Blog | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Blog 2014-07-22T14:46:06Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/blog Angriff eines Linknetzwerks? Warum sich ein SEO-Blogger mit 11.000 Spamlinks herumärgern muss http://t3n.de/news/negative-seo-linknetzwerk-spamlinks-558764/ 2014-07-22T14:46:06Z
Über 11.000 Spamlinks verweisen seit letztem Monat auf ein schottisches SEO-Blog. Für den Betreiber David McSweeney kommt für die Negative-SEO-Attacke nur ein Schuldiger in Frage: ein …

Über 11.000 Spamlinks verweisen seit letztem Monat auf ein schottisches SEO-Blog. Für den Betreiber David McSweeney kommt für die Negative-SEO-Attacke nur ein Schuldiger in Frage: ein Linknetzwerk, über das er im letzten Jahr einen kritischen Artikel verfasst hat.

Negative SEO: Ein Blogger verzeichnet einen enormen Anstieg an Spamlinks. (Grafik: David McSweeney)
Negative SEO: Ein Blogger verzeichnet einen enormen Anstieg an Spamlinks. (Grafik: David McSweeney)

Negative SEO: Attackiert ein Linknetzwerk einen Blogger?

Am 12. Juni 2014 verwiesen 3.261 Links auf den Online-Marketing-Blog von David McSweeney. Einen Monat später waren es 14.447. Die Anzahl der Domains, auf denen sich Links zu seinem Blog befinden, stieg im selben Zeitraum von 214 auf 575. Man könnte meinen, der 33-jährige Schotte würde sich über die Verlinkungen freuen, allerdings hat die Sache leider einen Haken: Es handelt sich vornehmlich um Spamlinks.

Augenscheinlich handelt es sich um Negative SEO. Dabei werden schädliche Spamlinks von niedriger Qualität eingesetzt, um das Ranking einer Seite negativ zu beeinflussen. Aber wer würde das im Fall des Bloggers machen? David McSweeney glaubt fest daran, dass es sich bei dem Übeltäter um das Linknetzwerk Link Emperor handelt. Der Grund, so McSweeney, sei ein Artikel, den er 2013 über das Netzwerk verfasst hat.

In dem Artikel hatte er Seitenbetreiber davor gewarnt, Links bei dem Netzwerk zu erwerben, da sich diese negativ auf das Ranking der Seite auswirken könnten. Seine Warnung dürfte dem Netzwerk tatsächlich nicht gefallen haben. Zumal McSweeneys Text in der Google-Suche für das Keyword „Link Emperor“ direkt als zweites Ergebnis nach der Seite des Anbieters gelistet wird. Bei dem Keyword „Link Emperor review“ wird der Blogbeitrag von McSweeney sogar an erster Stelle genannt. Nach eigenen Angaben kommen täglich 15 bis 20 organische Besucher auf den kritischen Artikel.

Negative SEO: Die Kritik von David McSweeney rankt auf dem zweiten Platz für das Branded-Keyword. (Screenshot: t3n)
Negative SEO: Die Kritik von David McSweeney rankt auf dem zweiten Platz für das Branded-Keyword. (Screenshot: t3n)

Negative SEO: Wo stammen die Links her und wie wirken sie sich auf das Blog aus?

Die meisten der Links stammen von schlecht gemachten WordPress-Blogs, die anscheinend mehr oder weniger zufällig ausgewählt wurden und nichts mit Online-Marketing zutun haben. Alle Links deuten auf seine Link-Emperor-Kritik. Die Anchor-Texte variieren und reichen von „link emperor“ über „David McSweeney“ bis hin zu „how to build panda (and penguin) proof affiliate sites“. Der häufigste Anchor-Text scheint jedoch „link emperor result“ zu sein.

McSweeney geht gegen die Links vor, indem er sie über Googles Disavow-Tool entwertet. Um Zeit zu sparen, macht er das einmal pro Woche direkt auf Domain-Ebene. Zu seiner Freude konnte das Negative SEO dem Ranking seiner Seite zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht merklich schaden. Sollte das Linknetzwerk also wirklich hinter dem Angriff stecken, dann machen sie ihre Arbeit nicht sonderlich gut. Velluto VIP, die Firma hinter Link Emperor, hat zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf unsere Anfrage reagiert.

Wer sich eingehender mit dem Thema beschäftigen möchte, der sollte sich unseren Artikel „Negative SEO: Fragen und Antworten zur dunklen Seite von SEO“ durchlesen.

via onlinemarketing.de

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Kim Rixecker
Mach mit beim t3n Partnerprogramm! http://t3n.de/news/mach-beim-t3n-partnerprogramm-552939/ 2014-06-23T11:00:08Z
Du hast eine Website oder betreibst ein Blog mit Fokus auf Web- und Tech-News? Unser Partnerprogramm bietet dir die Möglichkeit, t3n-Banner einzubinden und an jedem darüber verkauften Abo …

Du hast eine Website oder betreibst ein mit Fokus auf Web- und Tech-News? Unser Partnerprogramm bietet dir die Möglichkeit, t3n-Banner einzubinden und an jedem darüber verkauften Abo mitzuverdienen.

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Charlyn Schaper
Vom Quiz zur Infografik: 7 kostenlose Tools für Content-Marketers http://t3n.de/news/kostenlose-tools-content-marketing-552892/ 2014-06-23T09:36:33Z
Content-Marketing beschränkt sich nicht auf das Verfassen von Blog-Beiträgen. Wir zeigen euch sieben kostenlose Tools, mit denen ihr mehr aus euren Inhalten macht.

beschränkt sich nicht auf das Verfassen von Blog-Beiträgen. Wir zeigen euch sieben kostenlose Tools, mit denen ihr mehr aus euren Inhalten macht.

Content-Marketing: 7 kostenlose Tools um eure Inhalte spannend aufzubereiten

Wenn ihr eure Inhalte auf spaßige, interaktive Weise präsentiert, dürften sie einen bleibenderen Eindruck hinterlassen als eine einfache Ansammlung von Texten. Die Möglichkeiten dazu sind nahezu unbegrenzend. Und: Ihr müsst dafür keinen Cent ausgeben. Wir stellen euch sieben großartige Werkzeuge vor, mit denen ihr eure Inhalte noch spannender verpacken könnt.

