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Infografik

Die hässliche Wahrheit: Der Zeitfresser Meeting in Zahlen

    Die hässliche Wahrheit: Der Zeitfresser Meeting in Zahlen

Meetings. (Grafik: Visual.ly / Fuze)

Nur wenige Meetings sind wirklich sinnvoll und führen zum gewünschten Ergebnis. Pünktlich zu unserer t3n-Themenwoche zeigt euch eine übersichtliche Infografik, wie schlimm es tatsächlich ist und welche Maßnahmen ihr für effektivere Meetings ergreifen könnt.

37 Milliarden US-Dollar pro Jahr werden durch Meetings verschwendet

Meetings sind eigentlich eine sehr sinnvolle Angelegenheit. Teams können sich austauschen und gemeinsam Lösungsansätze für bestehende Probleme entwickeln. Leider sind unsere Meetings selten so effektiv, wie wir es uns einreden. Laut einer Studie US-amerikanischer Wirtschaftspsychologen entstehen durch Meetings jährlich Opportunitätskosten von 37 Millionen US-Dollar.

Wenn wir nicht anfangen, unsere Meetings effektiver zu gestalten, werden diese Kosten noch steigen. Schon jetzt verwenden Organisationen im Schnitt 15 Prozent ihrer Zeit für irgendwelche Besprechungen – und der Prozentsatz steigt seit 2008 kontinuierlich an. Studien zufolge verbringt das mittlere Management heute 35 Prozent seiner Zeit in Meetings. Das obere Management sitzt sogar die Hälfte der gesamten Arbeitszeit in irgendwelchen Besprechungsräumen. Dabei bezeichnen Führungskräfte 67 Prozent aller Besprechungen als Misserfolge.

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Meeting: Warum führen Besprechungen nicht zu dem gewünschten Ergebnis?

Der größte Grund für unproduktive Meetings dürfte der Umstand sein, dass 92 Prozent aller Teilnehmer noch andere Dinge während einer Besprechung machen. Das mag aus Sicht der einzelnen Personen nachvollziehbar sein, immerhin haben wir alle noch andere Dinge zu tun, es verzögert aber für alle die Dauer des Meetings. Außerdem können wir uns logischerweise weniger auf das Thema der Besprechung konzentrieren, weswegen viele Ideen entweder gar nicht erst diskutiert werden, oder von den Beteiligten schnell wieder vergessen werden.

Aber es gibt noch andere Probleme, die der Effektivität von Besprechungen im Weg stehen. Der Content-Marketing-Service Visual.ly hat gemeinsam mit Fuze die wichtigsten Gründe dafür gesammelt und auf einer ansehnlichen und leicht zu überblickenden Infografik versammelt. Dort finden sich auch verschiedene Tipps, um das Optimum aus einer Besprechung herauszuholen und nicht unnötig Firmenressourcen mit Meetings zu verschwenden. Die Grafik findet ihr unterhalb dieses Artikels.

Wer sich ausgiebiger mit dem Thema auseinandersetzen will, der sollte sich unseren Artikel „Das 37-Milliarden-Dollar-Grab: Die 10 teuersten Meeting-Fehler – und wie du sie vermeidest“ anschauen.

Ein Klick auf den Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Zeitfresser Meetings. (Grafik: Visual.ly / fuze
Zeitfresser Meeting. (Grafik: Visual.ly / fuze)

via blog.hubspot.com

6 Reaktionen
Manuel

Ist ebenso so. Anstatt solche Sachen via E-Mail "mal nebenbei" zu bearbeiten, wird man eben hierzu an einen Tisch gesetzt.

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cephei
cephei

Woher wissen die, das 57% durch Multitasking abgelenkt werden, während sie per Telefon einem Meeting zugeschaltet sind? Woher kommen die Zahlen? Frei erfunden? Kann ich ja auch: 68% der Facts einer Inforgrafik sind frei erfunden.

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kahner
kahner

Ich bin immer wieder verblüfft, wie unglaublich sachlich, aber vor allem hilflos dieses Thema jedes Mal diskutiert wird, und wenig sehr man sich dabei bemüht, des Pudels Kern zu vermeiden....

Meetings sind Machtmittel.
Wer drin ist, ist drin, alle anderen sind draußen.

Hier werden die (kleinen) Duftmarken gesetzt, hier zeigt sich wahre Dominanz (im Gegensatz zum Organigramm). Bei Bedarf wird auch gerne noch einmal jedem der Platz gezeigt, auf dem er sitzt. Hier erfährt ein VP (ÜBERRASCHUNG), dass er sich den Wünschen eines Direktors unterzuordnen hat.
Wer glaubt, dass es da vorrangig um Entscheidungsfindung, Protokolle oder Ergebnisse geht, hat den tieferen Sinn nicht verstanden.
Die meisten wesentlichen Entscheidungen, zumindest während meiner Angestelltenzeit, werden und wurden bereits vor dem Meeting getroffen. Man sucht sich seine Allianzen vorher.

Größe und Dauer eines Meetings sind immer auch Ausdruck der Macht desjenigen, der zum Meeting ruft. Meetings sind so ein bisschen die Heerschau des Mittelalter. Da konnte sich auch keiner der Hofschranzen leisten, nicht zu erscheinen.

Obiger Artikel und die Kommentare zeigen IMHO in erster Linie, dass wohl keiner auf Meetings verzichten konnte oder wollte. Darüber sollte er mal nachdenken.
Bunter Bildchen helfen da nicht weiter. Im Gegenteil - je aufwändiger, desto größer sitzt beim Ersteller der Frust! Warum sollte man als Profiteur eines solchen Meetings denn eine Grafik wie die obige machen oder gar gut finden.

Klar geht es natürlich bei Meetings auch um Abstimmungen, aber das ist hier ja nicht gemeint oder erwähnt.

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didi
didi

Um überflüssige Meetings zu vermeinden hilft z. B. Social Intranet Software wie Intrexx Share!

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Olaf Barheine

Meetings, bei denen der Moderator im Vorfeld keine Liste mit den Diskussionspunkten verschickt, kann man im Prinzip vergessen. Man kommt vom Hundertsten ins Tausendste, und am Ende weiß niemand mehr so recht, was eigentlich genau besprochen wurde. Und auch die Versendung eines Protokolls an alle Beteiligten sollte nach dem Meeting selbstverständlich sein.

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Martin
Martin

Ich möchte nun wissen, wieviel Zeit beim Erstellen, Veröffentlichen und vor allem massenhaften Lesen solcher Nachrichten draufgeht ;-)

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