Google | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Google 2014-11-28T09:00:03Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/google Material Design im Einsatz: Hier findet ihr schicke und gelungene Beispiele http://t3n.de/news/material-design-beispiele-581707/ 2014-11-28T09:00:03Z
MaterialUp sammelt gelungene Beispiele für den Einsatz von Googles neuer Designsprache Material Design. Außerdem finden sich auf der Website hilfreiche Links zu Frameworks, Templates und mehr.

MaterialUp sammelt gelungene Beispiele für den Einsatz von Googles neuer Designsprache Material Design. Außerdem finden sich auf der Website hilfreiche Links zu Frameworks, Templates und mehr.

Material Design: MaterialUp serviert euch schicke Beispiele für den Einsatz von Googles neuer Designsprache. (Grafik:  Aurélien Salomon / MaterialUp)
Material Design: MaterialUp serviert euch schicke Beispiele für den Einsatz von Googles neuer Designsprache. (Grafik: Aurélien Salomon / MaterialUp)

Material Design: Googles neue Designsprache

Im Rahmen der I/O-Entwicklerkonferenz 2014 hat Google die neue Designsprache Material Design vorgestellt. Sie setzt vor allem auf großflächige Elemente, kontrastreiche Farben sowie Icons und Schriften als tragende Designelemente. Wer sehen möchte, welche Web- oder Android-Apps bereits die Designsprache einsetzen, der kann einen Blick auf MaterialUp werfen: Auf der Website versammelt der in Deutschland lebende französische Gründer Matthieu Aussaguel schicke Beispiele für Apps, die Googles Designvorgaben folgen.

Auf der MaterialUp-Website lassen sich die Beispiele nach Websites, Mobile-Apps und Designkonzepten sortieren. In jeder Kategorie gibt es verschiedene Beispiele, auch wenn der Bestand in der kommenden Zeit sicherlich noch wachsen wird. Wer möchte, kann Aussaguel auch weitere Material-Design-Beispiele zur Aufnahme in die Sammlung vorschlagen.

Material Design: MaterialUp verlinkt auf Frameworks, Templates und andere Ressourcen

Neben den vielen Beispielen findet ihr auf MaterialUp auch eine Sammlung verschiedener Designressourcen. Hier gibt es Links zu Frameworks, Templates, Icon-Sets und weiteren Google-Ressourcen. Damit habt ihr auch gleich eine Möglichkeit, selbst mit Material Design durchzustarten.

Wenn ihr euch für die Designsprache interessiert, solltet ihr einen Blick auf unsere Artikel „Leitfaden für Material Design: Google veröffentlicht Style-Guide für Android-Apps“ und „Material Design: Google veröffentlicht 750 kostenfreie SVG-Icons“ werfen.

via www.producthunt.com

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Kim Rixecker
EU versus Google: Straßburg will Google aufspalten http://t3n.de/news/eu-google-strassburg-google-581575/ 2014-11-27T15:26:45Z
Mit deutlicher Mehrheit hat sich das EU-Parlament dafür ausgesprochen, Suchmaschinen von anderen Diensten zu trennen. Das Votum hat keine konkreten Folgen für Google – es erhöht aber den Druck …

Mit deutlicher Mehrheit hat sich das EU-Parlament dafür ausgesprochen, Suchmaschinen von anderen Diensten zu trennen. Das Votum hat keine konkreten Folgen für Google – es erhöht aber den Druck auf die EU-Kommission.

EU-Parlament schießt gegen Google: Straßburg fordert neutrale Suchergebnisse

Die Abgeordneten des Europaparlaments wünschen sich stärkere politische Kontrollen für Suchmaschinenbetreiber. In einem heute (27. November 2014) verabschiedeten Beschluss rufen die EU-Parlamentarier die Europäische Kommission dazu auf, „jeglichen Missbrauch bei der Vermarktung von verknüpften Dienstleistungen durch Suchmaschinenbetreiber zu unterbinden“. Der entsprechende Antrag wurde mit einer Mehrheit von 384 Ja-Stimmen angenommen. 174 Abgeordnete votierten gegen den Antrag – 56 Parlamentarier enthielten sich.

Langfristig sei auch die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, Suchmaschinen wie Google von anderen Dienstleistungen „zu entkoppeln“, heißt es in der Presse-Erklärung des Europäischen Parlaments. Damit sprechen sich die Abgeordneten für eine mögliche Zerschlagung von Google aus. Akut besteht für den Suchgiganten aus dem kalifornischen Mountain View allerdings keine Gefahr durch das Straßburger Votum. Es handelt sich vielmehr um eine Willenserklärung der Parlamentarier, mit der Druck auf die EU-Kommission ausgeübt werden soll.

Das EU-Parlament hat sich für eine mögliche Zerschlagung von Google ausgesprochen. (Foto: J. Patrick Fischer / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)
Das EU-Parlament hat sich für eine mögliche Zerschlagung von Google ausgesprochen. (Foto: J. Patrick Fischer / Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE)

EU will Chancengleichheit in Googles Suchergebnissen durchsetzen

Im Kern geht es in der Auseinandersetzung zwischen der EU und Google darum, ob der Suchgigant seine marktbeherrschende Stellung dazu missbrauche, die eigenen Angebote gegenüber Konkurrenten in der Darstellung der Suchergebnisse zu bevorzugen. Gemeint sind beispielsweise Kartendienste oder Bewertungen lokaler Unternehmen. Der zuständige EU-Kommissar für die Digitalwirtschaft, Günther Oettinger, hat laut Presseberichten schon am Dienstag erklärt, Google notfalls mit Auflagen zu einer fairen Behandlung von Konkurrenten zu zwingen. Pläne zur Aufspaltung des Konzerns soll der CDU-Politiker jedoch als „Instrumente der Planwirtschaft“ abgetan haben.

