Blog | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Blog 2015-02-25T08:09:42Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/blog Diese 15 Web-Templates musst du gesehen haben [Teil 2] http://t3n.de/news/diese-15-web-templates-gesehen-2-595629/ 2015-02-25T08:09:42Z
Eine weitere feine Sammlung kostenloser Web-Templates im PSD-Format präsentieren wir euch in diesem Artikel. Die Vorlagen eignen sich teils für Blogs oder News-Websites, aber auch für Shops und …

Eine weitere feine Sammlung kostenloser Web-Templates im PSD-Format präsentieren wir euch in diesem Artikel. Die Vorlagen eignen sich teils für Blogs oder News-Websites, aber auch für Shops und Business-Auftritte sind passende Designs dabei.

Web-Templates für verschiedene Anwendungsbereiche und Geschmäcker

Je nach Zweck einer Website stehen bestimmte Features mehr oder weniger im Vordergrund, manche Elemente sind Blog-typisch, andere sind unerlässlich für die Firmenseite. Struktur und Raumaufteilung, die Festlegung der Spaltenanzahl, Umgang mit Weißraum, Farben, Schatten und Schriftsätze sollten beim Gestalten einer Website wohlüberlegt sein, wenn das Design stimmig und attraktiv beim Betrachter ankommen soll.

Wir haben ein paar sehr gelungene Templates zusammengetragen, die sich teils geradezu für einen bestimmten Zeck aufdrängen, sich teilweise aber auch recht variabel einsetzen lassen. Die Templates sind allesamt kostenlos und liegen im PSD-Format vor, sodass sie sich an eigene Bedürfnisse anpassen und weiterverarbeiten lassen. Aber auch als Inspiration für eigene Design-Ideen bieten die folgenden Projekte reichlich Sehenswertes. Die Links zu den Templates findet ihr jeweils in der Bildunterschrift oder in der Bildbeschreibung in der Galerie.

Enterprise-Web-Template

Creative Website Design Template PSD - Web-Templates
Flat Design, viel Raum und zahlreiche Möglichkeiten zur Anwendung bietet das „Creative Website Design Template PSD“ (psdfinder.com).

Eine höchst ansehnliche Möglichkeit zur Darbietung von Produkten oder Services, zum Beispiel für Freelancer, bietet das von Psdfinder zur Verfügung gestellte Template. Während andere Templates viele Elemente auf wenig Raum unterzubringen versuchen, ist dieses Layout eher minimalistisch und auf die Wahrung von Weißraum ausgelegt.

Metro-Style-Web-Template

Free Creative Minimal Business Agency Webpage Design - Web-Templates
Eine alternative Gestaltung einer Website, abseits des Bekannten, bietet das „Free Creative Minimal Business Agency Webpage Design“ (behance.net) (CC BY-NC 3.0).

Ali Sayeds Web-Template folgt nicht dem typischen Aufbau einer Website mit Navigations-Menü in der Kopfzeile und vertikal absteigend folgenden Inhalten, die durch imaginäre Spalten in Form gesetzt werden. Vielmehr erinnert die Anordnung der verschieden großen, rechteckigen Blöcke an das von Windows verwendete Metro-Design.

Web-Template für Blogs oder Magazine

iPress Free PSD Magazine & Blog Template - Web-Templates
Viele Elemente, viel Inhalt und dabei immer noch eine klare Struktur bietet das „iPress Free PSD Magazine & Blog Template“ (dribbble.com).

Das „iPress Free PSD Magazine & Blog Template“ kündigt durch seinen Namen den Verwendungszweck als Blog oder Magazin-Website bereits an. Das zwischen zwei und drei Spalten wechselnde Layout wirkt kantig und klar strukturiert. Das grundlegend schwarz-weiße Design wird durch sorgsam gesetzte farbige Leisten und Buttons aufgewertet.

Alternatives Gmail-Template

Reimagining Gmail - Web-Templates
Web-Templates sind nicht nur klassische Websites. Die Arbeit an „Reimagining Gmail“ ist aus Unzufriedenheit mit dem derzeitigen von Google angebotenen User-Interface entstanden und möchte alternative Ideen zeigen, Googles Service zu gestalten (dribbble.com).

Weniger ein Design für eine klassische Website als vielmehr eine kreative Idee für eine alternative Gestaltung von Googles E-Mail-Service liefert George Vasyagin mit seinem Projekt „Reimagining Gmail“.

Corporate-Design-Web-Template

Das schwarz-weiß Design mit punktuell eingesetzten, auffällig gelben Elementen und Textpassagen wirkt seriös und gleichzeitig modern.  „Skokov - Free Corporate Web Design Template PSD“ (skokov.cc).

Ein sehr aufgeräumtes, auf Bilder und Symbolik fixiertes Layout hat der Web-Designer Skokov in Form dieses PSD-Templates erschaffen. Der eigenen Beschreibung zur Folge ist das Template für die Nutzung einer Unternehmenswebsite ausgelegt. Das acht PSD-Dateien beinhaltende Paket ist unter anderem für die Nutzung unter WordPress oder Joomla! gestaltet.

Weitere Web-Templates aus der Serie

Den Anfang dieser Serie hat der Artikel „Diese 15 Web-Templates musst du gesehen haben“ gemacht. Weitere Vorstellungen gelungener Web-Templates werden folgen.

via downloadpsd.com

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Marcel Seer
Die Lösung für das Content-Dilemma? Ein universeller Follow-Button muss her [Kolumne] http://t3n.de/news/follow-button-weigerts-world-kolumne-595628/ 2015-02-25T07:26:43Z
Viele Verlage, Startups und Blogger eint die Sorge, dass große Netzwerke mit ihrer Sogwirkung kleineren Angeboten das Wasser abgraben. Martin Weigert schlägt eine simple Lösung für dieses Dilemma …

Viele Verlage, Startups und Blogger eint die Sorge, dass große Netzwerke mit ihrer Sogwirkung kleineren Angeboten das Wasser abgraben. Martin Weigert schlägt eine simple Lösung für dieses Dilemma vor: einen universellen Follow-Button mit offener API, der von allen Websites und Blogs implementiert werden kann. Wie das funktionierne kann, erklärt er in seiner Kolumne „Weigerts World“.

Wer heutzutage eine selbstgehostete Website einrichtet, zum Beispiel ein Blog, hat ein kleines Problem: Er muss künftigen Besuchern möglichst bequeme Möglichkeiten anbieten, zu treuen Lesern werden zu können. In einer Ära, in der User durch führende soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, aber auch durch Content-Plattformen wie Medium, Tumblr oder YouTube, auf die Nutzung einfach zu bedienender Abonnieren-Features konditioniert sind und eine entsprechende Erwartungshaltung mitbringen, ist das aber gar nicht so einfach.

Wer selbst hostet und eines der gängigen Content-Management-Systeme verwendet – primär reden wir hier natürlich von WordPress –, muss sich meist verschiedener Krücken bedienen, die alle jeweils erhebliche Nachteile besitzen.

RSS, Facebook, WhatsApp & Newsletter – alles nur Krücken

Unter anderem der SRF bietet ein WhatsApp-Abo für Nachrichten. (Bild: SRF)
Auf dem Weg zum universellen Follow-Button? Auch der SRF bietet ein WhatsApp-Abo für Nachrichten. (Bild: SRF)

Es gibt natürlich das RSS-Format. Das allerdings befindet sich seit Jahren in der Defensive. Es stellt zwar weiterhin das Rückgrat vieler Streams dar und wird von überzeugten Fans auch noch zum strukturierten und effizienten Konsum von Nachrichten- und Informationsquellen eingesetzt. Es kann in Sachen Usability aber einfach nicht mit der Simplizität eines Follow-Buttons mithalten. Die fragenden oder gar desinteressierten Blicke, die man erntet, sobald man Durchschnittsnutzern empfiehlt, irgendeine Site per RSS zu abonnieren, zerstören jede Hoffnung auf eine Besserung der Situation.

„Im Jahr 2015 sollten bessere Wege existieren, Lesern eine bequemen Option zum Abonnieren zu bieten.“

Als Alternative kann man den designierten Stammlesern anbieten, die Inhalte einer Site per Twitter oder Facebook zu abonnieren. Klar, auch das ist Standard. Doch mit der Verbreitung von Inhalten über Facebook-Pages Reichweite zu generieren, setzt viele Fans voraus und bedeutet auch, sich im algorithmisch sortierten Newsfeed gegen unzählige andere, teils extrem mächtige Sites durchsetzen zu müssen. Für Neulinge im Geschäft ist das kaum realistisch. Twitter wiederum hat den Nachteil, dass es sehr wenig Traffic bringt. Zudem sorgt der Echtzeit-Charakter dafür, dass Artikelempfehlungen von der Anhängerschaft leicht übersehen werden.

Ein Follow-Button muss einfach und Open Source sein

Seit einiger Zeit wird auch das Bereitstellen einer Abonnieren-Funktion via WhatsApp salonfähig. Doch die App eignet sich aus Nutzersicht in der aktuellen Fassung kaum als adäquater Reader. Zudem ist die Einspeisung von Inhalten aufwendig, da sie rein manuell erfolgen muss. Und um eine Quelle abonnieren zu können, müssen Anwender händisch eine Handynummer in ihr Adressbuch eintragen. Insofern handelt es sich bestenfalls um ein i-Tüpfelchen, nicht mehr.

