Apps | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Apps 2014-07-25T06:04:15Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/apps Instagram-Leak deutet auf neue App hin http://t3n.de/news/instagram-leak-deutet-neue-app-559358/ 2014-07-25T06:04:15Z
Nutzer sahen im Stream einen Link zu einer App namens „Bolt“. Dahinter könnte sich ein Snapchat-Klon von Instagram oder ein neues Facebook-Produkt verbergen.

Nutzer sahen im Stream einen Link zu einer App namens „Bolt“. Dahinter könnte sich ein Snapchat-Klon von Instagram oder ein neues Facebook-Produkt verbergen.

Ein-Klick-Foto-App

Ein Banner, der kurzfristig bei einigen Instagram-Nutzern zu sehen war, könnte neue Pläne von Instagram oder dessen Eigentümer Facebook verraten. Im Stream der Android-Version war ein Hinweis zu „Bolt“, einer „One Tap Photo Messaging“-App zu sehen. Der dazugehörige Link führte in eine Sackgasse im Google Play Store.

Das Instagram-Team hat sich zu dem Leak nicht offiziell geäußert. Die Beschreibung der Ein-Klick-Foto-App deutet jedoch auf einen Snapchat-ähnlichen Dienst hin. Facebook hat mit Slingshot vor einigen Wochen selbst eine Antwort auf die populäre Messaging-App gelauncht, der große Erfolg blieb jedoch bisher aus. Auch Slingshot landete versehentlich einige Tage vor dem offiziellen Start im App Store. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass Instagram ebenso „versehentlich“ die App „Bolt“ veröffentlicht.

App oder Anzeige? Instagram sorgt mit diesem Hinweis für Spekulationen.
App oder Anzeige? Instagram sorgt mit diesem Hinweis für Spekulationen.

Ärger mit „Bolt“

Eine andere Theorie lautet, dass der Banner ein neues Werbeformat ist, das direkt zu App-Installationen im Google Play Store führt. Bisher ist Instagram weitgehend werbefrei, erste Experimente für bezahlte Anzeigen in Form von Bildern laufen bereits. Klar ist, dass Facebook derzeit stark in Standalone-Apps investiert und sich Snapchats Zielgruppe schnappen will. „Bolt“ könnte ein neues Produkt des internen Entwickler-Teams „Creative Labs“  sein.

Steckt hinter „Bolt“ tatsächlich eine neue Instagram-Anwendung, könnte das Unternehmen Ärger bekommen. Denn eine App mit diesem Namen existiert bereits im Play Store.

via www.theverge.com

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Elisabeth Oberndorfer
Schnäppchenjäger aufgepasst: Google bietet viele Android-Apps günstiger an http://t3n.de/news/google-play-store-summer-sale-559296/ 2014-07-24T14:14:16Z
Es scheint, als stünde der „Summer Sale“ in Googles Play-Store bevor. Schon jetzt sind dutzende Apps und Games zu einem vergünstigten Preis erhältlich. Welche das sind, erfahrt ihr in unserem Artikel.

Es scheint, als stünde der „Summer Sale“ in Googles Play-Store bevor. Schon jetzt sind dutzende Apps und Games zu einem vergünstigten Preis erhältlich. Welche das sind, erfahrt ihr in unserem Artikel.

Sommerschlussverkauf im Play-Store? Diese Apps bietet Google derzeit günstiger an

Android-Nutzer können sich freuen. Derzeit werden viele Apps in Googles Play-Store zu einem vergünstigten Preis angeboten. Zwar gibt es noch keine offizielle Landingpage für das Angebot, die Anbieter der Apps werben in der Beschreibung aber bereits mit dem „Summer Sale“. Auch die Preise wurden augenscheinlich bereits angepasst und liegen oft 50 Prozent unter dem regulären Preis.

Es scheint auch eine ganze Reihe Freemium-Games zu geben, bei denen In-App-Einkäufe derzeit zu einem reduzierten Preis durchgeführt werden können. Wir haben sie aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht mit in unsere Aufstellung einbezogen. Im Folgenden findet ihr eine Liste der reduzierten Apps und Games.

„Summer Sale“ im Play-Store: Bei diesen Android-Apps könnt ihr derzeit sparen

Summer-Sale im Play-Store: Derzeit bietet Google viele Apps zu einem reduzierten Preis an. (Screenshot: Play-Store)
Summer-Sale im Play-Store: Derzeit bietet Google viele Apps zu einem reduzierten Preis an. (Screenshot: Play-Store)

Beautiful Widgets Pro Beautiful Widgets Pro @ Google Play
Preis: 0,83 €
Galaxy Pack Galaxy Pack @ Google Play
Preis: 0,89 €
Asteroids Pack Asteroids Pack @ Google Play
Preis: 0,89 €
Bright Weather Bright Weather @ Google Play
Preis: Kostenlos
WeatherPro HD for Tablet WeatherPro HD for Tablet @ Google Play
Preis: 0,99 €
WeatherPro WeatherPro @ Google Play
Preis: 0,99 €
AlertsPro - Unwetterzentrale AlertsPro - Unwetterzentrale @ Google Play
Preis: 0,99 €
MeteoEarth MeteoEarth @ Google Play
Preis: 0,99 €
Runtastic Heart Rate PRO Runtastic Heart Rate PRO @ Google Play
Preis: 0,99 €
Runtastic Mountain Bike PRO Runtastic Mountain Bike PRO @ Google Play
Preis: 1,99 €
Runtastic Push-Ups PRO Runtastic Push-Ups PRO @ Google Play
Preis: 0,99 €
Runtastic Sit-Ups PRO Runtastic Sit-Ups PRO @ Google Play
Preis: 1,19 €
Touchless Notifications Pro Touchless Notifications Pro @ Google Play
Preis: 0,89 €

„Summer Sale“ im Play-Store: Bei diesen Android-Games könnt ihr derzeit sparen

Summer-Sale: Auch Android-Games gibt es teilweise zu einem günstigen Preis in Googles Play-Store. (Screenshot: Play-Store)
Summer-Sale: Auch Android-Games gibt es teilweise zu einem günstigen Preis in Googles Play-Store. (Screenshot: Play-Store)

