In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt spricht Stefan Groß-Selbeck, der neue Vorstandschef von Xing unter anderem über die weiteren Pläne zu Expansion des Businessnetzwerks. Eine konkrete Aussage über die Großmärkte USA und China ließ er sich dabei zwar nicht entlocken, aber er betonte, der derzeitige Fokus liege eindeutig im europäischen Ausland.
Nach Angaben von Stefan Groß-Selbeck steht Xing auch in der momentanen Krisenzeit sehr gut da. Ausbleibende Werbekunden könne man mit einer rasant wachsenden Nutzerzahl kompensieren. Auch der Stellenmarkt wächst trotz der Krise.
Bei einem Quartalsgewinn von 1,68 Millionen Euro stellt sich natürlich auch die Frage, wie Xing diese Mittel reinvestieren will. Zunächst soll die Mitarbeiterzahl von derzeit 240 auf 360 aufgestockt werden. Aktuell suche Xing vor allem nach Software-Entwicklern. Auf die Frage wie es mit der geplanten weltweiten Expansion weitergehe, betonte Groß-Selbeck: „Neben den Kernmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz fokussieren wir uns auch auf die europäischen Auslandsmärkte, in denen wir Niederlassungen vor Ort haben.“
Gemeint sind damit Spanien, Italien und die Türkei und wohl nicht mehr die USA und China. Allein im deutschsprachigen Raum habe man noch ein enormes Potenzial. Hier möchte Xing seine Mitgliederzahl in den nächsten Jahren verdoppeln. Die Konkurrenz von LinkedIn bereitet ihm dabei keine Kopfschmerzen: „Wir nehmen jeden Wettbewerber natürlich ernst und können von ihnen lernen, wie sie auch schon von uns gelernt haben. Wenn wir unsere Plattform gut im Sinne unserer Nutzer weiterentwickeln, brauchen wir die Konkurrenz nicht zu fürchten.“
TechCrunch sieht die Gründe aber auch in der Konkurrenz. In Europa habe Xing eine starke Marktposition, während es in den USA praktisch unbekannt sei. Zudem hat LinkedIn gerade frisches Kapital akquiriert, was einen Marktkampf in den USA für das deutsche Business-Netzwerk deutlich erschweren könnte.
Und in China? Auch hier ist die Konkurrenzsituation ähnlich. Mit Tianji und wealink sind bereits zwei Angebote auf dem Markt und mit „Ren Mai Tong“ bringt die Alibaba Group gerade ein drittes Netzwerk an den Start.
Bildnachweis: Foto von nextconference auf Flickr. Lizenz: CC BY























[...] und Deutsche Welle auf, dass Xing wie bisher vornehmlich an deutsches Publikum richtet. Nach dem Quasi-Rückzug aus China und den USA scheint sich Xing mit dem europäischen Markt zu begnügen und LinkedIn den [...]