Facebook | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Facebook 2014-10-24T05:00:03Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/facebook Rooms: Neue Facebook-App soll anonyme Chats ermöglichen http://t3n.de/news/rooms-facebook-app-anonyme-chats-574076/ 2014-10-24T05:00:03Z
Facebook hat mit Rooms eine App vorgestellt, die anonyme Kommunikation zwischen Nutzern in selbstgestalteten Chaträumen ermöglichen soll. Allerdings ist das Feature vorerst nur in den USA und am …

Facebook hat mit Rooms eine App vorgestellt, die anonyme Kommunikation zwischen Nutzern in selbstgestalteten Chaträumen ermöglichen soll. Allerdings ist das Feature vorerst nur in den USA und am iPhone nutzbar.

Rooms: Entwirf deinen eigenen Chatroom

Bereits vor einigen Wochen war gemunkelt worden, dass Facebook an einer Art anonymem Messenger arbeitet. Nun hat das Social Network den Vorhang gelüftet. Rooms ist eine App, die nicht nur Anonymität verspricht, sondern auch selbst konfiguriert werden kann.

Rooms App
Mit Rooms den eigenen Chatroom erstellen und anonym kommunizieren. (Screenshot: Rooms/iTunes)

Jeder kann festlegen, wer in den eigenen Chatroom eingeladen wird und ob die einzelnen Posts zuerst freigeschaltet werden sollen. Eine Altersbeschränkung ist auch möglich. Es können sogar unerwünschte Leute am Betreten des Raums gehindert werden.

Mit Rooms sollen Menschen mit ähnlichen Interessen ins Gespräch kommen, so wie in der Frühzeit des Internets mit seinen Foren, Message Boards und Chatrooms, heißt es in der Ankündigung im Rooms-Blog. Geteilt werden können Texte, Fotos und Videos, die dann in einem Feed erscheinen - ähnlich wie bei Facebook und Instagram.

Rooms-App verlangt keine Registrierung

Das Beste an der Rooms-App: Man muss sich nicht registrieren und auch keine anderen Social-Network-Konten verknüpfen. Die App wird einfach heruntergeladen und ein neuer Chatraum unter einem beliebigen Namen eröffnet. Statt über E-Mail werden neue Nutzer über einen QR-Code eingeladen, den die potenziellen Mitglieder mit dem Smartphone einscannen.

Die Rooms-App kann derzeit kostenlos im US-App Store von Apple heruntergeladen werden. Über eine mögliche Android-Version wurde bisher ebenso wenig etwas bekannt gegeben wie über den Zeitpunkt des Starts der App in Deutschland.

via www.theverge.com

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Jörn Brien
Nicht übertreiben: Die optimale Länge für Blogbeiträge, Facebook-Posts und Co. [Infografik] http://t3n.de/news/content-marketing-social-media-blog-laenge-infografik-573717/ 2014-10-22T12:54:40Z
Wie lang sollte ein Facebook-Post sein? Wie lang ein Hashtag auf Twitter, ein Podcast oder ein YouTube-Video? Wir zeigen euch eine schicke Infografik, die euch auf einen Blick verrät, was die ideale …

Wie lang sollte ein Facebook-Post sein? Wie lang ein Hashtag auf Twitter, ein Podcast oder ein YouTube-Video? Wir zeigen euch eine schicke Infografik, die euch auf einen Blick verrät, was die ideale Länge für diese oder jene Art von Content ist.

Die ideale Länge: Vom Blogbeitrag zum YouTube-Video

Guter Content überzeugt natürlich primär durch den eigentlichen Inhalt. Dennoch kann auch die Länge, beispielsweise von Überschriften oder sogar einzelnen Absätzen, einen merklichen Einfluss auf den Erfolg haben. Eine zu lange Headline wird schließlich niemand zu Ende lesen, weswegen potenziell interessierte Leser unter Umständen wichtige Informationen verpassen und erst gar nicht in den Artikel einsteigen.

Selbst auf Twitter mit seiner Beschränkung auf 140 Zeichen werden Beiträge, die aus lediglich 71 bis 100 Zeichen bestehen, tendenziell eher geteilt. Mehr ist daher nicht immer besser. Bei zu kurzen Texten fehlt euch aber wiederum der Platz, um eure Leser neugierig zu machen. Aber egal, ob es um eine Überschrift geht, einen ganzen Blog-Artikel, einen Social-Media-Post oder ein YouTube-Video: Verschiedene Studien haben untersucht, was die jeweils ideale Länge für diese oder jene Art von Content ist. In unserem Artikel „Auf die Länge kommt es an: So sieht der ideale Content für Blogs, Facebook, Twitter und Co. aus“ haben wir einige davon für euch zusammengefasst.

Die perfekte Content-Länge: Alle wichtigen Informationen auf einem Blick

Selbst wer sich ausgiebiger mit dem Thema befasst hat, wird bei den vielen verschiedenen Arten von Inhalten kaum die Empfehlungen von allen dieser Studien im Kopf haben. Dankenswerterweise haben die Social-Media-Experten von Buffer und SumAll die Ergebnisse aber jetzt in einer schicken Infografik verewigt. Hier reicht ein Blick, um die ideale Content-Länge für verschiedene Inhaltstypen abzulesen.

Ein Klick auf den untenstehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Die ideale Content-Länge. (Infografik: Buffer / SumAll)
Die ideale Content-Länge. (Infografik: Buffer / SumAll)
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Kim Rixecker
Peter Thiel: „Startups sollten nie mit anderen Firmen in Konkurrenz treten“ [Interview] http://t3n.de/news/peter-thiel-startups-sollten-nie-572953/ 2014-10-20T07:50:15Z
Peter Thiel, der milliardenschwere Mitgründer von Paypal und ein früher Investor bei Facebook, hat eine etwas unorthodoxe Art, seine Investmentziele auszuwählen.

Peter Thiel, der milliardenschwere Mitgründer von Paypal und ein früher Investor bei Facebook, hat eine etwas unorthodoxe Art, seine Investmentziele auszuwählen.