Interaktive Bilder mit ThingLink

Mit ThingLink könnt ihr Bilder mit multimedialen Inhalten verknüpfen. So könntet ihr beispielsweise eine mit entsprechenden Fallstudien verknüpfen oder erklärende Videos in eine Anleitung einbauen. Eure Besucher bewegen dazu lediglich ihre Maus über den betreffenden Ausschnitt eines Bildes und bekommen dann zusätzliche Texte angezeigt, können Musik anhören, sich ein Video anschauen oder an einer Umfrage teilnehmen. So können auch einfache Grafiken schnell aufgewertet werden.

Erstellt ein Quiz mit Qzzr

Seiten wie BuzzFeed beweisen, dass mehr oder weniger spaßige Frage-und-Antwort-Spiele auch im Netz ihre Fangemeinde besitzen. Mit Qzzr könnt ihr auf einfache Art und Weise ein solches Quiz erstellen. Wenn ihr euch als Experte für eure Branche positionieren wollt, könnt ihr das Tool beispielsweise für eine Wissensüberprüfung nutzen. Alternativ dazu könnt ihr natürlich auch eher alberne Fragen stellen, die der Belustigung dienen. So oder so könnte Qzzr genau das richtige Tool für euch sein.

Haiku Deck: Ansprechende Präsentationen ohne großen Aufwand erstellen

Mit Haiku Deck erstellt ihr hübsche Präsentationen. (Screenshot: Haiku Deck)
Mit Haiku Deck erstellt ihr hübsche Präsentationen. (Screenshot: Haiku Deck)

Haiku Deck ist ein tolles Werkzeug um optisch ansprechende Präsentationen zu erstellen. Das Tool bietet eine ganze Reihe an Templates und auch die Erstellung von hübschen Diagrammen ist kein Problem. Das Ergebnis könnt ihr entweder direkt in einen Blog-Beitrag einbauen, oder ihr exportiert eure Präsentation als PDF- oder PPT-Datei. Außerdem könnt ihr mit Haiku Deck erstellte Präsentationen auch direkt auf Slideshare übertragen.

Infografiken erstellen mit Piktochart oder Infogr.am

Infografiken sind enorm hilfreiche Werkzeuge im Content-Marketing. (Bild: Piktochart)
Infografiken sind enorm hilfreiche Werkzeuge im Content-Marketing. (Bild: Piktochart)

Infografiken sind ein toller Weg um Informationen übersichtlich und leicht verständlich darzustellen. Außerdem werden Bilder vor allem auf Facebook einfach häufiger geteilt als Texte. Allerdings lohnt es sich nicht wirklich für jeden Anbieter einen Designer zu engagieren, um eine kleine Infografik zu erstellen. Dank Piktochart und Infogr.am müsst ihr das allerdings auch nicht.

Bei Ersterem könnt ihr aus verschiedenen Templates wählen und erstellt die Grafiken anschließend per Drag-and-Drop. In der kostenlosen Testversion ist die Auswahl an Objekten und Templates zwar begrenzt, trotzdem lohnt ein Blick auf den Service. Infogr.am erlaubt euch ebenfalls die einfache Erstellung von Infografiken und Diagrammen. Ein Export als Bilddatei ist allerdings nur gegen Bezahlung möglich. Trotzdem könnt ihr damit erstellte Infografiken in eure Blog-Beträge einbinden.

Canva: Im Nu zu einfachen Grafiken

Canva: Die einfache Bedineung soll auch Anfängern schnell zu brauchbaren Ergebnissen führen. (Screenshot: Canva)
Canva im Content-Marketing: Das Toll eignet sich zur Erstellung ansehnlicher Grafiken. (Screenshot: Canva)

Mit Canva lassen sich auf einfache Art und Weise und ohne Vorkenntnisse hübsche Grafiken erstellen. Der Fokus liegt hier weniger auf Infografiken, obwohl das Tool auch hierfür gut geeignet wäre. Der Dienst verdient sein Geld mit zusätzlichen Grafikobjekten allerdings stehen euch auch genug kostenlose Icons und Bilder zur Verfügung.

Word-Cloud mit Tagxedo erstellen

Mit einer Word-Cloud könnt ihr Texte auf einfache Art und Weise visuell aufbereiten. (Grafik: Denise Krebs / tagxedo)
Mit einer Word-Cloud könnt ihr Texte auf einfache Art und Weise visuell aufbereiten. (Grafik: Denise Krebs / tagxedo)

Mit Tagxedo macht ihr in Windeseile aus Blog-Beiträgen, Social-Media-Texten oder anderen Inhalten eine Word-Cloud, also eine visuelle Darstellung von Texten. Auch wenn der Effekt etwas abgenutzt ist, eignet er sich noch immer um vor allem abstrakte Inhalte ohne viel Aufwand optisch ansprechend zu präsentieren.

Fazit: Kostenlose Tools sind wertvolle Helfer beim Content-Marketing

Wie ihr seht, gibt es einige kostenfreie Tools, die euch dabei helfen, spannende Inhalte zu erstellen. Vor allem Infografiken sind praktisch, um bereits erstellte Inhalte neu aufzubereiten und so noch mehr Menschen zu erreichen.

Auf welche kostenlosen Tools könnt ihr nicht verzichten? Teilt es uns in den Kommentaren mit.

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Kim Rixecker
Ode an den Kernel: Entwicklerin lernt Linux anhand selbstgeschriebener Gedichte http://t3n.de/news/linux-kernel-gedichte-552773/ 2014-06-21T11:13:34Z
Eine ehemalige Facebook-Entwicklerin nutzt selbstgeschriebene Gedichte, um ihr Wissen über den Linux-Kernel zu erweitern. Die Ergebnisse hat sie auf einem Blog veröffentlicht.

Eine ehemalige Facebook-Entwicklerin nutzt selbstgeschriebene Gedichte, um ihr Wissen über den Linux-Kernel zu erweitern. Die Ergebnisse hat sie auf einem veröffentlicht.

