim Design am iPad mini orientieren wird, sodass der Rahmen schlanker wird und das gesamte Gerät an Volumen verliert – bei gleicher Displaygröße wohlgemerkt. Mit einem iPad mini mit Retina-Display werden wir auch nicht zur WWDC 2013 rechnen können. Frühestens im September können wir mit neuen iDevices rechnen.

Weitere Infos zum iPhone 5S und dem iPad 5:

MacBooks mit Intels Haswell-Architektur erwartet – vielleicht auch ein Mac Pro?

Auch wenn es mit recht hoher Wahrscheinlichkeit keine iOS-Hardware geben wird, ganz ohne neue Gerätschaften wird die WWDC-Keynote in diesem Jahr auch nicht auskommen. Schließlich gibt es auch noch die Mac-Abteilung. Gerüchten zufolge lichten sich die Lagerbestände der MacBook-Air-Modelle, zudem wird Intel wohl im Juni endlich die neue Haswell-Architekur offiziell machen. Die WWDC wäre somit ein idealer Zeitpunkt für die Vorstellung eines neuen MacBook Air– und womöglich auch eines MacBook Pro. Letzteres hat allerdings erst im Februar ein winziges Update erhalten.

Update 04.06.2013: Dem gut vernetzten Blog 9to5Mac wurden neue Informationen zugespielt, die darauf hindeuten, dass Apple im Zuge der WWDC neue Hardware in Form von MacBook Airs und MacBook Pros präsentieren könnte. Außer Hardware-Updates dieser beiden Gerätekategorien scheint es ein drittesProdukt zu geben, das Apple präsentieren wird. Um was es sich dabei handelt, konnte noch nicht mit Sicherheit bestätigt werden. Ich  tippe immer noch auf die Mac Pros.

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Die MacBook-Pro-Modelle mit Retina-Display haben erst im Februar ein kleines Update erhalten – könnte auf der WWDC 2013 dennoch ein erneutes Update anstehen? Beim MacBook Air ist es relativ sicher, wenn auch nicht offiziell bestätigt. (Foto: Apple)

Außer den MacBooks wäre eigentlich auch das Mac Pro mal wieder an der Reihe. Das letzte signifikante Update gab es im Jahr 2010, in Europa sind die leistungsfähigen Desktoprechner außerdem aus sicherheitstechnischen Gründen seit März dieses Jahres nicht mehr erhältlich. Sicher ist diesbezüglich indes nichts.

Weitere Infos zum MacBook Air, Pro und Mac Pro:

Beitrag aktualisiert am 08.06.2013

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3 Antworten
  1. von Dirk am 01.06.2013 (15:29 Uhr)

    Also es würde sich meiner Meinung nach eignen, wenn sie denn Mac Pro erneuern und vorstellen. MacBook Air wäre vielleicht auch ein Kandidat. iPad Mini wäre möglich. MacBook Pro und alle iOS-Geräte (außer Mini) und iPods kommen dann später dran.

    Alles natürlich nur Vermutungen. Mac Pro wird vielleicht auch erst später präsentiert.

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  2. von Dirk am 01.06.2013 (15:35 Uhr)

    MacBook Air und iPad Mini tanzen etwas außer der Reihe, weshalb sie mMn geeignete Kandidaten sind. Mac Pro soll bestimmt toll werden, weshalb Apple nach ihren Kriterien es vielleicht doch nicht schafft den Mac Pro bis zur WWDC fertig zu bekommen. Aber geeignet wäre dies, damit nicht an einem einzigen Event jede neue Hardware vorstellen und somit potentielle Käufer nicht denken z.B. MBP+Mac Mini statt MBP+Mac Pro (weil sie dann bis dahin vielleicht wieder genug Geld haben).

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  3. von Jim Knopf am 03.06.2013 (02:17 Uhr)

    Also ich erwarte den iToaster! Der ist längst überfällig...

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