3D-Drucker | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu 3D-Drucker 2014-09-26T12:33:52Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/3d-drucker Ein Notebook aus dem 3D-Drucker: Pi-Top macht aus eurem Raspberry Pi einen Laptop http://t3n.de/news/pi-top-raspberry-pi-notebook-568984/ 2014-09-26T12:33:52Z
Mit dem Pi-Top sollt ihr in der Lage sein, euer eigenes Notebook auf Basis des Raspberry Pi zusammenzubauen. Wer möchte, kann sich sogar sein eigenes Gehäuse mit einem 3-D-Drucker herstellen.

Mit dem Pi-Top sollt ihr in der Lage sein, euer eigenes Notebook auf Basis des zusammenzubauen. Wer möchte, kann sich sogar sein eigenes Gehäuse mit einem 3-D-Drucker herstellen.

Pi-Top: Mit dem Kit macht ihr aus einem Raspberry Pi ein Notebook. (Foto: Pi-Top)
Pi-Top: Mit dem Kit macht ihr aus einem Raspberry Pi ein Notebook. (Foto: Pi-Top)

Pi-Top macht aus dem Raspberry Pi ein Notebook

Desktop-Rechner bauen sich noch immer viele Menschen selbst zusammen. Bei sieht das anders aus, hier greifen wir dann doch zu fertigen Geräten. Für die wachsende Maker-Szene ist das aber natürlich keine Option. Schließlich wollen die Hardware-Hacker vor allem selbst Hand anlegen und kreativ sein. Eine gute Einstiegsmöglichkeit dafür könnte das Pi-Top werden.

Das Pi-Top soll ein Bastel-Set werden, mit dem sich jeder ein eigenes Notebook auf Basis des Raspberry Pi Model B+ bauen kann. Im Lieferumfang sollen sich neben dem Minirechner ein 13,3 Zoll großes Display, ein WLAN-Adapter, ein Keyboard und ein Trackpad, ein Akku und ein dazugehöriges Ladegerät sowie alle notwendigen Teile zum Zusammenbau befinden. Außerdem liegt dem Set auch ein Gehäuse bei, das im Spritzgussverfahren hergestellt wurde. Vollbluttüftler können aber auch die mitgelieferten STL-Dateien nutzen, um sich mit einem ein eigenes Gehäuse herzustellen.

Pi-Top: Über die Öffnung kommt ihr direkt an die Hardware heran. (Foto: Pi-Top)
Pi-Top: Über die Öffnung kommt ihr direkt an die Hardware heran. (Foto: Pi-Top)

Pi-Top: Raspberry-Pi-Notebook als Grundlage für eigene Ideen

Der Zusammenbau des Pi-Top soll denkbar einfach und auch für Anfänger ohne Probleme machbar sein. Letztlich geht es den Machern aber nicht darum, einen Ersatz für gängige Notebooks zu verkaufen. Die Arbeit am Pi-Top soll die Nutzer vielmehr dazu motivieren, eigene Hardware-Projekte auf Basis des Geräts in Angriff zu nehmen. Um Maker dabei zu unterstützen, wollen die Macher kostenlose Online-Kurse für Pi-Top-Besitzer anbieten. Dort sollen Anfänger und Fortgeschrittene alles Wissenswerte über die Herstellung von Leiterplatten, den 3D-Druck und die Entwicklung eigener Hardware lernen können.

Wer jetzt schon ganz wild auf sein eigenes Raspberry-Pi-Notebook ist, wird sich leider gedulden müssen. Noch ist das Set nicht verfügbar. Am 14. Oktober 2014 wird das Pi-Top über die Crowdfunding-Seite Kickstarter angeboten. Der Preis für das Set, das es in verschiedenen Farben geben soll, soll bei etwa 300 US-Dollar liegen. Die Summe ist allerdings noch nicht endgültig festgelegt worden.

Wer noch nach einer Inspiration für sein nächstes Hardware-Projekt sucht, der sollte einen Blick auf unseren Artikel „15 unglaubliche Raspberry-Pi-Projekte“ werfen.

via motherboard.vice.com

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Kim Rixecker
Aus dem 3D-Drucker: Smartphone-Mikroskop kostet weniger als 1 Dollar http://t3n.de/news/3d-drucker-smartphone-mikroskop-567927/ 2014-09-19T05:37:09Z
US-Forscher haben ein Smartphone-Mikroskop entwickelt, das du dir - 3D-Drucker vorausgesetzt - einfach selbst ausdrucken kannst. Das dafür benötigte Material soll weniger als einen US-Dollar kosten.

US-Forscher haben ein Smartphone-Mikroskop entwickelt, das du dir - vorausgesetzt - einfach selbst ausdrucken kannst. Das dafür benötigte Material soll weniger als einen US-Dollar kosten.

Smartphone-Mikroskop aus dem 3D-Drucker (Screenshot: PNNL/YouTube)
Smartphone-Mikroskop aus dem 3D-Drucker (Screenshot: PNNL/YouTube)

Ein herkömmliches Mikroskop kann schnell ein paar Hundert Euro kosten. Das geht auch günstiger, haben sich Forscher des US-amerikanischen Pacific Northwest National Laboratory gedacht und ein Mikroskop für und Tablet-PCs entwickelt, das sich Interessierte selbst ausdrucken können - so sie über einen 3D-Drucker verfügen.

Smartphone-Mikroskop: Baupläne für den 3D-Drucker gratis zum Download

Die Materialkosten für den Plastikclip aus dem 3D-Drucker sowie die runde Glaslinse belaufen sich auf weniger als einen US-Dollar. Diese Vorrichtung wird nach dem Ausdrucken einfach über die Kamera eines Mobilgeräts geschoben. Die Baupläne für den 3D-Drucker, nach denen das Smartphone- und Tablet-Mikroskop gedruckt wird, haben die US-Forscher kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt.

Das Smartphone-Mikroskop erreicht seinen Entwicklern zufolge eine Vergrößerung um den Faktor 100 in der Basisversion. Versionen für Fortgeschrittene bringen eine Vergrößerung um Faktor 350 und 1.000. Damit lassen sich dann Krankheitserreger wie Pestzellen und Milzbrandsporen erkennen. Die 350-fache Vergrößerung macht Parasiten in Blutproben sichtbar.

Den US-Forschern zufolge wurden die besten Ergebnisse mit einem iPhone 5S erzielt. Das Mikroskop funktionierte aber auch mit anderen Smartphones und Tablets. Haupteinsatzgebiet für das Smartphone-Mikroskop aus dem 3D-Drucker dürften Experimente an Schulen und Universitäten sein.