Linux als Gedicht: Morgan Phillips nutzt Poesie um sich in das Thema einzuarbeiten und ihr Wissen zu festigen. (Screenshot: Linux Poetry)
Linux als Gedicht: Morgan Phillips nutzt Poesie, um sich in das Thema einzuarbeiten und ihr Wissen zu erweitern. (Screenshot: Linux Poetry)

Lyrik-Kernel: Wenn Gedichte beim Verständnis von Linux helfen

Als die Software-Entwicklerin Morgan Phillips bei anfing, musste sie sich innerhalb kürzester Zeit in Hadoop einarbeiten. Statt sich Notizen anzufertigen, setzte sie ihr neues Wissen in Versform um und verband so die Grundlagen des Java-Frameworks und die dazugehörige Terminologie zu Gedichten. Jetzt hat Phillips dasselbe mit getan.

Sie begann in den letzten Monaten damit, sich mit der Funktionsweise des Linux-Kernels zu beschäftigen. Das Wissen, das sie sich in der Zeit aus verschiedenen Fachbüchern zu dem Thema angeeignet hat, setzte sie abermals in Lyrik um. Das Ergebnis veröffentlicht Phillips auf ihrer Website Linux Poetry.

Kernel-Poesie: So sieht ein Linux-Gedicht aus. (Screenshot: Linux Poetry)
Kernel-Poesie: So sieht ein Linux-Gedicht aus. (Screenshot: Linux Poetry)

Linux in Gedichtform

„The kernel, a caravanserai,

exposing a common tongue for [I/O] devices,

integrated via data structures and functions,

following the interfaces specified by module.h.“ Morgan Phillips

Ob ihre Gedichte letztlich euren ästhetischen Vorstellungen genügen, müsst ihr entscheiden. Interessant ist ihre Lerntechnik, die sie gegenüber Linux.com als „pädagogischen Hack“ bezeichnet, aber allemal. Wer weiß, je nachdem welcher Lerntyp ihr seid, könnten euch selbstgeschriebene Gedichte auch beim Lernen neuer Programmiersprachen und komplexen Inhalten helfen.

Phillips jedenfalls hofft, dass sie ihre Arbeit an den Linux-Gedichten so weit bringt, dass sie eines Tages selbst zur Weiterentwicklung des Kernels beitragen kann. Wir wünschen ihr bei ihrem Vorgehen viel Erfolg.

Wenn euch Phillips‘ Linux-Lyrik inspiriert hat, schreibt uns doch ein Gedicht in die Kommentare.

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Kim Rixecker
CodePen stellt schlankes Blog-System für Entwickler zur Verfügung http://t3n.de/news/codepen-stellt-schlankes-552047/ 2014-06-18T12:03:36Z
Vielen von euch wird CodePen als Plattform für HTML/CSS/JS-Demos ein Begriff sein. Seit neustem könnt ihr hier aber nicht nur eure Ideen und Lösungen präsentieren, sondern auch gleich noch mit …

Vielen von euch wird CodePen als Plattform für //JS-Demos ein Begriff sein. Seit neustem könnt ihr hier aber nicht nur eure Ideen und Lösungen präsentieren, sondern auch gleich noch mit der Blog-Funktion darüber schreiben.

Viele Webdesigner und -developer bloggen über aktuelle Probleme und ihre Lösungen oder Lösungsansätze. Hilfreiche Demos, um den Nutzen des Codes gleich zu präsentieren, lassen sich dabei sehr einfach mit CodePen erstellen und einbinden. Wer nicht unbedingt ein eigenes aufsetzen möchte und lieber innerhalb der CodePen-Community bleibt, kann jetzt ganz einfach ein eigenes Blog auf CodePen führen.

CodePen: Einfach und schnell über Code bloggen

Auf eurer Profilseite bei CodePen findet ihr den Bereich „Blog“ in der unteren rechten Ecke. (Screenshot: CodePen)
Auf eurer Profilseite bei CodePen findet ihr den Bereich „Blog“ in der unteren rechten Ecke. (Screenshot: CodePen)

Wenn ihr euch auf eurer Profilseite von CodePen befindet, könnt ihr unten rechts eure Blogposts sehen und in den Editor für einen neuen Artikel wechseln. Hier könnt ihr dann ganz bequem per Markdown euren Text schreiben oder auch HTML nutzen. In der rechten Sidebar findet ihr Schaltflächen zum Speichern und Veröffentlichen. Darunter könnt ihr einfach eure Pens durchsuchen und per Drag&Drop in euren Artikel einbauen – Tags können ebenfalls angelegt werden. Unter dem Editor könnt ihr in einem weiteren Eingabefeld sogar das CSS anpassen, um beispielsweise die h2-Überschriften in dem Artikel anders zu stylen. Mehr Möglichkeiten bietet euch hier der Pro-Account, mit dem ihr auch noch die Blog-Startseite anpassen könnt.

So sieht ein kleiner Beispielartikel im CodePen-Editor aus. (Screenshot: CodePen)
So sieht ein kleiner Beispielartikel im CodePen-Editor aus. (Screenshot: CodePen)

Natürlich gibt es auch eine Kommentarfunktion und Syntax-Highlighting für Code-Blöcke. Wenn ihr also gerne ein wenig mehr zu einem Pen schreiben möchtet und kein eigenes Blog habt oder wollt, dann ist die Blog-Funktion von CodePen eine tolle Möglichkeit dafür. Mehr Informationen zu der Blog-Funktion findet ihr auf der entsprechenden Codepen-Site. Wie so ein Blog-Post dann beispielhaft aussehen kann, seht ihr in dem folgenden Screenshot.

So sieht ein Blogpost im Standard-Design aus. (Screenshot: CodePen)
So sieht ein Blogpost im Standard-Design aus. (Screenshot: CodePen)
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Florian Brinkmann
Keine Kommentare? Kein Problem! – So generiert ihr Feedback von euren schreibfaulen Lesern http://t3n.de/news/content-marketing-kommentare-549798/ 2014-06-06T07:07:52Z
Ein Blog ohne Kommentare ist ein stiller, einsamer Ort. Wir zeigen euch, wie ihr eure Leser dazu ermutigen könnt, die Kommentarfunktion eures Blogs auch zu nutzen.

