Apps | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Apps 2014-12-20T09:59:41Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/apps Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Fangfragen für Bewerber, Photoshop-Alternativen und Apps, die vom ersten Moment an überzeugen http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-58-585848/ 2014-12-20T09:59:41Z
Wie jede Woche stellen wir euch auch heute wieder die zehn beliebtesten Artikel der letzten sieben Tage zusammen. Mit dabei: Ein Print-Magazin mit eingebautem Like-Button, Tipps für das Onboarding …

Wie jede Woche stellen wir euch auch heute wieder die zehn beliebtesten Artikel der letzten sieben Tage zusammen. Mit dabei: Ein Print-Magazin mit eingebautem Like-Button, Tipps für das Onboarding neuer App-User und die besten Photoshop-Alternativen für Windows, Mac und Linux. Viel Spaß beim Stöbern!

1. App-Design: Wie ihr eure Nutzer vom ersten Moment an überzeugt

Eine Bedienungsanleitung ist das Eingeständnis eines Design-Fehlers. Doch wie schafft man Apps, die vom allerersten Moment überzeugen? Andrew Coyle hat sich ein paar perfekte Beispiele angeguckt.

Unser Artikel: App-Design: Wie ihr eure Nutzer vom ersten Moment an überzeugt

2. Die besten Photoshop-Alternativen für Windows, Mac und Linux

gehört zur Standardausrüstung von Designern und Fotografen, wären da nicht die vielen Photoshop-Alternativen. Sie erhalten vor allem im Zuge der Umstellung auf die Creative enormen Aufwind.

Unser Artikel: Die besten Photoshop-Alternativen für Windows, Mac und Linux

3. Semantisches HTML5: 10 Elemente, die du wahrscheinlich falsch nutzt

Eines der wichtigsten Features von ist die Möglichkeit, Inhalte in einen semantischen Kontext zu setzen. Gerade Googles Hummingbird zeigt uns, wohin die Reise gehen wird. In diesem Artikel zeigen wir euch, wie semantisches HTML5 zu schreiben ist. Mit dabei: Die Unterschiede zwischen em, i, strong und b.

Unser Artikel: Semantisches HTML5: 10 Elemente, die du wahrscheinlich falsch nutzt

4. Fangfragen nur für Bewerber? So fühlt ihr im Vorstellungsgespräch dem Arbeitgeber auf den Zahn [Interview]

Wie tickt eigentlich das Unternehmen? Welche Kultur wird gelebt? Wie steht es um die Aufstiegschancen? Bewerber sollten im Vorstellungsgespräch genau nachfragen, meint Karriere-Coach Karin Zintz-Volbracht im .

Unser Artikel: Fangfragen nur für Bewerber? So fühlt ihr im Vorstellungsgespräch dem Arbeitgeber auf den Zahn [Interview]

5. Guerilla-Marketing mal anders: Wie Sixt mit Tinder-Nutzern flirtet

Guerilla-Marketing auf Tinder? Sixt hat es versucht – auf gewohnt freche Art und Weise, wie ihr in diesem Beitrag erfahrt.

Unser Artikel: Guerilla-Marketing mal anders: Wie Sixt mit Tinder-Nutzern flirtet

6. Linkbuilding 2015: Content allein bringt keinen Umsatz

ist nicht mehr, was es einmal war. Wie sich die Anforderungen und Strategien im modernen Linkbuilding gewandelt haben, erklärt Stefanie Isabel Kobsa.

Unser Artikel: Linkbuilding 2015: Content allein bringt keinen Umsatz

7. WordPress 4.1 erschienen – Das ist neu

Unter dem Codenamen „Dinah“ ist in Anlehnung an die bekannte Jazz-Musikerin Dinah Washington eine neue Version von WordPress erschienen. WordPress 4.1 bringt unter anderem ein neues Standard-Theme sowie einen optimierten Modus für ablenkungsfreies Schreiben mit.

Unser Artikel: WordPress 4.1 erschienen – Das ist neu

8. Ein Print-Magazin mit funktionierendem Like-Button: Völlig verrückt oder visionär?

Leser-Blatt-Bindung, Verknüpfung von Print und Online, sauberes Tracking der Lesegewohnheiten – all das sind Dinge, mit denen Verlage seit beinahe zwei Jahrzehnten zu kämpfen haben. Eine brasilianische Werbeagentur hat eine Print-Anzeige konzipiert, die zeigt, dass es eigentlich nur ein bisschen Phantasie und Technik braucht.

Unser Artikel: Ein Print-Magazin mit funktionierendem Like-Button: Völlig verrückt oder visionär?

9. Gute Adressen sind nicht billig: Das waren die teuersten Domainverkäufe 2014

Auch wenn .com-Domains nach wie vor das meiste Geld einbringen, konnte sich der Verkäufer von kaffee.de immerhin über 100.000 Euro freuen. Für welche Domains 2014 das meiste Geld den Besitzer gewechselt hat, verraten wir euch in diesem Artikel.

Unser Artikel: Gute Adressen sind nicht billig: Das waren die teuersten Domainverkäufe 2014

10. Aus Scheiße Gold machen: Diese zwei Unternehmen sind auf einem guten Weg

Mit einem Geschenk von schenkscheisse.eu und shitexpress.com kann man unlieb­same Mit­men­schen überraschen. Das Geschäft läuft ganz gut.

Unser Artikel: Aus Scheiße Gold machen: Diese zwei Unternehmen sind auf einem guten Weg

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Lea Weitekamp
Follower-Einbruch: Instagram löscht Millionen von Spam-Accounts http://t3n.de/news/follower-einbruch-instagram-585772/ 2014-12-19T05:59:56Z
Die Foto-App hat ihre Fake-Profile bereinigt und sorgt für hohe Verluste. Der offizielle Instagram-Account verliert mit 18,9 Millionen ein Drittel seiner Follower, und auch Instagram-Stars wie …

Die Foto-App hat ihre Fake-Profile bereinigt und sorgt für hohe Verluste. Der offizielle Instagram-Account verliert mit 18,9 Millionen ein Drittel seiner Follower, und auch Instagram-Stars wie Justin Bieber haben Millionen von Fans verloren.

Instagram verliert Drittel seiner Follower

Vor wenigen Tagen noch rühmte sich Instagram damit, 300 Millionen aktive Nutzer zu haben – 100 Millionen mehr als Twitter. Doch die Zahl der Spam-Profile dürfte auch beachtlich gewesen sein. Die Foto-App bereinigte diese Woche ihre Nutzerschaft und löschte alle Spam-Konten. Das führte am Donnerstag zu Follower-Einbrüchen in Millionenhöhe.

Update vom 19. Dezember 2014: Instagram erklärte, das Netzwerk habe auch nach Löschung der Profile rund 300 Millionen Nutzer. Darüber hinaus wurden nicht nur Spam-Accounts gelöscht, sondern auch Konten die nach der Erstellung nicht genutzt wurden.

Den größen Verlust verbuchte dabei der offizielle Account von Instagram selbst. Wie der Entwickler Zach Allia in einer visuellen Analyse darstellt, hat das Profil knapp 18,9 Millionen Follower weniger, was die Reichweite um 29 Prozent sinken lässt. Von den Top 100-Konten der App zählt auch Teenie-Star Justin Bieber zu den großen Verlierern, ihm fehlen 3,5 Millionen User. Kim Kardashian gingen 1,3 Millionen Follower verloren, Beyonce „nur“ 832.000.

