Blog | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Blog 2015-03-24T13:51:12Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/blog „Ich bin fest davon überzeugt, dass die eigentliche Medienrevolution erst noch bevorsteht“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 11] http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-matthes-601847/ 2015-03-24T13:51:12Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Sebastian Matthes, …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Sebastian Matthes, Chefredakteur der Deutschland.

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Für den Job hätte er alles liegen gelassen, sagt Sebastian Matthes. Glücklicherweise habe es damals zeitlich gut gepasst: Nach fünf Jahren als Ressortleiter Technik+Wissen bei der WiWo sei es einfach mal Zeit für einen Wechsel gewesen. „Außerdem wollte ich nicht mehr länger nur über den Medienwandel schreiben. Ich wollte ihn mit einem der innovativsten Medien der Welt selbst gestalten.“ Und so nahm Matthes die neue Stelle an, als Chefredakteur der Huffington Post Deutschland. Am 10. Oktober 2013 ging die deutsche Version der Nachrichten-Seite online. Rund sechs Monate später erreichte das Portal insgesamt 9,5 Millionen Visits – ein gutes Drittel der Zugriffe erfolgte über mobile Endgeräte. Damit schaffte die Huffington Post den Sprung unter die 15 zugriffsstärksten deutschen Nachrichtenseiten.

Mobil ist für die „HuffPost“ ein wichtiger Kanal für die Reichweite. Von den 12,1 Millionen Visits im Februar 2015 kamen 5,7 Millionen von mobilen Geräten. Das Portal setzt auf einen Mix aus klassischen Nachrichten, bunten Themen und viel Meinung. Wegen des neuartigen Ansatzes von vielen zum Start mit Spannung beobachtet, gab es auf der anderen Seite Kritiker, die reißerische Überschriften und Klickanreize mit wenigen Inhalten bemängelten. Punkten kann die Huffington Post außerdem durch ihre hohe Reichweite in den sozialen Netzwerken.

Sebastian Matthes zur Zukunft des Journalismus
Sebastian Matthes zur Zukunft des Journalismus

Schon während seiner Zeit bei der WiWo beschäftigte sich Sebastian Matthes intensiv mit den Themen Internet und soziale Medien. Auf seinem Blog, der sich mit Wirtschaft, Medien, Technologie und Musik beschäftigt, schreibt der 37-Jährige, dass ihn besonders die Frage interessiere, wie neue Technologien unseren Alltag, die Wirtschaft und die Politik verändern. Er sei begeisterter Twitterer und freue sich über alles Neue in der Medienwelt. Die sozialen Netzwerke hat er dabei stets im Blick: „Twitter, Facebook und Instagram sind für mich Unterhaltung, Information – und ständige Begleiter.“

Nach dem Politik- und VWL-Studium an der Universität Hamburg und einem sechsmonatigen Forschungsaufenthalt in Indien studierte Matthes an der Georg-von-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Während dieser Zeit arbeitete er für das Handelsblatt, den Spiegel und die WiWo. Weitere Redaktions-Stationen seiner Laufbahn: der Norddeutsche Rundfunk, Financial Times Deutschland und die Neue Zürcher Zeitung, jeweils für die Online- wie auch die Print-Ausgaben. Im spricht Sebastian Matthes darüber, warum eine technische Ausrichtung für Medien-Unternehmen unerlässlich wird. Außerdem geht er darauf ein, was Journalisten tun müssen, wenn sie eine große Karriere verfolgen.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Ich halte die Qualitätsdebatte für enorm wichtig, und wir müssen sie unbedingt jetzt führen. Allerdings bin ich der Meinung, dass wir sie bislang falsch geführt haben. Denn irgendwie schwebt ein abstrakter Qualitätsbegriff im Raum, der völlig ignoriert, dass es unterschiedlichste Qualitäten geben kann. Qualität kann sein, eine starke Bewegung am Aktienmarkt per Smartphone-Push-Nachricht am schnellsten zu verbreiten.

Qualität kann aber auch ein sechsseitiges Porträt im Focus oder im Stern sein, ein Leitartikel in der ZEIT, ein Brief an die Leser in der Titanic oder eine trocken aufgeschriebene, aber überraschende Analyse in der FAZ. Oder ein Video, in dem Experten Müttern Tipps für ihren Alltag geben. Wir müssen akzeptieren, dass Qualität für jeden Leser etwas anderes ist. Die größte Gefahr für Medien ist es, diese Tatsache zu ignorieren.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Ich bin fest davon überzeugt, dass die eigentliche Medienrevolution erst noch bevorsteht. Der Wandel hin zum mobilen sozialen Zeitalter wird noch viel dramatischer als der Wandel von Print zu Online. Denn in diesem neuen Zeitalter wird sich alles verändern: die journalistischen Darstellungsformen, das Verhältnis zu unseren Leserinnen und Lesern und die Art, wie wir Werbung machen.

Zugleich werden in dieser neuen Zeit diejenigen Medienunternehmen erfolgreich sein, die sich zu einem großen Teil auch als Technologieunternehmen verstehen. Schon heute werden die Inhalte über Technologie verbreitet und über Algorithmen so aufbereitet, dass Menschen vor allem die Dinge lesen können, die sie wirklich interessieren. Bei alldem steht der deutsche Medienmarkt noch ganz am Anfang.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Überall. In , in Archiven, in Gesprächen mit Experten – da hat sich in den vergangenen Jahren nicht viel geändert. Nach wie vor ist Twitter für mich persönlich das wichtigste News-Medium, um den Überblick zu behalten. Aber ich lese jeden Tag auch Tageszeitungen – allerdings als App auf dem iPhone.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und wahrgenommen zu werden?

Journalisten müssen in Zukunft nicht nur exzellent schreiben können. Sie müssen mehr denn je in der Lage sein, Leserinnen und Leser zu überraschen, zu bewegen und zu begeistern. Das sind ganz alte journalistische Fähigkeiten, die aber im Zeitalter der sozialen Netzwerke wichtiger sind denn je. Vor allem das Besondere, das Überraschende wird geteilt und weiterdiskutiert. Journalisten, die diese Mechanismen verstehen, haben in Zukunft die besten Chancen.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die eigentliche Medienrevolution erst noch bevorsteht“

Überraschung gelingt mit sehr gutem Journalismus und Geschichten, die wirklich relevant für die Menschen sind. Ich glaube aber auch, dass sich unser Blick auf die Welt verändern muss. Allzu lange haben wir nur die Problemen in den Mittelpunkt gestellt. Viel zu selten haben wir uns mit den Menschen beschäftigt, die an den Lösungen arbeiten.

Das wollen wir bei der Huffington Post ändern. Wir berichten zwar auch künftig über Katastrophen, Korruption und religiösen Fanatismus. Aber wir wollen künftig viel stärker die Menschen in den Mittelpunkt stellen, die gegen diese Probleme kämpfen. Organisationen zum Beispiel, die radikalen Islamisten den Ausstieg erleichtern. Oder Menschen, die Techniken entwickeln, um die Meere von Plastikmüll zu befreien.

Darüber hinaus müssen Journalisten, die in Zukunft erfolgreich sein wollen, im Netz zu einer Marke werden. Sie müssen ihren Namen mit einem Thema verknüpfen – auch jenseits ihres eigenen Mediums. Das ist schon oft gesagt worden. Wirklich verstanden haben es aber die Wenigsten. Die größten Karrieren machen künftig agile, journalistische Einmannunternehmen, denen es gelingt, eine Community um sich und ihre Themen aufzubauen. Das ist über Blogs, Twitter und Facebook übrigens leichter denn je.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und dessen Anbieter anpassen?

Es wird nicht den einen Weg geben, den alle einschlagen müssen. Allerdings werden sich nahezu alle mit den Mechanismen sozialer Netzwerke auseinandersetzen müssen. Denn der Zeitungsausträger der Zukunft ist unser Leser. Wir müssen verstehen, warum er bestimmte Inhalte verbreitet und andere nicht.

Ich glaube auch, dass Zahlen wesentlich wichtiger werden für Journalisten, denn die verraten viel über unsere Nutzer. Aber auch das ist eine gute Nachricht. Denn wir sehen jetzt schon, mit welchen unserer Inhalte sich die Menschen länger und mit welchen sie sich kürzer beschäftigen. Daraus lernen wir, wie wir Journalismus besser machen können.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Hier sehe ich nicht den einen Weg. Es wird – wie heute schon – die unterschiedlichsten Konzepte geben. Paid-Modelle, wie einige Regionalzeitungen es gerade testen, Hybrid-Modelle, wie Springer sie nutzt, und rein werbefinanzierte Modelle, wie wir sie verfolgen. Ein Großteil der Medien wird am Ende wahrscheinlich Hybrid-Modelle versuchen.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

In fünf Jahren werden diejenigen am größten sein, die am besten verstanden haben, welche Inhalte Menschen in sozialen Netzwerken teilen. Schon heute konsumiert etwa jeder dritte Amerikaner einen Großteil seiner Nachrichten über Facebook.

„In fünf Jahren werden diejenigen am größten sein, die am besten verstanden haben, welche Inhalte Menschen in sozialen Netzwerken teilen.“

Unter Jüngeren ist der Anteil schon wesentlich größer – auch in Deutschland. Ich bin sicher, dass dieser Wandel hin zum mobilen-sozialen Internet weit dramatischer wird als der Wandel von Print zu Online. Schon heute konsumieren viele Menschen einen großen Teil ihrer Nachrichten vor allem auf dem Smartphone. Doch auf den Geräten surfen sie nicht mehr wie auf dem Laptop – mit Browser und eingetippten Links. Sie bewegen sich via sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder WhatsApp durchs Netz. Sie lesen, was ihre Freunde lesen.

Ich bin davon überzeugt, dass die Huffington Post extrem gut auf diesen Wandel vorbereitet ist. Denn wir fragen uns bei allen Texten: Wie können wir sie so erzählen, dass Menschen sie an ihre Freunde weiterempfehlen? Mit einem Social-Media-Anteil unserer Reichweite von mehr als 30 Prozent zeigt sich, dass diese Strategie aufgeht. Und wenn Menschen unsere Texte weiterempfehlen, erinnern sie sich auch schneller an unsere Marke – und nutzen die HuffPost nächstes Mal über die App. Über all diese Themen tauschen wir uns übrigens mit den anderen HuffPost-Ausgaben aus, auch bei regelmäßigen Konferenzen, wie erst kürzlich wieder in London oder Anfang des Jahres in München.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Es fehlen ganz viele! Schauen Sie sich an, was in den USA passiert ist. Da ist die Revolution in vollem Gange. Die Zahl neuer Projekte, die ein nennenswertes Publikum erreichen, ist bei uns noch gering. In Deutschland fehlen Erklär-Portale wie Vox.com, Fachblogs über die Zukunft unserer Städte, wie das Magazin Atlantic sie bietet, Tech-Lifestyle-Portale wie The Verge, und schon immer bin ich ein großer Fan von Business Insider. Positiv finde ich in Deutschland alle, die etwas Neues versuchen, auch wenn es davon noch nicht viele gibt. Wir tun hier noch so, als würde das Internetzeitalter gerade erst beginnen. Aber das wird sich auch bei uns ändern. Warten Sie nur ab. Ich freue mich darauf.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Carsten Christian
Diese 15 Web-Templates musst du gesehen haben [Teil 3] http://t3n.de/news/diese-15-web-templates-gesehen-3-595922/ 2015-03-21T08:05:41Z
Eine weitere feine Sammlung kostenloser Web-Templates im PSD-Format präsentieren wir euch in diesem Artikel. Die Vorlagen eignen sich teils für Blogs oder News-Websites, aber auch für Shops und …

Eine weitere feine Sammlung kostenloser Web-Templates im PSD-Format präsentieren wir euch in diesem Artikel. Die Vorlagen eignen sich teils für Blogs oder News-Websites, aber auch für Shops und Business-Auftritte sind passende Designs dabei.

