Adobe | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Adobe 2016-01-14T13:22:07Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/adobe Design-Workflow mit dem iPad: 5 Apps, die euer Tablet zum perfekten Werkzeug machen http://t3n.de/news/design-workflow-ipad-apps-grafiktablett-670561/ 2016-01-14T13:22:07Z
Wer seinen Design-Workflow optimieren will und ein iPad besitzt, kann das Gerät mit den richtigen Apps zum Grafiktablett machen, oder beispielsweise als zweiten Bildschirm nutzen. Wir stellen euch …

Wer seinen Design-Workflow optimieren will und ein iPad besitzt, kann das Gerät mit den richtigen Apps zum Grafiktablett machen, oder beispielsweise als zweiten Bildschirm nutzen. Wir stellen euch einige Anwendungen vor, mit denen ihr iPad und Rechner optimal und gleichzeitig für Illustrator, Photoshop und andere Software nutzen könnt. 

Es herrscht wirklich kein Mangel an Design-Apps für das iPad. Selbst im Bereich Zeichnen und/oder Vektor-Anwendungen ist die Auswahl immens. Die meisten dieser Apps isolieren das iPad allerdings als alleiniges Arbeitsgerät, was professionelle Designer in der Regel auf einen Computer zurückgreifen lässt, wenn es hart auf hart kommt. Wer ernsthaft mit dem iPad Designs erstellen will, wird oft gar keine dedizierte App wollen, sondern im besten Fall die Technologie und User-Experience seines Tablets nutzen.

Mit Apps wie Astropad lässt sich der Design-Workflow besonders unterwegs verbessern, denn die App macht das iPad zu einem voll funktionstüchtigen Grafiktablett. (Bild: Astropad)
Mit Apps wie Astropad lässt sich der Design-Workflow besonders unterwegs verbessern, denn die App macht das iPad zu einem voll funktionstüchtigen Grafiktablett. (Bild: Astropad)

Eine Hand voll empfehlenswerter Anwendungen bietet genau das – sie verwandeln jedes iPad in Kombination mit einem Stylus in ein Grafiktablett ähnlich Produkten wie Wacom-Tablets. Eine weitere Möglichkeit, ein iPad als Erweiterung des Design-Workflows am Computer zu nutzen, ergibt sich aus sogenannten Second-Screen-Apps. Entsrpechende Anwendungen machen das Tablet zu einem externen Monitor, auf dem sich beispielsweise Paletten und Werkzeuge auslagern lassen, während die Arbeitsfläche auf dem Monitor des Hauptrechners bleibt.

Besserer Design-Workflow mit Grafiktablett-Apps

Einige Helfer, die im App-Store unter dem Sammelbegriff Mirroring-Apps zusammengefasst werden können, verwandeln ein iPad in ein Grafiktablett. Die Arbeitsfläche von Illustrator, Photoshop, Lightroom oder anderer Software auf dem Computer wird auf das iPad gespiegelt, und sofern ein passender Stylus vorhanden ist, kann man seine Designs mit diesem erstellen und bearbeiten. Die Verbindung zwischen iPad und Rechner wird entweder via WLAN oder USB hergestellt. Der aktuellste Vertreter dieser Gattung ist gleichzeitig auch die unserer Meinung nach beste Lösung und hört auf den Namen AstroPad.

Astropad macht das iPad zur Wacom-Konkurrenz

Wer kein dediziertes Grafiktablett sein Eigen nennt und mit Maus und Tastatur arbeitet, kann mit AstroPad den eigenen Design-Workflow definitiv optimieren. Die App wurde von den beiden ehemaligen Apple-Ingenieuren Matt Ronge und Giovanni Donelli entwickelt. Astropad unterstützt nicht nur den Apple Pencil für das iPad Pro, sondern diverse druckempfindliche Stifte, die sich auch mit anderen Modellen des Apple-Tablets nutzen lassen. Astropad spiegelt – sofern es für OS X und iOS installiert ist – den Desktop eines Macs und eignet sich zum Illustrieren, Zeichnen, Malen und die Fotobearbeitung.

Astropad spiegelt euren Bildschirm auf das iPad. (Bild: Astropad)
Astropad spiegelt euren Bildschirm auf das iPad. (Bild: Astropad)

Designer, die bereits ein iPad in ihren Workflow integriert haben, kennen das Problem: Das Austauschen von Dateien zwischen Computer und Tablet funktioniert nicht unbedingt reibungslos – besonders, wenn man mit Photoshop arbeitet. Eine Lösung wie Astropad ergibt da deutlich mehr Sinn, besonders, da die Performance der App beachtlich gut ist und Änderungen direkt auf beiden Bildschirmen umgesetzt werden. Die App ist GPU-beschleunigt, läuft mit 60 FPS und passt die Farben auf dem iPad automatisch an, so dass sie zur Darstellung auf dem Mac passen. Während AirPlay von Apple grafische Eingaben nach rund 32 Millisekunden auf dem gespiegelten Display wiedergibt, kommt Astropad auf lediglich zwölf Millisekunden und ist damit schneller. Zusätzlich zu der Möglichkeit, seine Designs auf dem Rechner direkt auf dem iPad mit einem Stift zu bearbeiten, bringt Astropad auch iOS-typische Gesten und jede Menge Shortcuts mit.

Neben diversen anderen druckempfindlichen Styli wird auch der neue Apple Pencil unterstützt. (Bild: Astropad)
Neben diversen anderen druckempfindlichen Styli wird auch der neue Apple Pencil unterstützt. (Bild: Astropad)

Astropad spiegelt den Bildschirminhalt dynamisch. Wenn man mit Photoshop arbeitet, lassen sich Größe und Form des Pinsels beispielsweise am Rechner auswählen, bevor man mit seinem Finger oder einem Stift auf dem iPad zeichnet. Das Resultat erscheint in Echtzeit auf dem Monitor. Alternativ kann man auch die Werkzeugleiste von Photoshop öffnen und mit dem Stift auf dem iPad das gewünschte Werkzeug auswählen, um dann mit der Maus zu zeichnen – wenig sinnvoll, aber möglich.