Bleiben noch E-Mail-Newsletter. Diese sind en vogue wie lange nicht. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass User sich gleich beim ersten Besuch für den Newsletter anmelden, minimal. Und machen sie es doch, dann garantiert dies nicht automatisch eine Beachtung in den wahrscheinlich überquellenden Postfächern der Empfänger. Und überhaupt: Im Jahr 2015 sollten bessere Wege existieren, Lesern eine bequemen Option zum Abonnieren und damit zum Sicherstellen eines Nicht-Vergessens zu bieten.

Newsletter sind en vogue wie lange nicht. (Screenshot: MailChimp)
Newsletter sind en vogue wie lange nicht. (Screenshot: MailChimp)

Doch leider ist dem nicht so. Und deshalb darf man sich nicht wundern, dass gerade hitzige Debatten darüber stattfinden, ob Online-Publizisten ihre Websites ganz abschaffen und nur bei den einschlägigen Social-Web-Plattformen mit ihrer eingebauten Follow- und Viralitäts-Komponente veröffentlichen sollen. Man darf sich auch nicht wundern, dass Blogs wieder mal der Tod vorausgesagt wird. So wackelig diese Behauptung auch sein mag: Sie verstärkt das Image- und Usability-Problem all der Content-Angebote, die außerhalb der technischen Infrastruktur der gigantischen Plattformen betrieben werden.

Die Zukunft von News-Websites und Blogs wird in Frage gestellt

„Wikipedia selbst ist der Beweis, dass gemeinnützige Online-Projekte immense Ausmaße annehmen können.“

Doch die Lösung dieses Missstands liegt eigentlich auf der Hand: ein portabler, universeller Follow-Button muss her, der sich mit maximal drei Klicks von jedem Betreiber einer Website aktivieren lässt und der im Look & Feel den aus dem Web bekannten Follow-Systemen ähnelt. Doch im Gegensatz zu diesen wäre das beschriebene Tool Teil einer dezentralen Open-Source-Lösung, die von einer nicht gewinnorientierten Organisation nach dem Vorbild von Mozilla oder der Wikimedia-Foundation betrieben wird. Per offener API würden sich kommerzielle wie nicht-kommerzielle Anbieter an das System anschließen und Lese-Oberflächen bereitstellen können, über die Nutzer die Inhalte aller ihrer abonnierten Angebote zentral konsumieren. Das System stünde alle offen – von der großen Verlagspublikation bis zum nur selten aktualisierten Hobby-Blog.

Sicher, es gab immer mal wieder irgendwann und irgendwo Versuche, ein solches Follow-Button-Konzept zu etablieren. Doch durchgesetzt hat es sich augenscheinlich nicht. Und deshalb herrscht heute kollektive Sorge darüber, was passiert, wenn Facebook oder andere Dienste ihren Einfluss auf die Verbreitung von Nachrichten und anderen Inhalten weiter verstärken. Das Risiko ist hoch, dass sich Publisher dieser Entwicklung leichtfertig ausliefern – und damit genau den Fehler wiederholen, welcher der Musikindustrie einst mit iTunes unterlaufen ist.

Ein universeller Follow-Button: Das gemeinsame Feindbild ist vorhanden

Um das zu verhindern, braucht es nur eine kleine, möglichst einflussreiche, gut vernetzte und international geprägte Gruppe an Personen, die mit dem Segen und womöglich auch mit finanzieller Unterstützung der Öffentlichkeit (Stichwort Crowdfunding) das angesprochene System entwickelt. Ok, das klingt jetzt doch etwas zu einfach. Aber Wikipedia selbst ist der Beweis, dass gemeinnützige Online-Projekte immense Ausmaße annehmen können. Voraussetzung sind vor allem übereinstimmende Interessen und das Vorhandensein eines gemeinsamen „Feindbilds“, das über andere eventuell vorhandene Differenzen der Akteure hinweg hilft. Diese Aspekte sind definitiv erfüllt: Nahezu alle Betreiber von redaktionellen Onlineangeboten eint der Wunsch nach verringerter Abhängigkeit von Facebook und anderen Plattformen, die kein natives Interesse an guter journalistischer und medienschaffender Arbeit haben – sondern eben nur an „Eyeballs“.

Es müssen sich also eigentlich nur Schlüsselpersonen finden und formieren und die Sache anschieben. Dass das bislang nicht passiert ist, verwundert angesichts der langjährigen Klagen vieler Medienschaffender über die suboptimalen Zustände im Onlinejournalismus schon. Aber das passiert wohl, wenn alle Energie in das Vorantreiben des Leistungsschutzrechts fließt, nicht in innovative Lösungen, die der gesamten Branche zugute kämen.

Weitere Artikel aus „Weigerts World“ findest du hier.

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Martin Weigert
Gründerwissen gefällig? 8 lesenswerte Blogs erfolgreicher Online-Unternehmer http://t3n.de/news/gruender-blogs-594505/ 2015-02-21T12:59:39Z
Sie haben gegründet, erfolgreich verkauft und manchmal noch erfolgreicher wieder investiert: Internet-Koryphäen wie Steve Blank, Paul Graham oder Fred Wilson geben ihr Wissen kostenlos in Blogs …

Sie haben gegründet, erfolgreich verkauft und manchmal noch erfolgreicher wieder investiert: Internet-Koryphäen wie Steve Blank, Paul Graham oder Fred Wilson geben ihr Wissen kostenlos in Blogs an junge Gründer weiter. Wir stellen 10 lesenswerte Beispiele vor.

 1. Steve Blank

steve_blank_blogs

Das ist er

Unternehmer, Investor, Autor, Stanford-Dozent, Vietnam-Veteran. Mitgründer von acht Firmen, Börsengang mit Epiphany. Ehemaliger Berater bei Pixar.

Darüber bloggt er

  • Customer Development
  • Lean Startup
  • Marketing
  • Produktentwicklung

Diese Beispiele liefert er

The first was reducing what they thought was a five-sided market to a simpler two-sided one. But the big payoff came when their discussions with medical device customers revealed an entirely new way to think about pricing —potentially tripling their revenue.

„My Customers don't know what they want!“ – Not a minimal product.

But today most startups are trying to ressegment existing markets or create new markets. How do you diagram that? What if the basis of competition in market creation is really the intersection of multiple existing markets?  Or what if the markets may not exist and you are creating one?

Hier twittert er

2. Paul Graham

blogs_gruender_paul_graham

Das ist er

Ziehvater von Y-Combinator, Autor, Programmierer. Gründer der Online-Shop-Plattform Viaweb, erfolgreicher Verkauf an Yahoo im Dotcom-Boom.

Darüber bloggt er

  • Startup-Finanzierung
  • Design Thinking
  • Growth Hacking

Diese Beispiele liefert er

The good news is, plenty of successful startups have passed through near-death experiences and gone on to flourish. You just have to realize in time that you're near death. And if you're in the fatal pinch, you are.

The way to get startup ideas is not to try to think of startup ideas. It's to look for problems, preferably problems you have yourself.

When an investor tells you "I want to invest in you, but I don't lead," translate that in your mind to "No, except yes if you turn out to be a hot deal." And since that's the default opinion of any investor about any startup, they've essentially just told you nothing.

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3. Ryan Carson

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Das ist er

Gründer und CEO von Treehouse, eine Online-Programmierschule für Studenten. Zuvor zwei erfolgreiche Startup-Exits mit Carsonified und DropSend. Daddy.

Darüber bloggt er

  • Unternehmenskultur
  • Unternehmensführung
  • Startup-Lifestyle

Diese Beispiele liefert er

I think there’s something messed up about the startup culture in the USA. The belief is that you have to work 6-7 days a week and spend all your mental cycles on your company. Nothing but pledging your soul to your startup yields success, right? Not in my experience.

Do your best to ignore TechCrunch and their non-stop acquisition chatter. The media is run by journalists, not entrepreneurs. Companies being bought and sold generates pageviews, but has very little to do with you and what you set out to do with your company.

What if we removed all management and simply empowered everyone to choose what they do every day? We laughed at first and then the conversation turned serious. We had hired talented and motivated people. Did they need managers?

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4. Mark Suster

mark_suster_blogs

Das ist er

Serial-Entrepreneur, Business Angel und Partner bei UpFront Ventures. Mentor bei TechStars. Gründer der CMS-Plattform Koral, verkauft an Salesforce.

Darüber bloggt er

  • Startup-Finanzierung
  • Recruiting/Leadership
  • Marketing
  • Sales

Diese Beispiele liefert er

I write this because I know how difficult it can be to find a potential investor and to decide with whom you’d like to try to work. […] And make sure when your investor agrees to write you a check you feel like somebody beautiful on the altar – not somebody being married for his or her money.

I have seen many companies raise their first $3 million and still act like a company that has no resources at all. […] In a VC business when you raise capital you need to “level up” and act the round you are. Of course I’m not preaching crazy, irrational spend or having Kid Rock at your next company party. But you do need to find a way to do activities that are more scalable.

Meet your favorite tech entrepreneurs, bloggers, VCs or whoever that will be hanging out and talking to randoms at 3am at a taco stand […]. Save your time, energy & budget for building relationships with people with whom you can follow up later. If you’re trying to launch your company or your next new product you won’t achieve any of these things.

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5. Seth Godin

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Das ist er

Bestseller-Autor, Spiele-Unternehmer, zeilenwütiger Marketing-Papst. Gründer von Yoyodyne and Squidoo.

Darüber bloggt er

  • Online-Marketing
  • Sales
  • Kreativarbeit

Diese Beispiele liefert er

Someone asked me where I get all my good ideas, explaining that it takes him a month or two to come up with one and I seem to have more than that. I asked him how many bad ideas he has every month. He paused and said, "none." And there, you see, is the problem.