Web-Templates für verschiedene Anwendungsbereiche und Geschmäcker

Je nach Zweck einer Website stehen bestimmte Features mehr oder weniger im Vordergrund, manche Elemente sind Blog-typisch, andere sind unerlässlich für die Firmenseite. Struktur und Raumaufteilung, die Festlegung der Spaltenanzahl, Umgang mit Weißraum, Farben, Schatten und Schriftsätze sollten beim Gestalten einer Website wohlüberlegt sein, wenn das Design stimmig und attraktiv beim Betrachter ankommen soll.

Wir haben ein paar sehr gelungene Templates zusammengetragen, die sich teils geradezu für einen bestimmten Zeck aufdrängen, sich teilweise aber auch recht variabel einsetzen lassen. Die Templates sind allesamt kostenlos und liegen im PSD-Format vor, sodass sie sich an eigene Bedürfnisse anpassen und weiterverarbeiten lassen. Aber auch als Inspiration für eigene Design-Ideen bieten die folgenden Projekte reichlich Sehenswertes. Die Links zu den Templates findet ihr jeweils in der Bildunterschrift oder in der Bildbeschreibung in der Galerie.

Single-Page-Template „Wooster“

Wooster - Vintage Single Page PSD Theme - Web-Templates
Schwarz-weißes Onepage-Web-Template „Wooster“. (Screenshot: graphberry.com)

Das vollständig in schwarz-weiß gehaltene Single-Page-Template „Wooster“ soll den Angaben der Macher zufolge als Web-Template für Agenturen oder zur Präsentation des Produktportfolios Anwendung finden. Die Kontraste werden in diesem Design geschickt dazu eingesetzt, die einzelnen Elemente der Website voneinander abzugrenzen. Als Schriften werden kostenlose Google-Fonts genutzt, die ebenso wie die verwendeten Bilder in der Hilfedatei des Pakets verlinkt werden.

Template für eine Movie-Website

Cinema 22 - Free PSD Movie - Web-Templates
Film-Website im Flat Design. (Screenshot: sukafreebies.com)

Weniger häufig zu finden und deshalb Teil dieser Sammlung von Web-Templates sind solche Design-Vorlagen, die sich mal mit etwas anderem befassen als mit Layouts für Blogs, Unternehmens-Websites oder Shops. Ein gelungenes Beispiel ist das von Bagus Fikri kreierte Template für eine Movie-Website – ohne viel Schnickschnack in funktionalem Flat Design.

Fashionpress-Template

FashionPress_Free_Psd_V2 - Web-Templates
Eine der beiden Varianten des Fashionpress-Web-Templates. (Screenshot: dribbble.com)

Das „Fashionpress Free PSD“ von Shakil Ali beinhaltet zwei Variationen eines Web-Templates für Onlineshops, die beide gleichermaßen prädestiniert sind, Produkte innerhalb eines nicht zu aufdringlichen, aber dennoch augenfälligen Designs zu präsentieren.

„Charity Website Template“

Free Charity Website Template PSD - Web-Templates
Web-Template im gekachelten „Sharp Design“. (Screenshot: cssauthor.com)

Das von Krishnan Unni entworfene „Charity Website Template“ wird beschrieben als einzigartiges „Sharp Design“. Wenngleich „einzigartig“ hier leicht überhöhenden Charakter hat, bietet das Template doch eine sehr ansehnliche, vielseitig einsetzbare gestalterische Grundlage in einem nicht alltäglichen gekachelten Design.

Web-Template „Skokov Profit“

SKOKOV Profit — Free Business PSD Template - Web-Templates
Modernes Business Website-Template (Screenshot: skokov.cc).

Das Web-Template „Skokov Profit“ ist farblich in einen modern anmutenden Dreiklang aus Schwarz, Weiß und Rot getaucht. Das Onepage-Layout ist durch ansehnliche halbtransparente Flächen und angenehm proportionierten Weißraum klar strukturiert, was das Gesamtpaket sehr professionell wirken lässt. Dem Einsatz als Unternehmens-Website steht bei diesem Template nichts im Weg.

Weitere Web-Templates aus der Serie

Weitere Artikel aus unserer Serie über gelungene Web-Templates findet ihr hier:

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Marcel Seer
Die Sache mit den Blogger-Relations http://t3n.de/news/sache-blogger-relations-sven-wiesner-601219/ 2015-03-20T18:19:18Z
In Sachen Blogger-Relations läuft noch immer einiges schief. Das findet zumindest Sven Wiesner. Auf der „Rock-The-Blog“-Konferenz bei der CeBIT hat er seine Gründe genannt. Wir waren für euch dabei.

In Sachen Blogger-Relations läuft noch immer einiges schief. Das findet zumindest Sven Wiesner. Auf der „Rock-The-Blog“-Konferenz bei der hat er seine Gründe genannt. Wir waren für euch dabei.

Immer wieder wird kontrovers über Blogger-Relations debattiert. Unter welchen Umständen ist es okay, sich als Blogger von Unternehmen Produkte schenken oder Reisen finanzieren zu lassen? Und was bedeutet das für die Berichterstattung? Einer, der das Thema mittlerweile eher kritisch sieht, ist Sven Wiesner. Er fordert, dass die Beziehungen zwischen Unternehmen und Bloggern auf eine professionelle Grundlage gestellt werden müssen.

Blogger-Relations: Wo steckt der Sinn?

Blogger-Relations haben Sven Wiesner ein feines Leben ermöglicht. Irgendwann hat er angefangen, den Sinn zu hinterfragen. (Foto: Sven Wiesner)
Blogger-Relations haben Sven Wiesner ein feines Leben ermöglicht. Irgendwann hat er angefangen, den Sinn zu hinterfragen. (Foto: Sven Wiesner)

Sven Wiesner, der heute bei der Agentur „beebop media“ arbeitet, hat selbst quasi gebloggt, seit es das Internet gibt. Erst hat er viel über Marketing-Themen geschrieben, dann hat er sich aber auf Tech- und Automotive-Themen spezialisiert – denn „für Marketing-Blogger gibt es garantiert keine Goodie-Bags“, wie er selbstironisch formuliert.

„Ich habe die Testprodukte irgendwann originalverpackt bei eBay versteigert.“

Über solche Goodie-Bags ging es schon bald hinaus. Wiesner reiste auf Kosten von Unternehmen um die Welt, testete Ferraris, berichtete von der CES in Las Vegas oder besuchte Samsung in Korea. Er wurde mit Testprodukten überschüttet. Doch der Befriedigungsmechanismus habe schnell nachgelassen, sagt er. Schon bald seien ihm die Geschenke der Unternehmen popelig vorgekommen. Viele habe er gar nicht erst ausgepackt, sondern sie direkt in der Originalverpackung auf eBay eingestellt. Und auch die Reisen habe er nicht mehr wirklich vor sich rechtfertigen können: „Klar, es war natürlich suuuper wichtig, dass genau ich da vor Ort war“, sagt er bei jedem Bild, das er während seiner Präsentation zeigt – das Publikum lacht, aber Wiesner hat der fehlende Sinn seines Tuns irgendwann wirklich angefressen.

Letztlich habe er sich fragen müssen: „Du lässt dich von den Unternehmen pudern, aber was ist eigentlich der tiefere Sinn dahinter?“ Seine eigentliche Zielrichtung, sein Selbstverständnis als Blogger, hatte er komplett aus den Augen verloren.

„Professionelle Blogger brauchen einen Kodex“

Alles ganz nett – aber wem nützt es, wenn Unternehmen sich Influencer „kaufen“? (Foto: Shutterstock)
Alles ganz nett – aber wem nützt es, wenn Unternehmen sich Influencer „kaufen“? (Foto: Shutterstock)

„So viel Product-Placement, wie man heutzutage auf manchen sieht, findet man nicht mal bei QVC.“

Stattdessen habe er sich damals eingestehen müssen: „Ich bin Meinungsmacher und praktiziere Vorteilsannahme durch Unternehmen. Damit bin ich eigentlich Lobbyist.“ Und noch immer beobachte er diesen Mechanismus: Blogger, die ihrem Publikum suggerieren, dass es extrem super sei, bestimmte Produkte zu benutzen. Und die dabei nicht – oder nur unzureichend – klar machen, dass sie dafür bezahlt werden, genau diese Produkte vorzustellen. „So viel Product-Placement, wie man heutzutage auf manchen Blogs sieht, findet man nicht mal bei QVC.“

Als Publisher habe er aber die Verantwortung seinen Lesern gegenüber, Transparenz zu wahren. Für Journalisten sei die Vermischung von Content und Werbung schlichtweg verboten. Auch für Blogger solle das gelten. Ein allgemein akzeptierter Blogger-Kodex müsse her, vielleicht sogar eine gesetzliche Regelung.

Blogger-Relations: Ein Dauerbrenner im modernen Marketing

Sven Wiesner hat, als er all diese Dinge nicht mehr ignorieren wollte, den Artikel „Ich kritisiere nicht, dass Blogger professionell werden, ich kritisiere wie es passiert“ geschrieben. Das war vor etwa einem Jahr und er hat sich damit durchaus ins eigene Fleisch geschnitten. Viele Blogger waren sauer. Insbesondere dass er gegen andere Blogger austeilte, kam nicht gut an.

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Hat ein Problem mit Blogger-Relations in ihrer aktuellen Form: Sven Wiesner auf der CeBIT. (Foto: t3n)

Doch eigentlich will er vor allem ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es Spielregeln geben muss. Weil sich sonst nicht nur die Blogger, sondern auch die Unternehmen langfristig schaden. Deswegen hat er seine Argumente bei der „Rock-The-Blog“-Konferenz auf der CeBIT noch einmal vorgestellt.

Diese Punkte stören Wiesner an der Blogger-Landschaft (wir haben seine Formulierungen mit Erlaubnis übernommen):

Viele Blogs…

  1. … nutzen ihre Unabhängigkeit nicht.
  2. … sind vielfach zu kommerziell geworden.
  3. … werden ihrer Verantwortung gegenüber den Lesern nicht gerecht.
  4. … duplizieren Content zu oft, statt eigenen zu produzieren.
  5. … haben einen zu geringen Anspruch an die eigenen Inhalte.
  6. … nutzen ihre Power zu selten für nützliche Aktionen.

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Unternehmen machen in Sachen Blogger-Relations viel falsch

Doch auch die Unternehmen machten viele Fehler, sagt er. Sie verwechselten Blogger mit Journalisten, die für ihr Schreiben bezahlt werden, und böten keine adäquate Gegenleistung an. Sie spulten ihr Presseprogramm ab, statt auf die inhaltlichen Vorschläge der Blogger einzugehen. Und sie wählten nicht sorgfältig aus: Wiesner hat bei einer der Agenturen, die ihn damals kontaktiert haben, mal nachgefragt, wie sie auf ihn gekommen sind: „Naja, wir haben ‚Technik Blogger Hamburg‘ gegoogelt, denn der Kunde will keine Reisekosten zahlen.“ Wiesner war unter den ersten Ergebnis-Treffern, und schon war er im Spiel. Fragwürdige Qualitätskriterien also.

