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Karriere

Mehr Praxis neben dem Studium: Youvo.org vermittelt junge Kreative an Nonprofits

    Mehr Praxis neben dem Studium: Youvo.org vermittelt junge Kreative an Nonprofits

Engagement-Plattform für Kreative. (Bild: youvo.org)

In Zeiten der Bachelor-Studiengänge fehlt es vielen Studenten an einer praxisnahen Betreuung. Die Plattform youvo.org will junge Kreative unterstützen und interessante Projekte vermitteln.

Für junge Studierende, die kurz vor ihren ersten Schritten ins Arbeitsleben stehen, ist es enorm wichtig, kritischen Personalern mit Praxiserfahrung gegenüberzutreten. An Universitäten und Fachhochschulen wird das in der Regel gefördert – zum einen durch Praxissemester und zum anderen durch in den Lehrplan integrierte Projekte, die in Zusammenarbeit mit Wirtschaftsorganisationen gestemmt werden. In Zeiten der Bachelor-Studiengänge geschieht das aber oft nur im Schnelldurchlauf und mit unzureichender Betreuung. Dass ein Großteil des Praxissemesters daher mit Kaffeekochen und Botengänge gefüllt wird, ist nicht nur ein Mythos, sondern oft demotivierende Realität.

Eine Ergänzung zu diesem Angebot will die Plattform youvo.org bieten: Ihre Vision ist es, junge Kreative mit sozialen Organisationen zusammenzubringen. Das soll als eine Art „projektorientiertes kreatives Engagement“ verstanden werden, das eine „neue Form der freiwilligen Arbeit“ etabliert. Klingt sperrig, bedeutet aber nichts anderes als: Studierende, die sich ehrenamtlich engagieren, sollen dabei auch etwas für ihren späteren Beruf lernen. Ihr Talent mit wertschätzenden Nonprofits zu verbinden, ist das große Ziel.

Praxisnahe Betreuung spielt bei youvo.org eine zentrale Rolle

Youvo, die Engagement-Plattform für junge Kreative. (Screenshot: youvo.org)
Youvo, die Engagement-Plattform für junge Kreative. (Screenshot: youvo.org)

Vermitteln will youvo.org insofern vor allem Studierende aus den Bereichen Gestaltung, Medienproduktion und Öffentlichkeitsarbeit. Die sozialen Organisationen suchen häufig helfende Hände für zeitlich begrenzte Projekte, jedoch fehlen oft die Mittel, um zusätzliche Stellen auszuschreiben oder weitere Personalkosten einzuplanen. „Wir möchten jungen Menschen eine Chance bieten, ihre Fähigkeiten einzusetzen und nicht nur für die Schublade zu arbeiten“, sagte uns youvo-Mitgründer Sebastian Schütz im Gespräch. „Dabei soll der ehrenamtliche Einsatz aber keine bezahlten Arbeitsplätze ersetzen.“

Um einem Missbrauch des youvo-Angebots entgegenzuwirken und Studierende nicht nur als billige Arbeitskraft zu vermitteln, spielt die starke praxisnahe Betreuung während dieser Zeit eine zentrale Rolle. Sie ist die Währung, mit der die Studenten entlohnt werden und die die Nonprofits aufbringen müssen. Um das zu gewährleisten, hat youvo.org ein ziemlich aufwendiges und durchweg persönliches Qualitätsmanagement erarbeitet.

Zum einen findet schon im Vorfeld ein Austausch mit neuen Institutionen statt, bei dem gemeinsame Interessen klar kommuniziert werden. Zum anderen wird auch nachträglich – sowohl bei den Kreativen als auch bei den sozialen Organisationen – genau ausgewertet, ob die Projektarbeit für alle Seiten zufriedenstellend war. Letzteres geschieht in erster Linie telefonisch, allerdings nehmen sich die Plattformbetreiber hin und wieder auch die Zeit, vor Ort vorbeizuschauen – ein Arbeitsaufwand, der mit dem weiteren Wachstum der Plattform jedoch überarbeitet werden dürfte. „Mit einer steigenden Anzahl an Projekten, Kreativen und Organisationen wird dieser Part sicher mehr und mehr standardisiert“, so Schütz.

Youvo.org startete 2012 als Universitätsprojekt

Sebastian Schütz von youvo.org: „Wir möchten jungen Menschen eine Chance bieten.“
Sebastian Schütz von youvo.org: „Wir möchten jungen Menschen eine Chance bieten.“ (Bild: Moussa Hakal)

Youvo.org befindet sich in der Betaphase, insofern ist die Anzahl der Projekte zurzeit noch überschaubar – was vor allem gewollt ist, um den Qualitätsanspruch halten und die weiteren Schritte ständig neu evaluieren zu können.

Die Gründer konnten allerdings schon in der Pilotphase für interessante Zusammenkünfte sorgen: „ROCK YOUR LIFE!“ beispielsweise, ein studentisches Netzwerk für mehr Bildungsgerechtigkeit, konnte mit Hilfe eines youvo-Mitglieds ein Fotografie-Projekt umsetzen. Eine Design-Studentin aus Hamburg hat indes für den Berliner Ortsverein von „Viva con Agua“ eine Fotowand gestaltet. Eine weitere Studentin konnte ihr Talent für „Cool Ideas Society“ an neuen Flyern und Visitenkarten beweisen. Alle Projekte haben es schlussendlich in die Welt geschafft und dienen somit als wichtige Referenz für die künftigen Berufseinsteiger.

Youvo ist im Jahr 2012 als Universitätsprojekt an den Start gegangen. An der Universität der Künste in Berlin wurde die Plattform ursprünglich von sechs Kommilitonen des Studiengangs Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation entwickelt: Freija Hub, Stefanie Klamann, Jenan Mouhamed Ali, Tobias Oertel und Timo Ziegler arbeiteten neben Sebastian Schütz ein grundlegendes Konzept aus und führten im März 2013 einen ersten Workshop im Social Impact Lab in Berlin durch. Es folgten die Webseite und die ersten Projekte. Die jungen Kreativen wissen also genau, was Studenten von einem Praxisprojekt erwarten.

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Eine Reaktion
Tressa
Tressa

Das ist natürlich ein sehr interessantes Projekt, das von großem Vorteil für die Young Professionals ist. Wenn man in Projekte investiert, dann in solche, wo potentiellen Nachwuchskräften das Wissen eingeimpft wird. Aber auch als Fachexperte oder Führungskraft sind Projektmanagementtätigkeit (z.B. als Managementarbeit bis Projektarbeit, vgl. https://www.interim-x.com/ ) auch nicht schlecht, um das Risiko zu minimieren und gezielt die Fachexperten einzusetzen, die in ihren Bereichen sich gut auskennen.

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