Google | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Google 2015-02-27T06:00:28Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/google 10 Tipps für das perfekte Google-Analytics-Setup http://t3n.de/news/google-analytics-tipps-595562/ 2015-02-27T06:00:28Z
Google Analytics bleibt auf vielen Websites hinter seinen Möglichkeiten zurück. Mit diesen zehn Tipps holt ihr mehr aus eurem Setup raus.

Google Analytics bleibt auf vielen Websites hinter seinen Möglichkeiten zurück. Mit diesen zehn Tipps holt ihr mehr aus eurem Setup raus.

10 einfache Google-Analytics-Tipps

Google Analytics ist laut BuiltWith auf über 50 Prozent der Top-10.000-Websites im Einsatz. Doch trotz der hilfreichen Community und unzähligen Anleitungen nutzen viele Marketer nur einen Bruchteil der ihnen gebotenen Möglichkeiten. Dabei lässt sich der Einsatz von Analytics schon mit einfachen Mitteln optimieren. Wie das geht, zeigt dieser Artikel.

1. Nutze den Google-Tag-Manager

Der von Google kostenlos angebotene „Tag Manager“ erleichtert Nutzern ohne technischen Hintergrund das Tracking mit Analytics. Anstatt bei jedem einzelnen Button in den Quellcode einzusteigen, richten Nutzer seitenübergreifende Fälle und Regeln ein. In wenigen Schritten lassen sich damit beispielsweise sämtliche Klicks auf externe Links erfassen.

Der initiale Aufwand lohnt, wenn regelmäßig neue Elemente einer Website erfasst werden. Bei weitgehend statischen Installationen von Analytics können Seitenbetreiber auf den Tag-Manager verzichten.

Für die ersten Schritte mit dem Tag-Manager bietet Google eine verständliche Anleitung. Wer kein Verständnis für Quellcode und die Architektur der eigenen Website hat, sollte für das Einrichten des Tag-Managers einen Entwickler hinzuziehen.

2. Verbinde Google Analytics mit deinem Webmaster- und AdWords-Konto

Wer neben Google Analytics auch Google-AdWords und die Webmaster-Tools nutzt, sollte sie miteinander verknüpfen. Die Webdienste tauschen dann Informationen aus, die bei der Analyse der Website helfen. AdWords liefert beispielsweie Daten zu laufenden Kampagnen, die Webmaster-Tools zu relevanten Keywords.

Google Analytics versteckt die Integration hinter dem Menüpunkt „Verwalten“ auf Ebene der „Property“ und dem Unterpunkt „Verknüpfungen mit Produkten“. Neben den schon genannten Diensten bietet Google Analytics dort auch die Integration von AdSense, DoubleClick und BigQuery.

3. Erstelle dir ein „Analytics-Backup“

Das Analytics-Backup von t3n.de. (Screenshot: t3n/ Google Analytics)
Das Analytics-Backup von t3n.de. (Screenshot: t3n/ Google Analytics)

Niemand ist fehlerfrei, auch Analytics braucht deshalb ein sicheres „Backup“. Marketer sollten hierfür eine Datenansicht erstellen, die nur zum Sammeln der Rohdaten dient. Geht irgendwo irgendetwas schief und hinterlässt irreparable Schäden an den gesammelten Daten, dient sie als Backup.

Je früher, desto besser. Wer seine Rohdaten aktuell nicht in einer eigenen Datenansicht speichert, sollte das dringend nachholen. Nutzer müssen unter dem Menüpunkt „Verwaltung“ nur eine „Neue Ansicht erstellen“ und mit einem prägnanten Namen versehen. Mehr ist nicht nötig – und in diesem speziellen Fall sogar schädlich!

