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Zeitgold will den Papierkrieg beenden – und erhält 10 Millionen Euro

Das Zeitgold-Team in den Berliner Büroräumen. (Foto: Zeitgold)

Zeitgold will Selbstständige vom lästigen Papierkram erlösen. Dafür gibt es jetzt frisches  Geld – auch, weil das Berliner Startup seine Automatisierungstechnologie noch größer denken will.

Als wenn die Idee nicht schon ambitioniert genug gewesen wäre: Im Februar trat das Berliner Startup Zeitgold mit dem Ziel an, Selbständige vom lästigen Papierkram zu befreien. „Im Schnitt verbringen Kleinunternehmer pro Woche zwischen zehn und 15 Stunden mit Buchhaltung“, erklärten die Gründer Jan Deepen und Stefan Jeschonnek damals im Gespräch mit t3n.de. Dieses Problem wollten die Unternehmer, die zuvor den Bezahldienst Sumup aufbauten, mithilfe von künstlicher Intelligenz lösen.

Die Software von Zeitgold – so das Versprechen – digitalisiert und automatisiert die laufende Buchhaltung von Selbstständigen und Kleinunternehmern auf einfache Weise. So bekommen Kunden zunächst eine physische Box ins Büro geschickt , in der alle notwendigen Papierbelege wie Rechnungen oder Kassenbucheinträge gesammelt, von einem Kurier abgeholt und bei Zeitgold maschinell eingelesen werden.

Kleinunternehmer legen ihre Dokumente einfach in die Zeitgold-Box. Das Startup kümmert sich anschließend um die Digitalisierung und schickt nur noch Aufgaben aufs Smartphone. (Bild: Zeitgold)

Eine künstliche Intelligenz kümmert sich anschließend um die Analyse und Kontierung der Daten und schickt Selbstständigen dann nur noch bestimmte Aufgaben wie etwa das Überweisen eines offenen Rechnungsbetrags auf das Smartphone. Zeitgold-Mitgründer Jeschonnek sprach davon, auf diese Weise nicht weniger als 98 Prozent der Buchhaltungsprozesse automatisieren zu können.

Altinvestoren rüsten bei Zeitgold auf

Eine Idee, die in ähnlicher Weise auch andere verfolgen: Die Berliner Startups Albus White, Candis und Smacc arbeiten ebenfalls in diesem Bereich. Allerdings: Wenige Monate nach der ersten Seed-Finanzierung (4,2 Millionen Euro) erhält Zeitgold nun erneut eine beachtliche Summe Geld. Wie t3n.de erfuhr, investieren die Altinvestoren um den US-Investor Battery Ventures und der deutsche VC-Fonds Holtzbrinck über eine Series-A weitere zehn Millionen Euro in das Berliner Startup.

Die Finanzierungsrunde ist allerdings nicht dem ausufernden Kundenwachstum geschuldet, wie Mitgründer Stefan Jeschonnek auf Nachfrage zugibt. Noch immer befinde sich Zeitgold in einer geschlossenen Testphase. Bislang nehme erst eine höhere, zweistellige Zahl an Kunden die Dienstleistung des Unternehmens in Anspruch. „Wir sind bei der Auswahl der Kunden nach wie vor sehr restriktiv, das Wachstum steht nicht im Fokus“, sagt Jeschonnek. „Wir konzentrieren uns auf die Weiterentwicklung unserer Technologie.“

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„Technologischer Durchbruch“

Diese sei auch der Grund für die erneute Kapitalspritze. In den vergangenen Monaten will Zeitgold – auch durch das Feedback von Kunden – auf neue Anwendungsmöglichkeiten bei seiner Künstlichen Intelligenz gestoßen sein. Jeschonnek spricht von einem „technologischen Durchbruch“.

Demnach könne die Zeitgold-Software etwa genutzt werden, um Liquiditätsengpässe in Cafés oder Restaurants zu vermeiden. „Wenn sich Rechnungen anhäufen, können wir aus den Daten ableiten, wann es zu Liquiditätsengpässen kommt“, sagt Jeschonnek. Anstatt nur die Buchhaltung zu digitalisieren, könne die künstliche Intelligenz etwa datenbasierte Antworten auf wichtige Fragen von Unternehmern liefern: „Wie werde ich profitabel? Welche Einsparpotenziale gibt es? Auf dieser Basis können dem Unternehmer zum Beispiel Entscheidungen vorschlagen werden, die sein Unternehmen erfolgreicher machen“, so Jeschonnek weiter.

Mit weiteren Details hält sich der Gründer zurück. Auch eine sofortige Integration dieser Technologie in das bestehende Produkt plane Zeitgold nicht. Die neu entdeckten Möglichkeiten sollen zunächst mit Pilot-Kunden getestet und weiterentwickelt werden. Dazu hat das Startup auch eine neue Zweigstelle in Tel Aviv eröffnet. Insgesamt beschäftigt Zeitgold derzeit 50 Mitarbeiter.

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