Kritik kommt derweil vor allem von US-amerikanischen Spitzenpolitikern, die eine Diskriminierung amerikanischer Unternehmen auf dem europäischen Markt wittern. Außerdem berichtet die New York Times über einen möglichen Interessenkonflikt beim deutschen EU-Abgeordneten Andreas Schwab, der federführend an dem Entschluss mitgewirkt hat. Schwab soll jährliche Beraterhonorare von einer deutschen Anwaltskanzlei erhalten haben, zu deren Mandanten auch der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) gehört. Der wiederum gehört zu den Beschwerdeführern in den laufenden EU-Wettbewerbsermittlungen gegen Google. Laut Schwab selbst soll es jedoch keinen Zusammenhang zwischen diesen Tätigkeiten geben.

via www.heise.de

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Kim Rixecker
Ein „Spotify“ für Apps? Opera bietet App-Stores mit Abo-Modell http://t3n.de/news/opera-subscription-mobile-store-581392/ 2014-11-27T10:10:05Z
Das für seine Browser bekannte IT-Unternehmen Opera hat am gestrigen Mittwoch die sogenannten „Subscription Mobile Stores“ präsentiert. Nutzer erhalten darin für einen wöchentlichen Beitrag …

Das für seine Browser bekannte IT-Unternehmen Opera hat am gestrigen Mittwoch die sogenannten „Subscription Mobile Stores“ präsentiert. Nutzer erhalten darin für einen wöchentlichen Beitrag vollen Zugriff auf alle enthaltenen Applikationen.

Nachdem Opera in der vergangenen Woche den „Ovi Store“ von Nokia übernommen hat, hat das norwegische Unternehmen eine überraschende Neuerung angekündigt: den „Opera Subscription Mobile Store“. Unternehmen können mit dieser kompliziert klingenden Lösung die verfügbaren Applikationen des Opera Stores unter eigener Flappe in App-Stores kuratieren und an ihre Kunden vertreiben. Sie sparen sich dadurch den kostspieligen Aufbau einer eigenen Infrastruktur, verfügen über eine relativ große Auswahl an Applikationen und werden an den generierten Umsätzen beteiligt.

Opera setzt auf Abomodell im Wochenrhytmus

Anders als bei beispielsweise Apple oder Google sollen Nutzer eines solchen Stores nicht für jede einzelne Applikation zahlen. Stattdessen forciert Opera ein Abomodell, das durch wöchentlich anfallende Zahlungen die Nutzung aller verfügbaren Applikationen ermöglicht. Die bei Entwicklern beliebten In-App-Zahlungen soll es nicht geben.

Abonnements statt Einmalzahlungen: Kann das funktionieren? (Grafik: Opera)
Abonnements statt Einmalzahlungen: Kann das funktionieren? (Grafik: Opera)

Erste Versionen dieser White-Label-Stores sind bereits in Russland, der Ukraine und Brasilien aktiv. Die dort für Nutzer anfallenden Kosten liegen unter einem US-Dollar pro Woche.

Opera verfügt seit der Übernahme des „Ovi Store“ gemessen an der Auswahl an Applikationen den drittgrößten Store. Unternehmen stehen über das neue Angebot zwischen einem und drei Zehntel der insgesamt 300.000 Applikationen zur Verfügung.

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Lars Budde
Die Macht der Omnibox: Wie die Chrome-Suchleiste eure Produktivität erhöhen kann http://t3n.de/news/google-chrome-omnibox-581280/ 2014-11-26T15:32:23Z
Im Rahmen unserer Themenwoche Produktivität zeigen wir euch, wie ihr das Optimum aus der Such- und Adressleiste des Chrome-Browsers holt. Denn die Omnibox kann mehr als euch zur Google-Suche zu …

Im Rahmen unserer Themenwoche Produktivität zeigen wir euch, wie ihr das Optimum aus der Such- und Adressleiste des Chrome-Browsers holt. Denn die Omnibox kann mehr als euch zur Google-Suche zu bringen.

Jeder Chrome-Nutzer kennt sie: die Omnibox. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Kombination aus Adress- und Suchleiste. Sie zeigt euch die URL der gerade geöffneten Website an, und wenn ihr einen beliebigen Begriff in die Leiste eingebt, führt sie standardmäßig eine Google-Suche durch. Aber ihr könnt die Omnibox auch noch genauer an eure Bedürfnisse anpassen. Dadurch könnt ihr Zeit sparen und letztlich eure Produktivität erhöhen. Wie das geht und welche Tools euch dabei helfen, erfahrt ihr in dem folgenden Artikel.

Chrome: Die Omnibox eignet sich für als nur zum Googeln

Chrome: Per Rechtsklick könnt ihr jedes Suchfeld zur Omnibox hinzufügen. (Screenshot: Chrome)
Chrome: Per Rechtsklick könnt ihr jedes Suchfeld zur Omnibox hinzufügen. (Screenshot: Chrome)

Ihr könnt jedes Suchfeld per Rechtsklick zur Omnibox hinzufügen, indem ihr den entsprechenden Menüeintrag auswählt. Dabei ist es sinnvoll, unter Suchkürzel eine möglichst kurze aber auch gut merkbare Buchstabenkombination auszuwählen. Die benötigt ihr später, wenn ihr statt über Google die neu hinzugefügte Suche verwenden möchtet. Wenn ihr für die Wikipedia-Suche beispielsweise das Kürzel „w“ auswählen würdet, könntet ihr das Online-Lexikon zukünftig mittels w [Suchbegriff] durchforsten.

Chrome: Das Suchkürzel sollte möglichst kurz aber prägnant sein. (Screenshot: Chrome)
Chrome: Das Suchkürzel sollte möglichst kurz aber prägnant sein. (Screenshot: Chrome)

Alternativ dazu könnt ihr auch über die Einstellungen des Chrome-Browsers neue Suchmöglichkeiten anlegen. Hier könnt ihr auch nachträglich das gewählte Suchkürzel ändern oder die Standardsuchmaschine ändern. Dazu müsst ihr unter Einstellungen auf „Suchmaschinen verwalten...“ klicken.

Chrome: In den Einstellungen könnt ihr eure gespeicherten Suchen anpassen. (Screenshot: Chrome)
Chrome: In den Einstellungen könnt ihr eure gespeicherten Suchen anpassen. (Screenshot: Chrome)

Damit wir euch ein wenig Arbeit abnehmen, findet ihr im Folgenden eine kleine Liste von möglichen Suchen für eure Omnibox.