Diese Kritikpunkte richtet Wiesner an Unternehmen:

Viele Unternehmen…

  1. … nutzen Blogger als billige Werbung.
  2. … schöpfen nur einen Bruchteil des Potenzials ab.
  3. … verwechseln Blogger mit Journalisten.
  4. … bieten keine Mitgestaltungsmöglichkeiten.

Mit diesem unreflektierten Vorgehen verhinderten die Unternehmen selbst, dass aus ihren Blogger-Relations nachhaltige Werte entstünden. Und auch für viele Blogger vollziehe sich der Wandel gar nicht bewusst. Zuerst freue man sich darüber, auf einmal Angebote zu bekommen und wichtig zu sein. Irgendwann stelle man fest, dass man zur „Handpuppe der Marketing-Hoschis“ geworden sei – dann sei man aber schon mittendrin. Um aus diesem Kreislauf auszubrechen, müssten beide Seiten sich stärker hinterfragen und ihr Vorgehen auf eine strategische Grundlage stellen.

Beide Seiten müssen sich stärker hinterfragen

Deswegen fordert Wiesner von den Bloggern, dass sie sich ihrer Verantwortung als Meinungsmacher bewusster werden. Sie sollten …

  • … Kooperationen stärker hinterfragen,
  • … ihren Stil und ihre Qualitätsansprüche konsequent durchsetzen und
  • … auch mal „nein“ sagen.

Die Unternehmen hingegen sollten laut Wiesner bei Blogger-Relations mehr Gestaltungsraum für Blogger bieten. Sie sollten …

  • … die Freiheit von Blogs im eigenen Interesse respektieren,
  • … Blogger nicht mit Journalisten verwechseln und
  • … auf Augenhöhe zusammen arbeiten.

Djure Meinen, der den Bereich „Micro-Audiences“ bei der Kommunikationsagentur „achtung!“ betreut und unter anderem den Agentur-Kodex zum Thema Blogger-Relations mit entwickelt hat, sieht gerade auf Unternehmensseite noch viele Herausforderungen. „Die Unternehmen müssen sich selbst ethische Grundlagen verschreiben. Viele Blogger sind extrem jung und können die Verantwortung kaum tragen. Unternehmen, die versuchen, das auszunutzen, werden aber auch für sich selbst nur verbrannte Erde hinterlassen.“

Was sagt ihr: Was kann, was muss sich ändern?

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Lea Weitekamp
„Print lohnt sich immer noch“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 10] http://t3n.de/news/fragen-zukunft-journalismus-billerbeck-600968/ 2015-03-20T13:31:39Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Bettina Billerbeck, …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Bettina Billerbeck, Chefredakteurin von „SCHÖNER WOHNEN“.

zukunft-des-journalismus-billerbeck

Bettina Billerbeck
Bettina Billerbeck

Ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte Bettina Billerbeck schon in der Schule. Während der Schulzeit auf einem Wuppertaler Gymnasium produzierte sie mit ihrem Team die Schülerzeitung – und gewann einige Preise. Heute ist sie die Chefredakteurin von „SCHÖNER WOHNEN“. Nach der Schule folgte ein Praktikum bei der Westdeutschen Zeitung. Wenn es mal gerade keine Aufgabe gab, suchte sie sich eigene Geschichten, die auch gedruckt wurden. Es war der Start einer steilen Karriere. Ihr Volontariat machte Bettina Billerbeck beim Jahreszeiten Verlag in Hamburg. Im Anschluss war sie als Redakteurin und später als Ressortleiterin bei „Der Feinschmecker“ insgesamt sechs Jahre für die Themen „Küche, Wein, Lebensart“ verantwortlich.

Auf der Karriereleiter gab es von da an kein Halten mehr: stellvertretende Chefredakteurin des Frauenmagazins „myself“, Chefredakteurin der „Maxi“ und von „Living at Home“. Alles in einer Zeitspanne von rund 14 Jahren. Seit 2013 ist die 42-Jährige Chefin der „SCHÖNER WOHNEN“-Redaktion, gibt mit ihrem Team Tipps zur Einrichtung, Wohnstilen, Dekorations-Trends und mehr. Für ihre Hamburger Wohnung hat Billerbeck übrigens, wie sie selbst sagt, verschiedenste Stile kombiniert. Im Interview erklärt Bettina Billerbeck, warum sich Leser gerade in der rasenden Online-Welt nach Entschleunigung sehnen. Außerdem verrät sie, für wen sich der Print-Markt noch immer lohnt.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Durch Relevanz, Glaubwürdigkeit, Haltung. Was ihm schadet: Faulheit bei der Recherche und zu wenig Liebe beim Texten.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Das kann ich nur für Zeitschriften beantworten. Da sind es mit Sicherheit Datenjournalismus und Infografiken, Entschleunigung durch lange Lesestücke und zurückhaltende Gestaltung. Durch Infografiken zum Beispiel sind komplexe Zusammenhänge leicht auf einen Blick zu erfassen, die Darstellung wird optisch immer ansprechender. Ein gutes Beispiel ist eine neue Doppelseite „Sehen und verstehen“ im „Stern“. Was die Entschleunigung betrifft: Jede Bewegung ruft eine Gegenbewegung hervor, das zeigt auch der Erfolg von „Flow“. Es gibt nicht nur ein Bedürfnis nach schneller, superaktueller Information, sondern auch den Wunsch nach ausführlichen Lesestücken zum Abtauchen, gerade bei komplexen Sachzusammenhängen. Experten sprechen vom „Deep Diving“, ein gutes Beispiel ist der „Economist“.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

Für SCHÖNER WOHNEN sind die großen Messen wie die imm, IFA, ISH, Heimtex, Domotex, Ambiente, Maison et Objet und die Mailänder Möbelmesse natürlich am wichtigsten, wir lassen uns aber auch von besonders schönen Geschäften wie „Merci“ in Paris inspirieren. Wohnredakteure müssen ab und zu mal raus! Auch Social Media spielen eine immer größere Rolle. Wir nutzen Instagram sehr stark als Recherchequelle. Auf Facebook können wir gut verfolgen, welche Themen und Stile bei den Usern ankommen, das lässt auch Rückschlüsse auf Print zu. Wobei User bei uns nicht gleich Leser ist.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und konsumiert zu werden?

Für Wohnzeitschriften sehe ich das so: erkennen können, welche Inhalte relevant für die Leser sind, also die unfassbare Menge an Neuheiten und Neuigkeiten intelligent kuratieren. Informieren und inspirieren, darüber hinaus gut beraten.

„Es gibt nicht nur ein Bedürfnis nach schneller, superaktueller Information, sondern auch den Wunsch nach ausführlichen Lesestücken zum Abtauchen“

Beim Einrichten geht es nicht nur ums „Was“, sondern viel mehr ums „Wie“. Wie kombiniere ich Neues und Altes, große Möbel und kleine Accessoires so gekonnt, dass ein Raum zeitgemäß und wohnlich aussieht und zu meiner Persönlichkeit passt? Das funktioniert nicht über strenge Regeln, sondern über Inspiration.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und deren Anbieter anpassen?

Gute digitale Angebote schneidern. Es ist nicht damit getan, Print-Inhalte zu digitalisieren. Viel mehr geht es darum, Aggregatoren und hochmoderne Websites, die ständig zielgruppenrelevante News liefern, zu entwickeln, nicht einfach nur Print-Inhalte widerzuspiegeln.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Print weiterhin über Vertrieb und Anzeigen, Digital in erster Linie über Werbung. Die gute Nachricht ist: Print lohnt sich immer noch, zumindest was Qualitätszeitschriften und Special-Interest-Magazine angeht. Ich habe meine Zweifel, ob bei aktuellen Nachrichten-Sites eine Paywall funktionieren wird, insofern bleibt für die meisten digitalen Angebote nur Advertising, ob native oder nicht.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Es wird weiterhin Magazine geben, es wird sich zeigen, welche wirklich weiterhin auf Papier erscheinen werden – Tageszeitungen, Jugendmagazine und Programmzeitschriften haben es natürlich schwer – hier wird sich das Angebot noch weiter ins Digitale verlagern. TV dreht sich im Moment ja ganz stark um on-demand. Ich selbst gucke außer Tagesschau und Tatort nur noch Netflix und Serien über iTunes.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Das würde ich nie hier verraten, sondern lieber auf den Markt bringen!

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier kommt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Carsten Christian
Bloggen von unterwegs: Medium lanciert neue Apps für mobiles Zeitalter http://t3n.de/news/medium-2-600943/ 2015-03-20T06:05:14Z
Medium hat seine Apps für iPhone und iPad überarbeitet. Damit macht sich die beliebte Blogging-Plattform endlich fit fürs mobile Zeitalter.

Medium hat seine Apps für iPhone und iPad überarbeitet. Damit macht sich die beliebte Blogging-Plattform endlich fit fürs mobile Zeitalter.

Die beliebte Blogging-Plattform Medium lanciert neue Apps für iPhone und iPad. War darauf bislang nur das Lesen von Inhalten möglich, können Nutzer ab sofort also auch von unterwegs Geschichten schreiben und veröffentlichen. Medium wird primär von Journalisten, Bloggern und Hobbyautoren genutzt.

Medium: Das bringt die neue Version für iOS

Journalisten, Blogger und Hobbyautoren können mit Medium jetzt auch unterwegs eigene Geschichten veröffentlichen. (Foto: Medium)
Journalisten, Blogger und Hobbyautoren können mit Medium jetzt auch unterwegs eigene Geschichten veröffentlichen. (Bild: Medium)

Mit dem Update untermauert Medium zugleich seine Ambitionen, verstärkt auf Mobile setzen zu wollen. Dazu hat man den Apps für iPhone und iPad unter anderem einen neuen Editor spendiert, der mit nicht mehr als vier Funktionen daherkommt. So kann mit einem Klick zwischen Überschrift und Fließtext umgeschaltet werden. Eine Headline ist nicht länger erforderlich. Außerdem lassen sich Zitate, Links und Fotos einbinden. Wer lieber spricht als schreibt, kann optional die Diktierfunktion zur Eingabe seiner Texte verwenden.

Weitere Funktionen für mehr Lesespaß

Medium hat allerdings auch an der Oberfläche für Verbesserungen gesorgt, was vor allem dem mobilen Leseerlebnis zu Gute kommen soll. Wichtigste Neuerung dabei: Kürzere Geschichten. Die Plattform – bislang vor allem für seine mehrheitlich langen Texte bekannt – platziert entsprechende Inhalte jetzt prominenter im Stream. Die mobile Artikelansicht wurde zudem um eine Unterstützung für eingebettete Tweets, Videos und Audioaufnahmen erweitert.

via medium.com

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Daniel Hüfner
„Es gibt nicht DEN Journalismus.“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 9] http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-amend-599031/ 2015-03-13T08:30:11Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Christoph Amend, …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins.

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Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins

Christoph Amend zur Zukunft des Journalismus
Christoph Amend zur Zukunft des Journalismus

Sein Medienverhalten hat er immer wieder komplett geändert. Bis vor ein paar Jahren noch als regelmäßiger Blog-Surfer unterwegs, liest Christoph Amend (41), Chefredakteur des ZEITmagazins, Beiträge auf Blogs mittlerweile vor allem, wenn er über Posts oder Tweets auf sie aufmerksam gemacht wird. Seine Erfahrung: Die Leute, mit denen er befreundet ist oder denen er folgt, sind recht gut darin, Beiträge oder Links zu posten, die ihn interessieren.

