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140- vs. Zero-Characters-Communication! 5 Beispiele, die zeigen, warum Yo das nächste Twitter werden kann

    140- vs. Zero-Characters-Communication! 5 Beispiele, die zeigen, warum Yo das nächste Twitter werden kann
Warum Yo das nächste Twitter wird. (Foto: t3n.de)

Warum Yo das nächste Twitter wird? Weil es genau wie der Microblogging-Dienst ein simples Kommunikationsprotokoll bietet – nur noch reduzierter. Fünf Beispiele, die das unterstreichen.

Yo, so einfach ist das. Die Applikation bietet ein enorm reduzierten Kommunikationsprotokoll. (Screenshot: Yo)
Yo, so einfach ist das. Die App bietet ein enorm reduzierten Kommunikationsprotokoll. (Screenshot: Yo)

Kaum ein Dienst wurde in der Vergangenheit so sehr belächelt wie Yo. Anfangs nur eine App, die es ermöglichte, ein ausformuliertes „Yo!“-Signal zwischen zwei Nutzern zu verschicken, hat sich der Dienst inzwischen jedoch gemausert – wie wir zuletzt auch in dem Artikel „Vergiss alles, was du über Yo gehört hast – die App ist keine Spielerei mehr“ aufgezeigt haben.

Derzeit ist wesentlich mehr möglich: Medienunternehmen wie die Washington Post, die BBC, TechCrunch oder wir selbst – unter dem Handle „T3NMAG“ – nutzen die App, um Inhalte zu veröffentlichen.

Yo-App könnte das neue Twitter werden – nur wesentlich reduzierter

Kleiner Einblick in den Yo-Store. Dienste wie TechCrunch oder Spotify haben eigene Yo-Channel. (Screenshot: Yo-Store)
Kleiner Einblick in den Yo-Store. Dienste wie TechCrunch oder Spotify haben eigene Yo-Channel. (Screenshot: Yo-Store)

Nachrichten in Echzeit und so reduziert, wie möglich, auf das Smartphone der Nutzer zu bringen – das kann Yo und gilt allein deshalb schon unter vielen Beobachtern als das neue Twitter. Die Yo-API erlaubt, genau wie die von Twitter, die Integration in andere Webdienste und Anwendungen. Yo bietet somit Inhaltsanbietern aller Couleur im Grunde ein ähnlich simples Kommunikationsprotokoll an – nur eben noch stärker vereinfacht. Es braucht keine 140 Zeichen mehr, gepaart mit einem Link oder einem anderen Inhalt. Es braucht nur noch eine kleine, aber feine Benachrichtigung in Form eines „Yo!“, das – mit einem Link, Video oder Bild ausgestattet – direkt über die Mitteilungszentrale auf das Smartphone kommt.

Zu einfach? Das hat man damals auch über Twitter gesagt, bevor es zu dem Microblogging-Dienst wurde, den wir heute kennen – und der aus der Medienwelt kaum noch wegzudenken ist. Eine ähnliche Entwicklung könnte auch Yo nehmen. Die aktuelle Nutzung der vielen Medienhäuser unterstreicht das. Doch nicht nur die Accounts von Washington Post, BBC und Co. schlagen in die Kerbe. Es gibt auch noch ganz andere Kanäle außerhalb der Medienwelt, die in ihrer Art und Weise sehr an die ersten auf Twitter erinnern. Fünf haben wir uns rausgesucht, um sie kurz vorzustellen.

1. LARGEEARTHQUAKE

Der Yo-Channel LARGEEARTHQUAKE gibt eine Erdbebenwarnung aus. (Grafik: Shutterstock)
Der Yo-Channel LARGEEARTHQUAKE gibt eine Erdbebenwarnung aus. (Foto: Shutterstock)

Twitter hatte anfangs große Startschwierigkeiten. Nutzer experimentierten damit, wussten aber nicht so recht, was Twitter war, was es kann und wozu es gut sein soll. Das änderte sich schlagartig, als sich in San Francisco ein Erdbeben freisetzte und die Meldung darüber schon vor Eintreten der ersten Erschütterungen auf dem Smartphone einiger Nutzer eintraf – quasi in Echtzeit.

Auf einmal wurde der Sinn und Zweck darüber, was Twitter sein könnte, klarer. Der Yo-Channel LARGEEARTHQUAKE liefert genau die gleichen Informationen, genauso schnell – jedoch wesentlich verkürzter.

2. CHELSEAGOAL

Der Yo-Channel CHEALSEAGOAL verschickt ein „Yo!“ bei jedem gefallenen Tor. (Bild: Der Yo-Channel LARGEEARTHQUAKE gibt eine Erdbebenwarnung aus. (Grafik: Shutterstock)
Der Yo-Channel CHEALSEAGOAL verschickt ein „Yo!“ bei jedem gefallenen Tor. (Foto: Shutterstock)

Wenn der FC Chealsea aus London ein Tor schießt, wird automatisiert über CHELSEAGOAL ein „Yo!“ an die Follower verschickt. Somit bekommt man in Echtzeit die Nachricht auf das Smartphone gepusht – ohne, dass man – wie beispielsweise im Twitter-Feed – danach scrollen beziehungsweise suchen muss.