Astropad Grafiktablett
Entwickler: Astro HQ
Preis: 19,99 €

Alternative Grafiktablett-Apps

Airdisplay ist eine gute Alternative zu Astropad. (Bild: Avatron Software)
Airdisplay ist eine gute Alternative zu Astropad. (Bild: Avatron Software)

Zwar existieren neben Astropad weitere Apps, die das iPad in ein zumindest rudimentäres Grafiktablett verwandeln, aber für den professionellen Einsatz disqualifizieren sich viele Lösungen aufgrund der Tatsache, dass sie entweder keine druckempfindlichen Styli unterstützen, oder zu hohe Latenz beim Spiegeln des Bildschirminhalts aufweisen. Die wohl größte Konkurrenz zu Astropad ist das etwas günstigere Airdisplay von Avatron. Die Verbindung zwischen iPad, iPhone oder Android-Gerät zu Mac oder PC wird entweder via WLAN oder mittels USB hergestellt. Als Besonderheit lässt sich der Bildschirminhalt auf bis zu vier Geräte spiegeln. Wie auch Astropad unterstützt Airdisplay druckempfindliche Eingabestifte und eine praktische Gestensteuerung auf dem Tablet.

Air Display 3 (USB + Wi-Fi)
Preis: 14,99 €

Design-Workflow mit dem iPad als Zweitbildschirm optimieren

Platz auf dem Monitor ist rar und schnell ausgeschöpft, wenn man mit professioneller Design-Software wie Illustrator oder Photoshop arbeitet. Besonders unterwegs kann es ein wirklicher Segen sein, wenn man sein iPad als externen Monitor für den Laptop nutzen kann, um beispielsweise die Werkzeugleiste und andere Tools seiner Software auszulagern. Für dieses Unterfangen hat man als Designer die Qual der Wahl. Uns hat unterm Strich die App Duet Display am meisten überzeugt. Das bereits vorgestellte Airdisplay eignet sich ebenfalls als Second-Screen-App.

Der mobile Design-Workflow kann auch von einer Second-Screen-App wie Duet Display profitieren. (Bild: Duet Display)
Der mobile Design-Workflow kann auch von einer Second-Screen-App wie Duet Display profitieren. (Bild: Duet Display)

Duet Display macht das iPad zum externen Monitor

Zwar unterstützt Duet Display in der neuesten Version nicht nur die hohe Auflösung des iPad Pro, sondern auch den Apple Pencil – allerdings nicht dessen druckempfindliche Eigenschaften. Wäre das der Fall, hätte es die App ohne Weiteres in die vorherige Kategorie geschafft. Dennoch ist die Anwendung für Designer durchaus empfehlenswert. Für Duet Display sprechen in erster Linie die Geschwindigkeit und die einfache Einrichtung. Statt auf eine drahtlose Verbindung setzt die App auf das Lightning-Kabel. Daraus resultiert nicht nur eine stabilere Verbindung, sondern auch deutlich weniger Lag. Die neueste Version unterstützt Slide-Over-Multitasking unter iOS 9, so dass eine iOS-App ein Drittel des iPad-Displays einnehmen und der Rest auf dem Monitor dargestellt werden kann.

Duet Display
Preis: 15,99 €

Alternative Second-Screen-Apps

Eine kostengünstigere wenn auch eingeschränktere Alternative zu Duet Display ist iDisplay. (Bild: iDisplay)
Eine kostengünstigere wenn auch eingeschränktere Alternative zu Duet Display ist iDisplay. (Bild: iDisplay)

Neben Airdisplay bieten sich auch Apps wie Splashtop 2 remoteiDisplay und eine ganze Reihe weiterer Apps an. iDisplay ist  im Vergleich zu den anderen erwähnten Lösungen mit einem deutlich geringeren Funktionsumfang ausgestattet und wurde das letzte Mal im September 2014 aktualisiert.

Splashtop 2 Remote Desktop - Personal
iDisplay
Entwickler: SHAPE GmbH
Preis: 4,99 €

Bonus für Fotografen

CTRL+Console ist eine echte Hilfe für alle, die sehr viele Fotos in Lightroom verwalten müssen. (Bild: CTRL+Console)
CTRL+Console ist eine echte Hilfe für alle, die sehr viele Fotos in Lightroom verwalten müssen. (Bild: CTRL+Console)

Die App CTRL+Console wurde als Kickstarter-Projekt ursprünglich besonders als Hilfswerkezug für den Videoschnitt entworfen. Die App lässt sich per In-App-Purchases um Module erweitern und fungiert quasi als externe Steuerkonsole für die entsprechend per Modul freigeschaltete Software wie den Quicktime Player, Adobe Premiere Pro, Final Cut Pro und Lightroom. Das Lightroom-Modul der Anwendung verwandelt das iPad in eine Touch-Steuerkonsole für das Bibliothek-Modul von Lightroom und eignet sich damit besonders für Fotografen, die häufig und viele Fotos sortieren, auswählen, kategorisieren und vertaggen müssen. Die App stellt quasi viele Shortcuts für die eben erwähnten Arbeitsschritte als intuitive Buttons und Gesten auf dem iPad zur Verfügung. So geht die Arbeit in der Lightroom-Bibliothek deutlich schneller von der Hand –  wer schon mal 3.000 oder mehr Fotos eines Shootings durchgehen musste, wird das zu schätzen wissen. Nutzer, die alle paar Monate mal ein paar hundert Fotos in Lightroom importieren, werden CTRL+Console wahrscheinlich weit weniger beeindruckend finden als Profi-Fotografen mit hohem Bildaufkommen. Die User-Experience und Geschwindigkeit dieser App-Lösung ist in jedem Fall auf Augenhöhe mit Hardware-Lösungen wie beispielsweise Palette oder Pfixer in Kombination mit einem Behringer BCF-2000.

Fazit

Der Design-Workflow lässt sich mit den richtigen Apps und einem iPad durchaus optimieren. Zwar kann ein mit Astropad ausgestattetes iPad ein Wacom-Tablet nicht als Grafiktablett ersetzen, aber es kommt verdammt nah dran – besonders wenn es sich dabei um ein iPad Pro mit Apple Pencil handelt. Wer auch unterwegs ein professionelles Setup wünscht, sollte die Lösung in Erwägung ziehen. Auch im Bereich der Second-Screen-Apps wie zum Beispiel Duet Display glänzen die Lösungen besonders im Zusammenhang mit einem iPad Pro. Das liegt zum einen an der stattlichen Größe des Display und zum anderen an der hohen Auflösung. Designer, die auch unterwegs möglichst ohne Abstriche arbeiten wollen, haben mit den entsprechenden Apps die Möglichkeit dazu.

