Blog | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Blog 2015-07-30T06:30:09Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/blog „Der Journalismus in 5 Jahren? Ich habe überhaupt keine Ahnung!“ Der Digital-Chef der Ruhr Nachrichten im Interview http://t3n.de/news/zukunft-journalismus-ostrop-626700/ 2015-07-30T06:30:09Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Philipp Ostrop, Leiter …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Philipp Ostrop, Leiter digitale Inhalte und Mitglied der Chefredaktion der Ruhr Nachrichten.

„Es gab nie spannendere Zeiten im Journalismus als jetzt“, behauptet Philipp Ostrop (35), seit Sommer 2014 Leiter digitale Inhalte und Mitglied der Chefredaktion der Ruhr Nachrichten. Zuvor führte er bei der Tageszeitung für das Ruhrgebiet drei Jahre die Stadtredaktion Dortmund, ab 2007 hatte er einen regionalen Newsdesk aufgebaut und geleitet. Eingestiegen war Ostrop bei den Ruhr Nachrichten im Frühjahr 2003 als Redakteur in der Mantelredaktion. Erste journalistische Gehversuche unternahm er bereits während seiner Abiturzeit bei einer Lokalzeitung. Weil ihm Arbeit und Atmosphäre gut gefielen, entschied er sich nach dem Abi gegen ein Studium. zukunft-des-journalismus-p_ostrop Stattdessen machte er ein Praktikum bei einer TV-Produktionsfirma in Köln, für die er dann auch auf freier Basis arbeitete, bis er sein Volontariat bei den Ruhr Nachrichten antreten konnte – mit viel Glück, wie er sagt.

Im Interview betont Philipp Ostrop, dass Qualitätsjournalismus vor allem einzigartig sein müsse, um künftig zu bestehen. Er könne sich vorstellen, dass softwaregestützter „Roboterjournalismus“ zum Einsatz kommen werde, um – speziell für sehr kleine Zielgruppen – die Relevanz zu erhöhen sowie Inhalte stärker zu personalisieren. Überhaupt gelte es, schnell zu sein, viel auszuprobieren, aber auch erfolglose Ansätze wieder zügig zu beenden.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Für den Qualitätsjournalismus der Zukunft gilt das, was auch für den Qualitätsjournalismus der Vergangenheit und der Gegenwart gilt/galt: Er muss hochgradig relevant sein und die Leser weiterbringen. Er darf nicht langweilen und die Lebenszeit der Leser nicht verschwenden. Er muss unique sein, also einzigartig. Mee-too-Inhalte funktionieren vielleicht im Pharma-Bereich, aber nicht im Journalismus.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Alles wird mobil, aber das ist ja sowieso klar. Um die Relevanz zu erhöhen und Inhalte stärker zu personalisieren, wird man sicherlich auf technische Helferlein zurückgreifen – Stichwort Roboterjournalismus. Die Software wird Inhalte für viel kleinere Zielgruppen produzieren, die innerhalb der Zielgruppen eine viel höhere Relevanz haben. Vieles wird personalisiert und geolokalisiert sein.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Überall. Ich lese Zeitungen auf Papier und digital, im Social Web, in Newslettern, überall.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und wahrgenommen zu werden?

Wir erleben eine rasante Entbündelung des Medienmarkts. Wenn man in dem neuen Ökosystem erfolgreich sein will, muss man einzigartig sein, muss eine Marke sein. Das birgt beispielsweise für freie Journalisten große Chancen. Sie können ebenbürtig neben den großen Nachrichten-Unternehmen auftauchen. Denn wer sagt denn, dass Facebook die Instant Articles nicht auch irgendwann für freie Journalisten öffnet? Vielleicht können freie Autoren ihre Texte bald auch über Blendle verkaufen. So jemand wie Richard Gutjahr fällt mir da ein – der ist eine Marke.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und dessen Anbieter anpassen?

Schnell sein. Viel ausprobieren. Was nicht wirklich erfolgreich ist, zügig wieder beenden.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Reichweite, Einzelverkauf, Abo-Modelle, Mitglieder-Clubs, Veranstaltungen – und eine Kombination aus alledem. Es wird nicht das eine Modell geben. Stattdessen bilden sich ja derzeit viele sehr differenzierte Ansätze aus. Jedes Medium muss das Modell wählen, das am besten passt. Womöglich passt aber ein Modell auch nur für einen Teil des Angebots – und für einen anderen Teil der Inhalte muss es ein anderes Modell geben.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Ich habe überhaupt keine Ahnung.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Unsere neue App. Aber die kommt in ein paar Wochen… ;)

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Carsten Christian
Lernen vom Design-Urgestein: Warum die 10 Prinzipien des Dieter Rams auch für Apps gelten http://t3n.de/news/dieter-rams-design-625582/ 2015-07-25T07:03:44Z
Die Design-Prinzipien von Dieter Rams gelten in der Industrie als Leitsätze für die Gestaltung von Produkten. Warum sie auch für App-Designer von Bedeutung sind, hat ein Designer jetzt in seinem …

Die Design-Prinzipien von Dieter Rams gelten in der Industrie als Leitsätze für die Gestaltung von Produkten. Warum sie auch für App-Designer von Bedeutung sind, hat ein Designer jetzt in seinem aufgeschrieben.

Dieter Rams: Der Mann, der Apple inspirierte

Wenn so etwas wie eine deutsche Design-Ikone gibt, ist es wohl Dieter Rams. 1932 in Wiesbaden geboren, zählt der heute 82-Jährige zu den wohl einflussreichsten Industriedesignern der Welt. Auf ihn gehen die Mitte bis Ende der 90er-Jahre sehr populären Produkte des Elektronikherstellers Braun zurück, dessen Designabteilung er von 1965 bis 1991 leitete. Dazu gehörten unter anderem Plattenspieler, später aber auch Rasierapparate und Möbel.

Es ist belegt, dass sowohl Apple-Gründer Steve Jobs als auch Jony Ive die Designs von Dieter Rams für ihre Produkte adaptiert haben. (Foto: Apple)
Es ist belegt, dass sowohl Apple-Gründer Steve Jobs als auch Jony Ive die Designs von Dieter Rams für ihre Produkte adaptiert haben. (Foto: Apple)

Vor allem Apple, der Firma, über die Rams einmal sagte, sie gehöre zu denen, deren Ernsthaftigkeit für gutes Design man an zehn Fingern abzählen könne, wird eine große Vorliebe für die Designformen des Deutschen nachgesagt. So ist belegt, dass sich Apples Design-Chef Jony Ive bei der Gestaltung des iPhones maßgeblich von Rams hat inspirieren lassen. Aus den Kriterien wie der Klarheit der Form, Materialgerechtigkeit und einfacher Bedienbarkeit leiten sich die zehn Design-Prinzipien von Dieter Rams ab.

Was Rams' Design-Prinzipien für Apps bedeuten

Wie aber lassen sich diese zehn Gebote auch auf Webdesign und die Gestaltung von übertragen? Antworten darauf hat der Design-Berater Jeremy Santy parat. Er hat schon Apps im Auftrag von Apple und Microsoft entwickelt und auf seinem Blog jetzt erklärt, warum Rams' Prinzipien auch für App-Designer gelten.

„Gutes Design für Apps …“

… ist innovativ

Für Santy bedeutet das stellvertretend für alle Webdesigner: Das einer App sollte immer einzigartig sein, aber niemals dem Selbstzweck dienen. Es gehe immer einher mit der Optimierung mobiler Technologien und Kapazitäten.

… macht ein Produkt brauchbar

Eine App gut zu gestalten, bedeutet für Santy, sie „unter Berücksichtigung funktionaler, psychologischer und ästhetischer Kriterien für den Nutzer brauchbar“ zu machen. Weil es nach Rams' Philosophie vor allem um die Klarheit von Formen geht, sollen alle Elemente, die nichts zum Nutzen eines Produkts beitragen, weggelassen werden.

… ist ästhetisch

Im Unterschied zu einer Bohrmaschine (Es sei denn, ihr seid Handwerker) nutzen wir Apps jeden Tag. Entsprechend hoch sind auch die gestalterischen Ansprüche von Nutzern an eine App. Nach Meinung von Santy ist die Ästhetik einer App ein integraler Bestandteil, um sie überhaupt brauchbar zu machen. Gutes Design wirkt sich Santy zufolge äußerst positiv auf das Wohlbefinden der Nutzer aus.