Instagram selbst hat durch die Bereinigung ein Drittel seiner Follower verloren. (Bild: Screenshot)
Instagram selbst hat durch die Bereinigung ein Drittel seiner Follower verloren. (Bild: Screenshot)

Ende der Spam-Bots

Tausende Nutzer bitten Instagram jetzt darum, die Follower-Zahlen wieder auf den alten Stand zu bringen. Andere wiederum freuen sich, dass endlich das Zukaufen von Reichweite aufgedeckt wird. Ein Sprecher des Unternehmens erklärt gegenüber Business Insider, dass es sich bei den gelöschten Profilen um Spam handelte oder Nutzer, die gegen die Geschäftsbedingungen verstoßen haben.

Schon im April 2014 hat der Dienst einen Teil der falschen Profile bereinigt. Wie viele Konten tatsächlich entfernt wurden, verraten die Betreiber nicht.

via bits.blogs.nytimes.com

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Elisabeth Oberndorfer
Cringle und DKB: Die Überweisungsapp, die innovativer sein will http://t3n.de/news/cringle-dkb-ueberweisungsapp-585248/ 2014-12-18T17:09:45Z
Wer kennt das nicht? Es ist Mittagspause, und Irgendjemand vergisst immer den Geldbeutel. Mit Cringle, einer App, die Geld überweist, können Vergessliche ihre Schulden direkt begleichen.

Wer kennt das nicht? Es ist Mittagspause, und Irgendjemand vergisst immer den Geldbeutel. Mit Cringle, einer App, die Geld überweist, können Vergessliche ihre Schulden direkt begleichen. Erledigt wird die Zahlung per Lastschrift und Überweisung. Es muss ja nicht immer die Mittagspause sein, es kann auch Abends passieren, wenn die gemütliche Freundesrunde gemeinsam Essen geht. Die Rechnung kommt und soll aufgeteilt werden. Einer hat seinen Geldbeutel nicht da, zwei haben's nicht passend – schwupps gibt's Chaos.

(Screenshot: Cringle)
(Screenshot: Cringle)

Viele Apps versuchen derzeit auf solche Szenarien aufzubauen und bieten Dienste, mit denen „Peer-to-Peer-Payments“ durchgeführt werden können. Peer-to-Peer steht hierbei sozusagen für das Bezahlen zwischen einzelnen Personen. Richtig durchstarten tun diese Dienste bisher nicht in Deutschland. Was Startups nicht daran hindert, sich trotzdem an neuen Konzepten zu dem Thema zu versuchen. Seit kurzem mit dabei: Cringle, ein Startup, das in Kooperation mit der Deutschen Kredit Bank (DKB) eine neue App eingeführt hat. Da beginnt schon das Besondere an dem Dienst Cringle: Die Zusammenarbeit mit einer traditionellen Bank ist für ein Fintech-Startup eher ungewöhnlich.

Cringle: Überweisungen per App

Zahl's einfach, so bewirbt Cringle seine App.  Die Funktionsweise beschreibt das Unternehmen so: Die Zahlung würde per Lastschrift direkt zwischen den Bankkonten transferiert. Ohne Zwischenkonto. App herunterladen, den Empfänger im Telefonbuch auswählen, und den gewünschten Betrag entweder senden oder anfordern. Der Empfänger soll entweder eine SMS bekommen, mit einem Link zur Eingabe der Bankdaten – oder den Betrag direkt auf seinem Konto gutgeschrieben bekommen, wenn er bereits Cringle-Nutzer ist.

Der Unterschied zu anderen Lösungen wie PayPal oder Payfriendz ist der Verzicht auf ein Wallet, auf ein Nutzerkonto, das aufgeladen werden kann oder extra aufgeladen werden muß. Statt erst Guthaben durch Lastschrifteinzug oder Kreditkarteneinzahlung auf ein separates Zwischenkonto zu laden, wird die Cringle-App nur verwendet um die Transaktionen durchzuführen. Und dem Nutzer einen Überblick über die Überweisungen zu verschaffen und die Verwaltung der laufenden Transaktionen zu ermöglichen. Der Verzicht auf ein Wallet ist ein gänzlich anderer Ansatz, der ganz offensichtlich darauf baut, dass in Deutschland Überweisungen und Lastschriften weit verbreitet und akzeptiert sind: das könnte in der Theorie auch etwas mehr Akzeptanz für den neuen Dienst Cringle schaffen.

Geld empfangen ist kostenlos, der Versand von Geld kostet aktuell zehn Cent, nach der Einführungsphase sollen die Transaktionsgebühren angehoben werden auf 20 Cent. Monatlich können Nutzer für 100 Euro Zahlungen versenden, danach ist Feierabend. In der App werden dafür „Geldwäsche-Bestimmungen“ angeführt, laut Tagesspiegel befürchten die Gründer Missbrauch und begrenzen deshalb die monatlichen Höchstumsätze.

Die App in der Übersicht – Bildergalerie

Sicherheit bei Cringle

Technisch betrachtet, ist zwar kein Zwischenkonto in Form eines Wallets an den Transaktionen beteiligt, aber sehr wohl eine Form des Zwischenkontos: Die Transaktionen werden über temporären Zwischenkonten der DKB abgewickelt. Das Geld wird per Lastschrift von der DKB eingezogen und auf sogenannten „segregierten Konten“ geparkt und von dort direkt weitertransferiert zum Empfängerkonto. Segregierte Konten sind eine Sonderform der Konten, die „fremdes“ Geld von eigenem Geld trennt. Beispielsweise bei Insolvenzen, ist so klar erkennbar wem das Geld gehört. Effektiv bedeutet das, die transferierten Guthaben können von Cringle nicht angefasst werden und sind durch die Tatsache, dass die Konten bei der DKB sind, durch den deutschen Einlagensicherungsfonds abgesichert.

Die Transaktionen selbst sollen mit einer zertifizierten 256-Bit-Verschlüsselung erfolgen, die Cringle wie folgt beschreibt: „Sämtliche Daten sind auf einem Europäischen Server bei unserem Partner Microsoft hinterlegt, der der EU-Datenschutz-Richtlinie (95/46/EC) entspricht und mit dem ISO/IEC 27001:2005-Zertifikat validiert ist. Der Austausch der Daten ist durch eine zertifizierte 256-bit SSL Verschlüsselung gesichert“.

Kurztest der Cringle-App

(Screenshot: Cringle)
Die Transaktion soll per SMS versandt werden, im kurzen t3n-Test wurde jedoch keine Eingabemaske für Bankdaten, sondern die Landingpage der App eingeblendet. Möglicherweise Anlaufschwierigkeiten des neuen Dienstes. (Screenshot: Cringle)

Die App ist schnell heruntergeladen, die Bedienung eingängig und die App verfügt über ein aufgeräumtes UI. Zuerst wird per Zwei-Faktor-Authentifizierung das Smartphone mit der App verbunden, dazu versendet Cringle eine SMS mit einer eindeutigen Kennung. Pin wählen, Bankkonto hinterlegen, die vollständigen Personalien werden abgefragt. Damit ist der Einrichtungsprozess abgeschlossen.

Der Senden-Button führt direkt in eine Kontaktliste, die auf dem eigenen Telefonbuch basiert. Kontakt auswählen, Betrag eingeben wahlweise noch einen Kommentar ins Betreff-Feld und auf Senden drücken. Der Empfänger bekommt dann eine SMS mit einem Link. Laut der Beschreibung sollte eigentlich im nächsten Schritt die Eingabe der Bankdaten für den Nutzer möglich sein, damit der Empfänger nicht zwangsweise die Cringle-App nutzen muss. Dieses Feature funktioniert allerdings im Test nicht, der Link schickt den Nutzer lediglich auf eine Landing-Page, die zum iOS-App-Store und zum Android-Market verlinkt. Ohne App geht zumindest in unserem Test erstmal doch nichts.