In the long run, to be the cheapest is a refuge for people who don't have the flair to design something worth paying for, who don't have the guts to point to their product and say, "this isn't the cheapest, but it's worth it."

Well, if you've chosen well, after you fail you will be one step closer to succeeding, you will be wiser and stronger and you almost certainly will be more respected by all of those that are afraid to try.

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6. Fred Wilson

fred_wilson_blogs

Das ist er

Musikverliebter Tech-Tycoon, Gründer von Union Square Ventures, investierender Kopf hinter Twitter, Tumblr, Foursquare und Kickstarter.

Darüber bloggt er

  • Startup-Finanzierung
  • Unternehmensführung
  • Digitalwirtschaft

Diese Beispiele liefert er

So whatever you do, don’t let your company become owned too much by investors and not enough by founders and employees. It’s the folks who work at the company that make it tick and if they are not deeply invested in the business, you have a recipe for failure.

Doing a startup is an evolution from DIY to Delegate. And timing the evolution is important. If you haven’t done it before, ask people who have for advice on this. Allocating your time (your most precious resource) is critical to the success of your business.

Most new consumer internet startups need to build for iOS, Android, and web at the same time. it is making the startup more expensive and time consuming. distribution is much harder on mobile than web and we see a lot of mobile first startups getting stuck in the transition from successful product to large user base. Strong product market fit is no longer enough to get to a large user base. you need to master the "download app, use app, keep using app, put it on your home screen" flow and that is a hard one to master.

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7. Chris Dixon

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Das ist er

General Partner bei Andreessen Horowitz, als Angel bei Stripe, Pinterest und Warby Parker investiert. Zuvor Mitgründer bei Hunch (von eBay gekauft) und SiteAdvisor (von McAfee gekauft), Programmierer aus Leidenschaft.

Darüber bloggt er

  • Sales/Marketing
  • Produktstrategien
  • Startup-Finanzierung

Diese Beispiele liefert er

Many singles bars have “ladies’ night” where women are offered price discounts. Singles bars do this for women but not for men because bars are what economists call two-sided markets – platforms that have two distinct user groups and that get more valuable to each group the more the other group joins the platform – and women are apparently harder to attract to singles bars than men.

Entrepreneurs should always ask themselves “why will I succeed where others failed?” If the answer is simply “I’m doing it right” or “I’m smarter,” you are probably underestimating your antecedents. […] Instead your answer should include an explanation about why the timing is right.

This is what I call the nightclub effect*. You think your date isn’t that attractive until you bring him/her to a nightclub and everyone in the club hits on him/her. Consequently, you now think your date is really attractive.

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8. Brad Feld

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Das ist er

Marathonläufer, Gründer von TechStars, Venture-Kapitalist bei Foundry Group, investiert in Startups wie MakerBot, Zynga und FitBit. Hawaii-Hemden-Träger.

Darüber bloggt er

  • Unternehmensführung
  • Produktivität
  • Startup-Finanzierung

Diese Beispiele liefert er

With Mattermark, I remember the moment clearly – I was at The Kitchen in Boulder with the founders and my partner Seth. I had just put a garlic french fry in my mouth and looked over at Seth. He looked at me and gave me that “yeah – we should do this” look. And that was it.

My approach to competition is to “obsess about their products while completely ignoring the company.” If you can identify competitors, use their products, if only to have that knowledge when the moment comes that you have the conversation about how you are going to change the game.

I developed a simple mantra: “The only person I have to cheat is myself.” […] The phrase embodies three ideas: That your goals are important to you, you’ll disappoint yourself if you don’t focus on achieving them, and you can’t escape responsibility by expecting someone else to step in.

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Du willst noch mehr Lesestoff? Stöbere doch mal in unserem Artikel: „Schon gebookmarked? 50 Websites für Gründer und Entrepreneure

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Daniel Hüfner
„Community-basierte Freemium-Modelle werden sich auf breiter Basis nicht durchsetzen“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 7] http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-juliane-leopold-594942/ 2015-02-20T07:30:02Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Juliane Leopold, …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Juliane Leopold, Chefredakteurin bei BuzzFeed Germany.

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Juliane Leopold, Chefredakteurin bei BuzzFeed Germany

juliane-leopold-zukunft-des-journalismusFür viele wird es eine Überraschung gewesen sein, als Juliane Leopold aufhörte, für die Zeit zu arbeiten, und zu BuzzFeed wechselte – von einem Medium, das in Deutschland für den Begriff „Qualitätsjournalismus“ steht, zu einer Seite, die in großen Teilen auf Unterhaltung setzt. Die Journalistin ist sich aber sicher, dass sich die Mediennutzung der Leser verändert: „Inhalte müssen so gestaltet sein, dass sie sich problemlos in das Kommunikations- und Mediennutzungsverhalten von Nutzerinnen und Nutzern integrieren können. Dieses findet jetzt schon immer mehr auf den sozialen Medien und in Instant-Messengern statt.“ Und auf diese Kanäle setzt BuzzFeed mit seinen Inhalten.

Bekannt wurde die US-Seite vor allem für ihre schnell konsumierbaren Online-Inhalte, eine Mischung aus bewegten Bildern (GIFs), süßen Tierfotos, lustigen Videos und allem, was mit Katzen zu tun hat. Außerdem sind die sogenannten „Listicles“ sehr präsent. Das sind Beiträge, die aus Listen bestehen wie zum Beispiel „25 Dinge, die nur Menschen kennen, die älter als 30 Jahre alt sind“. Und das Konzept scheint erfolgreich zu sein: Unternehmensangaben zufolge hat die Seite monatlich weltweit über 200 Millionen Besucher. In einer Mail von Gründer Jonah Peretti an alle Mitarbeiter im November 2014 sprach er von einem erreichten Umsatz von 100 Millionen US-Dollar. Mittlerweile betreibt das Portal auch ernsthaften Nachrichten-Journalismus. 2014 entschied das Unternehmen sich, auch den deutschen Markt zu erobern. Im Juli war klar: Juliane Leopold wird Gründungs-Chefredakteurin – und das, obwohl sie in einem Interview mit Medium sagt, gar kein Katzen-Typ zu sein. Zuvor Social-Media-Redakteurin bei Zeit Online, gab sie die neue Stelle standesgemäß per Twitter bekannt.

Leopold studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft auf Magister an der FU Berlin. Abschlussnote 1,1 (Zitat: „Ja, ich habe Strebertendenzen!“). Es folgten Stationen bei der Neuen Zürcher Zeitung, der Zeit und Zeit Online. Außerdem schreibt sie für den Blog kleinerdrei, der für den Grimme Online Award 2014 nominiert war. Mitte 2014 dann der Wechsel zu BuzzFeed, im September folgte der erste Post der deutschen Ausgabe. Derzeit konzentriert sich das kleine Team noch auf humorvolle, unterhaltende Artikel. Im Interview spricht Juliane Leopold darüber, warum die Homepage als Zugangsportal an Bedeutung verliert und wieso Demut und Humor für Redakteure wichtig sind.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm? Zunächst mal schadet dem Journalismus seine Unterteilung in Etikette und Grüppchen. Sie dienen vor allem dazu, die eigenen Positionen zu stärken, verhindern aber den Blick auf Entwicklungen, die alle betreffen, wie zum Beispiel die Frage, wie faire Bezahlung und wirtschaftliches Arbeiten für unabhängigen Journalismus im digitalen Wandel möglich sind. Außerdem verwässert diese Etikette die Grundlagen unseres Berufs. Zu jeder Art von Journalismus gehört beispielsweise, über Missstände aufzuklären und Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen, die für sie wichtig sind. Heute ist es üblich, diese Fähigkeiten in den Investigativ-Journalismus auszulagern. In manchen Fällen dient das nur dazu, Sparmaßnahmen in anderen redaktionellen Bereichen zu rechtfertigen. Das halte ich für gefährlich. Guter Journalismus braucht Ressourcen – unabhängig davon, ob sein Etikett gerade „hip“ ist.

Wichtig ist, zu schauen, wie einzelne Geschichten gemacht sind und ob sie den Qualitätskriterien des guten Journalismus genügen. Dazu gehört bei Nachrichten das Prinzip, zwei unabhängige Quellen zu haben oder in der Wortwahl nicht reißerisch zu sein. Bei der Ermordung von zwölf Menschen in Paris sprachen auch die sogenannten Qualitätsmedien hierzulande von „Blutbad“ und „Schießereien“, obwohl das in einer seriösen Berichterstattung über diesen Fall nichts zu suchen hatte. Zur Gefahr wird für den sogenannten Qualitätsjournalismus das Scheitern an den eigenen Ansprüchen. Ich plädiere dafür, weniger über die Schubladen zu diskutieren, in die wir Medien stecken, als über ihre Geschichten und Artikel konkret zu sprechen.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Ich glaube daran, dass sich gute Geschichten durchsetzen werden – unabhängig von den Autorinnen und Autoren oder Medienmarken, die sie in die Welt setzen. Ich glaube, die Entkopplung der Inhalte von Ankerpunkten wie Homepages wird weitergehen. Das gilt auch für die Entkopplung von audiovisuellen Inhalten von linearer Verbreitung. Rezipienten wollen Medien dann und dort konsumieren, wo es ihnen passt – sie werden sich nicht 1.000 neue Apps runterladen, um das zu ermöglichen.