Zero to One, das neue Buch des US-Investors Peter Thiel. (Bild: Campus-Verlag)
Zero to One, das neue Buch des US-Investors Peter Thiel. (Bild: Campus-Verlag)

Thiel mag Unternehmen, die andere Investoren nicht unbedingt auf dem Radarschirm haben. Daher investierte er auch in „Wish“: Die junge E-Commerce-Firma bietet Menschen mit mittlerem Einkommen Modeartikel und andere Produkte aus China an. „Das ist eine E-Commerce-Strategie, die auf die Mittelschicht Amerikas abzielt, die Firma wächst sehr schnell und ist eine deutlich bessere Alternative als das, was den Leuten bisher zur Verfügung steht“, sagt er.

„Facebook war dafür ein frühes Beispiel, weil es keine Investoren gab, die noch an der Uni waren und die verstehen würden, wie intensiv eine Uniseite wie Facebook sein könnte. In den ersten zwei oder drei Jahren war Facebook klar unterbewertet, bevor es sich einem breiteren Publikum öffnete“, sagt er.

Thiel sprach mit der Redaktion darüber, was ein revolutionäres Unternehmen ausmacht und dass es außerhalb des Technologiebereichs nicht genug Innovation gibt.

Redaktion: Ihr Buch „Zero to One“ handelt davon, dass wirklich revolutionäre Unternehmen keine bereits existierenden Geschäftsmodelle nutzen. Was ist die wichtigste Erkenntnis aus ihrem Buch, die Sie Menschen mitgeben wollen?

Peter Thiel: Der wichtigste Gedanke des Buchs ist, dass man nicht versuchen sollte, mit Firmen in Konkurrenz zu treten, sondern sich so stark wie möglich abheben sollte. Man will Dinge tun, die einzigartig sind – man will praktisch ein Monopol schaffen. Man sollte sich von Bereichen fernhalten, wo bereits ein scharfer Wettbewerb existiert, wie in der Restaurantbranche.

Redaktion: Sie haben gesagt, dass Unternehmen überhaupt nicht in Konkurrenz stehen sollten. Aber ist der Wettbewerb nicht ein zentraler Antrieb für Innovation?

Peter Thiel: Wenn Menschen konkurrieren, konzentrieren sie sich darauf, andere auszustechen. Dann werden sie nur in dem engen Bereich besser, auf dem sie konkurrieren. Das geht oft auf Kosten der Dinge, die wichtiger oder wertvoller sind. Unser Bildungssystem bringt jungen Menschen bei, bei denselben Kriterien zu konkurrieren und sich bei denselben Top-Unis zu bewerben, wo sie um die gleichen Noten kämpfen und nach einigen wenigen Karrieren im juristischen Bereich, bei Banken und Consulting-Firmen streben.

Peter Thiel: „Wenn Menschen konkurrieren, konzentrieren sie sich darauf, andere auszustechen. Dann werden sie nur in dem engen Bereich besser, auf dem sie konkurrieren.“ (Foto: Fortune Live Media, via flickr, Lizenz CC BY-ND 2.0)
Peter Thiel: „Wenn Menschen konkurrieren, konzentrieren sie sich darauf, andere auszustechen. Dann werden sie nur in dem engen Bereich besser, auf dem sie konkurrieren.“ (Foto: Fortune Live Media, via flickr, Lizenz CC BY-ND 2.0)

Redaktion: Was halten sie von der Trennung von Ebay und Paypal, und was bedeutet sie für Zahlungssysteme?

Peter Thiel: Indem sie sich aufteilen, können sich diese Firmen besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Ich glaube, dass sich Paypal sehr genau auf sein Produkt konzentrieren muss. Im Zahlungsbereich hat es einige Innovationen gegeben, darunter Square, Stripe und Transfer Wise. Ich habe selbst in Stripe und Transfer Wise investiert. Ich glaube, dass die Zukunft des Bereichs gerade noch offen ist.

Redaktion: Glauben Sie, dass Apple Pay auf breiter Front erfolgreich sein wird?

„Apple Pay fühlt sich wie etwas an, das für riesige Mengen Menschen ein kleines bisschen besser ist.“

Peter Thiel: Da versucht jemand, etwas zu tun, das sich von der nächstbesten Lösung dramatisch unterscheidet. Das ist meistens ziemlich schwierig, weil man ein Zahlungssystem braucht, das eine große Zahl von Menschen nützlich findet. Diese sind jedoch oft sehr schwer umzusetzen. Ich glaube, es funktioniert am besten, Lösungen zu finden, die für eine kleine Zahl von Menschen dramatisch besser sind. Dort bekommt man seinen Einstieg.

Apple Pay fühlt sich wie etwas an, das für riesige Mengen Menschen ein kleines bisschen besser ist. Also glaube ich, dass es sich erst zeigen muss, ob Nutzer sich darauf einlassen. Ein kleines Startup könnte das nicht schaffen, weil es zu schwer wäre, die ersten Kunden zu finden. Vielleicht kann Apple seine Marke dazu nutzen, aber historisch ist so etwas sehr schwer zu schaffen.

Redaktion: Sie gelten als Investor des Informationszeitalters, mit Paypal, Facebook und anderen Firmen dieser Art. Aber sie beschweren sich, dass dadurch nicht genug Jobs entstehen.

Peter Thiel: Das habe ich nicht gesagt. Sondern, dass es generell nicht genug Innovation gibt. Es gibt Innovationen im IT-Sektor, und das ist der eine Teil unserer Wirtschaft, wo viele Jobs entstehen. Aber können wir das auch in anderen Bereichen schaffen? Können wir im Energie-, Medizin-, Verkehrs- und anderen Bereichen Innovationen erzielen, die etwa in den 1950er und 1960er Jahren als Technologie galten?

Peter Thiel: „Investoren übernachten eher in Fünf-Sterne-Hotels, weshalb sie Airbnb tendenziell unterschätzen.“ (Foto: Fortune Live Media, via flickr, Lizenz CC BY-ND 2.0)
Peter Thiel: „Investoren übernachten eher in Fünf-Sterne-Hotels, weshalb sie Airbnb tendenziell unterschätzen.“ (Foto: Fortune Live Media, via flickr, Lizenz CC BY-ND 2.0)

Redaktion: Sie scheinen die Eliten nicht zu mögen, aber manche sagen, dass sie zu ebendieser gehören.

Peter Thiel: Wenn Sie von den Personen reden, die dieses Land politisch und kulturell führen, dann glaube ich, dass in den USA seit den 1970er Jahren etwas schiefgelaufen ist. Die Eliten gehen zu entspannt mit der Stagnation um, weil es ihnen persönlich gut geht.