4. Richte die Site-Search ein

Die auf einer Website verwendeten Suchterme liefern Marketern häufig Informationen zu schlecht erreichbaren oder schlichtweg fehlenden Inhalten – vorausgesetzt, sie lassen sich einfach auswerten. Damit das möglich ist, müssen Nutzer die Seitensuche einmalig unter „Verwalten“ > „Datenansicht“ > „Einstellungen der Datenansicht“ einrichten. Eine Anleitung hierfür liefert Google selbst.

5. Setze einen Filter auf interne Abrufe

Bei kleineren Seiten können interne Aufrufe die Zahlen verfälschen und ein unsauberes Bild der Besucher zeichnen. Es lohnt sich deshalb, die vom eigenen Unternehmen verwendeten IP-Adressen vom Tracking auszuschließen. Nutzer können hierfür Filter auf Ebene der „Datenansicht“ erstellen. Auch hier liefert Google die passende Anleitung.

6. Aktiviere die Demografie- und Interessens-Berichte

Google Analytics stellt Marketern über das Google Display-Netzwerk zusätzliche Informationen zur Demografie und den Interessen der Besucher zur Verfügung. Sie sind unter „Zielgruppe“ > „Demografische Merkmale“ verfügbar, müssen aber aktiviert werden.

Hier aktivierst du das zusätzliche Tracking von Nutzerdaten. (Screenshot: google.com/ Google Analytics)
Hier aktivierst du das zusätzliche Tracking von Nutzerdaten. (Screenshot: google.com/ Google Analytics)

Das Aktivieren dieser zusätzlichen Funktion ist in zwei einfachen Schritten erledigt: dem Aktivieren der „Funktionen für Werbetreibende“ unter „Verwalten“ > „Property-Einstellungen“ sowie dem Akivieren des Berichts unter „Zielgruppe“ > „Demografische Merkmale“ > „Übersicht“.

Deutsche Datenschutzrichtlinien erfordern hierzulande darüber hinaus aber auch eine angepasste Datenschutzerklärung. Die Webagentur lunapark liefert hierzu weitere Informationen.

7. Tracke Social Shares auf deiner Website

Soziale Netzwerke sind für viele Websites – darunter auch t3n.de – eine der wichtigsten Besucherquellen. Es lohnt sich deshalb, die sozialen Interaktionen der Besucher einer Website zu erfassen. Gemeint sind insbesondere Likes, Shares und Tweets. Je nach Zielgruppe sind aber auch andere Netzwerke wie beispielsweise Xing relevant.

Soziale Interaktionen werden in Google Analytics nicht mit sogenannten „Ereignissen“ erfasst. Der Webdienst setzt stattdessen auf eine angepasste Lösung, bei der das jeweilige Netzwerk (beispielsweise „Facebook“) und die konkrete Handlung (beispielsweise „Share“) definiert werden. Später können Nutzer in Analytics nicht nur auf Interaktionen eines bestimmten Netzwerks filtern, sondern auch auf Handlungen.

Google liefert eine Anleitung zur Integration der „Social Analytics“. Wer schon den Tag-Manager nutzt, kann allerdings auch damit arbeiten. Eine Anleitung hierfür liefert Analytics-Experte Simo Ahava.

8. Tracke Fehlerseiten

Fehlerseiten sind ein Anzeichen für kaputte Links oder technische Fehler, die dringend behoben werden sollten. Es hilft deshalb, sie frühzeitig zu erkennen. Marketern gelingt dies mit Zielen und Alerts.

Ziele helfen, die Ursachen der Fehlerseiten zu erkennen; Alerts garantieren, dass eine schnelle Reaktion erfolgt. Wie sie erstellt werden können, erklärt Analytics-Advocate Daniel Waisberg im „Google Analytics“-Blog.

9. Definiere Tracking-Ziele

Eines der zentralen Features von Google Analytics ist das Tracking von „Zielen“. Ein solches Ziel lässt sich von Nutzern beliebig definieren, kann also der Aufruf einer bestimmten Seite (beispielsweise einer Danke-Seite) oder das Ausfüllen eines Formulars (beispielsweise das Newsletter-Formular) sein.