Der eine oder andere Hobbybastler und wissenschaftlich interessierte Mensch wird sich aber auch über diese günstige Möglichkeit, an ein funktionierendes Mikroskop zu gelangen, freuen. Wie steht es mit euch?

via www.cnet.com

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Jörn Brien
AirEnergy 3D: Mobile Windturbine aus dem 3D-Drucker produziert Strom http://t3n.de/news/airenergy-3d-mobile-windturbine-562714/ 2014-08-19T05:38:59Z
Die Entwickler der mit dem 3D-Drucker herstellbaren Windturbine AirEnergy suchen via Kickstarter nach finanzieller Unterstützung. Für die Nutzer soll sich die Ausgabe rentieren - mit der Produktion …

Die der mit dem herstellbaren Windturbine AirEnergy suchen via nach finanzieller Unterstützung. Für die Nutzer soll sich die Ausgabe rentieren - mit der Produktion von eigenem Strom.

Ein Prototyp der AirEnergy 3D (Bild: Omni3D via Kickstarter)
Ein Prototyp der AirEnergy 3D (Bild: Omni3D via Kickstarter)

3D-Drucker können leicht ein paar Hundert Euro kosten. Wäre es da nicht schön, man könnte etwas drucken, was die Ausgaben wieder einspielt? Genau das verspricht die polnische Firma Omni3D, die auf dem Crowdfunding-Portal Kickstarter finanzielle Unterstützung für ihre Windturbine AirEnergy 3D sucht. Das Gerät soll 300 Watt erzeugen können, portabel und zusammenklappbar sein, sodass man den kleinen Stromerzeuger auch zum Camping mitnehmen könnte.

AirEnergy 3D Kit für knapp 375 Euro

Wer eine solche Windturbine haben möchte, muss aktuell mindestens 299 britische Pfund (374,38 Euro) investieren. Dafür soll es neben dem AirEnergy 3D Kit eine Trophäe mit dem eigenen Namen darauf aus dem 3D-Drucker und einen persönlichen Dankeschön-Anruf per Telefon geben. Das Kit enthält - vor allem elektronische - Teile der Windturbine, die sich nicht drucken lassen. Das Herzstück, das 3D-Modell, nach dem letztendlich gedruckt wird, lässt sich nach Abschluss der Finanzierungsphase herunterladen und selbst nachgestalten.

Das Geld - insgesamt werden 19.000 Pfund benötigt - wollen die Entwickler nutzen, um das Design zu vervollkommnen und die Produktion der Windturbinen-Kits vorzubereiten. Einen guten Zweck verfolgen die Macher auch: Pro 2.500 Pfund, die im Rahmen der Kampagne zusammenkommen, soll eine funktionierende AirEnergy-3D-Windturbine, inklusive der druckbaren Teile, nach Afrika geschickt werden.

Bisher sind das bereits vier solcher Windturbinen - wenn denn das Ziel erreicht wird. Noch sind 28 Tage Zeit, um die benötigten 19.000 Pfund zusammenzubekommen. Aktuell steht der Zähler bei gut 11.000 Pfund, mehr als die Hälfte ist also schon erreicht. Geht alles nach Plan, sollen die ersten verkauften mobilen Windturbinen im Februar 2015 verschickt werden.

via gigaom.com

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Jörn Brien
Amazon verkauft jetzt individualisierbare Objekte aus dem 3D-Drucker http://t3n.de/news/amazon-verkauft-559698/ 2014-07-29T04:30:13Z
Amazon bietet ab sofort eine Kategorie für Objekte die mittels 3D-Druck hergestellt wurden. Dabei können die Objekte auch direkt bei Amazon individualisiert werden. Die Herstellung der Objekte …

bietet ab sofort eine Kategorie für Objekte die mittels hergestellt wurden. Dabei können die Objekte auch direkt bei Amazon individualisiert werden. Die Herstellung der Objekte erfolgt allerdings bei Dritten.

3D-Druck: Gehypte Zukunftstechnologie

Der 3D-Druck-Industrie wird eine goldene Zukunft vorausgesagt. Die Technologie könnte in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etliche Branchen revolutionieren. Da ist es kein Wunder, dass diese Entwicklung auch an Amazon nicht spurlos vorüber geht. Der E-Commerce-Riese aus Seattle hat nun eine neue Kategorie samt spannender Features auf seiner Seite eingeführt.

Bei Amazon gibt es nun Schmuck, Deko und vieles mehr aus dem 3D-Drucker. (Screenshot: Amazon.com)
Bei Amazon gibt es nun Schmuck, Deko und vieles mehr aus dem 3D-Drucker. (Screenshot: Amazon.com)

Über 200 Produkte zum Start verfügbar

Unter www.amazon.com/3dp finden Nutzer ab sofort über 200 Produkte, die mittels 3D-Druck hergestellt werden. Die Palette reicht dabei von Schlüsselanhängern und Manschettenknöpfen über Schmuck bis hin zu „Wackeldackel-Figuren“. Der spannende Teil an dieser neuen Kategorie ist aber die Tatsache, dass sich viele der Produkte individualisieren lassen. Nutzer können sowohl die Form, die Farbe als auch den Aufdruck mancher Gegenstände selber in einem dazugehörigen Amazon-Editor ändern.

„Eine Personalisierungs-plattform für Produkte auf Amazon hat das Potenzial, der App Store der physikalischen Welt zu werden.“

Fertigung erfolgt nicht bei Amazon, sondern bei Dritten

Die tatsächliche Fertigung der Produkte wird aber nicht von Amazon ausgeführt. Amazon leitet die Aufträge weiter an eine Handvoll existierender 3D-Druckereien wie 3DLT, Mixee Labs oder Sculpteo, die das Ergebnis dann direkt zum Kunden schicken. Einige der besagten Firmen unterhalten zwar bereits eigene Marktplätze, aber Amazon dürfte mit seiner enormen Kundenbasis und der Aggregierung von Produkten mehrerer Dienstleister bessere Karten haben, mit dieser Kategorie erfolgreich zu werden.

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Moritz Stückler
3D-Druck: Plug & Play mit Hindernissen [Developer Week] http://t3n.de/news/3d-druck-plug-play-557389/ 2014-07-16T09:10:07Z
3D-Druck gilt als Zukunftstechnologie, doch bislang halten sich die Erfolge noch in Grenzen. Auf der Developer Week haben Experten jetzt Einblicke in diese Technik gegeben und gezeigt: Noch ist …

3D-Druck gilt als Zukunftstechnologie, doch bislang halten sich die Erfolge noch in Grenzen. Auf der Developer Week haben Experten jetzt Einblicke in diese Technik gegeben und gezeigt: Noch ist vieles Spielerei, aber die hat Potenzial.