Inhalte müssen so gestaltet sein, dass sie sich problemlos in das Kommunikations- und Mediennutzungsverhalten von Nutzerinnen und Nutzern integrieren können. Dieses findet jetzt schon immer mehr auf den sozialen Medien und in Instant-Messengern statt. Also müssen Inhalte in granularer Form dort konsumierbar sein. Für Bewegtbild bedeutet dies, dass YouTube noch wichtiger wird (weil es als ein Anlaufort für alle Suchen beim Thema Video begriffen wird). Inhalte, die im Bewusstsein von vielen Menschen sein sollen, müssen dort auch verfügbar sein.

Seit Jahren nehmen die Zugriffszahlen auf Websites über die sozialen Medien zu. Wie im Innovationsreport der New York Times korrekt dargestellt, verliert die Homepage als Ansteuerungspunkt für Nachrichtenmarken an Bedeutung. Stattdessen stellen sich die Rezipienten ihr Medienmenü in den sozialen Medien zusammen. Dort erfolgt die Auswahl von Quellen aber nicht mehr nur aufgrund alter Markenwerte. Stattdessen stehen Freunde, Bekannte, Familie, Kollegen und eben Medienmarken gleichberechtigt nebeneinander, was die Steuerung unserer Aufmerksamkeit auf Inhalte angeht. Wir entscheiden, wer uns die besten Links zu einem Thema gibt – und das müssen eben nicht mehr nur große Medienseiten sein.

Medien werden in ihrer Bedeutung verlieren, was das Vertrauen des Publikums in ihre Deutung der Weltlage angeht. Soziale Bindungen und Empfehlungen werden diese Rolle immer stärker übernehmen.

3. Wie und wo recherchieren Sie nach guten und spannenden Inhalten? Meine Hauptquelle ist Twitter. Hier finde ich Informationen professioneller Publikationen, kann in tausend Quellen auf der ganzen Welt recherchieren und erfahre, was mein Publikum bewegt. Facebook spielt eine Rolle, Instagram, Pinterest und Tumblr auch. Um eine Geschichte zur Geschichte zu machen, bleibt es aber auch wichtig, zum Telefon zu greifen. Außerdem schadet es nichts, die Augen und Ohren aufzuhalten, wenn man mal nicht im Internet ist.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und wahrgenommen zu werden? Wichtig ist, das eigene Gefühl für Relevanz von Geschichten nicht zum alleinigen Maßstab zu nehmen, sondern sich intensiv und ohne Dünkel mit dem eigenen Publikum zu beschäftigen. Sei es durch das Eintauchen in Soziale Netzwerke oder durch das zur Kenntnis nehmen von Lebensrealitäten außerhalb der eigenen, meist von Medienmenschen geprägten Umgebung. Außerdem schaden eine gesunde Portion Humor sowie Demut nicht. Es ist ein Privileg, die eigene Meinung auf einer großen Plattform verbreiten zu können. Aber es ist auch nicht so, dass sich dadurch gleich die Welt in den Staub werfen müsste.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und deren Anbieter anpassen? Technologie ist heute bereits Träger des Journalismus. Deswegen muss sie in seinem Zentrum stehen. Das bedeutet nicht, dass die Maschinen Journalistinnen und Journalisten (in jedem Fall) ersetzen, aber es bedeutet, dass Journalistinnen und Journalisten leistungsstarke und smarte Technologie für ihre Werke benötigen, um sie überhaupt noch an den Mann und die Frau zu bringen. Das gilt für technologische Infrastruktur wie Content-Management-Systeme oder Computer, aber auch die Manpower, mit der Verlage den Journalismus technologisch unterstützen. Es braucht große Teams von Programmiererinnen und Programmierern, viele Tests mit Nutzerinnen und Nutzern und eine unprätentiöse Zusammenarbeit.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

„Ich glaube, community-basierte Freemium-Modelle oder Paid Content werden sich auf breiter Basis nicht durchsetzen.“

Ich glaube, dass der Großteil der Medien beim Erlösmodell der Querfinanzierung über Werbung bleibt. Wer damit Geld verdienen wird, weiß ich nicht. Momentan gilt es, eingeschlagene Experimente zu beobachten. Dazu zählt sicher das Abomodell der Krautreporter. Ich glaube, community-basierte Freemium-Modelle oder Paid Content werden sich auf breiter Basis nicht durchsetzen. Grund dafür ist in meinen Augen die fehlende einheitliche technologische Infrastruktur für ein Bezahlsystem über verschiedene Medien hinweg.

7. Wie sehen Ihrer Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus? Allgemein: weniger Bleiwüsten, mehr Bilder. Das Erzählen wird visueller und hoffentlich nutzerfreundlicher. Ein TL:DR am Anfang jedes Nachrichtenstücks wäre zum Beispiel großartig. Die zwei größten Nachrichtenanbieter im Netz werden die größten bleiben, weil sie eine sehr loyale Nutzerschaft haben. Videos werden aus den Walled Gardens einzelner Senderseiten befreit und dürfen Sendungsmarken endlich ins ganze Netz tragen. Und natürlich Katzen auf allen Kanälen!

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Meiner Meinung nach ist der Markt derzeit gut durchdrungen.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

 

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Carsten Christian
Zum eigenen Blog mit HubPress und GitHub: So geht‘s http://t3n.de/news/hubpress-blog-github-593331/ 2015-02-15T16:11:07Z
HubPress ist ein statischer Blog-Generator für GitHub. Im Gegensatz zu alternativen wie Octopress kommt ihr damit aber auch ohne viel technisches Know-how schnell zu einem eigenen Blog.

HubPress ist ein statischer Blog-Generator für . Im Gegensatz zu alternativen wie Octopress kommt ihr damit aber auch ohne viel technisches Know-how schnell zu einem eigenen .

Mit HubPress kommt ihr schnell zum eigenen Blog auf GitHub. (Screenshot: HubPress)
Mit HubPress kommt ihr schnell zum eigenen Blog auf GitHub. (Screenshot: HubPress)

HubPress: Die einfachere Alternative zu Octopress

Octopress ist eine beliebte Möglichkeit, um GitHub zum Hosten des eigenen Blogs zu nutzen. Das Blogging-Framework auf Basis des statischen Webseitengenerators Jekyll hat allerdings einen gehörigen Nachteil: Um den Einsatz der Kommandozeile kommen Nutzer im Grunde nicht herum. Das macht den Einsatz von Octopress für technisch weniger versierte Blogger bisweilen etwas zu kompliziert. Mit HubPress gibt es jetzt eine interessante Alternative, die sich nicht nur deutlich leichter einsetzen, sondern auch nutzen lässt.

Um euren eigenen Blog mit HubPress auf GitHub zu hosten, müsste ihr im Grunde nur das entsprechende Repository forken. Eine Anleitung dazu findet ihr weiter unten im Text. Habt ihr euren Blog erst mal eingerichtet, könnt ihr euch mit eurem GitHub-Login in das minimalistische HubPress-„Backend“ einloggen. In den Einstellungen könnt ihr dann zunächst einen Titel für euren Blog und eine kurze Beschreibung eingeben. Außerdem könnt ihr hier ein Logo festlegen oder das Theme eures Blogs ändern. HubPress unterstützt von Haus aus Google Analytics und das Kommentar-Tool Disqus. Beides lässt sich daher ohne großen Aufwand direkt über die Einstellungen in den Blog integrieren.

Auch das Schreiben der Blogbeiträge geht schnell von der Hand. Wer will, kann sich neben dem integrierten Editor direkt eine Live-Vorschau anzeigen lassen. Leider setzt HubPress zur Formatierung der Texte auf die Auszeichnungssprache AsciiDoc, statt auf die deutlich bekanntere Alternative Markdown. Dennoch lassen sich auch damit Texte auf einfache Weise formatieren. Eine Erklärung der AsciiDoc-Syntax findet ihr hier.

HubPress: So erstellt ihr einen Blog auf GitHub

Um einen Blog mit HubPress zu erstellen, braucht ihr zunächst einen kostenlosen GitHub-Account. Anschließend müsst ihr einen Fork des HubPress-Respositorys erstellen und es nach dem Muster Nutzername.github.io umbenennen. Wobei ihr Nutzername logischerweise durch euren eigenen GitHub-Nutzernamen ersetzen müsst.

Zunächst müsst ihr das HubPress-Repository forken. (Screenshot: GitHub)
Zunächst müsst ihr das HubPress-Repository forken. (Screenshot: GitHub)

Anschließend müsst ihr nur noch die Datei config.json im hubpress-Ordner anpassen, indem ihr den Namen eures Repositories und euren Nutzernamen an der entsprechenden Stelle eintragt.

Bloggen mit HubPress: Jetzt müsst ihr lediglich diese JSON-Datei anpassen und schon könnt ihr loslegen.
Bloggen mit HubPress: Jetzt müsst ihr lediglich diese JSON-Datei anpassen und schon könnt ihr loslegen.

Jetzt solltet ihr euch über http://Nutzername.github.io/hubpress/ mit eurem GitHub-Nutzernamen und -Passwort anmelden können. Alternativ dazu könntet ihr aber auch eine eigene Domain für euren Blog verwenden.