So sieht's, aus wenn die Zahlung per SMS eintrifft – Bildergalerie

Im kurzen Test habe ich zwei Transaktionen durchgeführt: einmal mit 1 Euro und einmal mit 5 Euro. Aktuell sind beide noch in der Schwebe, was aber soweit seine Richtigkeit hat: das Bankkonto muss erst noch verifiziert werden. Erst wenn das erledigt ist, kann die Transaktion endgültig ausgeführt werden. Die Verifizierung geschieht bei Cringle mit einer Minimal-Überweisung auf das von mir angegebene Konto. Im Verwendungszweck dieser Verifizierungs-Überweisung ist ein sechsstelliger Code enthalten, der nach der Eingabe in der App, das Cringle-Konto des Nutzers aktiviert.

Vorläufiges Fazit zu Cringle

Die Idee, dass der Geldtransfer auch ohne eine App auf der Gegenüberseite funktioniert, hätte einer solche App etwas mehr Zulauf bringen können. Angedacht scheint das laut Beschreibung zu sein, merkwürdigerweise funktioniert es nicht. Wir haben bei Cringle angefragt, sobald eine Antwort vorliegt, werden wir diese hier veröffentlichen.

Update vom 18. Dezember 2014: Soeben erreicht uns ein Statement von Cringle Mitgründer Joschka Friedag:

Wir werden in Zukunft die Möglichkeit bieten, dass Empfänger einer Transaktion sich nicht bei Cringle registrieren müssen. Dann wird dem Benutzer wahlweise zur Option gestellt, entweder einmalig seine Bankdaten zu hinterlegen oder eben sich die App herunter zu laden. Zur Markteinführung haben wir das Feature noch nicht rechtzeitig implementiert, da wir das Feature zunächst noch rechtlich und sicherheitstechnisch überprüfen müssen. Wir arbeiten an vielen weiteren Features um Zahlungen zwischen Freunden zu vereinfachen. Man sollte gespannt sein, was in den nächsten Monaten noch von uns kommt Joschka Friedag, Co-Founder Cringle | Via Skype 18.12.2014

In Deutschland geläufige Verfahren zu nutzen und dabei auf ein Wallet zur Aufladung zu verzichten, ist ein neuer Weg in diesem Bereich – genauso wie die Zusammenarbeit mit einer „klassischen“ Bank mit einem Fintech-Startup. Die Bedienung ist simpel, das Geld wandert nach der ersten Registrierung automatisch zwischen den Bankkonten hin- und her. Praktische Sache also. Trotzdem steht Cringle vor der gleichen Herausforderung wie Payfriendz und die anderen Dienste in diesem Bereich: genügend Nutzer für den eigenen Dienst zu begeistern. Ein etwas größerer Mehrwert, als nur die Zahlung zwischen einzelnen Personen, wäre da vielleicht hilfreich.

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Jochen G. Fuchs
UI-Kits, Frameworks, Tools und mehr: So legt ihr mit Googles Material Design los http://t3n.de/news/material-design-ui-kits-frameworks-icons-585564/ 2014-12-18T10:24:18Z
Von UI-Kits über Icons bis hin zu Frameworks und Tools: Wir liefern euch alle Ressourcen, die ihr braucht, um eigene Apps in Googles neuer Designsprache Material Design zu erstellen.

Von UI-Kits über Icons bis hin zu Frameworks und Tools: Wir liefern euch alle Ressourcen, die ihr braucht, um eigene Apps in Googles neuer Designsprache Material Design zu erstellen.

Google hatte Material Design im Rahmen der firmeneigenen I/O-Entwicklerkonferenz 2014 vorgestellt. Die Designsprache setzt vor allem auf kontrastreiche Farben, großflächige Elemente sowie auf Icons und Typografie als bestimmende Designelemente. Das Unternehmen setzt beispielsweise in der eigenen Inbox-App auf Material Design. Aber auch andere Entwickler werden dazu angehalten, Apps in diesem Look für Android oder das Web zu erstellen. Um euch den Einstieg so einfach wie möglich zu gestalten, wollen wir euch im Folgenden UI-Kits, Frameworks, Icons-Sets, Tools und weitere Ressourcen vorstellen, die euch bei der Gestaltung von Apps im Material-Design-Look helfen können.

Material Design: UI-Kits für eure nächste App

Material Design: Euch stehen verschiedene kostenlose und kostenplfichtige UI-Kits zur Verfügung. (Grafik: UI8)
Material Design: Euch stehen verschiedene kostenlose und kostenplfichtige UI-Kits zur Verfügung. (Grafik: UI8)

Glücklicherweise gibt es bereits einige hochwertige UI-Kits. Die besten haben wir euch an dieser Stelle herausgesucht.

Icons für eure App im Material-Design-Look

Material Design: Google stellt 750 Icons zur lizenzfreien Nutzung bereit. (Screenshot: Google)
Material Design: Google stellt 750 Icons zur lizenzfreien Nutzung bereit. (Screenshot: Google)

Google selbst hat 750 Icons für den Einsatz in Material-Design-Apps unter der freien Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht. Aber auch andere Designer haben sich an der Erstellung passender Icons versucht.

Material Design: Web-Apps anhand dieser Frameworks erstellen

Material Design: Neben Bootstrap-Templates gibt es auch schon verschiedene CSS-Frameworks im Material-Design-Look. (Screenshot: Materialize)
Material Design: Neben Bootstrap-Templates gibt es auch schon verschiedene CSS-Frameworks im Material-Design-Look. (Screenshot: Materialize)

Auch kostenlose CSS-Frameworks beziehungsweise Templates für bestehende Frameworks wie Bootstrap gibt es im Material-Design-Look. Welches euch am besten zusagt, müsst ihr allerdings selbst entscheiden.

Tool: Die passende Farbpalette für eure Material-Design-App generieren

Material Design: Mit Material Palette erstellt ihr schnell passende Farbpaletten. (Screenshot: Material Palette)
Material Design: Mit Material Palette erstellt ihr schnell passende Farbpaletten. (Screenshot: Material Palette)

Mit Material Palette gibt es eine praktische Web-App, mit der ihr euch ganz einfach eine passende Farbpalette für eure App generieren lassen könnt. Ihr müsst lediglich zwei Farben auswählen und das Tool erledigt den Rest. Die Palette könnt ihr euch anschließend in den Formaten CSS, SASS, SVG, XML, oder PNG herunterladen. Das Tool stammt von Matt Aussaguel, der auf seinem Blog Material Up auch schicke Beispiele für den Einsatz der Designsprache sammelt.

Wer mit den hier aufgelisteten Ressourcen sofort loslegen möchte, der sollte vorher noch einen Blick auf unseren Artikel „Leitfaden für Material Design: Google veröffentlicht Style-Guide für Android-Apps“ werfen.

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Kim Rixecker
Hardware für iPad-Apps: Adobe Ink und Slide jetzt auch in Deutschland verfügbar http://t3n.de/news/adobe-ink-slide-deutschland-585065/ 2014-12-15T10:45:44Z
Die neuen Eingabegeräte Ink und Slide von Adobe sind jetzt auch offiziell in Deutschland verfügbar. Die Gadgets werden bis Anfang Januar zum Sonderpreis von 174,99 US-Dollar angeboten.

Die neuen Eingabegeräte Ink und Slide von Adobe sind jetzt auch offiziell in Deutschland verfügbar. Die Gadgets werden bis Anfang Januar zum Sonderpreis von 174,99 US-Dollar angeboten.

Adobe: Ink und Slide zum Einführungspreis

Ab sofort können der druckempfindliche Eingabestift Ink und das digitale Lineal Slide, die Adobe im Juni dieses Jahres vorgestellt hat, offiziell auch in Deutschland bestellt werden – allerdings nur im Doppelpack. Bis Ende Januar gilt dabei beim Anbieter Adonit ein Sonderpreis von 174,99 US-Dollar (plus Versandkosten und Steuern). Ab 5. Januar 2015 werden dann 199 US-Dollar als regulärer Preis aufgerufen.