Ein ohne Kommentare ist ein stiller, einsamer Ort. Wir zeigen euch, wie ihr eure Leser dazu ermutigen könnt, die Kommentarfunktion eures Blogs auch zu nutzen.

Content-Marketing: Warum sagt denn keiner was?

Eine aktive Lesergemeinschaft, die jeden Blogbeitrag kommentiert, hat viele Vorteile. Zum einen besuchen solche Leser euren Firmenblog häufiger, zum anderen ist es natürlich ein sicheres Zeichen dafür, dass sie sich mit den Inhalten auseinandersetzen. Das wiederum hilft bei Aufbau einer gewissen Markentreue und wer sich eingehend mit einem Text auseinandersetzt, wird auch eher mit anderen darüber Reden wollen oder auf den Beitrag einen Link setzen. Aber was macht ihr, wenn eure Leser partout kein Feedback hinterlassen wollen?

In dem Fall solltet ihr zunächst nach möglichen Ursachen Ausschau halten. Ein möglicher Grund für die Schreibfaulheit eurer Leser könnte ein schlecht gemachtes Kommentarsystem sein. Vielleicht wird ein Captcha eingesetzt, das unmöglich zu lösen ist. Oder vielleicht sind die Möglichkeiten zum Login zu eingeschränkt. Das solltet ihr herausfinden und wenn nötig, für Besserung sorgen.

Generell solltet ihr es euren Lesern so einfach wie möglich machen, ein Kommentar zu hinterlassen. Social-Login-Angebote können hier beispielsweise helfen. Denkt aber auch immer an die Nutzer, die von sozialen Netzwerken nichts halten oder einfach lieber anonym beziehungsweise pseudonym kommentieren.

Content Marketing: Wenn niemand eure Beiträge kommentiert, wird es dafür Gründe geben. (Screenshot: t3n)
Content Marketing: Wenn niemand eure Beiträge kommentiert, wird es dafür Gründe geben. (Screenshot: t3n)

Content-Marketing: So bringt ihr eure Leser dazu, die Kommentarfunktion zu nutzen

Viele Blogger sind unter ihren Lesern fast so bekannt wie ihre Blogs. Woran liegt das? Die Autoren bringen eine eigene Stimme, eine eigene Persönlichkeit mit. Gleiches gilt im Idealfall auch für euren Firmenblog. Menschen unterhalten sich mit Personen, nicht mit Unternehmen. Wenn ihr also etwas Persönlichkeit in eure Texte bringt, könnte das schon die Anzahl der Kommentare erhöhen.

Darüber hinaus solltet ihr euch immer die Frage stellen, wie originell euer Content ist. Wenn eure Leser dieselbe Story schon x-mal woanders gelesen haben, dürften sie auch dort schon etwas dazu gesagt haben. Versucht also euren eigenen Spin in eine Story zu bekommen. Besonders hilfreich ist es natürlich, wenn ihr etwas kontroverses zu sagen habt, das von der gängigen Meinung zu einem Thema abweicht. Alledings solltet ihr eine solche Meinung dann auch gut belegen können.

Content-Marketing: Warum „quality content“ zu mehr Kommentaren führt

Eure Inhalte sollten immer einen Mehrwert für den Leser bieten. Zeit ist schließlich Geld, und nachdem wir Zeit für die Lektüre eines uninteressanten Artikels verschwendet haben, nehmen wir uns selten die Zeit noch einen freundlichen Hinweis in den Kommentaren zu hinterlassen. Außerdem solltet ihr auch die Macht der Emotionen nicht vergessen.

Ein Artikel, der eure Leser bewegt, wird über deutlich mehr Kommentare verfügen, als einer in dem lediglich sachlich über ein trockenes Business-Thema referiert wird. Dabei schließt sich beides keineswegs aus. Seid kreativ und versucht, eure Leser zu packen. Und wenn ihr das alles macht, könnt ihr eure Leser auch einfach darum bitten, ein Kommentar zu hinterlassen oder zu einem bestimmten Thema Stellung zu beziehen.

Ja, so einfach kann es manchmal sein. Fragt eure Leser am Ende des Artikels, was sie von dem Thema halten. Auch hier gilt natürlich, je interessanter und relevanter die Frage für eure Leser ist, desto eher werden sie sich dazu Gedanken machen und die schriftlich mit der Kommentarfunktion festhalten. Auf die Art macht ihr euren Lesern außerdem klar, dass euch ihre Meinung interessiert. Allerdings solltet ihr auf etwaige Anregungen oder Fragen euerer Leserschaft dann auch eingehen. Sonst habt ihr euch die Mühe am Ende völlig umsonst gemacht.

Wer sich eingehender mit dem Thema Content-Marketing auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wie die Artikel „Höher, schneller, weiter: 7 Tipps für skalierbares Content-Marketing“ und „Tipps zur Erstellung eines Redaktionsplans: Content-Marketing planbar machen“ aus dem t3n Magazin Nr. 32.

via www.searchenginejournal.com

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Kim Rixecker
Call-to-Action: 8 Wege, um mehr aus deinem Blog zu holen http://t3n.de/news/call-to-action-cta-549366/ 2014-06-04T15:05:23Z
Die Leser eures Blogs in Kunden umzuwandeln, ist nicht so einfach. Wir zeigen euch 8 CTAs, mit denen ihr den ersten Schritt dazu unternehmen könnt.

Die Leser eures Blogs in Kunden umzuwandeln, ist nicht so einfach. Wir zeigen euch 8 CTAs, mit denen ihr den ersten Schritt dazu unternehmen könnt.