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Sébastien Bonset
State of Content 2016: Adobe-Studie veröffentlicht 5 Regeln für Online-Inhalte [Infografik] http://t3n.de/news/content-marketing-regeln-2016-adobe-667835/ 2015-12-29T11:31:15Z
Content-Marketer aufgepasst! Adobe hat eine interessante Studie veröffentlicht, die sich mit den Gewohnheiten und Erwartungen der Nutzer bezüglich guter Online-Inhalte auseinandersetzt.

Content-Marketer aufgepasst! Adobe hat eine interessante Studie veröffentlicht, die sich mit den Gewohnheiten und Erwartungen der Nutzer bezüglich guter Online-Inhalte auseinandersetzt.

State of Content 2016 – wie Online-Inhalte von Nutzern konsumiert werden

Content-Marketing. (Grafik: Shutterstock)
Content-Marketing sollte sich an den Erwartungen der Nutzer entlang hangeln. (Grafik: Shutterstock)

„83 Prozent der Befragten nutzen zwei Bildschirme gleichzeitig!“

Adobe und Edelman haben eine Umfrage unter mehr als 12.000 Online-Nutzern durchgeführt, um herauszufinden, was sie von digitalen Inhalten erwarten und wie sie sie konsumieren. Dabei haben die Studienleiter ermittelt, dass 83 Prozent der Befragten oftmals zwei Bildschirme gleichzeitig nutzen. Außerdem gaben 54 Prozent an, dass das Layout und die Aufmachung enorm wichtig für das Lesegefühl sind. Somit wird von den Studienteilnehmern bestätigt, was Content-Produzenten im Jahr 2016 wirklich wissen sollten: Inhalte müssen responsive und gut designed veröffentlicht werden.

Doch nicht nur die Multi-Screen-Realität ist Thema in der Studie. Eine wichtige Erkenntnis ist zudem, dass die Befragten überaus gut auf Humor reagieren. Wobei dabei nicht gemeint ist, dass Unternehmen sich nur noch ausschließlich auf unterhaltende Inhalte konzentrieren sollen. Wichtiger ist es, die professionellen Inhalte vergnüglich zu präsentieren.

Interessant sind zudem die Ergebnisse bezüglich der Länge von Inhalten. Es ist nicht so, dass lange Stücke keine Abnehmer finden. Allerdings gaben 79 Prozent der Befragten an, dass sie es für wichtig halten, den Inhalt schnell überfliegen zu können – nicht zuletzt um anschließend besser entscheiden zu können, ob sie sich die Zeit zum Lesen, Schauen oder Hören nehmen. In dem Sinne sollten Marketer vor langen Stücken häufiger ein „Too long, didn’t read“-Text einfügen.

Die gesamte Studie können sich Interessierte auf der Adobe-Projektseite anschauen. Zudem hat das IT-Unternehmen eine Infografik zu den wichtigsten Erkenntnissen angefertigt. Mit einem Klick darauf, vergrößert sie sich.

State of Content 2016: Adobe-Studie veröffentlicht 5 Regeln für Inhalte. (Infografik: Adobe)
State of Content 2016: Adobe-Studie veröffentlicht 5 Regeln für Inhalte. (Infografik: Adobe)
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Andreas Weck
Wie Photoshop im Browser: Mit Pagecloud bearbeitest du deine Website so schnell und einfach wie noch nie http://t3n.de/news/pagecloud-667020/ 2015-12-22T10:12:37Z
Pagecloud ist ein neuer und auf JavaScript basierender Website-Editor, mit dem sich Änderungen an einer Website direkt im Browser vornehmen lassen. Wir haben ihn uns angeguckt.

Pagecloud ist ein neuer und auf JavaScript basierender Website-Editor, mit dem sich Änderungen an einer Website direkt im Browser vornehmen lassen. Wir haben ihn uns angeguckt.

Pagecloud: Website-Editor für den Browser

Mit Pagecloud ist ein neuer und browserbasierter Website-Editor erschienen. Seine Daseinsberechtigung erläutert der Anbieter wie folgt: Das Internet, so schreiben die Macher auf ihrer Website, sei immer erdacht gewesen als ein Ort, wo jeder auf der Welt etwas online kreieren und teilen könne. „Dieses Ziel haben wir irgendwann aus den Augen verloren. Es ist zu einer ‚Read-only-Experience‘ für den Nutzer geworden, der nur noch passiv surft“, heißt es.

Mit Pagecloud soll sich das ändern. Nutzer sollen demnach eine Website nicht länger nur lesen, sondern auch aktiv gestalten können. Ermöglicht wird das durch einen auf JavaScript basierenden Live-Editor, der den Quellcode einer Website auslesen und so unmittelbar Änderungen daran vornehmen kann.

Diese Werkzeuge bietet Pagecloud an

Wer seine Website bei Pagecloud hostet, bekommt auf Wunsch eine browsergestützte und dem großen Photoshop-Vorbild nicht unähnliche Werkzeug-Palette angezeigt, wodurch sich kosmetische Änderungen beispielsweise am Content oder der Typographie einer Website vornehmen lassen. Nach dem Drag-&-Drop-Prinzip können ausgewählte Elemente einer Website beliebig verschoben und mit einem Klick auf „Speichern“ dauerhaft platziert werden.

So funktioniert der Pagecloud-Editor in der Praxis. (Screenshot: t3n)
So funktioniert der Pagecloud-Editor in der Praxis. (Screenshot: t3n)

Steht dem Nutzer hingegen keine Website mit entsprechendem Quellcode zur Verfügung, können zum Beispiel mit Photoshop erstellte Ebenen einfach kopiert und in Pagecloud eingefügt werden. Die Software erkennt sie automatisch und bindet die Ebenen dann verlustfrei in die Online-Ansicht ein. Nach diesem Prinzip soll auch das Einbinden von Spreadsheets, Sketch-Dateien oder Fotos funktionieren. Ein zwischengeschalteter Upload solcher Dateien auf einem FTP-Server ist nach Angaben von Pagecloud nicht mehr nötig.