Reaper Reaper @ Google Play
Preis: Kostenlos
Zombies, Run! Zombies, Run! @ Google Play
Preis: 1,79 €
Iron Force Iron Force @ Google Play
Preis: Kostenlos
Sprinkle Islands Sprinkle Islands @ Google Play
Preis: 0,91 €
Little Big Adventure Little Big Adventure @ Google Play
Preis: 1,45 €
FINAL FANTASY III FINAL FANTASY III @ Google Play
Preis: 6,49 €
FINAL FANTASY IV FINAL FANTASY IV @ Google Play
Preis: 7,00 €
Dead Space™ Dead Space™ @ Google Play
Preis: 1,79 €
Guns'n'Glory WW2 Premium Guns'n'Glory WW2 Premium @ Google Play
Preis: 0,99 €
MONOPOLY Millionär MONOPOLY Millionär @ Google Play
Preis: 0,50 €
NBA JAM by EA SPORTS™ NBA JAM by EA SPORTS™ @ Google Play
Preis: 0,89 €
Temple Run: Oz Temple Run: Oz @ Google Play
Preis: 0,75 €
Terraria. Terraria. @ Google Play
Preis: 1,48 €
Worms 3 Worms 3 @ Google Play
Preis: 1,99 €
Superfrog HD Superfrog HD @ Google Play
Preis: 0,79 €

Wir dürfen gespannt sein, ob Google bald eine entsprechende Übersichtsseite für den ¡Summer Sale“ einrichtet und welche Apps und Games sich dort noch finden lassen. Wer sich für weitere Schnäppchen interessiert, der sollte einen Blick auf unseren Artikel „Die 20 besten Quellen für kostenlose Android-Apps“ werfen.

Haben wir eine App oder ein Spiel übersehen? Dann teilt es uns in den Kommentaren mit.

via www.androidnext.de

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Kim Rixecker
eBay greift Amazon Fire Phone an: Redlaser, die Shopping-App für Google Glass http://t3n.de/news/ebay-redlaser-google-glass-559179/ 2014-07-24T11:30:44Z
Die Shopping-App RedLaser ist eBays erster Schritt zum Glass-Commerce: Eine Preisvergleichs-App, die Nutzer on- und offline schnell zum gesuchten Produkt führen soll. Wir stellen euch die App und …

Die Shopping-App RedLaser ist eBays erster Schritt zum Glass-Commerce: Eine Preisvergleichs-App, die Nutzer on- und offline schnell zum gesuchten Produkt führen soll. Wir stellen euch die App und die Hintergründe zum „Zero-Effort-Commerce“ vor.

RedLaser ist eine Produktsuchmaschine im App-Format: Barcode scannen und das günstigste Produkt anzeigen lassen. Jetzt launcht eBay RedLaser auch für Google Glass. Damit greift eBay eine Entwicklung auf, die Amazon schon mit dem Fire Phone und seinem Feature „Firefly“ voranzutreiben versucht: „Zero-Effort-Commerce“. Je weniger Aufwand der Kunde betreiben muss, um so höher ist die Chance, dass ein Einkauf stattfindet – so die Idee hinter dem Begriff.

(Quelle: google.com/glass)
Google Glass: Noch befindet sich Verbindung zwischen E-Commerce und Wearables in der Entwicklungsphase. (Quelle: google.com/glass)

Redlaser für Google Glass

RedLaser geht bisher mit iOS- und Android-Geräten auf die Suche nach den günstigsten Preisen für ein gesuchtes Produkt. Da RedLaser eine Entwicklung von eBay ist, spuckt die App nach dem Scan eines Barcodes unter anderem auch ein Suchergebnis für ein eBay-Angebot aus – aber nicht hauptsächlich, sondern nur als eines von vielen.

Neben den Angeboten aus diversen Onlineshops zeigt RedLaser auch Angebote lokaler Händler aus der näheren Umgebung an. Kaufen oder bezahlen ist mit RedLaser nicht möglich, die App leitet nur auf das entsprechende Angebot weiter.

(Screenshot: Redlaser)
Screenshots aus der Google-Glass-App RedLaser: Auswahl eines Produkts und Navigation zu einem lokalen Händler.(Screenshot: Redlaser)

Die Funktionen der Smartphone-App sind für die Glass-App übernommen und angepasst worden. Per Sprachsteuerung oder Barcode-Scan geht es zum gewünschten Produkt:

  • „OK, Glass. Find a product“ sucht anhand einer Spracheingabe nach einem Produkt.
  • „OK, Glass. Scan a barcode“ sucht anhand des Barcodes nach einem Produkt.

Lokale und Online-Suchergebnisse werden zuerst parallel dargestellt, dann kann der Nutzer entscheiden, ob er lieber beim lokalen Händler einkaufen geht – oder seine neuen Kopfhörer doch online bestellt. Entscheidet sich der Nutzer für einen lokalen Einkauf, führt RedLaser ihn direkt zum Händler. Entscheidet sich der Nutzer für gar kein Angebot, lassen sich zumindest noch ähnliche Produkte anzeigen.

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RedLaser: Die Produktsuche anhand eines Barcodes. (Screenshot: RedLaser)

Zukunftsaussichten für RedLaser

Monetarisierung ist für die Glass-Commerce-App Redlaser noch keine in Sicht – weder Payment-Option noch ein direkter Kaufen-Button sind vorhanden. Bisher wirkt RedLaser noch wie ein Experiment, das eher dazu dient, Erfahrungen mit dem Nutzerverhalten zu machen, als tatsächlich Erträge abzuwerfen. TechCrunch verweist allerdings auf bestehende eBay-RedLaser-Kooperationen – die laut ungenannter Quellen von der Smartphone-App auch auf die Glass-App erweitert werden sollen. Als Beispiel nennt das Magazin eine Kooperation mit der Elektronik-Kette BestBuy.

Im Gespräch mit TechCrunch verrät eBays Vice-President Steve Yankovich, dass Payment einer der möglichen nächsten Schritte sein könnte. Zusätzlich hat eBay ein Auge auf das Thema Bilderkennungstechnik geworfen, im Moment sei aber noch nicht die nötige technische Grundlage dafür da – die Kameraqualität stehe als Hindernis noch im Weg.

Eine unmittelbare Monetarisierung ist auch angesichts der geringen Verbreitung von Google Glass noch eher unrealistisch, es ist also verständlich, dass eBay erst mal mit den technischen Möglichkeiten experimentiert, bevor sich das Unternehmen den noch in der Ferne liegenden Monetarisierungsmodellen widmet.

Was steckt hinter Zero-Effort-Commerce?

Hauptsächlich geht es hier um das Lieblingskind des E-Commerce: die Konversionsrate. Soundsoviele Menschen interessieren sich für ein Produkt, aber nur ein bestimmter Prozentsatz kauft es. Diesen Prozentsatz zu optimieren, ist die erfolgversprechendste und schnellste Methode zur Umsatzsteigerung. Bei der Optimierung der Konversionsrate geht es vereinfacht ausgedrückt darum, Barrieren abzubauen, die als Hindernis vor einem Kauf stehen.

Im Falle der Glass-App RedLaser geht eBay wohl davon aus, dass der Aufwand für den potentiellen Einkauf schon beim Herausziehen des Smartphones aus der Hosentasche beginnt. Die Nutzung der Brille mit einem Sprachkommando soll also weniger Aufwand bedeuten und sich nahtloser in den Alltag integrieren. Was wiederum in einem Impulskauf enden kann – beziehungsweise enden soll.