Zur Zukunft des Journalismus befragt, äußert sich Amend differenziert, es gebe eben nicht DEN Digital-, DEN Print- oder DEN Social-Media-Journalismus. Ein besonderes Faible hat er für ausführliche, gut recherchierte und geschriebene Geschichten. Das ist es, was die Leserinnen und Leser seiner Erfahrung nach sehen wollen – anstelle der immer gleichen Bilder oder austauschbaren Beiträge. Und dass die Geschichten aus dem ZEITmagazin auch international gut ankommen, zeigt der Erfolg der englischsprachigen Ausgabe, die eine „Best of“-Sammlung darstellt und einer experimentellen Idee entsprang. Ende März kommt die nächste Ausgabe auf den globalen Markt. Mit enthalten: ein Interview, das auf einem ZEITmagazin-Live-Talk mit Lena Dunham basiert, der US-amerikanischen Schauspielerin, Filmproduzentin, Filmregisseurin und Drehbuchautorin, bekannt vor allem durch ihre Fernsehserie Girls.

Christoph Amend, 1974 in Gießen geboren, machte 1993 in Butzbach sein Abitur und startete danach ein Studium der Anglistik und Politikwissenschaften. Nebenher begann er als freier Journalist zu arbeiten, unter anderem für das damals frisch gegründete jetzt-Magazin der Süddeutschen Zeitung. Mit 21 erhielt er dann ein Jobangebot in der Redaktion in München. Damit war die Uni passé. Stattdessen machte Amend seinen Weg im Journalismus. Ende der 90er-Jahre wurde er stellvertretender Redaktionsleiter des jetzt-Magazins. Als Giovanni di Lorenzo beim Tagesspiegel in Berlin anfing und den seinerzeit 24-Jährigen fragte, ob er ebenfalls dorthin wechseln wolle, folgte er dem Ruf – aus einer reinen Bauchentscheidung heraus, wie er sagt. Sein Job dort: zunächst Redakteur für besondere Aufgaben mit dem Auftrag, die „junge Perspektive“ mit ins Blatt zu bringen. 2001 folgte der Aufstieg zum Ressortleiter. 2004 stand wieder ein Wechsel an: zur ZEIT. Er übernahm die Leitung des Ressorts „Leben“ mit Sitz in Berlin, aus dem heraus 2007 das ZEITmagazin reanimiert wurde. Dieses verantwortet er seitdem. Neben seinem Posten als Chefredakteur des ZEITmagazins ist Christoph Amend auch Herausgeber der Zeitschriften Weltkunst sowie Kunst und Auktionen, die beide im ZEIT-Kunstverlag erscheinen.

Im Interview geht Christoph Amend darauf ein, wie wichtig lange Geschichten für die Leserschaft des Magazins sind, wie wichtig Veranstaltungen geworden sind, und er erklärt, welche Rolle die Sozialen Medien für Periodika wie das ZEITmagazin als aktuelle Kanäle und journalistische Experimentierfelder spielen können, nicht zuletzt, um weiter junge Leser zu gewinnen.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Da fällt mir eine Begegnung mit einer Leserin vor einigen Jahren ein. Wir veranstalten regelmäßig Abendessen, zu denen wir Leserinnen und Leser einladen, um mit ihnen in direkten Dialog zu treten – lockere Veranstaltungen von etwa zwei Stunden, bei denen zwölf bis 14 Leser und nicht mehr als drei, vier Redakteure zusammenkommen. So haben wir Zeit zuzuhören und Fragen zu stellen. Bei einem dieser Abendessen sagte eine Leserin auf die Frage, was sie vom ZEITmagazin erwarte: „Zeigen Sie mir Bilder und erzählen Sie mir Geschichten, die ich noch nicht kenne, denn wir werden jeden Tag von denselben Geschichten und immer selben Bildern überschüttet.“

„Zeigen Sie mir Bilder und erzählen Sie mir Geschichten“

Sie fügte hinzu, dass auch manche Geschichte, die sie zunächst irritiere, sie länger beschäftige, als sie eigentlich wahrhaben wolle, „das ist für mich am Ende oft ein Gewinn, mit dem ich nicht gerechnet habe.“ Ich muss oft an diese Leserin denken, denn insbesondere im Zeitalter der Digitalisierung ist das essentiell: sich durch Geschichten, durch Beiträge jedweder Art von der Konkurrenz zu unterscheiden – nur so kann man weiterhin erfolgreich sein, zumindest im Bereich der Qualitätsmedien. Die austauschbare News ist ja mittlerweile nur noch einen Klick entfernt.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Es gibt ja nicht DEN Journalismus, DEN Digital-, DEN Print- oder DEN Social-Media-Journalismus. Oft werden da Medien miteinander in einen Topf geworfen, die nichts miteinander zu tun haben: Eine Tageszeitung etwa steht in einem komplett anderen Wettbewerb als ein monatlich erscheinendes Kunstmagazin, obwohl beide auf Papier gedruckt werden. Das Medienverhalten von uns allen hat sich natürlich in den vergangenen Jahren extrem verändert, und interessanterweise haben wir in sämtlichen Untersuchungen unserer Leser in letzter Zeit immer wieder eines herausgefunden: dass insbesondere lange Geschichten – nicht nur langfristig recherchierte, sondern auch wirklich lange Beiträge – besonders gut ankommen. Mit der Einschränkung: Sie müssen gut geschrieben sein und gleich in den ersten Absätzen einen Sog entwickeln.

Es war natürlich immer schon so, dass exzellente Reportagen, Porträts, Dokumentationen oder investigative Recherchen gerne gelesen wurden. Aber ich denke, dass sich durch die Digitalisierung etwas verschoben hat. Die meisten von uns sind ja den ganzen Tag mehr oder weniger online und konsumieren Schlagzeilen und kurze Ausschnitte mal schnell auf dem Smartphone. Bei einer bestimmten Leserschaft ist da offenbar eine umso größere Sehnsucht entstanden nach dem Gegenteil, also eine Lust, ein Bedürfnis, einzutauchen in ausführliche Geschichten, etwa ein Dossier in der ZEIT oder eine Reportage im ZEITmagazin.

3. Wie und wo recherchierst du nach guten und spannenden Inhalten?

DIE ZEIT und ZEITmagazin sind immer Autorenblätter gewesen und werden es auch bleiben, denn durch besondere Autoren kommen die besonderen Geschichten, durch die wir uns unterscheiden können, einen Moritz von Uslar, eine Jana Simon, einen Wolfgang Bauer gibt es eben nur einmal! Im Magazin sind übrigens alle Redakteure auch Autoren, das heißt konkret: Einerseits schreiben etwa preisgekrönte Kolleginnen wie Heike Faller oder Elisabeth Raether ihre Geschichten, andererseits betreuen sie auch Texte von anderen Kollegen.

Wie wir auf unsere Themen kommen? Das ist ganz unterschiedlich. Einerseits über Ideen, die Autoren selbst vorschlagen, andererseits aus Ideen, die wir gemeinsam entwickeln und für die wir dann einen passenden Autoren suchen. Um immer wieder neu herauszufinden, welche Themen und welche Art von Geschichte unsere Leser besonders interessieren, helfen uns seit einiger Zeit unsere Social-Media-Aktivitäten und natürlich ZEITmagazin Online, das wir im Frühjahr 2014 neu gestartet haben, übrigens mittlerweile eines der erfolgreichsten Ressorts auf ZEIT Online. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Im vergangenen Herbst hatten wir im ZEITmagazin eine Titelgeschichte, die von der jungen Fotografin Lina Scheynius geschrieben war, einem ehemaligen Model, die für uns ihre Geschichte, ihre Erlebnisse als Model, aufgeschrieben hatte. Das war ein sehr langer Text, einer von diesen ausführlichen Beiträgen, über die wir schon gesprochen haben, keineswegs reißerisch, eher reflektiert, genau beschreibend. Es gab viele positive Reaktionen auf die Geschichte, als sie im gedruckten Heft und in der ZEIT-App erschien, auch in den sozialen Medien. Auf Facebook wurde darüber gepostet, andere Leser twitterten Kommentare oder fotografierten das Cover ab und stellten es auf Instagram. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Als die Geschichte dann aber einige Zeit später online ging, explodierte sie geradezu. Ich habe das selber miterlebt, als plötzlich in meiner Facebook-Timeline und bei Twitter nonstop der Link geteilt wurde – am Ende des Jahres war der Beitrag die zweitmeist gelesene Geschichte auf ZEIT ONLINE mit insgesamt über einer Millionen Visits, und das in einer Zeit von unzähligen internationalen Kriegen und Krisen, die uns alle ja sehr beschäftigt haben. Aber so eine Geschichte wie die von Lina Scheynius hatte es eben vorher in dieser Form noch nicht gegeben. In unserer nächsten internationalen Ausgabe Ende März wird sie erstmals auch auf Englisch erscheinen.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und tun können, um gelesen und wahrgenommen zu werden?

Das Schöne an Social Media ist ja, dass ein guter Text – egal in welcher Form und egal, wo er veröffentlicht wird – für sich stehen und Aufmerksamkeit erreichen kann. Das ist für uns große, etablierte Medienhäuser natürlich auch anstrengend, weil die Konkurrenz größer ist, aber es ist eben auch eine Chance, Leser zu erreichen, die die eigene Zeitung vielleicht noch nie in der Hand hatten. Und als User erfahre ich plötzlich von Geschichten, die sonst an mir vorbeigegangen wären, einfach, weil ich zum Beispiel ein bestimmtes Indie-Magazin gar nicht kannte oder eine Lokalzeitung aus einer Stadt, in der ich nicht wohne, nicht abonniert habe. Ich komme dadurch übrigens mittlerweile auch oft auf Ideen für Geschichten im ZEITmagazin. Die andere Seite ist natürlich die Finanzierung des Journalismus und auch hier gibt es nicht den EINEN Weg, der für alle gilt, sondern viele verschiedene Modelle, die sich zudem ständig weiterentwickeln werden. Da gilt: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren.

Das Wichtigste für den Journalismus wird sein, dass es auch in Zukunft immer noch genug Häuser gibt, die ihren Autoren und Redakteuren genug Zeit und genug Geld für ihre Recherchen und die Arbeit am Text geben und damit insgesamt auch weiterhin die Art von Journalismus, über den wir sprechen, ermöglichen. Selbst der beste Autor der Welt kann auf Dauer, wenn er keine Zeit mehr hat und nirgendwo mehr hinfahren kann, keine gute Geschichte schreiben. Es ist unsere Aufgabe als Redaktion, das zu ermöglichen. Nach den positiven Erfahrungen in unserem Haus, aber natürlich auch in anderen Redaktionen mit aufwändig recherchierten und groß angelegten Geschichten, werden wir zukünftig noch konsequenter erleben, dass es einerseits kurze und knappe Nachrichten, unterhaltsame Kolumnen und Rubriken und andererseits die langen Lesestücke von Analyse bis Reportage geben wird. Die mittellangen Berichte, die ja meistens auch nur mittelgut sind, werden verschwinden.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und dessen Anbieter anpassen?

Technologie hat ja immer schon Inhalte verändert, nicht nur im Journalismus. Nehmen wir die Popmusik: Erst als die Technik in der Lage war, Langspielplatten herzustellen, ist das künstlerische Format „Album“ entstanden.

