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Digitale Gesellschaft

Kann die Hausaufgabe dieser 15-Jährigen der nächste Social-Media-Hit werden?

    Kann die Hausaufgabe dieser 15-Jährigen der nächste Social-Media-Hit werden?

(Screenshot: Kickstarter)

Soziale Netzwerke gibt es wie Sand am Meer und der vorläufige Bedarf dürfte abgedeckt sein. Dennoch versucht sich Anneke DiPietro an einer eigenen Plattform namens XIRKL.

Derzeit existiert das Projekt nur am Reißbrett. Es gibt kein MVP. Nur eine Idee. Doch eben diese Idee, scheint bei einigen Menschen schon jetzt auf offene Ohren zu stoßen. Die 15-jährige Anneke DiPietro hat im Rahmen einer Hausaufgabe der Stanford-Online-High-School einen Business Plan entwickelt, der auf die Gründung eines neuen sozialen Netzwerks abzielt. XIRKL (gesprochen „Circle“) möchte sich an „den Bedürfnissen der Nutzer und nicht etwa der Werber“ orientieren – wie DiPietro verrät. Ein Versprechen, dass wir in letzter Zeit häufig gehört haben, das aber bislang leider zu keinerlei Wettbewerb auf dem Markt geführt hat. Vielleicht erinnert ihr euch noch Diaspora oder jüngst an Ello?

Das XIRKL-Projekt orientiert sich am Nutzer, nicht am Werbetreibenden

XIRKL-Nutzer können 21 Personen und Marken folgen. (Screenshot: Kickstarter)
XIRKL-Nutzer können 21 Personen und Marken folgen. (Screenshot: Kickstarter)

„Werbung ist erlaubt auf XIRKL, jedoch unter deinen Bedingungen!“

Doch bleiben wir fair. Am Anfang einer großen Entwicklung stand immer eine Idee. Und diese Idee darf zumindest vorgestellt werden. Zu den Grundfunktionen von XIRKL gehört ein Newsfeed, eine Timeline sowie Text- und Video-Messaging. Die Kalifornierin setzt zudem auf folgende Alleinstellungsmerkmale: Ihr soziales Netzwerk sieht vor, dass angemeldete Nutzer zwar von so vielen Menschen wie möglich gefolgt werden können, sie sich selbst aber nur mit 21 Menschen vernetzen dürfen. „Weniger Menschen zu folgen, heißt auch, dass die wenigen Menschen die wichtigsten sind“, erklärt die 15-Jährige. „Circle“ könnte somit auch getrost „Inner Circle“ heißen – der harte Kern, quasi.

Dieser Ansatz soll auch Unternehmen auf das Projekt aufmerksam machen. Angemeldete Nutzer entscheiden selber, ob sie Werber in ihren innersten Kreis hineinlassen. Firmen, die es schaffen in den Feed der Leute zu kommen, haben im Umkehrschluss eine ziemlich feste Verbindung zu dem Fan – immerhin konkurriert man im Feed nur noch mit den wenigen 20 weiteren Kontakten. Verglichen mit dem riesigen Grundrauschen, das in Netzwerken wie Facebook oder Twitter herrscht, ergibt sich hier ein starkes Potenzial an Aufmerksamkeit des Einzelnen für die beworbenen Produkte. DiPietro schreibt: „Werbung ist erlaubt auf XIRKL, jedoch unter deinen Bedingungen!“

Für Anneke DiPietro ist XIRKL schon jetzt ein Erfolg

Kann XIRKL die letzten 7.000 US-Dollar in den kommenden zwei Tagen noch einsammeln? (Screenshot: Kickstarter)
Kann XIRKL die letzten 7.000 US-Dollar in den kommenden zwei Tagen noch einsammeln? (Screenshot: Kickstarter)

Aus der einstigen Hausaufgabe ist derzeit ein waschechtes Kickstarter-Projekt geworden, das tatsächlich das Finanzierungsziel von 21.000 US-Dollar binnen der kommenden zwei Tage erreichen könnte. Erste Unterstützer fand Anneke DiPietro in Zusammenarbeit mit ihrem Vater Don DiPietro, der seit Jahren in verschiedenen Tech-Startups arbeitet und glaubt, das Projekt gut einschätzen zu können. „So etwas ist einmalig auf dem Markt“, lässt er wissen. Doch ob die Idee schlussendlich auch was taugt, entscheiden allein die Nutzer, die aktuell für die Realisierung in Vorkasse gehen müssen.

Doch egal, wie das Projekt ausgeht. Klar ist, dass die 15-Jährige eine bemerkenswerte Hausaufgabe abgeliefert hat. Derartige Projekte stemmen die meisten Menschen frühestens im Studium. Eine zukünftige Bewerbung in einem Tech-Startup dürfte durch das XIRKL-Projekt um einiges veredelt werden. Früh übt sich!

via www.huffingtonpost.com

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12 Reaktionen
macwernersen
macwernersen

Macht path.com nicht das gleiche?