Adobe Ink und Slide jetzt auch für Kreative in Deutschland. (Foto: Adobe)
Adobe Ink und Slide jetzt auch für Kreative in Deutschland. (Foto: Adobe)

Mit den beiden Gadgets will Adobe Designer nicht zuletzt dazu motivieren, iPad-Apps wie Illustrator Line, Illustrator Draw, Photoshop Sketch und Brush CC zu verwenden. Durch die Eingabegeräte sollen präzisere Eingaben ermöglicht werden. Die Spitze des dreieckigen Stifts Ink aus Aluminium ist feiner als die gewöhnlicher Eingabegeräte. Das zehn Zentimeter lange Lineal Slide macht – aufgelegt auf das Tablet-Display – eine Hilfslinie in der Software sichtbar. Verbunden werden die Gadgets mit dem iPad via Bluetooth 4.0.

Um alle Funktionen von Ink und Slide sowie die Verbindung zu anderen Adobe-Diensten auszureizen, wird allerdings ein Creative-Cloud-Konto benötigt. Laut Adobe lässt sich Ink bisher nur beschränkt mit anderen Apps einsetzen. Die Vorstellung der digitalen Eingabegeräte im Sommer ging einher mit einigen Neuerungen bei der Creative Cloud.

via www.heise.de

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Jörn Brien
App-Design: Wie ihr eure Nutzer vom ersten Moment an überzeugt http://t3n.de/news/app-design-holt-neue-nutzer-583684/ 2014-12-14T08:45:01Z
Eine Bedienungsanleitung ist das Eingeständnis eines Design-Fehlers. Doch wie schafft man Apps, die vom allerersten Moment überzeugen? Andrew Coyle hat sich ein paar perfekte Beispiele angeguckt.

Eine Bedienungsanleitung ist das Eingeständnis eines Design-Fehlers. Doch wie schafft man Apps, die vom allerersten Moment überzeugen? Andrew Coyle hat sich ein paar perfekte Beispiele angeguckt.

Zites Guided Tour arbeitet mit Coach-Marks, die auf einem halbstransparenten Layer platziert sind.
Zites Guided Tour arbeitet mit Coach-Marks, die auf einem halbstransparenten Layer platziert sind. (Screenshots: Zite)

First time use (abgekürzt FTU) ist die Bezeichnung für die erste Begegnung eines Nutzers mit einer neuen App oder einem neuen Feature. Der Moment der ersten Verwendung gehört zu den Dingen, die entscheiden, ob eine App erfolgreich sein wird oder scheitert.

Wie man eine gute FTU erstellt

Die erste Interaktion in einer App sollte so einfach wie möglich sein. Viele Apps fordern als erste Interaktion die Eingabe der Daten für das Login. Das kann die Nutzerakzeptanz enorm vermindern. Benutzer wollen zuerst wissen, welche Vorteile die App ihnen bringt, bevor sie Namen, E-Mail-Adresse und so weiter preisgeben. Zite, der personalisierbare Medienaggregator, umgeht diese Hürde, indem er den Nutzer zuerst die für ihn interessanten Themen auszuwählen lässt, bevor er nach den Anmeldedaten fragt. Diese einfache Interaktion schafft eine erste Bindung und mindert den Widerwillen vor der Eingabe von persönlichen Daten.

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Um Benutzer nicht gleich als erstes mit der Abfrage von persönlichen Daten zu belästigen, lässt die App sie zuerst ihre bevorzugten Interessengebiete auswählen. (Screenshots: Zite)

Ein gutes Erstverwendungserlebnis ist eintscheidend für unbezahlte native Anwendungen. Die aktive Verwendung ist ein wichtiger Maßstab für diese Art Apps, weil sie zuverlässig voraussagt, wie hoch die Einkünfte aus einer späteren Nutzung sein können. Sie ist niedrig, wenn die App dem Nutzer keinen Anlass gibt, sie oft zu verwenden.

Der Nutzer sollte Vorteile des Produktes erkennen und einen Wert daraus schöpfen, bevor die App später einen Gegenwert des Nutzers erhält, nämlich Daten, in-App-Käufe, kostenpflichtige Abonnements etc.

In Apples App-Store erzielen alle umsatzstarken Apps ihre Einkünfte durch In-App-Käufe. Kein Wunder, das auf der Erstverwendung so viel Augenmerk liegt.

Eine Bedienungsanleitung ist das Eingeständnis eines Design-Fehlers

Es ist üblich, ein Produkt auf die Grundfunktionen zu reduzieren, die es ausmachen. Ziel des Designers sollte sein, die Applikation so einfach wie möglich und von Anfang an nutzbar und nützlich zu machen. Die Notwendigkeit, die App zu erklären, sollte auf ein Minimum zu reduziert werden. Aber natürlich können nicht alle digitalen Produkte schon an sich intuitiv sein.

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In Mailchimps Einführungstour werden wichtige Features der Anwendung mit Hinweisfenstern auf einem halbtransparenten Overlay erklärt. (Screenshot: Mailchimp.com)

Das Einbauen einer Guided Tour in eine App hilft dem Benutzer, die Features und Funkionen zu verstehen. So eine Einführung wird üblicherweise bei der ersten Benutzung angezeigt, und kann später auch im Kontext der Screens entdeckt werden. Sie zeigt dem Nutzer, wie er die App verwendet, in dem sie einen Überblick über die wichtigsten Funktionen gibt. Dieser Überblick wird normalerweise in der Form von Overlays oder durch hinweisende Markierungen angezeigt. Beim Overlay wird auf eine halbtransparente Ebene ein Dialogfenster mit den Informationen gesetzt. Hinweisende Markierungen können temporär direkt neben den Features erscheinen und zeigen bei Klicken oder Tippen ihre Nachricht.

Gestaltung einer Guided Tour

Es kann nerven, mit offensichtlichen oder obskuren Features belehrt zu werden. Eine Einführung sollte kurz und einfach zu überspringen sein. Der Benutzer möchte so schnell wie möglich den Nutzwert der App genießen – in Form einer guten User Experience. Das sollte man nicht aufs Spiel setzen, in dem man die App erst lang und breit erklärt.

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Slack verwendet schwebende Markierungen, die beim Klick Bedienhinweise für die darunterliegenden Elemente geben. (Screenshot: Slack)

Die Tour sollte zwischen 3 und 6 Schritten lang sein. Wenn man mehr als sechs Screens benötigt, sollte der Designer darüber nachdenken, die Erklärung in kontextbezogenen hinweisenden Markierungen unterzubringen. Slack, die Team-Messaging-App, macht das, in dem sie schwebende Hinweise über Bereichen der App verteilt. Werden sie geklickt, erklären sie das Element darunter.

Die Guided Tour ist am ehesten zu vergleichen mit einem Verkäufer, der dem Nutzer die Vorzüge, Features und Funktionen einer App erklärt. Der Text sollte in klaren, kurzgefassten Worten den Nutzen der App aufzeigen. Es ist wichtig, dass darin auch kritische Fragen angesprochen werden. Wenn beispielsweise eine App sich zu einem Social-Media-Benutzeraccount verbinden will, sollte man erklären, dass sie dort nichts ohne die Einwilligung veröffentlicht, oder warum sie es tut.

Das erste Nutzererlebnis sollte dem Nutzer ein Erfolgsgefühl vermitteln. Egal ob er nach Neuigkeiten, Verbindung, Unterhaltung oder nach der Lösung für ein Problem sucht – er meldet sich an, weil er mit seiner aktuellen Situation nicht zufrieden ist. Die App sollte einen Wert bieten, damit er Grund hat, wiederzukommen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf medium.com.