Preise und Verfügbarkeit

Gegenüber anderen Anbietern – verspricht Pagecloud – soll der Dienst durch eine überdurchschnittliche Performance überzeugen. Auf der Website von Pagecloud lässt sich der Live-Editor anhand einer kostenlosen Demo-Version ausprobieren.

Um die Gestaltungsfunktionen von Pagecloud nutzen zu können, muss nur der Browser (Safari, Chrome, Firefox und Internet Explorer 11 werden unterstützt) auf dem neuesten Stand sein. Die vollwertige Nutzung des Dienstes schlägt dann mit 24 US-Dollar pro Monat zu Buche.

via www.designernews.co

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Daniel Hüfner
Teilaus für Flash: Facebook wechselt bei Videos auf HTML5 http://t3n.de/news/flash-facebook-videos-html5-666587/ 2015-12-21T06:14:07Z
Facebook hat den Wechsel von Flash auf HTML5 vollzogen – vorerst allerdings nur bei Videos. Bei Spielen setzt das Social Network weiterhin auf Flash und will mit Adobe zusammenarbeiten.

Facebook hat den Wechsel von Flash auf HTML5 vollzogen – vorerst allerdings nur bei Videos. Bei Spielen setzt das Social Network weiterhin auf Flash und will mit Adobe zusammenarbeiten.

Facebook vollzieht Wechsel von Flash auf HTML5

Im Juli dieses Jahres hatte Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos vor dem Hintergrund mehrerer aufgetauchter Zero-Day-Exploits gefordert, dass Adobe endlich ein Datum für das Ende von Flash bekannt gibt. Den Wechsel von Flash auf HTML5 hat Facebook jetzt zumindest bei den Videos auf der Plattform vollzogen.

HTML5 setzt sich zunehmend gegen Flash durch – jetzt auch bei Facebook-Videos. (Grafik: Shutterstock-gdainti)
HTML5 setzt sich zunehmend gegen Flash durch - jetzt auch bei Facebook-Videos. (Grafik: Shutterstock-gdainti)

Dass die Umstellung erst jetzt erfolgt ist, erklärte Daniel Baulig, Front-End Engineer bei Facebook, in einem Blogeintrag damit, dass HTML5 bei einigen Browsern noch Probleme verursacht habe. Von dem Wechsel auf HTML5 betroffen seien Videos in Facebooks News-Feed, auf den Seiten und in dem eingebetteten Video-Player. HTML5 liefere eine Menge Vorteile, so sollen die Videos jetzt schneller laden und auch stabiler laufen.

Flash statt HTML5 bei Facebook-Spielen

Bei seinen Spielen setzt Facebook aber weiter auf Flash. Das soziale Netzwerk setze dabei weiter auf die Zusammenarbeit mit Adobe, um den Nutzer größtmögliche Sicherheit zu bieten. Adobe hatte zuletzt selbst ein mögliches Aus für Flash eingeläutet und Web-Entwicklern dazu geraten, statt Flash moderne Standards wie HTML5 und WebGL einzusetzen.

Facebook jedenfalls will seit der kürzlich erfolgten Umstellung gute Erfahrungen mit dem HTML5-Video-Player gemacht haben. Die Entwicklung sei jetzt leichter und die Videoerfahrung für die Nutzer besser. Facebook-Nutzer würden jetzt Videos öfter liken, kommentieren oder teilen und würden sie länger als zuvor anschauen. Es sollen auch weniger Bugs gemeldet worden sein.

via www.golem.de

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Jörn Brien
Weihnachtsgeschenk für App-Designer: Mit diesem Dienst verschickt ihr kostenfrei 3 Mockup-Templates http://t3n.de/news/mockups-app-designer-666103/ 2015-12-17T18:40:49Z
Der Anbieter Mockuuups verschenkt derzeit drei Mockup-Templates für Photoshop und Sketch. Die könnt ihr per Link an App-Designer in eurem Freundeskreis schicken – oder ihr verwendet sie selbst.

Der Anbieter Mockuuups verschenkt derzeit drei Mockup-Templates für Photoshop und Sketch. Die könnt ihr per Link an App-Designer in eurem Freundeskreis schicken – oder ihr verwendet sie selbst.

Mockups umsonst: Nettes Weihnachtsgeschenk für App-Designer

Screenshots von Apps sind eine Sache, aber oft ist es auch hilfreich, wenn potenzielle Nutzer sehen können, wie die betreffende App im Einsatz auf einem Gerät aussehen würde. Dienste wie Placeit, InstaMockup oder Mockuuups helfen euch dabei solche Bilder zu erstellen, indem sie euch entsprechende Vorlagen liefern.

Frohe Weihnachten: Mockuuups verschenkt in eurem Namen drei Mockups. (Screenshot: xmas.mockuuups.com)
Frohe Weihnachten: Mockuuups verschenkt in eurem Namen drei Mockups. (Screenshot: xmas.mockuuups.com)

Passend zur Weihnachtszeit verschenkt Mockuuups jetzt drei solcher Vorlagen. Beim Ersten davon handelt es sich um ein Photoshop-Mockup, auf dem der Weihnachtsmann ein Smartphone in die Kamera hält. So könnt ihr also zeigen, dass eure App auch am Nordpol gefeiert wird. Zusätzlich bekommt ihr zwei zufällig ausgewählte Premium-Mockups aus dem Bestand des Anbieters. Eines davon kommt ebenfalls im PSD-Format, während das andere als Sketch-Datei vorliegt.

Mockups: Verschenken oder selbst behalten?

Mockuuups preist die Vorlagen als ideales Geschenk an befreundete App-Designer an. Über die Aktionsseite könnt ihr nach Auswahl der drei Mockups noch einen persönlichen Gruß hinterlegen und der Anbieter schickt euch dann einen Link. Den sollt ihr dann an besagten Freund weiterleiten. Aber natürlich könnt ihr auch selbst darauf klicken und die Dateien herunterladen.