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janaleehm
janaleehm

Ich erkenne Potentiale. Die Ansätze sind gut. Aber sie sind nicht zu Ende ausgeführt und werden wahrscheinlich scheitern!

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Markus
Markus

Etwas können wir aber alle lernen..MakeItReal..Gerade wir diskutieren uns meist tod, bevor etwas startet und dann startet es oft gar nicht mehr. Mit einem Video und etwas Aufmerksamkeit hat sie jetzt bereits Feedback zu einer Idee, die sie vielleicht gar nicht alleine umsetzen kann. Dank der finanziellen Hürde bekommt sie nicht zu Blubber, sondern valides Feedback. Aus der Perspektive wird die Idee als solche zwar nicht besser, als das Vorgehen zeigt, was möglich ist.

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Insomnia88
Insomnia88

Nette Idee wird sich aber nicht durchsetzen :) Ich sehe das Problem dabei auch bei den 21 Personen und der langfristigen Finanzierung.

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Esta
Esta

Die Idee ist ja nett (wenngleich ich denke bei der bereits etablierten Konkurrenz naaaa.....) aber weltbewegend? Im frühesten Fall von Studenten zu erwarten und ein Einstiegstor in die Technikbranche? Sorry aber soetwas würde ich sagen wenn sie die Idee tatsächlich in Eigenprogrammierung umgesetzt hätte. Ich denke auf vielen Schulhöfen (nicht nur höherer Bildungswege) fantasieren internetaffine Teenies wie sie es "besser" machen würden - deren Ideen sind nur nicht so gut promoted.

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Franco
Franco

XIRKL (gesprochen „Circle“) ... okay ...
Das wird nichts.

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magemind
magemind

Wird auch nichts - aber nicht nur wegen des Namens, dem Anschein ein 15 jähriges Mädchen würde hinter allem stecken oder dem emotion gaining Versuch mit dem geneigten Kopf im Werbevideo ... einmal im Marketing und man sieht sich nur noch von billigen Tricks, schlechten Schauspielern und wenigen innovationen, dafür aber von 1000000 immer schlechter werdenden Kopien umgeben.

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Thomas
Thomas

Grundsätzlich ist es ja nett gedacht, wenn der User mal nicht das Produkt sein soll. Aber nach der ersten Finanzierungsrunde muss weiteres Geld für Entwicklung, Support, Infrastruktur, Marketing usw. her. Wo soll das her kommen? Dann muss man doch wieder die Marketingbranche ins Bett holen und ist geliefert. Auch Investoren sind möglich aber auch die wollen irgendwann Gewinn sehen. Egal wie man es dreht und wendet, wenn man sowas betreiben möchte muss man entweder das Geld selbst haben oder es von anderen bekommen, aber die wollen dann auch immer eine Gegenleistung.

Das Projekt wird, wenn es überhaupt finanziert wird (was ich bezweifle), genau so im Sand verlaufen wie Diaspora und Ello. Letzteres wurde Anfangs so hochgelobt und jetzt? Nix. Diaspora? Scheitert an seiner eigenen Idee. Google Plus? Uninteressant. Apple's Ping? Tot.

Ich verstehe auch nicht warum so viele Softwareprojekte in Crowdsourcing Kampagnen gestartet werden, die man vom Umfang auch in einem kleinen Team programmieren könnte. Früher hat man sich mit so einer Idee hingesetzt und die scheiße einfach programmiert. Der Arbeitsaufwand für diese Kampagne hätte auch bereits den Spatenstich für die Entwicklung bedeuten können.

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Markus
Markus

Dito..mich überkommt ein Anflug von PR-Gag. Zudem finde ich selbst als schlechter Facbook nutzer die 21 als eher lästig und den Businesscase als unwahrscheinlich haltbar. Vielleicht ist es für uns Deutsche auf nur nicht vorstellbar, dass 15 Jährige soetwas leisten können, weil wir unsere Kinder am Liebsten bis 25 begleitend führen möchten.

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Lukas Herbst

Kann sein - allerdings ist die Idee gar nicht so schlecht. Denn, in einem Punkt hat sie recht: durch die Einschränkung auf 21 Personen bekommt das Ganze einen bestimmten Reiz...

BTW, coole Hausaufgabe ;)

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7ero
7ero

Ich will das ganze nicht mies reden allerdings, als ich den Satz "Erste Unterstützer fand Anneke DiPietro in Zusammenarbeit mit ihrem Vater Don DiPietro, der seit Jahren in verschiedenen Tech-Startups arbeitet und glaubt, das Projekt gut einschätzen zu können." gelesen habe kam in mir der Verdacht auf das es einfach Marketingstrategie ist das eine 15 jährige auf die Idee kam und nicht ihr Vater.

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magemind
magemind

Sehe ich auch so. Ist bei 95% der "Wunderkinder" Berichte auf den 2ten Blick immer jemand im näheren Umfeld, der zufällig sich seit Jahren in einer Branche bewegt, die soetwas erst ermöglicht. Aber klingt ja toll und seit wann möchten Menschen schon mit Wahrheiten begeistert werden.

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