Call-to-Action: So bewegt ihr die Leser eures Blogs zu einer Aktion

Ein Besucher auf dem Firmen-Blog ist was Schönes, aber noch schöner ist es, wenn sie von dort aus auch beispielsweise auf eine passende Landingpage geleitet werden können. Dazu verwenden wir einen Call-to-Action (CTA), also einen Text oder eine Grafik, die den Nutzer zu einer bestimmten Aktion animieren soll. Ein Blog-Beitrag bietet uns mehrere Möglichkeiten, genau das zu erreichen.

Je nach Ausrichtung eures Unternehmens, könnten unterschiedliche CTAs an unterschiedlichen Positionen eures Blogs Sinn ergeben. Für euch ist es natürlich wichtig zu überlegen, welche davon in eurem speziellen Fall am sinnvollsten sind. Im Folgenden geben wir euch acht Beispiele für unterschiedliche CTAs mit auf den Weg, die ihr auf eurem ausprobieren könntet.

1.) Smarte CTAs unterhalb eures Artikels

Es ist wichtig, Leser am Ende eines Artikels abzufangen und zu einer Aktion zu animieren. Aber nicht alle Besucher eurer Seite sind gleich. Manche sind bereits Käufer, andere kommen vielleicht zum ersten Mal auf eure Seite. Hier wären angepasste CTAs am sinnvollsten. Schließlich wollt ihr Besucher in Leads umwandeln, Leads in Käufer und bestehende Käufer vielleicht dazu bringen, über euer Unternehmen auf den sozialen Kanälen zu werben. Dazu müsst ihr anhand eurer Datenbank dynamische CTAs für jeden dieser Fälle generieren.

2.) CTA: Folgt uns auf Facebook, Twitter und Co.

Call to Action: Macht es einfach, euch auf den sozialen Netzwerken zu folgen. (Screenshot: t3n)
Call-to-Action: Macht es einfach, euch auf den sozialen Netzwerken zu folgen. (Screenshot: t3n)

Jemand der sich für euren Content interessiert, wird sich vermutlich auch für zukünftige Inhalte begeistern können. Damit er die nicht verpasst, solltet ihr es einem Besucher so einfach wie möglich machen, euren Social-Media-Accounts zu folgen oder sie zu liken. Um es den Nutzern der größten Netzwerke (Facebook, Twitter, Google+) so einfach wie möglich zu machen, sollte das möglichst unkompliziert über nur jeweils einen Button möglich sein.

3.) Call-to-Action: Twitter das!

Hierbei handelt es sich um einen weiteren CTA, der sich auf die sozialen Netzwerke bezieht. Genau genommen ist es ein Link, über den der Nutzer einen vordefinierten Tweet absenden kann, um auf den Artikel aufmerksam zu machen.

4.) CTA: Blog-Inhalte per E-Mail-Newsletter abonnieren

Call to Action: Besucher sollten sich schnell und unkompliziert für euren Newsletter eintragen können. (Screenshot: t3n)
Call-to-Action: Besucher sollten sich schnell und unkompliziert für euren Newsletter eintragen können. (Screenshot: t3n)

Damit gebt ihr euren Lesern eine weitere Möglichkeit, über eure Inhalte auf dem Laufenden zu bleiben. Dabei sollte auch hier der Vorgang so einfach wie möglich gestaltet werden.

5.) CTA: Kommentiere diesen Beitrag

Viele Blog-Beiträge enden damit, dass der Autor seine Leser dazu auffordert, ein Kommentar zu hinterlassen. Das lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise umsetzen. Neben der einfachen Aufforderung, doch bitte die Kommentarfunktion zu nutzen, könnt ihr den Besuchern auch eine Frage zu dem Thema des Artikel stellen. Ein simples Beispiel dafür wäre: „Was sagt ihr dazu?“ Idealerweise arbeitet ihr aber mit etwas mehr Finesse.

6.) Slide-In-CTAs

Kennt ihr das? Bei einigen Websites kommt ein kleiner Hinweis von der Seite „eingeflogen“, wenn ihr nur weit genug nach unten scrollt. Hier finden sich oft Hinweise auf thematisch verwandte Artikel.

7.) In-Line-CTAs

Ein Call-to-Action muss nicht immer ein großer, auffälliger Button sein. Auch ein ganz normaler Text-Link kann dafür verwendet werden. Beispielsweise kann das ein Link in eurem Artikel sein, der auf einen anderen Artikel zu demselben Thema verweist, oder eben auf eine Landingpage.

8.) CTA in der Sidebar

Call to Action: Auch in der Sidebar könnt ihr CTAs unterbringen. (Screenshot: t3n)
Call-to-Action: Auch in der Sidebar könnt ihr CTAs unterbringen. (Screenshot: t3n)

Es gibt CTAs die wichtiger sind als andere. Und manche CTAs entsprechen zwar eurem Ziel als Firma, passen dabei aber nicht wirklich zu eurem Blog-Beitrag. Die bringt ihr am besten in der Sidebar unter. Da werden sie gesehen, wirken aber weniger stark wie beispielsweise unterhalb des Artikels.

via blog.hubspot.com

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Kim Rixecker
Boing-Boing-Autor Cory Doctorow: „Das Urheberrecht ist ein Nährboden für Überwachung“ [Interview] http://t3n.de/news/boing-boing-autor-cory-doctorow-547796/ 2014-05-29T09:17:19Z
Cory Doctorow ist Science-Fiction-Autor, Public Speaker und Editor des Blog-Urgesteins boingboing.net. Mit der Electronic Frontier Foundation (EFF) setzt er sich seit Jahren für Bürgerrechte im …

Cory Doctorow ist Science-Fiction-Autor, Public Speaker und Editor des Blog-Urgesteins boingboing.net. Mit der Electronic Frontier Foundation (EFF) setzt er sich seit Jahren für Bürgerrechte im digitalen Raum ein. Wir haben mit ihm über neue Publishing-Konzepte und die Gefahren der aktuellen Urheberrechtslage gesprochen.

„Wir leben in einer Welt, in der Kopien grundsätzlich nichts kosten. Deal with it!“

Cory Doctorow ist Autor,  Journalist, Aktivist und Blogger. #FLICKR#
Cory Doctorow ist Autor, Journalist, Aktivist und Blogger. (Foto: Joi / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

t3n.de: Du bist ein großer Verfechter der Creative Commons. Warum?