HubPress: Noch nicht perfekt aber auf einem guten Weg

HubPress verfügt zwar noch über die eine oder andere Kinderkrankheit, wer aber nach einer einfachen Möglichkeit zum Bloggen sucht, sollte sich die Web-App unbedingt anschauen. Zumal der französische Entwickler des Projekts, Anthonny Quérouil, sehr schnell auf Hinweise zu Bugs und Pull-Requests reagiert.

via news.ycombinator.com

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Kim Rixecker
Twitterperlen: Die besten Tech-Tweets der Woche (3) http://t3n.de/news/twitterperlen-besten-tech-tweets-593509/ 2015-02-12T09:44:06Z
Spiderman, Geld verdienen mit Blogs oder die richtigen Profilbilder zur re:publica – die letzten sieben Tage auf Twitter waren voller witziger und spannender Themen. Wir fassen die Tech-Woche für …

Spiderman, Geld verdienen mit Blogs oder die richtigen Profilbilder zur re:publica – die letzten sieben Tage auf Twitter waren voller witziger und spannender Themen. Wir fassen die Tech-Woche für euch in 15 mal 140 Zeichen zusammen.

Welche Tweets waren eure Favoriten in der vergangenen Woche?

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Florian Blaschke
„Das Niveau wird nicht besser“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 6] http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-frank-zimmer-592660/ 2015-02-09T13:36:19Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Dr. Frank Zimmer, …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Dr. Frank Zimmer, Redaktionsleiter des Online-Auftritts von Werben & Verkaufen.

zukunft-des-journalismus-zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter des Online-Auftritts von Werben & Verkaufen

Dr. Frank Zimmer zur Zukunft des Journalismus
Frank Zimmer zur Zukunft des Journalismus.

Technologien als potenzielle Arbeitsmittel zu begreifen und mit ihrer Hilfe einen guten Job zu machen, dafür plädiert Frank Zimmer, Redaktionsleiter des Online-Auftritts von Werben & Verkaufen. Gleichzeitig merkt er an: „Ehrlich gesagt, geht mir die quasi religiöse Überhöhung des Digitalen manchmal auf die Nerven.“ Zimmers journalistische Karriere startete bei der Rhein-Zeitung, „in der rheinland-pfälzischen Provinz“, wie er selbst sagt. „Weinköniginnen, Karneval, Kommunalpolitik, Altarweihe, das ganze Programm.“ 1998 ging der heute 49-Jährige als Web-Publisher zum Verlag form und der dort angeschlossenen Designagentur. Ein Generalisten-Job, der heute nur noch schwer vorzustellen sei und von HTML-Codierung über Bildbearbeitung, Werbetexten, Website-Konzeption bis hin zu Corporate-Publishing-Redaktion gereicht habe. Das Texten habe ihn jedoch immer am meisten fasziniert. Zimmer fasste deshalb den Plan, Werbetexter zu werden, hatte dem Journalismus schon abgeschworen.

Ein Schulfreund, der Chefredakteur bei der deutschen Redaktion des Internetdienstes World Online war, holte Zimmer dann doch zurück an einen Redaktions-Schreibtisch. 2000 bewarb er sich dann bei W&V und ging nach München. Zunächst arbeitete er als Online-Redakteur des Spin-offs eMarket, danach wechselte der promovierte Historiker zu W&V Online, wurde dort Chef vom Dienst und schließlich Redaktionsleiter. „Das war nicht der schnurgerade Weg, aber ich glaube, die Agenturerfahrung ist hilfreich für jemanden, der für Werber schreibt“, meint Zimmer zu seinem Werdegang.

Die ersten Erfahrungen mit Social Media habe er bei World Online gesammelt, wo er regelmäßig mit Lesern chattete: „Das fand ich faszinierend.“ Bei form lag der Fokus auf Fachinformationen für Designer – der Kontakt zum Leser sei auch dort sehr eng gewesen. Und schließlich sei ein Fachmedium im Prinzip auch nichts anderes als eine Community. Im Interview spricht Frank Zimmer darüber, weshalb der Typus des „Nachrichtenjägers“ an Bedeutung verlieren wird und warum Textjournalismus aus seiner Sicht die Basis für Online-Medien bleiben wird.

Weitere Informationen über Frank Zimmer findet ihr auf seiner Website frankzimmer.de. Außerdem ist er auf FacebookTwitter, LinkedIn und Xing vertreten.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Ich kann mit der Worthülse Qualitätsjournalismus wenig anfangen. Eigentlich sagt noch nicht einmal der Begriff Journalismus besonders viel aus, denn das faktische Medienmonopol der 90er-Jahre-Journalisten ist dahin. Einem guten Text ist es egal, ob er von einem Journalisten, einem Blogger oder einem sonstigen Experten geschrieben wurde; ich mache da keinen Unterschied mehr. Es geht um Qualität, nicht um Journalismus oder Nicht-Journalismus.

Wenn Sie mit Qualitätsjournalismus klassische Medienmarken mit besonders hohem Anspruch an die Produktqualität meinen, ist die Antwort: Sie werden sich irgendwann dadurch auszeichnen, dass sie überlebt haben. Denn ich bin nicht sicher, ob das allen gelingen wird. Herausragende publizistische Qualität wird zwar immer gefragt sein, aber wer sie nicht effizient produziert und geschickt vermarktet, hat es sehr schwer.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

„Wir sollten nicht so tun, als wären wir die Ersten auf der Welt, die mit Fortschritt konfrontiert werden.“

Im Online-Journalismus gibt es nach wie vor einen starken Hang zur Boulevardisierung, jetzt zusätzlich befeuert durch Angebote wie Huffington Post, Buzzfeed oder Heftig.co. Das Niveau wird nicht besser. Ich bezweifle aber, ob der Werbemarkt das alles auf die Dauer finanzieren wird. Beim Zusammenspiel von Print und Online werden wir in den kommenden Jahren viele Modelle à la Spiegel erleben, also eine Koexistenz von kostenfreien Online-Artikeln und digitalisierten Print-Inhalten, für die man zahlen wird. Bei der eigentlichen journalistischen Arbeit verschieben sich die Schwerpunkte von der Produktion zur Kommunikation: Der Typus des Nachrichtenjägers verliert an Bedeutung, weil Nachrichten im Netz nichts mehr wert sind. Dafür wird der Typus Redaktionskommunikator wichtiger. Er tauscht sich intensiv mit Lesern und Multiplikatoren aus und verbreitet seine Artikel oder Videos in dem Raum, den wir heute Social Web nennen.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Auf Twitter und in meinem RSS-Feed. Facebook ist nicht mehr so wichtig, dafür aber immer noch die gute alte E-Mail. Was man oft unterschätzt: Gedruckte Zeitschriften und Zeitungen können eine Fundgrube sein. Leider bleibt für Print meistens zu wenig Zeit.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und wahrgenommen zu werden?

Dasselbe wie immer: Dinge schreiben, die interessieren. Und den Kontakt zum Leser suchen. Das Netz bietet dafür sehr gute Möglichkeiten.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und dessen Anbieter anpassen?

Ich glaube nicht, dass Journalisten zwingend eine Programmiersprache beherrschen müssen. Ehrlich gesagt, geht mir die quasi religiöse Überhöhung des Digitalen manchmal auf die Nerven. Wir sollten neue Technologien ganz einfach als potenzielle Arbeitsmittel begreifen, mit ihrer Hilfe einen guten Job machen und uns ansonsten nicht so wichtig nehmen. Generationen vor uns haben auch schon technologische und damit verbundene gesellschaftliche Umwälzungen erlebt. Wir sollten nicht so tun, als wären wir die Ersten auf der Welt, die mit Fortschritt konfrontiert werden.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Vor allem mit Werbung, aber hoffentlich mit besserer und kreativerer als heute im Netz üblich. Paid Content wird nicht reichen. Nebengeschäfte von Medien und Verlagen werden zunehmend wichtiger. Das können eigene Veranstaltungsangebote wie Awards, Messen, Konferenzen oder Seminare sein – wie sie schon jetzt im Fachinformationsbereich vielfach üblich sind. Magazine werden künftig weitere Geschäftsfelder für sich entdecken, die zu ihren publizistischen Inhalten passen. Man muss sich ja nur am altbekannten Modell der Leserreise orientieren. All diese Veranstaltungen und Dienstleistungen werden sich hier und da zum Hauptgeschäft der Verlage entwickeln, und das bisherige journalistische Kernprodukt wird zur Kunden- oder Mitgliederzeitschrift der Leser-Community. Auch daran werden wir uns gewöhnen müssen.

Natürlich machen wir uns bei W&V auch unsere Gedanken. Es ist weder aktuell noch geplant, aber warum sollte beispielsweise eine Fachzeitschrift für Marketing und Werbung wie W&V nicht auch in der Lage sein, eine Crowdsourcing-Plattform für Kampagnen und Kreationen zu betreiben?  Ich meine damit einen digitalen Marktplatz für Ideen und Kreativleistungen. Es ist seit jeher das Geschäftsmodell der Medien, Leser und Werbekunden zusammenzubringen. Nirgendwo steht, dass das auf immer und ewig mit Anzeigen oder Spots funktionieren muss. Die Hauptsache ist, dass das Medium das tut, wofür schon sein Name steht: zu vermitteln. Solange das glaubwürdig und transparent abläuft, spielt die Plattform keine Rolle.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Es gibt 2020 mehr sehr gute und mehr sehr schlechte, schrille Inhalte. Lauwarmes Mittelmaß ohne Empathie lesen wir seltener als heute. Was die Formate angeht, wird es etwas mehr Videos geben. Aber nicht, weil die Nutzer es wollen, sondern weil der Werbemarkt danach verlangt. Textjournalismus bleibt trotzdem das Rückgrat der Online-Medien – allein schon deshalb, weil er auf mobilen Geräten leichter konsumiert werden kann.