Wer doch etwas mehr Auswahl benötigt, der sollte einen Blick auf unseren Artikel „Hingucker! Mit diesen 12 Mockup-Tools setzt du deine App stilvoll in Szene“ werfen.

via www.producthunt.com

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Kim Rixecker
Wie ein browserbasiertes Photoshop: 23-Jähriger will mit kollaborativem Design-Tool und 18 Millionen Dollar Adobe angreifen http://t3n.de/news/design-team-erster-blick-662572/ 2015-12-04T10:14:44Z
Mit Figma gibt es ein neues webbasiertes Tool für kollaboratives Design. Es handelt sich um eine Lösung, mit der Teams im Browser an Design-Projekten arbeiten können. Das hat es mit …

Mit Figma gibt es ein neues webbasiertes Tool für kollaboratives . Es handelt sich um eine Lösung, mit der Teams im an Design-Projekten arbeiten können. Das hat es mit dem „Google Docs für Interface Design“ auf sich.

Drei Jahre wurde an Figma Design im stillen Kämmerlein gearbeitet. Das hat der 23-Jährige Mitgründer und CEO Dylan Field in einem Post auf Medium verraten. In den vergangenen drei Jahren konnte sein Unternehmen schon 18 Million US-Dollar unter anderem von Greylock, Index, OATV, Jeff Weiner und anderen Investoren einsammeln.

Figma verspricht kollaboratives Design im Browser – und in Echtzeit. Für das kostenlose Preview-Programm kann man sich seit gestern registrieren.

Bereits die Preview von Figma Design beinhaltet eine Slack-Integration. (Foto: Figma)
Bereits die Preview von Figma Design beinhaltet eine Slack-Integration. (Foto: Figma)

Figma: Design in Zusammenarbeit

Der Kern von Figma Design ist eine Art browserbasiertes , das auf Interface-Design spezialisiert ist. Das Tool speichert Design-Projekte in der Cloud und setzt dabei auf Versionskontrolle, sodass es einfach ist, Änderungen nachzuvollziehen, rückgängig zu machen und zu kommentieren. Dadurch sollen ständiges Hin-und-her-Mailen oder der Weg über Dropbox und andere Cloudspeicher umgangen werden.

Da es sich bei der veröffentlichten Version um eine Preview handelt, sind noch nicht alle geplanten Funktionen an Board. So kann man bisher beispielsweise nur Brand-Farbpaletten mit anderen Team-Mitgliedern teilen. Später sollen allerdings auch Asset-Libraries und schließlich auch die Möglichkeit hinzukommen, dass mehrere Personen gleichzeitig das selbe Design bearbeiten können.

Bisher ermöglicht das Tool immerhin die Kommunikation über Änderungsvorschläge und Feedback direkt im Design. Das geschieht über eine entsprechende Seitenleiste. Darüber hinaus unterstützt Figma auch Slack.

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Versionskontrolle und Kommentare erleichtern die Zusammenarbeit an einem Design. (Screenshot: Figma)

Zu den weiteren Features zählt ein Werkzeug zum Designen für unterschiedliche Bildschirmgrößen. Integrierte Geräte-Previews ermöglichen zudem die Evaluation des eigenen Interface-Designs auf dem entsprechenden Gadget.

Figma Design und die Konkurrenz

Figma ist natürlich nicht das einzige Startup, das sich den geänderten Bedingungen des Design-Prozesses verschrieben hat. Design ist mittlerweile nicht mehr der letzte Schritt, um ein fertiges Produkt aufzuhübschen, sondern hat sich zu einem Prozess entwickelt, der jeden Schritt der Produktentwicklung begleitet. Neben ausgewachsenen Desktop-Lösungen wie Sketch mischen auch Startups wie Wake mit dem Feedback-Tool Publicly und andere mit.

Die Gründer von Figma wollen aber mehr und haben selbst als Konkurrenten ausgemacht, deren Cloud-Ansatz sich mit der Creative Cloud laut dem Figma-CEO in erster Linie auf das Geschäftsmodell beschränkt. Ob das Startup dem Platzhirsch wirklich Marktanteile abgraben kann, muss sich allerdings erst noch zeigen.

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Sébastien Bonset
War‘s das für Flash? Selbst Adobe rät Web-Entwicklern jetzt zu HTML5 http://t3n.de/news/flash-adobe-html5-662052/ 2015-12-02T10:47:58Z
Die Tage von Flash scheinen schon lange gezählt, so ganz totzukriegen scheint der Standard aber nicht zu sein. Ob daran die jüngste Ankündigung von Adobe etwas ändert?

Die Tage von Flash scheinen schon lange gezählt, so ganz totzukriegen scheint der Standard aber nicht zu sein. Ob daran die jüngste Ankündigung von Adobe etwas ändert?

Massive Sicherheitslücken: Flash immer unbeliebter

Der Unmut gegen Flash ist in den vergangenen Monaten rasant gewachsen: Im Chrome-Browser wird Flash-Werbung automatisch pausiert, Mozilla hat Flash auf die Firefox-Blockliste gesetzt und der Facebook-Sicherheitschef wetterte im Sommer dieses Jahres gegen den ungeliebten Standard. Grund: Der Flash-Player ist dafür bekannt, notorisch ressourcenhungrig zu sein und immer wieder mit massiven Sicherheitslücken aufzufallen. Jetzt könnte Adobe selbst das bevorstehende Aus für Flash beschleunigen.

Adobe-Flash-Player
Adobes Flash-Player: Unbeliebt, aber immer noch da. (Bild: Adobe)

Der Softwarehersteller hat angekündigt, dass die Software Flash Professional ab Anfang 2016 in Adobe Animate CC umbenannt werden soll. Was für manche nur eine Namensänderung ist, könnte aber viel mehr sein. Schließlich soll die Namensänderung Adobe zufolge zeigen, dass Entwickler mit dem Tool nicht nur Flash-Dateien bearbeiten können. Darüber hinaus rät Adobe Web-Entwicklern dazu, statt Flash moderne Standards wie HTML5 und WebGL einzusetzen.