… macht ein Produkt verständlich

Was für die von Rams gestalteten Rasierapparate gilt, gilt laut Santy auch für Apps: Sie sollten selbsterklärend sein – und zwar in ihrer Funktion genauso wie hinsichtlich der Struktur. Das heißt konkret: Wer Nutzer für das Onboarding nach der Installation einer App zunächst mit vorgeschalteten Infoscreens konfrontieren muss, sollte besser noch mal über das Design nachdenken.

… wirkt nicht aufdringlich

Apps, die ihren Zweck erfüllen, sind nach Ansicht von Santy wie „schöne Werkzeuge“. Sie sehen gut aus und haben eine klare Funktion, ohne jedoch zu viel Aufmerksamkeit zu erregen.

… ist ehrlich

Eine gut designte App steht einerseits zu der Funktion, die sie hat, andererseits aber auch zu dem Versprechen, das sie einem Nutzer gegenüber abgibt. Santy sagt: Gestaltet eure Apps nicht so, dass sie innovativer, stärker oder wertvoller aussieht, als sie es unter der Haube wirklich ist.

… ist langlebig

Ja, auch das müssen sich Webdesigner getreu dem Mantra von Dieter Rams hinter die Ohren schreiben: Design ist nur dann wirklich gut, wenn es langlebig ist. Im Klartext: Wer auf jeden neuen Design-Trend aufspringt, muss seine App ständigen Veränderungen unterwerfen. Santy sagt deshalb: Fokussiert euch auf ein zeitloses Design vor allem hinsichtlich Typographie und Farbgebung.

… versprüht Liebe zum Detail

Das heißt: Man merkt der gesamten Benutzeroberfläche an, dass sie von vorne bis hinten echte Handarbeit ist. Es reicht nicht, nur einen Teil einer App – beispielsweise für die Bewerbung im App-Store – auf schön zu trimmen. Sowohl Design als auch Funktion müssen in jeder Hinsicht aufeinander abgestimmt sein. Das Ergebnis ist Santy zufolge eine „angenehme und intuitive User-Experience“.

… schont die (visuelle) Umwelt

Nach Meinung von Santy kann auch App-Design eine „umweltschonende“ Wirkung haben – dann nämlich, wenn Designer Wert darauf legen, die Anwendung möglichst schlank und unter dem Einsatz möglichst weniger Ressourcen zu entwickeln. „Design to conserve resources and minimize visual pollution throughout the lifecycle of the app“, schreibt Santy. Darüber hinaus sollten Designer bei der Gestaltung von Apps immer auch den Kontext berücksichtigen, in dem sie später eingesetzt werden.

… ist so wenig Design wie möglich

Weniger ist mehr, das gilt auch für die Gestaltung von Apps. Warum? Weil sich extrem gutes Design auf das Wesentliche konzentriert und auf unnötigen Ballast verzichtet. Der Appell von Santy: „Back to purity, back to simplicity.“

Und welche Prinzipien verfolgt ihr beim Gestalten von Apps?

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Daniel Hüfner
Blogger aufgepasst: 7 kostenlose WordPress-Plugins für mehr Traffic http://t3n.de/news/traffic-wordpress-plugins-623035/ 2015-07-13T13:32:09Z
Traffic ist die wichtigste Ressource, um mit einem Blog Geld zu verdienen. Mit diesen WordPress-Plugins schaffst du die richtigen Voraussetzungen.

Traffic ist die wichtigste Ressource, um mit einem Geld zu verdienen. Mit diesen WordPress-Plugins schaffst du die richtigen Voraussetzungen.

Traffic: Die wichtigste Währung für Blogger

Wer einen WordPress-Blog betreibt und damit Geld verdienen will, braucht Traffic. Das Besucheraufkommen ist die wichtigste Währung im Netz und bietet – die richtigen Stellschrauben vorausgesetzt – sogar „Low Budget“-Websites und semiprofessionellen Shops eine Chance auf ordentliche Umsätze.

Traffic ist die wichtigste Währung, um einen Blog zu monetarisieren. Zum Glück helfen WordPress-Plugins. (Foto: Metalpotato)
Traffic ist die wichtigste Währung, um einen Blog zu monetarisieren. Zum Glück helfen WordPress-Plugins. (Foto: Metalpotato)

Aber nur noch wenige Besucher steigen heute direkt über die Adresszeile des Browsers auf eine Website ein. Eine Umfrage unter 500 deutschen Webmastern im Jahr 2013 hat zum Beispiel ergeben, dass über 80 Prozent des Traffics von Google und Sozialen Netzwerken ausgeht. Gerade einmal ein Drittel (35 Prozent) des Traffics geht auf den direkten Seitenaufruf zurück. Damit Besucher also den Weg auf deine Website finden, kommst du nicht drumherum, Maßnahmen zur Steigerung der Reichweite zu ergreifen. Zum Glück gibt es für das inzwischen auf mehr als 75 Millionen Websites zum Einsatz kommt – zahlreiche WordPress-Plugins, die dabei helfen, neue Traffic-Quellen zu erschließen.

7 kostenlose WordPress-Plugins für mehr Reichweite

1. All in One SEO Pack

Die große Mehrheit deiner Besucher wird mit Google über deine Website stolpern. Damit das möglichst oft passiert, ist es aber unerlässlich, die eigenen Inhalte mithilfe von Suchmaschinenoptimierung prominent in den Suchergebnissen zu platzieren. Hier kommt es unter anderem auf das richtige Linkbuilding sowie die Verwendung von Keywords und Tags innerhalb deines Blogs an. Bei alldem hilft das kostenlose „All in One SEO Pack“, das eine automatische Optimierung für WordPress-Seiten vornimmt. Beliebt ist übrigens auch die Alternative Yoast.

2. Facebook Comment Plugin

Wie viel Traffic eine Website generiert, hängt auch davon ab, wie stark Besucher mit den Inhalten interagieren – zum Beispiel durch eine lebendige Kommentarkultur. Die Hürde zum Kommentieren ist aber hoch, wenn Nutzer sich erst einen neuen Account auf der Website registrieren müssen. Leichter fällt das mit dem „Facebook Comment Plugin“: Damit können sich Besucher einfach mit ihrem bestehenden Facebook-Account einloggen und kommentieren.

3. Add to Any

Nix geht mehr ohne Social Media. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter bergen inzwischen das größte Traffic-Potenzial, vorausgesetzt, man hat die richtigen Bedingungen dafür geschaffen. So sollten beispielsweise deine Blogartikel in Sekunden über einen prominent platzierten Button in Sozialen Netzwerken geteilt werden können. Ein Rundumsorglos-Paket bietet das Plugin AddToAny, das deiner Website entsprechende Buttons für nahezu alle erdenklichen Netzwerke verpasst. Sogar WhatsApp ist mit an Bord.

4. Related Posts for WordPress

Um Besucher möglichst lange auf deiner Website zu halten, solltest du immer wieder auch auf Inhalte verweisen, die zum aktuellen Thema passen und Leser nach dem „Das könnte Sie auch interessieren!“-Prinzip zum Klick auf ältere Inhalte animiert. Das funktioniert zum Beispiel mit „Related Posts for WordPress“-Plugin, das neue Blogposts auf Basis von Keywords automatisch um Artikelempfehlungen aus deinem Fundus ergänzt. Auf Wunsch können die angezeigten Inhalte auch manuell ergänzt, geändert oder entfernt werden.

5. Broken Link Checker

Defekte Links treten vor allem bei Websites auf, die über Jahre gewachsen sind. Je mehr Inhalte, Kommentare und Unterseiten dein Blog also hat, desto größer ist die Gefahr, dass Links früher oder später nicht mehr richtig funktionieren. Das Problem: Suchmaschinen wie Google mögen diese „Broken Links“ überhaupt nicht. Das hat Einfluss auf deine Platzierung in den Suchergebnissen. Mit dem „Broken Link Checker“ kann man das vermeiden. Das Plugin überprüft die gesamte WordPress-Installation auf defekte Links und zeigt dir an, welche du schnellstmöglich aktualisieren musst.

