Apple | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Apple 2015-08-28T13:14:22Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/apple Daten beweisen: Solides Debüt für die Apple Watch http://t3n.de/news/apple-watch-verkaufszahlen-635137/ 2015-08-28T13:14:22Z
Entgegen anders lautender Berichte soll sich die Apple Watch gut verkaufen. Der Hardware-Hersteller aus Cupertino liegt demnach im Wearables-Bereich direkt hinter Marktführer Fitbit.

Entgegen anders lautender Berichte soll sich die Apple Watch gut verkaufen. Der Hardware-Hersteller aus Cupertino liegt demnach im Wearables-Bereich direkt hinter Marktführer Fitbit.

Apple Watch: 3,6 Millionen Einheiten wurden im zweiten Quartal 2015 verkauft

Die Meinung, die Apple Watch sei ein Misserfolg, hält sich hartnäckig. Aktuelle Zahlen des Markforschungsunternehmens IDC sprechen allerdings eine andere Sprache. Nach ihren Informationen soll Apple im zweiten Quartal 2015 3,6 Millionen Smartwatches ausgeliefert haben. Damit liegt das Unternehmen nur 0,8 Millionen Einheiten hinter Fitbit, dem derzeitigen Marktführer im Wearables-Bereich.

IDC: Die Apple Watch verkauft sich besser als erwartet. (Foto: Apple)
IDC: Die Apple Watch verkauft sich besser als erwartet. (Foto: Apple)

Die Zahlen von IDC deuten darauf hin, dass der Marktstart der Apple Watch besser lief als die Einführung des iPads und des iPhones. Vom iPad konnte der kalifornische Computerhersteller nur 3,27 Millionen Geräte im ersten Quartal nach Verkaufsstart verkaufen. Beim ersten iPhone lagen die Zahlen deutlich niedriger.

Apple Watch beflügelt gesamten Wearables-Markt

Wann immer Apple in ein neues Marktsegment vordringt, zieht das Unternehmen nicht nur die Aufmerksamkeit auf sich selbst, sondern auf die gesamte Branche, so IDC-Sprecher Ramon Llamas. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs der Wearables-Markt im zweiten Quartal 2015 auch deshalb um mehr als 220 Prozent.

Für alle Besitzer der Smartwatch ist auch folgender Artikel interessant: „Apple Watch: Die 10 besten Apps für dein Handgelenk“.

via blogs.wsj.com

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Kim Rixecker
Apple-Event am 9. September bestätigt: Siri gibt erste Hinweise auf neues iPhone http://t3n.de/news/apple-iphone-9-september-634901/ 2015-08-28T04:28:16Z
Apple lädt zur Produktpräsentation in San Francisco. Während erste Details über das neue iPhone durchsickern, lässt Siri die User rätseln.

Apple lädt zur Produktpräsentation in San Francisco. Während erste Details über das neue iPhone durchsickern, lässt Siri die User rätseln.

Neue Generation des iPhone 6s und 6s Plus

Wie schon in den vergangenen Wochen vermutet, veranstaltet Apple am 9. September in San Francisco seine nächste Produktpräsentation. Die Einladungen dafür gingen am Donnerstag raus, mit dem Hinweis „Siri give me a hint“.

Dabei hat sich das Unternehmen eine Spielerei überlegt, Neugierigen die Zeit bis zum Event zu verkürzen. Wer Siri diese Frage stellt, erfährt vom persönlichen Assistenten, dass es sich dabei um etwas Großes handeln werde.

Apple verweist bei der Einladung zur iPhone-Präsentation auf Siri. (Bild: MacRumors)
Apple verweist bei der Einladung zur iPhone-Präsentation auf Siri. (Bild: MacRumors)

Starke Kamera und neuer Farbton

Im Mittelpunkt soll am 9. September die nächste Generation des iPhone 6s und 6s Plus stehen. Kurz vor der Präsentation sickern immer mehr Details über die neuen Smartphones durch. Den Gerüchten zufolge soll die Kamera des iPhones mit 12 Megapixel stark aufgewertet werden.

Auch äußerlich soll es eine Neuerung geben. Das iPhone 6s soll in der neuen Farbe Rosé-Gold erhältlich sein, ein ähnlicher Farbton wie bei der Apple Watch.  Wie die Smartwatch sollen die neuen iPhone-Modelle animierte Hintergrundbilder haben. Apple will laut Insidern außerdem das iPhone 5c nicht mehr anbieten, das 5s soll weiterhin verkauft werden.

 

via www.macrumors.com

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Elisabeth Oberndorfer
Auf Apples Spuren: Amazon und Microsoft sollen an Riesen-Tablets arbeiten http://t3n.de/news/amazon-microsoft-riesen-tablets-634681/ 2015-08-27T11:00:58Z
Berichten aus Asien zufolge sollen Amazon und Microsoft an neuen Tablets im Großformat arbeiten. Damit könnten sie in die Fußspuren von Apple treten, dessen iPad Pro im Herbst erwartet wird.

Berichten aus Asien zufolge sollen Amazon und Microsoft an neuen Tablets im Großformat arbeiten. Damit könnten sie in die Fußspuren von Apple treten, dessen iPad Pro im Herbst erwartet wird.

