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Zalando-Gründer peilen drei Milliarden Euro Umsatz an [Startup-News]

Zalando-Gründer peilen drei Milliarden Euro Umsatz an [Startup-News]

will seinen Wachstumskurs fortsetzen und Rockets EatFirst kehrt Berlin erneut den Rücken. Die heutigen Startup-News.

Zalando-Gründer peilen drei Milliarden Euro Umsatz an [Startup-News]
Die Zalando-Macher: Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz. (Foto: Zalando)

Britischer Investor pumpt Millionen in Minodes

Das Berliner Minodes freut sich über frisches Kapital. 3,5 Millionen Euro stellt das Londoner Unternehmen Market Tech Holding laut Gründerszene im Tausch gegen 25 Prozent der Anteile bereit. Dies entspricht einer Bewertung in Höhe von 14 Millionen Euro. Minodes selbst bietet eine umfassende Analytics-Software-Lösung für den stationären Einzelhandel an.

Durch die Integration und Auswertung verschiedener Technologien und Datenquellen will Minodes Transparenz auf der Ladenfläche schaffen und Händlern präzise, detaillierte und relevante Einblicke in das Kaufverhalten ihrer Kunden bieten. Das passt auch zum Investor aus London: Market Tech Holding betreibt mit dem „Camden Market“ einen der beliebtesten Märkte für Antiquitäten und Street Food in der britischen Hauptstadt.

Zalando kratzt an der Drei-Milliarden-Marke

Zalando konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um gut ein Drittel auf 2,96 Milliarden Euro erhöhen und will auch in diesem Jahr weiter wachsen. Allerdings mit etwas geringerem Tempo, wie das Handelsblatt schreibt: Vorstand Rubin Ritter teilte am Dienstag mit, dass der Umsatz bis Ende 2016 um 20 bis 25 Prozent zulegen soll. „Wir haben bewusst die Entscheidung getroffen, unseren Wachstumskurs bei solider Profitabilität fortzusetzen“, sagte Ritter.

Die Zalando-Macher: Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz. (Foto: Zalando)
Die Zalando-Macher: Rubin Ritter, David Schneider und Robert Gentz. (Foto: Zalando)

Spannend für den aus Rocket Internet hervorgegangenen Modehändler wird in Zukunft der Wettbewerb mit Amazon sein. Das weltweit größte Online-Kaufhaus setzt seit kurzem ähnlich wie Zalando auf Eigenmarken. Ritter sieht darin aber offenbar keine Gefahr für sein Geschäft: „Natürlich werden wir nicht der einzige Händler auf diesem Gebiet sein“. Der Markt sei groß genug für mehrere Player. Aktionäre nahmen das angepeilte Umsatzwachstum zurückhaltend auf. Der Kurs fiel zeitweise um drei Prozent auf 27,95 Euro. Sie hatten wohl mehr erwartet.

Axa-Versicherung investiert in Medizin-Startup

Gemeinsam mit Rheingau Founders investiert der Wagniskapitalarm der Axa-Versicherung einen Millionenbetrag in Medlanes aus Berlin. Wie hoch der Betrag genau ist, ist laut WirtschaftsWoche unklar. Allerdings ist es für das Medizin-Startup bereits die zweite Finanzierungsrunde. Schon 2014 gab es 250.000 Euro von Rheingau Founders, der an der neuen Kapitalspritze ebenfalls beteiligt ist.

Medlanes bietet eine Art digitale Gesundheitsberatung an. Auf der Plattform können Patienten ihre Symptome beschreiben und von einem der 200 bis 300 Ärzte eine fachgerechte Meinung erhalten. Die Basisversion ist kostenlos, für eine ausführlichere Antwort von einem Spezialisten werden bis zu 40 Euro fällig. Einzige Einschränkung: Ärzte dürfen aus rechtlichen Gründen keine Diagnose stellen.

Rockets EatFirst geht in Berlin erneut vom Herd

Die Konsolidierung im umkämpften Essenslieferdienst-Segment geht weiter. Wie deutsche-startups.de berichtet, muss das zu Rocket Internet gehörende EatFirst schon zum zweiten mal seinen Betrieb in Berlin einstellen. "Leider werden wir Berlin nicht weiter beliefern. Es war uns eine Ehre, dir dein Essen liefern zu dürfen. Danke", heißt es auf der Website. Weil sich die Nachfrage in London hingegen so positiv entwickelt habe, fokussiere man sich künftig auf diesen Markt.

