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Digitale Wirtschaft

Netflix-Konkurrenz im Anmarsch: YouTube Red angeblich bald mit Filmen und Serien

    Netflix-Konkurrenz im Anmarsch: YouTube Red angeblich bald mit Filmen und Serien

YouTube Red. (Screenshot: YouTube)

Google will sein kürzlich gestartetes Bezahlmodell YouTube Red, bei dem Musik und Videos werbefrei gestreamt werden können, um Inhalte erweitern. Hierfür, so Insider, stehe das Unternehmen in Verhandlungen mit Hollywood-Studios und Produktionsunternehmen. Das mögliche Ziel ist klar: Netflix, Amazon und weiteren Video-Streaming-Diensten die Stirn bieten.

YouTube Red soll neue Premium-Inhalte bekommen

YouTube Red wurde im Oktober dieses Jahres offiziell vorgestellt. Hierbei handelt es sich um ein Abomodell, bei dem Kunden knapp zehn US-Dollar bezahlen und dafür ein werbefreies YouTube, Offline-Zugang und Premium-Inhalte erhalten. Außerdem kann der Musikstreaming-Dienst Google Play Music ebenso kostenfrei genutzt werden. Um das Abomodell noch interessanter zu machen, scheint Google das Angebot um Premium-Inhalte erweitern zu wollen, und damit auch gegen Netflix und Amazon antreten zu können.

Nach Informationen des Wall Street Journal (WSJ) seien Susanne Daniels, die ehemalige Programmchefin von MTV, die im Sommer dieses Jahres zu YouTube gestoßen ist, Kelly Merryman, ehemals bei Netflix für den Content verantwortlich, und YouTube-Chef und Netflix-Veteran Robert Kyncl in die Verhandlungen involviert. Derzeit befinde man sich aber noch in einer frühen Verhandlungsphase, heißt es.

Lizenzierung von Filmen und Serien für YouTube Red

Laut WSJ will YouTube sein Bezahl-Angebot auf mehreren Wegen ausbauen. Zum einen ist YouTube dabei Premium-Content unter dem Dach von „Red Originals“ mit reichweitenstarken YouTubern wie PewDiePie und Joey Graceffa zu produzieren. Zum anderen kommen Hollywood-Produktionen und Serien dazu, wobei man offenbar in erster Linie an neuen Inhalten interessiert sei. Netflix und Amazon bieten im Unterschied dazu auch älteren Content an, der auch schon auf anderen Kanälen gelaufen ist.

YouTube Red: Deutsche Kunden gucken in die Röhre. (Screenshot: YouTube)
YouTube Red: Deutsche Kunden gucken „derzeit“ in die Röhre. (Screenshot: YouTube)

Die entsprechenden neuen Inhalte sollen exklusiv auf YouTube Red ausgestrahlt werden, könnten nachträglich aber auch über traditionelle Kanäle wie Kinos, Kabelanbieter und DVD vertrieben werden, so die Quelle. Weiter heißt es, dass man bei YouTube noch unsicher sei, wie viel Content man lizenzieren will, allerdings ist man wohl erpicht darauf, eine solide Kollektion im Angebot zu haben, um über das nächste Jahr hinaus entsprechende Inhalte anbieten zu können.

Auch wenn die Verhandlungen noch nicht weit fortgeschritten sein sollen, klingt es danach, als soll das erweiterte Content-Angebot im Laufe des nächsten Jahres an den Start gehen. Angesichts der Tatsache, dass YouTube Red in Deutschland (noch) nicht verfügbar ist, bleibt abzuwarten, ob Kunden hierzulande und in weiteren europäischen Ländern überhaupt in den Genuss des Angebot kommen werden.

Passend zum Thema: Nicht nur Netflix: Deutsche Video-Streaming-Anbieter im Vergleich

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1 Reaktionen
Kalkulationn
Kalkulationn

Wenn viele Video-Dienste um 10 Euro pro Monat liegen, kann im Prinzip jeder mit einer großen Rechts-Abteilung dasselbe betreiben.
So gesehen springt YoutubeRed nur auf den Zug auf und nutzt die vorhandenen Infrastrukturen. Wenn jedes Land zwei Pay-Mediatheken hat, macht es bei 50 Ländern schon 100 MyVideos, MaxxDomes usw. weltweit welche jeweils in Landessprache Kino-Filme, TV-Filme, DVD-Filme und natürlich Fernseh-Serien lizensieren. Dazu noch die normalen TV-Sender die auch Lizenz-Ware senden und auch online anbieten.

Ähnlich wie bei flattr werden alle gesehenen/gelesenen Aufmerksamkeits-Minuten bzw. Artikel/Webseiten kollektiv mit 10 Euro pro Monat berechnet und kann dann an (und nur an!!!) den gesehenen Content gerecht verteilt werden.
Da können die Content-Anbieter sich dann also überlegen zu welchem Preis sie dabei mitmachen wollen oder ob sie als High-Price-Extra-Pay-Individual-Buy-Content in der Nische verbleiben wollen.

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