6. Google Sitemap Generator

Zur effektiven Indexierung deiner Website durch Google solltest du die Installation des „Google Sitemap Generators“ in Erwägung ziehen. Das kostenlose Plugin erstellt eine vollwertige XML-Sitemap und erleichtert so das Auslesen deiner Inhalte. Aber Achtung: Da auch WordPress-Plugins wie Yoast oder das All in One SEO Pack entsprechende Funktionen bieten, kann es unter Umständen zu Problem kommen. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du die Plugins getrennt von einander nutzen oder die Funktion bei den Rundumlösungen deaktivieren.

7. Revive Old Post

Nur weil einige Inhalte schon älter sind, sind sie noch lange nicht obsolet. Vor allem bei aufwändigen Blogposts mit Langzeit-Nutzen lohnt das erneute Verteilen in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder LinkedIn. Wie der Name schon andeutet, lassen sich mit „Revive Old Post“ ältere Artikel erneut im Netz verteilen – und zwar automatisiert nach Terminierung. Du kannst selbst festlegen, welche Artikel du erneut sharen möchtest und in welchen Zeiträumen das geschehen soll.

Habt ihr weitere Tipps und Tricks für mehr Traffic? Welche Plugins nutzt ihr auf euren Blog? Teilt es uns in den Kommentaren mit!

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Daniel Hüfner
Diese 15 Web-Templates musst du gesehen haben [Teil 4] http://t3n.de/news/diese-15-web-templates-gesehen-4-608389/ 2015-07-09T14:00:55Z
Eine weitere feine Sammlung kostenloser Web-Templates im PSD-Format, präsentieren wir euch in diesem Artikel. Die Vorlagen eignen sich teils für Blogs oder News-Websites, aber auch für Shops und …

Eine weitere feine Sammlung kostenloser Web-Templates im PSD-Format, präsentieren wir euch in diesem Artikel. Die Vorlagen eignen sich teils für oder News-Websites, aber auch für Shops und Business-Auftritte sind passende Designs dabei.

Web-Templates für verschiedene Anwendungsbereiche und Geschmäcker

Je nach Zweck einer Website stehen bestimmte Features mehr oder weniger im Vordergrund, manche Elemente sind typisch für Blogs, andere sind unerlässlich für die Unternehmensseite. Struktur und Raumaufteilung, die Festlegung der Spaltenanzahl, Umgang mit Weißraum, Farben, Schatten und Schriftsätze sollten beim Gestalten einer Website wohlüberlegt sein, wenn das Design stimmig und attraktiv beim Betrachter ankommen soll.

Wir haben ein paar sehr gelungene zusammengetragen, die sich teils geradezu für einen bestimmten Zweck aufdrängen, sich teilweise aber auch recht variabel einsetzen lassen. Die Templates sind allesamt kostenlos und liegen im PSD-Format vor, sodass sie sich an eigene Bedürfnisse anpassen und weiterverarbeiten lassen. Aber auch als Inspiration für eigene Design-Ideen bieten die folgenden Projekte reichlich Sehenswertes. Die Links zu den Templates, findet ihr jeweils in der Bildunterschrift oder in der Bildbeschreibung in der Galerie.

Creative Agency

Creative Agency Web-Templates
„Creative Agency“ Homepage für Unternehmen (Screenshot: dribbble.com).

Das Machwerk „Creative Agency“ von

Free business website PSD

Free business website PSD
„Free business website PSD“ (Screenshot: webcodebuilder.com).

Von der Wahl der Farben über die Platzierung der einzelnen Design-Elemente bis hin zum Layout der Texte – hier findet ihr ein stimmiges und sehr stilsicher wirkendes Web-Template von Webcodebuilder. Die Nutzung ist frei, sowohl für private als auch für kommerzielle Projekte.

Corporate Landingpage

Business Landingpage Web-Template
Business Landingpage Web-Template (Screenshot: dribbble.com).

Von Punna Jagadeesh stammt dieses professionell gestaltete Web-Template mit dem Fokus auf geschäftliche Anwendungsfälle. Das Design wirkt nicht übermäßig, gewollt stylish oder künstlich aufpoliert. Vielmehr liegt hier ein sehr ausgeglichenes, gleichzeitig aber modernes und in jeglicher Hinsicht in sich stimmiges Layout vor, das keine Wünsche offen lässt.

Zonya Free Homepage PSD

Zonya Free Homepage PSD Web-Template
„Zonya Free Homepage PSD“ Multipurpose Web-Template (Screenshot: elemisfreebies.com).

Das hier dargestellte PSD-Design des „Zonya“ Web-Templates lebt durch seine vielen kleinen Gimmicks – wie die im Flat-Design gestalteten Icons. Ergänzend zur kostenlosen PSD-Datei, allerdings gegen Aufpreis, kann der passende HTML-Code hinzugefügt werden. Ebenso erhältlich ist ein WordPress-Theme.

Blue Landing Page

Blue Landing Page Single-Page Web-Template
„Blue Landing Page“ Single-Page Web-Template (Screenshot: dropbox.com).

Hannah Milan stellt mit ihrer „Blue Landing Page“ ein einfaches, überwiegend durch Flat-Design geprägtes Web-Template vor. Das Design wirkt gleichermaßen frisch und aufgeräumt. Der Anwendungszweck ist weitestgehend offen gelassen, so dass sich Anpassungen an eigene Bedürfnisse leicht vornehmen lassen.

Weitere Web-Templates aus der Serie

Weitere Artikel aus unserer Serie über gelungene Web-Templates findet ihr hier:

via downloadpsd.com

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Marcel Seer
Das kannst du von deinem Blog im ersten Jahr erwarten http://t3n.de/news/deinem-blog-ersten-jahr-erwarten-621777/ 2015-07-09T12:30:34Z
Das erste Jahr mit einem eigenen Blog ist nicht leicht. Es gilt so einige Hürden zu überwinden und viele geben auf, bevor es eigentlich losgeht. Was du von deinem ersten Jahr mit Blog erwarten …

Das erste Jahr mit einem eigenen Blog ist nicht leicht. Es gilt so einige Hürden zu überwinden und viele geben auf, bevor es eigentlich losgeht. Was du von deinem ersten Jahr mit Blog erwarten kannst, liest du hier.

Der erfolgreiche Blogger Ramsay Taplin, hat auf „Blogtyrant“ fünf Dinge identifiziert, die du für deinen Blog im ersten Jahr erwarten kannst.

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Ramsay Taplin ist ein ambitionierter Vollzeit-Blogger. (Foto: blogtyrant.com)

Finanzieller Verlust

Auch wenn jeder Blogger unterschiedliche Ziele haben mag, so wird keines davon sein, Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Die meisten wollen ihren Blog monetarisieren und nicht ausschließlich für den Spaß an der Freude bloggen und dafür draufzahlen. Im ersten Jahr kann sich das aber durchaus so anfühlen. Und vermutlich ist das auch einer der häufigsten Gründe dafür, wenn Blogger zu früh aufhören. Dabei lässt sich das Bloggen hier auch mit anderen Geschäften vergleichen. Viele Unternehmen machen im ersten Jahr Verlust, da die Einstiegsinvestitionen noch geringen Einnahmen gegenüber stehen.

Idealerweise schaffst du es dennoch, in dieser Zeit eine gute Basis aufzubauen und eine Perspektive für deinen Blog zu entwickeln. Du solltest erkennen, wo das Potenzial für Einnahmen liegt.

Ein Verlust im ersten Jahr bedeutet ja auch nicht, dass du nichts einnimmst – sondern, dass deine Ausgaben für Werbung, Investitionen und das Einrichten vermutlich höher sein werden und dein Traffic dagegen noch nicht ausreichend. Also solltest du dir keine Sorgen machen, wenn du Verlust machst. Wenn allerdings gar nichts reinkommt, solltest du anfangen, dich zu Fragen, ob du den richtigen Weg gehst.