Amazon hat kürzlich mit dem Fire Phone und der integrierten Produktsuchfunktion „Firefly“ ein ausgereiftes Instrument für einen Impulskauf vorgestellt. Die Bilderkennungstechnik der Produktsuche ist auch ein gewaltiger Schritt zum Zero-Effort-Commerce, wie ich erst kürzlich in meinem Kommentar „Das Amazon Fire Phone ist kein Smartphone, sondern ein Onlineshop für die Hosentasche“ festgestellt habe.

Zero-Effort-Commerce ist der Traum eines jeden Vermarkters oder Händlers: ein Impulskauf, dem keinerlei Aufwand im Wege steht.

„Ok, Glass! Beam me to Karstadt.“

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Jochen G. Fuchs
Foursquare: Neue App und neues Logo vorgestellt http://t3n.de/news/foursquare-neue-app-neues-logo-559140/ 2014-07-24T04:30:23Z
Foursquare hat seine neue App vorgestellt, die sich nach der Abspaltung von Swarm nur noch um „Location Discovery“ kümmern soll, und damit in Konkurrenz zu Yelp treten möchte.

Foursquare hat seine neue App vorgestellt, die sich nach der Abspaltung von Swarm nur noch um „Location Discovery“ kümmern soll, und damit in Konkurrenz zu Yelp treten möchte. Gleichzeitig hat Foursquare ein neues Logo vorgestellt.

Erste Bilder bereits vor einigen Wochen bei t3n

Bereits vor einigen Wochen hatten wir bei t3n die ersten Screenshots von der neuen Foursquare-App veröffentlicht. Nun hat Foursquare offiziell seine neue App angekündigt, und erste Screenshots dazu im eigenen Blog veröffentlicht. Gegenüber unseren Vorab-Bildern hat sich optisch außer ein paar Detail-Korrekturen nicht mehr viel getan. Zusammen mit der neuen App gibt sich Foursquare auch eine neue optische Identität.

Foursquare konzentriert sich auf Location Discovery

Die neue App verzichtet nun vollkommen auf Gamification-Elemente und das beliebte Check-In-Feature. Diese Aspekte gehen komplett in die neue App namens Swarm über. Foursquare konzentriert sich komplett auf sogenannte „Location Discovery“-Funktionen. Also das Auffinden und Vergleichen von Lokalitäten wie Restaurants, Bars, Frisören oder Supermärkten. Damit hört der größte Foursquare-Konkurrent in Zukunft auf den Namen „Yelp“.

Die neue Foursquare-App lagert alle Check-In-Funktionen an „Swarm“ aus. (Quelle: blog.foursquare.com)
Die neue Foursquare-App lagert alle Check-In-Funktionen an „Swarm“ aus. (Quelle: blog.foursquare.com)

Die neue App soll sich außerdem individuell an den Nutzer anpassen und dessen Vorlieben kennenlernen. So behauptet Foursquare, dass die Startseite bei keinen zwei Nutzern gleich aussehen soll. Zusätzlich soll man laut dem Ankündigungs-Post auch „Experten“ folgen können. Wie genau diese Funktion in der Praxis aussehen wird, ist noch unklar.

Die Startseite der neuen Foursquare-App soll sich individuell an jeden Nutzer anpassen und dessen Vorlieben berücksichtigen. (Quelle: blog.foursquare.com)
Die Startseite der neuen Foursquare-App soll sich individuell an jeden Nutzer anpassen und dessen Vorlieben berücksichtigen. (Quelle: blog.foursquare.com)

Neues Logo kommt zusammen mit neuer Foursquare-App

Die fertige App soll „in wenigen Wochen“ erscheinen. Ab sofort sollen aber alle Check-In-Funktionen aus der aktuellen App-Version entfernt und nach Swarm exportiert werden. Alle bestehenden Datensätze bleiben dabei vorhanden. Zusammen mit der Ankündigung der neuen App hat Foursquare auch ein neues Logo vorgestellt, welches eine Mischung aus einem „Karten-Pin“ und einem Superhelden-Logo darstellen soll.

Das neue Foursquare-Logo soll einen „Karten-Pin“ und ein Superhelden-Emblem vereinen. (Quelle: blog.foursquare.com)
Das neue Foursquare-Logo soll einen „Karten-Pin“ und ein Superhelden-Emblem vereinen. (Quelle: blog.foursquare.com)

via blog.foursquare.com

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Moritz Stückler
„Charles, die nächste API bitte!“ – So kommst du an Daten aus undokumentierten Schnittstellen http://t3n.de/news/charles-naechste-api-bitte-559033/ 2014-07-23T14:44:02Z
Nicht jeder App-Entwickler bietet eine offene, gut dokumentierte API an. Wir zeigen euch am Beispiel des Debugging-Proxies Charles, wie ihr trotzdem an die Daten kommt.

Nicht jeder App-Entwickler bietet eine offene, gut dokumentierte an. Wir zeigen euch am Beispiel des Debugging-Proxies Charles, wie ihr trotzdem an die Daten kommt.

Private APIs: So kommt ihr an die Daten

Wir leben in einer Welt, in der unzählige Dienste und offene, gut dokumentierte Programmierschnittstellen anbieten. Doch längst nicht jeder App-Entwickler schätzt diese Form der Offenheit. Aber irgendwoher bekommen auch deren Smartphone- und Tablet-Apps ihre Daten.

Der Londoner Entwickler Tim Rogers beispielsweise nutzte einen Proxy, um die nicht-öffentlichen APIs von American Express, British Airways und Rap Genius zu erkunden und auf die damit verfügbaren Daten zuzugreifen. In einem Blog-Beitrag erklärte er, wie er dazu die Debugging-Poxy-Software Charles verwendet hat. Für uns Grund genug, seiner Erklärung zu folgen und einen Blick auf das Tool zu werfen.

Web-Debugging-Proxy: Mit einem Tool wie Charles könnt ihr den ausgehenden Traffic eures Smartphones überwachen und aufzeichnen. (Screenshot: t3n)
Web-Debugging-Proxy: Mit einem Tool wie Charles könnt ihr den ausgehenden Traffic eures Smartphones überwachen und aufzeichnen. (Screenshot: t3n)

Charles: So legt ihr mit dem Proxy los

Charles gibt es für OS X, Windows und Linux. Es existiert eine Testversion, die ihr 30 Tage nutzen könnt. Allerdings schließt sich diese Version nach 30 Minuten selbstständig. Der Preis für die Vollversion beträgt 50 US-Dollar – ab fünf Lizenzen bekommt ihr vom Anbieter Rabatt. Außerdem würden sich natürlich auch andere Web-Debugging-Proxy-Tools für die Aufgabe eignen.