Während die breite Öffentlichkeit erst seit relativ kurzer Zeit weiß, dass man auch 3D ausdrucken kann, ist das Thema in der Entwicklerszene natürlich schon längst bekannt. Trotzdem dürfte es einige geben, die bislang kaum Berührungspunkte mit diesen Geräten hatten und einen 3D-Drucker auch noch nicht live erlebt haben. Diese Möglichkeit hat die Developer Week, Europas größte unabhängige Entwickler-Konferenz, in Nürnberg geboten. Experten in Sachen dreidimensionalem Druck haben praktische Tipps zur Handhabung gegeben und ein Bild für die zukünftige Anwendung solcher Geräte gezeichnet.

Wie funktioniert überhaupt ein 3D-Drucker, welche Materialien kann er verwenden, was für Objekte können damit hergestellt werden und welche Anwendungsbeispiele gibt es heute schon und welche sind für die Zukunft denkbar? Diese und weitere Fragen konnten auf den Maker Spaces der Developer Week beantwortet werden. Christian Caroli, Autor des Fachbuchs RepRap Hacks zum Thema 3D-Drucke und Vorstand des FabLab Karlsruhe e.V., einer offenen Werkstatt für neue Technologien und Ideenschmiede, hat interessierten Besuchern Rede und Antwort gestanden und anschaulich die Funktionsweise und das Innenleben eines selbst gebauten 3D-Druckers demonstriert und praktische Tricks verraten, um zu einem guten Druckergebnis zu gelangen.

So sieht der selbst gebaute 3D-Drucker aus. (Foto: Developer Week)
So sieht der selbst gebaute 3D-Drucker aus. (Foto: Developer Week)

Das Material macht den Unterschied

Wer glaubt, man könne 3D-Drucker einfach anstöpseln und losdrucken, wird vom Druckergebnis her wahrscheinlich zunächst enttäuscht sein. „Es gibt verschiedene Materialien, die ein 3D-Drucker verarbeiten kann“, erklärt Christian Caroli von FabLab, „allerdings ist ein Drucker immer auf ein Material spezialisiert“. Die meisten 3D-Drucker verarbeiten Kunststoffe, es gibt aber auch Geräte, die Metalle verwenden. Dazu benötigt es spezielle Lasersinter-Drucker, die allerdings hinsichtlich Größe und Kosten ausschließlich von Industrieunternehmen betrieben werden können.

Um sowohl den Anforderungen des zu druckenden Objekts als auch der Umweltverträglichkeit gerecht zu werden, empfiehlt Caroli die Verwendung von PLA (Polymilchsäure) als Kunststoff. Dieser sei von seinen Verarbeitungseigenschaften her gut geeignet und außerdem ungiftig und biologisch abbaubar. „Meines Wissens ist das Schlimmste, was bei einer zu starken Erhitzung von PLA passieren kann, das Karamell entsteht“, schmunzelt Caroli. Die Anforderungen an das zu verarbeitende Material sind vielfältig: Zunächst muss es sich leicht erhitzen lassen aber auch schnell wieder abkühlen um auszuhärten. Zudem ist es unerlässlich, dass das Material gute Hafteigenschaften aufweist, denn das zu druckende Objekt darf während des Druckvorgangs nicht verrutschen oder sich bewegen. Schließlich wird der Kunststoff in hauchdünnen Schichten aufgetragen und jede Bewegung würde am Objekt nachher als Fehler sichtbar sein. Knifflig ist das besonders, wenn man hohe Objekte wie zum Beispiel Statuen drucken möchte.

Private Nutzung von 3D-Druckern heute meist nur Spielerei

Christian Caroli auf der Developer Week. (Foto: Developer Week)
Christian Caroli auf der Developer Week. (Foto: Developer Week)

Die heute am meisten verbreitete 3D-Druck-Technik ist das Fused Deposition Modelling, genannt FDM. Gesteuert wird der 3D-Drucker bei Christian Caroli durch einen Mikroprozessor auf Arduino-Basis. Doch bevor dieser das gewünschte Objekt ausdrucken kann, benötigt er ein 3D-Modell davon. Zusätzlich bedarf es einer Software, die dafür sorgt, dass das 3D-Objekt in Scheiben geschnitten und in Bewegungsdaten umgerechnet wird. Eine gewisse Vorarbeit ist also immer nötig, bevor der Drucker mit seiner „Arbeit“ beginnen kann. „Hier zeigt sich, dass die private Nutzung von 3D-Druckern heute noch etwas schwierig ist“, erklärt Caroli. „Zwar gibt es im Internet schon einige 3D-Vorlagen zum Download, ein beliebiges Objekt einfach auszudrucken ist allerdings so einfach nicht möglich.“

Auch beim Thema Mehrfarbigkeit stößt der 3D-Drucker heute noch an seine Grenzen. Drucker mit FDM-Technik können maximal zwei bis drei Farben steuern, ein fotorealistisches vielfarbiges Objekt könne damit jedoch nicht gedruckt werden. Dazu sind andere Techniken nötig. „Im privaten Bereich werden 3D-Drucker heute erst wenig eingesetzt, allenfalls im Bereich Modellbau“, überlegt Christian Caroli. „Ich drucke mir zum Beispiel meine Kleiderhaken Zuhause selbst, weil die Handelsüblichen mir meist nicht gefallen oder aber nicht in der gewünschten Stückzahl verfügbar sind“. Er räumt aber ein, dass dies als alleinige Motivation wohl kaum die Anschaffung eines 3D-Druckers rechtfertigen würde.

Kommerzielle Anwendung vor allem im Rapid Prototyping

3D-Druck macht heute vor allem in der kommerziellen Anwendung Sinn – und zwar wenn sehr kleine Stückzahlen von Objekten schnell und unkompliziert hergestellt werden sollen. Vor allem im Bereich Rapid Prototyping spielt der 3D-Drucker heute schon eine wichtige Rolle und erleichtert die Begutachtung und Kontrolle von Prototypen, die sonst nur auf dem Computer vorhanden sind. So kommt der 3D-Drucker heute zum Beispiel schon im Industriedesign, in der Medizin- und Zahntechnik oder auch zur Veranschaulichung von Architektur zum Einsatz. Der große Vorteil von 3D-Druckern liegt in seinem additiven Verfahren. Anstatt wie bei einer Fräsung Material vom Rohobjekt wegzunehmen, kann der 3D-Drucker Objekte bauen. Da man die Materialdichte selbst wählen kann, können extrem leichte Objekte erstellt werden, die beispielsweise im Leichtbau-Bereich Anwendung finden. Zudem ermöglicht dieses Verfahren Formen mit Löchern und Schlitzen an Stellen, an die eine Fräse nie gelangen könnte. „Ein 3D-Drucker könnte ein Überraschungsei inklusive Hülle und Inhalt in einem Arbeitsschritt herstellen“, erklärt Christian Caroli. „Das eröffnet ganz neue Produktionsmöglichkeiten – im Moment allerdings (noch) nicht für Massenproduktionen“.