Redaktion: Sie haben schon den letzten Tech-Boom erlebt. Wie unterscheidet sich der aktuelle davon?

Peter Thiel: Ich glaube nicht, dass es derzeit eine Blase gibt, weil ich glaube, dass eine Blase ein psychosoziales Phänomen ist, das die Öffentlichkeit verrückt macht. 1998, 1999 und 2000 gab es viel IPO-Spekulation, dieses Mal jedoch nicht. Es finden weit weniger Börsengänge statt.

„Drei Viertel meines Vermögens stecken in privaten Tech-Firmen im Silicon Valley.“

Es gibt aber eine andere Blase, die noch größer ist als die in den 1990ern und 2000ern. Meine Blasenkandidaten sind Staatsanleihen, quantitative Lockerung, Gelddruckerei, und negative Realzinsen. Das berührt jeden Bereich. Doch schnell wachsende Technologieaktien sind davon so weit entfernt wie überhaupt möglich. Drei Viertel meines Vermögens stecken in privaten Tech-Firmen im Silicon Valley, und das tue ich, weil ich nirgends sonst so weit von der Staatsblase entfernt bin. Ich investiere dort, weil ich mich da vor der wahren Blase verstecken kann.

Redaktion: Welches Start-up gefällt Ihnen gerade besonders gut? Welches fliegt derzeit noch unter dem Radar aber überzeugt Sie schon jetzt?

Peter Thiel: Wir glauben, dass es hervorragende Unternehmen gibt, die Investoren selbst nicht nutzen. Deshalb investieren wir in Wish. Das Unternehmen ermöglicht es, Haushalten mit mittelgroßem Einkommen verschiedene Moden und Güter aus China zu kaufen. Das ist eine E-Commerce-Strategie, die auf die Mittelschicht Amerikas abzielt, die Firma wächst sehr schnell, und sie ist eine deutlich bessere Alternative als das, was den Leuten bisher zur Verfügung steht. Eine reifere Version dieser Art Unternehmen ist Airbnb. Auf Airbnb finden Nutzer günstigere Unterkunftsmöglichkeiten. Investoren übernachten eher in Fünf-Sterne-Hotels, weshalb sie Airbnb tendenziell unterschätzen.

Facebook ist ein frühes Beispiel dafür, weil es keine Investoren gab, die noch an der Uni waren und die verstehen würden, wie intensiv eine Uniseite wie Facebook sein könnte. In den ersten zwei oder drei Jahren war Facebook klar unterbewertet, bevor es sich einem breiteren Publikum öffnete. Das ist ein Thema, das ich immer interessant finde: in Unternehmen zu investieren, deren Produkte Investoren oft gar nicht erfahren.

Mehr Technologie-News auf wsj.de

Von Sital S. Patel

Ursprünglich publiziert bei wsj.de

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WSJ Redaktion
Zukunftsbranche sucht Nachwuchstalente: Facebook, Google und Otto präsentieren sich auf dem Online-Karrieretag 2014 http://t3n.de/news/online-karrieretag-hamburg-2014-572165/ 2014-10-16T08:12:37Z
Am Donnerstag, den 23. Oktober, startet in Hamburg der zweite Online-Karrieretag unter dem Motto „Zukunftsbranche sucht Nachwuchs“. Im Stadion des FC St. Pauli treffen rund 2.000 Teilnehmer auf …

Am Donnerstag, den 23. Oktober, startet in Hamburg der zweite Online-Karrieretag unter dem Motto „Zukunftsbranche sucht Nachwuchs“. Im Stadion des FC St. Pauli treffen rund 2.000 Teilnehmer auf Unternehmen wie Facebook, Google und Otto.

Der Online-Karrieretag, organisiert von Velvet Ventures, startet am 23. Oktober zum zweiten Mal in Hamburg. Er bietet „Young Professionals“ kostenlosen Zugang zu Vorträgen, Diskussionen und Workshops von Experten der Digitalbranche. Im Messebereich haben sie darüber hinaus die Chance, mit Unternehmen wie Facebook, Google und Otto in Kontakt zu treten. Alle teilnehmenden Aussteller präsentieren sich auf der Website zur Veranstaltung.

online-karrieretag

Kontakt zu Arbeitnehmern und -gebern der Digitalbranche

Der Online-Karrieretag richtet sich mit seinem Angebot nicht nur an Studierende und Absolventen – auch wenn sie aktuell etwa 60 Prozent der erwarteten Besucher ausmachen –, sondern auch an „Young Professionals“ mit erster Berufserfahrung. Dies erklärt auch die gleichmäßige Altersverteilung der Teilnehmer.

Die Alterstverteilung auf dem Online-Karrieretag. (Screenshot: online-karrieretag.de)
Die Alterstverteilung auf dem Online-Karrieretag. (Screenshot: online-karrieretag.de)

Besonders interessant ist die Veranstaltung vor allem für interessierte Bewerber in den Bereichen Business (BWL, Jura et cetera), Online-Marketing (Marketing, Medien et cetera), Technik (Informatik, Ingenieurwesen et cetera) und Design. Es gibt aber „auch für Quereinsteiger aus anderen Bereichen viele interessante Karrieremöglichkeiten“, versprechen die Veranstalter. Sie hoffen mit dem Online-Karrieretag den Nachwuchsproblemen der schnell wachsenden Digitalbranche entgegenzuwirken.

Auch in diesem Jahr zählt t3n zu den Ausstellern. Die Kollegen Sarah Weber und Alexander Katona präsentieren t3n Jobs, unsere Jobbörse für Webworker. Wenn ihr Lust habt, schaut vorbei – wir würden uns freuen! Und selbstverständlich halten wir für euch auch ein paar Stickerbögen und Magazine bereit.

Die kostenlose Anmeldung finden Nachwuchstalente auf Online-Karrieretag.de

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t3n Redaktion
Eizellen einfrieren für die Karriere: Apple und Facebook – geht’s noch? [Kommentar] http://t3n.de/news/eizellen-einfrieren-fuer-572157/ 2014-10-15T13:53:41Z
Seit neuestem unterstützen Apple und Facebook weibliche Angestellte, die für eine Spätschwangerschaft vorsorgen wollen. Das klingt nach einer netten Geste – ich aber habe damit ein großes Problem.