Unter OS X müsst ihr zur Installation nur die DMG-Datei öffnen und die App in euer Programmverzeichnis verschieben. Um den ausgehenden Traffic eures Smartphones mit Charles zu überwachen, müsst ihr jetzt die entsprechenden Einstellungen vornehmen. Viele Apps werden über eine per SSL verschlüsselte Verbindung mit ihrer API kommunizieren. Die Daten könnt ihr also nicht so einfach auslesen.

Ihr könnt Charles aber als Mittelsmann verwenden, der sein eigenes Zertifikat vorzeigt, die Daten ausliest, und erst dann an den eigentlichen Server weiter verschickt. Dazu müsst ihr das Zertifikat charlesproxy.com/charles.crt auf eurem iOS- oder Android-Smartphone installieren. Wichtig: Das Zertifikat solltet ihr nach eurem Test unbedingt wieder entfernen. Ansonsten könnten andere Nutzer eure Verbindungen mitschneiden, wenn ihr nicht damit rechnet.

APIs ausspähen: So nutzt ihr Charles

Um mit dem Proxy alle HTTP-Anfragen eures Smartphones abzufangen, müssen euer Computer und euer Smartphone im selben WLAN angemeldet sein. Anschließend müsst ihr die IP-Adresse eures Rechners rauskriegen. Unter OS X findet ihr sie unter Systemeinstellungen > Netzwerke. Jetzt müsst ihr den Proxy auf eurem Smartphone einrichten. Unter iOS müsst ihr dazu auf das Icon neben eurer WLAN-Verbindung klicken und bis „HTTP Proxy“ runterscrollen. Diesen Wert setzt ihr auf „Manual“, die IP eures Rechners in das Server-Feld ein und wählt 8888 als Port aus.

Unter Android gestaltet sich der Vorgang je nach Version des Betriebssystems unterschiedlich. Unter den Android-Versionen Ice Cream Sandwich und Jelly Bean reicht es, längere Zeit auf den Netzwerknamen zu tippen. Daraufhin müsste sich ein Menü öffnen. Jetzt klickt ihr auf „Netzwerk ändern“ und scrollt anschließend bis zum Auswahlfeld „Erweiterte Optionen anzeigen“. Unter dem Feld „HTTP Proxy“ gebt ihr anschließend wie gehabt die IP-Adresse eures Rechners und den Port 8888 an.

Charles zeigt euch alle HTTP-Requests und die entsprechenden Antworten des Servers auf einer einfachen Oberfläche an. (Screenshot: t3n)
Charles zeigt euch alle HTTP-Requests und die entsprechenden Antworten des Servers auf einer einfachen Oberfläche an. (Screenshot: t3n)

Charles im Einsatz: So zeigen sich eure Apps

Anschließend müsst ihr nur noch Charles öffnen. Auf der linken Seite seht ihr alle Verbindungen die über den Proxy laufen. Wenn ihr jetzt eine neue App öffnet, sollten auch ihre Verbindungen angezeigt werden. Wenn die App, für deren private API ihr euch interessiert, eine Verbindung über HTTPS aufbaut, müsst ihr per Rechtsklick „SSL Proxying“ aktivieren, um die verschlüsselten API-Aufrufe lesen zu können.

Jetzt heißt es „Trial and Error“. Tim Roger empfiehlt, in der Ziel-App rumzuklicken und die Dinge zu tun, die ihr gerne über die API automatisieren würdet. Im Fall der Rap-Genius-App wollte er beispielsweise die Anmerkungen zu Songs runterladen. Also rief er einen Song mit der App auf und guckte sich anschließend in Charles den entsprechenden Request an.

Die Header-Informationen zu „User-Agent“, „Accept“ und „Content-Type“ sollten vermutlich nicht verändert werden. Generell könnte es unterschiedliche Authentifizierungs-Mechanismen geben und ihr werdet etwas experimentieren müssen. Nachdem ihr den Request verstanden habt, solltet ihr einen Blick auf den Response werfen. Da heute viele APIs mit JSON arbeiten, sollte ihr versuchen, euch die Antwort von Charles als JSON-Text anzeigen zu lassen. Alles in allem müsst ihr nur den Request und das zurückgegebene JSON-Format verstehen, um eine API nachbauen zu können.

Private APIs abschnorcheln: Lohnt sich das? Und: Sollte ich das überhaupt?

Bevor ihr jetzt aber einen Haufen Arbeit in die Entdeckung undokumentierter APIs steckt, sollten euch zwei Dinge klar sein. Erstens: Die API könnte sich jederzeit ändern. Immerhin sind die Entwickler niemandem Rechenschaft schuldig, wie ihre App mit ihrem Service kommuniziert. Und eine Änderung kann eure gesamte Detektivarbeit zunichte machen.

Zweitens: Rein rechtlich gesehen bewegt ihr euch zumindest auf dünnem Eis. Tim Rogers hat nach eigenem Bekunden bisher keine Probleme bekommen, andere Entwickler allerdings schon. Es ist nicht auszuschließen, dass ein Unternehmen auch rechtliche Schritte einleitet, wenn ihr eure Entdeckung öffentlich macht oder sogar einen kommerziellen Dienst auf Basis einer privaten API oder damit gewonnener Daten aufmacht.

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Kim Rixecker
Facebook lässt Mobile App-Ads nach Geräten filtern http://t3n.de/news/facebook-laesst-mobile-app-ads-558875/ 2014-07-23T06:04:23Z
Das neue „Device Level Targeting“ ermöglicht das Eingrenzen der Zielgruppe nach bestimmten Endgeräten und Firmware-Versionen. Bisher konnten Entwickler und Werber mit den Targeting-Optionen von …

Das neue „Device Level Targeting“ ermöglicht das Eingrenzen der Zielgruppe nach bestimmten Endgeräten und Firmware-Versionen. Bisher konnten Entwickler und Werber mit den Targeting-Optionen von Facebook nur das Betriebssystem definieren.

Targeting auf Geräte-Ebene

Wer seine App auf Facebook bewerben will, hat dafür künftig effizientere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Bei seinem Mobile App-Ads-Programm ließ das Social Network die Zielgruppe bisher nur nach dem Betriebssystem eingrenzen. Mit dem „Device Level Targeting“ kann das gewünschte Publikum auch nach Endgeräten definiert werden.

So kann ein Werbeformat für Nutzer eines Google Nexus 10-Tablets mit einer Android-Version höher als 3.0 ausgespielt werden, gibt Facebook als Beispiel vor. Auch die Verbindung, wie zum Beispiel Wifi-only, dient als Targeting-Kriterium.

Facebook lässt das Werbepublikum nach Endgeräten filtern. (Bild: Facebook)
Facebook lässt das Werbepublikum nach Endgeräten filtern. (Bild: Facebook)

Facebook Ads-Budget effizienter einsetzen

Facebook verspricht seinen Werbekunden und App-Entwicklern durch die Neuerung einen höheren Return on Investment. Die Bids für Werbeanzeigen werden getrennt für die jeweiligen Endgeräte abgegeben werden, wodurch das Budget effizienter eingesetzt werden kann, erklären die Portalbetreiber.