Gefragt nach den enormen Preisunterschieden bei 3D-Druckern am Markt weiß er: „Je nach Größe und Genauigkeit des Drucks variiert der Preis der Geräte“. Auch beim Material gibt es große Preisdifferenzen: „Ein vernünftiger Preis für das Druckmaterial liegt bei etwa 25 bis 30 Euro pro Kilogramm“. Darunter erfüllt das Material meist nicht die Anforderungen und darüber gibt es oft kaum einen Zusatznutzen.

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t3n Redaktion
Robotik trifft 3D-Druck: „Minibuilders“ bauen Häuser, wie du sie noch nie gesehen hast http://t3n.de/news/roboter-3d-druck-minibuilders-hausbau-554477/ 2014-06-30T05:00:51Z
Die „Minibuilders“ kombinieren Robotik und 3D-Druck und wollen die Art und Weise, wie wir zukünftig Häuser bauen, auf ein anderes Level heben.

Die „Minibuilders“ kombinieren Robotik und 3D-Druck und wollen die Art und Weise, wie wir zukünftig Häuser bauen, auf ein anderes Level heben.

Einer von drei Minibuilders bei der Arbeit: Fassaden könnten auf diese Weise bald ausgedruckt werden. (Bild: Minibuilders)
Einer von drei Minibuilders bei der Arbeit: Fassaden könnten bald ausgedruckt werden. (Bild: Minibuilders)

Häuser wurden seit Anbeginn der Menschheit mit reiner Muskelkraft errichtet, erst in der Moderne kamen maschinelle Helfer hinzu – Kräne, Motorsägen und Beton-Mischer. Mensch und Maschine haben quasi zusammen gearbeitet und konnten Bauwerke errichten, die uns angesichts ihrer Komplexität vor Ehrfurcht erblassen lässt – wie etwa den Burj Khalifa.

„Roboter werden eine wichtige Rolle in der zukünftigen Konstruktion von Gebäuden spielen!“

Doch wie werden Gebäude wohl in der Zukunft errichtet? Braucht es menschliche Muskelkraft überhaupt noch? Einen Anhaltspunkt könnte ein Roboter-Projekt liefern, das sich die Prinzipien des 3D-Drucks zu Nutze macht und ebenfalls die Fantasie der meisten Tech-Enthusiasten anregen wird.

Die Erfinder Saša Jokić und Petr Novikov könnten dafür sorgen, dass eines Tages im Laderaum eines Pickups nicht mehr Hammer und Nagelpistolen zu finden sind, sondern ein Trio von kleinen Robotern, die Wände anders als bisher errichten. Die sogenannten „Minibuilders“ sollen Häuser von unten nach oben und Schicht für Schicht ausdrucken. Die Idee ist dabei keinesfalls neu, aber das Projekt zeigt einmal mehr, dass Technologien dahingehend immer ausgefeilter werden – wenn auch noch keine Hochhäuser in Aussicht gestellt werden.

Schicht für Schicht zum Eigenheim: Minibuilders drucken dein Haus

Zu Beginn des Bau-Prozesses wird an einem Grundsatz festgehalten, der auch in Zukunft nicht erschüttert wird – jedes Gebäude muss auf einem soliden Fundament erreichtet werden. Der erste Helfer namens „Foundation Robot“ ist genau dafür konzipiert. Er bildet die Grundmauer, ohne die die anderen Bauhelfer nicht arbeiten können. In dem im Video aufgezeigten Beispielszenario fährt er in einer kreisförmigen Bewegung und hinterlässt eine dicke selbstaushärtende Masse aus synthetischem Marmor, die schichtweise aufgetragen wird. Mithilfe von Sensoren scannt der  Roboter gezeichnete Hilfslinien am Boden, die ihm den Grundriss der Mauer aufzeigen.

„Foundation Robot“ (Bild: Minibuilders)
„Foundation Robot“ (Bild: Minibuilders)

Im zweiten Schritt kommt der „Grip Robot“ zum Einsatz. Ein menschlicher Helfer setzt den etwas kleineren Roboter auf die Grundmauer, wo er sich festkrallt um die angefangene Wand des „Foundation Robot“ fortzusetzen. Helfer Nummer Zwei ist allerdings anders als sein Vorgänger mit beweglichen Düsen an der Unterseite ausgestattet und kann die Richtung verändern um Strukturen zu schaffen, die weiter in die Mauer rein- oder rausragen. Die Konstrukteure stellen damit sicher, dass die Fassade ein Stück weit organischer werden kann. Während dieser Vorgehensweise bläst ein Heizstrahler 92 Grad heiße Luft auf die klebrige Masse, damit sie noch schneller als im ersten Schritt aushärtet und der Roboter nicht seitlich von der Grundmauer kippt.

„Grip Robot“. (Bild: Minibuilders)
„Grip Robot“. (Bild: Minibuilders)

Zu guter Letzt betritt der „Vacuum Robot“ die Bühne. Er ist konzipiert um eines der größten Probleme bei der Bauweise zu lösen – die anfängliche Instabilität der Konstruktion. Die Wände sind mit circa fünf bis zehn Zentimeter nicht besonders dick und können unter minimalen Druck brechen – zum Vergleich: Eine herkömmliche Wand aus Backstein oder Holz hat einen Durchmesser von in etwa 15 Zentimeter. Der dritte Bauroboter wird aus diesem Grund an die Seitenwände gesetzt, wo er sich mit Unterdruck an die Wand saugt und außen weitere Schichten aufträgt. Eine dickere Wand sorgt für ein stabileres Bauwerke – eine etwaige Einsturzgefahr ist unter normalen Umständen somit ausgeschlossen.

„Vacuum Robot“. (Bild: Minibuilders)
„Vacuum Robot“. (Bild: Minibuilders)

Das faszinierende Projekt dürfte Roboter- und 3D-Druck-Fans gleichermaßen begeistern. Durch die Leichtbauweise schaffen es die Entwickler die Roboter tragbar zu halten, was den Einsatz komfortabel macht. Etwas sperriger ist der Versorgungswagen, der die „Minibuilders“ über Schläuche mit dem synthetischen Marmor und über Kabel mit notwendigen Daten versorgt. Insofern bleibt der Mensch auch hier nicht ganz außen vor: Den Versorgungswagen ausstatten, Bodenlinien ziehen und die Roboter auf und an die Grundmauer hängen, benötigt immer noch menschliche Muskelkraft.