Lenovo hat es mit dem 13,3-Zoll-Tablet Yoga Tablet 2 ebenso vorgemacht wie Samsung mit dem mit einem 12,2-Zoll-Display ausgestatteten Galaxy Note Pro 12.2 und weitere Hersteller. Nun scheint sich noch mehr Konkurrenz auf das Segment der Riesen-Tablets zu stürzen. Der Gerüchteküche zufolge darf die gespannte Hightech-Welt in diesem Herbst das iPad Pro von Apple erwarten, das ein 12,9 Zoll großes Display mitbringen soll. Nun wird auch Microsoft und Amazon nachgesagt, noch stärker in dem Revier wildern zu wollen.

Microsoft: Neue Surface-Tablets mit 14-Zoll-Display?

Einem Bericht des nicht immer richtig liegenden IT-Branchenportals DigiTimes aus Taiwan zufolge soll Microsoft an zwei neuen Surface-Tablets arbeiten. Das kleinere soll demnach mit einem zwölf Zoll großen Display ausgerüstet werden – so groß ist auch das aktuelle Surface Pro 3. Das noch größere neue Surface-Tablet könnte sogar über eine Display-Diagonale von bis zu 14 Zoll verfügen. Beide Geräte sollen von der Hardware-Ausstattung her im Highend-Bereich angesiedelt sein. Über einen möglichen Launch-Termin oder Preise wurde noch nichts bekannt gegeben.

Das Surface Pro 3 hat ein 12-Zoll-Display, bald könnten 14 Zoll möglich sein. (Foto: Microsoft)
Das Surface Pro 3 hat ein 12-Zoll-Display, bald könnten 14-Zoll-Tablets aus Redmond kommen. (Foto: Microsoft)

Für Amazon wäre bereits der Gang jenseits der Zehn-Zoll-Grenze ein großer Schritt. Bisher bietet der Konzern seine Fire Tablets in den Display-Größen sechs, sieben und 8,9 Zoll an. Nun soll Amazon an einem Zwölf-Zoll-Tablet arbeiten. Den Informationen aus der asiatischen Fertigungsbranche nach dürfte es sich aber um einen Testballon handeln. Amazon soll weniger als 100.000 Display-Panels pro Monat für sein mögliches neues Riesen-Tablet geordert haben.

Mehr große Tablets vielleicht vor Weihnachten

Ob und welche großen Tablets jenseits der Zwölf-Zoll-Grenze wir in diesem Jahr von den bekannten Herstellern erwarten dürfen, bleibt noch bis spätestens Anfang September im Dunklen, wenn Apple seine neuen iPhone- und iPad-Geräte vorstellen will. Im Vorweihnachtsgeschäft wird es aber sicher noch die eine oder andere Neuvorstellung geben.

via uk.businessinsider.com

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Jörn Brien
Persönlicher Assistent im Messenger: Facebooks Antwort auf Siri wird von echten Menschen betrieben http://t3n.de/news/facebook-persoenlicher-assistent-634497/ 2015-08-27T04:36:27Z
„M“ nennt Facebook ein neues Feature in der Standalone-App, das Anfragen seiner Nutzer bearbeitet. Im Gegensatz zu Siri oder Cortana verlassen sich die Entwickler jedoch nicht nur auf die …

„M“ nennt Facebook ein neues Feature in der Standalone-App, das Anfragen seiner Nutzer bearbeitet. Im Gegensatz zu Siri oder Cortana verlassen sich die Entwickler jedoch nicht nur auf die künstliche Intelligenz.

Persönliche Anfragen im Facebook Messenger

Facebook setzt seine Mission, den Messenger zu einem umfangreichen Kommunikationsdienst zu etablieren, weiter fort. David Marcus, Vice President für Mobile Messaging Products, stellte am Mittwoch offiziell den ersten persönlichen Assistenten des Unternehmens vor: „M“ heißt die Antwort auf die Dienste der Konkurrenz, Apples Siri und Microsofts Cortana.

Die Software befindet sich noch in der Testphase und ist schon bei einigen Nutzern zu sehen. Der Assistent kann über eine Nachricht aktiviert werden und laut den Entwicklern eine Vielzahl von Aufgaben erledigen: Shopping, ein Uber rufen oder einen Tisch fürs Abendessen reservieren. Versteht „M“ eine Anfrage nicht, so reagiert das Tool mit einer Rückfrage.

„M“ nimmt Anfragen im Messenger entgegen. Ob diese von Mensch oder Maschine erledigt wird, sieht der User nicht. (Bild: Messenger)
„M“ nimmt Anfragen im Messenger entgegen. Ob diese von Mensch oder Maschine erledigt wird, sieht der User nicht. (Bild: Messenger)

Hybrid-Form: Mensch oder Maschine

Der große Unterschied zu Siri und Cortana ist allerdings, dass Facebook sich nicht gänzlich auf Technologie verlassen will. Hinter „M“ steht auch ein Team an Mitarbeitern, die sicher stellt, dass die Anfragen auch tatsächlich abgeschlossen werden. Ob ein Auftrag von einem sogenannten „M Trainer“ oder von einem Computer bearbeitet wurde, sehen die Nutzer nicht. Ist ein Task abgeschlossen, werden sie per Nachricht informiert.