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Andrew Coyle
Startup-Pitch hautnah: Mit Styla und local.app auf der LeWeb in Paris http://t3n.de/news/startup-pitch-hautnah-styla-584713/ 2014-12-13T06:53:19Z
Insgesamt drei deutsche Startups haben es in das Finale des Startup-Wettbewerbs der LeWeb in Paris geschafft: Styla, local.app und Cuciniale. Wir haben zwei von ihnen durch den Wettbewerb begleitet.

Insgesamt drei deutsche Startups haben es in das Finale des Startup-Wettbewerbs der LeWeb in Paris geschafft: Styla, local.app und Cuciniale. Wir haben zwei von ihnen durch den Wettbewerb begleitet.

Styla: Die „Pioniere des Content-Commerce“

„Ein Magazin ist mit Abstand das beste Format, um Inhalte mit Produkten zu verknüpfen“, sagt Philipp Rogge und nimmt dabei selbstbewusst das Saalpublikum ins Visier. „Die Kombination von Publishing und E-Commerce schafft einen gigantischen neuen Markt.“

Wir befinden uns auf der LeWeb, einer der ältesten und prestigeträchtigsten Tech-Konferenzen, die es gibt – und Rogge und sein Mitgründer Franz Riedl haben es ins Finale des diesjährigen Startup-Wettbewerbs geschafft.

Die beiden haben eine Software entwickelt, die es erlaubt, die Produkte eines Onlineshops im Look and Feel eines Magazins zu präsentieren: Umrahmt von Texten und Geschichten, mit Videos und Bildcollagen. Und das alles, ohne sich mit Programmierung, Photoshop oder InDesign auskennen zu müssen. Inhalte hochladen, Knopf drücken – Styla macht den Rest. Kunden, die sich durch das Online-Magazin inspirieren lassen, können direkt auf die Bilder klicken und die gewünschten Produkte in den Warenkorb legen.

Startup-Pitch auf der LeWeb: In fünf Minuten alles geben

Mittlerweile hat Styla 18 Mitarbeiter und schon erste Kunden für seine Idee gewonnen, darunter Grazia, RTL, Mavi Jeans oder Lodenfrey. „Unsere KPIs zeigen, dass unsere Kunden mit dem Einsatz eines Styla-Magazins ihre Performance massiv steigern können,“ sagt Rogge. Wie massiv genau, das zeigt er heute in seinem Pitch: Mit Styla steigern Onlineshops die Zeit, die Kunden auf ihrer Seite verweilen, um 300 Prozent, die Konversionsrate steigt um 36 Prozent und die Social Shares durchschnittlich um 127 Prozent.

„Ich würde eure Software sofort kaufen.“

Rogge und Riedl haben nur fünf Minuten, um dem Publikum und den Juroren auf der LeWeb Prinzip und Potenzial von Styla zu vermitteln. Ihr Pitch wird zur Punktlandung. Im Anschluss löchert die Jury die beiden Gründer mit Fragen – und gibt Hinweise für die weitere Expansion: „Schaut euch den B2C-Markt an“, rät etwa Rodolfo Santana vom spanischen Accelerator „Digital Assets Deployment“. „Ich würde sofort eine Software kaufen, mit der ich ein schönes Magazin erstellen kann anstelle meines langweiligen Blogs.“

Direktes Feedback nach dem Startup-Pitch: Ein Großteil des Publikums ist von Styla angetan. (Foto: t3n)
Direktes Feedback nach dem Startup-Pitch: Ein Großteil des Publikums ist von Styla angetan. (Foto: t3n)

Local.app: „The last app you’ll ever download“

Styla ist nicht das einzige deutsche Startup, das in Paris auf der Bühne steht. Auch Leif Pritzel von local.app stellt sich dem kritischen Blick der Jury. Zusammen mit Nicolai Fröhlich hat er eine App entwickelt, die sich dem Aufenthaltsort des Nutzers anpasst: Läuft man zum Beispiel in ein Café, verwandelt sich local.app in die App des Cafés, ohne dass man diese suchen oder herunterladen muss. Geht man in einen Supermarkt, bietet die App einem vielleicht Gutscheine oder Treue-Aktionen an, im Restaurant ermöglicht sie das mobile Bestellen und Bezahlen. „Wie ein Chamäleon,“ wirbt Pritzel für die Idee. „Das, was du brauchst, wenn du es brauchst.“

Von local.app könnten in Zukunft nicht nur die Kunden profitieren, die weniger Apps installieren müssen, um in den Genuss lokaler Vorteile zu kommen. „Geschäfte können durch uns eine eigene, top-moderne App zu einem Bruchteil der normalen Kosten anbieten, und auch eigene Programmierkenntnisse brauchen sie nicht“, erklärt Pritzel dem Publikum.

„Das Hauptproblem liegt in der Distribution.“

Während er auf der Bühne demonstriert, wie sich die App abhängig von der lokalen Umgebung wandeln kann, nicken sich die Investoren in der Jury anerkennend zu. In der anschließenden Fragerunde hagelt es aber nicht nur Lob: Wie will das Startup gewährleisten, dass seine App die jeweilige Umgebung korrekt erkennt?, wollen die Investoren wissen. Und wie will Pritzel seine Idee flächendeckend auf den Markt bringen?

Nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum stellt Fragen an Leif Pritzel von local.app. (Foto: t3n)
Nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum stellt Fragen an Leif Pritzel von local.app. (Foto: t3n)

Das Hauptproblem liegt in ihren Augen in der Distribution. Local.App will sich zur Verbreitung zunächst auf die kleinen Shops und Cafés konzentrieren – ein Ansatz, den die Jury mit gemischten Gefühlen aufnimmt. „Das ist ein besonders hartes Segment, um als Startup Fuß zu fassen“, sagt John China von der Silicon-Valley-Bank. „Ich wünsche ihnen Glück – aber sie brauchen einen detaillierteren Plan.“

Von Berlin nach Paris über die „Lange Nacht der Startups“

Wenn man weiß, seit wie kurzer Zeit Leif Pritzel und Nico Fröhlich erst an ihrer Idee basteln, wundert es nicht, dass ihr Plan noch nicht perfekt ausgereift ist. Denn erst im September haben die beiden sich entschieden, Nägel mit Köpfen zu machen und zu gründen – keine drei Monate später stehen sie bereits hier, auf der LeWeb. So ganz können sie das selbst nicht glauben.

Leif Pritzel und Nico Fröhlich von local.app haben sich selbst mit ihrem Einzug in das Finale des LeWeb-Startup-Pitches überrascht. (Foto: local.app)
Leif Pritzel und Nico Fröhlich von local.app haben sich selbst mit ihrem Einzug in das Finale des LeWeb-Startup-Pitches überrascht. (Foto: local.app)

Ihr Ticket nach Paris haben die beiden in Berlin gelöst – beim regionalen Vorentscheid im Rahmen der Langen Nacht der Startups. „Das war eher eine Spontanaktion“, sagt Pritzel. „Alle Startups haben einen Tag vorher von einem Coach Hilfe bekommen, was bei uns dazu geführt hat, dass wir den gesamten Pitch noch mal umgeschmissen haben. Den habe ich dann den ganzen Abend auswendig gelernt – ich war super nervös.“ Und doch hat es zum Gruppensieg gereicht. Als Nachzügler schaffte es local.app in die Runde der LeWeb-Teilnehmer.