Petr Novikov sieht dennoch ein großes Potential für deren Roboter-Set und glaubt, dass es seinen eigenen Beitrag leisten wird, wenn es um die Frage geht, wie Gebäude in der Zukunft errichtet werden: „Wir sind sicher, dass die ‚Minibuilders' zukünftig eine wichtige Rolle im Gebäudebau durch Roboter spielen werden und möchten andere Forscher anhalten sich unseren Ideen anzuschließen!“ Aus diesem Grund hat das Team auch einige Baupläne mit tiefergehenden technischen Details ins Netz geladen. Nachmachen ist ausdrücklich erlaubt!

via iaac.net

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Andreas Weck
Rapid-Prototyping im 3D-Druck: Schnell entwerfen, drucken und verbessern http://t3n.de/magazin/schnell-entwerfen-drucken-verbessern-geht-rapid-233320/ 2014-06-06T08:06:18Z
Endlose Stunden in der Werkstatt; Schweiß, Schmerz und Frustration. Nur um am Ende einzusehen, dass zarte Programmierer-Finger einfach nicht für den Umgang mit schweren Geräten gemacht sind.

Endlose Stunden in der Werkstatt; Schweiß, Schmerz und Frustration. Nur um am Ende einzusehen, dass zarte Programmierer-Finger einfach nicht für den Umgang mit schweren Geräten gemacht sind. Seit 3D-Drucker erschwinglich geworden sind, gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Ein aktueller Überblick über den 3D-Druck-Alltag.

3D-Drucker sind mehr als ein ausgefallenes Hobby von Technik-Enthusiasten. Geräte für zuhause werden immer günstiger, genauer und zuverlässiger, das Angebot an druckbaren Modellen und Materialien steigt und auch die ersten Businessmodelle rund um das Materialisieren von Ideen sprießen aus dem Boden.

Der 3D-Drucker als Haushaltsgerät

Wem heute ein Knopf am heimischen Herd abbricht, der muss nicht den Hersteller um Rat fragen. Im Jahr 2013 druckt man sich seine Ersatzteile selbst. Oder man lässt drucken. Bei modernen Geräten beschränkt sich die Wartung auf das Nachfüllen des Druckmaterials und gelegentliches Säubern. Das maximal mögliche Druckvolumen liegt im Durchschnitt bei circa 20 x 20 x 20 Zentimetern – etwa so groß wie ein Kopf. Die Standardmaterialien sind ABS- oder PLA-Kunststoff, die inzwischen in sämtlichen Farbtönen und Spezialeigenschaften (zum Beispiel mit Holzfasern, in Neonfarben, metallisch glänzend, transparent oder sogar phosphorisierend) angeboten werden.

Die symbolische Grenze von 1.000 Euro für die Anschaffungskosten ist schneller als erwartet gefallen und Fertiggeräte sowie Bausätze sind online schon ab 200 US-Dollar zu haben. So kostet die MakiBox 200 US-Dollar, Portabee 499 US-Dollar, Printrbot 500 US-Dollar, Robo 3D 599 US-Dollar und Sumpod 600 US-Dollar. Das Drucken in mehr als einer Farbe gleichzeitig wird von einigen höherpreisigen Geräten wie dem Replicator 2X für 2.799 US-Dollar oder dem BfB 3DTouch Double Head 2.920 Euro unterstützt, ist aber nach wie vor experimentell.

In Sachen Genauigkeit, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit ist der aus Holland stammende Ultimaker eine Empfehlung wert. Der Bausatz für 1.194 Euro eignet sich für ein Wochenend-Bastelprojekt und lässt sich ohne Löten zusammen setzen. Auch wenn der 3D-Drucker selbst zusammengeschraubt werden muss, so ist er dank seiner Leichtbauweise in puncto Druckgeschwindigkeit (>300 mm/s) und Präzision (<0,05 mm Schichtstärke) bisher unerreicht. Dass er auch noch leise und wartungsarm ist, macht ihn zu einem echten Alltagsgerät.

3d druck rapid prototyping
Ein neues Teil ist schnell gedruckt, weshalb eine ständige Iteration im Prototyping-Prozess sinnvoll ist.

Wer den Schritt zum eigenen 3D-Drucker noch nicht wagen mag, findet bei Online-Druckdienstleistern Hilfe. shapeways, i.materialise, Fabberhouse und viele weitere Unternehmen erlauben jetzt schon das Hochladen eigener 3D-Modelle, die dann gedruckt und per Post verschickt werden. MakeXYZ (nur USA) oder Fabbeo (Deutschland) vermitteln ungenutzte 3D-Druckzeit von Heimgeräten auf einem Online-Marktplatz. Spezialisierte Rapid-Prototyping-Firmen wie die Objektdruckerei bieten projektbezogen neben dem Druck auch individuelle Beratung an. Die Preisstrukturen sind überall unterschiedlich und richten sich teilweise nach der verwendeten Materialmenge (shapeways), den Ausmaßen (i.materialise), der Druckzeit (Objektdruckerei) oder nach Pauschalen. Auch die Lieferzeiten sind stark unterschiedlich (von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen). Ein Vergleichen macht also Sinn.

Rapid Prototyping

Hat man die ersten Dinge von thingiverse.com heruntergeladen und ausgedruckt (oder ausdrucken lassen), kommt früher oder später der Wunsch auf, ein eigenes Objekt zu gestalten und zu drucken: den eigenen Smartphone-Halter, den abgebrochene Kleiderhaken oder das Schmuckstück mit persönlicher Widmung.

3d druck rapid prototyping stift papier
Mit Papier und Stift lassen sich erste Papier-Prototypen erstellen, die erstes Feedback innerhalb kürzester Zeit ermöglichen.

Dabei vergisst man aber gerne bei all der Euphorie, dass zwischen der Idee und dem Druck noch ein wichtiger Zwischenschritt fehlt: der komplette Produktentwicklungszyklus samt Analyse, Forschung, Konstruktion und Qualitätssicherung. Aber auch dafür gibt es eine Lösung: das so genannte Rapid Prototyping, also das „flotte Bauen von Dingen“. Rapid Prototyping funktioniert nach einem einfachen Prinzip, das stark an die agile Softwareentwicklung erinnert:

  1. Analyse: Probleme erkennen
  2. Implementierung: 3D-Modell konstruieren/anpassen
  3. Testen: 3D-Modell drucken
  4. Iteration: Gehe zu 1

Nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“ bindet man den 3D-Druck als festen Bestandteil in den Entwicklungszyklus ein. Man akzeptiert also, dass man nicht auf Anhieb ein perfektes Ergebnis erzeugen wird, sondern sich Schritt für Schritt (also: iterativ) seinem Endergebnis nähert. Dabei können die ersten Design-Durchläufe auch ganz ohne Computer in 2D geschehen. Mit Papier, Stift und Schere. Auch wenn dies in Anbetracht der modernen 3D-Druck-Technologie archaisch wirken mag, so ist das so genannte Paper Prototyping ein unübertroffenes Mittel, um innerhalb kürzester Zeit bereits erstes Feedback zu erhalten, für das man selbst mit dem 3D-Druck Stunden brauchen würde.