Ansonsten werden einige klassische Medienmarken verschwunden sein oder nur noch als entkernte oder kaputtsanierte Zombie-Marken weiterexistieren. Dafür gibt es eine Menge neuer Plattformen und professioneller Blogs. Wobei man den Unterschied zwischen einem reichweitenstarken Blog und einer klassischen Medienmarke spätestens 2021 nicht mehr erklären kann. Vorher streiten Stefan Niggemeier und Thomas Knüwer aber noch über die einzig mögliche Rettung für die FAZ.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Ich fände so eine Art Verbrauchermagazin im Brand-eins-Stil interessant. Also ein Magazin, das die Glaubwürdigkeit von Marken thematisiert, ohne ihre Produkte bis zur dritten Nachkommastelle zu analysieren.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

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Carsten Christian
„Journalismus hat immer eine Qualität, und zwar die fürs jeweilige Medium definierte“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 5] http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-dennis-horn-591579/ 2015-02-03T10:05:58Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Carsten Christian vom OSK-Blog im Interview mit Dennis …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Carsten Christian vom OSK-Blog im mit Dennis Horn, Techjournalist und Multimedia-Experte beim WDR.

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Geht es nach Dennis Horn, verändert sich der Journalismus in den nächsten Jahren zwar nicht völlig, aber es wird sich viel Spannendes in den Redaktionen tun: „Ich glaube nicht, dass die Welt in fünf Jahren ganz anders aussehen wird als heute. Wir werden aber eine ganze Reihe weiterer Experimente erlebt haben.“ Früh entdeckte der Moderator, Redakteur und Autor sein Interesse an der digitalen Welt – schon während seiner Schulzeit programmierte und baute er Websites.

„Die Initialzündung waren die Computerspiele, die mein Onkel Ende der 80er auf seinem Amstrad PC8086 installiert hatte.“ Sein weiterer Weg war im wahrsten Sinne des Wortes vorprogrammiert. Dennis Horns journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen und digitalen Themen.

Dennis Horn, Techjournalist und Multimedia-Experte beim WDR

Dennis Horn zur Zukunft des Journalismus.
Dennis Horn zur Zukunft des Journalismus.

Direkt nach dem Abitur ging er zu 1LIVE, volontierte dann beim Neusser Radiosender NE-WS 89.4, war beim Hessischen Rundfunk tätig und moderierte die Frühsendung bei Antenne Düsseldorf. Heute teilt der 33-Jährige sein Wissen in „Digitalistan“, einem eigenen Format für Techthemen im WDR. Als Techjournalist ist Dennis Horn Experte für digitale Themen bei den Öffentlich-Rechtlichen. Seit zehn Jahren ist er außerdem als Redakteur, Reporter und Moderator bei der ARD beschäftigt. Von sich selbst sagt er, dass er sich dabei als Schnittstelle zwischen Hörfunk, Fernsehen und Online sieht. Besonders vor dem Netz hätten viele Menschen nach Horns Meinung noch immer Angst. Er wünscht sich, dass diese Furcht nachlässt – dann könne man mit Spaß die Möglichkeiten des Webs ergründen.

Und das Potenzial liegt für Horn klar auf der Hand: „Es gibt für mich keine bessere tägliche Infoquelle als Twitter.“ Bei seinen Recherchen sind die sozialen Netzwerke demnach unerlässlich. Gleichzeitig seien die sozialen Netzwerke ideal, um das Publikum zu erreichen und für die eigenen Botschaften zu gewinnen. Im Interview erklärt Dennis Horn, warum er ein Problem mit dem Begriff „Qualitätsjournalismus“ hat und warum journalistisches Handwerk allein zukünftig nicht mehr ausreichen wird.

Weitere Informationen über Dennis Horn findet ihr auf seiner Website dennishorn.de. Außerdem ist er auf FacebookTwitter, Instagram und Xing vertreten.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Ich habe ein Problem mit dem Begriff „Qualitätsjournalismus“, vor allem in Zeiten, in denen sich Medien dieses Etikett aufkleben, die ihre Zeitungen und Sender und deren Qualität gleichzeitig kaputtsparen. Journalismus hat immer eine Qualität, und zwar die fürs jeweilige Medium definierte.

Was den Journalismus in Zukunft auszeichnet, sind die handwerklichen Disziplinen, die ihn schon immer auszeichnen: Recherche, Sprache, Präsentation – und mittlerweile zum Glück auch der Dialog mit dem Publikum. Wir schaden dem Journalismus, wenn wir das vergessen: Wenn wir Recherchieren mit googeln gleichsetzen, wenn wir die Sprache nicht pflegen, wenn wir unsere Präsentation nicht ständig hinterfragen, wenn wir das Publikum ignorieren.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Ein Trend sind für mich die vielen Experimente, die zurzeit stattfinden. Beim WDR haben wir im vergangenen Jahr Pageflow als Open-Source-Software für Multimedia-Reportagen an den Start gebracht. Dieses Jahr arbeiten wir an mehreren YouTube-Formaten; gerade ist zum Beispiel WDR #3sechzich als erstes öffentlich-rechtliches Nachrichtenformat für YouTube an den Start gegangen. Auch aus anderen großen Häusern, privat und öffentlich-rechtlich, von Print über Fernsehen bis Hörfunk höre ich, dass sich endlich Dinge bewegen. Mal abgesehen von den vielen neuen Playern von BuzzFeed Germany über CORRECT!V bis zu lokalen Angeboten wie Taeglich.ME.

Wir werden uns in den kommenden Jahren außerdem noch viel stärker als bisher mit der Distribution unserer Inhalte beschäftigen müssen. Wenn ich heute im WDR einen Fernsehbeitrag produziere, ist mit Organisation, Dreharbeiten und Schnitt nur die Hälfte erledigt. Wie bereite ich ihn im Netz auf? Wie „verkaufen“ wir diese Umsetzung bei Facebook und Twitter? Was müssen wir schon beim Dreh des Fernsehbeitrags beachten, damit er später auch bei YouTube funktioniert? Ich bezeichne soziale Netzwerke gerne als „Satelliten“, die um unser eigenes Onlineangebot herumschwirren. Die Zahl und Bedeutung dieser Satelliten wird eher zu-, als abnehmen – und damit die Herausforderung, sie alle adäquat zu bespielen, sodass wir ein relevantes Publikum erreichen, das sich individuell informiert fühlt. Dasselbe gilt auch für die Masse verschiedener Geräte mit verschiedenen Ausspielformen von Smartphones über Tablets bis zu Wearables.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Es gibt für mich keine bessere tägliche Infoquelle als Twitter. Wer dort als Journalist neu beginnt, dem empfehle ich twittlist.de: eine für den Einstieg hervorragende Liste wichtiger Twitterer vor allem aus den Medien – viel besser als die Standard-Empfehlungen, die Twitter selbst mir zum Einstieg bietet. Als Techjournalist schwöre ich außerdem auf die Aggregatoren Hacker News und Product Hunt. An Tagen, an denen mir die Zeit fehlt, am Puls zu bleiben, bin ich froh, dass ich mich auf Feedly als RSS-Reader verlassen kann.

Nach wie vor der wichtigste Faktor sind aber: die Menschen, seien es eigene Kollegen, Akteure aus den Medien und der Techwelt oder einfache Nutzer. Und die Impulse, die ich Jahr für Jahr allein von der re:publica mitgenommen habe, kann ich gar nicht mehr zählen.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und konsumiert zu werden?

Wir müssen das journalistische Handwerk beherrschen. Wobei wir schon jetzt merken, dass uns das Handwerk allein nicht weiterbringt. Unser Publikum zieht sich immer weiter in seine Timelines zurück. Wir müssen es dort wieder erreichen, und das können wir am besten mit Relevanz, mit einem ehrlich gemeinten Dialog, dort wo er sinnvoll ist, und einer gelungenen Distribution der Inhalte. Die Aufbereitung unserer Themen wird also wichtiger – noch viel wichtiger, als sie es zurzeit schon ist.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und deren Anbieter anpassen?

Ein guter Anfang wäre ein grundlegendes Verständnis dieser Veränderungen. Eine der Redaktionen, für die ich arbeite, hat sich plötzlich bewegt, als sich ihr Chef ein iPhone geleistet hat – und begriffen hat, was dort eigentlich vor sich geht. Diesen Punkt müssen viele Redaktionen aber erst noch erreichen. Dann können wir weiterreden: vor allem über technisches Grundlagenwissen, sowohl im Redaktionsmanagement als auch bei den Journalisten. Es gibt erschreckend viele Redaktionen, die noch nicht einmal den Schritt zum Web 1.0 bewältigt haben.

Gute Erfahrungen haben die Redaktionen gemacht, in denen verschiedene Gewerke direkt miteinander arbeiten: Dort, wo Journalisten, Techniker, Programmierer und Grafiker ständig an einem Tisch sitzen oder zumindest dauernd miteinander zu tun haben. Das schärft das gegenseitige Verständnis, verhindert Grabenkämpfe und sorgt dafür, sehr schnell reagieren oder Ideen umsetzen zu können, zum Beispiel, indem man für kleine Projekte auf Zuruf schlagkräftige Teams bilden kann.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Man muss da auch mal ehrlich sein: Ich weiß es nicht. Bisher sehe ich da weiter einen Mix aus Werbung, Paywalls und Abomodellen. Und ich glaube, dass auf lange Sicht auch noch einmal eine Diskussion über den Rundfunkbeitrag dazugehört: Wie sollte sich moderner, öffentlich-rechtlicher Journalismus im Netz niederschlagen?