Seit neuestem unterstützen und weibliche Angestellte, die für eine Spätschwangerschaft vorsorgen wollen. Das klingt nach einer netten Geste – ich aber habe damit ein großes Problem.

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Kinderwunsch? Kann man bei Apple und Facebook jetzt auch verschieben. (Foto © AleksandarNakic – iStock.com)

Wir wir heute berichtet haben, lockt nach Facebook nun auch Apple weibliche Talente mit einem besonderen „Benefit“: Wenn Mitarbeiterinnen ihre Eizellen einfrieren lassen wollen, um sich eine Option auf eine spätere Schwangerschaft zu sichern, kommen die Unternehmen für die kostspielige Prozedur auf.

Da läuft doch etwas grundlegend schief.

Versteht mich nicht falsch: Ich will die Praxis, Eizellen für eine spätere Befruchtung einfrieren zu lassen, an dieser Stelle nicht verurteilen. Das steht mir nicht zu. Die Familienplanung gehört zu den persönlichsten Bereichen unseres Lebens – und außer dem Karrierewunsch gibt es noch viele weitere Gründe, warum Frauen dafür vorsorgen wollen, auch zu einem späteren Zeitpunkt noch ein Kind bekommen zu können (nachzulesen auch bei Steffi Dobmeier in der ZEIT).

Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die die Medizin in dieser Hinsicht heute bietet – egal, ob es auf natürlichem Wege nicht klappen will oder ob zum richtigen Zeitpunkt der richtige Partner fehlt.

Aus Liebe zu den Mitarbeiterinnen? Das kaufe ich euch nicht ab

Allein: Dass Facebook und Apple ebenfalls solche altruistischen Erwägungen im Hinterkopf hatten, als sie sich zur Einführung dieses speziellen Benefits entschieden, kaufe ich weder Cook noch Zuckerberg ab.

Okay, der Wunsch nach finanzieller Unterstützung der Maßnahme ist sowohl bei Apple als auch bei Facebook von den Mitarbeiterinnen geäußert worden. Doch ein Arbeitgeber unterstützt solche privaten Maßnahmen doch nicht, ohne sich selbst etwas davon zu versprechen. Was genau, beschreibt die Nachrichtenseite NBC News – treffend, wie ich finde: Apple und Facebook könnten sich auf diese Weise in den Augen der wachsenden Anzahl an Frauen profilieren, „die die Schlüsseljahre ihres gebärfähigen Alters ihrer widmen“. Und genau dann, wenn etwas „der Karriere gewidmet“ wird, bekomme ich ein Problem.

Ein kaputtes System wird zementiert

„Facebook und Apple gehen den Weg des geringsten Widerstands.“

Facebook und Apple machen es ihren Mitarbeiterinnen also bequemer, das Thema Familienplanung hinauszuzögern. Das spielt vor allem ihnen selbst in die Karten, denn die Frauen sind länger als volle Arbeitskräfte verfügbar. Was sie damit aber eigentlich tun, ist etwas anderes. Sie zementieren genau die Verhältnisse, die die meisten Frauen überhaupt erst vor die Frage stellen, ob sich die Sache mit dem Kinderkriegen nicht noch irgendwie aufschieben lässt: die immer noch völlig mangelhafte Vereinbarkeit von Familie und Karriere.

Damit zäumen wir das Pferd doch von hinten auf. Statt aufrichtig an Möglichkeiten zu arbeiten, mit denen sich Familie und Beruf unter einen Hut bringen lassen – Teilzeitregelungen, Job-Sharing auch in Führungspositionen, Betriebs-Kitas und, und, und – gehen Facebook und Apple den Weg des geringsten Widerstands: Sie machen ein paar Scheine locker und alles kann weiter laufen wie gehabt. Ein fatales Signal, wie auch Tapio Liller schreibt.

Apple, Facebook: Von euch hätte ich mehr erwartet

Teilzeitregelungen, Job-Sharing, Betriebs-Kitas. Es gäbe viele Möglichkeiten für Unternehmen, Familie und Beruf zusammenzubringen. (Foto: matsber / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Ob das Angebot vor allem als sinnvolle Ergänzung der unternehmerischen Familienpolitik wahrgenommen und genutzt werden wird oder eventuell auch Drucksituationen entstehen (du könntest doch auch Eizellen einfrieren – muss es denn wirklich jetzt schon ein Kind sein?), gehört momentan sicher noch ins Reich der Spekulation.

Doch allein die Tatsache, dass das Aufschieben des Kinderwunsches rein zu Karrierezwecken nun per Anreiz gefördert wird, stößt mir mehr als sauer auf – und das auch noch ausgerechnet von den Tech-Companies schlechthin, die wir uns in puncto Talentförderung und Mitarbeiterbindung immer wieder zum Vorbild nehmen. Wie hilfreich wäre es, von ihnen zu lernen, wie man sich um einen echten Kulturwandel bemüht.

Leider aber sieht es so aus, als könnten wir in puncto Familienpolitik nicht besonders viel vom Silicon Valley lernen.

Ein Hinweis zum Schluss: Es bleibt nicht aus, dass dieses Thema polarisiert. Meine Kollegin Lisa Oberndorfer hat eine etwas andere Sicht auf die in Frage stehenden Maßnahmen – ihren Artikel dazu lege ich euch ebenfalls ans Herz. 

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Lea Weitekamp
Verfolgt zu Werbezwecken: So schiebt ihr Facebook einen Riegel vor http://t3n.de/news/facebook-atlas-datenschutz-werbung-572135/ 2014-10-15T12:50:09Z
Seit neuestem nutzt Facebook die Daten seiner Kunden auch verstärkt außerhalb der Plattform, um zielgerichtet Werbung zu schalten. Wir verraten euch, was ihr dagegen unternehmen könnt.

Seit neuestem nutzt die Daten seiner Kunden auch verstärkt außerhalb der Plattform, um zielgerichtet zu schalten. Wir verraten euch, was ihr dagegen unternehmen könnt.