Oft hilft es, die Grundform des zu gestaltenden Objekts einfach einmal in Lebensgröße (falls praktikabel) aufzuzeichnen, auszuschneiden und als Stand-In in seine spätere Umgebung zu setzen – eine erste Anprobe also. So können schon erste Maße und Strategien für die tatsächliche Konstruktion gesammelt werden. Das Überwinden dieser Hemmschwelle (zum Papier zu greifen) zahlt sich sofort aus, sobald man dann im nächsten Schritt das Objekt am Rechner modelliert.

Design-Tipps

Egal welche Modellierungs-Software man verwendet, es gibt ein paar grundlegende Tipps, die universell anwendbar sind.

Modular denken

Gewöhnlich ist es einfacher, mehrere kleine Objekte zu drucken als einzelne große. Zum einen ist der Druck eines kleinen Objekts schneller fertig und man hat bereits früher etwas in der Hand, zum anderen ist es dann auch nicht so ärgerlich, wenn mal bei einem einzelnen Druckvorgang etwas schief läuft. Deshalb sollte man sich schon früh überlegen, wie das geplante Objekt in mehrere Einzelteile zerlegt und später wieder zusammengeschraubt oder -geklebt werden kann.

Mit Abzugskörpern arbeiten

Anstatt das Objekt sofort komplett zu gestalten, ist es oft einfacher, die äußere Grundform zu gestalten und davon dann alle Öffnungen und Bohrungen abzuziehen. Ein Beispiel: für einen Smartphone-Halter konstruiert man zuerst das Smartphone selbst mit allen nötigen Löchern und Aussparungen. Nun kann man das Smartphone einfach von einem Quader abziehen und hat bereits eine Grundform, mit der sich weiterarbeiten lässt. In fast allen 3D-Tools findet man die dafür nötigen Funktionen unter dem Begriff Boole'sche Operationen (engl. Boolean Operations).

Überhänge vermeiden

Die größte Einschränkung von 3D-Druckern ist, dass sie Probleme mit Überhängen haben. Da sie immer von unten nach oben arbeiten und dabei Schicht für Schicht den flüssigen Kunststoff aufeinander legen, müssen sie an Stellen mit überhängenden Strukturen das Material quasi in die Luft legen, was ab 45-Grad-Steigung zu deutlichen Fehlern auf der Oberfläche führen kann (dem sogenannten Spaghetti-Effekt). Um diesem Effekt entgegen zu wirken, verfügen die meisten Druckprogramme über eine Support-Funktion, die vollautomatisch unter Überhänge Stützen einzieht, die nach dem Druckvorgang abgebrochen werden können. Die schönsten und schnellsten Ergebnisse erzielt man aber, wenn man steile Überhänge beim Drucken komplett vermeidet. Oft hilft es, das Objekt einfach auf den Kopf zu stellen oder in zwei Überhang-freie Einzelteile zu zerschneiden und nach dem Druck wieder zu verkleben oder verschrauben. So spart man Material, Zeit und Geld.

Auf- und Abmaße berücksichtigen

Ein kleiner Testdruck vorab kann Aufschluss darüber geben, wie exakt der Drucker arbeitet. Gewöhnlich tragen FDM-Drucker an allen Seiten etwa 0,1 bis 0,75 Milimeter auf. Alle Bohrungen und Öffnungen sollten daher um dieses Aufmaß geweitet werden, damit das gedruckte Ergebnis später passgenau ist. Ebenso sollte kontrolliert werden, welche Minimalmaße einzuhalten sind, damit zu kleine Details oder zu dünne Wände nicht vom Drucker „verschluckt“ werden. Bei Steckverbindungen jeglicher Art kann es sinnvoll sein, kleine „Finnen“ an die Reibeflächen zu konstruieren, anstatt die beiden Einzelteile flächig aneinander reiben zu lassen. Das Spiel kann dann über die Finnen reguliert werden und man erspart sich das Schleifen großer Flächen.

Versionieren

Oft fällt schon während des Druckvorgangs auf, was bei der nächsten Design-Iteration verbessert werden kann. Um hier den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich, fortlaufende Nummern für jede Version eines Modells zu vergeben. Da man die volle Kontrolle über die Geometrie hat, kann man die Nummer gleich als Relief in das Objekt eindrucken.

3D-Editoren

So zahlreich die Möglichkeiten des 3D-Drucks, so unterschiedlich sind auch die Modellierungs-Tools, mit denen man am Rechner 3D-Objekte für den 3D-Druck gestaltet. Jede Idee ist verschieden und demnach auch jedes zugrunde liegende 3D-Objekt sowie jedes Tool, mit dem es modelliert wurde. Hier muss jeder ganz nach seinen eigenen Fähigkeiten das Werkzeug seiner Wahl finden.

So gibt es 3D-Editoren, die dem Benutzer komplette Freiheiten über die Gestaltung des 3D-Modells geben, was aber gerade Anfänger vor einen Berg steiler Lernkurven stellt. Deshalb sollten sich Einsteiger zuerst parametrische Editoren ansehen, die bereits auf ein ganz konkretes Themengebiet festgelegt sind und eine intuitive, dem Themengebiet angepasste Bedienung bieten. Grundsätzlich gilt: je benutzerfreundlicher ein 3D-Tool ist, desto limitierter ist es meistens in seinen Gestaltungsmöglichkeiten.

3d druck rapid prototyping sketchup
SketchUp eignet sich besonders für Architektur-Modelle, hat jedoch Probleme mit Rundungen.

Will man mehr verändern als vorgegebene Parameter, führt kein Weg an 3D-Modellierungs-Tools vorbei, die mehr Freiheit bieten. Wer bereits Erfahrungen mit 3D-Software wie Blender, SketchUp, 3ds Max, Maya, Softimage oder Modo hat, kann diese Tools auch zum Designen von 3D-gedruckten Objekten verwenden. Da dort die Geometrie aber als Drahtgitternetz repräsentiert wird, muss vor dem Drucken sichergestellt werden, dass dieses Gitternetz keine Löcher oder freistehende Polygone aufweist, da dies bei der weiteren Verarbeitungen zu Problemen führt.

