XING möchte künftig mehr sein als die Web-2.0-Version des Rolodex: Mit dem Kauf des Newsportals socialmedian geht das Business-Netzwerk einen Schritt weiter in Richtung Schaltzentrale und unverzichtbarem Werkzeug fürs tägliche Geschäft. Zugleich bringt es sich in Stellung für den Konkurrenzkampf gegen LinkedIn. Auf den ersten Blick überraschend, auf den zweiten Blick ein geschickter Schachzug: XING kauft socialmedian und erweitert seinen Service damit künftig um die wichtigsten News für seine Mitglieder. Zudem holt man sich den socialmedian-Chef Jason Goldberg an wichtiger Stelle ins Unternehmen: Er wechselt in die Firmenzentrale nach Hamburg und ist als Vice President für die Applikations-Plattform zuständig. Er soll weltweit Entwickler und Inhaltelieferanten für XING begeistern. Socialmedian bleibt als eigenständiges Angebot parallel erhalten.
Socialmedian ist erst kürzlich aus der geschlossenen Beta gekommen. Die Idee hinter dem Portal ist es, den täglichen Informationsstrom aus rund 19.000 Quellen durch Menschen filtern zu lassen. Man selbst erstellt Filter und kann sie außerdem mit anderen teilen. Die dahinterstehende Technologie soll nun künftig in XING zum Einsatz kommen.
Fazit
Bislang ist XING vor allem eine Plattform, um Geschäftskontakte zu knüpfen und einen stets aktuellen Adressbestand zu haben. Darüber hinaus gibt es zu zahlreichen Themen eigene Gruppen mit Diskussionsforen sowie die Möglichkeit, Termine zu organisieren. Trotzdem geht es mir persönlich so: Ich rufe XING nur auf, wenn ich einen konkreten Anlass dafür habe.
Insofern könnte die Technik von socialmedian für manche Mitglieder einen Anreiz bieten, XING häufiger aufzusuchen und das Network noch stärker in ihren Tagesablauf zu integrieren.























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