Die Hybrid-Form des persönlichen Assistenten will der Messenger-Chef Marcus zur zentralen Anlaufstelle für alle Fragen der Nutzer etablieren. Das Unternehmen versucht, aus den Anfragen zu lernen und so alle Absichten der User abzubilden. „M“ wird laut den Betreibern kostenlos sein. Wann der Assistent für alle Messenger-Nutzer verfügbar sein wird, hat Facebook noch nicht bekannt gegeben.

via www.wired.com

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Elisabeth Oberndorfer
Wie das Warten auf Apple Pay eine ganze Branche ruiniert http://t3n.de/news/mobile-payment-apple-samsung-android-pay-632085/ 2015-08-26T12:57:36Z
Das große Warten auf Apple Pay könnte einem Großteil der Mobile-Payment-Branche erheblichen Schaden zufügen. Statt zu warten, sollten die Anbieter lieber zukunftsorientiert denken und endlich …

Das große Warten auf Apple Pay könnte einem Großteil der Mobile-Payment-Branche erheblichen Schaden zufügen. Statt zu warten, sollten die Anbieter lieber zukunftsorientiert denken und endlich großflächiges Engagement zeigen.

Da sitzen sie alle. Und warten. Paypal, die Alternative der deutschen Banken namens Paydirekt oder Startups wie Yapital. Und viele andere. Frei nach dem Motto „Apple wird's schon richten“. Apple hat doch bisher noch jedes Produkt zum richtigen Zeitpunkt marktreif gebracht. Und etabliert. Ja, mag schon sein. Aber es geht hier um digitale Dienste, bei denen Marktanteile, bei denen die Verbreitung zählt. Wer hier darauf hofft, im Kielwasser von Apple Pay mit schwimmen zu können und so selbst zu großer Verbreitung zu gelangen, der irrt gewaltig. Dafür ist der First-Mover-Advantage zu groß.

Die erste Hürde: Mobile-Payment ist nicht sexy

Die ganze Mobile-Payment-Thematik ist nicht wirklich sexy für den Endkunden. Zwar kursieren Ideen und Pilotprojekte für Killerfeatures, aber die gelangen nicht in breiter Masse zum Endkunden. Mal ein Getränkeautomat, mal eine Shoppingmeile oder mal Cafes in denen der Kunde per App bezahlen und vorbestellen kann. Halbherzig dümpeln die Versuche der Paymentbranche vor sich hin. Genauso halbherzig ist Mobile-Payment in der Gedankenwelt der Nutzer verankert: Irgendwie ahnt jeder, dass es unweigerlich kommen wird – wozu ist allerdings immer noch größtenteils unklar.

(Foto: Jochen G. Fuchs)
Mobile Payment: Ein Getränkeautomat, mit PayPal-Aufrüstung ermöglicht beispielsweise in Frankfurt den bargeldlosen Getränkekauf.(Foto: Jochen G. Fuchs)

Während die Mobile-Payment-Anbieter noch um das Killerfeature ringen, das den Kunden zu einer Liebeserklärung an das mobile Bezahlen veranlassen könnte, pfeifen Apple, Samsung und Google mit Android erst mal auf Killerfeatures und integrieren Mobile-Payment einfach als ein Feature unter vielen in Ihre Endgeräte. Damit tragen Millionen von Nutzern eine „vorinstallierte“ mobile Bezahlfunktion samt dem passenden Endgerät, dem Smartphone, mit sich herum. Ein separater Payment-Anbieter muss im Gegensatz zu Apple, Samsung und Google erstmal den Kunden dazu bewegen einen zusätzlichen Nutzen im jeweiligen Dienst zu erkennen, die notwendige App zu installieren und den teilweise recht komplexen Registrierungs- und Aktivierungsprozess zu durchlaufen. Keine leichte Aufgabe. Für die erste Hürde. Gar nicht zu sprechen von der zweiten Hürde: dem First-Mover-Effekt.

PayPal Beacon soll „Hands-Free-Shopping“ ermöglichen. Quasi-Automatisches Zahlen ohne einen Finger zu rühren. (Screenshot: PayPal.)
Das Pilotprojekt PayPal Beacon soll „Hands-Free-Shopping“ ermöglichen. Quasi-Automatisches Zahlen ohne einen Finger zu rühren. Im Handel bisher noch nicht zu finden. (Screenshot: PayPal.)

Die zweite Hürde: First-Mover machen das Spiel

Die First-Mover-Strategie bezeichnet Pionierunternehmen, die als erstes eine neue Technologie oder ein neues Produkt an den Markt bringen und eine signifikante Bedeutung erlangen. First-Mover-Effekt bedeutet für mich in diesem Fall nicht, dass der erste das Spiel macht; sondern der erste, der das Spiel richtig macht, rollt das Feld auf.

