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Yik Yak: Die 73-Millionen-Dollar-App steht vor dem Aus

    Yik Yak: Die 73-Millionen-Dollar-App steht vor dem Aus
Yik Yak galt als Amerikas Mobbing-App Nummer eins. (Foto: Vdovichenko Denis / Shutterstock)

Einst galt die Messaging-App Yik Yak als heißer Scheiß an amerikanischen Universitäten. Namhafte Investoren gaben Millionen. Jetzt steht sie vor dem Ramschverkauf.

Am Ende halfen auch Entlassungen und ein radikaler Strategieschwenk nichts: Die einst als nächster großer Social-Hit gefeierte App Yik Yak steht einem Bericht des US-Wirtschaftsmagazins Fortune zufolge vor dem Aus. Das Startup befinde sich derzeit in Gesprächen mit möglichen Käufern, heißt es unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personenkreise.

Square offenbar an Kauf interessiert

Zu den prominentesten Kaufinteressenten soll offenbar der US-Bezahldienst Square gehören. Viel Geld dürfte bei einem tatsächlichen Deal allerdings nicht fließen. Laut dem Branchendienst The Verge sei das Unternehmen von Twitter-Gründer Jack Dorsey lediglich an einer Übernahme des Entwicklungsteams von Yik Yak interessiert. In Fachkreisen wird dieses Vorgehen auch „Acqui-hire“ genannt. Die App selbst werde wahrscheinlich eingestellt.

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Yik Yak: Amerikas Mobbing-App

Damit würde eine der wohl gehyptesten Apps ein unrühmliches Ende finden. Noch bis vor drei Jahren sah es so aus, als könnte Yik Yak der nächste große App-Hit werden. Die Anwendung ermöglichte, ähnlich wie das deutsche Pendant Jodel, das standortbasierte und anonymisierte Messaging per Smartphone.

Yik Yak ermöglichte, ähnlich wie das deutsche Pendant Jodel, standortbasiertes und anonymes Messaging per Smartphone. (Bild: Yik Yak)

Vor allem bei US-amerikanischen Studenten kam das gut an, was dem Startup eine Bewertung in Höhe von fast 400 Millionen US-Dollar und mehr als 73 Millionen US-Dollar Risikokapital einbrachte. Vor allem die Beteiligung der renommierten Venture-Kapital-Firma Sequoia Capital, die zuvor bereits Whatsapp und Youtube groß machte, sorgte für viel mediale Aufmerksamkeit. Der erhoffte Goldrausch blieb jedoch aus.

Stattdessen geriet Yik Yak in den vergangenen Monaten in die Kritik. Die anonyme App wurde für die Zunahme an Cyber-Mobbing an amerikanischen Universitäten und Schulen verantwortlich gemacht. Mehrere US-Bildungseinrichtungen verbannten Yik Yak letztlich von ihrem Campus, und im Oktober 2015 entfernte Google die App aus den Play-Store-Charts. Einige Monate später wurde ein Student sogar verhaftet, weil er die vermeintliche Anonymität von Yik Yak genutzt hatte, um einen afroamerikanischen Studentenvertreter zu bedrohen.

Massenentlassungen im Dezember

Die negativen Schlagzeilen brachten das Startup offenbar auch in eine wirtschaftliche Schieflage. Nachdem das Nutzerwachstum stagnierte, entließ Yik Yak rund 60 Prozent seiner Mitarbeiter. Im Februar dann versuchte das verbliebene Team angeblich, mit einer neuen Slack-ähnlichen Messaging-App für Studenten den Kurs nochmals zu korrigieren. Die Messaging-App bietet Chaträume für alle angebotenen Kurse und Studienfächer. Ob die Anwendung nach dem Ableben von Yik Yak überhaupt weitergeführt wird, ist bislang noch unklar.

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