Xing: Rückzug aus Spanien und Schließung in der Türkei

Seit Kurzem ist es offiziell: Das auf Business und Karriere spezialisierte Social Network Xing wird sich mit seinen Büros aus Spanien und der Türkei zurückziehen. Dabei sprachen gleich mehrere Gründe für diese Entscheidung. Zum einen konnte unter anderem auf dem spanischen Markt nicht genug User-Aktivität generiert werden. Zum anderen sitzt mit LinkedIn nun auch in Europa die Konkurrenz im Nacken. Der Standort Türkei wird deshalb sofort geschlossen.

Xing: Seit 2008 in Spanien

Wie TechCrunch Europe berichtet, zieht sich das Social Network aus seinen umtriebigen Geschäften in Spanien und der Türkei sukzessive zurück. Noch im März 2007 hatte das Hamburger Unternehmen mit eConozco das führende spanische Business-Netzwerk erworben. Auch der Kauf des Neurona, im Juni des gleichen Jahres, sollte den Markteintritt von Xing auf die iberische Halbinsel behutsam vorbereiten. In dieser Konsequenz integrierte das Unternehmen die beiden Plattformen in seine Struktur und eröffnete in der Folge im März 2008 einen eigenen Standort im katalanischen Barcelona. Damit war Xing in Spanien angekommen – so schien es.

Doch Xing konnte sich in Spanien nicht recht durchsetzen. Zwar sprechen offizielle Angaben von rund 1,5 Millionen registrierten Usern, doch ob diese auch aktiv das Netzwerk nutzen, oder Premium-Kunden sind, bleibt fraglich. Auch die aus Tradition und Sprachverwandschaft bestehende Nähe zu Lateinamerika wurde anscheinend falsch eingeschätzt: Viele der eConozco- oder Neurona-User waren wohl gar keine Iberer, sondern nutzen das Netzwerk zur transatlantischen Kommunikation.

Als Folge wird nun zunächst das Xing-Team in Barcelona verkleinert. Lediglich ein administrativer Kontakt sowie ein ortsgebundes Entwickler-Team verbleiben am Standort, der dann vom Xing-Sitz in Hamburg aus dirigiert werden soll.

xing
Xing: Das Social Network verkleinert zunächst die Belegschaft in Spanien und schließt das Büro in der Türkei.

Gänzlich geschlossen wird hingegen das türkische Büro von Xing. Offizielle Gründe wurden bisher nicht bekannt, aber nachdem bereits auch die italienische Dependance geschlossen wurde, besteht Grund zur Annahme, dass sich die Hamburger auf den deutschen Markt fokussieren wollen. Immerhin wollen einige Quellen vor einigen schwarzmalerischen Gerüchten entwarnen: Die Büros würden zwar geschlossen, jedoch werde man sich nicht mit den Plattformen aus den besagten Ländern zurückziehen. Vielmehr sollen noch mehr User gewonnen werden – auch mit Blick auf die Konkurrenz von LinkedIn. Das deutschsprachige Blog von Xing schweigt sich jedenfalls noch aus. Das spanische Blog sogar schon seit längerem.

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One answer

  1. von Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck: „Xing… 08.02.2011 (10:16Uhr) 1.

    [...] Xing: Rückzug aus Spanien und Schließung in der Türkei - t3n News [...]

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