EatFirst konzentriert sich künftig auf London. (Foto: EatFirst)
EatFirst konzentriert sich künftig auf London. (Foto: EatFirst)

Eatfirst nahm seinen Betrieb in der Bundeshauptstadt ursprünglich im Herbst 2014 auf. Im Juli vergangenen Jahres legte das Unternehmen, das bis dato einmal mittags und einmal abends frische Gerichte auslieferte, eine Pause ein. Im November dann der Neustart mit frischem Konzept: Berliner konnten von Spitzenköchen erdachte Gerichte bestellen und mussten diese dann nur selbst in die Mikrowelle stellen. Offenbar von nur durchwachsenem Erfolg.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

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Eine Antwort
  1. von Wachstum statt Cashburn am 02.03.2016 (10:35 Uhr)

    "Wachstumskurs bei solider Profitabilität". Tja. Cashburner-Boni-Gehälter sollte man Zwangsbesteuern und Boni sperren bis endlich der Profit eintritt und Investments in Hochpreis-Mietgebieten untersagen sondern dort wo die billigsten Lebens&Betriebs-Kosten sind und alle Subventionen und Förderungen damit verbinden statt in Hochpreismietgebieten die Mieten und Pendler-Kosten durch beispielsweise ÖPNV-Kosten und tägliche Staus höher zu treiben. 3km vor Berlin dürfte es genug günstige Gewerbegebiete geben welche manches Startup nach dem Umzug sofort in die Gewinnzone heben würden.
    Data-Journalism würde die Zahlen der Statistiken (Wolfram-Alpha(?) ist wohl günstig und gabs gelegentlich bei Amazon-Appstore günstiger oder gar kostenlos) nehmen und sehen wo man wie gut wachsen könnte. Deutsches Discountertum welches in UK wohl recht erfolgreich ist und inzwischen auch USA wohl ganz gut wächst macht klar was Till Schweiger im TV sagte: Deutsche Filmemacher sind gewohnt aus kleinen Budgets möglichst viel zu machen während Hollywood oft wohl teurer produziert als sie müssten. D.h. wo kann man noch mit 25% Umsatz wachsen ? Andere Länder haben deutlich weniger Einwohner. Aber Bestellen ist besser als weit weit weit in die Großstadt fahren was z.B. USA oder Schweden interessant macht. Dort sind aber weniger Einwohner und längere Lieferzeiten (Prime-USA sind $99 pro Jahr und ZWEI Tage Lieferzeit) aber evtl höhere Margen und Preise bei den Einzelhändlern so das man dort schnell erfolgreich würde. Die alten Wachstumskurven müsste man größenmäßig auf andere Länder hochrechnen. Wie man am Food-Lieferanten sieht, ist London/UK wohl auch recht interessant.
    Ein Job für Data-Journalisten und Analysten. Leider ist das zu wenig üblich obwohl Excel 90% der Arbeit macht und die Grafik produzieren würde :-(
    Ein Großteil der französischen Bevölkerung lebt wohl in/um Paris also dort könnte man Daily-Delivery realisieren oder halt auch in London.


    Wegen der Food-Lieferdienste: Schmackhaftes Liefer-Food zum Direkt-Essen bzw. aufwärmen ist inzwischen ja möglich und wohl auch bezahlbar.
    Aber Döner schmeckt halt. Oder Curry-Wurst usw und man will/soll im Team Mittagspause ausserhalb des Büros machen was in UK o.ä. vielleicht nicht so gern gesehen wird.
    In diesem Zusammenhang wichtig sind die jeweiligen Ess-Kulturen. In USA sollen die Sachen aus den Supermärkten nicht so toll sein um selber zu kochen. Da ist man angeblich auf Restaurants oder quasi "outgesourcetes" Kochen in fremden Küchen (und evtl anderen Lebensmittel-Lieferanten) evtl. angewiesen. In München mit höheren Löhnen und reichereren Boni-Managern funktioniert es vielleicht genau so gut wie in London mit den reichen Boni-Bankern, Adeligen usw.. Berliner Kaufkraft oder Zielgruppe oder bezahlbare Restaurants sind vielleicht ungünstiger als in London. Schön wären Kenner (z.b. die erfolgreichen KMU-Freiberufler hier) welche die Food-Angebote bewerten können um zu sehen in welchen Städten es wohl rentieren würde.

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