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Ich glaube nicht, dass die Welt in fünf Jahren ganz anders aussehen wird als heute. Wir werden aber eine ganze Reihe weiterer Experimente erlebt haben. Wir werden weitere Nischenmedien haben, und ich glaube, dass auch große Medienhäuser erkannt haben werden, dass ihre Zukunft darin liegt, ihr Publikum individueller anzusprechen. Wir werden in fünf Jahren etwas genauer darüber Bescheid wissen, wie verschiedene Bezahlmodelle funktionieren. Mit all diesem Wissen und diesen Erfahrungen glaube ich, dass wir in fünf Jahren die Frage nach der Zukunft in noch einmal fünf Jahren etwas besser beantworten können als heute. Und das ist schon ganz schön viel, finde ich.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Da bin ich befangen: Mir fehlt so etwas wie der geplante Jugendkanal der ARD. Ich wünsche mir, dass wir in der ARD endlich mit einem guten Produkt ein junges Publikum erreichen. Mit 1LIVE im WDR arbeite ich bei einem Radiosender, der das schafft. Für den Jugendkanal hoffe ich, dass dessen Macher das Wort „Kanal“ nicht zu ernst nehmen und mit einem Verständnis dafür antreten, wie YouTube, BuzzFeed, VICE und andere Anbieter relevant und groß geworden sind. Wären da nicht die Mühlen, Hierarchien und Bedenkenträger in der ARD, die am Ende zu oft alles wieder weichspülen, wäre ich sogar ganz hoffnungsfroh. Ich bin gespannt.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Carsten Christian
„Wenn wir über News reden, dürfen wir eigentlich nur noch über Mobile nachdenken“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 4] http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-torsten-beeck-589771/ 2015-01-22T14:16:09Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Im vierten Teil der Serie spricht Oliver Nermerich mit …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Im vierten Teil der Serie spricht Oliver Nermerich mit Torsten Beeck, Leiter Social Media bei Spiegel Online.

zukunft-des-journalismus-beeck

„Wenn wir über News reden, dürfen wir eigentlich nur noch über Mobile nachdenken, denn dort finden Nachrichten zukünftig statt“, meint Torsten Beeck, seit Ende 2014 Leiter Social Media bei Spiegel Online. Der 36-Jährige bezeichnet sich selbst als „News-Junkie“, den man nie ohne Smartphone sieht – obwohl er ungern telefoniert. Für Beeck war es tatsächlich ein einzelner Tweet, der den Startschuss für sein Interesse an Social Media setzte: „Mercedes Bunz twitterte, dass Google ein eigenes Betriebssystem angekündigt habe. Ich saß in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, und in deutschen Medien gab es dazu einfach nichts. Das fand ich spannend.“

Eine Leidenschaft, die er inzwischen mit seinem Beruf vereint hat. Beeck sagt, dass soziale Medien für ihn eine erstklassige Fundgrube für spannende Inhalte seien und zugleich als wichtige Distributionskanäle dienen. Zudem ermöglichten sie eine noch intensivere Verbindung zum Leser sowie einen zusätzlichen Informationskontext zu einer aktuellen Nachrichtenlage – zwei Punkte, die nach Meinung des Journalisten in der Branche künftig immer wichtiger werden.

Torsten Beeck, Leiter Social Media bei Spiegel Online

Torsten Beeck zur Zukunft des Journalismus.
Torsten Beeck zur Zukunft des Journalismus.

Beeck studierte Rechtswissenschaft sowie Politics & Organisation in Hamburg und Hagen, wurde später bei der Computer Bild Leiter im Ressort Unterhaltungs-Elektronik. Schon bevor er zu Spiegel Online wechselte, sammelte er als Leiter der „Social Media und Community“-Abteilung bei Bild Erfahrung in der Arbeit mit den sozialen Netzwerken. Bei Spiegel Online betreut der Netzexperte die Social-Media-Kanäle und beobachtet, was sich im Netz tut. Im Interview erklärt Torsten Beeck, wie wichtig es ist, Nachrichten für unterschiedliche Kanäle zu zuzuschneiden, und an welcher anderen Branche sich der Journalismus ein Beispiel nehmen kann.

Weitere Informationen über Torsten Beeck findet ihr auf seiner Website torstenbeeck.com. Außerdem ist er auf Twitter, Instagram, Linkedin und Xing vertreten.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Journalismus muss vor allem relevant sein, um etwas vom Zeitbudget der Leser abzubekommen. Dafür brauchen wir dringend Journalisten, die filtern, Schwerpunkte setzen und Themen einordnen können, wir müssen aber viel stärker die Nutzungssituation beachten. Qualität und Relevanz heißt zukünftig viel mehr: die richtige Aufbereitung, auf dem richtigen Gerät/Kanal und zur richtigen Zeit. Das verändert die Art des Erzählens und die Taktung, darf aber nicht unsere journalistischen Grundwerte verändern.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Es gibt zwei parallele Stränge: Das eine ist die Echtzeitgeschichte, die sich entwickelt, die jetzt passiert, die wir auf allen Kanälen und mit allen journalistischen Formaten erzählen müssen. Sie

„Journalismus muss vor allem relevant sein, um etwas vom Zeitbudget der Leser abzubekommen“

muss viel dialogischer sein, um unsere Nutzer einzubeziehen, sie an uns zu binden und uns weniger als „Sender“, sondern viel stärker als Gesprächspartner zu positionieren. Es gibt aber, nehme ich immer stärker wahr, Menschen, die das Gefühl des Überflusses an Informationen eher mit „wegschalten“ quittieren. Sortieren, Gewichten, Einschätzen und Themen wirklich in aller Tiefe zu beleuchten wird (wieder) wichtiger. Inhaltlich strebt der Journalismus zurzeit stark in Richtung Unterhaltung, befördert vor allem durch die Mechanismen der Social Networks. Das darf man nicht ignorieren, wenn man dort erfolgreich sein will, darf sich aber davon auch nicht treiben lassen. Wichtig bleibt immer: Situatives Interesse der Nutzer beachten.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Zentrale Newsquelle ist für mich Twitter, dort folge ich vor allem Menschen, weniger Marken. Ich habe am Arbeitsplatz immer ein Tweetdeck-Fenster offen, um die Marken-Accounts, meinen Stream und einige Listen zu verfolgen. Diskussionen um Themen verfolge ich eher bei Facebook und YouTube, das für mich immer relevanter wird. Es geht mehr um Vernetzung und um Menschen, die spannende Themen zu mir tragen.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und konsumiert zu werden?

Die grundsätzlichen, handwerklichen Aufgaben verändern sich eigentlich gar nicht so sehr. Aber wir müssen besser darin werden, unsere Nutzer zu verstehen und die Inhalte kanaladäquat aufzubereiten. Eine gute Geschichte ist immer eine gute Geschichte, sie muss aber auf einem Fernseher, einem Smartphone oder in einem gedruckten Heft anders aussehen. Experten für die Kanäle wird es immer geben, aber Journalisten müssen die Formen der Darstellung künftig schon beim Entstehen der Geschichte stärker berücksichtigen. Und: Wir müssen unsere Nutzer ernst nehmen und ihnen zuhören. Wer sich künftig einem Dialog verweigert, wird an Relevanz und Aufmerksamkeit verlieren.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und deren Anbieter anpassen?

Verlage müssen viel stärker wie IT-Unternehmen denken: Produkte testen, lernen, verbessern, wegwerfen und neu starten. Und wenn wir über News reden, dürfen wir eigentlich nur noch über Mobil nachdenken, denn dort finden Nachrichten zukünftig statt – vielfach auch heute schon.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Werbung wird mittelfristig der stärkste Erlöskanal bleiben. Native Advertising und ähnliche Werbeformen sind Gift für den Journalismus, so wie es Advertorials schon immer waren, denn sie spielen mit der Glaubwürdigkeit der Marke und der Beziehung zum Leser. Das kann man sich nur erlauben, wenn man keine Marke zu verlieren hat. Premium wird wachsen, und wir werden Nutzer finden, die für sehr gute Inhalte, außerordentliche Aufbereitung und bequemen Zugang zahlen werden. Angebote wie Spotify oder Netflix, die vor allem einen qualitativ hochwertigen und einfachen Zugang bieten, machen es vor.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Groß, schnell, global vernetzt zum einen, zum anderen werden wir mehr Nischenangebote sehen, die spitze Zielgruppen bedienen. Journalisten werden zukünftig viel stärker in interdisziplinären Teams arbeiten müssen – international, ressortübergreifend und unter viel stärkerer Einbeziehung auch der technischen Bereiche.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Ein Magazin für technikverliebte Vegetarier, die gern reisen und auf intelligente Frauen mit Sommersprossen stehen.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Oliver Nermerich
„Die Zukunft des Journalismus ist nicht, dass man über die Gegenwart des Journalismus jammert.“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 3] http://t3n.de/news/zukunft-journalismus-niddal-salah-eldin-588428/ 2015-01-14T10:44:35Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im Interview: Niddal Salah-Eldin, …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im Interview: Niddal Salah-Eldin, Social-Media-Redakteurin bei der „Welt”.

zukunft-des-journalismus-eldin

Niddal Salah-Eldin, Social-Media-Redakteurin bei der “Welt”

Niddal Salah-Eldin zur Zukunft des Journalismus. (Screenshot: osk.de)
Niddal Salah-Eldin zur Zukunft des Journalismus. (Screenshot: osk.de)

Sie sei begeisterte Netzbewohnerin mit einem Faible für Popkultur, Social Media und TV, sagt Niddal Salah-Eldin über sich selbst. Und obwohl ihr erster Tag im Netz schon lange zurückliegt – es war der 1. Juni 1998 – erinnert sie sich noch genau daran. Damals begann ihre Leidenschaft fürs Web, heute ist Salah-Eldin Redakteurin im Bereich Social Media bei der „Welt“. „Die Themen Social und Mobile werden immer wichtiger, gerade auch, was Video angeht“, ist die 29-Jährige sich sicher.

