New York Times gibt bisher kostenpflichtige Premium-Dienste frei

Genau zwei Jahre nach Einführung des Premium-Dienstes TimesSelect stellt die New York Times die bisher kostenpflichtigen Inhalte ab morgen gratis ins Netz. Der Verlag begründet diesen Schritt mit dem veränderten Nutzerverhalten im Internet.

Zu den frei verfügbaren Inhalten gehören nicht nur aktuelle Meldungen und Kommentare. Auch die Archive von 1987 bis heute sowie von 1851 bis 1922 (diese sind mittlerweile öffentliches Schriftgut) sollen kostenlos zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können alle Besucher der Internetseite nytimes.com die Personalisierungstools, die Onlinesuche sowie die Storage-Werkzeuge "News Tracker" und "Times File" nutzen, ohne Gebühren zu bezahlen. Kostenpflichtig bleibt der Großteil des Archivs von 1923 bis 1986.

Bis zu seiner Einstellung hatte TimesSelect etwa 787.400 aktive Abonnenten. Davon bekamen 471.200 das Angebot als Bonus zu Ihrem Zeitungsabo, während 227.000 Nutzer für den Onlinezugang bezahlten und 89.200 Personen die Inhalte über das College-Angebot kostenlos abrufen konnten. Der Verlag erhofft sich durch die Öffnung der Premium-Dienste eine erhebliche Steigerung des Traffics und dadurch höhere Werbe-Einnahmen.

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