Ein solides Grundrauschen

Nach einem Jahr sollte dein Blog einen soliden Traffic-Pegel erreich haben. Natürlich gibt es immer einen kleinen Aufschwung, wenn du einen neuen Post veröffentlichst. Dein Blog sollte jetzt aber auch ein Grundrauschen über die Social-Media-Kanäle und vor allem über Google beziehen.

Taplin verdeutlicht das mit einem Auszug aus seinem Analytics-Account. Hier sieht man deutlich, dass der Traffic zwar stark schwankt – abhängig davon ob er einen neuen Beitrag veröffentlicht hat oder nicht – das jedoch nur über einer gewissen Grenze. Das Grundrauschen bleibt stabil und entwickelt sich sogar stetig positiv.

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Der Traffic darf nicht nur von neuen Beiträgen abhängig sein. Der Blog braucht ein kontinuierliches Grundrauschen. (Screenshot: blogtyrant.com)

500-1000 Newsletter-Abonnenten

Ramsay Taplin sieht Newsletter-Abonennten als massiven psychologischen Booster. Zum einen hast du mit der Zahl der Newsletter-Abonnenten eine Kennzahl an der Hand, die dir idealerweise zeigt, dass es aufwärts geht. Und zum anderen siehst du, dass den Leuten wirklich gefällt, was du tust.

„Es ergibt keinen Sinn, im zweiten Jahr dasselbe zu tun, wenn es im ersten nichts gebracht hat.“

Welche absoluten Zahlen bei dir im ersten Jahr erreichbar sind, hängt stark von der Nische ab, in der du dich bewegst. Wichtig ist, dass du eine solide Basis von Menschen aufbaust, die sich wirklich für deine Inhalte interessieren. Dennoch solltest du es im ersten Jahr schaffen,  die 500-Abonnenten-Marke in etwa zu erreichen. Andernfalls, so der Blog-Profi, solltest du anfangen, dir Fragen zu stellen, wo das Problem liegen könnte. Ein Jahr ist eine lange Zeit, die du bis dahin geblogt hast. Und es ergibt keinen Sinn, im zweiten Jahr dasselbe zu tun, wenn es im ersten nichts gebracht hat.

Bekanntheit durch Gastbeiträge

Wenn du Gastbeiträge auf bekannten Blogs deiner Zielgruppe platzieren kannst, erhöht das deine Bekanntheit und damit zwingend auch den Traffic auf deiner Seite. Zudem wirkt es sich positiv aus, wenn du Beziehungen zu den Meinungsführern und Influencern deiner Nische aufbaust.

Ramsay Taplin hat nach etwas drei oder vier Gastbeiträgen auf bekannten Blogs festgestellt, dass es enorm vorwärts geht. Zudem hat er durch den Kontakt mit anderen Bloggern ein Netzwerk aufgebaut.

Die Bilanz: Weitermachen oder aufgeben?

Blog
Was tun, wenn die Bilanz schlecht ausfällt. (Foto: Shutterstock)

Du solltest nicht sofort die Flinte ins Korn schmeißen, wenn du Erfolge noch nicht erreicht hast, die du eingeplant hattest. Jeder Blog entwickelt sich anders. Es ist jedoch wichtig ein paar Kennzahlen und Entwicklungen im Auge zu behalten und nach einer Zeit Bilanz zu ziehen, damit man etwas ändern kann, falls sich kein Wachstum einstellt.

Wann der Zeitpunkt gekommen ist, aufzugeben, darauf will Taplin sich nicht festlegen. Er selbst bevorzugt den optimistischen Weg und ist für Weitermachen – solange es einen Backup-Plan gibt, das Geld noch nicht alle ist und man noch Zeit für die wichtigen Dinge im Leben, wie die Familie, hat.

Alle News und Tipps rund um Blogs, findest du auf unserer Themenseite.

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Melanie Petersen
„Trends kann nur setzen, wer Bedürfnisse erkennt“ – 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 19] http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-stoecker-620323/ 2015-07-05T11:13:13Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Anja Stöcker, …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Anja Stöcker, Redaktionsleiterin Online und bei DRadio Wissen.

zukunft-des-journalismus-stoecker Sich selbst sieht sie mehr als Digitalstrategin denn als Journalistin im streng klassischen Sinne: Anja Stöcker, seit März 2013 Redaktionschefin Online und Social Media bei DRadio Wissen in Köln, hat an vorderster Front den Relaunch nebst begleitenden Social-Media-Aktivitäten für das dritte Programm des öffentlich-rechtlichen Deutschlandradios vorangetrieben. Im Februar 2014 gingen das On-Air-Update und die neue Webseite von DRadio Wissen online. Mit prämierungswürdigem Ergebnis – in der Kategorie Webmagazin gab es dafür im September eine Lead Award-Auszeichnung. OSK hat mit Anja Stöcker über die Entwicklung des Journalismus gesprochen.

Anja Stöcker zur Zukunft des Journalismus
Anja Stöcker zur Zukunft des Journalismus

Bereits zum Start von DRadio Wissen im Jahr 2010 war Stöcker als Online-Redakteurin mit an Bord. Bis dahin kannte sie das Thema Radio lediglich als Hörerin, in puncto Radiomachen betrat sie persönliches neues Terrain. Baldige Erkenntnis: „Dieses Medium ist schneller als das getippte Internet.“ Mit der praktischen Arbeit erschloss sich ihr nach eigenem Bekunden dann auch, „wie Radio geht“. Die Arbeit am 2014er-Relaunch bot Stöcker ein ideales Betätigungsfeld, denn Inhalte Web-affin zu denken und nutzerorientiert zu entwickeln, das betrachtet sie als ihr Metier.

Vor ihrem Radio-Engagement sammelte die Kunsthistorikerin mit Aufbaustudium in Kultur- und Medienmanagement Berufserfahrung in der Redaktion von Brockhaus online. Die dortige Aufgabe ab Sommer 2007: Das renommierte Lexikon sollte ins Netz gehen. Die Idee zur digitalen Neuausrichtung kam allerdings zu spät. Wikipedia war bereits unschlagbar, was das Aus für die Brockhaus-Redaktion nach sich zog – für Stöcker eine persönlich sehr beeindruckende Lektion in Sachen Medienwandel. Zuvor hatte sie sich ab Herbst 2002 bei kulturserver.de neben redaktionellen Aufgaben mit der Entwicklung eines Social Network, Content-Management-Systemen sowie Datenbankstrukturen beschäftigt. Außerdem schrieb sie in verschiedenen Jobs Pressetexte für Print und setzte sich – schon zu Studienzeiten plus einige Jahre darüber hinaus – bei der VG Bild-Kunst intensiv mit der Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke im Internet auseinander.

All diese beruflichen Erfahrungen münden in das, was nach Stöcker einen Digitalstrategen im medialen Umfeld ausmacht: Jemand, der routiniert und professionell in der Konzeption, Realisierung und Gestaltung digitaler Prozesse arbeitet und künftigen Bedarf identifiziert.

Im geht Anja Stöcker, deren Herangehensweise nach eigener Aussage immer eine nicht ausschließlich journalistische sein wird, darauf ein, wie wichtig ein grundlegendes Verständnis zur Funktionsweise und Anwendbarkeit medialer Möglichkeiten ist, gerade im Zusammenhang mit einer immer schnelleren Innovationstaktung. Die entscheidende Grundlage für Journalismus sieht sie aber vor allem in einer klaren publizistischen Idee, auf deren Basis es gelte, die in ihrem Segment relevante Technologie zu nutzen – nicht umgekehrt.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Ich finde den Begriff grundsätzlich schwierig. Spricht man über Qualität im Journalismus, dann wird sich diese nicht nur in den Inhalten selbst, sondern auch in dem Vermögen zeigen, diese Inhalte qualitativ hochwertig – also professionell – zu publizieren und damit sichtbar sowie hörbar zu machen. Es geht um redaktionelle Führung der Inhalte, adäquate Darstellungsformen und Themensetzung. Beim Radio insbesondere außerdem um die Ansprache des Publikums, aber auch um den Dialog. Erzielt man hier eine Relevanz, erfüllt das Medium die Qualitätsansprüche des Journalismus in der Zielgruppe.