Das Geräte-Targeting gibt den Anbietern zudem Auskunft darüber, auf welchen Smartphones die App-Anzeigen die höchste Interaktion erreichen. Diese Information helfe nicht nur Geld zu sparen, sondern auch Entwicklungszeit, da die App nur auf diese Geräte optimiert werden müsse.  Die neuen Targeting-Optionen rollt Facebook in den nächsten Tagen für alle Kunden des Werbeprogramm aus.

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Elisabeth Oberndorfer
„Wallet“: Amazon launcht ersten Versuch einer Payment-App http://t3n.de/news/wallet-amazon-payment-558866/ 2014-07-23T05:17:33Z
Die neue Android-App veröffentlichte der E-Commerce-Konzerns ohne große Ankündigung. Bisher lässt 'Amazon Wallet' jedoch nur Kundenkarten verwalten.

Die neue Android-App veröffentlichte der E-Commerce-Konzerns ohne große Ankündigung. Bisher lässt "Amazon Wallet" jedoch nur Kundenkarten verwalten.

Kundenprogramme verwalten

„Amazon Wallet“ heißt der erste Versuch des Online-Handelskonzerns, ins Mobile Payment für Endkunden einzusteigen. Die Anwendung landete vergangene Woche ohne offizielle Ankündigung im Google Play Store und Amazon App Store. Die App befindet sich allerdings noch im Beta-Status, was den beschränkten Funktionsumfang erklärt.

Wallet lässt bisher nur Kundenkarten für Treueprogramme verwalten. Um diese in der Applikation zu sammeln, muss der User die Karte einscannen, danach erscheint sie als QR-Code, Barcode, Text oder Bild in der Wallet-Liste. Beim Einkauf weist der Kunde dann seine Mitgliedschaft am Smartphone-Display vor. Bisher funktioniert Wallet nur mit Treueprogrammen in den USA.

Amazon Wallet dient bisher nur zum Verwalten von Mitgliedskarten. (Bild: Amazon)
Amazon Wallet dient bisher nur zum Verwalten von Mitgliedskarten. (Bild: Amazon)

Wallet auf Amazon Fire Phone vorinstalliert

Die Inhalte der virtuellen Börse können online auf amazon.com/wallet verwaltet werden. Dort sieht der Nutzer auch alle Zahlungsmittel, die er bei Amazon gespeichert hat, aufgelistet. Es ist also wahrscheinlich, dass das Unternehmen die Funktionen der App erweitert. Mit den gespeicherten Zahlungsinformationen könnte der Online-Händler eine echte Payment-App entwickeln.

Amazon hält sich über die weiteren Pläne mit Wallet bedeckt, informiert aber, dass die App beim Fire Phone vorinstalliert sein wird. Bereits vor einigen Monaten bestätigte ein Mitarbeiter gegenüber Re/code, dass der Payment-Bereich für Konzernchef Jeff Bezos eine hohe Priorität hat.

via techcrunch.com

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Elisabeth Oberndorfer
Mehrzahl der Entwickler verdient pro Monat weniger als 500 Dollar pro App http://t3n.de/news/mehrzahl-app-entwickler-verdient-558607/ 2014-07-22T05:40:27Z
50 Prozent der Entwickler von iOS- und 64 Prozent der Entwickler von Android-Apps verdienen weniger als 500 US-Dollar im Monat mit einer App. Nur 1,6 Prozent der App-Programmierer können sich pro …

50 Prozent der von iOS- und 64 Prozent der Entwickler von verdienen weniger als 500 US-Dollar im Monat mit einer App. Nur 1,6 Prozent der App-Programmierer können sich pro App über monatliche Einnahmen jenseits der 500.000-US-Dollar-Marke freuen. Games sind dabei die beliebtesten .

Eine aktuelle Studie von Developer Economics unter mehr als 10.000 Entwicklern aus 137 Ländern wirft ein wenig erfreuliches Licht auf die internationale App-Entwicklerszene. Demnach kann die Mehrzahl der Entwickler von den Einnahmen aus den von ihnen entwickelten Apps nicht ansatzweise leben. Wie ungleich das Einkommen verteilt ist, zeigen folgende Zahlen: 88 Prozent der App-Entwickler teilen sich elf Prozent der Erlöse aus den App-Downloads. Zwei Prozent teilen sich über die Hälfte der App-Einnahmen (54 Prozent) und verdienen mehr als 100.000 US-Dollar im Monat.

Mehrzahl der App-Entwickler lebt unter der Armutsgrenze (Grafik: Developer Economics)
So verteilen sich die Einnahmen von App-Entwicklern. (Grafik: Developer Economics)

App-Entwickler: Erfolg durch fremde Tools

Kein Wunder, dass die meisten Programmierer auf mehr als eine App setzen, um ihre Einnahmen zu steigern. Die Mehrheit der erfolgreichen App-Entwickler, die monatliche Einnahmen im sechsstelligen Bereich generieren, haben mindestens elf Apps entwickelt. Interessant ist dabei, dass der Umfrage zufolge die erfolgreichsten Entwickler nicht nur angegeben haben, dank der Vielzahl an eigenen Apps aus früheren Fehlern in Sachen Entwicklung und Vermarktung gelernt zu haben. Sie setzen auch eher auf fremde Tools für Entwicklung, Analyse und Monetarisierung.

Interessant ist auch das sich daraus ergebende Umfrageergebnis, demzufolge eine große Zahl der Entwickler ihre Apps nicht in den nativen Programmiersprachen programmiert. So programmieren 47 Prozent der iOS-App-Entwickler nicht in Objective-C und 42 Prozent ihrer Android-Gegenparts nicht in Java. Dahinter steckt, dass diese Programmierer Tools nutzen, die es ihnen ermöglichen, in HTML, CSS und Javascript zu programmieren. Das hat den Nebeneffekt, dass sie die Apps so leichter für mehrere Plattformen zur Verfügung stellen können.

Games sind nach wie vor die beliebtesten Apps in den Appstores, sie machen rund die Hälfte der gesamten Downloads aus. Allerdings spielen 57 Prozent der Spiele-Apps weniger als 500 US-Dollar im Monat ein. In finanzieller Hinsicht erfolgreicher sind da Apps für Unternehmen. App-Entwickler, die den Firmenmarkt ansprechen, verdienen zwei Mal so wahrscheinlich mehr als 5.000 US-Dollar pro Monat.