Google Analytics bietet beim Erstellen der Ziele mehrere Vorlagen für bestimmte Szenarien wie beispielsweise die Registration oder Kontaktaufnahme. Zusätzlich können Nutzer benutzerdefinierte Ziele entwerfen. Als Kriterien der Zielerreichung dienen verschiedene Szenarien, in den meisten Fällen handelt es sich um den Aufruf einer Seite.

Beim Erstellen der in Analytics erfassten Ziele sollten Nutzer das übergeordnete Ziel der Website im Blick behalten. Eine Website, die Umsatz über Werbung generiert, hat in Analytics andere Ziele, als eine Website, die zum Verkauf von Produkten dient.

Der Sales Funnel eines in Google Analytics angelegten Ziels. (Screenshot: Kissmetrics/ Google Analytics)
Der Sales Funnel eines in Google Analytics angelegten Ziels. (Screenshot: Kissmetrics/ Google Analytics)

Wenn ein Ziel aus mehreren Schritten besteht, beispielsweise dem Aufruf mehrerer aufeinanderfolgender Seiten, können Marketer die Ziele detaillierter im Sales-Funnel analysieren. Google Analytics bietet hierfür unter „Berichte“ > „Conversions“ > „Zielvorhaben“ > „Trichter-Visualisierung“ eine grafische Darstellung.

10. Erstelle benutzerdefinierte Berichte und richte automatische Benachrichtigungen ein

Analytics ist wie YouTube. Wer den Webdienst ohne klares Ziel vor Augen öffnet, verliert sich schnell darin. Sinnvoll sind deshalb Berichte, die in regelmäßigen Abständen automatisch über wichtige Kennzahlen informieren sowie Benachrichtigungen, die auf kurzfristige Ausschläge in negativer wie positiver Hinsicht hinweisen.

„Analytics ist wie YouTube. Wer den Webdienst ohne klares Ziel vor Augen öffnet, verliert sich schnell darin.“

Mithilfe von benutzerdefinierten Berichten und Dashboards können Nutzer von Google Analytics den Fokus auf einen Teilbereich der Datenmenge legen, etwa die sozialen Interaktionen oder Kaufabschlüsse. Anschließend lassen sie sich mit Kollegen teilen oder automatisch per E-Mail versenden.

Eine ähnliche Automatisierung bieten auch die sogenannten „benutzerdefinierten Benachrichtigungen“, mit denen Nutzer unter zuvor festgelegten Bedingungen automatisch Hinweise von Analytics erhalten. Dies bietet sich nicht nur beim Aufruf von Fehlerseiten an, sondern auch bei stark sinkenden Umsatz- und Besucherzahlen.

Fazit

Das intiale Setup von Google Analytics kostet Zeit (und Nerven), rentiert sich aber schnell. Es sichert eine möglichst umfangreiche Datenbasis, die bei allen weiteren Maßnahmen zum Einsatz kommt und dessen Qualität sichert.

Hilfreich ist, Analytics mit Berichten und Dashboards an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Dies spart nicht nur unnötige Arbeitsschritte und damit Arbeitszeit, sondern beschleunigt auch den sich anschließenden Optimierungsprozess. Die genannten zehn Tipps bieten hierfür einen guten Ansatzpunkt.

Welche Tipps würdet ihr ergänzen? Schreibt uns einen Kommentar!

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Lars Budde
Google-Test: Rote Karte in den Suchergebnissen für langsame Websites http://t3n.de/news/google-mobile-page-speed-ladezeiten-seo-596364/ 2015-02-26T15:12:58Z
Google testet derzeit Warnhinweise für besonders langsame Websites in den mobilen Suchergebnissen. Damit könnte die Ladegeschwindigkeit für das Ranking noch wichtiger werden.

Google testet derzeit Warnhinweise für besonders langsame Websites in den mobilen Suchergebnissen. Damit könnte die Ladegeschwindigkeit für das Ranking noch wichtiger werden.