Flash ist nicht totzukriegen, soll aber sicherer werden

Allerdings wird es mit Animate CC auch weiterhin möglich sein, Flash-Dateien zu erzeugen. Auch wird Adobe eigenen Angaben den Support für das Flash-Browser-Plugin bis 2022 fortführen. Das Unternehmen will aber mit Google und Facebook zusammenarbeiten, um Flash-Inhalte sicher im Browser anzuzeigen und Flash-Spiele sicherer zu machen. Insbesondere in diesem Bereich sind Entwickler Adobe zufolge weiterhin auf Flash angewiesen.

Wer auf den Flash-Player verzichten kann, sollte das Programm deinstallieren. Dazu gibt es spezielle Tools wie den „Flash Player Uninstaller“. Wer gar nicht ohne Flash auskommt, kann stattdessen Googles Chrome benutzen, wo Flash in einer Sandbox-Umgebung läuft. Für den Safari gibt es zudem das ClickToFlash-Plugin von Marc Hoyois, das Flash-Inhalte durch einen Platzhalter ersetzt und sie erst nach einem Klick des Nutzers aktiviert.

via futurezone.at

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Jörn Brien
Adobe Premiere Clip für Android: Videoclips am Smartphone basteln leicht gemacht http://t3n.de/news/adobe-premiere-clip-fuer-android-661570/ 2015-12-01T10:00:08Z
Adobe hat über ein Jahr nach dem Release von Adobe Premiere Clip für iOS endlich auch eine entsprechende Version seines mobilen Schnittprogramms für Android bereitgestellt. Adobe Premiere Clip …

Adobe hat über ein Jahr nach dem Release von Adobe Premiere Clip für iOS endlich auch eine entsprechende Version seines mobilen Schnittprogramms für Android bereitgestellt. Adobe Premiere Clip für Android ist kostenlos und steht ab sofort im Play-Store zum Download bereit.

Adobe Premiere Clip für Android: Schnelles Erstellen von hübschen Videoclips

Die App Adobe Premiere Clip ermöglicht das Erstellen kleiner Videos, die von euch aus einzelnen Fotos oder Videoclips zusammengeklickt werden können. Nach der Auswahl der Inhalte habt ihr die Wahl, das Video selbst mit Musik zu hinterlegen und es optisch nachzubessern. Letztere Schritte könnt ihr aber auch der App überlassen, sodass sie euch einen automatisierten Clip zaubert.

Abgesehen von der Erstellung von Clips aus eurem bestehenden Fundus könnt ihr mit der App auch direkt Videos und Fotos aufnehmen und sofort weiterverarbeiten. Falls ihr mit der Anordnung eines Clips nicht zufrieden seid, könnt ihr die Inhalte per Drag & Drop hin- und herschieben und so das aus eurer Sicht perfekte Resultat erzielen.

Adobe Premiere Clip für Android setzt Adobe-ID voraus

Die Videos könnt ihr anschließend in der Creative Cloud speichern, auf YouTube veröffentlichen oder per Twitter oder Facebook teilen. Darüber hinaus besteht durch die Adobe-Cloud die Möglichkeit, die Clips geräteübergreifend verfügbar zu machen. Wer will, kann sie nachträglich auch per Adobe Premiere Pro CC am Desktop nachbearbeiten.

Adobe-Premiere-Clip-Android
Adobe hat sich Zeit gelassen: Adobe Premiere Clip für Android ist ab sofort verfügbar. (GIF: Adobe)

Die App, die sich optisch an Googles Material Design anlehnt, ist kostenlos im Play-Store verfügbar, zur Nutzung ist allerdings eine Adobe-ID notwendig. Adobe Premiere Clip setzt Android 4.4 oder neuer voraus – die App kann sowohl auf Smartphones als auch Tablets genutzt werden.

Download @
Google Play
Entwickler: Adobe
Preis: Kostenlos
Adobe Premiere Clip
Download @
App Store
Entwickler: Adobe
Preis: Kostenlos

Ihr interessiert euch auch für die Foto-Bearbeitung auf Android-Phones? Dann lest auch „30 kostenlose Foto-Apps für Android“.

via www.androidpolice.com

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Andreas Floemer
Photoshop-Update: Neue Version bringt individuelle Toolbars und verbesserte Artboards http://t3n.de/news/adobe-photoshop-cc-update-661594/ 2015-12-01T09:47:27Z
Adobe hat eine neue Version von Photoshop CC veröffentlicht. Wir verraten euch, welche neuen Features dabei sind.

Adobe hat eine neue Version von Photoshop CC veröffentlicht. Wir verraten euch, welche neuen Features dabei sind.

Photoshop CC: Adobe veröffentlicht Update

Mit der neuesten Version von Photoshop CC bietet Adobe vor allem Designern einige interessante neue Funktionen. Mit dem Design-Space gibt es eine neue Arbeitsfläche, die speziell für UI-Designs erstellt wurde. Der Einfachheit halber gibt es hier vorgefertigte Templates für gängige Mobile-Geräte und das Web. Allerdings sind die Arbeiten am Design-Space noch nicht abgeschlossen und es handelt sich bei der Funktion laut Adobe vorerst nur um eine Vorschauversion des fertigen Features.

Ebenfalls überarbeitet wurde die Artboard-Funktion. Ihr könnt Ebenen jetzt nach Artboards sortieren, Elemente innerhalb von Artboards genauer platzieren und schnell neue Artboards anlegen. Photoshop-Nutzer können endlich auch die Toolbars nach ihren Wünschen anpassen. So habt ihr auch wirklich nur die Bedienelemente im Blick, die ihr braucht.

Photoshop CC: Touch-Oberfläche für die Arbeit mit dem Surface Pro

Das User-Interface von Photoshop CC wurde ebenfalls überarbeitet und soll jetzt unter OS X und Windows 10 einheitlicher aussehen. Dank höherem Kontrast sollen Bilder besser hervorstechen und Texte einfacher zu lesen sein. Darüber hinaus wurde das Interface für Touch-basierte Geräte wie das Surface Pro optimiert. Photoshop unterstützt jetzt zudem verschieden Gesten zur Navigation.