Cory Doctorow: Für mich gibt es drei wichtige Gründe, die für die Creative Commons sprechen. Zunächst mal erlauben sie mir, die Kunstform des 21. Jahrhunderts auszuüben. Die Kunst der Gegenwart ist in meinen Augen einfach dazu bestimmt, kopiert zu werden, es gehört zu ihr dazu. Denn alles, was die Leute lieben, wollen sie heute kopieren – und sie werden es auch kopieren. Wenn es nicht so designed wurde, dass es kopiert werden kann, ist es keine kontemporäre Kunst.

t3n.de: Nur: Wie verdienst du deinen Lebensunterhalt? Du stellst ja beispielsweise alle deine Romane unter Creative-Commons-Lizenz ins Netz.

Doctorow: Aber genau damit verdiene ich. Und das ist der zweite große Punkt, der für die Creative Commons spricht: Sie helfen mir dabei, Geld zu verdienen.

t3n.de: Kannst du das genauer erklären?

Doctorow: Zunächst einmal müssen wir uns klar machen, dass Kopien heute grundsätzlich nichts kosten. Denn wenn du eine Datei haben willst, ohne dafür zu bezahlen, bekommst du sie auch, und zwar innerhalb weniger Klicks. Das heißt, egal ob du als Autor dein Werk freigibst oder nicht, es ist sowieso umsonst verfügbar. In der Kreativbranche, für Leute, die digitale Medien produzieren, ist letztlich jede Bezahlung ein freiwilliger Akt.

„Je mehr Leute in Berührung mit meinen Geschichten kommen, desto mehr bezahlen unterm Strich auch für sie.“

Wenn ich das als gegeben akzeptiere, muss ich mir als nächstes überlegen, wie ich die Leute dazu bringe, mich freiwillig zu bezahlen. Das tue ich schon einmal nicht, indem ich sie verurteile und die ganze Zeit sauer auf sie bin – und dabei so tue, als wäre ich ein besserer Mensch und würde niemals eine Kopie von irgendetwas aus dem Netz ziehen (was natürlich Bullshit ist). Stattdessen möchte ich in der Öffentlichkeit eine Form der Großzügigkeit leben. Denn nur so kann ich auf ein beiderseitiges Verständnis mit meinem Publikum hoffen, das dazu führt, dass mir auch großzügig begegnet wird.

Ein weiterer Hebel ist, dass ich die Verbreitung meiner Werke fördere. Wenn jemand bis heute noch keins meiner Bücher gekauft hat, liegt es möglicherweise daran, dass er mich ablehnt oder die Geschichte schon umsonst irgendwo herunter geladen hat – viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass er mich schlicht und ergreifend nicht kennt. Mithilfe der Creative Commons erhöhe ich die Chancen, dass die Leute mich und meine Werke kennenlernen. Und je mehr Leute in Berührung mit meinen Geschichten kommen, desto größer ist unterm Strich die Zahl derer, die auch bereit sind, für meine Bücher zu bezahlen.

Nicht jeder, der mein Buch liest, muss bezahlen, das ist mir egal. Aber jeder, der bezahlen möchte, soll die Chance haben, mein Buch zu lesen. Das ist meine „Revenue-Maximization-Strategy“ in einer Welt, in der Kopien grundsätzlich nichts kosten.

t3n.de: Und zahlt sich diese Strategie für dich aus? Ganz konkret: Kannst du von deiner Kunst leben?

Doctorow: Ja. Ich hatte in den vergangenen Jahren mehrere New-York-Times-Bestseller. Ich habe mehrere hunderttausend Exemplare meiner Bücher verkauft. Hinzu kommen Audiobooks, Theader-Adaptionen, Filmrechte und einige bezahlte Vorträge pro Jahr. Unternehmen bezahlen mich dafür, Design-Fiction für sie zu schreiben – auch sie müssen mir übrigens erlauben, das fertige Werk der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Mit boingboing.net, wo ich Co-Editor bin, verdiene ich auch. Mein Schreiben finanziert mir ein wirklich gutes Leben.

t3n.de: Aber kann man von deinen Erfahrungen auf andere schließen? Nicht jeder ist so erfolgreich und hat eine so breit gefächerte Einnahmestrategie wie du.

Doctorow: Dieser Einwand zieht in meinen Augen nicht. In der Kunst kannst du nie generalisieren, denn jeder muss seine eigene, individuelle Strategie finden. Jeder, der sein Geld mit Kunst oder kreativer Arbeit verdient, ist ein statistischer Ausreißer. Es ist unglaublich bemerkenswert, wenn man es schafft, am Ende des Monats mit einer schwarzen Zahl dazustehen.

„In der Kreativbranche kannst du nicht generalisieren.“

In meiner Branche gibt es keinen Durchschnittswert für Erfolg, egal ob du schreibst, malst, Musik machst oder etwas anderes. Und es gibt auch kein übergreifendes Erfolgsrezept: Es ist immer eine Kombination aus Kreativität, Glück und dem richtigen Timing im Spiel. Dass ich momentan relativ weit oben in der Nahrungskette bin, hat sicherlich auch verdammt viel mit Glück zu tun. Insofern: Nein, man kann nicht von mir auf andere schließen – das ist aber kein Argument gegen meine Creative-Commons-Strategie.

„Wer auf der Seite der Kunst ist, kann niemals auf der Seite von Zensur und Überwachung stehen“

„Kunst braucht intellektuelle Freiheit, um zu gedeihen“: Cory Doctorow auf der NEXT Berlin 2014. #FLICKR#
„Kunst braucht intellektuelle Freiheit, um zu gedeihen“: Cory Doctorow auf der NEXT Berlin 2014. (Foto: zensursula / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

t3n.de: Indem du auf die Creative Commons statt auf Urheberrechte setzt, kannst du also kontemporäre Kunst ausüben und besser Geld verdienen. Was ist der dritte Punkt, der in deinen Augen für CC spricht?