Paydirekt-Mobile-Payment
Paydirekt, das Onlinebezahlverfahren der deutschen Banken tritt aktuell langsam und bedächtig in den Markt ein. Zum Start ist keine Mobile-Payment-Lösung geplant. (Screenshot Paydirekt)

Die First-Mover-Strategie garantiert betriebswirtschaftlich und marketingtechnisch nicht immer den Erfolg. Das ist wissenschaftlich und empirisch mittlerweile bewiesen. Die Second-Mover-Strategie kann auch zum Erfolg führen – beispielsweise wenn der First-Mover seine technologische Führung nicht hält oder wenn der First-Mover seine Marktanteile nicht schnell genug ausbauen kann. Dann profitiert der nachfolgende Konkurrent von bereits „geebneten“ Bahnen in Form von erprobter Technologie und einer bereits vorhandenen Bereitschaft der Kunden, das Produkt zu nutzen.

Entscheidend für die Auswahl einer solchen Strategie ist die korrekte Einschätzung der Mitbewerber. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der First-Mover-Effekt eintritt, dass der erste Mitbewerber seine Marktanteile so schnell aufbaut, dass kaum noch Platz für Wettbewerber vorhanden ist?

Beim Aufbau eines digitalen Ökosystems zeigen bisherige Entwicklungen, dass einmal erworbene, nahezu marktbeherrschende Stellungen kaum noch zu brechen sind. Der First-Mover-Effekt ist hier viel gewaltiger, als in anderen Wirtschaftszweigen. Der Wettbewerb muss sich dann für lange Zeit mit den Anteilen begnügen, die übrig bleiben. Dafür gibt es Beispiele.

Der First-Mover-Effekt des iTunes Stores

Mit iTunes ist es Apple 2003 gelungen einen First-Mover-Effekt zu erschaffen, der bis heute anhält und steigt– mehr als zehn Jahre später hat der itunes Store einen Marktanteil von 74 Prozent am digitalen Musikmarkt erreicht. Noch 2010 betrug der Marktanteil 66 Prozent.

(Screenshot: Apple)
Der Onlineshop für digitale Inhalte von Apple, itunes, führt weltweit den Markt für musikdownloads an. (Screenshot: Apple)

Eine Kombination aus technischer Führung, Marketing-Geschick und geschickter Vertragsverhandlungen hat Apple dorthin geführt – beim Start war iTunes der einzige Anbieter, der die Musikindustrie signifikant abdecken konnte. Die Labels hatten jeweils nur die eigenen Songs im Angebot. Und verkrampfte, häßliche und schlecht bedienbare Abspielgeräte mit einer im Vergleich zum iPod lächerlichen Speicherkapazität.

Der First-Mover-Effekt des Kindle Stores

Ähnlich sieht die Situation bei E-Books aus, hier beherrscht Amazon den Markt. Die Tolino-Allianz, die sich mit vielen verschiedenen Unternehmen und Verkaufsplattformen mit beachtlichem Marketingaufwand als deutsche Alternative zu Amazon platziert hat, schafft es jetzt immerhin Amazon vom Thron zu stoßen – mit einem anscheinenden Marktanteil von 45 Prozent zu 39 Prozent bei Amazon. Amazon Kindle ist seit 2007 unangefochtener Marktführer und bleibt das auch trotz der Tolino-Erfolgsmeldung: Der größte Tolino-Shop Thalia.de erreicht nur deutlich unter 20 Prozent Marktanteil.

(Screenshot: Amazon)
Amazon führt mit seinem E-Book-Onlineshop „Kindle Store“ weltweit in den Verkaufsstatistiken. (Screenshot: Amazon)

Weltweit ist die Situation noch viel drastischer, Amazon erreicht in den USA einen Marktanteil von 67 Prozent und in Großbritannien gar 79 Prozent.

Autoren nennen beim Self-Publishing, einem schnellwachsenden Zukunftsmarkt, grundsätzlich dass Amazon die wichtigste Einnahmequelle für sie ist – um nicht zu sagen, die einzig wirklich relevante. Amazon versorgt Autoren, die exklusiv bei Amazon verkaufen, mit Goodies für Werbeaktionen und ähnlichem – eine Bindung die für einen weiteren Ausbau der Marktführerschaft sorgen wird.

In beiden Fällen haben die geschickte Kombination der Marketingaktivitäten sowie der Grundlagen aus Hardware, Software und Verbreitung – sprich Angebot, Produktvielfalt zum Startzeitpunkt dafür gesorgt, dass die einmal erreichte Position vom First Mover nicht nur gehalten, sondern auch ausgebaut werden konnte.

Wieso Apple, Google und Samsung einen First-Mover-Effekt erzielen werden

Nachdem es sowieso schon extrem schwer ist, den Endkunden für das Thema Mobile-Payment zu begeistern, folgt also als weitere Herausforderung für die Marktteilnehmer die enorme Bedeutung des First-Mover-Effektes – den Apple, Google und Samsung heraufbeschwören werden.

Denn Apple mit iOS, Google mit Android und Samsung mit der Hoheit über eine weit verbreitete Hardware und grafische Benutzeroberfläche werden genau die Faktoren in sich vereinen, die den iTunes- und den Kindle Store bis heute zum Marktführer machen: die geschickte Kombination von Hardware, Software, und Verbreitung – sprich Smartphones, Betriebssystem und vorinstallierte Software sowie die Anzahl der Akzeptanzstellen im Handel.

