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Karriere

Yelp-Mitarbeiterin kritisiert Bezahlung in offenem Brief – und wird daraufhin gefeuert

    Yelp-Mitarbeiterin kritisiert Bezahlung in offenem Brief – und wird daraufhin gefeuert
(Foto: Jasper Sanidad)

Die Kundendienstmitarbeiterin veröffentlichte einen Medium-Post, in dem sie die Gehälter als zu niedrig für die Lebenskosten in San Francisco anprangert. Noch am gleichen Tag verliert sie ihren Job. Yelp-CEO Jeremy Stoppelman dementiert allerdings, dass die öffentliche Kritik der Grund dafür sei.

Kein Geld für Lebensmittel

Der „Kampf um Talente“ im Silicon Valley beschert technischen Fachkräften Jahresgehälter im sechsstelligen Bereich, doch viele andere Berufsgruppen profitieren vom Tech-Boom nicht. So geht es unter anderem Talia Jane, die im Kundendienst der Bewertungsplattform Yelp arbeitet. Mit den Worten „Dear Jeremy“ beginnt sie ihre öffentliche Kritik an dieser Tatsache und richtet sich damit an den Gründer und CEO Jeremy Stoppelman. Seitdem sie bei dem börsennotierten Tech-Unternehmen arbeitet, habe sie sich keine Lebensmittel mehr kaufen können. „Brot ist ein Luxus für mich, auch wenn der Kühlschrank im achten Stock voll damit ist“, schreibt die 25-Jährige.

Für ihre Arbeit erhält sie eigenen Angaben zufolge alle zwei Wochen einen Scheck in Höhe von 733,24 US-Dollar. Damit zahlt sie ihre mit 1.245 US-Dollar für Valley-Verhältnisse geringe Miete für ein Apartment außerhalb der Stadt. Den Rest ihrer Einnahmen verbraucht sie für Fahrtkosten.

(Foto: Jasper Sanidad)
Yelp versorgt seine Mitarbeiter mit Snacks, doch höhere Gehälter würden einige bevorzugen. (Foto: Jasper Sanidad)

Yelp verlagert Jobs in billigere Regionen

Ihren Vorgesetzten habe sie schon vor Weihnachten einige Lösungsvorschläge für die Lage, in der Talia und ihre Kollegen sich befinden, geschickt. Wenn das Unternehmen den Snack- und Getränkevorrat im Büro reduzieren würde, bliebe mehr Geld für die Mitarbeiter. Dieser Vorschlag sei allerdings nicht berücksichtigt worden.

Wenige Stunden, nachdem Talia ihren Medium-Post veröffentlicht hatte, schrieb sie am Samstag noch ein Update. Ihr Email-Account sei gelöscht worden, was auf eine Kündigung hindeutet. CEO Jeremy Stoppelman äußerte sich daraufhin via Twitter zu der Kritik und betonte, dass ihre Kündigung nichts damit zu tun habe. Er stimmt ihr jedoch zu, dass die Lebenskosten in San Francisco zu hoch seien. Seine Lösung dafür: Yelp verlagert Einsteiger-Jobs künftig dorthin, wo die Kosten niedriger sind und erweitert das Support-Team in Arizona.

via medium.com

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1 Reaktionen
Eine Wohnung pro Job
Eine Wohnung pro Job

"Yelp verlagert Einsteiger-Jobs künftig dorthin, wo die Kosten niedriger sind und erweitert das Support-Team in Arizona."
Das fordere ich schon ewig. Steuer-Abschreibungen für Cashburner sollten nur in Niedrig-Lebenskosten-Gebieten erlaubt sein EU-weit. Gute Finanzämter halten bei allen Betrieben die Kosten klein und maximieren (wie ein Formel-1-Auto oder alle Supersportwagen die PS-pro-Kilogramm und Drehmoment und natürlich km/Liter-Benzin) die Gewinne und somit ihre Steuer-Einnahmen.

Die guten Firmen sind nämlich meist wo man Mieten und Löhne bezahlen kann und von seinem Geld über die Runden kommt.
In Hochpreismietgebieten ist das Boot schon seit Jahrzehnten voll. Da gehören so lange keine zusätzlichen (aber gerne besser bezahlte Ersatz-Jobs) Jobs hin bis genug bezahlbare Wohnungen vorhanden sind. Ich glaube fast jedes Restaurant und Gewerbebetrieb müssen oft wohl beweisen das es genug Parkplätze hat oder Ablösepreise an die Gemeinde(?) zahlen welche ja für die Stadtentwicklung und somit die Anzahl der Parkplätze dank Baugenehmigungen doch wohl vermutlich selber verantwortlich ist.
"Für jeden Job eine bezahlbare Wohnung" hätte rot-grün damals trivial und sogar elegant ohne Steuergelder durchsetzen können und dann gäbe es überall bezahlbare Wohnungen.

Über Yahoo ist neulich m.W. auch wegen Entlassungen nicht besonders gut berichtet worden.
http://t3n.de/news/sexismus-vorwurf-yahoo-676786/

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