Google: Screenshots zeigen Warnhinweise für langsame Websites

Lange Ladezeiten sind extrem ärgerlich. Auch Google hat diese Problematik schon vor einiger Zeit erkannt, und die Ladezeiten von Websites schon 2010 zu einem Ranking-Faktor erhoben. Seitdem hat auch die Ladegeschwindigkeit einer Website Einfluss darauf, wie hoch sie in den Suchergebnissen auftaucht. Aber vor allem im mobilen Bereich scheint das Google noch nicht auszureichen. Immerhin nutzen wir unser Smartphone nicht selten dafür, um die Antwort auf eine Frage zu erhalten, die uns akut interessiert.

SEO: Google scheint in dem mobilen Suchergebnissen zumindest testweise vor langsamen Webseiten zu warnen. (Screenshots: Kumar Neeraj Kayastha / Google+)
SEO: Google scheint in dem mobilen Suchergebnissen zumindest testweise vor langsamen Webseiten zu warnen. (Screenshots: Kumar Neeraj Kayastha / Google+)

Der Suchgigant könnte uns daher bald vor besonders langsamen Webseiten warnen. So könnten wir selbst entscheiden, ob wir auf den Link klicken oder lieber eine Alternative aus den Suchergebnissen picken. Genau das, scheint Google gerade zu testen. Das geht zumindest aus zwei Screenshots hervor, die der indische SEO Kumar Neeraj Kayastha auf Google+ veröffentlicht hat. Die Screenshots stammen von einer Suche auf einem Android-Smartphone im Inkognito-Modus des Chrome-Browsers. Darauf zeigen sich rote Warnhinweise mit dem Wort „slow“ (langsam).

Google: Warnhinweise bleiben vorerst wohl nur ein Test

Wir konnten die roten Warnhinweise nicht reproduzieren. Es bleibt anzunehmen, dass es sich dabei derzeit nur um einen Test handelt, der vermutlich nur wenige Nutzer der Suchmaschine betrifft. Daher bleibt es auch fraglich, ob Google diesen Hinweis jemals für alle Nutzer der mobilen Suche ausrollen wird. Allerdings scheint sich das Unternehmen weiterhin Gedanken darüber zu machen, wie Webmaster dazu animiert werden können, die Ladegeschwindigkeiten ihrer Websites zu verbessern. Aus Nutzersicht ist das sicherlich begrüßenswert.

In diesem Zusammenhang können wir euch auch den Artikel „Mobile Web auf Speed: Mobile Web-Performance analysieren und verbessern“ aus dem t3n Magazin Nr. 32 empfehlen.

via searchengineland.com

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Kim Rixecker
Android Pay: Google bereitet neue Payment-Plattform vor http://t3n.de/news/android-pay-google-bereitet-neue-596222/ 2015-02-26T05:55:32Z
Bei der Google I/O im Mai will der Technologiekonzern eine neue API vorstellen, mit der App-Entwickler mobile Zahlungen integrieren können. Trotz Android Pay soll Google Wallet als eigenständige …

Bei der Google I/O im Mai will der Technologiekonzern eine neue API vorstellen, mit der App-Entwickler mobile Zahlungen integrieren können. Trotz Android Pay soll Google Wallet als eigenständige App weitergeführt werden.

Android Pay integriert mobile Zahlungsfunktion in externe Apps

Google entwickelt eine neue API, die mobile Zahlungen ermöglicht, berichtet das Portal Ars Technica. Demzufolge bereitet der Konzern den Launch des neuen Payment-Systems Android Pay für die Google I/O vor, die im Mai in San Francisco statt finden wird. Mit der API sollen Entwickler Mobile Payments als Feature in ihre Apps einbauen können.