„Der Medienkonsum ist von Nutzerseite routiniert, Berührungsängste gibt es wenige“

Aus diesen Gründen haben wir im Februar 2014 eine komplett neu konzipierte Version von DRadio Wissen veröffentlicht. Geblieben sind natürlich der journalistische Anspruch und ein hohes Maß an Verlässlichkeit.

Die Art der Präsentation aber wurde in allen Bereichen im Sinne der Zielgruppe On Air und online verändert. Waren unsere Inhalte bis dahin sehr akademisch und die Vermittlung extrem nüchtern, fast spröde, bewegen wir uns nun auf Augenhöhe mit der Zielgruppe. Die verschiedenen Verbreitungswege funktionieren, passen zu den Lebensgewohnheiten und werden von uns auch weiterhin immer wieder Neuerungen erfahren. Denn journalistische Formate werden meines Erachtens – wie alle anderen Dinge auch – kürzeren Innovationszyklen folgen müssen. Ich halte diese digitalstrategischen Überlegungen für extrem wichtig und sehe sie als tägliche redaktionelle Aufgabe, wenn man qualitativ hochwertigen Journalismus machen möchte.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Ein großer Trend im Journalismus ist aktuell, über die Zukunft des Journalismus zu debattieren. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Medienanbieter dabei fast vergessen, dass für Medienkonsumenten diese Diskussionen eher nachrangig sind.

Der Medienkonsum ist von Nutzerseite routiniert, findet täglich statt, Berührungsängste gibt es wenige, neue Anwendungen oder Produkte finden sofort den Weg in den Alltag. Und genau diese Routinen und die Fähigkeit, Neues zu erschließen, braucht auch der Journalismus. Es geht um ein grundlegendes Verständnis zur Funktionsweise und Anwendbarkeit medialer Möglichkeiten.

1. Um diese Optionen für die Recherche, Erschließbarkeit und Auswertung von Inhalten, Daten und Informationen für die redaktionelle Arbeit zu nutzen.

2. Um die daraus entstehenden Nachrichten, Erkenntnisse und Geschichten etc. zielgruppengerecht veröffentlichen, verständlich machen oder erzählen zu können.

3. Um kommunizieren zu können mit Fachleuten, aber natürlich auch Hörern, Nutzern und Konsumenten. 4. Um erkennen zu können, ob die Themensetzung Relevanz erzeugt und entsprechende Bedürfnisse identifizieren und aufnehmen zu können.

Bei all diesen Punkten werden technisches Wissen und gestalterisches Können zunehmend eine Rolle spielen. Aber auch entsprechende Kenntnisse des Mediennutzungsverhaltens. kann nur setzen, wer Bedürfnisse erkennt, innovativ denkt und etwas erfindet, das aus Sicht des angepeilten Konsumenten attraktiv ist.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Zur klassischen Themenrecherche kommt in meinem Fall auch die Beschäftigung mit Themen wie Technik, Design, Usability, Urheberrecht, Social Media, Audioverbreitung und Monitoring. Ich nutze Twitter, den Newsreeder Feedly und tatsächlich auch wieder vermehrt Newsletter.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und wahrgenommen zu werden?

Der gekonnte Umgang mit der Fragmentierung medialer Inhalte und der Kennzeichnung als Herausgeber oder Autor wird meines Erachtens eine Rolle spielen. Den einen Verbreitungsweg – früher war es die Homepage auf dem Desktoprechner – gibt es schon lange nicht mehr.

„Den einen Verbreitungsweg gibt es schon lange nicht mehr“

Es wird zunehmend vor allem um die Formatentwicklung für verschiedene Distributionskanäle gehen. Dabei müssen die Inhalte auf den verschiedenen Kanälen in der jeweiligen Umgebung unabhängig voneinander funktionieren. Alle Herausgeber veröffentlichen ihre Inhalte auch jetzt schon auf verschiedenen Kanälen, beispielsweise via Social Media oder im Fall von Radio und Audios über Anbieter wie radioplayer.de oder Podcastingseiten. Und auch die Konsumenten beziehen Teilinhalte via Newsfeeds, Podcast-Abos, Apps und auf vielen anderen Wegen.

All das geschieht zuhause und unterwegs, auf Smartphones, Tablets, Rechnern oder Smartwatches, zu unterschiedlichen Zeiten und mit verschiedenen Bedürfnissen. Trotzdem muss aber der jeweils ausgewählte Weg immer verständlich und attraktiv sein. Als Herausgeber oder Autor wird man daher beispielsweise Wert auf eine klare Absenderinformation legen. Zudem liegt es nahe, die Chance zu nutzen, an dieser Stelle den Zugang zu weiteren Inhalten so einfach wie möglich zu machen. Als Radioprogramm und Podcast-Anbieter verfolgen wir diese Idee immer auditiv und visuell. Teilweise auf sehr beschränktem Raum, denn ein einzelner Podcast ist letzten Endes nur ein Audiofile mit Dateinamen, das auf verschiedenen Wegen verbreitet wird.

Wer ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass Konsumenten Medien völlig unterschiedlich nutzen, wird ganz anders über Verbreitungswege nachdenken. Beispielsweise kann es im Fall von DRadio Wissen durchaus sein, dass ein Konsument zwar das lineare Programm gerne hört, jedoch kein Interesse an unseren Podcasts hat, oder dass ein anderer Postings liest, kommentiert und teilt, jedoch noch nie das Programm gehört hat. Wieder ein anderer Nutzer abonniert vielleicht eine Sendung als Podcast, hat daneben aber kein Interesse an weiteren Publikationen des Programms, zum Beispiel auf der Website.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie muss sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und dessen Anbieter anpassen?

Dass Innovationszyklen in immer kürzerer Taktung aufeinander folgen, beeinflusst Medienrezipienten und damit auch Medienanbieter schon jetzt. Je besser Medienanbieter dieses Umfeld verstehen, desto besser können diese Technologien im Journalismus eingesetzt werden. Die Beschäftigung damit sehe ich als wesentlichen Teil meiner täglichen Aufgaben als Redaktionsleitung. Dazu gehört auch, neue Lösungen für DRadio Wissen zu durchdenken, anzuwenden und für das Programm nutzbar zu machen. Gestaltung und Webdesign spielen dabei eine genauso große Rolle wie die Technik. Neues entsteht bei DRadio Wissen in Zusammenarbeit der Redaktion mit unserer Agentur, dem Webdesigner und der Grafik. Die eine richtige Lösung für alle Anbieter gibt es meines Erachtens ebenso wenig wie den Journalismus oder das publizistische Konzept.

Mit technologischen Veränderungen verändert sich immer die bis dahin vorhandene Situation für Anbieter und Konsumenten.

„Die Entscheidung, ob Medien eine Relevanz erfahren, liegt vornehmlich bei den Konsumenten“

Auch journalistische Inhalte sind diesen Entwicklungen unterworfen oder besser: verpflichtet. Ändern sich Bedürfnisse oder Nutzungsgewohnheiten, müssen Redaktionen darauf reagieren. Für mich stehen diese Dinge außer Frage. Vermutlich weil ich immer für Webprojekte, aber nicht ausschließlich im Journalismus gearbeitet habe. Für den Journalismus stellt eine klare publizistische Idee auch im Sinne einer Medienmarke die Grundlage dar. Auf Basis dieser Idee gilt es, die in ihrem Segment relevante Technologie zu nutzen. Umgekehrt wird es nicht funktionieren. Denn zunächst eine Technikauswahl zu treffen und dann erst zu schauen, was publizistisch damit zu machen ist, verfehlt das Ziel. Und nicht jedes Tool oder Format ist für jeden Anlass und jeden Anbieter eine gute Lösung.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Wie die vor mir befragten Kollegen kenne auch ich weder die Antwort, noch habe ich eine bisher nicht gedachte Idee. Wir werden mit unserer Arbeit überzeugen müssen. Das gilt für die öffentlich-rechtlichen Inhalte aus meiner Sicht genauso wie für privat finanzierte Medien.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Die Entscheidung, ob Medien eine Relevanz erfahren, liegt vornehmlich bei den Konsumenten. Die Relevanz journalistischer Inhalte und die entsprechende Angebotslandschaft werden in fünf Jahren deutlich von digitalstrategischer Kompetenz und entsprechenden Entscheidungen geprägt sein. Entscheidungen, die wir aktuell treffen und die es uns beispielsweise ermöglichen, flexibel auf neue inhaltliche Fragestellungen oder rechtliche Rahmenbedingungen, aber auch Distributionskanäle zu reagieren. Oder eben auch nicht. Wir als Anbieter sollten unsere Inhalte mit der gleichen Leidenschaft und dem gleichen Anspruch im Hinblick auf Inhalt, Anmutung sowie Funktionsfähigkeit produzieren und kuratieren, mit der wir selbst Medien nutzen.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Ich bin immer noch so mit der Erforschung der bereits vorhandenen Medien, Informationsquellen und Möglichkeiten beschäftigt, dass ich bisher noch nichts wirklich vermisst habe.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Carsten Christian
DoubleClick-for-Publishers: So wird DFP zum zentralen Steuerungselement erfolgreicher Reichweitenvermarktung http://t3n.de/news/doubleclick-for-publishers-dfp-619126/ 2015-06-29T07:00:47Z
Ihr habt einen Blog, ein Portal oder eine interessante Reichweite und ihr fragt euch wie ihr eure Visits und Page-Impressions bestmöglich monetarisieren könnt? Dann bietet euch Google mit dem …

