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Ein Slack für die Uni: Yik Yak erfindet sich nach Entlassungen neu

    Ein Slack für die Uni: Yik Yak erfindet sich nach Entlassungen neu

(Foto: Vdovichenko Denis / Shutterstock, Inc.)

Nach Nutzerschwund und Entlassungen sah es nicht gut für das ehemalige Hype-Startup Yik Yak aus. Im Stillen scheint das Unternehmen jetzt mit einer neuen App von vorne anzufangen.

Yik Yak: Aufstieg und Fall einer Social-Media-App

2014 sah es so aus, als könnte Yik Yak der nächste große Social-Hit werden. Die ortsbasierte Social-Media-App kam vor allem bei US-amerikanischen Studenten gut an, was dem Startup eine Bewertung in höhe von fast 400 Millionen US-Dollar und mehr als 73 Millionen US-Dollar Risikokapital einbrachte. Der erhoffte Goldrausch blieb jedoch aus. Stattdessen geriet Yik Yak in die Kritik.

Die anonyme App wurde für die Zunahme an Cyber-Mobbing in amerikanischen Universitäten und Schulen verantwortlich gemacht. Mehrere US-Bildungseinrichtungen verbannten Yik Yak letztlich von ihrem Campus und im Oktober 2015 entfernte Google die App aus den Play-Store-Charts. Einige Monate später wurde ein Student der Western Washington University verhaftet, weil er die vermeintliche Anonymität von Yik Yak genutzt hatte, um einen afroamerikanischen Studentenvertreter zu bedrohen.

Der Hype um Yik Yak war schnell vorbei. (Logo: Yik Yak)

Positive Auswirkungen auf die Nutzerzahlen hatten die Kontroversen nicht. Im März 2016 versuchte Yik Yak dem Negativtrend mit der Einführung von Pseudonymen entgegenzuwirken. Allerdings hatte die Abkehr von der Anonymität eher die entgegengesetzte Wirkung. Ende des Jahres zog Yik Yak die Konsequenzen und entließ 60 Prozent aller Mitarbeiter.

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Wagt Yik Yak mit Hive den Pivot?

Wie the Verge berichtet, scheint Yik Yak aber schon vor der Entlassungswelle an einem neuen Produkt gearbeitet haben. Das wurde im Geheimen entwickelt, und auch innerhalb des Unternehmens war das Projekt nur wenigen Eingeweihten bekannt. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass es sich bei diesem neuen Produkt um die Anfang Februar 2017 veröffentlichte Messaging-App Hive handelt.

Ist Hive die neue App von Yik Yak? (Screenshot: Play-Store)

Dafür spricht, dass die iOS-Version der App von einem Richard Guy veröffentlicht wurde. Auch Yik Yaks Chef-Mobile-Entwickler trägt diesen Namen. Darüber hinaus ist das Profil von Brooks Buffington, einem der Yik-Yak-Gründer, auf einem der Hive-Screenshots im App-Store zu sehen. Ein weiteres Indiz: Hive steht derzeit nur Studenten der Furman University offen. Also jener Privatuni in South Carolina, auf der Buffington den Yik-Yak-Mitbegründer Tyler Droll kennenlernte.

Eine offizielle Bestätigung dafür, dass Hive ein neues Produkt von Yik Yak ist, gibt es indes nicht. Eine entsprechende Anfrage von the Verge blieb laut der Online-Publikation unbeantwortet und auch auf unsere Anfrage wurde bislang nicht reagiert. Ganz ungewöhnlich ist es aber nicht, zunächst im Geheimen ein neues Projekt zu starten. So hat die App Meerkat ihr Nachfolgeprodukt Houseparty ebenfalls unter einem Pseudonym entwickelt. Erst als die App bereits eine Million Nutzer zählte, kam die Verbindung an die Öffentlichkeit.

Ein Slack für Studenten: So funktioniert Hive

Hive lässt sich am ehesten als eine Art Slack für Studenten beschreiben. Die Messaging-App bietet Chat-Räume für alle angebotenen Kurse und Studienfächer. Außerdem gibt es ein zentrales Verzeichnis aller Studenten einer Universität, die über ein Hive-Konto verfügen. Damit kopieren die Hive-Macher die ursprüngliche Launch-Strategie von Facebook. Auch dass die App bislang nur an einer Universität genutzt werden kann, erinnert an die Anfänge des sozialen Netzwerks. Ob das ausreicht, um auf dem übersättigten Messaging-Markt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, wird sich allerdings erst zeigen müssen.

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