Google Bilder: http://images.google.de/images?hl=de&q=%s&btnG=Bilder-Suche&gbv=2&aq=f&oq=

Google Übersetzer: http://translate.google.com/?source=osdd#auto|auto|%s

Google Drive: https://drive.google.com/#search/%s

Gmail: https://mail.google.com/mail/u/0/?pli=1#search/%s

Wikipedia (Deutsch): http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Suche?search=%s

Wikipedia (Englisch): http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Special%3ASearch&search=%s&go=Go

Wiktionary: http://de.wiktionary.org/wiki/Spezial:Suche?search=%s&go=Suche

Duden: http://www.duden.de/suchen/dudenonline/%s

dicc.cc-Wörterbuch: http://www.dict.cc/?s=%s

LEO Englisch/Deutsch: http://dict.leo.org/?lp=ende&from=fx3&search=%s

DHL-Sendungsverfolgung: http://nolp.dhl.de/nextt-online-public/set_identcodes.do?lang=de&idc=%s

YouTube: http://www.youtube.com/results?search_query=%s&search_type=&aq=f

Creative-Commons-Bilder auf Flickr: http://search.creativecommons.org/?query=%s&comm=&deriv=&engine=flickr

t3n.de: http://t3n.de/search?q=%s

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Chrome: Die Omnibox mit Erweiterungen noch mächtiger machen

Mit den folgenden Chrome-Erweiterungen könnt ihr noch mehr aus der Omnibox holen. So erlaubt euch „Omnibox Site Search“ beispielsweise, durch die Eingabe von site vor eurem Suchbegriff nur die aktuell geöffnete Website nach dem Keyword zu durchsuchen.

Mit „Omnibox Twitter“ könnt ihr direkt auf das Profil eines Twitter-Nutzers springen. Dazu müsst ihr lediglich ein @ vor seinen Namen stellen.

„Switch Tab“ ist vor allem für Nutzer interessant, die häufig viele offene Tabs haben. Durch die Erweiterung könnt ihr zukünftig die Suche benutzen, um ein Tab zu finden.

Switch to Tab
Download @
Chrome Web Store
Entwickler: Unbekannt
Preis: Kostenlos

„History Search“ erlaubt euch, den eigenen Browserverlauf zu durchsuchen.

History Search
Download @
Chrome Web Store
Entwickler: Unbekannt
Preis: Kostenlos

Der „Omnibox Timer“ ist eine einfache Stoppuhr, die ihr über die Suchleiste von Chrome steuern könnt.

Omnibox Timer
Download @
Chrome Web Store
Entwickler: Unbekannt
Preis: Kostenlos

Sogar E-Mails könnt ihr direkt über die Omnibox verfassen. Dazu benötigt ihr die Erweiterung „Send from Omnibox“.

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Kim Rixecker
Apple sucht neuen Suchmaschinen-Partner: Droht Google nach Firefox auch das Safari-Aus? http://t3n.de/news/apple-partner-suchmaschine-581142/ 2014-11-26T09:17:36Z
Momentan ist Google als Standard-Suchmaschine für die Apple-Betriebssysteme Mac und iOS voreingestellt. Der Vertrag läuft aber 2015 aus – und Googles Wettbewerber sind schon in Lauerstellung.

Momentan ist Google als Standard-Suchmaschine für die Apple-Betriebssysteme Mac und iOS voreingestellt. Der Vertrag läuft aber 2015 aus – und Googles Wettbewerber sind schon in Lauerstellung.

Google: Nur noch bis 2015 Standard-Suchmaschine für Mac und iOS

Erst letzte Woche musste Google einen empfindlichen Rückschlag verkraften: Statt den bereits seit zehn Jahren laufenden Vertrag mit dem Suchmaschinen-Riesen zu verlängern, entschloss sich Mozilla überraschend, in den USA von nun an Yahoo als Standard-Suchmaschine im Firefox-Browser zu nutzen. Auch in Russland und China setzt Mozilla künftig auf andere Anbieter als Google.

Noch ist Google die Standard-Suchmaschine in Safari. (Screenshot: t3n)
Noch ist Google die Standard-Suchmaschine in Safari. (Screenshot: t3n)

Schon in wenigen Monaten könnte Google ein weiteres Mal aufs Abstellgleis geschoben werden. 2015 nämlich läuft der Vertrag mit Apple aus, der Google die Position als voreingestellte Suchmaschine im Apple-Browser Safari sichert. Wie das US-Portal The Information berichtet, sind sowohl Yahoo als auch Microsoft durchaus interessiert daran, Google im nächsten Jahr abzulösen – erste dahingehende Gespräche seien bereits geführt worden.

Schon seit 2013 stellt Microsoft die Siri-Suchmaschine

Und tatsächlich wäre es nicht der erste Abschied von Googles Diensten, den Apple durchführt: Schon seit iOS 6 sind die Apps YouTube und Google Maps nicht mehr auf Apple-Geräten vorinstalliert. Und seit dem Release von iOS 7 2013 nutzt der Apple-Sprachassistent Siri standardmäßig Microsofts Suchmaschine Bing.

Dies muss aber noch lange nicht heißen, dass Microsoft auch in puncto Safari das Rennen macht. Apples Kriterien für die Wahl des künftigen Suchmaschinen-Partners liegen, wie Golem berichtet, in der Qualität der Suchmaschine sowie in den gewährten Anteilen an den entsprechenden Werbeeinnahmen. In dieser Hinsicht dürften also sowohl Google als auch Yahoo, die gerade erst Mozilla von der Qualität ihrer Suchmaschine überzeugen konnten, noch ein Wörtchen mit zu reden haben. Der Ausgang der Gespräche ist damit wohl noch völlig offen.

via www.golem.de

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Lea Weitekamp
„Wir sind so etwas wie das neue Google!“ – Diese Phrasen können sich Gründer vor Investoren sparen http://t3n.de/news/startup-gruender-phrasen-581072/ 2014-11-26T06:30:10Z
Ihr seid das neue Google? Habt keine Konkurrenz und eure Investoren stehen Schlange? Dann hört besser auf mit dem leeren Gründergeschwätz. 7 Phrasen, die unter Garantie kein Investor hören will.

Ihr seid das neue Google? Habt keine Konkurrenz und eure Investoren stehen Schlange? Dann hört besser auf mit dem leeren Gründergeschwätz. 7 Phrasen, die unter Garantie kein Investor hören will.