Ihr habt einen Blog, ein Portal oder eine interessante Reichweite und ihr fragt euch wie ihr eure Visits und Page-Impressions bestmöglich monetarisieren könnt? Dann bietet euch Google mit dem Doubleclick-for-Publishers (DFP) Small Business eine funktionsstarke und kostenlose AdServer-Lösung.

Volle Kontrolle über das eigene Inventar

Mit Einsatz des DFP-AdServers erhaltet ihr als Publisher die volle Kontrolle und unmittelbare Transparenz über die Werbeausspielung auf eurer Seite. Jeder Publisher, der über ein aktives Google AdSense-Konto verfügt, kann über diesen Link seinen eigenen DFP Zugang beantragen.

Nach der Freischaltung benötigt man nur wenige Arbeitsschritte um im DFP Backend die zur Werbeausspielung notwendigen AdTags zu generieren. Diese müssen schließlich im Quellcode der Seite verbaut werden, schon kann die eigene Reichweite multidimensional monetarisiert werden.

Warum ist der Einsatz eines DFP-AdServers so wertvoll?

Die aus dem DFP generierten und auf eurer Seite verbauten AdTags dienen als eine Art Platzhalter, auf dem sowohl ein Werbebanner, ein Produktvideo oder jeder beliebige Drittanbieter Code eines Vermarkters, zum Beispiel von Google AdSense oder den gängigen AGOF-Vermarktern, ausgespielt werden kann. Der Vorteil ist, dass bei gewünschten Änderungen in der Werbeausspielung dadurch ein Eingriff in das CMS der Seite obsolet wird, da durch die DFP-Integration Änderungen oder Anpassungen bequem und problemlos über das DFP-Backend vorgenommen werden können

Die wichtigsten Funktionen im DFP

Priorisierung:

Werbekampagnen können individuell nach Exklusivität oder Performance eingestellt werden.

Tipp: Mittels DFP können Werbekampagnen außerdem gezielt geografisch nach Land, Bundesland oder einzelnen Städten ausgerichtet werden.

Labels:

Über Labels kann die parallele Auslieferung von Kampagnen konkurrierender Werbetreibender auf derselben Seite unterbunden werden.

Verknüpfung zu AdSense / Ad Exchange:

Der DFP kann mit dem eigenen AdSense Konto direkt verknüpft werden. (Screenshot: DFP)
Der DFP kann mit dem eigenen AdSense Konto direkt verknüpft werden. (Screenshot: DFP)

Tipp: Die Einstellung “AdSense Back-Fill auf Anzeigenblockebene” verhindert, dass es auf einem Anzeigenblock zu Leerauslieferungen kommt. Ein weiterer Vorteil: AdWords-Advertiser können direkt um die Werbeausspielung auf Deiner Seite bieten.

Frequency-Capping:

Mittels Frequency Capping wird die Werbeeinblendung für denselben Nutzer wahlweise auf Minuten-, Stunden- oder Tagesbasis limitiert.

Performance in Echtzeit:

Die für den Erfolg einer Werbekampagne relevanten Kennzahlen (Ad-Impressions, Klicks, CTR,) sind in Echtzeit einsehbar und können detailliert an den Kunden reportet werden. (Screenshot: DFP)
Die für den Erfolg einer Werbekampagne relevanten Kennzahlen (Ad-Impressions, Klicks, CTR,) sind in Echtzeit einsehbar und können detailliert an den Kunden reportet werden. (Screenshot: DFP)

Tipp: Der Fortschrittsbalken kann die Farben grün, gelb und rot annehmen. Färbt sich der Balken gelb oder gar rot, läufst du Gefahr, dass Deine Werbekampagne die Schaltungsziele der verkauften Ad-Impressions nicht erreicht. Dann gilt es den Zeitraum der Werbebuchung zu verlängern.

Forecast-Funktion:

Nach vier bis sechs Wochen ist der DFP in der Lage das verfügbare Inventar für zukünftig gewählte Zeiträume zu prognostizieren. So könnt ihr eure Reichweite optimal und effizient vermarkten.

Responsive Ausspielung: Der DFP ermöglicht es Werbekampagnen optimiert nach Smartphone, Tablet oder Desktop auszuliefern.

Tipp: Bei Generierung der AdTags zum Einbau auf der Seite solltest du darauf achten einem Anzeigenblock mehrere Formatgrößen mitzugeben. So kannst du auf demselben Anzeigenblock verschiedene Anzeigenformate ausliefern: zum Beispiel Skyscraper (160 mal 600px) und Halfpage Ad (300 mal 600px).

Berichtswesen:

Im DFP existiert ein umfangreiches Reporting- und Berichtstool. Hier bleibt keine einzige Frage zur Kampagnenperformance mehr ungeklärt. (Screenshot: DFP)
Im DFP existiert ein umfangreiches Reporting- und Berichtstool. Hier bleibt keine einzige Frage zur Kampagnenperformance mehr ungeklärt. (Screenshot: DFP)

Tipp: Im Ertragsbericht des Google DFP erhältst du den besten Überblick je Zeiteinheit über die Verteilung nach Schaltungspriorität.

DFP Small Business vs. DFP Premium

Bis zu einer Auslieferungsmenge von 150 Millionen Ad-Impressions pro Monat steht jedem Publisher der DFP-Small-Business kostenlos zur Verfügung. Ad-Impressions über AdSense beziehungsweise Google-Ad-Exchange, dem Premium-Netzwerk von Google, sind grundsätzlich kostenlos. Die Publisher, die 150 Millionen Ad-Impressions übersteigen, haben zusätzlich die Möglichkeit auf den DFP Premium zurückzugreifen. Für jede weitere tausend Ad-Impression fallen dann Zusatz-Kosten für den Publisher an.

Weitere Informationen zum Setup des DFP-Small-Business-AdServer findest du unter diesem Link oder in der Google-Hilfe.

Der Autor

schahab_hosseinySchahab Hosseiny ist Geschäftsführer der MSO Digital GmbH & Co. KG in Osnabrück, einer Agentur für High-Performance-Online-Marketing-Lösungen und Marketing-Strategien für Online-Plattformen. Er gehört zu den renommiertesten Online-Marketing-Experten Deutschlands.

 

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Schahab Hosseiny
Krautreporter Alexander von Streit: „Innovatives technisches Know-how ist in der Regel nicht in den Medienhäusern zu finden“ http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-von-streit-617954/ 2015-06-27T13:00:34Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Alexander von Streit, …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Alexander von Streit, Mitbegründer und Chefredakteur des Online-Magazins Krautreporter.