Photoshop CC: Das Interface wurde jetzt für die Arbeit mit Touch-Displays optimiert. (Screenshot: Adobe)
Photoshop CC: Das Interface wurde jetzt für die Arbeit mit Touch-Displays optimiert. (Screenshot: Adobe)

Fonts lassen sich in der neuen Version als Favoriten markieren, um sie später schneller aufzufinden. Assets lassen sich besser exportieren und die Unterstützung für das SVG-Format wurde verbessert. Photoshop-CC-Abonnenten können das Update wie gewohnt über die Creative-Cloud-App runterladen.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Adobe, die grüne Macht: Zu Besuch im Maschinenraum des Photoshop-Giganten“.

via www.engadget.com

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Kim Rixecker
„Ich fake nichts, das ist Real-Life-Photoshop!“: Wie ein 29-Jähriger in 5 Jahren zum Foto-Star wurde http://t3n.de/news/benjamin-jaworskyj-fotografie-653887/ 2015-11-16T07:07:07Z
Mit nicht mehr als einem Bücherei-Ausweis, viel Disziplin und cleverer Selbstvermarktung hat sich Benjamin Jaworskyj in wenigen Jahren zum erfolgreichsten deutschen YouTuber für Digitalfotografie …

Mit nicht mehr als einem Bücherei-Ausweis, viel Disziplin und cleverer Selbstvermarktung hat sich Benjamin Jaworskyj in wenigen Jahren zum erfolgreichsten deutschen YouTuber für Digitalfotografie hochgearbeitet. Dabei ist sein von 150.000 Fans abonnierter Kanal nur die Spitze eines ausgeklügelten Geschäftsmodells. Die Geschichte eines Fotografie-Gurus, der für seine spektakulären Aufnahmen gerne auch mal schummelt.

Zu Besuch bei Jaworskyj Pictures

Der wohl angesagteste Newcomer im Foto-Business ist 29 Jahre alt und sieht aus wie ein Hip-Hop-Schwergewicht. Die Baseball-Cap auf dem Kopf, das Stativ über der Schulter, dazu dunkler Vollbart und ein mit Tattoos tapezierter Körper von der Statur eines Holzfällers – das sind die Markenzeichen von Benjamin Jaworskyj. Hier, in seinem Studio auf dem Gelände einer alten Munitionsfabrik in Berlin-Spandau, dreht Jaworskyj aber nicht etwa Musikvideos mit Sportwagen und viel nackter Haut, sondern befeuert seine ganz eigene Vermarktungsmaschinerie: Hier, bei Jaworskyj Pictures, schlägt das Herz von Deutschlands größtem YouTube-Kanal für Fotografie.

Mit 150.000 Abonnenten um den Globus

Mit seinem Kanal hat sich Benjamin Jaworskyj einen Namen in der Foto-Szene gemacht. Und geht es nach dem Berliner, sollte jeder, der mit der digitalen Fotografie entweder als Hobby oder sogar ernstem Berufswunsch liebäugelt, ihn in Zukunft auch kennen. „Ich spreche Leute zwischen 18 und 35 Jahren an und will ihnen das Fotografieren beibringen“, sagt Jaworskyj.

Seit fünf Jahren gibt es den Kanal „Jaworskyj Pictures“ jetzt. Auch wenn das Thema im Vergleich zu anderen – vornehmlich mit Beauty-Tipps, Let’s Plays oder Shopping-Hauls polarisierenden – YouTubern schon ein bisschen aus dem Rahmen fällt, kann man Jaworskyj durchaus einen Erfolg in der Nische bescheinigen: 334 hochgeladene Videos, über 16,5 Millionen Views und ziemlich genau 150.000 Abonnenten zählt sein Kanal.

150.000 Abonnenten zählt „Jaworskyj Pictures“. Es ist der größte YouTube-Kanal für Fotografie in Deutschland und soll Einsteigern das Knipsen beibringen. (Screenshot: t3n)
150.000 Abonnenten zählt „Jaworskyj Pictures“. Es ist der größte YouTube-Kanal für Fotografie in Deutschland und soll Einsteigern das Knipsen beibringen. (Screenshot: t3n)

Gefragt nach dem Erfolgsrezept, will sich Jaworskyj als Multi-Talent verstanden wissen: „Ich bin Unterhalter und Lehrer, aber auch Fotograf und Filmer.“ Bedeutet: Wer Jaworskyj Pictures abonniert, bekommt zum einen leicht verdauliche Erklärvideos rund um die Digitalfotografie zu sehen. So gibt Jaworskyj zum Beispiel Tipps für die richtige Belichtung, spricht über die Vorzüge von Polfiltern oder berät beim Kauf von Objektiven. Die Mischung kommt gut an: Erst vor zwei Jahren hat Jaworskyj den begehrten Webvideopreis in der Kategorie „FAQ“ gewonnen. In der Szene ist das so etwas wie der Oscar für YouTube.

So teuer ist eine Episode

Zum anderen serviert Jaworskyj seinen Fans aber auch ausdauernde Kost. Unter dem Claim „Jaworskyj around the World“ tingelt der 29-Jährige zu angesagten Fotografie-Schauplätzen rund um den Globus. Das Ergebnis der zumeist zweiwöchigen Trips sind hochwertige Video-Reportagen aus Australien, Kanada, Norwegen oder Südafrika. Zuschauer erhalten Tipps für die richtigen Bedingungen, erfahren darüber hinaus aber auch etwas zu Geschichte, Kultur oder Geographie des jeweiligen Landes.