Mit Atlas könnte Facebook den Online-Werbemarkt aufmischen. (Screenshot: Atlas)
Mit Atlas will Facebook auch außerhalb des eigenen Netzwerks gezielte Werbeanzeigen ausliefern. (Screenshot: Atlas)

Facebook: Atlas folgt Nutzern über alle Geräte hinweg

Mit dem überarbeiteten Ad-Server Atlas, den Facebook 2013 von Microsoft übernommen hat, will das Soziale Netzwerk auch außerhalb der eigenen Plattform zielgerichtete Werbung ausliefern. Egal ob ihr in einer Smartphone-App oder über den Desktop-Rechner im Web unterwegs seid, Facebook erkennt seine Nutzer und versucht, ihnen möglichst passende Anzeigen seiner Werbekunden anzuzeigen. Dazu werden eure Daten auf mobilen und stationären Endgeräten gesammelt und zusammengefasst. Bei Bedarf können Werbetreibende sogar ihre eigenen Daten über ihre Kunden mit denen von Facebook kombinieren.

Für viele Menschen ist das ein eher befremdlicher Gedanke. Auch wenn Atlas beziehungsweise Facebook nach eigenen Angaben keine personenbezogenen Daten an seine Werbekunden weiterleitet, geht der Grad des Targetings vielen Internetnutzern zu weit. Als Facebook-Nutzer habt ihr zwar keine echte Chance, der Daten-Sammelwut des Unternehmens Einhalt zu gebieten, aber ihr könnt ihm wenigstens untersagen, diese Daten für Werbezwecke zu nutzen. Wie das geht, erklären wir euch in diesem Artikel.

Atlas by Facebook: So verhindert ihr die Nutzung eurer Daten zu Werbezwecken

Facebook und auch die Tochterfirma Atlas sind Mitglieder der Digital Advertising Alliance. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss aller großen Verbände aus dem Bereich der Internet-Werbung. Sie soll als selbstregulierendes Organ dafür sorgen, dass die Branche sich an gewisse Mindeststandards im Bezug auf den Datenschutz der Internetnutzer hält. Über ihre Internetseite stellt sie Nutzern auch eine Möglichkeit zur Verfügung, den beteiligten Unternehmen zielgerichtete Werbung zu untersagen.

Über diese Seite könnt ihr Facebook und Atlas mitteilen, dass eure Daten nicht für zielgerichtete Werbung verwendet werden sollen. (Screenshot: Digital Advertising Alliance)
Über diese Seite könnt ihr Facebook und Atlas mitteilen, dass eure Daten nicht für zielgerichtete Werbung verwendet werden sollen. (Screenshot: Digital Advertising Alliance)

Dazu müsst ihr diese Seite aufrufen. Auf der rechten Seite findet ihr eine Spalte mit der Bezeichnung „All Participating Companies“ (alle teilnehmenden Firmen). Hier müsst ihr Atlas Solutions und Facebook auswählen. Theoretisch könnt ihr aber auch direkt allen teilnehmenden Unternehmen untersagen, die über euch gesammelten Daten für zielgerichtete Werbung zu verwenden. Damit das klappt, müsst ihr allerdings jeden installierten Werbe-Blocker deaktivieren, da die Seite einen entsprechenden Cookie auf eurem Rechner speichern muss – und den würden Werbe-Blocker automatisch blockieren. Der offensichtliche Nachteil daran ist natürlich auch, dass ihr den Cookie für alle eure verwendeten Geräte setzen müsst, damit das Ganze auch wirklich funktioniert.

Android und iOS: Diese Einstellungen müsst ihr auf eurem Smartphone vornehmen

Leider seid ihr jetzt noch nicht fertig. Atlas setzt auch auf Apples Identifier for Advertising (IDFA) und die Advertising-ID von Android, um Smartphone-Nutzer identifizieren zu können. Um zu verhindern, dass darüber erhobene Daten für zielgerichtete Werbung genutzt werden, müsst ihr auch auf euren Mobilgeräten die entsprechenden Einstellungen vornehmen.

Unter Android müsst ihr auf Einstellungen > Konten > Google wechseln und „Anzeigen“ auswählen. Anschließend setzt ihr ein Häkchen unter „Interessenbezogene Anzeigen deaktivieren“. Bei iOS findet ihr das Menü unter Einstellungen > Allgemein >Einschränkungen > Datenschutz > Werbung. Dort müsst ihr „Kein Ad-Tracking“ auswählen, damit es funktioniert.

Der hier beschriebene Weg verhindert letztlich natürlich nicht, dass Facebook beziehungsweise Atlas weiterhin Daten über euch ansammeln. Nach den Datenschutzbestimmungen von Atlas müsste es allerdings ausreichen, damit eure Daten nicht mehr für zielgerichtete Anzeigen genutzt werden.

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Kim Rixecker
Kampf um Talente: Facebook und Apple zahlen Mitarbeiterinnen das Einfrieren von Eizellen http://t3n.de/news/facebook-apple-kampf-um-talente-571991/ 2014-10-15T05:05:13Z
Neue Mitarbeiter-Benefits bei den großen Tech-Arbeitgebern: Durch das Unterstützen von Spätschwangerschaften wollen Facebook und Apple mehr Frauen ins Unternehmen holen.

Neue Mitarbeiter-Benefits bei den großen Tech-Arbeitgebern: Durch das Unterstützen von Spätschwangerschaften wollen Facebook und Apple mehr Frauen ins Unternehmen holen.

Motivation für Frauen

Im Kampf um die besten Talente suchen Silicon Valleys Arbeitgeber ständig nach neuen Programmen, um potenzielle Arbeitnehmer anzuziehen. Facebook und Apple wollen jetzt mehr Frauen ins Unternehmen holen, und locken deshalb mit Spätschwangerschaften. Beide unterstützen das Einfrieren von Eizellen finanziell. Facebook tut das bereits seit Anfang des Jahres, Apple führt das Angebot ab Januar ein.

Für die Eizell-Vorsorge zahlen die beiden Unternehmen bis zu 20.000 US-Dollar. Die Behandlung kostet in den USA rund 10.000 Dollar und verursacht in den darauffolgenden Jahren Folgekosten. Mitarbeiterinnen soll damit die Chance gegeben werden, sich auf die Karriere zu konzentrieren und dem Kinderwunsch im späteren Alter nachzugehen.

Der Facebook-Campus in Kalifornien hat mehrere eigene Cafés und Restaurants. (Foto: US Department of Labor  – via flickr , Lizenz   CC BY 2.0)
Ein schöner Campus ist nicht genug: Facebook und Apple locken mit neuen Familienangeboten. (Foto: US Department of Labor – via flickr , Lizenz CC BY 2.0)

Geld für Eltern

Bei Facebook habe man den Benefit eingeführt, weil Mitarbeiterinnen verstärkt danach gefragt haben, informiert ein Sprecher. Apple sagt in einem offiziellen Statement, dass Frauen die Chance haben sollen, sowohl an ihrer Karriere zu arbeiten als auch eine Familie zu gründen.