Doctorow: Mich ethisch korrekt zu verhalten. Ich muss nicht heucheln und so tun, als würde ich nicht selbst auch immer wieder Dinge nutzen und kopieren. Das tue ich nämlich, das tun wir alle. Wir sind alle Piraten. Außerdem muss ich mich so nicht auf die Seite von Zensur und Überwachung stellen.

Für mich ist diese ethische Dimension enorm wichtig – und die Seiten sind klar definiert: Die Künste sind in ihrer ganzen Veranlagung nicht kompatibel mit Zensur und Überwachung. Sie brauchen intellektuelle Freiheit, um zu gedeihen. Wenn du auf der Seite der Künste bist, kannst du niemals auf der Seite von Zensur und Überwachung sein.

t3n.de: Und jetzt mal ganz naiv: Was genau hat das mit Zensur und Überwachung zu tun?

Doctorow: Überwachung und Zensur sind Methoden, die gebraucht werden, um das aktuelle Urheberrecht durchzusetzen. Beispiel UK: Bei uns wird „The Pirate Bay“ im ganzen Land geblockt. Die Regierung muss also den gesamten Traffic, der aus dem Land geht, abfangen und prüfen, ob er dorthin unterwegs war. De facto steht damit eine ganze Nation unter Überwachung – ein verdammt hoher Preis für die Verhinderung von Urheberrechtsverletzungen.

„Das Urheberrecht liefert Strafverfolgungs-behörden einen Anfangsverdacht gegen jedermann.“

Oder nimm Russland: Mit seinem Beitritt zur WTO musste das Land seine Urheberrechtsgesetze verschärfen. Eine niedrige Hürde für das Beschlagnahmen vermeintlich illegaler Inhalte, hohe Hürden für den Beweis, dass man rechtens gehandelt hat. Die Urheberrechtsindustrie war sehr zufrieden. Nur: Das Putin-Regime nutzt diese Regelungen, um Computer von kritischen Zeitungen und anderen Publishern zu beschlagnahmen. Und während diese zu beweisen versuchen, dass etwa ihre Windows-Kopien durchaus legal sind, können die Behörden auf die Hard-Drives zugreifen und anonyme Quellen und Informanten ausfindig machen.  Das Urheberrecht, das nach aktuellem Stand einen potenziellen Kriminellen aus jedem von uns macht, liefert hier einen gefährlichen Hebel: Jeder kann zum Ziel der Strafverfolgung werden.

Diese Tendenz beobachte ich in vielen Ländern: Es ist sehr leicht, aufgrund vermeintlicher Urheberrechtsverletzungen Maßnahmen gegen jemanden einzuleiten. Schwer ist es dagegen für die, die sich solchen Vorwürfen gegenüber sehen – dabei bräuchten die oft viel mehr Schutz.

„Die Zeiten haben sich geändert – wann ändert sich das Urheberrecht?“

Nach heutigem Urheberrecht sind wir alle Copyright-Piraten. Foto: Stacey~ –  via flickr , Lizenz   CC BY-ND 2.0
Nach heutigem Urheberrecht sind wir alle Copyright-Piraten. Foto: Stacey~ – via flickr , Lizenz CC BY-ND 2.0

t3n.de: Dabei war das Urheberrecht ursprünglich als Schutzrecht gedacht. Wie konnte sich das so wandeln?

Doctorow: Das Urheberrecht kann man am besten als ein Regulierungssystem für die Entertainment-Industrie verstehen. So ein System braucht einen Indikator, sozusagen einen Lackmustest, um zu ermitteln, ob du von seinen Regelungen erfasst wirst. Im Finanzwesen etwa könnte die Finanzaufsicht sagen: Wenn mehr als eine Million Dollar den Besitzer wechseln, greift das System. Dann müssen bestimmte Schritte ergriffen, die Zentralbank informiert werden und so weiter.

Für die Entertainment-Industrie lautet dieser Lackmustest wie folgt: Jeder, der eine Kopie macht oder sie in irgendeiner Form handhabt, ist Teil der Industrie und unterliegt ihren Regelungen. Und es gab eine Zeit, in der das völlig okay war – als man für die Vervielfältigung von Büchern eine Druckerpresse brauchte und ein Labor, um Fotos und Filme zu kopieren. Aber heute kopieren wir alle schon tausend Mal, bevor wir frühstücken. Also fallen wir alle theoretisch unter das Regulierungssystem der Entertainment-Industrie.

„Für Konsumenten müssen andere Regeln gelten als für die Industrie.“

Doch nur weil die Zeiten sich gewandelt haben, sind ja nicht alle Konsumenten auf einmal Musik- oder Buchhändler. Um beim Beispiel der Finanzindustrie zu bleiben: Gegen Ende der Weimarer Republik geriet die Inflation außer Kontrolle und ein Stück Brot kostete ein paar Millionen Mark. Trotzdem waren nicht plötzlich alle Leute Banker, sondern immer noch Leute, die ein Sandwich kaufen. Wenn sich die Grundverhältnisse ändern, muss die Regel, nach der bestimmt wird, wer unter das Regulierungssystem fällt, angepasst werden. Und genau das ist bisher nicht passiert.

t3n.de: Also ist das Urheberrecht eigentlich komplett sinnlos?

Doctorow: Nein, ich bin absolut dafür, dass wir Regeln für unsere Industrie finden – Regeln, die mir als Autor dabei helfen, mit Händlern und Publishern zu verhandeln und Finanzierungsregelungen für meine Kunst zu finden. Vielleicht sind auch Regeln sinnvoll, die bestimmen, wie unsere Leser, Hörer und sonstigen Zielgruppen unsere Werke nutzen. Aber das müssen andere Regeln sein, einfache Regeln, für Konsumenten. Ein Kind, das bei seiner Großmutter am PC sitzt und eine Harry-Potter-Fanpage bastelt, darf nicht denselben Regeln unterliegen wie ein Konzern, der eine Harry-Potter-Themenwelt in einen Freizeitpark integrieren möchte.

t3n.de: Welchen Vorschlag hast du für die Reform des Urheberrechts?