1. „Wir sind so etwas wie das neue Google!“

(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)
(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)

Ihr baut also Suchmaschinen, Browser, Smartphones, Tablets, Betriebssysteme, E-Mail-Clients, Kartendienste, Soziale Netzwerke und selbstfahrende Autos? Wohl kaum. Wie auch einst die Google-Gründer fängt jedes Startup sprichwörtlich klein an – mit nur einer einzigen und infolge einer entsprechenden Validierung entwickelten Produktidee. Vorbilder sind okay, aber vergrault Investoren nicht durch waghalsige wie unnötige Vergleiche, die eurem Produkt das Gesicht nehmen. Konzentriert euch auf euer Produkt: Was tut es, welches Problem löst es?

2. „Konkurrenz? Wir haben den Markt kreiert!“

(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)
(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)

Tatsächlich? Dann seid ihr wahrscheinlich auf einem sehr unattraktiven (zu kleinen) Markt unterwegs. Wer seine Idee im Vorlauf des ersten Investorengesprächs hinreichend validiert, wird feststellen, dass es fast immer ernstzunehmende Konkurrenz für das eigene Produkt gibt. Trifft dies nachweislich nicht zu, bedenkt: Große Unternehmen aus angrenzenden Geschäftsfeldern sind immer in der Lage, eure Vorhaben mit viel Geld und einem langen Atem im Keim zu ersticken. Zumeist sind Phrasen wie diese aber ohnehin Ergebnis unzureichender Recherche. Also: Konkurrenz benennen und Investoren zeigen, was ihr besser macht.

3. „Wir haben es innerhalb von nur 4 Wochen geschafft, zur führenden Plattform für … zu werden!“

(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)
(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)

Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune, ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt. Das kennen wir schon – nicht nur von Pipi Langstrumpf. Auch bei Startups ist immer wieder zu beobachten, wie sich das eigene Nischendasein zum Marktführer hochgerechnet wird. Wer glaubt, so Journalisten geschweige denn Investoren beeindrucken zu können, irrt jedoch. Vor allem Venture-Kapitalisten und Business-Angels kennen die Segmente, in die sie ihr Geld investieren, sehr genau. Deshalb der Rat: Verzichtet auf solche Milchmädchenrechnungen. Zeigt Investoren lieber das wirkliche Marktpotenzial und die Konkurrenten auf, die ihr mit eurem Produkt langfristig angreifen wollt.

4. „Wir wachsen monatlich um 20 Prozent – organisch!“

(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)
(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)

Das dürfte das Investorenherz tatsächlich höher schlagen lassen – aber nicht lange. Spätestens wenn nach den genauen Relationen gefragt wird, könnte es peinlich werden. Immerhin entsprechen zwölf statt zehn App-Downloads im Vergleich zum Vormonat genauso 20 Prozent Zuwachs wie 120.000 zu 100.000 Downloads. Vorsichtig sollte man außerdem mit der beliebten Bezeichnung „organisch“ sein: Nur weil Freunde und die eigene Familie das Produkt nutzen, ist dies noch lange kein Beweis für ein tragfähiges Geschäftsmodell. Deshalb der Tipp: Kenne deine Zahlen gut und verkaufe sie auch so.

5. „Das Ding ist patentiert!“

(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)
(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)

Ein Luftschloss erster Güte. Patente avancieren für Startups immer mehr zu zahnlosen Tigern. Nicht nur, weil sie inzwischen jeder mit etwas Aufwand zur Genehmigung einreichen kann – vor allem eben dieser Prozess dauert oft mehrere Monate bis wenige Jahre. Eine Wette auf Zeit, die Investoren bei einem wachstumshungrigen Geschäftsmodell nur ungern eingehen wollen. Sofern das Patent nicht ohnehin nur eine kleine technologische Nische abdeckt, sollten Gründer auch die Gefahr potenzieller Rechtsstreitigkeiten mit Global Playern nicht verkennen. Die haben dafür in jedem Fall die besseren Anwälte – und bis über Sieg oder Niederlage entschieden ist, ist eurem Startup längst die Puste ausgegangen.

6. „Investoren wie Frank Thelen stehen Schlange!“

(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)
(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)

Das kommt ganz darauf an, was man unter Investoreninteresse versteht. Einen Tweet? Eine E-Mail? Ein Anruf? Ein Mittagessen? Naja, es liegt in der Natur der Sache, dass Investoren umtriebig sind und sich unter Umständen proaktiv über euch informieren. Schließlich träumen sie vom nächsten großen Deal und versuchen wortwörtlich den frühen Vogel zu mimen. Fakt ist: Solange kein Term Sheet im Briefkasten liegt, ist jede Interaktion mit einem Investor ohne Wert – und eine Phrase wie diese gegenüber einem Investor ohnehin respektlos.

7. „Ans Geld verdienen denken wir später!“

(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)
(Grafik: © ojogabonitoo – istockphoto.com)

Eine populäre Strategie. Unternehmen wie Facebook oder Instagram haben es vorgemacht. Die ernüchternde Wahrheit aber ist: Das sind Einzelfälle. One-Hit-Wonder. Tatsächlich scheitert die Mehrheit aller Startups, weil sich die Gründer nicht von Beginn an überlegen, wie sie mit ihrem Produkt auf lange Sicht Geld verdienen wollen. Das aber ist wichtig, um Investoren zumindest von der eigenen Expertise zu überzeugen. Schließlich möchte niemand die Katze im Sack kaufen.

Fazit: Seid authentisch und ehrlich!

Es sollte nicht überraschen, dass diese Phrasen auch abseits von Investorengesprächen – etwa auf Konferenzen oder gegenüber Journalisten – absolutes Tabu sind. In der Sache sind diese Beispiele daher als Appell zu verstehen, den gesamten Gründungsprozess – von der Idee über die Finanzierung bis hin zum Exit – ernst zu nehmen und vor allem Investoren nicht in ihrer Expertise zu unterschätzen. Durch die tägliche Arbeit mit Gründern aus allen Bereichen verfügen Venture-Kapitalisten und Business-Angels nämlich über eine sehr gute Menschenkenntnis.

Oft machen für Investoren gerade bei frühen Startup-Beteiligungen ohne fertiges Produkt die Gründertypen den entscheidenden Unterschied aus. Hier gewinnt, wer authentisch, verlässlich und ehrlich ist. So steht die erste Investorenbeziehung auf einem stabilen Fundament und man bringt sich nicht für künftige Finanzierungsrunden in Verruf.