Der Account gilt schon als Vorbild für andere Vereine. Über YOGOAL können interessierte Nutzer unzählige Benachrichtigungen dieser Art einstellen – beispielsweise für deutsche Teams wie Bayern München oder Hannover 96 oder auch ausländische Vereine aus der Serie A, Premier League oder Primera División.

3. RED-ALERT: ISRAEL

Der Yo-Channel REDALERTISRAEL gibt Raketenwarnungen an Israelis aus. (Grafik: Shutterstock)
Der Yo-Channel REDALERTISRAEL gibt Raketenwarnungen an Israelis aus. (Foto: Shutterstock)

Israel und das benachbarte Palästina gehören so ziemlich zu den gefährlichsten Gegenden auf dem Planeten. Krieg und Terrorismus herrschen dort – fast ununterbrochen. Für viele Menschen in Israel hat sich insofern ein Yo-Channel etabliert, der Leben retten kann. REDALERTISRAEL schickt ein „Yo!“ mit einer Raketenwarnung an die Nutzer.

Wie auch bei den anderen Accounts geschieht das in Echtzeit – das heißt in dem Fall: noch vor dem Einschlag. Auch solche Benachrichtigungen machen auf Twitter schnell die Runde, mit Yo bekommt man sie direkt per Notification auf das Gerät.

4. YO I’M IN

Der Yo-Channel YESIMIN benachrichtigt über jeden offiziell bestätigten Präsidentschaftkandidaten. (Bild: Frontpage / Shutterstock.com)
Der Yo-Channel YESIMIN benachrichtigt über jeden offiziell bestätigten Präsidentschaftkandidaten. (Foto: Frontpage / Shutterstock.com)

Meldungen wie diese sind Breaking. Und Breaking hieß bislang, dass sie zuerst auf Twitter erschienen. Der Channel YOIMIN verschickt sofort ein „Yo!“, sobald ein neuer Präsidentschaftskandidat beziehungsweise eine Kandidatin die Teilnahme bekannt gibt.

Einen Eindruck davon konnten Nutzer schon im April bekommen, als Hillary Clinton ihre Kandidatur offiziell bestätigt hat. Noch bevor ich den ersten Tweet dazu gelesen habe, hat Yo mich mit einer Benachrichtigung informiert. Das zeigt mir das Potential am deutlichsten auf – auch wenn der Channel hier mit Online-Nachrichten der HuffPo arbeitet und nicht unbedingt als Echtzeit-Beispiel taugt.

5. NEWACQUISITION

Der Yo-Channel NEWACQUISITION meldet sich sobald ein Startup aufgekauft wurde. (Foto: Shutterstock)
Der Yo-Channel NEWACQUISITION meldet sich. sobald ein Startup aufgekauft wurde. (Foto: Shutterstock)

Facebook kauf WhatsApp. Auch derartige Meldungen können über Twitter – und eben auch über Yo – verbreitet werden. Jedes Mal, wenn NEWACQUISITION sich meldet, ist ein Startup aufgekauft wurden. Mit dem „Yo!“ bekommen Nutzer eine Info, die dann auch gleich einen Link zu einem Medienbericht oder einer Pressemitteilung enthält.

Für derartige Updates müsste man auf Twitter entweder dem jeweiligen Startup oder den jeweiligen Branchenmedien folgen. Der Yo-Channel bündelt alles an einer Stelle.

Und welche Yo-Kanäle habt ihr abonniert? Und: Haltet ihr den Dienst auch für zukunftstauglich?

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2 Reaktionen
Ich
Ich

Ich benutze weder Twitter noch Yo, aber:

Was nützt es mir zu wissen, daß Chelsea ein Tor geschossen hat, wenn ich nicht weiss wieviele der Gegner geschossen hat??
Was nützt es mir zu wissen, daß es IRGENDEINEN neuen Präsidentschaftskandidaten gibt? Würde im Tweet nicht direkt der Name des Kandidaten stehen? Mit der Yo-App muss ich erst wieder auf (irgendeine?) Webseite und nachsehen wer es ist. Und wenn jemand von der Kandidatur zurücktritt?

Antworten
Bernd Pörner
Bernd Pörner

Bleibt die Frage, was umständlicher ist:

Bspw. dem Twitter-Account @theverge zu folgen und alle möglichen IT-Nachrichten zu bekommen oder folgende (fiktiven) YO-Channels zu abonnieren:

- NEWIOSAPP
- NEWANDROIDAPP
- NEWMACAPP
- NEWWINDOWSAPP
- SLACKISSOWONDERFUL
- SLACKWILLKILLEMAIL
- NSASPYNEWS
- BNDSPYNEWS
- NEWWORDPRESSPLUGIN
- NEWWORDPRESSTHEME
- SEOOPTNEWS
- TIPSFORFREELANCERS
- etc. pp.

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