Was mit ersten Gehversuchen nach dem Abitur begann, wurde für Alexander von Streit, Mitbegründer und Chefredakteur des Online-Magazins Krautreporter, schnell zur Passion und zu einer Aufgabe: Journalismus – mit starkem Hang zum Digitalen und zum Experimentieren. Neben seiner journalistischen Arbeit machte von Streit (Jahrgang 1970) an der Universität München seinen Magister in Politik, Soziologie und Sozialpsychologie. Er volontierte bei der Frankfurter Rundschau und schrieb anschließend mehrere Jahre als Autor und Kolumnist zu Themen rund um Medien, Gesellschaft und Internet, u.a. für die Rundschau, das Medium Magazin, Focus Online, Spiegel Online und den Stern. 2004 ging Alexander von Streit als Chefredakteur zum Medienmagazin Cover, im Juni 2006 übernahm er dann bei Focus Online die Leitung des Ressorts „Digital“. Ab 2012 bis Ende 2013 war von Streit zudem Chefredakteur bei Wired Deutschland.

Alexander von Streit zur Zukunft des Journalismus
Alexander von Streit zur Zukunft des Journalismus

Anfang 2014 schien es dann an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Denn: „Wenn wir Journalismus weiterhin so denken, wie er in der Vergangenheit richtig war, und ihn lediglich in dieser Form in den digitalen Raum übertragen wollen, bekommen wir das nicht hin“, ist Alexander von Streit überzeugt. In diesem Sinne nahm er als Chefredakteur von Krautreporter zusammen mit seinen Mitgründern Sebastian Esser (Herausgeber) und Philipp Schwörbel (Geschäftsführer) – begleitet von großem medialem Interesse – eines der bisher größten journalistischen Crowdfunding-Projekte in Angriff. Ziel: Dem Journalismus auf unkonventionellen Wegen ein neues Gesicht geben. Für von Streit der logische nächste Schritt, nachdem er sich bereits im Herbst 2011 an der Gründung des gemeinnützigen Journalismus-Think-Tanks und Medienportals vocer.org beteiligt hatte, dessen Herausgeber er heute noch ist. Vor gut einem Jahr wurde die Funding-Phase für Krautreporter erfolgreich beendet. Die Redaktion mit Sitz in Berlin nahm zusammen mit einer Reihe von Autoren die journalistische Arbeit auf.

Im September 2014 startete das Online-Magazin als Beta-Version für die zahlenden Mitglieder, am 24. Oktober folgte die offizielle Online-Freischaltung. Momentan befindet sich das Projekt im Umbruch – so hat Mit-Autor Stefan Niggemeier auf seinem Blog angekündigt, Krautreporter zu verlassen. In nächster Zeit muss sich zeigen, ob und in welcher Form die Plattform weiterlaufen kann. Insbesondere die deutschsprachige Medienwelt verfolgt das journalistische Experiment mit großem Interesse, hat es doch exemplarischen Charakter für die gesamte Branche in Bezug auf neue Ansätze und mutige Finanzierungskonzepte.

Im nimmt Alexander von Streit das Spannungsfeld zwischen Technologieunternehmen, Start-ups und Medienhäusern in der neuen, zunehmend digitalen Kommunikationswelt ins Visier. Zudem geht er auf die Notwendigkeit von Experimenten, den Dialog mit dem Publikum und die Monetarisierung journalistischer Angebote ein.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Qualitätsjournalismus ist ein überstrapazierter Begriff. Er führt in die falsche Richtung, denn er suggeriert, dass es sich dabei um eine bestimmte Art von Journalismus handelt. Ich denke, wir müssen uns künftig eher die Frage nach der Glaubwürdigkeit stellen. Wer Journalismus wie ein inflationäres Produkt behandelt, das ohne Substanz und Anspruch Medienangebote befüllen soll, wird massive Probleme bekommen.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Momentan schwärmen ja viele zum Beispiel von Live-Bewegtbild à la Periscope und so etwas ist natürlich auch spannend. Aber das alles sind nur Etappen in einer gerade erst beginnenden größeren Entwicklung. Klar ist: Print hat im Moment zwar noch eine sehr wichtige Funktion im Medienmix vieler Menschen, aber unsere Kommunikation verändert sich. Alles wird digital. Und es wird entscheidend sein, ob wir es schaffen, die richtige Sprache für die vielen neuen Kanäle zu finden. Was wir im Moment sehen, sind nur erste Gehversuche.

Trotzdem sind diese Experimente sehr wichtig, denn wir müssen uns von Grund auf neu sortieren. Der im vergangenen Jahr geleakte Innovation Report der New York Times hat gezeigt, wie selbst eine der renommiertesten und größten Tageszeitungen der Welt vor den Konsequenzen des Transformationsprozesses kapituliert. Wenn wir Journalismus weiterhin so denken, wie er in der Vergangenheit richtig war, und ihn lediglich in dieser Form in den digitalen Raum übertragen wollen, bekommen wir das nicht hin. Stattdessen müssen journalistische Angebote ihre individuelle DNA identifizieren, diese aus den alten Strukturen lösen und dann neue Wege gehen.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Vieles finde ich in meinen Social-Media-Streams, da vor allem bei Twitter, bei Facebook immer weniger. Ich nutze teilweise das Tool tame.it, um das digitale Rauschen aus meinem Twitter-Feed zu eliminieren, aber manchmal ist es auch hilfreich, den Feed einfach ungefiltert zu lesen.

„Innovatives technisches Know-how ist in der Regel nicht in den Medienhäusern zu finden“

Wichtig für mich sind auch RSS-Feeds, die mich zum einen auf dem Laufenden halten und darüber hinaus mit ungewöhnlichen Blickwinkeln aus weniger Mainstream-orientierten Webangeboten oder versorgen.

Und ja, ich lese noch klassische Medienmarken, allerdings überwiegend in digitaler Form. Wirklich spannend wird es aber, wenn man als Journalist nicht mehr allein darüber nachdenkt, welche Geschichte spannend ist. Wer Journalismus als Prozess mit dem Publikum begreift, kann auf einen wertvollen Wissens- und Meinungsaustausch zurückgreifen, der die bessere Geschichte zur Folge hat.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und wahrgenommen zu werden?

Sichtbarer werden und sich auf den Dialog mit dem Publikum einlassen. Nur wenn Journalisten greifbar werden, ansprechbar und dialogbereit sind, stellen sie die nötige Augenhöhe her, die Journalismus glaubwürdig macht. Das gilt übrigens nicht nur für Journalisten, sondern auch für Medienmarken.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und dessen Anbieter anpassen?

Als die Medienwelt sich noch auf Zeitungen, Magazine und Rundfunk beschränkte, war alles so einfach. Denn diese Kanäle sind traditionell journalistisch geprägt. Inzwischen stellen aber zunehmend Technologieunternehmen wie zum Beispiel Facebook oder Google die Kommunikationsinfrastruktur unseres Alltags. Das sollte uns zu denken geben – und wir müssen die richtigen Konsequenzen aus dieser Erkenntnis ziehen.

Innovatives technisches Know-how ist in der Regel nicht in den Medienhäusern zu finden, sondern in Start-ups, die ohne journalistische Vorprägung Bedürfnisse in der neuen Kommunikationswelt erkennen und mit ihren Produkten befriedigen. Hier findet die Innovation statt. Und das ist das Feld, das der Journalismus beobachten muss, anstatt ausschließlich in der eigenen Suppe nach Lösungen zu suchen, um alte Ideen in die neue Zeit zu retten. Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass sich Medienunternehmen in die Abhängigkeit von diesen neuen Playern begeben sollten.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Jedes Medienangebot muss den Finanzierungsweg finden, der zur eigenen Marke passt. Klar ist aber, dass die Erlöse aus Printprodukten mittelfristig weiter deutlich zurückgehen und digitale Angebote immer mehr den Kern des Mediengeschäfts ausmachen werden – aber auch da gibt es bezüglich der Monetarisierung zurzeit leider schlechte Prognosen.

„Native Advertising gilt vielen als Hoffnungsträger“

Paid Content funktioniert nur in wenigen speziellen Fällen wirklich, und auch Reichweitenmodelle, die ihre Klicks mit Werbung versilbern, sind angesichts von Ad-Blockern und der schwierigen Umsetzung für den immer wichtigeren Bereich Mobile kein belastbarer Zukunftsentwurf. Das macht die Medienhäuser anfällig für Dinge, die sie besser nicht machen sollten.