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Daniel Hüfner
Google for Work: Zwei Tools für mehr Sicherheit http://t3n.de/news/google-work-sicherheit-580730/ 2014-11-25T06:02:55Z
Google hat Nutzern von Google for Work zwei Tools spendiert, die für mehr Sicherheit sorgen sollen: das Geräte- und Aktivitäten-Dashboard sowie den Security Wizard.

Google hat Nutzern von Google for Work zwei Tools spendiert, die für mehr Sicherheit sorgen sollen: das Geräte- und Aktivitäten-Dashboard sowie den Security Wizard.

Unter Google for Work sind für den geschäftlichen Alltag optimierte Google-Lösungen zusammengefasst. Hier geht es etwa darum, sich mit Mitarbeitern zu vernetzen und zusammenzuarbeiten, Apps zu verwalten und relevante Informationen zu finden. Ein wichtiger Faktor ist die Sicherheit. Die will Google nun auch im Unternehmensumfeld mit zwei neuen Tools, dem Geräte- und Aktivitäten-Dashboard sowie dem Security Wizard, steigern.

Google will Sicherheit im Geschäftsbereich verbessern

Die beiden Sicherheitslösungen sind aus dem privaten Bereich bereits bekannt. Im Geräte- und Aktivitäten-Dashboard wird angezeigt, welche Geräte in den vergangenen 28 Tagen auf einen Google-for-Work-Account zugegriffen haben oder aktuell damit angemeldet sind. Damit behält man nicht nur den Überblick über die Geräte und kann nicht genutzte Geräte abmelden, sondern es besteht die Möglichkeit, sofort das Passwort zu ändern, wenn ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt werden.

Google for Work: Sicherheit steht ganz oben auf der Prioritätenliste. (Screenshot: Google)
Google for Work: Sicherheit steht ganz oben auf der Prioritätenliste. (Screenshot: Google)

Der neue Security Wizard soll es Google-for-Work-Nutzern erleichtern, Schritt für Schritt ihre Sicherheitseinstellungen zu optimieren - etwa durch die Angabe von alternativen Kontaktinformationen, das Beobachten von Aktivitäten oder die Kontrolle von Berechtigungen im Account. Zugang zum neuen Security Wizard findet ihr hier.

„Die Sicherheit in der Cloud ist eine gemeinsame Verantwortung, und die Informationen Ihres Unternehmens zu sichern, gehört zu unserem Tagesgeschäft. Indem wir die Nutzer stärker auf ihre Sicherheitseinstellungen und die Aktivitäten auf ihren Geräten hinweisen, können wir gemeinsam daran arbeiten, uns die bösen Jungs vom Hals zu halten“, erklärt Eran Feigenbaum, Sicherheitschef von Google for Work, in einem entsprechenden Blogeintrag.

via venturebeat.com

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Jörn Brien
Werbefrei surfen: Google testet Bezahlmodell mit verschiedenen Publishern http://t3n.de/news/werbefrei-surfen-google-contributor-580485/ 2014-11-24T08:43:26Z
Google testet in den USA ein neues Bezahlmodell mit dem Nutzer die Werbung auf teilnehmenden Websites deaktivieren können. An dem Experiment nehmen Websites wie Mashable, the Onion oder ScienceDaily …

Google testet in den USA ein neues Bezahlmodell mit dem Nutzer die Werbung auf teilnehmenden Websites deaktivieren können. An dem Experiment nehmen Websites wie Mashable, the Onion oder ScienceDaily teil.

Google Contributor: Nutzer können Werbung gegen Bezahlung ausblenden

Werbeblocker stellen ein großes Problem für die Finanzierung von Websites dar. Andererseits beweisen sie natürlich auch, dass ein Teil der Online-Gemeinde werbefreie Seiten bevorzugen würde. Damit die Online-Publisher nicht unter diesem Bedürfnis leiden, testet Google in den Vereinigten Staaten jetzt ein Bezahlmodell unter der Bezeichnung Contributor. In der Testphase wird das System auf Websites wie Mashable, the Onion, ScienceDaily oder imgur eingeführt.

Die Idee ist einfach: Nutzer melden sich für den Dienst an, und setzen eine Summe zwischen einem und drei US-Dollar fest. Sobald der Nutzer eine der teilnehmenden Websites innerhalb eines Monats besucht, wird der Betrag abgebucht und von Google, abzüglich einer Gebühr, an Seitenbetreiber überwiesen. Der Nutzer kann die Website dann ohne Werbung besuchen. Laut Google könnten Banner verpixelt werden, damit ihr Fehlen nicht das Seitenlayout beeinflusst. Außerdem können Seitenbetreiber den Contributor-Nutzern einen Dankeshinweis anzeigen.

Google Contributor: Gegen einen kleinen monatlichen Betrag können Nutzer die Werbung auf teilnehmenden Websites ausblenden. (Grafik: Google)
Google Contributor: Gegen einen kleinen monatlichen Betrag können Nutzer die Werbung auf teilnehmenden Websites ausblenden. (Grafik: Google)

Google Contributor: Bezahlen ohne Paywall

Schon jetzt setzen einige Online-Publisher auf Bezahlschranken. Wer nicht bereit ist, Geld für eine dieser Websites zu bezahlen, der kann auch nur wenige ohne gar keine Inhalte der Website lesen. Das Google-System hätte den Vorteil, dass niemand vom Lesen ausgeschlossen wird. Wer weiterhin Werbung bevorzugt, kann die Websites ohne Veränderung wie gewohnt aufrufen.

Derzeit handelt es sich bei Google Contributor nur um einen Test. Es wird sich zeigen, wie gut das System bei den Nutzern und Website-Betreibern ankommen wird. Über die Projektseite von Contributor können sich Nutzer und Publisher für das Experiment anmelden.

via onlinemarketing.de

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Kim Rixecker
„Scheiß auf Google AdSense!“ – Die besten Strategien zur Monetarisierung deiner Website http://t3n.de/news/website-monetarisierung-580205/ 2014-11-23T13:05:29Z
Wie gelingt die Monetarisierung einer Website? Vermeintliche Antworten auf diese Frage verkaufen dutzende „Internetmarketer“ auf dubiosen Landingpages. Einen Überblick über die tatsächlichen …

Wie gelingt die Monetarisierung einer Website? Vermeintliche Antworten auf diese Frage verkaufen dutzende „Internetmarketer“ auf dubiosen Landingpages. Einen Überblick über die tatsächlichen Möglichkeiten liefert unser Hintergrundartikel.