Die Plattform ermöglicht demnach sowohl In-App-Zahlungen als auch Transaktionen im stationären Handel. Die Drittanbieter können die Zahlungsfunktion als Option einbauen und die Nutzer bitten, ihre Zahlungsinformationen, etwa die Kreditkarte, einzugeben. Eine Transaktion soll mit einem Klick in der App abgeschlossen werden. Für den Bezahlprozess an Kassenterminals verwendet Android Pay seine Host Card Emulation (HCE) und NFC-Übertragung.

Google Wallet soll künftig ebenfalls das Android Pay-System verwenden. (Bild: Google)
Google Wallet soll künftig ebenfalls das Android Pay-System verwenden. (Bild: Google)

Die Zukunft von Google Wallet

Für seine aktuelle Bezahl-App Google Wallet bietet der Konzern derzeit eine Instant Buy-API ein, die nur das Bezahlen mit Google erlaubt. Nach dem Launch von Android Pay soll Google Wallet weiter existierten, wird jedoch ebenfalls die neue API verwenden, heißt es.

Google hat die Berichte bislang nicht offiziell bestätigt. Das Payment ein zentrales Thema der diesjährigen I/O wird, zeichnet sich jedoch schon ab. Vor einigen Tagen bestätigte der Suchmaschinenriese, die Technologie des Bezahldienstes Softcard zu übernehmen. Durch einen Deal mit den großen US-Mobilfunkern wird Google Wallet künftig bei vielen Android-Smartphones vorinstalliert sein. Samsung entwickelt indes mit LoopPay seine eigene Plattform.

via arstechnica.com

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Elisabeth Oberndorfer
Lifestyle vs. Nerd-Chique: Wieso ich mir eine Pebble Time und keine Apple Watch kaufe [Kommentar] http://t3n.de/news/lifestyle-vs-nerd-chique-mir-595951/ 2015-02-25T09:31:56Z
2015 wird ein entscheidendes Jahr für Smartwatches. Die Uhren von Apple und Google kommen im Massenmarkt an und werden sich millionenfach verkaufen. Die nächste Smartwatch unseres Autors wird aber …

2015 wird ein entscheidendes Jahr für Smartwatches. Die Uhren von und kommen im Massenmarkt an und werden sich millionenfach verkaufen. Die nächste unseres Autors wird aber trotzdem eine Time.

Gestern hat Pebble seine neue Smartwatch Pebble Time vorgestellt. Ohne Zweifel hätte Pebble die neue Uhr auch ganz klassisch produzieren können: Die erste Charge aus eigener Tasche und mithilfe des eigenen Kapitals finanzieren, anschließend verkaufen und darauf hoffen, dass der Verkauf schnell genug anläuft und das vorgestreckte Geld wieder einspielt.

Kickstarter-Taktik von Pebble: Verkommt die Plattform zum reinen Online-Shop?

Stattdessen wendete sich Pebble wieder an die Crowdfunding-Plattform Kickstarter und bittet die potenziellen Kunden um die Vorauszahlung des Kaufpreises. Diese Maßnahme ist nicht unumstritten: Damit würde der Charme von Kickstarter als Plattform für unbekannte und mittellose Projekte verloren gehen. Kickstarter würde zum reinen Online-Shop verkommen, so die Kritiker.

Ob man diese These unterstützt oder nicht – man muss in jedem Fall einsehen, dass es eine großartige Verkaufsstrategie ist. Kickstarter hilft Pebble dabei, ihre Produktion optimal dimensionieren und den Bedarf einzuschätzen zu können, bevor eine einzige Uhr produziert wird. Außerdem ist es kostenloses und langanhaltendes Marketing, besonders, weil die Pebble Time auf dem besten Weg ist, alle Kickstarter-Rekorde zu brechen.

Wie viele Uhren verkauft Pebble in 30 Tagen?