Apple Pay kann auch als Zahlungsmöglichkeit für In-App-Käufe verwendet werden. (Quelle: Apple)
Apple Pay kann auch als Zahlungsmöglichkeit für In-App-Käufe verwendet werden. (Quelle: Apple)

Apple Pay wird den Weg ebnen, aber nicht für die Second-Mover – sondern für sich selbst und die First-Mover Samsung und Google, die ihre eigenen Markteinführungs-Aktivitäten am Aufwand von Apple messen und versuchen werden gleichzuziehen.

Wieso Apple hier besondere Fähigkeiten zugeschrieben werden, hängt nicht unbedingt mit einer technologischen Führerschaft zusammen. Samsung beispielsweise hat mit LoopPay ein Startup gekauft, dass Mobile-Payment mit jedem bestehenden Händlerterminal ermöglicht – bei Apple ist zumindest ein NFC-fähiges Terminal notwendig. Nein, Apple schafft es mit dem geübte Händchen der Marketingmaschinerie von Apple, das abstrakte und wenig attraktive Thema zuerst in den Köpfen der Menschen zu verankern. Und dann sorgt durch geschickte Vertragsverhandlung die Verbreitung in Form der vielen Akzeptanzstellen bei großen, bekannten Ketten für einen schnellwachsenden Marktanteil.

Samsung Pay. (Foto: Samsung)
Samsung Pay im Einsatz. (Foto: Samsung)

Fazit: Energisches Handeln ist dringend gefordert

Die Bedeutung des First-Mover-Effekts für digitale Ökosysteme, begründet anhand der beispiellosen Erfolgsgeschichten iTunes-Store und Kindle-Store, ist für den Bereich Mobile-Payment so groß, dass jeder Player, der nach den First-Movern in den Markt kommt, für lange Zeit zur Bedeutungslosigkeit verdammt sein wird.

Aus diesem Grund ist es notwendig, dass die wartenden Anbieter ihre Zurückhaltung sofort fallen lassen und aus ihrer extrem gefährlichen Warteposition herauskommen, um mit voller Energie in die Etablierung ihrer Systeme am Markt und in das Endkunden-Marketing mit dem kompletten Marketing-Mix einsteigen.

Es müssen sofort große Namen gewonnen werden, die den Endkunden Vertrauen signalisieren. Es müssen endlich Promotionaktionen an bestehenden Standorten vorgenommen werden, die den Endkunden die neue Technologie näher bringen. Es müssen Personalschulungen an den Akzeptanzstellen stattfinden, damit die gänzlich unbekannten Technologien endlich auch am POS angewandt werden. Die Planung für Pilotprojekte über längere Zeiträume hinweg muss sofort eingestampft und in große Rollouts in kürzeren Zyklen umgewandelt werden.

Denn wer jetzt noch davon träumt, dass Apple analog zum Smartphone erneut einer Technologie zum Durchbruch verhelfen wird und der darauffolgend aufgebaute Markt dann bequem geentert werden kann – der wird ein böses Erwachen erleben.

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Jochen G. Fuchs
VMWare Fusion 8: Neue Version bringt Windows 10 und Cortana auf euren Mac http://t3n.de/news/vmware-fusion-8-windows-10-mac-634205/ 2015-08-26T08:32:12Z
VMWare hat eine neue Version seiner Mac-Virtualisierungsumgebung auf den Markt gebracht. VMWare Fusion 8 bietet eine vollständige Unterstützung für Windows 10, auch Cortana lässt sich so auf dem …

VMWare hat eine neue Version seiner Mac-Virtualisierungsumgebung auf den Markt gebracht. VMWare Fusion 8 bietet eine vollständige Unterstützung für Windows 10, auch Cortana lässt sich so auf dem Mac zum Laufen bringen.

VMWare Fusion 8: Windows 10 in mehreren Mac-Fenstern

Wer auf seinem Mac neben OS X auch Windows nutzen will, der greift zu einem Virtualisierungstool wie Parallels Desktop oder VMWare Fusion. Nach Konkurrent Parallels hat jetzt auch VMWare eine neue Version seiner Software herausgebracht. VMWare Fusion 8 und 8 Pro bieten eine erweiterte Unterstützung für Windows 10, das nun auch in mehreren separaten Fenstern angezeigt werden kann.

Windows 10 am Mac dank VMWare Fusion 8. (Screenshot: VMWare)
Windows 10 am Mac dank VMWare Fusion 8. (Screenshot: VMWare)

Auch Microsofts Sprachassistentin Cortana lässt sich mit VMWare Fusion 8 im Hintergrund starten, wo sie solange ansprechbar ist, wie die virtuelle Maschine läuft. Die neue Fusion-Version bietet zudem Unterstützung für DirectX 10 und die neuesten iMacs mit 5K-Auflösung. VMWare Fusion 8 soll auch schon für die neue OS-X-Version El Capitan ausgelegt sein.

Preise für VMWare Fusion 8: Umstiegsbonus für Parallels-Nutzer

Für VMWare Fusion 8 müssen Neu-Nutzer im Online-Shop des Unternehmens 81,95 Euro auf den Tisch legen. Ein Upgrade von Fusion 6.x, 6.x Pro, 7.x, or 7.x Pro schlägt mit 50,95 Euro zu Buche. Die Pro-Version kostet 200,95 beziehungsweise 90,95 Euro. VMWare lockt Parallels-Nutzer übrigens mit einem Umstiegsbonus von rund 40 Prozent.