Styla hingegen hat den direkten Weg nach Paris genommen – über die Online-Bewerbung direkt auf der Website von LeWeb. „Eigentlich war es ganz einfach“, resümiert Rogge. „Wir haben unsere Daten eingegeben, dazu kamen ein paar Pitch-Materialien und ein Video, das unsere Technologie beschreibt. Dann kam schon direkt die Zusage.“

LeWeb Paris für Startups: Presse, Kontakte, Kunden

Von der Teilnahme erhofft Rogge sich, Styla in weiteren Kreisen bekannt zu machen und Kontakte zu Investoren und möglichen Partnern zu knüpfen. Und gegen Kunden aus Frankreich hätte er natürlich auch nichts. Mit ihrem Pitch sind er und Riedl sehr zufrieden: Schon während der Frage-Session nach ihrer Präsentation hat einer der Investoren eine möglichen Kooperation angesprochen – wenn das keine guten Vorzeichen sind.

„Der Gewinner heißt Jukedeck – gegen den Pitch im Rap-Format kam niemand an.“

Welche drei der 21 geladenen Startups sich im Finale präsentieren dürfen, dem letzten Programmpunkt am dritten Tag der LeWeb, entscheidet sich erst kurz vor der Show. Als die Stunde der Wahrheit gekommen ist, wird klar: Heute wird kein deutsches Startup mit auf der Bühne stehen. Stattdessen sind EasySize aus Dänemark, NaturalCycles aus Schweden und Jukedeck aus Großbritannien dabei. Der Gewinner wird später Jukedeck heißen: Ein Startup, das Nutzer mit seiner Software Musik produzieren lässt: auf Knopfdruck, individuell und ohne Urheberrechte zu verletzen. Mit seinem gerappten Startup-Pitch hat Gründer Ed Rex nicht nur die Herzen des Publikums, sondern auch der Juroren erobert.

Auch ohne einen Sieg beim Startup-Pitch der LeWeb sind Franz Riedl und Philipp Rogge zuversichtlich, was die Zukunft von Styla angeht. (Foto: Styla)
Auch ohne einen Sieg beim Startup-Pitch der LeWeb sind Franz Riedl und Philipp Rogge zuversichtlich, was die Zukunft von Styla angeht. (Foto: Styla)

„Wir sind schon ein bisschen enttäuscht“

Philipp Rogge macht keinen Hehl daraus, dass er enttäuscht über den Verlauf des Wettbewerbs ist. Die Reaktion der Juroren und auch das Feedback der anderen Startups und Besucher des Messestandes hatten den Eindruck erweckt, dass mehr für Styla drin sein könnte – zumindest ein Platz unter den Top-3-Finalisten. „Aber klar, wir sind natürlich auch voreingenommen, wir sind ja mit vollem Elan an die Sache herangegangen.“ Rogge gönnt seinen Konkurrenten den Sieg, betont aber auch, dass Styla sich in puncto Innovationskraft und Potenzial keineswegs hinter ihnen verstecken muss.

„Vielleicht sind wir einfach schon zu gut aufgestellt.“

Möglicherweise, so sagt er, lag es daran, dass Styla ein reines B2B-Startup ist. Oder auch daran, dass die Berliner insgesamt schon sehr weit gekommen sind: Mit einem Produkt, das live am Markt ist, Kunden aus 18 Ländern und Millionen von publizierten Styla-Magazinen. Die ausgezeichneten Startups auf der LeWeb befinden sich alle in deutlich früheren Phasen und sind daher unter Umständen mehr auf den prestigeträchtigen Titel angewiesen. Doch das sind alles Spekulationen: Konkretes Feedback haben die Teilnehmer von der Jury nicht bekommen.

Das gilt auch für local.app. Leif Pritzel war allerdings nicht überrascht davon, den Sprung unter die besten drei verpasst zu haben: „Wir sind schon vorher davon ausgegangen, dass wir nicht gewinnen werden.“ Für local.app ging es auf der LeWeb ohnehin vielmehr um neue Kontakte: zu Investoren, potenziellen Kunden und Medien. Daher habe man auch nicht so viel Zeit und Mühe in den eigentlichen Pitch investiert: „Andere haben weit mehr Aufwand betrieben und deshalb ist es aus unserer Sicht nur fair, dass sie auch gewonnen haben.“

„Die Begeisterung der Leute bestärkt uns enorm“

Die Zukunft der Digitalbranche: Teilnehmer der LeWeb-Startup-Competition in Paris. (Foto: t3n)
Die Zukunft der Digitalbranche: Teilnehmer der LeWeb-Startup-Competition in Paris. (Foto: t3n)

„Die LeWeb scheint nicht wirklich das Event zu sein, auf dem Investoren neue Investments scouten.“

Investoren haben sich allerdings weniger am Stand von local.app blicken lassen, sagt Pritzel: „Die LeWeb scheint nicht wirklich das Event zu sein, auf dem Investoren neue Investments scouten, sondern eher, um untereinander zu netzwerken.“ Das enttäuscht die beiden Gründer, denn immerhin sind sie derzeit auf der Suche nach Seed-Investoren. Dennoch sehen sie die geknüpften Kontakte und das Feedback, das sie an den drei Tagen erhalten haben, als wertvoll an. „Insgesamt waren die Leute von unserem Produkt begeistert, was uns natürlich bestärkt.“

Auch Philipp Rogge und Franz Riedl ziehen alles in allem eine sehr positive Bilanz aus ihrer LeWeb-Teilnahme. Vor allem in Sachen Neukundengeschäft hat sich für Styla einiges getan. „Wir haben konkretes Interesse von wirklich spannenden High-Fashion-, Retail- und E-Commerce-Unternehmen erhalten,“ sagt Rogge – so konkret, dass Team-Mitglied Marzena Czyzewski ihren Paris-Aufenthalt direkt verlängert hat, um erste Gespräche zu führen. Auch die Medien seien sehr interessiert gewesen.

„Für uns war die LeWeb ein enormer Erfolg,“ fasst Rogge zusammen. Und Leif Pritzel sieht das ganze mittlerweile sowieso mit einem Augenzwinkern: „Der High-Tech Gründerfonds hat mal eine Studie herausgebracht, nach der das Versagen von Startups am meisten mit dem Gewinnen von Preisen korreliert. Insofern hatten wir ja vielleicht sogar Glück.“

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Lea Weitekamp
„Wir müssen Profit machen, um für Facebook von Wert zu sein“: Instagram-Gründer Systrom über die Zukunft der Plattform http://t3n.de/news/muessen-profit-machen-um-fuer-584732/ 2014-12-12T11:12:34Z
Instagram hat am Mittwoch mitgeteilt, dass das Fotonetzwerk jetzt mehr als 300 Millionen Nutzer hat. Dieser Meilenstein unterstreicht den Wert, den die App für Facebook mittlerweile hat.

Instagram hat am Mittwoch mitgeteilt, dass das Fotonetzwerk jetzt mehr als 300 Millionen Nutzer hat. Dieser Meilenstein unterstreicht den Wert, den die App für Facebook mittlerweile hat. Das soziale Netzwerk hatte Instagram 2012 für eine Milliarde US-Dollar gekauft.

Aus welchem Blickwinkel man es auch betrachtet: Der Preis von einer Milliarde Euro, den Facebook für Instagram gezahlt hat, ist aus heutiger Sicht ein Schnäppchen. Schließlich konkurrieren die großen Tech-Firmen nach wie vor um Nutzer für ihre mobilen Ökosysteme. Instagram hat nun also auch Twitter hinter sich gelassen. Die Nachrichtenplattform hatte im Oktober von 284 Millionen Nutzern gesprochen. Allerdings unternimmt das Unternehmen derzeit einiges, um das nachlassende Nutzerwachstum wieder anzuheizen.

