Spannendes neues Web-Startup?

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„Firmen, die nicht auf ihre Kunden hören, werden sehr schnell verschwinden“

23.04.2009 | Kommentar schreiben »

12 Fragen an Thomas Flores, CTO von Ubetoo.com. Die Idee hinter dem Portal: Einfach kostenlos anmelden und die eigene Musik oder eigene Videos auf Ubetoo hochladen und mitverdienen. 50 Prozent der Werbeeinnamen gehen an die Künstler.

Wie kam es dazu, dass Du heute CTO eines Web-2.0-Startups bist?

 

Tatsächlich war es selbstverständlich, da ich bei der Ubetoo-Mutterfirma StagePool seit ihrer Gründung vor acht Jahren gearbeitet habe. StagePool läuft inzwischen prima und meine Kollegin Anna-Clara Blixt Modin (unser Ubetoo-CEO) und ich dachten, dass der Markt nun reif für unsere nächste Idee ist. In diesem neuen Startup habe ich nun die gleiche Position und Rolle, die ich für viele Jahre bei StagePool hatte.


 

Welche Technologien und Software-Lösungen sind für den Betrieb von Ubetoo.com entscheidend?

 

Unsere Beta-Version wurde in einer ziemlich unbekannten Programmiersprache namens Witango entwickelt, was auf jeden Fall ein interessanter Ausflug gewesen ist. Aber wir setzen die Seite nun mit ASP.net neu auf, weil wir alle denken, dass es das Beste ist, unseren Dienst selbst weiterentwickeln zu können.

 

Wir nutzen durchgehend Technologien und Plattformen von Microsoft. Als Projekttools nutzen wir MindJet MindManager, Microsoft Office 2003/2007, Note 2003 und Project 2007 mit Hilfe von Microsoft Sharepoint. Für die Entwicklung nutzen wir Microsoft Visual Studio 2008 Pro Edition und Adobe Dreamweaver CS3. Für das Design und Layout kommen die CS3-Versionen von Adobe Illustrator, Photoshop und Fireworks zum Einsatz.


Welche Hardware und welches Betriebssystem setzt ihr ein?


Wir nutzen Windows Vista und Windows Server 2003 als OS, SQL Server Express und die komplette Hardware kommen von Dell.

Dein aktuell liebstes Tool?

 

Es ist schwierig, mein Lieblingstool herauszupicken, aber momentan ist es der MindJet MindManager, der es sehr einfach macht, ein Projekt zu planen und zu dokumentieren.


Was war technologisch gesehen bisher Dein schlimmster Albtraum?

 

Unsere Beta-Version wurde wie erwähnt extern mit Witango entwickelt. Wir fanden es sehr schwierig, aus dieser Version die Anwendung weiterzuentwickeln. Wir sahen uns daher gezwungen, eine Standard-Programmiersprache zu nutzen, um die zukünftige Entwicklung abzusichern.


Deine größte Baustelle im Moment?

 

Ubetoo.com so umzubauen, wie wir und unsere Nutzer es wollen. Es war wirklich ein großer Spaß, zuerst die "Pilot-Version" zu veröffentlichen, weil wir jetzt tausende von Ideen und Vorschlägen haben, was wir ändern sollten.


Welches Feature würdest Du gerne mal implementieren?

 

Wir konzentrieren uns auf Web-2.0-Features, also unsere Nutzer zu mehr Kreativität anzuregen und ihnen mehr Platz für selbsterstellte Inhalte zu geben.

 

Das Schlimmste als CTO ist...?

 

Der schwierigste Job als CTO ist es, immer vorausschauend zu sein, Hindernisse und Gefahren zu entdecken, neue Trends vorauszuahnen und unsere Angebote an den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Nutzer auszurichten und zugleich neue Möglichkeiten zu finden, damit die Kollegen ihre Arbeit noch effektiver erledigen können. Ironischerweise ist das alles zugleich der spannendste Teil der Arbeit als CTO.


Was machst Du, wenn Du mal nicht vorm Rechner sitzt?

 

Ich verbringe ungefähr 85 Prozent meiner Arbeitszeit vor dem Computer. Aber wenn nicht, dann habe ich Meetings mit Geschäftspartnern, Zuliefererm, Mitarbeitern und Projekt-Mitgliedern. Ich benutze sehr oft Papier und Stift, wenn ich nach neuen Ideen suche oder neue Geschäftsmodelle skizziere. Seitdem wir in Form von Projekten arbeiten verbringe ich auch einige Zeit mit Projektstrukturplänen, Terminen für Meilensteine und die Ressourcenplanung.

Mac or PC?

 

Momentan entwickeln wir auf PCs und nutzen Macs nur für Testzwecke. Viele unserer Kunden bei StagePool nutzen PCs, aber ich denke, dass die Zahl der Mac-User unter den Nutzern von Ubetoo.com deutlich höher ist. Daher überlege ich, mehr am Mac zu arbeiten. Aber wie auch immer: Meiner Meinung nach passt die Software, die wir benutzen, besser zum PC als zum Mac.

Was wird der nächste große Hype im Web?

 

Ich glaube, dass die Nutzer in den nächsten Jahren annähernd vollständig das Web übernehmen werden, sobald es um Inhalte geht. Anbieter und Websites werden sich darauf einstellen müssen, brauchen eine nachvollziehbare und flexible Haltung und müssen auf ihre Nutzer hören. Firmen, die nicht auf ihre Kunden hören, werden sehr schnell verschwinden.

 

Webdienste, die sich an kleine Zielgruppen richten, werden leichter und schneller die Kunden zufriedenstellen und sich auf deren Bedürfnisse einstellen können. Je größer die Firma und je breiter ihre Angebotspalette, desto schwieriger wird es sein, sich auf die Kunden einzustellen.


Wie heißt deine Lieblingswebsite zum Thema Web 2.0 und Webentwicklung?

 

Facebook ist ein ausgezeichnetes Beispiel für das neue „Der Kunde ist König“-Phänomen. Die Anbieter und Entwicklungspartner geben den Nutzern die richtigen Tools und die Nutzer füllen Facebook mit Inhalten.

Wer Thomas bei seiner Arbeit über die Schultern schauen möchte, kann ihm bei Twitter folgen.

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