Erst vor wenigen Tagen hatte Parallels die neueste Version seiner Virtualisierungssoftware, Parallels Desktop 11, gelauncht, die Unterstützung von Windows 10 inklusive der Sprachassistentin Cortana und OS X El Capitan bietet. Die Pro Edition von Parallels richtet sich speziell an Entwickler und Designer.

via www.theregister.co.uk

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Jörn Brien
Statt Maus und Tastatur: Sensel-Morph-Trackpad soll Apples Force Touch die Show stehlen http://t3n.de/news/sensel-morph-trackpad-634175/ 2015-08-26T04:42:24Z
Sensel hat mit Morph ein Trackpad vorgestellt, das – ähnlich wie das Force-Touch-Trackpad am MacBook – sehr druckempfindlich ist. Bei Kickstarter hat die Morph-Kampagne schon nach wenigen …

Sensel hat mit Morph ein Trackpad vorgestellt, das – ähnlich wie das Force-Touch-Trackpad am MacBook – sehr druckempfindlich ist. Bei Kickstarter hat die Morph-Kampagne schon nach wenigen Stunden ihr Ziel erreicht.

Sensel Morph: Eingabe mit dem Pinsel

Sensel will mit dem Morph-Trackpad die Art und Weise, wie Nutzer mit Computer oder Tablet-PC interagieren, revolutionieren. Dabei soll das Trackpad ähnlich funktionieren wie das mit der Force-Touch-Technologie ausgerüstete MacBook-Trackpad von Apple. Anders als dieses soll das Sensel Morph aber sogar die „Eingabe“ mit einem Pinsel ermöglichen.

Das Sensel-Morph-Trackpad lässt sich einfach in ein Mini-Piano verwandeln. (Bild: Sensel/Kickstarter)
Das Sensel-Morph-Trackpad lässt sich einfach in ein Mini-Piano verwandeln. (Bild: Sensel/Kickstarter)

Neben Künstlern zielt Sensel bei seinem Morph-Trackpad auf Musiker, Gamer und Technik-Fans ab. Natürlich eignet sich das Trackpad auch als Tastatur. Die verschiedenen Rollen werden dem Morph-Trackpad durch unterschiedliche dünne, magnetische Auflagen auferlegt. Diese verwandeln das Eingabegerät in eine Tastatur, ein Gamingpad oder ein Mini-Klavier. Die Sensoren des Trackpads erkennen anhand magnetischer Codes, welche Auflage sich auf ihm befindet und stellt den entsprechenden Modus ein.

Das Morph-Trackpad verfügt nach Angaben des Herstellers Sensel über rund 20.000 Sensoren, dank derer auch die leichteste Berührung erkannt werden soll. Anders als bei kapazitiven Touch-Displays, wie sie etwa in Smartphones und Tablets verbaut sind, können auch Gegenstände wie eben ein ganz normaler Pinsel zur Eingabe genutzt werden. Das Trackpad kann per Bluetooth oder USB-Kabel mit Tablet oder Computer verbunden werden.

249 US-Dollar für ein Sensel-Morph-Trackpad

Die Crowdfunding-Gemeinde scheint jedenfalls begeistert von dem innovativen Eingabegerät. Schon nach wenigen Stunden hat die Kampagne bei Kickstarter das Ziel von 60.000 US-Dollar erreicht. Ein Trackpad soll 249 US-Dollar kosten. Die Morph-Trackpads sollen im Juni 2016 ausgeliefert werden.

via techcrunch.com

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Jörn Brien
Interaktive App-Prototypen ohne eine Zeile Code: Flinto for Mac in der Kurzvorstellung http://t3n.de/news/flinto-app-prototyping-633985/ 2015-08-25T17:47:31Z
Mit Flinto for Mac sollen App-Designer ohne Programmierkenntnisse oder Zuhilfenahme einer Timeline interaktive Prototypen erstellen können. Wir verraten euch, was das Tool alles kann.

Mit Flinto for Mac sollen App-Designer ohne Programmierkenntnisse oder Zuhilfenahme einer Timeline interaktive Prototypen erstellen können. Wir verraten euch, was das Tool alles kann.

Flinto for Mac: Mit dem Tool erstellt ihr auf einfache Art und Weise interaktive Prototypen. (Screenshot: Flinto)
Flinto for Mac: Mit dem Tool erstellt ihr auf einfache Art und Weise interaktive Prototypen. (Screenshot: Flinto)

Flinto for Mac: Kinderleicht zu interaktiven App-Prototypen

Viele Prototyping-Tools erfordern entweder noch immer gewisse Programmierkenntnisse oder sie setzen zur Erstellung von Animationen auf Timelines. Mit Flinto for Mac sollt ihr euch beides sparen können. Die OS-X-App erlaubt es euch, selbst einigermaßen komplexe Übergänge mit wenigen Klicks umzusetzen. Bei Gefallen könnt ihr die Übergänge auch abspeichern und wiederverwenden.