Die Studie „Developer Economics Q3 2014: State of the Developer Nation“ steht kostenlos zum Download bereit.

via venturebeat.com

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Jörn Brien
Das Yo für Locations ist da: Wird Ahoy der nächste App-Hit? http://t3n.de/news/yo-locations-ahoy-app-558430/ 2014-07-21T08:08:09Z
Die App Yo hat kürzlich einen sensationellen Start hingelegt, wohl auch, weil sie eigentlich nur eine Funktion hat. Mit Ahoy will ein New Yorker Startup jetzt auf diesen Zug aufspringen – und …

Die App Yo hat kürzlich einen sensationellen Start hingelegt, wohl auch, weil sie eigentlich nur eine Funktion hat. Mit Ahoy will ein New Yorker Startup jetzt auf diesen Zug aufspringen – und erweitert das simple Konzept um einen Location-Based Service. Eine gute Idee?

Ahoy! Da bin ich!

Ahoy ist da. (Screenshot: getahoy.com)
Ahoy ist da. (Screenshot: getahoy.com)

Als Yo kürzlich in den App-Stores erschien, löste die App eine Welle der Begeisterung aus. Und eine Welle der Kritik. Eine Million Dollar hatte das Startup hinter der App für seine Idee eingesammelt, und dabei können Nutzer damit nichts anderes tun, als sich extrem reduzierte Nachrichten – ein „Yo“ – zu schicken. Mehr nicht.

Dass die App wohl auch aufgrund ihrer Einfachheit so erfolgreich ist, scheint das Team des New Yorker Confide Inc. nicht zu stören. Nach ihrem gleichnamigen Messenger hat die Firma jetzt Ahoy gelauncht, eine App für iOS und Android, die Yo nicht nur erstaunlich ähnlich sieht, sondern die auch über beinahe die selben Funktionen verfügt. Beinahe.

Ahoy: Abgleich mit Foursquare-Daten

Nach dem Login kann der Nutzer Bekannte suchen und ihnen Nachrichten schicken – dem Namen entsprechend natürlich kein Yo, sondern ein Ahoy. Der entscheidende Unterschied: Ahoy braucht Zugriff auf die Ortungsfunktion des Smartphones, um im Hintergrund den Standort des Nutzers mit der Datenbank von Foursquare abzugleichen. So schicken Nutzer sich dann beispielsweise ein „AHOY from Trotzendorff @ t3n HQ“. Interessant auch: Ahoy verbindet sich offenbar ungefragt mit eingerichteten Twitter-Accounts, sodass sich auch Tweets mit dem originellen Inhalt „AHOY from TROTZENDORFF @ t3n HQ“ absetzen lassen. Ohne Link, ohne alles – höchstens mit der dazugehörigen Location.

Wie schon bei Yo kann auch ein Ahoy natürlich vieles bedeuten. Es kann heißen „Bin schon am Treffpunkt“, es kann heißen „Montagmorgen – auf der Arbeit“, es kann aber auch heißen: „Guck mal, wo ich bin!“. Und doch wird man das Gefühl nicht los, dass hier eine Copycat auf dem Weg in die falsche Richtung ist. Erinnern wir uns an Yo und die entscheidende Frage: „Wie monetarisiert man ein Projekt wie Yo? Eine App, bei der es die User wohl kaum hinnehmen würden, wenn sie mit Funktionen aufgebohrt, mit Werbung gespickt oder für Geld, und seien es nur 50 Cent, angeboten werden würde?“

Es bleibt ein schales Gefühl

Sollte Ahoy nicht nur ein Freizeitprojekt sein, dass das Confide-Team aus Spaß an der Sache auf den Weg gebracht hat, schlummern hier etliche Möglichkeiten, ähnlich wie bei der vergangene Woche gelaunchten App Yeppt – Location-Based Marketing ist ein viel versprechendes Geschäftsfeld. Und doch bleibt bei Ahoy ein schales Gefühl zurück, zu ähnlich sind sich beide optisch, zu kalkuliert scheint der Neuling aus New York. Doch wer weiß, wie die Nutzer das sehen – auch bei Yo hatte anfangs niemand mit einem wirklichen Erfolg gerechnet.

Wie schrieb Kollege Luca Caracciolo in einer seiner letzten Kolumnen: „Es geht nicht darum, in Yo das nächste große Ding im Social Web zu vermuten. In der Tat mag das naiv sein. Nein. Es geht darum zu erkennen, warum eine solche App, die fast keine Funktionen hat, für so viel Aufmerksamkeit im Netz sorgt.“ Ob das auch Ahoy gelingen wird?

AHOY. AHOY. @ App Store
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AHOY AHOY @ Google Play
Preis: Kostenlos

 

via www.producthunt.com

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Florian Blaschke
Die Top 10 der News-Portale im Usability-Test: Wie nutzerfreundlich sind Nachrichtenseiten? http://t3n.de/news/t3n-usability-eyequant-eyetracking-555003/ 2014-07-21T06:30:09Z
Nachrichtenseiten versuchen immer wieder einen Spagat zwischen Layout und Usability. Doch wie nutzerfreundlich sind die Top 10 wirklich? Wir haben sie mit Hilfe einer Eye-Tracking-Simulation unter …

Nachrichtenseiten versuchen immer wieder einen Spagat zwischen Layout und . Doch wie nutzerfreundlich sind die Top 10 wirklich? Wir haben sie mit Hilfe einer Eye-Tracking-Simulation unter die Lupe genommen.

Die Test-Methode

Die Lesbarkeit beziehungsweise Usability ist neben dem Traffic eines der wichtigsten Ziele für Internetseiten. Doch wie schneiden gerade News-Portale in diesem Bereich ab? Wir haben die zehn meistbesuchten Nachrichtenseiten in Deutschland analysiert und präsentieren hier unsere Ergebnisse.

Das Ziel dieser Analyse war es herauszufinden, worauf neue Leser eines News-Portals achten und wie sie die Website direkt beim ersten Besuch – im Bereich der ersten 1.200 x 800 Pixel – wahrnehmen.

Genutzt haben wir für den Test die künstliche Intelligenz hinter EyeQuant, die auf Daten von tausenden echten Nutzern basiert und in der Lage ist, sekundenschnelle EyeTracking-Simulationen durchzuführen. Für unseren Test haben wir, mithilfe der EyeQuant-KI, jedes News-Portal vier Tests unterzogen, wobei konkret die ersten 1.200 x 800 Pixel getestet wurden – quasi die „Durchschnittsauflösung von Bildschirmen“.

Der erste Test:

Er erfasst, wohin die Besucher innerhalb der ersten drei Sekunden gucken – das Ergebnis dieses Tests ist eine Wahrnehmungskarte.

Der zweite Test:

Als Ergänzung liefert er die wichtigsten Hot-Spots, woran erkannt werden kann, welche Bereiche generell Aufmerksamkeit bekommen. Dabei gilt das Prinzip: Umso größer die Kreise, desto größter die Aufmerksamkeit.