Die Konstruktion von Objekten mit mechanischer Funktion stellt besondere Anforderungen. Die Geometrie der Objekte muss nicht nur richtig aussehen, sondern auch solide und passgenau sein. Es existiert eine eigene Klasse von 3D-Software, die speziell für das Konstruieren von soliden Bauteilen programmiert wurde. Bei diesen CAD-, CAM- beziehungsweise CAE-Programmen (Computer Aided Design/Manufacturing/Engineering) kann man beispielsweise Bohrungen, Scharniere oder gleich ganze Getriebe fertig aus Bibliotheken in die eigene Konstruktion laden und verwenden. Dass die Geometrie dabei immer lochfrei und passgenau ist, versteht sich bei diesen Programmen von selbst, da sie intern mit Volumen-Körpern (Solids) anstatt mit Drahtgittern arbeiten. Leider sind sie meist wenig intuitiv zu bedienen oder kosten gleich mehrere tausend oder gar zehntausend Euro. Sie sind daher eher professionellen Anwendern vorenthalten. Ist das 3D-Modell bereit für den Druck, speichert man es im branchenüblichen STL-Format ab (ein rudimentäres, weit verbreitetes Mesh-Format) und führt es dem 3D-Druck-Programm oder -Dienstleister zu.

Fazit

Richtig angewendet sind 3D-Drucker ein unverzichtbares Werkzeug zum Erstellen von Prototypen, zum Reparieren defekter Geräte und zum Drucken von Dingen, die man sich sonst im Laden kaufen würde. Die Geräte sind gut und erschwinglich, aber selbst ohne einen eigenen Drucker kann man sich 3D-Prints auch komfortabel online bestellen. Hat man sich erst mal in eine 3D-Modellierungs-Software eingearbeitet, so tritt der 3D-Drucker in den Hintergrund und wird zum Gebrauchsgegenstand beim alltäglichen Materialisieren eigener Träume.

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Bernhard Slawik
Dovetailed präsentiert Obst aus dem 3D-Drucker: „Wir haben das Konzept von frischen Früchten auf Abruf neu erfunden.“ http://t3n.de/news/startup-stellt-frucht-3d-drucker-vor-547623/ 2014-05-27T05:19:57Z
Immer frische Früchte in verschiedenen Variationen – das ist die Vision von Dovetailed. Das britische Startup ermöglicht Obst aus dem 3D-Drucker.

Immer frische Früchte in verschiedenen Variationen – das ist die Vision von Dovetailed. Das britische ermöglicht Obst aus dem .

Früchte aus dem 3D-Drucker: Wenn Obst nicht mehr nur auf Bäumen wächst. (Foto: Les Wilson/Dovetailed)
Früchte aus dem 3D-Drucker: Wenn Obst nicht mehr nur auf Bäumen wächst. (Foto: Les Wilson/Dovetailed)

Früchte aus dem 3D-Drucker – das wünschen sich nicht nur Raumfahrtbehörden für ihre Astronauten, sondern könnte auch Molekularköche aufhorchen lassen. Und, das Vorhaben ist keinesfalls mehr nur Science-Fiction! Das britische Unternehmen Dovetailed hat am vergangenen Wochenende auf der „Tech Food Hack“-Messe in Cambridge einen solchen 3D-Drucker vorgestellt. Die kühne Aussage der Erfinder: „Wir haben das Konzept von frischen Früchten auf Abruf neu erfunden.“

Obst aus dem 3D-Drucker kommt als „Tröpfchen mit verschiedenen Geschmäckern“

Dabei sehen die Früchte gar nicht aus wie beispielsweise herkömmliche Äpfel, Birnen oder Bananen. Was Dovetailed verspricht sind viel mehr „Tröpfchen mit verschiedenen Geschmäckern“. Einfach gesagt, handelt es sich um ein Fruchtmus dem Natriumalginat zugemischt und per Sphärifikation in eine Form gebunden wird. Die dabei entstehende Außenhülle der Tröpfchen platzt anschließend im Mund und gibt den süßen Inhalt frei. Das Verfahren nutzen Molekularköche seit Jahren – allerdings konnte es bisher nur von Hand und nicht vollautomatisiert durchgeführt werden. Der spanische Sternekoch Ferran Adrià beispielsweise stellt mittels Shpärifikation preisgekrönten Fruchtkavier her.

Doch die Startup-Gründer wollen keineswegs nur ein Gerät für Gastronomen entwickeln. „Unser 3D-Drucker wird nicht nur Profiköchen, sondern auch in der Küche zu Hause neue Möglichkeiten eröffnen und uns neue Geschmackserlebnisse bescheren.“ Neben dem Vorteil, dass für die Endverbraucher künftig jedes Obst per Knopfdruck zur Verfügung steht, besteht nämlich sogar die Möglichkeit völlig neue Variationen herzustellen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Kirsch-Banane- oder Apfel-Maracuja-Tröpfchen? „Geschmack, Textur, Größe und Form einer Frucht können alle individuell hergestellt werden“, betont Entwicklungsleiter Gabriel Villar . Hinzukommt, dass Interessierte ihr Obst auch wesentlich länger lagern können und die Früchte eben „druckfrisch“ auf die Teller bekommen.

3D-Drucker werden die Industrie bis ins Mark verändern

3D-Drucker werden die Industrie künftig gehörig aufrütteln – dessen sind sich Experten einig. „Die Herstellung neuer Produkte ist nicht mehr das Privileg weniger, sondern eine Chance für viele“, verkündete beispielsweise der Internet-Vordenker und einstige Wired-Chefredakteur Chris Anderson, der die Theorie des Long-Tail in seinem gleichnamigen Buch bekanntgemacht hat. „Man stellt her, was man braucht, wann man es braucht“, gab er schon 2004 zu verstehen.

„Man stellt her, was man braucht, wann man es braucht“, Chris Anderson.

Tatsächlich haben sich viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen auf das Verfahren gestürzt. Neben Dovetailed arbeitet beispielsweise auch Barilla an entsprechende Fertigungsprozesse für Lebensmittel. Das italienische Unternehmen möchte in absehbarer Zeit Spaghetti aus dem 3D-Drucker anbieten. Und auch der Automobilhersteller Tesla setzt auf 3D-Drucker um Ersatzteile in den Vertragswerkstätten produzieren zu lassen – auf die Kundewünsche zugeschnitten und mit der großen Chance sowohl die Lieferketten kurz und die Lagerbestände so klein wie möglich zu halten.

via www.cnet.com

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Andreas Weck
3D-Drucker: Autodesk plant Open-Source-Plattform samt Referenz-Hardware http://t3n.de/news/autodesk-spark-open-source-3d-drucker-545380/ 2014-05-15T09:40:59Z
Der 3D-Spezialist Autodesk will mit Spark eine offene Software-Plattform für 3D-Drucker schaffen. Zusätzlich will das Unternehmen noch dieses Jahr einen eigenen 3D-Drucker veröffentlichen, dessen …

Der 3D-Spezialist Autodesk will mit Spark eine offene Software-Plattform für schaffen. Zusätzlich will das Unternehmen noch dieses Jahr einen eigenen veröffentlichen, dessen Pläne ebenfalls offengelegt werden sollen.

