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12 Thesen zur Media-Messung in Zeiten des Social Web
Die Werbe-Agentur webguerillas hat ein Media-Manifest mit 12 Thesen zur Zukunft der Media-Messung veröffentlicht. Die webguerillas vertreten darin die Meinung, dass traditionelle Messgrößen wie Zuschauer-, Leser- und Hörerzahlen in Zeiten des Social Web nicht mehr das Maß aller Dinge sind und es neue Messgrößen braucht, die auch Web 2.0 und Social Media mit einbeziehen.
ie Media-Branche habe mit dem Tempo der medialen Umwälzung nicht Schritt gehalten, heißt es zur Begründung im Blog der webguerillas. Blog-Posts, Twittermeldungen und die Kommunikation auf Facebook-Fanpages werden mit den traditionellen Messinstrumenten nicht erfasst, nehmen aber heute eine durchaus beachtenswerte Rolle ein. Mit dem Media-Manifest möchte man nun eine Diskussion anstoßen, die letztlich dazu führen soll, neue Parameter beispielsweise für Twitter und Facebook einzuführen.

Die 12 Thesen des Media Manifests
1. Communities versus klassischer Content-Websites: Social Communities lösen die klassischen Medien mehr und mehr ab, damit verlieren auch die bisherigen Media-Währungen an Wert.
2. Werbesog statt Werbedruck: Es reicht nicht nur eine hohe Zahl an Kontakten zu generieren, es geht auch darum, sie zu aktivieren und einzubeziehen.
3. Fangemeinde statt Zielgruppe: Zielgruppen werden durch Fangruppen abgelöst, für die künftig ein Instrument zur milieuübergreifenden Identifizierung benötigt wird.
4. Aktivitätsverlust statt Streuverlust: Der Begriff „Streuverlust“ ist veraltet. Heute geht es um einen individuellen Dialog mit dem Kunden.
5. Tausend-Gesprächs-Preis statt Tausend-Kontakt-Preis: Mit dem TKP lässt sich nicht das Aktivierungspotenzial der Konsumenten beschreiben. Künftig wird der aktive Dialog über den Tausend-Gesprächs-Preis gemessen.
6. Gross-Involvement statt Gross-Rating-Point: Statt den durchschnittlichen Werbedruck zu messen, sollte im Web 2.0 die reale Werbewirkung ermittelt werden.
7. Always on statt Einschaltquote: Die Digital Natives lassen sich nicht mehr mit Einschaltquoten einfangen, da sie „Always on“ sind und dabei gleichzeitig verschiedenen Tätigkeiten nachgehen.
8. Involvieren statt rezipieren: Der moderne Konsument möchte sich nicht nur zurücklehnen, sondern aktiv eingebunden werden.
9. Marken-Content versus Medien-Content: Während sich die klassische Medienlandschaft auflöst, kämpfen Marken und Blogger um die Gunst der Konsumenten.
10. Echtzeit-Monitoring statt Reichweiten-Umfrage: Reichweiten-Umfragen werden durch Echtzeit-Analysen abgelöst, weil nur so die Dynamik im Social Web abgebildet werden kann.
11. Globales Dorf statt Nielsen-Gebiete: Die Einteilung der Deutschland-Karte nach Nielsen-Gebieten gehört abgelöst, sie entsprechen nicht mehr dem kosmopolitischen Weltbild von heute.
12. Markenbotschafter versus Werbeträger: Der Transport von Werbebotschaften in den klassischen Medien wird durch authentische Berichte von Multiplikatoren im Social Web abgelöst.
Die 12 Thesen sind gedacht als eine Diskussionsgrundlage, für die die webguerillas Branchenvertreter und Verbände zur Teilnahme einladen möchte.
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