Eure interaktiven Prototypen könnt ihr direkt über eine dazugehörige iOS-App auf eurem iPhone testen. Spannenderweise unterstützt Flinto auch unterschiedliche Gesten zum Navigieren durch euren Prototypen. So lassen sich beispielsweise auch einfach Bereiche zum Scrollen innerhalb des Entwurfs festlegen und direkt testen. Dabei wird jede Änderung an eurem Prototypen per WLAN direkt auf euer iPhone oder iPad übertragen.

Flinto for Mac: Einfacher Import dank Sketch-Plugin

Sketch-Nutzer wird freuen, dass Flinto ein eigenes Plugin für das beliebte Designwerkzeug anbietet. Damit könnt ihr alle Ebenen eures Entwurfs mit wenigen Klicks in das Prototyping-Tool exportieren. Aber natürlich könnt ihr eure Assets auch manuell importieren.

Flinto for Mac kostet 99,99 Euro und kann wahlweise über Apples App-Store oder direkt beim Hersteller erworben werden. Außerdem bietet der Hersteller eine kostenlose Testversion an. Sie gibt euch 14 Tage Zeit, um den Funktionsumfang des Werkzeugs auszuprobieren.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Prototyping in geil: Ist Marvel ein Must-Have für Designer?“.

Flinto
Download @
Mac App Store
Entwickler: Flinto, LLC.
Preis: 99,99 €

via www.producthunt.com

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Kim Rixecker
Android-Geräte auf dem Desktop spiegeln: Vysor funktioniert mit OS X, Windows und Linux http://t3n.de/news/android-desktop-vysor-633910/ 2015-08-25T12:03:59Z
Möglichkeiten, Android-Geräte auf dem Desktop zu spiegeln, gibt es viele. Die vom AllCast-Entwickler kreierte App Vysor soll dabei besonders einfach und für alle Betriebssysteme geeignet sein.

Möglichkeiten, Android-Geräte auf dem Desktop zu spiegeln, gibt es viele. Die vom AllCast-Entwickler kreierte App Vysor soll dabei besonders einfach und für alle Betriebssysteme geeignet sein.

Vysor spiegelt Android-Geräte auf den Desktop

Koushik Dutta, besser bekannt als Koush, hat mit Vysor eine Chrome-Erweiterung entwickelt, die es Android-Nutzern und Entwicklern erleichtern soll, Android-Geräte auf dem Desktop zu spiegeln. Koush ist eins der Gründungsmitglieder von Cyanogen und Entwickler der Streaming-App AllCast.

Vysor soll die Android-Welt auf den Desktop bringen. (Bild: Vysor)
Vysor soll die Android-Welt auf den Desktop bringen. (Bild: Vysor)

Mit Vysor lassen sich Android-Geräte ganz einfach auf den Desktop spiegeln, egal ob es sich um einen Mac, einen Windows- oder Linux-Computer handelt. Um Android-Smartphones oder -Tablets über den Computer bedienen zu können, werden die Geräte per USB-Kabel miteinander verbunden. Zudem muss das Chrome-Plugin Vysor installiert werden. Anschließend können die entsprechenden Android-Geräte per Maus und Keyboard bedient werden.

Vysor Share: Fernzugriff auf Android-Geräte

Mit dem Feature Vysor Share soll es sogar möglich sein, Android-Geräte von einem zweiten Computer aus per Fernzugriff zu steuern und beispielsweise Updates aufzuspielen. Dazu muss Vysor auf beiden Computern installiert sein. Künftig soll es Vysor Entwicklern ermöglichen, zeitgleich auf mehrere Android-Geräte zuzugreifen.

Noch befindet sich Vysor im Beta-Modus. Öffentlich wurde die App aufgrund eines Leaks bei Reddit, Koush zufolge sei Vysor noch gar nicht für die Veröffentlichung bereit gewesen. Daher können bei der Verwendung noch Fehler auftreten.

Vysor ist im Chrome Store erhältlich.

via www.engadget.com

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Jörn Brien
Wie mir ein Tag mit einer Smartwatch bewies, dass smarte Uhren eine große Zukunft haben [Kolumne] http://t3n.de/news/smartwatch-uhr-kolumne-633882/ 2015-08-25T11:31:52Z
Immer mehr Smartwatch-Hersteller buhlen um die Gunst der Kunden, selbst Apple mischt in dem zukunftsträchtigen Markt mittlerweile mit. Zeit, meine generelle Abneigung gegen Smartwatches auf den …

Immer mehr Smartwatch-Hersteller buhlen um die Gunst der Kunden, selbst mischt in dem zukunftsträchtigen Markt mittlerweile mit. Zeit, meine generelle Abneigung gegen Smartwatches auf den Prüfstand zu stellen. Die von Luca Caracciolo.

Voll daneben ist mein Metier

Wenn man über Trends und Entwicklungen in der Technologie-Branche schreibt, über die Zukunft und das nächste große Ding, dann irrt man auch oft. Die wenigsten schauen nach ein paar Monaten oder Jahren noch mal nach, was wer zu welchem Trend eigentlich geschrieben hat – und ob es eingetroffen ist oder nicht. Das ist eben auch Teil des Spiels: Diejenigen, die am lautesten die streitbarsten Thesen vertreten, finden in der Regel am meisten Gehör.