„Mit einem Wochenmagazin konnten wir früher nicht so schnell reagieren, mit den sozialen Medien geht das.“

Wir probieren ständige neue Geräte aus, neue Social-Media-Networks, und überlegen, was wir damit tun können. Seit ein paar Wochen experimentieren wir mit Snapchat, das noch in einer ganz frühen Phase ist und in Deutschland bei über 30-Jährigen noch vollkommen unbekannt ist. Aber unser Schülerpraktikant ist natürlich auf Snapchat und bringt uns gerade bei, wie man es nutzt. Die Frage für uns ist, ob wir da neue User erreichen und ob wir hier Geschichten erzählen können, die wir bisher noch nicht erzählt haben. Als Facebook groß wurde vor ein paar Jahren, haben wir uns auch gefragt, welche Art von Journalismus wir als ZEITmagazin in diesem Netzwerk machen können. Eine Erkenntnis war: Wir können hier schnell auf aktuelle Ereignisse reagieren. Als öffentlich wurde, dass Bundespräsident Wulff dem Chefredakteur von BILD auf die Mailbox gebrüllt hatte, haben wir spontan auf Facebook gepostet, dass „wulffen“ ein neues Verb sei: jemandem wütend auf die Mailbox sprechen. Der Post war erfolgreich und landete später bei einer Liste der Wörter des Jahres ganz weit oben. Mit einem Wochenmagazin konnten wir früher nicht so schnell reagieren, mit den sozialen Medien geht das.

Wenn mir jemand vor zehn Jahren erzählt hätte, dass all das zur Arbeitsplatzbeschreibung des ZEITmagazins-Chefs gehören würde, hätte ich ihn wahrscheinlich mit großen Augen staunend angeschaut. Im Zentrum meiner Arbeit steht das wöchentlich erscheinende Magazin, aber wir produzieren zeitgleich die Version für die App und jeden Tag Beiträge für die Website, wir sind täglich auf verschiedenen Social-Media-Kanälen aktiv. Ich glaube, dass die Digitalisierung auch eine andere Entwicklung verstärkt hat: Je mehr Zeit wir alle im Netz verbringen, desto beliebter werden Veranstaltungen, die live und damit einmalig sind. Wir sind mit dem ZEITmagazin regelmäßig unterwegs, Moritz von Uslar beispielsweise mit der Liveversion seiner Interviewreihe 99 Fragen, unser Style Director Tillmann Prüfer mit seiner ZEITmagazin-Modekonferenz zum Auftakt der deutschen Modewoche und Elisabeth Raether mit ihrem Wochenmarkt-Buch. Als Hillary Clinton zuletzt in Deutschland war, haben wir ein Live-Gespräch mit ihr in einem Berliner Theater gemacht, das innerhalb weniger Tage ausverkauft war. Und im April führen wir erstmals den ZEIT Kochtag durch, mit mehreren Veranstaltungen in verschiedenen Städten.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Kluge Verlagsleiter sorgen dafür, dass ihre Häuser möglichst breit aufgestellt sind. Das Zentrum werden Vertrieb und Werbung bleiben, wobei das je nach Medium sehr unterschiedlich gewichtet sein kann. Von einer Zeitschrift, die ihr Geld vor allem über die hohe Auflage verdient und kaum Anzeigen hat, bis zu einem kleinen Magazin, das eine Nische besetzt und vor allem von Anzeigen lebt. In den USA boomt zurzeit das sogenannte Native Advertising, ich halte das für den falschen Weg. Die Grenzen zwischen Redaktion und Anzeigen müssen klar gezogen sein und auch bleiben. Alles andere führt zwangsläufig zum Verlust der Glaubwürdigkeit – und schwupps sind auch die Leser weg.

Wir können über Social Media unsere Bekanntheit erhöhen und neue Leser gewinnen. Anfang des Jahres hat mein Kollege Matthias Kalle in einer Titelgeschichte den Moderator Jan Böhmermann porträtiert, eine exklusive Geschichte im Vorfeld von Böhmermanns neuer Late-Night-Show. Da konnte man wunderbar auf Twitter lesen, wie viele seiner jungen Fans plötzlich auf der Suche nach der ZEIT-Ausgabe waren, sinngemäß: „Jetzt bin ich hier in meinem Dorf an zwei Kiosken gewesen, und diese ZEIT ist schon ausverkauft. Wo kann ich denn diese ZEIT noch kaufen?“ Das waren Teenager, die durch die Geschichte – von der sie wahrscheinlich über Freunde auf Twitter, Facebook oder Instagram erfahren haben – zum ersten Mal überhaupt in Kontakt mit der ZEIT gekommen sind.

7. Wie sehen deiner Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Fünf Jahre sind eine lange Zeit. Wenn Ihnen jemand auf diese Frage antwortet, er wisse, wie die Medienlandschaft dann aussieht, kann ich nur raten: Sei skeptisch. Kaum jemand in Deutschland hat Buzzfeed vorausgesehen, aber eben auch nicht Landlust oder Flow. Und ist das nicht herrlich? Man kann jeden Tag auf eine neue, zündende Idee kommen, die erfolgreich ist, ob digital oder gedruckt. Während der Berlinale vor anderthalb Jahren war ich mit der legendären französischen Fotografin Brigitte Lacombe Mittagessen, die in New York lebt, dort für Magazine wie Vanity Fair und New York arbeitet – und seit Kurzem ab und zu auch für uns. Brigitte sagte sehr freundliche Worte über unser Heft, über die Themen, das Design, die Fotografie, und dann sagte sie: „I wish I could read it.“ Ich dachte: Recht hat sie! Wir haben viele Interviews, Reportagen, Modestrecken im ZEITmagazin, die für ein internationales Publikum genauso interessant sind wie für Leser in Deutschland. Daraus ist die Idee für ein internationales Heft entstanden, mit den besten Geschichten der vergangenen Ausgaben, die wir ins Amerikanische übersetzen, neu zusammenstellen und veröffentlichen.

„Könnt ihr bitte aufhören, auf Facebook darüber zu schreiben? Wir sind ausverkauft.“

Stefanie Hauer, die Verlagsleiterin der ZEIT, hatte eine geniale Idee für den Untertitel des Magazins: „The Berlin State of Mind“. Im Ausland ist das Interesse an Berlin ja ungebrochen groß, auch wenn wir uns in Deutschland selbst manchmal darüber wundern. Knapp vier Wochen nach der Veröffentlichung der ersten Ausgabe meldete sich ein Kollege aus dem Vertrieb: „Könnt ihr bitte aufhören, auf Facebook darüber zu schreiben? Wir sind ausverkauft.“ Daraufhin haben wir beschlossen, das Magazin zweimal im Jahr zu machen, im Frühjahr und im Herbst. Ende März erscheint die nächste Ausgabe, erstmals auch mit Beiträgen, die exklusiv für diese Ausgabe geschrieben wurden, unter anderem ein Gespräch mit Lena Dunham, die wir zu einem Bühnentalk in Berlin zu Gast hatten. Da schließt sich der Kreis dann von einer Veranstaltung zurück ins Heft.

8. Welches Medium fehlt deiner Meinung nach noch auf dem heutigen Markt?

Ich habe da tatsächlich ein, zwei Ideen. Du musst mir aber verzeihen, dass ich sie dir hier nicht verrate.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Carsten Christian
„Recherche und Persönlichkeitsrechte bleiben zentral im Journalismus“: 8 Fragen zur Zukunft des Journalismus [Teil 8] http://t3n.de/news/zukunft-des-journalismus-hoffmann-wohlert-596645/ 2015-02-27T15:17:04Z
Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Susann Hoffmann und …

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Diese Frage stellt das Blog von Oliver Schrott Kommunikation dieser Tage deutschen Journalisten. Dieses Mal im OSK-Interview: Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert, Gründerinnen der Business-Lifestyle-Plattform EDITION F.

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Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert sind die Gründerinnen der Business-Lifestyle-Plattform EDITION F

Susann Hoffmann
Susann Hoffmann

Die Idee sei in einem Bahnhofs-Zeitschriftenladen entstanden. „Man ist am Bahnhof, steht vorm Zeitschriftenregal und wählt eine Kombination aus Cosmopolitan, Myself oder Gala und Manager Magazin, Brand Eins oder Handelsblatt. Irgendwas dazwischen hat gefehlt“, erinnert sich Susann Hoffmann. Eben die weibliche Perspektive auf Wirtschafts- und Karrierethemen – das heißt ein Online-Hub für Frauen, die sich beruflich verwirklichen wollen. Die Lösung nennen Hoffmann und ihre Kollegin Nora-Vanessa Wohlert EDITION F. Die beiden Frauen sind die Gründerinnen der Business-Lifestyle-Plattform, die im Mai 2014 online ging. „Wir sind selbst Teil der Zielgruppe – Frauen, die gut ausgebildet sind und mehr wollen: im Job und im Leben“, so Hoffmann. Es heißt, die Nachfrage bestimme das Angebot. „In diesem Fall musste man das Angebot selbst schaffen, was durchaus eine Herausforderung und ein großes Risiko für uns darstellte“, gesteht Mitgründerin Wohlert.

Nora-Vanessa Wohlert
Nora-Vanessa Wohlert

Bei der Idee zu EDITION F seien sich beide sicher gewesen, dass sie jedes Risiko wert war. Der Sprung ins kalte Wasser werde nicht angenehmer, wenn man länger warte. Daher entschieden Wohlert und Hoffmann sich für einen klaren Schnitt vom alten Jobleben. Nora-Vanessa Wohlert machte vor ihrer Zeit bei EDITION F ein Redaktions-Volontariat bei fischer Appelt relations, und arbeitete als Business Analyst bei Roland Berger. Danach war sie über zwei Jahre Redaktionsleiterin bei Gründerszene, dem Onlinemagazin für die Start-up-Szene und die digitale Wirtschaft in Deutschland. Susann Hoffmann war mehr als vier Jahre Strategie- und PR-Beraterin bei Scholz & Friends. Ab Anfang 2013 leitete sie den Aufbau der Kommunikationsabteilung des Fachverlags Vertical Media, zu dem auch Gründerszene gehört. Dort arbeitete Hoffmann zusammen mit ihrer Mitgründerin. Ein idealer Arbeitsplatz, um gemeinsam Wissen über die Erfolgsfaktoren und Herausforderungen von Neugründungen zu sammeln. Im September 2013 starteten sie schließlich ihren Weg in die Selbstständigkeit. „Mit einer weißen Seite in Word und dem Freiraum, Edition F entstehen zu lassen.“

In einer ersten Finanzierungsrunde investierten WestTech Ventures, Vogel Ventures, TV Plus, Factory-Gründer Simon Schäfer, der ehemalige Verlagsleiter Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien Jan Honsel sowie weitere Unterstützer nach Unternehmensangaben einen sechsstelligen Betrag. Um weiter zu wachsen, startete EDITION F eine zweite Finanzierungsrunde. Neben Investor-Finanzierung setzten die beiden Frauen zusätzlich auf die Unterstützung ihrer Anhänger und starteten auf Companisto eine Crowdinvesting-Kampagne. Kaum eine Woche nach dem Start überschritt EDITION F die ursprüngliche Obergrenze von 100.000 Euro.