Instagram kevin systrom
Instagrams Mitgründer und CEO Kevin Systrom (Foto: Instagram)

Instagram-Mitgründer Kevin Systrom hat mit dem Wall Street Journal über sein Unternehmen, die Übernahme durch Facebook vor zwei Jahren und die Zukunft der Bilderplattform gesprochen. Hier ein bearbeiteter Auszug aus dem Interview:

WSJ: Facebook hat Instagram für eine Milliarde Dollar gekauft. Was ist es heute wert?

Kevin Systrom: Es ist nicht möglich, herauszufinden, wie viel wir alleine wert sind. Der Grund ist, dass ein Großteil des Wachstums und des Erfolgs nur durch unsere enge Beziehung zu Facebook ermöglicht wird.

WSJ: Wie wertvoll ist Instagram für Facebook?

Systrom: Instagram kann Generationen an Menschen ansprechen, die heute noch nicht bei Facebook sind. Ich glaube, dass das auch für Whatsapp gilt und auch für Firmen wie Oculus. Mark [Zuckerberg] weiß genau, dass man heute mehrere Dinge anbieten muss. Auf lange Sicht liegt unser größter Wert jedoch im Bereich Werbung. Wir sind da ziemlich einzigartig. Wir machen Markenwerbung. Daran sind die Werbekunden sehr interessiert. Am Ende des Tages können wir nicht einfach nur eine Absicherung sein. Wir müssen Profit machen, um für Facebook tatsächlich von Wert zu sein.

WSJ: Wie hoch sind die Werbeerlöse von Instagram? Wie schnell wachsen sie?

Systrom: Es hat ja erst vor sechs Monaten angefangen. Es ist ein Start. Und er ist vielversprechend. Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Wachstum. Wir haben allen gesagt, dass wir mit Absicht langsam loslegen, um die Community nicht abzuschrecken. Denn die ist wichtig für das Wachstum von Instagram. Für uns ist viel bedeutender, dass wir die Nutzermasse weltweit vergrößern, als dass wir zu schnell versuchen, möglichst viel Geld mit ihr zu verdienen.

Facebook gehören gleich drei Firmen mit über einer Milliarde Nutzern

WSJ: Mark Zuckerberg hat gesagt, dass ein Dienst eine Milliarde Nutzer braucht, bevor er als Geschäft interessant wird. Stimmen Sie ihm zu?

Systrom: Ich wette, dass er sagen wollte, dass die interessantesten Firmen auf der Welt die Unternehmen sind, die eine Milliarde Nutzer haben oder auf dem Weg dorthin sind. Das habe ich von ihm schon mehrmals gehört. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Firmen uninteressant sind, nur weil sie noch keine Milliarde Nutzer haben. Allerdings bin ich überzeugt, dass man im Bereich von mehreren hundert Millionen Nutzern sein muss, um eine kritische Masse zu erreichen. Und es gibt nicht viele Unternehmen, die es dorthin schaffen. Spannend ist jedoch, dass zu Facebook drei solcher Firmen gehören (Facebook, Instagram und Whatsapp). Und wenn man den Facebook Messenger dazuzählt, sind es sogar vier.

WSJ: Welches sind die größten Rivalen von Instagram?

Systrom: Ich achte nicht auf andere Tech-Firmen. Ich sehe mir ganze Branchen an. Bei Instagram geht es darum, Menschen überall auf der Welt mit Echtzeitinformationen zu vernetzen. Ich denke ans Fernsehen. Ich denke über die Nachrichtenbranche nach. Wir konkurrieren nicht mit Twitter und Google – zumindest nicht langfristig. Auch nicht mit Snapchat. Ich denke da eher an Print und TV.

Milliarden von Dollar fließen jedes Jahr in traditionelle Medien. Ein Großteil der Menschen verbringt jeden Tag mehr Zeit im Internet – besonders mobil. Man kann eine Bewegung erkennen. Immer mehr Geld wird in mobile Lösungen investiert – in Dinge wie Instagram.

WSJ: Könnte Instagram irgendwann eigene Inhalte produzieren – wie Youtube oder Netflix?

Systrom: Ich glaube nicht, dass wir irgendwann unsere eigenen Inhalte produzieren. Darauf möchte ich aber nicht festgenagelt werden. Wir sind vielmehr ein Zwischenhändler.

Relevante Werbung ja, Spam nein

WSJ: Sie haben zum Kampf gegen „Bots“ auf Instagram aufgerufen. Warum?

Systrom: Spam kann das Nutzerwachstum negativ beeinflussen. Die Menschen wollen keine zugespammte Plattform. Bots werden aus kommerziellen Gründen eingesetzt. Entweder zahlen Menschen, um zusätzliche Follower zu bekommen. Oder sie zahlen, damit ihr Produkt mehr Aufmerksamkeit bekommt oder damit jemand einen Newsletter abonniert.

WSJ: Welche Informationen werden zwischen Facebook und Instagram ausgetauscht?

Systrom: Wir setzen auf Facebook, um die Werbung auf Instagram zu schalten. Grundsätzlich sorgen wir dafür, dass allen klar wird, dass Informationen zwischen den Diensten unter dem Dach von Facebook ausgetauscht werden. Facebook hilft uns dabei, unseren Nutzern relevante Werbung zu präsentieren. Man möchte schließlich nicht, dass ein 50-Jähriger mit Interesse für Autos eine Anzeige für Schönheitsprodukte angezeigt bekommt, die sich eigentlich an Teenager richtet. Wenn man die Nutzer fragt, was sie am meisten hassen, dann ist es nicht, dass ihnen relevante Werbung angezeigt wird.

WSJ: Hat meine Instagram-Aktivität Einfluss auf die Werbung, die mir bei Facebook angezeigt wird?

Systrom: Ich glaube nicht, dass wir da im Moment irgendwelche Pläne haben.

WSJ: Stars und Personen des öffentlichen Lebens bekommen bald offizielle Abzeichen. Die Nutzer wissen dann, dass diese Accounts tatsächlich den entsprechenden Personen gehören. Geht es bei Instagram mehr um Eins-zu-eins-Kommunikation? Oder spricht eher ein Account zu vielen?

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Um Eins-zu-eins-Kommunikation geht es nicht, wenn Justin Bieber etwas postet und es 23,6 Millionen User sehen können. (Screenshot: Instagram)

Systrom: Momentan findet die Kommunikation eher von einem zu vielen Nutzern statt. Wenn ich Justin Bieber bin und 15 Millionen Follower habe, dann richte ich mich mit meinem Kanal mit jedem Beitrag an 15 Millionen Menschen.

Allerdings ist 1-zu-1-Kommunikation genauso wichtig – wenn von der Natur aus auch komplett anders. Das Messaging-Feature Instagram Direct hat mehr als 40 Millionen Nutzer. Wir merken also, dass sich die Menschen auf der Plattform auch privat untereinander austauschen wollen.

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Von Reed Albergotti

Ursprünglich publiziert bei wsj.de.

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WSJ Redaktion
Chromecast: App-Update erlaubt Screen Casting für alle Geräte ab Android 4.4.2 http://t3n.de/news/chromecast-app-update-screen-casting-584516/ 2014-12-11T10:25:47Z
Google hat seiner Chromecast-App ein Update spendiert, dank dem Chromecast-Nutzer jetzt die Screen-Casting-Funktion nutzen können – allerdings nur, wenn ihr Smartphone oder Tablet mindestens mit …

Google hat seiner Chromecast-App ein Update spendiert, dank dem Chromecast-Nutzer jetzt die Screen-Casting-Funktion nutzen können – allerdings nur, wenn ihr Smartphone oder Tablet mindestens mit Android 4.4.2 KitKat ausgerüstet ist.