Doctorow: Ich würde es mit William Patry halten, der das Buch „How to fix Copyright“ geschrieben hat und heute ein Berater von Google ist. Er empfiehlt, die bestehenden Gesetze eins nach dem anderen daraufhin zu überprüfen, ob sie noch ihrem ursprünglichen Zweck dienen: Die Vielfalt der Kunst, der Künstler und ihrer Meinungen zu stärken. Und wenn das nicht der Fall ist, streichen wir die Regelung. Das, was am Ende dieses Prozesses übrig bleibt, sollte eine sehr gute Grundlage für ein neues Urheberrecht darstellen.

Link-Tipp: craphound.com, das persönliche Blog von Cory Doctorow.

Und hier gibt es die Closing Keynote von Cory Doctorow bei der NEXT 2014:

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Lea Weitekamp
t3n-Aktion: Jetzt Abo mit Buch „Praxiswissen WordPress“ sichern! http://t3n.de/news/t3n-aktion-blog-website-544744/ 2014-05-13T09:00:43Z
WordPress überzeugt seit Jahren durch seine einfache Handhabung, doch genau dieser Vorteil birgt auch ein hohes Fehlerpotential. Wie du dein Blog- oder Website-Projekt korrekt in die Praxis umsetzt, …

überzeugt seit Jahren durch seine einfache Handhabung, doch genau dieser Vorteil birgt auch ein hohes Fehlerpotential. Wie du dein Blog- oder Website-Projekt korrekt in die Praxis umsetzt, vermittelt „Praxiswissen WordPress“ von O'Reilly – und genau über dieses Fachbuch können sich aktuell die ersten 15 Neuabonnenten freuen.

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Doch aufgepasst: Unsere Aktion gilt nur für die ersten 15 Besteller. Ist unser Vorrat an Büchern vergriffen, ist auch die Aktion zu Ende.

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Tim Schürmann vermittelt Ihnen in diesem Buch alles, was Sie wissen müssen, um eine Website oder ein aufzusetzen und mit Inhalten zum Leben zu erwecken. In verständlichen Worten bringt er Ihnen den Aufbau und die Pflege eines Webauftritts näher, der anhand eines Beispielprojekts von den ersten Schritten (Installation und Konfiguration) bis hin zum Feinschliff (individuelle Gestaltung, Benutzerrollen und Updates) praxisnah veranschaulicht wird.

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Charlyn Schaper
Blappsta wandelt WordPress-Blogs kostenlos in iOS- und Android-Apps http://t3n.de/news/blappsta-wandelt-wordpress-blogs-in-ios-android-apps-543731/ 2014-05-07T13:00:32Z
Mit Blappsta kann auf einfache Art und Weise aus einem bestehenden WordPress-Blog eine Standalone-App für iOS und Android generiert werden. Die Nutzung des Tools ist für Blog-Betreiber kostenlos.

Mit Blappsta kann auf einfache Art und Weise aus einem bestehenden WordPress-Blog eine Standalone-App für und generiert werden. Die Nutzung des Tools ist für Blog-Betreiber kostenlos.

Blappsta wandelt WordPress-Blogs in iOS- und Android-Apps um. (Screenshot: Blappsta)
Blappsta wandelt WordPress-Blogs in iOS- und Android-Apps um. (Screenshot: Blappsta)

Blappsta: Kostenlos aus dem eigenen WordPress-Blog eine App machen

Blappsta soll die Inhalte eines WordPress-Blogs schnell und einfach in eigenen Smartphone-Apps für iOS und Android verfügbar machen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Apps für das iPad und Android-Tablets hinzukommen. Außerdem ist eine Windows-Phone-Version geplant. Die eigene App kann von den Blappsta-Nutzern nach eigenem Gusto angepasst werden. Zu den Anpassungsmöglichkeiten gehören ein eigenes App-Icon, Farben für die verschiedenen Texte und Menüpunkte sowie der Text für den App-Store.

Darüber hinaus unterstützt Blappsta auch Push-Benachrichtigungen. Außerdem lassen sich Bereiche des Blogs mittels CSS in der App ausblenden. Die Nebelhorn Medien GmbH aus Hannover, von denen Blappsta stammt, verspricht einen möglichst einfachen Einsatz des Tools. Nutzer müssen lediglich das Blappsta-Plugin zu ihrer bestehenden WordPress-Installation hinzufügen. Nach etwaigen Anpassungen lässt sich die fertige App entweder im Blappsta-Emulator oder in der entsprechenden Test-App für iOS oder Android testen.

Blappsta bringt euren WordPress-Blog kostenfrei in den App- und den Play-Store

Sofern dem Nutzer gefällt, was er sieht, kann er die App kostenfrei in Apples App-Store und Googles Play-Store hochladen. Finanziert wird das kostenlose Angebot durch Werbung, die in der generierten App angezeigt wird. Einen Teil der Werbeeinnahmen behalten die Macher, während der Rest an den Betreiber des jeweiligen Blogs gehen soll. Einen festen Prozentsatz soll es dabei aber nicht geben. Vielmehr planen die Macher der Nebelhorn Medien GmbH, den Nutzern von Blappsta spezielle Kampagnen anzubieten. Die Einnahmen könnten dann je nach Kampagne variieren. Langfristig rechnet das Unternehmen aber damit, im Durchschnitt etwa 70 Prozent der Einnahmen an die Blogger auszuschütten.

Neben der kostenfreien Version bietet die Nebelhorn Medien GmbH noch zwei weitere Varianten von Blappsta für Unternehmen an. Bei Blappsta BUSINESS bekommen Nutzer neben den Funktionen der Standard-Version zusätzliche Features wie iBeacon-Unterstützung, Couponing oder ein Map-Plugin. Blappsta Enterprise wiederum erlaubt Nutzern eigene Apps für den internen Gebrauch zu erstellen, ohne sie in die entsprechenden App-Stores hochladen zu müssen.

Blappsta: Dein Blog als App Blappsta: Dein Blog als App @ Google Play
Preis: Kostenlos

Blappsta: Dein Blog nun auch als App Blappsta: Dein Blog nun auch als App @ App Store
Preis: Kostenlos
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Kim Rixecker