Beide Unternehmen bieten abseits des neuen Förderprogramms auch andere finanzielle Unterstützungen für die Familienplanung. Auch für andere Fruchtbarkeitsbehandlungen sowie für Adoptionen können sich weibliche und männliche Mitarbeiter Geld holen. Facebook zahlt neuen Eltern 4.000 US-Dollar „Baby-Cash“ und schickt sie in vier Monate lang bezahlten Erziehungsurlaub - in den USA eine Seltenheit.

Eine kritische Betrachtung dieser Maßnahme findet ihr im Kommentar Eizellen einfrieren für die Karriere: Apple und Facebook – geht's noch? unserer Redakteurin Lea Weitekamp.

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via www.nbcnews.com

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Elisabeth Oberndorfer
War for Talents im Silicon Valley: Wie Facebook, Eventbrite und Atlassian um Mitarbeiter buhlen http://t3n.de/news/war-of-talents-facebook-eventbrite-atlassian-571936/ 2014-10-15T05:00:39Z
IT-Konzerne und Startups bieten viele Zusatzleistungen, um anderen Arbeitgebern im War for Talents einen Schritt voraus zu sein. Unser US-Korrespondent Andreas Weck hat bei Facebook, Eventbrite und …

IT-Konzerne und Startups bieten viele Zusatzleistungen, um anderen Arbeitgebern im War for Talents einen Schritt voraus zu sein. Unser US-Korrespondent Andreas Weck hat bei Facebook, Eventbrite und Atlassian genauer nachgefragt.

Die Tech-Branche in San Francisco und dem Silicon Valley ist ein Märchenland für deren Anhänger: Jeder kennt die Geschichten von den großartigen Büros, in dem alles bunt und hell erleuchtet ist und wo den Mitarbeitern die Wäsche gewaschen wird. Viele Unternehmen bieten Ruheräume, die zum Mittagsschlaf einladen und einen 5-Sterne-Koch, der mehrmals am Tag eine hochwertige Mahlzeit serviert. Und das alles neben einer Gehaltszahlung, die nicht weniger attraktiv ist. Die Großen im Märchenland, allen voran Google, haben es vorgemacht und die kleineren Protagonisten versuchen es so gut es geht nachzumachen. Zurückzuführen ist der Trend auf Sergej Brin, der für die Eltern unter den Google-Mitarbeiter jeweils eine Nanny bereitstellte. Damals hatte der Suchmaschinen-Dienst noch weniger als 100 Mitarbeiter, wie der Personalchef Laszlo Bock gegenüber Forbes zu berichten weiß.

Fragt man in den Unternehmen nach, warum derartige „Benefits“ im Märchenland existieren, ist die Antwort stets gleich: „Weil wir es unseren Team-Mitliedern so angenehm wie möglich machen möchten!“ – und das bedeutet in speziellen Fällen eben auch mindestens einen Gourmet-Koch in der hauseigenen Kantine anzustellen. Doch natürlich ist das nur die halbe Wahrheit. Hinter der Antwort steckt auch ein weitaus weniger prestigeträchtiger Fakt, nämlich dass hinter den Kulissen des Silicon Valleys ein bitterlicher Kampf um die besten Mitarbeiter aus Entwicklung, Design und Marketing tobt – der sogenannte „War for Talents“.

Facebook bietet medizinische Grundversorgung und Zeit für eigene Projekte

Der Courtyard in der Facebook-Zentrale in Menlo Park. (Bild Facebook)
Der Courtyard in der Facebook-Zentrale in Menlo Park. (Bild Facebook)

Die IT-Unternehmen in der Bay-Area kümmern sich gut um ihre Leute. Bei Facebook wird beispielsweise nicht nur für gutes Essen, sondern auch für eine kostenlose medizinische Grundversorgung der Team-Mitglieder im Hauptquartier gesorgt. Und das bedeutet in den USA bares Geld! Neue und alte Mitarbeiter erwartet ein gut sortiertes medizinisches Gesundheitszentrum mit einem Allgemeinmediziner, einem Zahnarzt, einem Chiropraktiker und einem Akupunkteur. Auch eine Apotheke befindet sich auf dem Campus. Wem es nicht gut geht, findet direkt an Ort und Stelle erste Hilfe. Und wer einfach nur einen Vorsorgetermin braucht, muss dafür auch nicht extra in die Stadt fahren, sondern kann sich nur einen Flur weiter kostenlos untersuchen lassen.

„Facebook-Mitarbeiter arbeiten unglaublich hart und die Vergünstigungen sollen die Arbeitsmoral unterstützen – alles ist vorhanden, so dass sie die Arbeit ohne unnötige Ablenkungen erledigen können“, verrät uns beispielsweise eine Facebook-Sprecherin aus der Firmenzentrale in Menlo Park. Dazu gehört auch, dass das Team keine festen Arbeitsstunden im Vertrag vorgesetzt bekommt und die Mitarbeiter in der Lage sind, selber zu entscheiden, ob sie vom Büro oder von einem anderen Ort aus arbeiten. Zudem ist es ihnen erlaubt, sich auch mit eigenen Nebenprojekten während der Arbeitszeit zu beschäftigen – nicht zuletzt, um für etwas Abwechslung zu sorgen. „Wir fördern diese Art von Unternehmergeist und Kreativität. Darin unterscheidet sich Facebook von vielen anderen Tech-Unternehmen“, erfahren wir im Gespräch.

Neben vielen anderen Zusatzleistungen dürfen sich vor allem aber auch die Facebook-Programmierer über ein sattes Einkommen freuen: Im vergangenen Jahr lockte das Unternehmen beispielsweise mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 118,857 US-Dollar. Facebook ist mit Sicherheit einer der interessantesten Arbeitgeber an der kalifornischen Westküste.