Chromecast-Update soll Screen-Casting für (fast) alle erlauben

Bisher war das Screen-Casting-Feature, das die Übertragung des Smartphone- oder Tablet-Displays via Chromecast auf HDMI-fähige Geräte wie den Fernsehbildschirm erlaubt, auf einige wenige Geräte beschränkt. Mit dem Update der Chromecast-App auf die Version 1.9.6 soll diese Funktion jetzt Smartphones und Tablets zugänglich gemacht werden, die unter Android 4.4.2 oder neueren Android-Versionen laufen.

Chromecast-Update soll Screen Casting für (fast) alle Geräte bringen. (Foto: Google)
Chromecast-Update soll Screen Casting für (fast) alle Geräte bringen. (Foto: Google)

Allerdings kommt die Funktion zur Bildschirmübertragung in einer Beta-Version, das Screen-Casting könnte also etwas holprig laufen oder sonstige Performance-Probleme aufweisen. Nutzer werden beim Starten der Screen-Casting-Funktion von Google extra noch mal darauf hingewiesen: „Die Bildschirmübertragung ist für dieses Gerät nicht optimiert, das Ergebnis kann variieren.“ Wie das Ergebnis letztlich wirklich ausschaut, hängt auch von der Leistung des Mobilgeräts ab.

Neben der nützlichen Betaversion der Screen-Casting-Funktion lässt Google die Chromcast-App mit dem Update auch im schicken Material-Design erstrahlen. Darüber hinaus wurde auch der schon angekündigte Gastzugang freigeschaltet, der jetzt aktiviert werden kann.

Neue Chromecast-App-Version: Update als APK-Datei zum Download

Die neue Version der App sollte in den nächsten Tagen im Google-Play-Store downloadbar sein. Wer nicht so lange warten will, kann hier die entsprechende APK-Datei downloaden.

Chromecast
Download @
Google Play
Entwickler: Google Inc.
Preis: Kostenlos

via www.androidpolice.com

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Jörn Brien
IBM und Apple launchen erste gemeinsame Business-Apps http://t3n.de/news/ibm-apple-launchen-erste-584469/ 2014-12-11T08:58:30Z
IBM und Apple enthüllen am Mittwoch die ersten Früchte ihrer Zusammenarbeit, die sie im Sommer verkündet haben. Mit neun gemeinsam entwickelten Apps wollen die beiden Technologieriesen davon …

IBM und Apple enthüllen am Mittwoch die ersten Früchte ihrer Zusammenarbeit, die sie im Sommer verkündet haben. Mit neun gemeinsam entwickelten Apps wollen die beiden Technologieriesen davon profitieren, dass Unternehmen zunehmend im mobilen Zeitalter ankommen.

Die IBM MobileFirst-Apps, die auf den iPhones und iPads von Apple laufen, sollen Angestellten dabei helfen, spezielle Aufgaben zu erledigen. Zu den Zielgruppen zählen Mitarbeiter im Einzelhandel, bei der Polizei, bei Banken, Versicherern, Fluggesellschaften und im Kundendienst.

Eine App zum Beispiel soll Fluggesellschaften dabei helfen Geld zu sparen, indem Piloten mit iPads besser darüber entscheiden können, wie viel Treibstoff sie brauchen werden, sagen Apple und IBM. Flugbegleiter können die App außerdem nutzen, um Tickets umzubuchen, wenn ein Gast seinen Flug verpasst hat.

Eine weitere App für Kundendienstmitarbeiter bei Kabel- und Telekomfirmen nutzt die GPS-Funktionen von Apple-Geräten aus, um den Aufenthaltsort eines Nutzers auf einer Karte anzuzeigen und die ideale Route zwischen den Terminen zu planen.

Eine App namens Sales Assist soll Einzelhändlern helfen, basierend auf früheren Einkäufen zu entscheiden, was ins Sortiment soll.

Zwei Rivalen kommen zusammen

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Bridget van Kralingen, Senior Vice President für Global Business Services bei IBM

Bridget van Kralingen, Senior Vice President für Global Business Services bei IBM, sagt, dass 50 Kunden der Firma „Schmerzpunkte“ in ihren Branchen genannt hätten, bei denen diese Apps Abhilfe verschaffen sollen. Unter anderem nahmen die Citigroup, Sprint und Air Canada teil, berichtet IBM.

Entwicklungs- und Marketingkooperationen gehören in der Tech-Branche inzwischen zum Alltag. Doch die Kooperation zwischen IBM und Apple sticht heraus, da die beiden Firmen bis vor einigen Jahren noch Rivalen waren und ihr Kerngeschäft derzeit in ganz unterschiedlichen Bereichen ansiedeln.

IBM ist für große Computer, Software und Dienstleistungen bekannt und unterhält Beratungsverträge mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Das Unternehmen hat analytische Softwareprogramme entwickelt, die riesige Datenmengen durchsuchen und basierend darauf Empfehlungen aussprechen. Doch jetzt muss IBM dringend neue Kunden finden, denn seit zehn Quartalen konnte der Konzern schon nicht mehr seinen Umsatz steigern.

Apple hingegen spezialisiert sich auf das Geschäft mit Endverbrauchern. Das Unternehmen wächst im Vergleich zu IBM rasant, kämpft jedoch mit schwächeren iPad-Umsätzen. Diesem Problem könnte Apple mit einem breiteren Publikum entgegenwirken.

„Ich kenne kein zweites so breites und tiefgehendes Projekt wie dieses“

Im Rahmen ihrer Kooperation kümmert sich IBM und die Programmierarbeit für die neuen Apps, während Apple-Mitarbeiter sich um das Ästhetische und die Nutzerfreundlichkeit kümmern, sagt van Kralingen.

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Phil Schiller, Senior Vice President für Marketing bei Apple (Foto: Apple)

Die Unternehmen haben bisher keine Details über ihre finanziellen Abmachungen preisgegeben. IBM will jedoch nicht nur mit dem Verkauf der Apps Geld verdienen, sondern auch neue Beratungsverträge gewinnen, wenn Unternehmen personalisierte Versionen der Apps oder einen Datenaustausch zwischen den Apps und ihren zentralen Softwaresystemen wünschen.

Phil Schiller, Senior Vice President für Marketing bei Apple, sagt, dass etwa 100.000 IBM-Berater dabei helfen könnten, die Apps und die passende Hardware von Apple zu vertreiben. „Ich kenne kein zweites so breites und tiefgehendes Projekt wie dieses“, sagt er.

Doch das heißt nicht, dass die IBM-Apple-Allianz keine Konkurrenz hat. Große und kleine Firmen vertreiben mobile Apps für Unternehmen, und einige entwickeln sogar selbst passende Apps für ihr eigenes Geschäft. So manche dieser Apps basieren auf dem Google-Betriebssystem Android.

Eine Allianz mit Vorbildfunktion?

Die Partner könnten jedoch von der aufgestauten Nachfrage der Unternehmen profitieren, die lange Zeit Apps für ihre Kunden, aber nicht für ihre Angestellten entwickelt haben, sagt Heather Cox von Citi, die sich dort um Kundenerlebnis, Digitales und Marketing für das globale Privatkundenbanking kümmert. IBM und Apple seien außerdem in der Lage, schnell zu agieren. „Sie zeigen, dass sie sich schnell bewegen können“, sagt Cox. Citi erwäge derzeit, selbst Apps zu verwenden, die von Apple und IBM entwickelt werden.

Die Unternehmen könnten zu einem Vorbild für andere Entwickler werden. „Diese Partnerschaft hat die Chance zu beweisen, dass Apps schön und magisch sein können, auch im Geschäftsbereich“, sagt Maribel Lopez, deren Firma Lopez Research sich auf den mobilen Markt konzentriert. „Heute gibt es das noch nicht.“

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Von Don Clark

Ursprünglich publiziert bei wsj.de.

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WSJ Redaktion