13 Dinge, die jedes Startup beachten sollte
Der Programmierer und Autor Paul Graham hat eine Liste mit Ratschlägen für Startups veröffentlicht. Inspiriert wurde er dabei von einer Aussage von Paul Buchheit, dem führenden Entwickler von Gmail und Mitgründer von FriendFeed: "Es ist besser wenige Leute glücklich zu machen, als viele Leute halbglücklich".
Als Schlüssel zum Erfolg eines Startups sieht Paul Graham eine
entscheidende Aufgabe: "Verstehe die Nutzer". Diese Aufgabe löst man,
in dem man Mehrwerte produziert, die das Leben der Nutzer angenehmer
gestalten. Die Schwierigkeit der Aufgabe besteht darin herauszufinden,
was genau die Nutzer wollen. Daher sollte man schon früh den Kontakt zu
den Nutzern herstellen. 13 Dinge die ein Startup beachten sollte, hat Graham zusammengetragen.
1. Suche gute Mitgründer
Der Erfolg eines Startups hängt maßgeblich von den Gründern ab. Während
man die Gründungsidee einfach verändern kann, sind Veränderungen in der
Zusammensetzung der Gründer sehr viel schwieriger.
2. Schneller Launch
Die wirkliche Arbeit an einem Startup beginnt erst mit dem Launch. Erst
nach dem Start erhält man erste Erkenntnisse über die Schwächen des
Projekts und kann gezielt daran arbeiten.
3. Die Idee muss sich entwickeln
Der zweite Grund für einen schnellen Start ist die Weiterentwicklung
der Idee. Bei der Umsetzung einer guten Idee ergeben sich meist weitere
Ideen.
4. Verstehe die Nutzer
Eine gute Idee bringt dem Nutzer einen Mehrwert. Erst dann spielt auch
die Menge der Nutzer eine Rolle, denn sie kommt mit dem Mehrwert. Die
Schwierigkeit liegt darin etwas anzubieten, was die Nutzer wirklich
benötigen. Viele Gründer erfolgreicher Startups haben selbst etwas
benötigt und es dann entwickelt.
5. Einige zufriedene Nutzer sind besser, als viele halbzufriedene
Am Anfang hat man die Wahl entweder alle Anforderungen von einem Teil
der potenziellen Nutzer zu erfüllen oder aber einen Teil der
Anforderungen aller Nutzer. Letzteres wird sehr schwierig sein, daher
sollte man sich zunächst auf den kleinen Teil der Nutzer konzentrieren
und diese zufriedenstellen.
6. Biete überraschend guten Service
Als Startup kann man durch einen überraschend guten Support viele
Nutzer glücklich machen, die solche Erfahrungen gerne weitergeben.
Dabei lernt man sogar noch, was die Nutzer wirklich möchten.
7. Man macht was man misst
Was auch immer man misst, es beeinflusst die Arbeit. Misst man
beispielsweise die Nutzerzahlen, so ist arbeitet man an Dingen, die die
Nutzerzahlen steigen lassen.
8. Gebe wenig aus
Viele Startups scheitern, weil ihnen das Geld ausgeht, bevor sie
richtig laufen. Daher sollten die Ausgaben so gering wie möglich
gehalten werden.
9. Verdiene nur soviel wie zum Leben notwendig ist
Wer als Gründer auf "kleinem Fuß lebt", hat bei Kapitalgebern bessere
Karten. Zudem wirkt es sich positiv auf die Motivation und Moral der
Mitarbeiter aus.
10. Vermeide Ablenkungen
Alle Ablenkungen wie andere Projekte, Haupttätigkeiten oder
Nebentätigkeiten können den Erfolg eines Startups gefährden. Häufig
gehört dazu auch die Kapitalbeschaffung.
11. Lass dich nicht demoralisieren
Die Gründung eines Startups ist ein schwieriges Unterfangen, das viel
Kraft und Moral beansprucht. Das sollten Gründer sich immer bewusst
machen und sich nicht demoralisieren lassen.
12. Gebe nicht auf
Auch wenn man demoralisiert ist, sollte man nicht einfach aufgeben. Durchhaltevermögen kann überraschend erfolgreich sein.
13. Abmachungen werden gebrochen
In der Anfangszeit werden viele Abmachungen, die man mit großen
Hoffnungen getroffen hat, wieder gebrochen. Man sollte sich erst dann
freuen, wenn die Geschäfte in trockenen Tüchern sind, ansonsten wird
man zunehmend frustriert.
Du hast selbst ein Startup
gegründet oder Erfahrungen im Bereich Startups und Gründungen? Was
erscheint Dir besonders wichtig? Welche Tipps fehlen hier?
Bildnachweis: © Maksym Yemelyanov - Fotolia.com
(Falk Hedemann)
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#1 Erik Frank schrieb am 24.02.2009 14:41