Das Vertrauen der Unterstützer scheint sich gelohnt zu haben. Kein Jahr nach dem offiziellen Start verbucht EDITION F rund 90.000 Unique User pro Monat. Die Redaktion besteht aus ein paar festen Mitarbeitern sowie einigen freien Autoren. W&V hat das Gründer-Duo unter die Liste der 13 jungen Onliner gewählt, die nach Meinung der W&V-Redaktion 2015 einen Einfluss auf die Marketing- und Medienbranche haben werden. Ein Auszug aus der W&V-Begründung: „Mit ihrer Business-Lifestyle-Plattform für karrierebewusste Frauen haben die ehemaligen Gründerszene.de-Mitarbeiterinnen einen Nerv getroffen.“ Außerdem wurde EDITION F 2014 mit dem silbernen Lead Award in der Kategorie Independent ausgezeichnet.

Hoffmann und Wohlert beobachten die Entwicklungen der Branche sehr genau: Erst kürzlich veröffentlichten sie ihre sechs Thesen zur Zukunft des Journalismus. Ein Gedanke lautet, dass sich Nutzer von klassischer (Banner-)Werbung oft gestört fühlen. Neue Werbeformen sollten den Kunden, so die Überlegung, einen Mehrwehrt bieten. Native Advertising in Form von Advertorials und Co. sei, solange sie gekennzeichnet sind, daher ein geeignetes Werbemittel, „denn wo Mehrwert und spannende Geschichten, auch bei gesponserten Inhalten, geboten werden, wird das honoriert.“ Ein Punkt, den viele Journalisten anders sehen und häufig kritisieren. Im OSK-Interview sprechen die beiden darüber, warum Journalisten für die eigenen Texte mehr Verantwortung übernehmen müssen und Algorithmen für Leser immer essenzieller werden.

1. Wie zeichnet sich Qualitätsjournalismus in Zukunft aus und was schadet ihm?

Susann: Qualität grundsätzlich zu definieren, halte ich für schwierig: Letztlich muss jedes Medium genau das anbieten, was für die Zielgruppe relevant ist. Und das bedeutet für manche, umfangreich zu recherchieren, tiefgründig zu hinterfragen und investigativ Geschichten ausfindig zu machen. Für den Nächsten geht es um Geschwindigkeit oder Unterhaltung. Da möchte ich nicht generell entscheiden, was mehr wiegt. Was schadet, ist sicherlich, wenn die Individualität verloren geht und der Blick auf den Leser. Ich wünsche mir, dass man den ernster nimmt – und seine Bedürfnisse. Denn wer an ihm vorbeischreibt, hat verloren.

Was natürlich auch wichtig ist, ist dass die Qualität nicht immer hinter dem Klick steht. Recherche und Persönlichkeitsrechte bleiben zentral im Journalismus. Ich wünsche mir einfach, dass Leser stärker mitgestalten können – das können Formate wie User-Generated Content sein oder auch Foren etc. Ich glaube auch, dass es immer wichtiger wird, auch die Kommentare unter Artikeln zu lesen – die sind nämlich das Bedürfnisbarometer. Leser sind sehr offen, was sie sich wünschen. Die Kunst ist, zuzuhören und die richtigen Schritte daraus abzuleiten.

2. Was sind die großen Trends im Journalismus und was wird sich davon künftig durchsetzen?

Nora: Plattformen wie Medium.com zeigen, dass das Meinungsmonopol nicht mehr nur den Journalisten gehört, sondern sich jeder einbringen kann. Das heißt, auch Leser können Debatten anstoßen, Expertise und Erfahrungen teilen und Stellung beziehen. Das zeigt sich ja lange schon in den Kommentaren, die teilweise fast spannender sind als die Artikel selbst. Der große Trend ist also: User-Generated Content. Und der wird bleiben.

Wie Redaktionen darauf im Einzelnen reagieren sollten, lässt sich nicht sagen. Nicht jedes Konzept passt zu jedem Medium. Wir werden selbst Templates entwickeln, die das Schreiben und Veröffentlichen einfach machen sollen.

„Plattformen wie Medium.com zeigen, dass das Meinungsmonopol nicht mehr nur den Journalisten gehört.“

Damit können Community-Mitglieder Artikel in ihrem Profil veröffentlichen und über die sozialen Netzwerke teilen. Ob die Artikel es dann auch in den redaktionellen Bereich schaffen, liegt am Thema, der Qualität, der Relevanz und letztlich auch daran, wie oft der Artikel von der Community gelesen, geteilt und kommentiert wurde. Aber zu dem Thema lässt sich sagen: Viele Wege führen nach Rom. Und ich bin gespannt auf die Kreativität und Ideen der Medienwelt.

3. Wie und wo recherchiert ihr nach guten und spannenden Inhalten?

Nora: Was Journalisten brauchen, sind wahrscheinlich drei Dinge: wache Augen, genügend Neugier und die richtigen Kontakte. Die sozialen Netzwerke bieten natürlich wahnsinnig viele Themen, genauso aber die echte Welt da draußen – und im Grunde geht es darum, eine Geschichte zu entdecken, die für unsere Nutzer interessant, inspirierend oder einfach relevant ist. Und dabei einen Weg zu finden, die Geschichte neu zu entwickeln. Dabei hilft es zu fragen. Und die Antworten führen oft schon zu neuen Artikeln und Themen.

4. Was muss man als Journalist künftig tun und können, um gelesen und wahrgenommen zu werden?

Nora: Journalisten sollten sich zum einen natürlich immer spannende Themen überlegen – und sich gegebenenfalls auch hier als Experte stärker positionieren. Aber es heißt vor allem, selbst Verantwortung für den eigenen Text zu übernehmen und sich dafür zu interessieren, wie er die bestmögliche Reichweite bekommen kann. Als Autor weiß man am besten, was den Artikel ausmacht, und kann auch am besten auf Reaktionen antworten. Also selbst den Post auf Facebook, Twitter, LinkedIn und Xing machen – oder auch bei Medium einen Meinungszusatz zu einer neutralen Nachricht verfassen etc. Es geht darum, sichtbar zu werden, aktiv zu werden und ansprechbar zu sein.

Man muss einen Weg finden, als Journalist relevant zu sein – und das ist in Deutschland manchmal gar nicht so leicht: weil wir hier im Gegensatz zu anderen Ländern wie UK oder den USA es nicht gewohnt sind, dass ein Journalist auch eine Marke ist. Der Weg dahin führt sicher über eine eigene starke Meinung, über neue Perspektiven und überraschende Themen. Aber vor allem auch über die sozialen Netzwerke – Twitter, Facebook, Instagram und Co. Unsere Leser sind ja nicht nur da, wo unser heimisches Territorium, unsere Website, ist. Der frühere Weg des Leserbriefs, auf den man nie reagieren muss, hat klar ausgedient.

5. Die technologischen Veränderungen sind rasant – wie müssen sich vor diesem Hintergrund der Journalismus verändern und dessen Anbieter anpassen?

Susann: Journalismus findet heute natürlich immer stärker im Digitalen statt. Und das eben nicht nur auf der eigenen Website, sondern über breite Netzwerke hinweg. Für uns heißt es deshalb, dass sich der Journalismus öffnen muss: Kooperationen mit anderen Medien sind für uns zentral. Darin inbegriffen sind Content-Share-Modelle, Weiterleitungen und Empfehlungen. Transparent machen, woher eine Information stammt, auch wenn sie ein anderes Medium zuerst hatte. Man muss sich trauen, auch verlagsübergreifend Neues auszuprobieren. Außerdem glauben wir stark an die Vorauswahl für Nutzer: durch Algorithmen, die lernen, was jemand besonders gern liest oder entdecken möchte.

Wir alle leben in einer Content-Flut – viel wird schon durch den sozialen Filter meines Netzwerks, egal ob auf Facebook, Twitter und Co., gesteuert, aber ich glaube, hier müssen wir noch individueller und persönlicher werden. Bei uns geht es darum, anhand der Einstellungen und Gewohnheiten auf EDITION F die Möglichkeit einer individuellen Startseite zu haben: Suche ich gerade einen Job, erscheinen mehr Karrierethemen, Jobs und Unternehmen. Will ich Inspiration und Mode, sieht man mehr davon. Technische Filter und Algorithmen als Auswahl in der Content-Flut. Aber auch redaktionelle Kuration wird relevant bleiben.

Was Messenger-Dienste wie WhatsApp und Co. angeht, glaube ich, dass sie eine Form der Push-Nachricht sein können. Newsticker und Teaser. Letztlich finden Medien und mediale Inhalte immer stärker und häufiger mobil statt. Da geht es weniger um die Veränderung der Inhalte selbst, als um die Adaption des Kanals und der Usability.

6. Wie verdient der Großteil der Medien künftig Geld?

Susann: Medien sind ja längst keine Leseangebote mehr. Aber das Ziel heißt heute vor allem: Mehrwert schaffen. Und Funktionen, Produkte und damit Monetarisierungswege etablieren, die für das jeweilige Medium und die Nutzer wirklich sinnvoll sind. Wer einen echten Mehrwert für Nutzer schafft, der stellt sicher, dass die Markenbindung und damit die häufige Wiederkehr zu einer Seite wächst. Wer die Inhalte für sich persönlich als relevant

„Medien sind längst keine Leseangebote mehr.“

empfindet, bleibt länger auf einer Seite. Diesen Mehrwert werden zielgruppenspezifische Seiten für sich nutzen können. Und wer eine kundenrelevante Community aufgebaut hat, wird es leicht haben, Werbekunden davon zu überzeugen, hier präsent zu sein. Denn auch Werbung wird spezifischer. Nicht mehr one for all, sondern one for each.

Bei uns geht es um berufliche Verwirklichung, um Business- und Business-Lifestyle-Themen. Es fühlt sich also natürlich an, Unternehmen kennenzulernen und Jobs zu entdecken oder sich mit Business-Mode zu beschäftigen. Andere Angebote würden hingegen nicht passen. Letztlich merkt man schnell, welche Formate funktionieren und welche nicht – auch hier geht es entsprechend um das Ausprobieren. Mehrwert ist eine andere Währung als Reichweite.

7. Wie sehen eurer Ansicht nach journalistische Inhalte und die Angebotslandschaft in fünf Jahren aus?

Nora: Es geht vor allem darum, Inhalte für jeden Nutzer persönlich zu machen – inhaltlich, mit starken Meinungen, überraschenden Perspektiven und Themen, und auch technologisch, sei es durch Filter und Algorithmen, durch Community-Formate mit User-Generated Content. Dabei sollten sich digitale Angebote laufend entwickeln und nicht nur alle paar Jahre einen Relaunch machen.

8. Welches Medium fehlt heute noch auf dem Markt?

Susann: Ich würde mir wohl mehr Kolumnen und Meinungsformate wünschen. Sie geben Journalisten ein Gesicht und Themen bekommen durch diese Darstellungsformen einen ganz neuen Dreh.

Über #ZukunftDesJournalismus

Mobiles Internet, immer leistungsfähigere Smartphones, neue Nachrichtendienste: Die Medienlandschaft verändert sich rasant und mit ihr der Journalismus. Viele Fragen bewegen die Branche: Ist die Tageszeitung ein Auslaufmodell, weil die jüngeren Zielgruppen aktuelle Nachrichten nur noch auf mobilen Endgeräten konsumieren? Erledigen bald Schreibroboter typische Routineaufgaben und machen damit einen Teil der Redakteure überflüssig? Mit welchen neuen journalistischen Darstellungsformen können Menschen erreicht werden, die immer weniger lesen und nur noch Bilder anschauen?

Gemeinsam mit Journalisten und Medienmachern aus ganz unterschiedlichen Richtungen wagt OSK einen Blick in die Zukunft des Journalismus. Das Prinzip ist immer das gleiche: acht Fragen, acht Antworten. Stück für Stück entsteht so ein Bild, das belastbare Aussagen zu entscheidenden Trends von morgen und übermorgen ermöglicht.

