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Kartell-Beschwerde
Deutsche Verleger verbünden sich gegen Google

01.02.2010 | Kommentar schreiben »

Die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger gehen massiv gegen den Internetgiganten Google vor und haben jetzt eine offizielle Beschwerde beim Kartellamt eingereicht. Als Beschwerdegrund wird die Nicht-Beteiligung an den Werbeeinnahmen der Suchmaschine angeführt, die nach Ansicht der Verleger auch durch die „Snippets“ genannten Textauszüge auf den Suchergebnisseiten generiert werden.

Gegenüber tagesschau.de erklärte Google-Deutschland-Sprecher Kay Oberbeck, man wolle dem Kartellamt gerne die eigenen Produkte und Geschäftspratiken erklären, man sei aber auch davon überzeugt, „dass sie den deutschen und europäischen Gesetzen entsprechen“. Google im Fadenkreuz der VerlageEbenfalls Beschwerden eingereicht haben der Kartendienst Euro-Cities, der sich gegen die kostenlosen Google Maps zur Wehr setzt und die Microsoft-Tochter Ciao, die mit Teilen eines Vertrages aus der Zeit vor der Microsoft-Übernahme nicht mehr einverstanden ist. Google wurde nun vom Bundeskartellamt aufgefordert, zu den Beschwerden Stellung zu nehmen. Erst danach werde entschieden, ob ein förmliches Verfahren eingeleitet wird. Einen interessanten Aspekt greift der Blogger und Enterprise-2.0-Evangelist Frank Hamm auf. In einem offenen Brief an den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bittet er um eine Stellungnahme, zur Beteiligung an den Werbeeinnahmen der BDZV-Mitglieder, wenn diese Inhalte von Drittherstellern zitieren.

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