Autodesk: Der Hersteller will die Pläne des eigenen 3D-Druckers offenlegen. (Bild: Autodesk)
Autodesk: Der Hersteller will die Pläne des eigenen 3D-Druckers offenlegen. (Bild: Autodesk)

Autodesk: Spark soll die Entwicklung im 3D-Drucker-Markt beschleunigen

Mit Spark soll der 3D-Druck, laut Autodesk, gleichzeitig einfacher und verlässlicher werden. Die Software-Plattform soll offen sein und von jedem Hersteller und anderen interessierten Parteien kostenfrei genutzt werden können. Um einen weitreichenden Einsatz der neuen Plattform sicherzustellen, möchte Autodesk in den kommenden Monaten mit verschieden Herstellern zusammenarbeiten, um Spark in existierende und zukünftige 3D-Drucker zu integrieren.

Zusätzlich will der Konzern auf Basis der Software-Plattform auch einen eigenen Referenz-3D-Drucker herstellen. Der soll, wie auch Spark, noch 2014 verfügbar sein. Auch das Design des Druckers soll öffentlich gemacht werden. Damit sollen nach Ansicht von Autodesk weitere Entwicklungen und Experimente im Bereich des 3D-Druckers ermöglicht werden. Dabei verspricht der Hersteller aus dem kalifornischen San Rafael nicht weniger, als einen neuen Maßstab für die User-Experience im Bezug auf 3D-Drucker zu kreieren. Das Gerät soll unterschiedliche Materialen verarbeiten können. Welche das genau sind, verrät Autodesk allerdings nicht.

Autodesk Spark: Interessierte Hersteller können ab sofort Kontakt aufnehmen

Während sich Autodesk noch mit näheren Details zu der neuen Software-Plattform oder dem geplanten 3D-Drucker zurückhält, können interessierte Unternehmen sich schon jetzt für eine Zusammenarbeit auf der Spark-Website anmelden. Auch ohne an Spark direkt Geld zu verdienen, könnte sich der Schritt für den Hersteller von CAD-Software rentieren. Mit einem wachsenden Markt für 3D-Drucker wächst letztlich auch der Bedarf an der entsprechenden Modellierungs-Software.

via gigaom.com

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Kim Rixecker
The Micro: Günstiger 3D-Drucker sammelt an einem Tag die erste Million auf Kickstarter [Update] http://t3n.de/news/m3d-kleiner-3d-drucker-carbon-529335/ 2014-04-09T12:30:42Z
Der günstige 3D-Drucker von M3D ist ein voller Erfolg auf Kickstarter. An nur einem Tag konnte bereits die erste Million eingenommen werden.

Der günstige von M3D ist ein voller Erfolg auf . An nur einem Tag konnte bereits die erste Million eingenommen werden.

Update vom 09. April 2014: Zwischenzeitlich ist der 3-D-Drucker unter dem Namen „the Micro“ auf Kickstarter gelandet und hat in nur elf Minuten das Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar erreicht. Nach den ersten 25 Stunden kam schon die erste Million zusammen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind es bereits mehr als 1,5 Millionen US-Dollar und die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 7. Mai 2014.

Auf Grund des enormen Erfolgs sind die mengenmäßig limitierten Möglichkeiten den kleinen 3D-Drucker besonders günstig zu erhalten, leider bereits ausgeschöpft. Während die ersten Backer das Gerät für 199 US-Dollar erhalten konnten, müsst ihr jetzt mindestens 299 US-Dollar dafür bezahlen. Dafür sollt ihr das Gerät schon Dezember 2014 erhalten können.

3D-Drucker: Hoher Kaufpreis als Einstiegshürde

Es gibt inzwischen dutzende brauchbare 3D-Drucker auf dem Markt für Endanwender. Die größte Hürde für Interessenten, um in den 3D-Druck einsteigen zu können, ist bisher noch der relativ hohe Kaufpreis der Geräte, der sich meistens im Bereich von 1000 bis 3000 Euro befindet. Schon in der Vergangenheit gab es öfters Vorstöße, 3D-Drucker auch deutlich billiger anzubieten.

Der M3D-Drucker ist klein, leicht und günstig. Und bisher leider nur ein Konzept. (Quelle: themicro3d.com)
Der M3D-Drucker ist klein, leicht und günstig. Und bisher leider nur ein Konzept. (Quelle: themicro3d.com)

M3D: Micro 3D Printer druckt kleine Werkstücke

Auch die amerikanische Firma M3D verfolgt dieses Ziel und hat nun auf einer Messe einen neuen Drucker vorgestellt, der ebenfalls auf den Namen M3D (kurz für Micro 3D printer) hört. Das Gerät ist auf den ersten Blick ein Stück kleiner als gängige 3D-Drucker. Druckobjekte können maximal 11 x 11 x 12 cm groß sein. Bei Material und Technik setzt auch der M3D auf das übliche FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling), bei dem PLS- oder ABS-Kunststoff in Form eines 1,75 Millimeter starken Filaments schicht für schicht geschmolzen und auf einen Objektträger aufgetragen wird.

Der M3D wird in fünf Farben und bereits ab 150 Euro für schnelle Kickstarter-Backer verfügbar sein. (Quelle: themicro3d.com)
Der M3D wird in fünf Farben und bereits ab 150 Euro für schnelle Kickstarter-Backer verfügbar sein. (Quelle: themicro3d.com)

Führungen des M3D sind aus Kohlefaser

Um den geringen Preis und auch das geringe Gewicht von nur rund einem Kilogramm des Druckers realisieren zu können, sind die Führungen aus Kohlefaser und nicht aus Metall gefertigt. Das soll laut dem Hersteller auch keinen Einfluss auf die Stabilität oder die Präzision des Druckers haben. Zusätzlich sorgt ein spezieller Mikrocontroller am Druckkopf angeblich für eine besonders genaue Positionierung.

Der M3D wiegt nur ca. ein Kilogramm, weil seine Führungen aus Kohlefaser und nicht aus Metall gefertigt sind. (Quelle: themicro3d.com)
Der M3D wiegt nur ca. ein Kilogramm, weil seine Führungen aus Kohlefaser und nicht aus Metall gefertigt sind. (Quelle: themicro3d.com)

Bisher handelt es sich beim M3D nur ein Konzept. Ab März möchte die Firma eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter anschieben, mit deren Hilfe das Produkt Realität werden soll. Dabei soll es für die ersten Backer einen Drucker bereits für 200 US-Dollar (etwa 150 Euro) geben. Der reguläre Preis in der Crowdfunding-Kampagne soll 300 US-Dollar (etwa 220 Euro) betragen. Der Drucker wird in fünf Farben erhältlich sein. Ein Lieferdatum nennt der Hersteller noch nicht.

via www.golem.de

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Moritz Stückler