Eventbrite: Urlaub so viel, wie man will – oder vertreten kann

Auch das ist ein Argument im War-for-Talents: Hunde sind bei Eventbrite erlaubt. (Bild: Eventbrite)
Auch das ist ein Argument im War for Talents: Hunde sind bei Eventbrite erlaubt. (Bild: Eventbrite)

Mit einem ganz anderen Vorteil versucht Eventbrite im War for Talents zu punkten – nämlich mit der Anzahl an Urlaubstagen. Während in Deutschland den Arbeitnehmern mindestens 24 gesetzlich festgeschriebene Urlaubstage zur Verfügung stehen, dürfen Angestellte in den USA mit durchschnittlich 16 Urlaubstagen rechnen – wobei die häufig unbezahlt und vor allem nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind.

Eventbrite hält davon eher wenig und setzt völlig auf Vertrauen und Eigenverantwortung: Die Team-Mitglieder des Online-Ticket-Service dürfen selber entscheiden ob und wie lange sie Urlaub machen. Die einzige Voraussetzung ist, dass sie ihr Fernbleiben vor den Kollegen vertreten können. Kritiker behaupten dahingehend oft, dass diese Art von Urlaubsregelung eher das Gegenteil bewirkt und die Mitarbeiter gar keinen Urlaub nehmen – aus Angst vor Missgunst. Ein Eventbrite-Sprecher lässt uns jedoch wissen, dass derartige Regelungen das Ergebnis von internen Umfragen sind. „Sie orientieren sich vor allem daran, was sich unsere Kollegen wünschen, um angenehmer, kreativer und produktiver zu arbeiten“, heißt es auf Nachfrage.

Um das zu gewährleisten, gehört auch eine Vielfalt an Bequemlichkeiten im Büro dazu: Eventbrite hat beispielsweise eine eigene Vorstellung von Ergonomie am Arbeitsplatz entwickelt. Team-Mitglieder können neben dem Schreibtisch auch am Stehpult arbeiten. Viel interessanter ist jedoch, dass zur Freude der Mitarbeiter auch Arbeitsplätze in Hängematten und auf Laufbänder eingerichtet wurden. Kurios dürften auf viele Leser hingegen die Tablet- und Laptop-Halter auf dem Klo wirken – aber im Silicon Valley ist man eben hin und wieder auch etwas übermotiviert.

Atlassian: Finanzielle Bonusprogramme erhalten die Freundschaft

Atlassians Hauptquartier in San Francisco. (Bild: Atlassian)
Atlassians Hauptquartier in San Francisco. (Bild: Atlassian)

Bei Atlassian wird neben attraktiven Zusatzleistungen wie frisches Essen, hauseigenen Yoga-Kursen oder ergonomischen Arbeitsplätzen auch nicht wenig über finanzielle Zuwendungen geregelt.

So gibt es nicht zuletzt für Arbeitnehmer der Niederlassung in San Francisco ein ausgeklügeltes Bonusprogramm: Jeder Mitarbeiter, der einen neuen Angestellten für eine ausgeschriebene Stelle anwirbt, bekommt eine Belohnung von 10.000 US-Dollar zugeschreiben. Wer mehr als drei Jahre im Unternehmen ist, erhält zudem eine Gutschrift von einmalig 3.000 US-Dollar zum Monatsgehalt. Und auch das sogenannte „Kudos“-Programm knüpft an derartige Wertschätzungen an: Mitarbeiter können sich gegenseitig mit kleinen Geschenken danken – auf Kosten des Unternehmens und ohne bestimmte Begrenzungen in Bezug auf die Häufigkeit oder einer notwendigen Zustimmung eines Vorgesetzten. Jeder Mitarbeiter kann unter anderem Kino-Gutscheine oder iTunes-Karten an seinen Kollegen schicken – insofern derjenige in den Augen des Schenkers eine Belohnung verdient.

Interessant ist auch, dass Mitarbeitern zusätzlich fünf bezahlte Urlaubstage gewährt werden, um in einer Stiftung auszuhelfen oder einem bestimmten Projekt, das dem Gemeinwohl dient, unter die Arme zu greifen. „Atlassians Mitarbeiter sollen die Möglichkeit haben, sich auch gemeinnützigen Projekten zu widmen, die sie mit Leidenschaft unterstützen. Unser ‚Foundation Match’-Programm hilft ihnen dabei“, lässt uns ein Atlassian-Sprecher wissen. Ein schönes Beispiel dafür, wie Unternehmen der Gesellschaft etwas zurückgeben können.

Eizellen-Entnahme als Game-Changer im War-for-Talents: Wer hat, der kann!

Beispiele wie diese zementieren, warum das kalifornische Tech-Ökosystem den Ruf eines Märchenlands verdient. Alleine stehen Facebook, Eventbrite und Atlassian mit diesen Zuwendungen jedoch nicht. Jedes andere IT-Unternehmen, das es sich leisten kann und mit anderen Mitbewerbern um die Gunst der Mitarbeiter kämpf, gewährt derartige Benefits. Und wer hier bereits die Spitze des Eisberges erwartet, liegt verkehrt. Denn es geht auch um einiges kurioser!

So wurde erst gestern bekannt, dass Apple und Facebook es ihren weiblichen Mitarbeitern künftig ermöglichen, die eigenen Eizellen einfrieren zu lassen. Damit reagieren die IT-Konzerne auch auf den Umstand, dass sich viele Frauen an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben oft für ein Kind und gegen die eigene Karriere entscheiden. Mit der Zusatzleistung – die in der Presse bereits als „Game-Changer“ im War-for-Talents gefeiert wird – lässt sich der eigene Nachwuchs auf später verschieben. Diesen Vorteil lassen sich die Unternehmen einiges kosten: Ab 10.000 US-Dollar kostet es die Eizellen zu entnehmen. Hinzukommen 500 US-Dollar pro Jahr für die Speicherung. Wer hat, der kann!

t3n im Silicon Valley

Andreas Weck_kleinAndreas Weck berichtet für t3n aus San Francisco und dem Silicon Valley über neue Trends, spannende Tools und interessante Orte des Tech-Epizentrums. Auf Facebook, Instagram und Twitter kriegt ihr weitere Eindrücke von der Westküste.

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Andreas Weck
Edward Snowden: „Vernichtet eure Dropbox, vermeidet Facebook und Google“ http://t3n.de/news/snowden-dropbox-interview-571445/ 2014-10-13T09:56:44Z
In einem Interview im Rahmen der Präsentation des Dokumentarfilms „Citizenfour“ hat Edward Snowden noch einmal eindringlich vor dem Benutzen von Services wie Dropbox gewarnt. Facebook und Google …

In einem im Rahmen der Präsentation des Dokumentarfilms „Citizenfour“ hat noch einmal eindringlich vor dem Benutzen von Services wie gewarnt. und seien „gefährliche Dienste“.