Native Advertising gilt vielen ja als Hoffnungsträger bei der Suche nach Refinanzierung. Was nicht verwundert, denn aus Sicht der Anzeigenkunden ist das ideal und daher gefragt. Im schlechtesten Fall erleben wir, dass die Grenzen zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten an manchen Stellen komplett aufgehoben werden. Nicht zuletzt in diesem Zusammenhang wird die direkte Finanzierung von journalistischen Angeboten durch ihre Leser künftig eine größere Rolle spielen. Wir haben mit Krautreporter gezeigt, dass so etwas möglich ist.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Fünf Jahre sind angesichts des immer schnelleren Transformationsprozesses, an dessen Anfang wir gerade einmal stehen, eine sehr lange Zeit. Eine konkrete Prognose wäre da unseriös. Für größere Medienunternehmen wird es aber immer unrentabler sein, Journalismus in der heutigen Form zu betreiben, und es wird weniger Journalisten geben, die von ihrer Arbeit leben können. Ich bin mir jedoch sicher, dass das journalistische Angebot insgesamt künftig nicht weniger vielfältig ausfällt, nur in einem anders zusammengesetzten Mix.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Vor einem Jahr hätte ich darauf geantwortet: Ein Medienangebot, das sich den gängigen Finanzierungsstrukturen durch Werbung entzieht und dadurch die Grundlage schafft, digitalen Journalismus unter anderen Rahmenbedingungen auszugestalten. Heute ist die Antwort: Wir brauchen noch viel mehr solcher Angebote.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

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Carsten Christian
Brandneue GIF-Suchmaschine Tumblr TV geht an den Start http://t3n.de/news/gif-suchmaschine-tumblr-tv-618977/ 2015-06-26T07:59:23Z
Tumblr hat eine eigene GIF-Suchmaschine vorgestellt. Der Dienst kuratiert Inhalte aus dem eigenen Netzwerk und ermöglicht das Sharing auf den Blogs der Nutzer.

Tumblr hat eine eigene GIF-Suchmaschine vorgestellt. Der Dienst kuratiert Inhalte aus dem eigenen Netzwerk und ermöglicht das Sharing auf den Blogs der Nutzer.

Nachdem Tumblr vor kurzem eine GIF-Suche für registrierte Nutzer vorgestellt hat, geht der Blog-Dienst mit seinem Tumblr TV eine Runde weiter. Die GIF-Suchmaschine ist auch für nicht-registrierte Nutzer zugänglich und bringt einiges an Material mit.

Der Blog-Dienst Tumblr hat seine eigene GIF-Suchmaschine Tumblr TV gestartet. (Grafik: Tumblr)
Der Blog-Dienst Tumblr hat seine eigene GIF-Suchmaschine Tumblr TV gestartet. (Grafik: Tumblr)

Tumblr TV: GIF-Suchmaschine mit Tumblr-Inhalten und Fullscreen-Ansicht

Tumblr TV ist eine Kombination aus einem Fullscreen-Viewer für GIFs und der Möglichkeit, die GIFs auf dem eigenen Tumblr-Blog zu teilen. Dass eine Fullscreen-Ansicht nicht immer das Optimum bei der Qualität ist, die viele GIFs nur haben, fällt schnell auf. Leider versäumt Tumblr auch, andere Sharing-Buttons als die für das Liken beim eigenen Dienst und das Sharen auf den eigenen Blogs der Nutzer einzubauen. Man vermisst Share-Buttons für Twitter, Facebook etc.

Nach einigen Wiedergaben eines GIFs springt die GIF-Suchmaschine Tumblr TV automatisch zum nächsten GIF, wenn die Wiedergabe nicht auf ein Bild begrenzt wird. Am Seitenende gibt es Sharing-Möglichkeiten für den eigenen Tumblr-Blog. (Screenshot: tumblr.com/tv)
Nach einigen Wiedergaben eines GIFs springt die GIF-Suchmaschine Tumblr TV automatisch zum nächsten GIF, wenn die Wiedergabe nicht auf ein Bild begrenzt wird. Am Seitenende gibt es Sharing-Möglichkeiten für den eigenen Tumblr-Blog. (Screenshot: tumblr.com/tv)

Die Startseite von Tumblr TV zeigt die gerade beliebtesten GIFs auf Tumblr. Der TV-Name kommt wohl durch die Steuerelemente am Seitenende – vor, zurück und das Pausieren der automatischen Wiedergabe mehrerer GIFs ist hier möglich. Tumblr-Nutzer kommen bei einer Suche nach GIFs im Dashboard jetzt auch automatisch zu Tumblr TV.

Wenn euch das Thema interessiert, solltet ihr einen Blick auf unseren Artikel „Tumblr goes TV: Warum Fiat animierte GIFs in seinen Werbespots verwendet“ werfen.

via techcrunch.com

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Johannes Schuba
Kein kostenfreies Update für XP- und Vista-Nutzer: Blog-Beitrag zu Windows 10 sorgt für Verwirrung im Netz http://t3n.de/news/windows-10-kostenloses-upgrade-618266/ 2015-06-23T08:33:30Z
Ein ungünstig formulierter Blog-Beitrag und ein Tweet haben die Tech-Presse zu der Annahme verleitet, alle Windows-10-Tester würden später eine kostenfreie Lizenz für das Betriebssystem erhalten.

Ein ungünstig formulierter Blog-Beitrag und ein Tweet haben die Tech-Presse zu der Annahme verleitet, alle Windows-10-Tester würden später eine kostenfreie Lizenz für das Betriebssystem erhalten. Tatsächlich kommen aber wohl weiterhin nur Windows-7- und Windows-8-Besitzer in den Genuss eines kostenfreien Updates.

Update vom 23. Juni 2015: Microsoft hat dem Blog-Beitrag ein erneutes Update verpasst, um für mehr Klarheit zu sorgen. So sollen Windows-10-Tester zwar eine Aktivierung für das neue Windows bekommen, müssen aber laufend das System aktualisieren und die Test-Version weiter nutzen, um mit Windows 10 arbeiten zu können. Natürlich könnte Microsoft das Test-Programm in Zukunft auch abstellen – womit dann auch die Tester-Nutzung nicht mehr möglich wäre. Wer von der Test- auf die normale Version umsteigen möchte, müsste also für ein kostenloses Update von Windows 7 oder 8.1 innerhalb eines Jahres nach Release auf Windows 10 updaten.

Windows 10: Bekommen Tester das neue Betriebssystem gratis?

In einem Blog-Beitrag hatte Microsoft angekündigt, dass alle die am Windows-Insider-Programm teilnehmen, und derzeit Windows 10 testen, die finale Version des Betriebssystems erhalten sollen. Ursprünglich wurde der Satz um den Zusatz ergänzt, dass die Version aktiviert bleibt. Dieser Beitrag und ein Tweet des Microsoft-Managers Gabe Aul brachten einige Tech-Medien zu der Annahme, dass alle Microsoft-Tester, egal ob sie eine gültige Windows-Lizenz besitzen oder nicht, Windows 10 nach dem Release kostenfrei nutzen können.

Windows 10: Microsoft verwirrt Nutzer mit Blog-Beitrag. (Grafik: Microsoft)
Windows 10: Microsoft verwirrt Nutzer mit Blog-Beitrag. (Grafik: Microsoft)

Zwischenzeitlich wurde der Hinweis darauf, dass die Version aktiviert bleibt, aus dem ursprünglichen Blog-Beitrag entfernt. Außerdem weist Microsoft in dem Text darauf hin, dass nur Besitzer einer gültigen Windows-7- oder Windows-8-Lizenz Anrecht auf ein kostenloses Windows-10-Upgrade haben.

Windows 10: Microsoft äußert sich nicht dazu

Aufgrund der damit einhergegangen Verwirrung, sollte man annehmen, dass Microsoft ein gewisses Interesse daran hat, die Sachlage aufzuklären. Gegenüber der US-Publikation Ars Technica wollte sich das Unternehmen allerdings nicht dazu äußern. Auch auf unsere Anfrage kam bislang keine Antwort.

In diesem Zusammenhang solltet ihr auch einen Blick auf unseren Artikel „Windows 10 offiziell vorgestellt: Das kann die nächste Version des Betriebssystems“ werfen.

Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 22. Juni 2015

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Kim Rixecker