Niddal Salah-Eldin stieß Ende vergangenen Jahres zur Redaktion. Die studierte Publizistik- und Politikwissenschaftlerin hat während des Studiums unter anderem für das ZDF, CNN, RTL, Phoenix und den Spiegel gearbeitet. Doch auch den Blick auf die andere Seite des Schreibtisches hat sie während ihrer Arbeit für eine Agentur gewagt. Dort beschäftigte sie sich intensiv mit digitalen Trends und Social Media. Im erklärt sie uns – wenn auch nicht als Sprecherin der Welt-Redaktion, sondern als Privatperson –, welche Entwicklung dem Journalismus schadet und inwiefern die aktuellen Nutzungsverhalten der User in der Ausgestaltung der Medienangebote, vor allem im Bereich Social und Mobile, immer wichtiger werden.

Ihr findet Niddal Salah-Eldin auf Twitter, Instagram, Xing und About.me.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Qualitativ hochwertiger Journalismus muss auch in Zukunft vielfältig, gut recherchiert, relevant und professionell sein. Nicht zuletzt muss er sich an die Spielregeln halten – auch im Eifer des Nachrichtengefechts. Zur Qualität gehört auch die Akzeptanz durch das Publikum. Was ihm schadet: Totengräberstimmung, Schnappatmung und Fortschrittsfeindlichkeit. Die Zukunft des Journalismus ist nicht, dass man über die Gegenwart des Journalismus jammert.

„Die Zukunft des Journalismus ist nicht, dass man über die Gegenwart des Journalismus jammert.“

Außerdem wundere ich mich manchmal über den wenig konstruktiven Umgangston in öffentlichen Diskussionen. Aktuell gesehen am Beispiel der Krautreporter oder auch Buzzfeed Deutschland, die zum Teil auch berechtigt Kritik einstecken mussten. Völlig daneben finde ich nicht die Kritik an sich, sondern die Häme, die dabei teilweise mitschwingt. Das finde ich uninspiriert und ätzend. A little less Schadenfreude, a little more action, please!

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Es wird mehr um Gewohnheiten und Nutzungsverhalten gehen als um reine technologische Fortschritte oder DAS neue Supergerät. Auch kontextuelle Fragen werden wichtiger, beispielsweise wann und wo und warum Nutzer bestimmte Inhalte konsumieren wollen.

Die Themen Social und Mobile werden immer wichtiger, gerade auch, was Video angeht. Die Inhalte müssen dahin, wo der Nutzer ist. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass er die Inhalte irgendwie schon finden wird, wenn sie ihn interessieren. Die Zugriffe über Social steigen kontinuierlich. Auch Mobile wird immer mehr zur häufigsten Anlaufstation und generiert einen großen Anteil des Traffics.

Das war schon 2014 ein Wachstumsfeld und wird in diesem Jahr noch wichtiger sein – auch mit Blick auf die Verbreitung von Bewegtbild über Facebook, YouTube, Instagram und vor allem den bislang unterschätzten Videodienst Vine. Alle wollen daran teilhaben und am liebsten nicht nur ein paar Krümel abbekommen, sondern die ganze Bäckerei.

Damit verbunden ist übrigens auch die Frage nach innovativen journalistischen Formaten für Mobile. Denn wir wissen: Nicht alles, was stationär funktioniert, ergibt automatisch auch mobil Sinn. Abgesehen davon wird 2015 auch das Jahr des Comebacks für Newsletter und Podcasts. Newsletter wurden ja schon oft zu Unrecht totgesagt. Dass sie durchaus gefragt sind, zeigt auch der Erfolg von Newslettern wie dem Weekly Filet von David Bauer oder dem Social Media Watchblog von Martin Giesler & Team. Die Klicktipps und News richten sich an eine ganz spitze Zielgruppe. Sie geben eine Orientierungshilfe und versorgen die Leser mit sorgfältig kuratierten Inhalten. Die spannende Frage wird sein, wie man perspektivisch damit Geld verdienen kann.

Wichtiger denn je werden in diesem Jahr auch Algorithmen und automatisierte Prozesse. Zum einen in den Bereichen Recherche, Filterung, Analyse und Produktion von Inhalten, zum anderen, was die Sichtbarkeit journalistischer Inhalte in sozialen Netzwerken wie Facebook angeht.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Twitter ist eine wahre Goldgrube für spannende Geschichten. Zum Lesen und Kuratieren von RSS- und Newsfeeds nutze ich Feedly. Seit der Renaissance der Newsletter im letzten Jahr flattert auch wieder der ein oder andere Medien- und Tech-Newsletter in mein Postfach. Blogs und Agenturmeldungen lese ich regelmäßig, Pressemitteilungen hingegen eher selten.

Und nicht zuletzt: raus aus der Filterbubble! Augen und Ohren auf im Alltag. Mit Menschen reden – auch mal mit dem herumlungernden Teenie an der Bushaltestelle. Da erfährt man die dollsten Sachen!

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und wahrgenommen zu werden?

In erster Linie verstehen, dass die journalistische Deutungshoheit und das Gatekeeper-Monopol von einst passé sind. Das „Verkaufen“ von Inhalten wird wichtiger. Denn: Spannende Inhalte gibt es im Überfluss. Warum sollte der Leser/Nutzer sich denn bei einem riesigen Überangebot genau für Inhalt X entscheiden? Selbst die brillante Edelfeder und der dekorierte Fernsehautor müssen sich verstärkt darüber Gedanken machen, wie sie ihre Inhalte dem Publikum schmackhaft machen. Dazu gehört aus meiner Sicht auch, dass man in sozialen Netzwerken aktiv ist (oder zumindest versteht, wie sie funktionieren) und den Austausch sucht.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und dessen Anbieter anpassen?

Die klassischen journalistischen Tugenden und Werkzeuge sind nach wie vor gefragt. Hinzu kommt eine digitale Kompetenz, gerade auch im Bereich Social Media. Für Medienmacher ist das natürlich auch eine große Chance, sich als Marke zu etablieren, sich eine eigene Community aufzubauen und den Austausch zu suchen. Digitale Kompetenz ist übrigens keine Frage des Alters: Es gibt viele kompetente und digital sattelfeste Journalisten jenseits der 40 und viele vermeintlich digital native Mittzwanziger, die den Schuss eher noch nicht gehört haben. Man darf den älteren Kollegen da durchaus etwas zutrauen.

Generell finde ich es wichtig, über den Tellerrand und Schreibtisch zu schauen, zu wissen, was gerade in anderen Branchen los ist. Beispielsweise empfiehlt es sich, zu wissen, was Programmierer und Produktentwickler den lieben langen Tag so machen, wie PR funktioniert und in welchen Gewändern sie aktuell daherkommt.

Fest steht: Aussitzen ist nicht! Es gilt das Motto „Trial and Error“. Aufgeschlossen und neugierig sein, ausprobieren, keine Angst vorm Scheitern haben, noch mehr über Potenziale und Visionen sprechen. Wie heißt es so schön: „You're either part of the solution or you're part of the problem.“

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Viele Häuser werden weiterhin auf eine Mischung zwischen Abo-Erlösen und Werbung setzen. Spannend finde ich aktuell, dass viele andere große Medienhäuser endlich die Themen Paid Content und (partielle) Paywall angehen. Trotz vieler spannender Pilotprojekte glaube ich nicht, dass sich Crowdfunding als langfristiges Business-Modell im Journalismus durchsetzen wird.

Branded Content und Native Advertising werden in Deutschland zukünftig eine noch größere Rolle spielen, auch wenn die Verquickung von PR und Journalismus vielen (mitunter zu Recht) ein Dorn im Auge ist.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Die Online- und Printredaktionen werden in vielen Häusern zusammengelegt. Es wird zusammenwachsen, was im modernen Journalismus zusammengehört und bei der „Welt“ ja schon lange Alltag ist: Print und Online werden eins. Die Grenzziehung zwischen Online und Print ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Es soll ja um Inhalte gehen – und das plattformübergreifend. Mit den Zusammenlegungen spart man sich überflüssige Doppelstrukturen, vereinfacht die Redaktionsabläufe und bündelt die Ressourcen. Das Beispiel macht gerade Schule: Auch SZ und Handelsblatt wollen Online und Print vereinen.

Es werden immer mehr große und kleine, extrem spezialisierte Player aufs Spielfeld kommen, die ihre Wurzeln nicht im klassischen Verlagsgeschäft haben. Diese arbeiten vielleicht gar nicht klassisch journalistisch und konkurrieren trotzdem mit uns um die Aufmerksamkeit und Gunst der Zielgruppe. Und diese neuen Akteure sollte man unbedingt ernst nehmen und sich fragen: Was machen die? Wer sind die, wie arbeiten die, wieso, weshalb, warum?

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Noch mehr deutscher „Structured Journalism“ und für Mobile gemachte Projekte nach dem Vorbild von Vox Media und der News-App Circa. Bei diesen Angeboten geht es darum, journalistische Inhalte durch eine optimierte Struktur und Aufbereitung für den Nutzer nachhaltiger und wertvoller zu machen. Was mir außerdem fehlt: Eine große und unabhängige Fact-Checking-Website für Deutschland wie beispielsweise PolitiFact. Hier werden die Aussagen wichtiger Politiker auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft und anschaulich dargestellt.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Oliver Nermerich