Die Grundpfeiler der Website-Monetarisierung

Wer es geschafft hat, Besucher mit guten Inhalten auf seine Website zu locken, plant häufig schon den nächsten Schritt: die Monetarisierung. Die gängigste Lösung für diese herausfordernde Aufgabe ist . Das Werbenetzwerk des US-Giganten dient Seitenbetreibern schon seit Jahren als Einnahmequelle und Restplatzvermarkter. Es überzeugt durch Einfachheit und Transparenz, realisiert aber nur selten das volle Potenzial einer starken Website.

Um (angehenden) Seitenbetreibern all ihre Möglichkeiten aufzuzeigen, widme ich mich in diesem Artikel den sechs gängigsten Strategien der Monetarisierung. Schrittweise arbeite ich mich dabei von (1.) klassischer „Werbung“ über (2.) „Affiliate“ zu (3.) „eigenen Produkten“, (4.) „eigenen Dienstleistungen“ (5.) Spenden sowie (6.) „alternativen Modellen“. Für jede Strategie liefere ich eine Erklärung sowie passende Beispiele.

Der Klassiker: Werbung in allen Farben und Formen

Hast du noch Platz für Werbung? (Screenshot: wie-sagt-man-noch.de)
Hast du noch Platz für Werbung? (Screenshot: wie-sagt-man-noch.de)

Der Klassiker ist zweifelsfrei die einfache Werbung. In diese Kategorie fallen neben Bannern aber auch native Werbeanzeigen, beispielsweise „Sponsored Posts“. Werbung lässt sich in der Regel einfach in jede Website einbinden. Das gilt besonders für unser heutiges „Feindbild“ Google AdSense.

Der durch Anzeigen generierte Umsatz steigt in erster Linie durch Reichweite, in zweiter Linie durch passende Zielgruppen. Das Potenzial der eigenen Zielgruppe können Seitenbetreiber mit dem Google Keyword Planer prüfen. Sie sollten sich hierbei allerdings nicht auf die dort angegebenen Preise versteifen, Google zahlt in der Regel nur etwa die Hälfte an Partner aus.

Meine Einschätzung:

  • Aufwand? Gering.
  • Potenzial? Mittel.

Erfolgreich mit Werbung

Wer nach Websites sucht, die ihr Einkommen in erster Linie durch Werbung beziehen, muss nicht lange suchen: Da wären zum einen zahlreiche „Made-for-AdSense“-Seiten, die ihre Inhalte in besonders lukrativen, aber relativ kleinen Nischen ausschließlich für AdSense produzieren, zum anderen aber auch reichweitenstarke Newsportale, die ein Großteil ihrer Einnahmen über Vermarkter generieren.

Kleinere Seiten arbeiten häufig mit einer Kombination aus (1.) Werbung, (2.) Affiliate-Programmen und (3.) eigenen Produkten. In diese Kategorie fällt trotz der stattlichen Größe auch t3n.de, das sich durch Werbung, aber auch Produkte wie die Jobbörse oder den Marktplatz finanziert. Andere Publisher dieser Größenordnung kombinieren Werbung häufig mit Büchern und Events, ein gutes Beispiel hierfür ist das Smashing-Magazine.

Der Freund des kleinen Publishers: Affiliate

Das mit großem Abstand bekannteste Affiliate-Programm stammt vom Online-Händler Amazon. (Screenshot: amazon.com)
Website-Monetarisierung: Das mit großem Abstand bekannteste Affiliate-Programm stammt vom Online-Händler Amazon. (Screenshot: amazon.com)

Für einige Seiten die Haupteinnahmequelle, für andere ein zusätzliches Nebeneinkommen: sogenannte Affiliate-Provisionen. Seitenbetreiber leiten ihre Besucher hierfür auf Websites anderer Unternehmen, die dadurch generierte „Leads“ oder „Sales“ im Gegenzug in zuvor festgelegter Höhe vergüten. Je nach Branche und Produkt reichen die Provisionen von wenigen Cent bis hin zu tausenden Euro.

Das wahrscheinlich bekannteste Affiliate-Programm stammt vom Online-Händler Amazon. Er verspricht Seitenbetreibern durch seine Bekanntheit und das große Produktangebot eine hohe Konversionsrate. Doch auch abseits von Amazon finden sich Programme von nahezu jedem Händler, die in Netzwerken gebündelt werden und somit auch kleineren Seitenbetreibern offen stehen.

Hat sich ein Seitenbetreiber für eins oder mehrere Programme entschieden, muss er die Produktlinks oder Werbemittel auf der eigenen Website platzieren. Die Einrichtung ist demnach denkbar einfach und mit wenigen Handgriffen erledigt. Das Potenzial hängt hingegen stark von der eigenen Zielgruppe und den verfügbaren Programmen ab. Je eher die Inhalte zu den beworbenen Produkten passen, desto höher auch das Potenzial.

Meine Einschätzung:

  • Aufwand? Gering.
  • Potenzial? Mittel.

Erfolgreich mit Affiliate-Marketing

Vor allem Nischen-Websites profitieren ungemein von Affiliate-Programmen. Schon seit Jahren existieren deshalb unzählige Websites, die ihre Einnahmen zu 100 Prozent beispielsweise über Amazon generieren. Schwieriger haben es Websites mit etwas breiterem Themenfokus, auch hier gibt es aber Ausnahmen: Eine davon ist der englischsprachige Food-Blog PinchofYum.com, der Besucher aus einigen gut verlinkten Artikeln gezielt auf externe Anbieter leitet und dadurch jeden Monat mehrere tausend Euro umsetzt.

