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Startups

Xing überrascht mit Wachstum: Gewinne fast verdoppelt

    Xing überrascht mit Wachstum: Gewinne fast verdoppelt

Meldungen über das Business-Netzwerk Xing hatten in den vergangenen Wochen oftmals einen frustrierten bis mitleidigen Ton. Mitglieder beschwerten sich über den „missglückten“ Relaunch und mancher Blogger stellte öffentlich die Frage, wozu man Xing angesichts von LinkedIn und Google+ noch brauche. Nun hat Xing eine Menge Geschäftszahlen aus dem letzten Halbjahr vorgelegt und die sprechen eine ganz andere Sprache.

Besonders beeindruckend ist der wirtschaftliche Wachstum des Hamburger Unternehmens: Eigenen Angaben zufolge steigerte Xing seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 95 Prozent. Während im ersten Halbjahr 2010 noch 2,6 Millionen Euro in die Kassen flossen, sind es im ersten Halbjahr 2011 5,1 Millionen Euro. Vor allem der Bereich E-Recruiting ist eine wichtige Einnahmequelle und scheint nach wie vor rege genutzt zu werden. Das Wachstum von 85 Prozent auf 5,5 Millionen Euro Umsatz ist in diesem Bereich jedenfalls beachtlich. Auch der Ausbau des „Events“-Segments, u.a. mit dem Kauf des Ticketdienstes amiando, war offenbar ein guter Schachzug. Laut Xing machen die vertikalen Geschäftsbereiche E-Recruiting, Advertising und Events mittlerweile ein Drittel des Gesamtumsatzes aus.

Auch in puncto Mitgliederzahlen konnte Xing zulegen. Weltweit seien im ersten Halbjahr 640.000 neue Mitglieder dazugekommen, 412.000 davon aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Zahl der beitragszahlenden Mitglieder sei von 745.000 auf 769.000 gewachsen. Auch wenn Xing gefühlt schrumpft, belegen die Zahlen stattdessen Wachstum. Interessant wäre natürlich noch, wie viele Menschen sich im letzten Jahr abgemeldet haben bzw. zu anderen Netzwerken gewechselt sind. Aber dazu gibt es keine Zahlen.

Wie schätzt ihr die Zukunft von Xing ein: Ist das Businessnetzwerk auf dem absteigenden Ast oder behält es seinen Rang als wichtiges, deutschsprachiges Business-Netzwerk?

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13 Reaktionen
stefan

@yvonne: danke für die auflösung ;-) der ist schon ne ganze weile am steuerrad oder? kommt mir zumindest gefühlt so vor.

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Hobel
Hobel

@s.:
Dann hast du vermutlich auch noch diverse andere unverlangte Anrufe. :)

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s.
s.

@Hobel Danke für die Ausführungen. Und "extrem klein" trifft es. Ich bin der einzige Angestellte ;-)

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Hobel
Hobel

@s.:
Niemand wird gezwungen, den aktuellen Firmennamen im öffentlichen Profil anzugeben.
Der Vorteil bei Xing ist ja gerade noch der, dass ich sehen kann, wer mein Profil aufgerufen hat, was die Latte für solche Leute zumindest insofern hoch legt, dass man ihren (Fake?)-Account sehen kann.

Abgesehen davon haben Headhunter schon immer bei der Arbeit angerufen, wenn sie an die Nummer gekommen sind.
Wenn du die einzige Durchwahl deines Unternehmens bist, ist das natürlich unglücklich, ansonsten müssen sie ja immer noch an der Zentrale oder wem auch immer vorbei.
Ansonsten dürfte die reine Firmenzugehörigkeit kaum reichen, um dich zu identifizieren, es sei denn, du arbeitest in einer sehr herausgehobenen Position oder dein Unternehmen ist extrem klein.

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s.
s.

@Hobel Ich beziehe das jetzt mal auf mich. Der Firmenname ist bei mir im Profil sichtbar und die Telefonnummer im Impressum der Firmenseite sich rauszusuchen ist ja nun auch keine Schwierigkeit. Aber vielleicht hast du ja einen besseren Vorschlag.

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Jürgen Auer

Das meiste an Umsatz wird weiterhin über die Premiummitglieder gemacht. 769.000 Premiummitglieder produzieren etwa 46 Millionen Euro Jahresumsatz, das sind etwa 70 % des Gesamtumsatzes. Es sind eben nicht mehr 80 % bzw. 90 % wie in früheren Jahren.

Die Zahl der Premiummitglieder ist im ersten Quartal um 14.000, im zweiten Quartal um 10.000 gestiegen. Das hat sich zwar verlangsamt, ist aber weit weg von jenem Rückgang, den einige prognostiziert hatten.

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tschi
tschi

google + und geschäftszahlen des vorjahres.passt nicht so recht zusammen

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Hobel
Hobel

Auch wenn die Xingforen für mich stark verloren haben, wundere ich mich doch, dass hier alle so vermeintlich schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Bei mir trudeln via Xing trotz Grundrauschens immer noch interessante Projekte ein. Zumindest als Freelancer kann ich von meiner Xing-Mitgliedschaft also nach wie vor profitieren.
Der Hinweis, dass Xing sich offensichtlich von einem social network zu einer reinen Projekt-/Recruiting-Plattform entwickelt, ist sicher richtig, aber das dürfte doch v.a. für die hier lesende Klientel trotzdem nicht uninteressant sein.

BTW, wer permanent von Recruitern angerufen wird, hat ein Problem in den Sichtbarkeitseinstellungen seines Profils oder eine seltsame Kommunikationsrichtlinie bei seinem Arbeitgeber.
Abgesehen davon können auch Headhunter vernünftige Angebote machen.
Heutzutage muss man sich ja fast Gedanken machen, wenn man gar keine Anfragen bekommt.

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Heiko

Mein Premium ist auch Geschichte und die Zahlen überraschen mich tatsächlich auch. Bisher sehe ich auch keinen Grund mehr zu Xing zurückzukehren.

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s.
s.

Nachdem Recruiter mich mittlerweile schon am Arbeitsplatz per Telefon belästigen, wird es Zeit, sich dort abzumelden. "Können Sie frei sprechen?" - So fing das Telefonat an.

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Yvonne Ortmann

@ Stefan: Der nette Herr ist Xing-CEO Stefan Groß-Selbeck.

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Frank

Ich habe in Xing meine Email-Benachrichtigung fast ganz abgeschaltet um nicht ständig von Eventnachrichten und Recruitern belästigt zu werden.
Manche geben ihre Gruppen ab oder schließen sie, weil kaum einer mehr schreibt.
Viele sind in andere Plattformen abgewandert.
Wie passt das also zum obigen Artikel?

Wenn der Umsatz sowieso weniger von zahlenden Mitgliedern gemacht wird, macht sich Mitgliederschwund der Frustrierten kaum bemerkbar.
Der Umsatzschub kommt demnach von den Recruitern und den Eventmanagern.
Xing hat sich weg von einer Diskussions-Plattform hin zu einer JobBörse und Meeting-Plattform verwandelt. Das hat durchaus seine Berechtigung.
Nur wie lange geht das gut, wenn gewisse Leute fehlen oder nicht mehr ansprechbar sind?

Die Sache ist zeitlich verschoben wie eine nachlaufende Welle und erst in einiger Zeit wird man sehen, ob Xing das Ruder herum gerissen hat oder quasi der "Pillenknick" noch folgt.

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stefan

wer ist denn der optimistisch dreinblickende herr auf dem bild? ist leider nirgends erwähnt ;-)

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