Das Format verzeichnet trotz seiner für YouTube-Verhältnisse ungewöhnlich langen Laufzeit von bis 50 Minuten beachtliche Quoten: So wurde das Video aus Australien bislang 80.000 Mal geklickt. „Bei einer Watchtime von über einer Million Minuten ist das ein ziemlich guter Wert“, sagt Jaworskyj. Zwischen 20.000 und 30.000 Euro verschlingt eine Episode an Budget. Darin stecken Unterkunft und Flüge, aber auch Kosten für Genehmigungen, Guides und das Equipment. Im besten Fall werden diese von Sponsoren getragen, die Jaworskyj vorher anwirbt. Ob er von YouTube leben kann? „Nein“, sagt Jaworskyj, „aber ich könnte es, würde ich auf Personal, eine teure Wohnung und mein Auto verzichten.“

YouTube ist nur die Spitze des Eisbergs

Davon leben muss und will Jaworskyj aber eigentlich auch gar nicht. Denn tatsächlich ist YouTube für ihn nur ein Nebengeschäft. Gerade mal fünf bis sieben Prozent seines Umsatzes erwirtschafte er mit Videos, wie er sagt. „YouTube ist nur das, was die Leute von mir und meiner Arbeit in der Öffentlichkeit wahrnehmen.“ Jetzt muss man wissen: Jaworskyj ist ein überaus selbstbewusster und eloquenter Typ, der viel redet – und das nicht gerade leise. Schon vor seinem Durchbruch bei YouTube war er selbstständig, hat unter anderem als Promoter für Großkonzerne gearbeitet. Er weiß also, wie man verkauft. Vor allem sich selbst.

t3n-Redakteur Daniel Hüfner (rechts) im Gespräch mit Benjamin Jaworskyj (links). Hier stellt er gerade sein Fotografie-Buch vor, das er auf Amazon verkauft. (Foto: Ricardo Rolle)
t3n-Redakteur Daniel Hüfner (rechts) im Gespräch mit Benjamin Jaworskyj (links). Hier stellt er gerade sein Fotografie-Buch vor, das er auf Amazon verkauft. (Foto: Ricardo Rolle)

Zwar hält sich Jaworskyj zur Höhe seiner monatlichen Umsätze bedeckt, mehr als die Aussage, er habe seinen „Umsatz bislang jedes Jahr verdoppelt“, lässt er sich nicht entlocken. Dass er und sein Assistent aber nicht am Hungertuch nagen dürften, offenbart ein Blick auf die anderen „Produkte“, wie Jaworskyj seine anderen Standbeine im typischen Unternehmersprech nennt.

„Es reicht nicht, als freiberuflicher Fotograf bloß schöne Fotos zu machen.“

Da wären zum einen die zahlreichen Amazon-Affiliate-Links zu seinem hochpreisigem Kamera-Equipment, die Jaworskyj unter jedes seiner zehntausendfach angeklickten Videos klatscht. Da wären zum anderen die regelmäßig ausgebuchten Workshops, die er in Städten quer durch die Bundesrepublik für bis zu 250 Euro anbietet. Und da wären die eigens produzierten Video-Kurse, die Hobbyfotografen auf seiner Website kostenpflichtig runterladen können. Dazu kommen freie Aufträge und Kamera-Zubehör wie beispielsweise eigens von Jaworskyj entworfene Polfilter.

Und als wäre das nicht genug, vertreibt Jaworskyj auch noch zwei Fotografie-Lehrbücher speziell für Einsteiger, die er für rund 26 Euro das Stück auf Amazon unters Volk bringt. Nicht weniger als 10.000 Exemplare, erzählt Jaworskyj, verkaufe sein Verlag pro Jahr. „Es reicht halt nicht, als freiberuflicher Fotograf bloß schöne Fotos zu machen“, sagt Jaworskyj und zuckt mit den Schultern. Natürlich wolle man sich immer auch ein Stück weit selbst verwirklichen, am Ende aber gehe es wie bei jeder Selbstständigkeit eben ums Geld verdienen.

Im Selbststudium zum Fotografie-Guru

Wenn man Jaworskyj so zuhört, hat man den Eindruck, er sei schon ewig im Geschäft. Dabei hat der gebürtige Heidelberger, der drei mal wöchentlich zum Kickboxen geht und am liebsten Deutschrap hört, seine Fotos bis vor wenigen Jahren zum Entwickeln noch in Drogeriegeschäfte gebracht.

„Ich habe zwar schon immer fotografiert, aber nie bewusst oder mit dem Ziel, das auch beruflich zu machen“, sagt Jaworskyj. Entstanden sei die Leidenschaft für professionelle Fotografie eher durch Zufall. Während einer Abifahrt nach Lloret de Mar. „Ich habe Fotos von meinen Freunden geknipst und viel positives Feedback erhalten. Als mir mein Vater hinterher dann noch seine teure Spiegelreflex-Kamera geschenkt hat, bin ich einfach drangeblieben.“

Ganz ohne fotografische Ausbildung hat sich Jaworskyj im Selbststudium zum Experten und YouTube-Star für digitale Fotografie hochgearbeitet. (Screenshot: Benjamin Jaworskyj)
Ganz ohne fotografische Ausbildung hat sich Jaworskyj im Selbststudium zum Experten und YouTube-Star für digitale Fotografie hochgearbeitet. (Screenshot: Benjamin Jaworskyj)

Das war im Jahr 2007. Seitdem hat sich Jaworskyj autodidaktisch zum Experten hochgearbeitet. Zwar schreibt er sich zwischenzeitlich für ein Lehramtsstudium an der Universität in Potsdam ein, doch schon nach wenigen Semestern bricht er ab. „Weil ich wegen meines schlechten Abiturs in keinen Studiengang reingekommen bin, der mich wirklich interessiert hat“, sagt er. Daraufhin besorgt sich Jaworskyj einen Bücherei-Ausweis und leiht sich stapelweise Fachbücher rund um die digitale Fotografie aus. Wie ein Schwamm habe er das in den Büchern und später auch über diverse Online-Lernplattformen vermittelte Wissen aufgesaugt. „Mit meiner Kamera habe ich dann einfach alles ausprobiert, bis ich es perfekt konnte.“

Als Jaworskyj während einer Moderatoren-Ausbildung beim Radio Gefallen daran findet, auch öffentlich vor Leuten zu sprechen, eröffnet er im Jahr 2010 schließlich seinen YouTube-Kanal. Produziert er anfangs noch äußerst amateurhafte Tutorials mit schlechtem Ton und verwaschener Optik, nimmt die Qualität durch Unterstützung im Bereich Film- und Schnitttechnik stetig zu – sein Kanal wächst. So sehr, dass auch das bekannte YouTube-Netzwerk Mediakraft auf Jaworskyj aufmerksam wird und ihn unter Vertrag nimmt. Er kündigt beim Radio und konzentriert sich voll auf seine Karriere als freier Fotograf.

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Daniel Hüfner