Der dritte Test:

Im dritten Test-Durchlauf werden die Bereiche markiert, die am meisten Aufmerksamkeit erregen. Roten Bereichen wird demnach mehr Aufmerksamkeit geschenkt als blauen.

Der vierte Test:

Das Ergebnis des vierten und letzte Tests ist der „Clarity Index“ – ein Übersichtlichkeits-Score, der die Übersichtlichkeit des Design auf Basis der künstlichen Itelligenz messbar macht.

Dabei bildet ein Score von 0 ein extrem unruhiges Design ab, ein Wert von 100 einen nahezu utopischen Optimalwert. Der „Clarity Index“ ist somit eine messbare Größe, mit der Benchmarks durchgeführt werden können. In unserem Benchmark haben wir die von uns getesteten News-Websites mit den Clarity-Scores der – laut Alexa-Ranking – 10.000 meistbesuchtesten Websites der Welt verglichen, um eine Einschätzung abgeben zu können, wie die deutschen News-Portale im Vergleich zu den Top 10.000 abschneiden.

Bild.de

Bild.de ist laut den aktuellsten IVW-Zahlen die Nummer 1, wenn es um Visits geht. Aber wie schneidet Bild.de in unserem Test ab?

Bild.de erreicht einen bescheidenen Clarity-Index von 22 und befindet sich damit in den unteren 21 Prozent der meistbesuchtesten Websites laut Alexa-Ranking. Der Hauptgrund für diesen niedrigen Score ist das „Take-Over-Banner“, das zu stark vom eigentlichen Design ablenkt und für Unruhe sorgt. Wie auch auf der Wahrnehmungskarte und den Hot-Spots zu sehen ist, liegt das Hauptaugenmerk verstärkt auf dem Logo von Samsung und den abgebildeten Menschen in der oberen linken Ecke, gefolgt vom eigentlichen Logo von Bild.de – für den Leser relevante Inhalte beginnen erst bei „Von Brasilien an den Bosporus?“ – fast schon im Goldenen Schnitt des Viewports. Dementsprechend kommt dieser Sub-Überschrift auch Aufmerksamkeit zu.

Alles in allem verliert Bild.de viel Aufmerksamkeit durch Logos und das „Take-Over“-Banner, anstatt die Aufmerksamkeit auf den Inhalt oder die Navigationsstruktur zu lenken.

Spiegel Online

Laut Visits-Messung von IVW rangiert Spiegel Online auf Platz 2 hinter Bild.de. In unserem Test führt Spiegel.de die Rangliste mit einem Clarity-Score von 73 an. Mit dem erreichten Score befindet sich das News-Portal in den oberen 20 Prozent des Alexa-Rankings.

Nichtsdestotrotz wird vor allem die Werbung und nicht der Inhalt von Lesern wahrgenommen – die Navigation wird kaum beachtet. Vom Text der Werbung abgesehen, kommt dem Logo der Website die meiste Aufmerksamkeit zu, dicht gefolgt von der Überschrift des Artikels, die aber erst im unteren Fünftel der Website auftaucht. Auch die WM-Auflistung im zweiten Werbebanner wird von Lesern besser wahrgenommen als die eigentliche Navigation selbst.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass Spiegel Online enorm viel Aufmerksamkeit an das im Zentrum positionierte Werbebanner verliert.

Focus Online

Die Nummer 3 im IVW-Ranking ist Focus Online. Mit einem Clarity-Index von 36 spielt die Seite aber eher im unteren Mittelfeld. Ein regelrechter Magnet der Aufmerksamkeit sind der Text „WM 2014“ und das rote Logo von Focus selbst. Obwohl der einzige sichtbare Inhalt „nur“ der News-Ticker ist, wird er gar nicht wahrgenommen, viel mehr richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Werbebanner von 1und1 und die Gesichter – die Navigationsleiste wird kaum beachtet.

Aufgrund der Tatsache, dass Focus Online selbst kaum Inhalt in den ersten 1.200 Pixeln zeigt, wird fast die gesamte Aufmerksamkeit auf die Werbeschaltung gelenkt. Gut für Anzeigenkunden, schlecht für die Leser.

n-tv.de

Ähnlich verhält es sich auch mit n-tv.de. Es werden kaum Inhalte geboten, allerdings – und das macht n-tv.de besser – richtet sich ein bedeutender Teil der Aufmerksamkeit auf die ersten sechs Navigationspunkte.

Wie auch bei Focus Online ist „Fußball“ ein Aufmerksamkeitsmagnet, allerdings büßt n-tv.de nicht soviel Aufmerksamkeit bei der Navigation ein. Trotzdem erreicht das Nachrichtenportal „nur“ einen Clarity-Score von 40 und befindet sich damit in den unteren 42 Prozent der Top 10.000 des offiziellen Alexa-Rankings.

Ein Grund dafür ist die Werbeschaltung von 1und1.de am rechten Rand – die Drei-Punkte-Liste erzeugt Unruhe, wird von den Lesern aber gar nicht beachtet.

Die Welt

Die letzte Seite unter den Top 5 des IVW-Rankings ist Die Welt. Die Website der Zeitung schafft es, die Aufmerksamkeit sowohl in den ersten drei Sekunden als auch generell auf das Logo, die Navigation und die Headline des Artikels zu lenken. Selbst die folgenden Headlines können die Aufmerksamkeit der Leser gewinnen.

Obwohl keine Werbeschaltungen eingeblendet werden, erreich Die Welt einen eher durschnittlichen Clarity-Index von 42 – und liegt damit in den unteren 45 Prozent der Top 10.000. Ein Grund dafür könnte die Monotonie des Designs sein – beinahe jede Textzeile wird als gleich wichtig erkannt, eine Inhalts-Hierachie kann kaum ausgemacht werden.

Das Website-Design der Zeitung erinnert an ein klassisches Zeitungslayout – und dieses Layout funktioniert auch, vorausgesetzt die Designer wollten, dass die Inhalte wirklich gelesen werden.

Süddeutsche.de

Auf Platz Nummer 6 laut IVW-Ranking, aber das zweitbeste Ergebnis von 70 Punkten beim Clarity-Index präsentiert sich die Website „Süddeutsche.de“. Sowohl das Eye-Tracking als auch die Hot Spots zeigen vor allem eines: Der Leser fokussiert sich geradezu auf die Überschrift des Artikels, die sich nahe dem Goldenen Schnitt befindet und dieses Verhalten noch zusätzlich begünstigt. Einziger Ausreißer ist wieder einmal die „Große WM-Aktion“ auf der rechten unteren Seite.

Selbst die drei großen Gesichter sorgen kaum für Ablenkung. Die ersten vier Punkte der Navigationsleiste, der Artikeltitel – selbst der Teaser-Text – bekommen die volle Aufmerksamkeit.