Eigene Produkte: Aufwändig, aber ertragreich

Ein Beispiel für „eigene Produkte“. (Screenshot: t3n.de)
Ein Beispiel für „eigene Produkte“. (Screenshot: t3n.de)

Deutlich aufwändiger, aber auch ertragreicher sind eigene Produkte. Sie lassen sich perfekt auf die jeweilige Zielgruppe zuschneiden und in die eigene Seitenstruktur integrieren, woraus häufig mehr Konversionen resultieren als bei ähnlich gelagerten Affiliate-Programmen. Eigene Produkte sind aber häufig erst der zweite Schritt. Sie folgen demnach auf eine „klassische Monetarisierung“ über Werbung oder Affiliate.

Neben dem größeren Aufwand liegt der Hauptgrund hierfür in den anfallenden Mehrkosten für beispielsweise Designer oder Entwickler. Gängige Produkte kleinerer Seiten sind deshalb auch E-Books: Sie lassen sich häufig in Eigenregie erstellen und in die eigene Website integrieren.

Größere Seiten entwickeln häufig spezielle Portale, die der eigenen Zielgruppe einen weiteren Mehrwert sowie dem Publisher eine bessere Monetarisierung bieten. Beispiele hierfür sind die t3n-Jobbörse, aber auch der t3n-Marktplatz. Große Verlagshäuser übernehmen und vermarkten diese „eigenen Produkte“ häufig als unabhängige Marken, die losgelöst vom Markenkern nur von der Reichweite der eigentlichen Inhalte profitieren. Beispiele hierfür sind Stepstone (Axel Springer) und Xing (Burda).

Meine Einschätzung:

  • Aufwand? Mittel.
  • Potenzial? Hoch.

Erfolgreich mit eigenen Produkten

Im Vergleich zu den zuvor beschriebenen Methoden bieten eigene Produkte das mit Abstand größte Potenzial. Seitenbetreiber müssen hierfür allerdings in Vorleistung gehen, weshalb sich bei begrenztem Zeitbudget eine schrittweise Umsetzung anbietet. Hierfür wird das Produkt gemeinsam mit der Community erdacht und anschließend strikt nach dem „Lean-Startup“-Modell entwickelt. Damit lässt sich der potenzielle Erfolg frühzeitig einschätzen, ohne das Investitionen blind in finanziell uninteressante Produkte gesteckt werden.

Für fast jede Seite sind unzählige Produkte denkbar. Welche am meisten Sinn ergeben, hängt von Faktoren ab, die es mir unmöglich machen, eine pauschale Empfehlung auszusprechen. Seitenbetreiber sollten sich deshalb von Mitbewerbern sowie Anbietern ähnlich gelagerter Unternehmen inspirieren lassen. Bei Produkten für kleinere Websites lohnt häufig auch eine Analyse der bei Plattformen wie Clickbank angebotenen Produkte. Ihr Erfolg kann bei der Auswahl der finalen Idee als Kriterium dienen.

Website-Monetarisierung: Querfinanziert über Dienstleistungen

Elmastudio.de steht auf mehreren Säulen, eine davon: die eigene Agentur. (Screenshot: elmastudio.de)
Elmastudio.de steht auf mehreren Säulen, eine davon: die eigene Agentur. (Screenshot: elmastudio.de)

Die Querfinanzierung über angebotene Dienstleistungen ist bei größeren Websites selten, funktioniert aber bei kleineren Blogs. Die jeweiligen Seitenbetreiber monetarisieren ihre Plattform hierbei indirekt über die damit „erschriebene“ Reputation. Häufig sieht man so etwas bei Textern, Designern, Entwicklern oder Marketers. Sie machen Leser nicht zu Kunden ihres Blogs, sondern ihres angeschlossenen Unternehmens.

Damit die Monetarisierung über Dienstleistungen gelingt, muss die jeweilige Website über einen längeren Zeitraum kontinuierlich gute Inhalte liefern. Mit reinen SEO-Texten ohne großen Mehrwert lässt sich keine Dienstleistung verkaufen – ganz anders als bei einer Vermarktung über AdSense oder Affiliate.

Meine Einschätzung:

  • Aufwand? Gering.
  • Potenzial? Mittel.

Erfolgreich mit eigenen Dienstleistungen

Nicht jede Website lässt sich über Dienstleistungen monetarisieren, ganz im Gegenteil: Häufig gibt es das Angebot (die Dienstleistung) vor der Reichweite (der Website), nicht andersherum. Diese Strategie unterscheidet sich insofern deutlich von den zuvor genannten Alternativen.

Ein gutes Beispiel für die Website-Monetarisierung über Dienstleistungen ist ConversionXL.com. Peep Laja schreibt hier über Conversion-Optimierung – eine Dienstleistung, die er (und sein mehrköpfiges Team) über ihre Agentur Markitekt anbieten. Ähnlich wie ConversionXL funktionieren auch einige deutsche Agenturblogs, etwa konversionskraft.de von der Web Arts AG. Ein etwas klassischeres Beispiel findet man auf elmastudio.de, der Website von Ellen Bauer und Manuel Esposito. Die beiden finanzieren Elmastudio.de zum einen über das angeschlossene Agenturgeschäft und zum anderen über den Verkauf eigener Produkte.

Spenden: Eine starke Community vorausgesetzt

Unter anderem durch Spenden finanziert: Netzpolitik.org. (Screenshot: netzpolitik.org)
Unter anderem durch Spenden finanziert: Netzpolitik.org. (Screenshot: netzpolitik.org)

Spendengelder sind eine relativ unpopuläre Strategie der Monetarisierung. Sie funktionieren nur in sehr speziellen Fällen und selten in größerem Ausmaß. Nutzer müssen einer Website vertrauen und dessen Ziele und Werte teilen, damit sie bereit sind zu spenden. Wenige Websites oder Webprojekte schaffen das in ausreichendem Ausmaß, weshalb die Finanzierung über Spendengelder eine Notlösung bleibt.

Mit Flattr startete vor einigen Jahren eine potenziell seitenübergreifende Lösung, die das Spenden für digitale Inhalte und Projekte vereinfachen sollte. Durch die geringe Verbreitung bleibt der digitale Bezahldienst aber bis heute eine Nischenlösung. Nur wenige Publisher erhalten über Flattr größere Summen, darunter Podcaster Tim Pritlove.

Meine Einschätzung:

  • Aufwand? Gering.
  • Potenzial? Gering.

