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Zuckerberg über Facebooks Zukunft: „Mobile is everything“

Zuckerberg über Facebooks Zukunft: „Mobile is everything“

Zum ersten Mal seit Facebooks Börsengang stellte sich auf der TechCrunch Disrupt wieder den kritischen Fragen der Öffentlichkeit und gab überraschend offenherzig Erklärungen zur Instagram-Übernahme, eigenen Fehlern und Facebooks Monetarisierungs-Konzept ab.

Zuckerberg über Facebooks Zukunft: „Mobile is everything“

Zu keinem Zeitpunkt war die TechCrunch Disrupt besser besucht als in dem Moment, als Mark Zuckerberg auf die Bühne trat. Kein Wunder: Der 28-jährige Milliardär hatte sich seit Facebooks Börsengang mit öffentlichen Auftritten stark zurückgehalten. Ein Beteiligter der Veranstaltung erklärte in einem persönlichen Gespräch: „Wir haben uns selbst gewundert, dass er zugesagt hat.“

Fokus auf den mobilen Markt soll Monetarisierung ermöglichen

Zuckerberg trat mit strahlendem Lächeln auf die Bühne und schien mächtig Spaß an Michael Arringtons (TechCrunch-Gründer) Interview-Fragen zu haben. Der legte sofort den Finger in die Wunde und sprach Zuckerberg auf den massiven Fall des Aktienkurses seit dem Börsengang an. Diese Entwicklung sei tatsächlich enttäuschend, gab Zuckerberg zu. Fügte aber an, dass dies nicht das erste Auf und Ab in Facebooks Geschichte sei und dass man sich nun ganz auf den mobilen Markt fokussieren wolle: „Mobile is everything“.

Michael Arrington (TechCrunch) ersparte Mark Zuckerberg keine kritische Frage - die beiden schienen aber Spaß miteinander zu haben.

Mit der klaren Ausrichtung auf den mobilen Markt erwartet Zuckerberg nicht nur die Erweiterung der Nutzerschar, sondern auch die Chance zur langfristigen Monetarisierung. Denn schon jetzt zeige sich bei der neuen iOS-Version, dass „mobile user“ wesentlich aktiver seien als solche, die auf dem Desktop nutzen. Welche genauen Möglichkeiten Zuckerberg hier sieht, um Geld zu verdienen, bleibt abzuwarten. Nutzer dürften sich in den kommenden Monaten jedenfalls über „really cool stuff“ freuen. Ungewöhnlich offen räumte Zuckerberg ein, dass es einer der größten Fehler gewesen sei, zwei Jahre lang auf HTML5 zu setzen und native Apps stark zu vernachlässigen.

Die Gerüchte zu einem möglichen Facebook-Phone räumte Zuckerberg aus dem Weg – ein eigenes Phone mache einfach keinen Sinn. Facebooks Strategie sei die Entwicklung von Anwendugen, die überall eingebaut werden können – und nicht, selbst Hardware zu bauen. Allerdings gab der Gründer zu, dass man an einer ganz anderen Stelle bastle: an der eigenen Suchmaschine. Dafür sei Facebook prädestiniert.

Und was hat Facebook mit Instagram vor?

Gefragt nach Facebooks Plänen mit stellte Zuckerberg heraus, dass sein Team einfach das Wachstum der beliebten Foto-App unterstützen möchte. Und verspricht: „We have no agenda with making them go onto our infrastructure.“ Instagram werde ganz einfach wie die anderen Open Graph-Partner behandelt. Dieses Versprechen dürfte viele Instagram-Nutzer freuen, denen seit der Übernahme nicht mehr ganz wohl war – sofern sie hierzulande nicht schon zu Mitbewerbern wie tadaa oder EyeEm abgewandert sind.

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2 Antworten
  1. von HTML5equalsShit am 12.09.2012 (15:30 Uhr)

    "offen räumte Zuckerberg ein, dass es einer der größten Fehler gewesen sei, zwei Jahre lang auf HTML5 zu setzen"

    Ich habe mehrere Crossplattform HTML5 Frameworks getestet mit denen man Apps entwickeln kann. Fazit: Alle Müll. HTML5 und JS sind keine Sprachen um Apps zu entwickeln welche mehr als ein Textfeld haben sollen. Inkonsistent, Buggy, Performancekiller,... wer noch auf HTML5 setzt und meint das wäre die Zukunft dem ist nicht mehr zu helfen.

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  2. von Michael Krause | onchestra am 12.09.2012 (19:16 Uhr)

    Ich frage mich immer wieder, was "active" heute noch mit "money" zu tun hat?! Passend dazu der folgende Beitrag: http://www.readwriteweb.com/start/2012/09/why-eyeballs-no-longer-matter-for-startups.php

    Schöne Grüße aus Stuttgart!
    Michael

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