Zeit Online

Der ähnliche Aufbau der Website von „Zeit Online“ im Vergleich zu „Süddeutsche.de“ sorgt für einen ähnlichen Clarity-Index, nämlich 60. Durch die Werbeeinschaltung, die sich über die gesamte Breite der Website erstreckt, verliert „Zeit Online“ massiv an Aufmerksamkeit. Nicht der Inhalt sondern die Werbeanzeige stehen im Vordergrund. Sowohl Wahrnehmungskarte als auch die Aufmerksamkeitskarte zeichnen ein eindeutiges Bild: Die Leser beschäftigen sich mehr mit der Werbeschaltung als mit dem eigentlichen Inhalt der Website.

Die Aufmerksamkeitskarte lässt zwar darauf schließen, dass die Artikel-Box in der unteren rechten Ecke beachtet wird, aber lange nicht so intensiv wie das Bild in der Werbeeinblendung oder das emotionale Bild des Artikels. Die Navigation bleibt praktisch unbeachtet.

FAZ.net

Ein ähnlich skeuomorphistisches Design wie Die Welt hat auch die Website der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das noch stärker einer klassischen Zeitung nachempfundene Layout erreicht allerdings den niedrigsten Clarity-Score von allen getesteten Portalen, nämlich 18. Grund hierfür ist – wie auch schon bei der Welt – die monotone und einheitliche Darstellung von Texten ohne leicht und visuell erkennbare Inhaltshierachie.

Die Hauptaufmerksamkeit richtet sich auf die zentrierte und gebrochene Schrift des Logos und auf das Publikum im Teaser-Bild des ersten Artikels. Zusätzlich verliert das sonst aufgeräumte Design einen relative großen Teil der Aufmerksamkeit auf den ebenfalls zentrierten Text der Werbeschaltung am oberen Ende der Website.

Stern.de

Das Design von Stern.de erreicht durch einen Clarity-Index von 66 die oberen 27 Prozent der 10.000 meistbesuchtesten Websites. Wie die Wahrnehmungskarte verrät, schafft es Stern.de, dass innerhalb der ersten drei Sekunden sowohl die Werbung, als auch das Logo und der Inhalt wahrgenommen werden.

Wie ihr auf der Aufmerksamkeitskarte sehen könnt, erhalten alle Artikel-Überschriften fast die gleiche Aufmerksamkeit wie die Werbeschaltungen. Die zehn stärksten Aufmerksamkeitspunkte verteilen sich gleichmäßig auf Logo, Werbeschaltung am oberen Rand und Hauptartikel. Bemerkenswert: Die Navigation wird kaum beachtet, die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich auf die „Tabs“ im Teaserbild.

Positive Auswirkung auf Usability: N24

Die Nummer 10 im IVW-Ranking wird von N24 belegt – im Rahmen unseres Tests befindet sich die Website im guten Mittelfeld. N24 landet mit einem Score von 48 in den oberen 48 Prozent und schafft es, die Aufmerksamkeit der Leser vorbildlich zu steuern, beginnend beim Logo über die Videos bis hin zum Aufmacher.

Einziger Ausreißer ist „WM2014“ am unteren Rand der Website. Sowohl die Navigation als auch die Videos werden dagegen gut erkannt und ziehen mit Abstand die meiste Aufmerksamkeit auf sich.

Und was ist mit t3n.de?

Natürlich haben wir uns selbst auch unter die Lupe genommen, schließlich versuchen wir laufend, unser Layout und unsere Usabiliy zu optimieren. Mit einem Score von 45 befinden wir uns in den unteren 50 Prozent, gemessen an der Übersichtlichkeit der Top 10.000 der meistbesuchten Websites.

Das Layout von t3n.de führt den Leser zwar kaum, allerdings wird die Aufmerksamkeit pointiert auf die ersten zwei Artikel und das Logo inklusive Claim, aber auch auf unser Abo-Spezial und somit auf unser Magazin gelenkt, was unserer Wunschvorstellung entspricht. Bemerkenswert ist, dass wir kaum Aufmerksamkeit mit den Teaser-Bildern erwecken, sondern verstärkt über die Überschriften.

Auch wir verlieren Punkte beim Clarity-Index durch eine suboptimal gestaltete Navigations-Hierachie – sowohl Haupt- als auch Sub-Navigationsleisten zeigen kaum eine eindeutige Inhaltshierachie auf – der Besucher muss zuerst lesen und dann für sich selbst entscheiden, ob die Haupt-Navigationsleiste wirklich wichtig ist oder nicht. Genauso verhält es sich auch mit der schwarzen Navigationsleiste am oberen Rand der Website. Hier könnten wir also noch nachbessern.

Fazit: Usability-Testing wird durch Eye-Tracking berreichert

Abgesehen vom Clarity-Index von 48 schafft es N24, die Aufmerksamkeit des Lesers so gekonnt zu steuern und sowohl Inhalt als auch Navigation so gut in den Vordergrund zu rücken wie keine andere Seite. Spiegel Online hat zwar den höchsten Clarity-Score, zeigt aber vergleichsweise wenig Inhalt auf den ersten 1.200 Pixeln. Das Angebot ist somit zwar übersichtlich, es muss aber erst gescrollt werden, um den eigentlichen Inhalt des Nachrichten-Magazins sehen zu können.

Den Spagat zwischen Übersichtlichkeit und Inhaltsmenge schaffen nur die Online-Auftritte Süddeutsche.de und Stern.de. Mit dem zweitbesten Clarity-Index von 70 rangiert Süddeutsche.de vor den 66 Punkten von Stern.de, wobei der Stern mehr Inhalt präsentiert und der auch besser wahrgenommen wird.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Usability von fast allen News-Portalen negativ von zu unruhigen Werbebannern beeinflusst wird und nicht nur innerhalb der ersten drei Sekunden Aufmerksamkeit vom Inhalt weg gelenkt wird, sondern auch längerfristig. Wie am Beispiel der Welt und der Frankfurter Allgemeinen zu sehen ist, ziehen auch unruhige Bilder die Aufmerksamkeit auf sich – ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muss jeder selbst entscheiden. Ähnlich verhält es sich übrigens mit WM-bezogenen Inhalten. Natürlich kann es durchaus beabsichtigt beziehungsweise gewünscht sein, dass WM-bezogene Inhalte mehr Aufmerksamkeit bekommen – und das ist auch absolut gelungen.

Des weiteren lässt der Test erkennen, dass sich die eher traditionelle Herangehensweise, den Leser nicht durch reißerische Headlines und übergroße Teaser zu „triggern“, sondern Inhalte neutral und gleichwertig darzustellen, als Nachteil erweisen kann.

Wir bedanken uns bei EyeQuant für das Zurverfügungstellen ihres Tools, um die Usability durch Eye-Tracking validieren zu können.

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Mario Janschitz