Erfolgreich mit Spenden

Eine starke Community ist die wichtigste Basis für eine spendengestützte Finanzierung. Abseits einiger kleiner Seiten wie Netzpolitik.org gibt es deshalb kaum Publisher, die in größerem Ausmaß auf Spenden setzen. Eines der wenigen Ausnahmebeispiele mit einem spendenähnlichen Geschäftsmodell ist taz.de.

Die Parallelen der beiden Websites liegen in einer klaren politischen Ausrichtung und aufklärerischen Berichterstattung – mit anderen Worten: einer Abgrenzung vom üblichen Medienrauschen. Das Mittel der Wahl sind ungewöhnliche oder anders aufbereitete Inhalte für eine sehr konkrete Zielgruppe.

Alternative Strategien

Events sind eine von vielen „alternativen Strategien“. (Screenshot: allfacebook.de)
Events sind eine von vielen „alternativen Strategien“. (Screenshot: allfacebook.de)

Der große und diffuse Bereich der „alternativen Strategien“ fasst alle schwerer greifbaren Methoden, darunter integrierte Onlineshops oder Veranstaltungsreihen. Letztere könnten auch als eigenes Produkt durchgehen, sind in der Umsetzung aber deutlich komplexer als jedes E-Book oder WordPress-Theme.

Den meisten Websites bieten die fünf zuvor genannten Strategien genug Potenzial, dieser letzte Bereich ist demnach „nur“ das i-Tüpfelchen der Monetariserung – zugegeben, ein relativ kostspieliges i-Tüpfelchen. Kaum eine Eventreihe ist ab der ersten Veranstaltung profitabel, kaum ein Onlineshop ab dem ersten Verkaufstag.

Meine Einschätzung:

  • Aufwand? Mittel.
  • Potenzial? Mittel.

Erfolgreich mit alternativen Strategien

Es ist schwer, für solch unterschiedliche Herangehensweisen sinnvolle Empfehlungen auszusprechen. Was für Events gilt, gilt selten auch für Shops. Zur besseren Einordnung dieser Strategie deshalb einige Beispiele: Aus dem englischsprachigen Raum wäre dies SocialMediaExaminer.com, Veranstalter der Social Media Marketing World; aus dem deutschsprachigen Raum kennen wir Allfacebook.de, Veranstalter der Allfacebook-Marketing-Conference.

Die Website „The Next Web“ kombiniert eine Reihe von Strategien, darunter auch eine eigene Deals-Sektion. Nutzer finden dort allerhand rabattierte Produkte, die das gesamte Spektrum des „Nerd-Tums“ abbilden. Eine deutlich kleinere Website, die davon ebenfalls Gebrauch macht, ist „Online Marketing Rockstars“. Sie verspricht „ausgewählte Tech-Produkte zu guten Konditionen“ in einem täglich erscheinenden Newsletter.

Die beste Strategie? Gibt es nicht

Wer auf eine pauschale Empfehlung hofft, wird jetzt enttäuscht: Keine der oben genannten Strategien funktioniert auf jeder Website. Welche Strategie die größten Erfolge verspricht, kannst nur du wissen.

Bei klassischen Blogs machen einfache Banner oftmals den Anfang, dicht gefolgt von Affiliate-Programmen. Im zweiten Schritt bieten sich eigene Produkte an, die sich besser auf die eigene Zielgruppe zuschneiden lassen und dadurch ein höheres Potenzial bieten. Übrigens: Selbst große Publisher wie Reddit ringen durchaus schon mal mit der Website-Monetarisierung.

Gerne würde ich wissen, was du bereits ausprobiert hast und was bei dir funktioniert. Schreib doch deine Erfahrungen in die Kommentare und ergänz diese Sammlung damit um weitere Beispiele.

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Lars Budde
Ein-Dollar-Abo statt Werbung: Google launcht mit „Contributor“ neues Tool für Publisher http://t3n.de/news/google-contributor-publisher-tool-580283/ 2014-11-21T05:00:20Z
Als Alternative zu Werbung bietet Google Usern ein Monats-Abo. Zwischen ein und drei Dollar kostet der werbefreie Zugriff auf Portale, die am neuen „Contributor“-Programm teilnehmen.

Als Alternative zu Werbung bietet Google Usern ein Monats-Abo. Zwischen ein und drei Dollar kostet der werbefreie Zugriff auf Portale, die am neuen „Contributor“-Programm teilnehmen.

„Google Contributor“ schaltet Werbung aus

Zahlen Internetnutzer lieber, um von Bannern verschont zu bleiben? Das will Google mit seinem neuesten Experiment herausfinden. Mit „Contributor“ hat der Suchmaschinenkonzern in den USA am Donnerstag einen neuen Bezahldienst gestartet. Dieser erlaubt es Usern, sich gegen eine geringe monatliche Gebühr von Werbung freizukaufen.

Dabei lässt Google den Konsumenten die Wahl, wie viel sie investieren. Ein Monats-Abo kostet ein, zwei oder drei US-Dollar. Surft ein Nutzer eines der Portale im Contributor-Programm an, so sieht er an den eingebauten Werbeplätzen keine Google Ads, sondern eine Danksagung.

google contributor
Ein Danke statt Werbung: Wer bei Contributor einzahlt, sieht keine Google Ads mehr. (Bild: Google)

Alternative zu Google AdSense

Das Tool befindet sich noch in der Testphase mit zehn Medien, darunter Mashable und The Onion. Welchen Anteil Google an die teilnehmenden Plattformen von den monatlichen Gebühren auszahlt, ist nicht bekannt. Das Geld fließt allerdings nur zu den Websites, die ein Nutzer auch tatsächlich besucht, erklärt ein Sprecher gegenüber GigaOm.

Auf Publisher-Seite wird die Transaktion mit einem Google AdSense-Konto abgewickelt, auf Nutzerseite über die im Google-Konto eingegeben Zahlungsoptionen. Wer Google Contributor nutzen will, muss sich vorerst dafür bewerben. Das neue Publisher-Tool testet das Unternehmen als Alternative zu seinem Display Advertising-Programm. Ob Google damit mehr verdienen kann als über AdSense, bleibt abzuwarten. Für die Betaphase hat sich der Tech-Konzern jedenfalls gezielt Medien mit überschaubarer Reichweite als Partner geholt.

via www.google.com

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Elisabeth Oberndorfer