Edward Snowden im Interview über Dropbox, Google und Co. (Screenshot: YouTube/The New Yorker)
Edward Snowden im Interview über Dropbox, Google und Co. (Screenshot: YouTube/The New Yorker)

Mehr als ein Jahr nach den ersten NSA-Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden hat beim 52. New Yorker Filmfestival der Dokumentarfilm „Citizenfour“ Premiere gefeiert, in dem Filmemacherin Laura Poitras noch einmal einen Blick zurückwirft. Poitras war gemeinsam mit Guardian-Journalist Glenn Greenwald in Hongkong, als Snowden erstmals von seinen Erkenntnissen berichtete.

Snowden: „Dropbox gehört auf die Abschussliste“

In einem aktuellen Interview mit dem New Yorker hat Snowden nun noch einmal all jenen Tipps gegeben, die ihre Privatsphäre weiterhin wahren wollen. Deutlichster Ratschlag: „Werdet Dropbox los, der Service unterstützt keine Verschlüsselung, er schützt nicht eure privaten Dateien.“ Stattdessen sollen Nutzer zu Konkurrenten wie SpiderOak greifen.

Allerdings hatte Dropbox auf ähnliche Anschuldigungen im Juni in einem Blogeintrag reagiert und klargestellt, dass alle Dateien auf dem Weg zwischen Computer und den Dropbox-Servern verschlüsselt würden, auch auf den Servern selbst lägen die Dateien verschlüsselt vor. Der Unterschied zu SpiderOak: Hier werden die Daten bereits auf dem Computer des Nutzers verschlüsselt.

Zudem warnte Snowden noch wiederholt vor Facebook und Google. Obwohl diese ihre Sicherheit verbessert hätten, seien sie immer noch „gefährliche Services“. Etwas befremdlich ist allerdings, dass das Interview offenbar via Google Hangouts geführt wurde. Jedenfalls prangt im YouTube-Video das Google+-Hangouts-Logo. Darüber hinaus empfahl Snowden allen, denen der Schutz ihrer Privatsphäre wichtig ist, keine unverschlüsselten Nachrichten zu senden, sondern dafür Dienste wie RedPhone und Silent Circle zu nutzen.

Gibt es noch einen Whistleblower?

In dem Dokumentarfilm über Edward Snowden, der erstmals am 27. Oktober 2014 - als Eröffnungsfilm des Filmfestivals DOK Leipzig - zu sehen sein soll, enthüllt Snowden nicht nur, dass die US-Behörden weltweit 1,2 Millionen Menschen direkt ausspähen, sondern auch, dass US-Drohneneinsätze auch über den US-Militärstützpunkt in Ramstein koordiniert würden. Die spannendste neue Information ist aber wohl, dass es neben Snowden noch einen weiteren Whistleblower existieren soll, der aktuell seine Erkenntnisse weitergebe.

Trailer „Citizenfour“

via techcrunch.com

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Jörn Brien
Pigshell: Die Kommmandozeile fürs Web http://t3n.de/news/pigshell-kommandozeile-web-terminal-571449/ 2014-10-13T09:01:17Z
Pigshell stellt Web-Ressourcen als Dateien dar. Dazu gehören auch Daten von Facebook, Dropbox, Google Drive oder eurem Rechner. Über eine Kommandozeile könnt ihr direkt mit ihnen arbeiten.

Pigshell stellt Web-Ressourcen als Dateien dar. Dazu gehören auch Daten von , , oder eurem Rechner. Über eine Kommandozeile könnt ihr direkt mit ihnen arbeiten.

Pigshell ist ein Terminal für das Web. (Screenshot: Pigshell)
Pigshell ist ein Terminal für das Web. (Screenshot: Pigshell)

Pigshell: Ein Terminal für das Web

Pigshell ist eine Web-App die euch über ein Terminal-Interface Zugriff auf Web-Ressourcen ermöglicht. Dazu gehören öffentliche Daten wie auch private Daten von euren Konten auf Facebook, Google Drive oder Dropbox. Ähnlich wie bei dem Betriebssystem Plan 9 werden alle Ressourcen als Dateien behandelt – also beispielsweise auch eure Facebook-Freunde. Über die integrierte Skript-Sprache könnt ihr mehr oder weniger komplexe Operationen ausführen.

Theoretisch könnt ihr Pigshell direkt im Browser ohne zusätzliche Software nutzen. Dennoch empfiehlt sich die Installation der Psty Server-Software. Die beinhaltet einen lokalen Datei-Server, mit dem ihr auf die Dateien auf eurem Rechner zugreifen könnt. Außerdem ist Psty auch ein HTTP-Proxy-Server. Mit ihm umgeht ihr die Beschränkungen die JavaScript-Apps im Browser haben. Zu guter Letzt ist Psty auch ein Websocket-Server. Dank ihm kann jede Unix-App die stdin/stdout verwendet Teil einer Pigshell-Pipeline werden.

Pigshell bietet einen interessanten Anatz zum Umgang mit Web-Ressourcen. (Screenshot: Pigshell)
Pigshell bietet einen interessanten Anatz zum Umgang mit Web-Ressourcen. (Screenshot: Pigshell)

Pigshell bietet ein ungewöhnliche Möglichkeit zum Umgang mit dem Web

Ein simples Anwendungsbeispiel für den Einsatz von Pigshell in Kombination mit Psty wäre die Verwendung von ImageMagick zur Umwandlung eines Bildes aus dem Web in ein anderes Format. Das würde in Pigshell so aussehen:

pig> cat http://pigshell.com/sample/oslogos.png | wsh convert -implode 1 - - | to -g canvas

Wer sich für Pigshell interessiert, sollte zunächst diese Einführung lesen. Pigshell ist Open-Source und steht unter der freien GNU-GPL. Ihr findet den Quellcode von Pigshell auf GitHub. Die Terminal-App bietet eine interessante Art und Weise mit dem Web umzugehen – fernab von jeglichen Frontend-Spielereien. Kommandozeilen-Junkies sollten also ruhig mal einen Blick riskieren.

via news.ycombinator.com

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Kim Rixecker