Ich selbst habe mich in der Vergangenheit oft sehr weit aus dem Fenster gelehnt – und oft daneben gelegen. Ich war beispielsweise felsenfest überzeugt, dass Apple niemals ein iPad mini auf den Markt bringen würde. Oder das Google+ alles andere als ein Flop ist. Und ich habe sehr lange geglaubt, dass niemand smarte Uhren braucht und mich sogar zu der Überschrift hinreißen lassen, dass Apple mit der Apple Watch „erstmals in diesem Jahrtausend irrt“ – nur um jetzt festzustellen, dass ich mal wieder daneben lag.

Eine Woche mit der Smartwatch „Pebble Time“

Ich habe eine Woche lang die neue Pebble – die Pebble Time – getragen. Für mich war es nämlich höchste Zeit, eine smarte Uhr mal im Alltag zu testen, um mir eine fundierte Meinung über Smartwatches zu bilden.

Die Pebble Time – ein Tag mit der smarten Uhr reichte mir, um die vielen Vorteile einer Smartwatch einzusehen. (Foto: Luca Caracciolo)
Die Pebble Time – ein Tag mit der smarten Uhr reichte mir, um die vielen Vorteile einer Smartwatch einzusehen. (Foto: Luca Caracciolo)

Es genügte ein Tag, um mir der vielen Vorteile einer bewusst zu werden. Die vielleicht banalste Einsicht: die Uhrzeit jederzeit ablesen zu können. Denn es ist wirklich lange her, dass ich täglich eine Armbanduhr getragen habe. Natürlich braucht man keine Smartwatch, wenn es nur um das Ablesen der Uhrzeit geht. Es ist jedoch ein hinreichendes Feature, um eine smarte Uhr zu tragen. Aber bekanntlich kann eine Smartwatch ja so viel mehr.

3 Funktionen, die mich von der Smartwatch überzeugt haben

  1. Die vielleicht nützlichste Funktion an einer Smartwatch ist die Anzeige von Notifications. Wenn man diese granular genug einstellt, so dass nicht alle fünf Minuten die Uhr vibriert, ist die Anzeige ein echter Mehrwert. Die Befürchtung, dass Träger einer Smartwatch vor lauter Mitteilungen ständig abgelenkt sind, kann ich nicht bestätigen. Wer auf seinem Smartphone für jede App Push-Notifications zulässt, hat auch ohne Uhr einen ständigen Störfaktor.
  2. Die Musiksteuerung per Smartwatch ist ungemein angenehm. Ich höre viele Podcasts, und Play/Pause zu drücken oder die Lautstärke mal eben mit der Armbanduhr zu regulieren, ist sehr praktisch.
  3. Navigation auf einer Smartwatch. Zugegeben, ich habe nur kurz eine Navigations-App auf der Pebble Time getestet, aber es fühlte sich extrem hilfreich an. Vor allem für Routen, die man zu Fuß zu geht, ist das schon eine enorme Erleichterung gegenüber dem klobigeren Smartphone.
Navigieren auf einer Smartwatch wie die Apple Watch ist vor allem für Fußgänger eine enorme Erleichterung (Foto: Apple)
Navigieren auf einer Smartwatch wie die Apple Watch ist vor allem für Fußgänger eine enorme Erleichterung. (Foto: Apple)

Diese drei Funktionen haben eine wesentliche Konsequenz: Das Smartphone bleibt viel öfter in der Tasche – und das empfinde ich als äußerst angenehmen. Es steckt eine gewisse Ironie in dieser Aussage, denn zuvor war ich davon überzeugt, dass eine Smartwatch mich nur noch mehr „abhängig macht“, mich nur noch mehr ans Netz fesselt. Und als ich die Pebble Time testete, empfand ich das in der Hosentasche liegende Smartphone plötzlich als Befreiung.

Vergesst die Offline-Online-Trennung – Die Welt ist digital!

Diese Erfahrungen mit der Smartwatch hat mir zwei Dinge klar gemacht.

Erstens: dass wir in einer digitalisierten Welt leben, in der es kein „Online“ und kein “Offline“ als separate Lebenswelten gibt. Wenn ich über digitale Technologien mit Menschen kommuniziere, dann ist das eine sehr reale Sache. Wenn ich in sozialen Netzwerken meine Meinung äußere, hat das auch außerhalb der sozialen Medien einen Effekt. Diese Einsicht mag nicht sonderlich neu sein, aber die langwährende Ablehnung der Smartwatch als Produktkategorie zeigt mir, dass ich bisher meinen Alltag und meine Denkmuster unbewusst doch im gewissen Sinne nach diesen Strukturen geordnet habe.

Zweitens: dass wir neue Technologien, auch wenn wir sie im Hier und Jetzt nicht verstehen und ihren Bedarf nicht nachvollziehen können, nicht voreilig ablehnen oder ihre Legitimation in ihrer Frühphase in Frage stellen sollten. Es gibt einfach zu viele Beispiele aus der kurzen Internet-Historie, die beweisen, dass anfangs lächerlich erscheinende Dienste und Produkte ihren vollen Impact erst Jahre später entfaltet haben. Auch das Smartphone gehört dazu.

Und vielleicht auch die Smartwatch.

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Luca Caracciolo