 

Hier gelangt ihr zu den anderen Teilen der Serie „8 Fragen zur Zukunft des Journalismus“.

via www.osk.de

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Oliver Nermerich
Diese 15 Web-Templates musst du gesehen haben [Teil 2] http://t3n.de/news/diese-15-web-templates-gesehen-2-595629/ 2015-02-25T08:09:42Z
Eine weitere feine Sammlung kostenloser Web-Templates im PSD-Format präsentieren wir euch in diesem Artikel. Die Vorlagen eignen sich teils für Blogs oder News-Websites, aber auch für Shops und …

Eine weitere feine Sammlung kostenloser Web-Templates im PSD-Format präsentieren wir euch in diesem Artikel. Die Vorlagen eignen sich teils für Blogs oder News-Websites, aber auch für Shops und Business-Auftritte sind passende Designs dabei.

Web-Templates für verschiedene Anwendungsbereiche und Geschmäcker

Je nach Zweck einer Website stehen bestimmte Features mehr oder weniger im Vordergrund, manche Elemente sind Blog-typisch, andere sind unerlässlich für die Firmenseite. Struktur und Raumaufteilung, die Festlegung der Spaltenanzahl, Umgang mit Weißraum, Farben, Schatten und Schriftsätze sollten beim Gestalten einer Website wohlüberlegt sein, wenn das Design stimmig und attraktiv beim Betrachter ankommen soll.

Wir haben ein paar sehr gelungene Templates zusammengetragen, die sich teils geradezu für einen bestimmten Zeck aufdrängen, sich teilweise aber auch recht variabel einsetzen lassen. Die sind allesamt kostenlos und liegen im PSD-Format vor, sodass sie sich an eigene Bedürfnisse anpassen und weiterverarbeiten lassen. Aber auch als Inspiration für eigene Design-Ideen bieten die folgenden Projekte reichlich Sehenswertes. Die Links zu den Templates findet ihr jeweils in der Bildunterschrift oder in der Bildbeschreibung in der Galerie.

Enterprise-Web-Template

Creative Website Design Template PSD - Web-Templates
Flat Design, viel Raum und zahlreiche Möglichkeiten zur Anwendung bietet das „Creative Website Design Template PSD“ (psdfinder.com).

Eine höchst ansehnliche Möglichkeit zur Darbietung von Produkten oder Services, zum Beispiel für Freelancer, bietet das von Psdfinder zur Verfügung gestellte Template. Während andere Templates viele Elemente auf wenig Raum unterzubringen versuchen, ist dieses Layout eher minimalistisch und auf die Wahrung von Weißraum ausgelegt.

Metro-Style-Web-Template

Free Creative Minimal Business Agency Webpage Design - Web-Templates
Eine alternative Gestaltung einer Website, abseits des Bekannten, bietet das „Free Creative Minimal Business Agency Webpage Design“ (behance.net) (CC BY-NC 3.0).

Ali Sayeds Web-Template folgt nicht dem typischen Aufbau einer Website mit Navigations-Menü in der Kopfzeile und vertikal absteigend folgenden Inhalten, die durch imaginäre Spalten in Form gesetzt werden. Vielmehr erinnert die Anordnung der verschieden großen, rechteckigen Blöcke an das von Windows verwendete Metro-Design.

Web-Template für Blogs oder Magazine

iPress Free PSD Magazine & Blog Template - Web-Templates
Viele Elemente, viel Inhalt und dabei immer noch eine klare Struktur bietet das „iPress Free PSD Magazine & Blog Template“ (dribbble.com).

Das „iPress Free PSD Magazine & Template“ kündigt durch seinen Namen den Verwendungszweck als Blog oder Magazin-Website bereits an. Das zwischen zwei und drei Spalten wechselnde Layout wirkt kantig und klar strukturiert. Das grundlegend schwarz-weiße Design wird durch sorgsam gesetzte farbige Leisten und Buttons aufgewertet.

Alternatives Gmail-Template

Reimagining Gmail - Web-Templates
Web-Templates sind nicht nur klassische Websites. Die Arbeit an „Reimagining Gmail“ ist aus Unzufriedenheit mit dem derzeitigen von Google angebotenen User-Interface entstanden und möchte alternative Ideen zeigen, Googles Service zu gestalten (dribbble.com).

Weniger ein Design für eine klassische Website als vielmehr eine kreative Idee für eine alternative Gestaltung von Googles E-Mail-Service liefert George Vasyagin mit seinem Projekt „Reimagining Gmail“.

Corporate-Design-Web-Template

Das schwarz-weiß Design mit punktuell eingesetzten, auffällig gelben Elementen und Textpassagen wirkt seriös und gleichzeitig modern.  „Skokov - Free Corporate Web Design Template PSD“ (skokov.cc).

Ein sehr aufgeräumtes, auf Bilder und Symbolik fixiertes Layout hat der Web-Designer Skokov in Form dieses PSD-Templates erschaffen. Der eigenen Beschreibung zur Folge ist das Template für die Nutzung einer Unternehmenswebsite ausgelegt. Das acht PSD-Dateien beinhaltende Paket ist unter anderem für die Nutzung unter WordPress oder Joomla! gestaltet.

Weitere Web-Templates aus der Serie

Den Anfang dieser Serie hat der Artikel „Diese 15 Web-Templates musst du gesehen haben“ gemacht. Weitere Vorstellungen gelungener Web-Templates werden folgen.

via downloadpsd.com

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Marcel Seer
Die Lösung für das Content-Dilemma? Ein universeller Follow-Button muss her [Kolumne] http://t3n.de/news/follow-button-weigerts-world-kolumne-595628/ 2015-02-25T07:26:43Z
Viele Verlage, Startups und Blogger eint die Sorge, dass große Netzwerke mit ihrer Sogwirkung kleineren Angeboten das Wasser abgraben. Martin Weigert schlägt eine simple Lösung für dieses Dilemma …

Viele Verlage, und Blogger eint die Sorge, dass große Netzwerke mit ihrer Sogwirkung kleineren Angeboten das Wasser abgraben. Martin Weigert schlägt eine simple Lösung für dieses Dilemma vor: einen universellen Follow-Button mit offener , der von allen Websites und Blogs implementiert werden kann. Wie das funktionierne kann, erklärt er in seiner „Weigerts World“.

Wer heutzutage eine selbstgehostete Website einrichtet, zum Beispiel ein , hat ein kleines Problem: Er muss künftigen Besuchern möglichst bequeme Möglichkeiten anbieten, zu treuen Lesern werden zu können. In einer Ära, in der User durch führende soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, aber auch durch Content-Plattformen wie Medium, Tumblr oder YouTube, auf die Nutzung einfach zu bedienender Abonnieren-Features konditioniert sind und eine entsprechende Erwartungshaltung mitbringen, ist das aber gar nicht so einfach.

Wer selbst hostet und eines der gängigen Content-Management-Systeme verwendet – primär reden wir hier natürlich von WordPress –, muss sich meist verschiedener Krücken bedienen, die alle jeweils erhebliche Nachteile besitzen.

RSS, Facebook, WhatsApp & Newsletter – alles nur Krücken

Unter anderem der SRF bietet ein WhatsApp-Abo für Nachrichten. (Bild: SRF)
Auf dem Weg zum universellen Follow-Button? Auch der SRF bietet ein WhatsApp-Abo für Nachrichten. (Bild: SRF)

Es gibt natürlich das RSS-Format. Das allerdings befindet sich seit Jahren in der Defensive. Es stellt zwar weiterhin das Rückgrat vieler Streams dar und wird von überzeugten Fans auch noch zum strukturierten und effizienten Konsum von Nachrichten- und Informationsquellen eingesetzt. Es kann in Sachen Usability aber einfach nicht mit der Simplizität eines Follow-Buttons mithalten. Die fragenden oder gar desinteressierten Blicke, die man erntet, sobald man Durchschnittsnutzern empfiehlt, irgendeine Site per RSS zu abonnieren, zerstören jede Hoffnung auf eine Besserung der Situation.

„Im Jahr 2015 sollten bessere Wege existieren, Lesern eine bequemen Option zum Abonnieren zu bieten.“

Als Alternative kann man den designierten Stammlesern anbieten, die Inhalte einer Site per Twitter oder Facebook zu abonnieren. Klar, auch das ist Standard. Doch mit der Verbreitung von Inhalten über Facebook-Pages Reichweite zu generieren, setzt viele Fans voraus und bedeutet auch, sich im algorithmisch sortierten Newsfeed gegen unzählige andere, teils extrem mächtige Sites durchsetzen zu müssen. Für Neulinge im Geschäft ist das kaum realistisch. Twitter wiederum hat den Nachteil, dass es sehr wenig Traffic bringt. Zudem sorgt der Echtzeit-Charakter dafür, dass Artikelempfehlungen von der Anhängerschaft leicht übersehen werden.

Ein Follow-Button muss einfach und Open Source sein

Seit einiger Zeit wird auch das Bereitstellen einer Abonnieren-Funktion via WhatsApp salonfähig. Doch die App eignet sich aus Nutzersicht in der aktuellen Fassung kaum als adäquater Reader. Zudem ist die Einspeisung von Inhalten aufwendig, da sie rein manuell erfolgen muss. Und um eine Quelle abonnieren zu können, müssen Anwender händisch eine Handynummer in ihr Adressbuch eintragen. Insofern handelt es sich bestenfalls um ein i-Tüpfelchen, nicht mehr.

Bleiben noch E-Mail-Newsletter. Diese sind en vogue wie lange nicht. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass User sich gleich beim ersten Besuch für den Newsletter anmelden, minimal. Und machen sie es doch, dann garantiert dies nicht automatisch eine Beachtung in den wahrscheinlich überquellenden Postfächern der Empfänger. Und überhaupt: Im Jahr 2015 sollten bessere Wege existieren, Lesern eine bequemen Option zum Abonnieren und damit zum Sicherstellen eines Nicht-Vergessens zu bieten.

Newsletter sind en vogue wie lange nicht. (Screenshot: MailChimp)
Newsletter sind en vogue wie lange nicht. (Screenshot: MailChimp)

Doch leider ist dem nicht so. Und deshalb darf man sich nicht wundern, dass gerade hitzige Debatten darüber stattfinden, ob Online-Publizisten ihre Websites ganz abschaffen und nur bei den einschlägigen Social-Web-Plattformen mit ihrer eingebauten Follow- und Viralitäts-Komponente veröffentlichen sollen. Man darf sich auch nicht wundern, dass Blogs wieder mal der Tod vorausgesagt wird. So wackelig diese Behauptung auch sein mag: Sie verstärkt das Image- und Usability-Problem all der Content-Angebote, die außerhalb der technischen Infrastruktur der gigantischen Plattformen betrieben werden.

Die Zukunft von News-Websites und Blogs wird in Frage gestellt

„Wikipedia selbst ist der Beweis, dass gemeinnützige Online-Projekte immense Ausmaße annehmen können.“

Doch die Lösung dieses Missstands liegt eigentlich auf der Hand: ein portabler, universeller Follow-Button muss her, der sich mit maximal drei Klicks von jedem Betreiber einer Website aktivieren lässt und der im Look & Feel den aus dem Web bekannten Follow-Systemen ähnelt. Doch im Gegensatz zu diesen wäre das beschriebene Tool Teil einer dezentralen Open-Source-Lösung, die von einer nicht gewinnorientierten Organisation nach dem Vorbild von Mozilla oder der Wikimedia-Foundation betrieben wird. Per offener API würden sich kommerzielle wie nicht-kommerzielle Anbieter an das System anschließen und Lese-Oberflächen bereitstellen können, über die Nutzer die Inhalte aller ihrer abonnierten Angebote zentral konsumieren. Das System stünde alle offen – von der großen Verlagspublikation bis zum nur selten aktualisierten Hobby-Blog.

Sicher, es gab immer mal wieder irgendwann und irgendwo Versuche, ein solches Follow-Button-Konzept zu etablieren. Doch durchgesetzt hat es sich augenscheinlich nicht. Und deshalb herrscht heute kollektive Sorge darüber, was passiert, wenn Facebook oder andere Dienste ihren Einfluss auf die Verbreitung von Nachrichten und anderen Inhalten weiter verstärken. Das Risiko ist hoch, dass sich Publisher dieser Entwicklung leichtfertig ausliefern – und damit genau den Fehler wiederholen, welcher der Musikindustrie einst mit iTunes unterlaufen ist.

Ein universeller Follow-Button: Das gemeinsame Feindbild ist vorhanden

Um das zu verhindern, braucht es nur eine kleine, möglichst einflussreiche, gut vernetzte und international geprägte Gruppe an Personen, die mit dem Segen und womöglich auch mit finanzieller Unterstützung der Öffentlichkeit (Stichwort Crowdfunding) das angesprochene System entwickelt. Ok, das klingt jetzt doch etwas zu einfach. Aber Wikipedia selbst ist der Beweis, dass gemeinnützige Online-Projekte immense Ausmaße annehmen können. Voraussetzung sind vor allem übereinstimmende Interessen und das Vorhandensein eines gemeinsamen „Feindbilds“, das über andere eventuell vorhandene Differenzen der Akteure hinweg hilft. Diese Aspekte sind definitiv erfüllt: Nahezu alle Betreiber von redaktionellen Onlineangeboten eint der Wunsch nach verringerter Abhängigkeit von Facebook und anderen Plattformen, die kein natives Interesse an guter journalistischer und medienschaffender Arbeit haben – sondern eben nur an „Eyeballs“.

Es müssen sich also eigentlich nur Schlüsselpersonen finden und formieren und die Sache anschieben. Dass das bislang nicht passiert ist, verwundert angesichts der langjährigen Klagen vieler Medienschaffender über die suboptimalen Zustände im Onlinejournalismus schon. Aber das passiert wohl, wenn alle Energie in das Vorantreiben des Leistungsschutzrechts fließt, nicht in innovative Lösungen, die der gesamten Branche zugute kämen.

Weitere Artikel aus „Weigerts World“ findest du hier.

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Martin Weigert
Gründerwissen gefällig? 8 lesenswerte Blogs erfolgreicher Online-Unternehmer http://t3n.de/news/gruender-blogs-594505/ 2015-02-21T12:59:39Z
Sie haben gegründet, erfolgreich verkauft und manchmal noch erfolgreicher wieder investiert: Internet-Koryphäen wie Steve Blank, Paul Graham oder Fred Wilson geben ihr Wissen kostenlos in Blogs …

Sie haben gegründet, erfolgreich verkauft und manchmal noch erfolgreicher wieder investiert: Internet-Koryphäen wie Steve Blank, Paul Graham oder Fred Wilson geben ihr Wissen kostenlos in Blogs an junge Gründer weiter. Wir stellen 10 lesenswerte Beispiele vor.

 1. Steve Blank

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Das ist er

Unternehmer, Investor, Autor, Stanford-Dozent, Vietnam-Veteran. Mitgründer von acht Firmen, Börsengang mit Epiphany. Ehemaliger Berater bei Pixar.

Darüber bloggt er

  • Customer Development
  • Lean Startup
  • Marketing
  • Produktentwicklung

Diese Beispiele liefert er

The first was reducing what they thought was a five-sided market to a simpler two-sided one. But the big payoff came when their discussions with medical device customers revealed an entirely new way to think about pricing —potentially tripling their revenue.

„My Customers don't know what they want!“ – Not a minimal product.

But today most startups are trying to ressegment existing markets or create new markets. How do you diagram that? What if the basis of competition in market creation is really the intersection of multiple existing markets?  Or what if the markets may not exist and you are creating one?

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2. Paul Graham

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Das ist er

Ziehvater von Y-Combinator, Autor, Programmierer. Gründer der Online-Shop-Plattform Viaweb, erfolgreicher Verkauf an Yahoo im Dotcom-Boom.

Darüber bloggt er

  • Startup-Finanzierung
  • Design Thinking
  • Growth Hacking

Diese Beispiele liefert er

The good news is, plenty of successful startups have passed through near-death experiences and gone on to flourish. You just have to realize in time that you're near death. And if you're in the fatal pinch, you are.

The way to get startup ideas is not to try to think of startup ideas. It's to look for problems, preferably problems you have yourself.

When an investor tells you "I want to invest in you, but I don't lead," translate that in your mind to "No, except yes if you turn out to be a hot deal." And since that's the default opinion of any investor about any startup, they've essentially just told you nothing.

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3. Ryan Carson

ryan_carson_blogs_gruender

Das ist er

Gründer und CEO von Treehouse, eine Online-Programmierschule für Studenten. Zuvor zwei erfolgreiche Startup-Exits mit Carsonified und DropSend. Daddy.

Darüber bloggt er

  • Unternehmenskultur
  • Unternehmensführung
  • Startup-Lifestyle

Diese Beispiele liefert er

I think there’s something messed up about the startup culture in the USA. The belief is that you have to work 6-7 days a week and spend all your mental cycles on your company. Nothing but pledging your soul to your startup yields success, right? Not in my experience.

Do your best to ignore TechCrunch and their non-stop acquisition chatter. The media is run by journalists, not entrepreneurs. Companies being bought and sold generates pageviews, but has very little to do with you and what you set out to do with your company.

What if we removed all management and simply empowered everyone to choose what they do every day? We laughed at first and then the conversation turned serious. We had hired talented and motivated people. Did they need managers?

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4. Mark Suster

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Das ist er

Serial-Entrepreneur, Business Angel und Partner bei UpFront Ventures. Mentor bei TechStars. Gründer der CMS-Plattform Koral, verkauft an Salesforce.

Darüber bloggt er

  • Startup-Finanzierung
  • Recruiting/Leadership
  • Marketing
  • Sales

Diese Beispiele liefert er

I write this because I know how difficult it can be to find a potential investor and to decide with whom you’d like to try to work. […] And make sure when your investor agrees to write you a check you feel like somebody beautiful on the altar – not somebody being married for his or her money.

I have seen many companies raise their first $3 million and still act like a company that has no resources at all. […] In a VC business when you raise capital you need to “level up” and act the round you are. Of course I’m not preaching crazy, irrational spend or having Kid Rock at your next company party. But you do need to find a way to do activities that are more scalable.

Meet your favorite tech entrepreneurs, bloggers, VCs or whoever that will be hanging out and talking to randoms at 3am at a taco stand […]. Save your time, energy & budget for building relationships with people with whom you can follow up later. If you’re trying to launch your company or your next new product you won’t achieve any of these things.

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5. Seth Godin

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Das ist er

Bestseller-Autor, Spiele-Unternehmer, zeilenwütiger Marketing-Papst. Gründer von Yoyodyne and Squidoo.

Darüber bloggt er

  • Online-Marketing
  • Sales
  • Kreativarbeit

Diese Beispiele liefert er

Someone asked me where I get all my good ideas, explaining that it takes him a month or two to come up with one and I seem to have more than that. I asked him how many bad ideas he has every month. He paused and said, "none." And there, you see, is the problem.

In the long run, to be the cheapest is a refuge for people who don't have the flair to design something worth paying for, who don't have the guts to point to their product and say, "this isn't the cheapest, but it's worth it."

Well, if you've chosen well, after you fail you will be one step closer to succeeding, you will be wiser and stronger and you almost certainly will be more respected by all of those that are afraid to try.

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6. Fred Wilson

fred_wilson_blogs

Das ist er

Musikverliebter Tech-Tycoon, Gründer von Union Square Ventures, investierender Kopf hinter Twitter, Tumblr, Foursquare und Kickstarter.

Darüber bloggt er

  • Startup-Finanzierung
  • Unternehmensführung
  • Digitalwirtschaft

Diese Beispiele liefert er

So whatever you do, don’t let your company become owned too much by investors and not enough by founders and employees. It’s the folks who work at the company that make it tick and if they are not deeply invested in the business, you have a recipe for failure.

Doing a startup is an evolution from DIY to Delegate. And timing the evolution is important. If you haven’t done it before, ask people who have for advice on this. Allocating your time (your most precious resource) is critical to the success of your business.

Most new consumer internet startups need to build for iOS, Android, and web at the same time. it is making the startup more expensive and time consuming. distribution is much harder on mobile than web and we see a lot of mobile first startups getting stuck in the transition from successful product to large user base. Strong product market fit is no longer enough to get to a large user base. you need to master the "download app, use app, keep using app, put it on your home screen" flow and that is a hard one to master.

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7. Chris Dixon

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Das ist er

General Partner bei Andreessen Horowitz, als Angel bei Stripe, Pinterest und Warby Parker investiert. Zuvor Mitgründer bei Hunch (von eBay gekauft) und SiteAdvisor (von McAfee gekauft), Programmierer aus Leidenschaft.

Darüber bloggt er

  • Sales/Marketing
  • Produktstrategien
  • Startup-Finanzierung

Diese Beispiele liefert er

Many singles bars have “ladies’ night” where women are offered price discounts. Singles bars do this for women but not for men because bars are what economists call two-sided markets – platforms that have two distinct user groups and that get more valuable to each group the more the other group joins the platform – and women are apparently harder to attract to singles bars than men.

Entrepreneurs should always ask themselves “why will I succeed where others failed?” If the answer is simply “I’m doing it right” or “I’m smarter,” you are probably underestimating your antecedents. […] Instead your answer should include an explanation about why the timing is right.

This is what I call the nightclub effect*. You think your date isn’t that attractive until you bring him/her to a nightclub and everyone in the club hits on him/her. Consequently, you now think your date is really attractive.

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8. Brad Feld

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Das ist er

Marathonläufer, Gründer von TechStars, Venture-Kapitalist bei Foundry Group, investiert in Startups wie MakerBot, Zynga und FitBit. Hawaii-Hemden-Träger.

Darüber bloggt er

  • Unternehmensführung
  • Produktivität
  • Startup-Finanzierung

Diese Beispiele liefert er

With Mattermark, I remember the moment clearly – I was at The Kitchen in Boulder with the founders and my partner Seth. I had just put a garlic french fry in my mouth and looked over at Seth. He looked at me and gave me that “yeah – we should do this” look. And that was it.

My approach to competition is to “obsess about their products while completely ignoring the company.” If you can identify competitors, use their products, if only to have that knowledge when the moment comes that you have the conversation about how you are going to change the game.

I developed a simple mantra: “The only person I have to cheat is myself.” […] The phrase embodies three ideas: That your goals are important to you, you’ll disappoint yourself if you don’t focus on achieving them, and you can’t escape responsibility by expecting someone else to step in.

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Du willst noch mehr Lesestoff? Stöbere doch mal in unserem Artikel: „Schon gebookmarked? 50 Websites für Gründer und Entrepreneure

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Daniel Hüfner