Am Ende der Kampagne dürfte Pebble mit Sicherheit einige hunderttausend Exemplare verkauft haben. Das schafft sonst noch kein anderer Hersteller in dieser kurzen Zeit (Samsung behauptete zwar, 800.000 Galaxy Gears verkauft zu haben, die Zahlen waren aber höchst zweifelhaft). Spätestens im April zum Verkaufsstart der Apple Watch wird dieser Erfolg aber schnell verblassen. Apple wird von seiner Watch garantiert einige Millionen Exemplare verkaufen. Dafür sorgt schon der Firmenname Apple – ganz unabhängig von der Qualität des Produkts.

Apple Watch (links) vs. Pebble Time (rechts): Eine Frage der Prioritäten. (Quelle: t3n)
Apple Watch (links) vs. Pebble Time (rechts): Eine Frage der Prioritäten. (Bild: t3n)

Ich bin Smartwatch-Fan der ersten Stunde. Ich liebe den Gedanken, einen kleinen nützlichen Assistenten und ein Display am Arm zu tragen, ohne mein Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Deswegen habe ich vor zwei Jahren die erste Pebble und letztes Jahr auch die Pebble Steel gekauft. Weil es die erste Uhr war, deren Konzept mich überzeugt hat. In der Zwischenzeit habe ich auch Produkte von anderen Herstellern ausprobiert: einige Galaxy-Gear-Modelle von Samsung, die LG G Watch, Sonys Smartwatch und auch Motorolas Moto 360. Keine dieser Uhren hat mich so überzeugt wie die Pebble. Und obwohl ich überzeugter Apple-Fan bin, glaube ich auch nicht, dass mich die überzeugen wird. Ich werde also auch die neue Pebble-Kampagne unterstützen.

Die Gretchen-Frage bei Smartwatches: LCD/OLED- oder E-Ink-Display?

Die Pebble und Pebble Steel haben mich nicht durch ihre elegante Optik, die feinen Materialien oder ihre Rechenleistung überzeugt, sondern schlicht und einfach wegen ihres Displays. Das E-Ink-Display, das viele Interessenten eher abschreckt („Voll pixelig!“ oder „Wie, nur schwarz-weiss?“) ist der größte Vorteil von Pebble.

Zum Glück hat sich Pebble entschieden, diese Technologie weiterzuentwickeln und verwendet bei der Pebble Time jetzt ein farbiges E-Ink-Display. Eine gute Wahl, weil es so unglaublich stromsparend ist. Nur damit lässt sich eine theoretische Akkulaufzeit von sieben Tagen realisieren (in der Praxis sind es meistens vier). Deswegen bin ich davon überzeugt, dass LCD- und OLED-Displays (wie bei der Apple Watch) bei der aktuellen Akku-Technologie nicht die richtige Wahl für Smartwatches sind. Egal, was mir die Marketing-Abteilungen erzählen: Ich will meine Uhr nicht jede Nacht laden müssen.

Das neue E-Ink-Display der Pebble Time: Keine Schwäche, sondern die größte Stärke der Uhr. (Quelle: Pebble)
Das neue E-Ink-Display der Pebble Time: Keine Schwäche, sondern die größte Stärke der Uhr. (Foto: Pebble)

Pebble Time: Eine Plattform für Modder, Hacker und Entwickler

Ein weiterer Grund, wieso die Pebble Steel auch nach dem Erscheinen von Apples Uhr weiterhin erfolgreich sein wird, ist die Modder-/Hacker-/Bastler-/Homebrew-Szene. An der Apple-Hardware können Nutzer nichts verändern. Der Kunde muss sich anfangs für eine Größe, ein Material und eine Armbandfarbe entscheiden und kann all das danach nicht mehr so leicht veränden. Nach vielen Beschwerden bei der Pebble Steel verwendet die Pebble Time Standard-Armbänder, die vom Nutzer in Sekunden (ohne Werkzeug) gewechselt werden können.

Auch wenn man nicht immer das passende Armband zum Outfit tragen will hat der Gedanke, alle paar Jahre mal ein neues Band zu verwenden, definitiv seinen Reiz. Aber auch bei der Software wählt Pebble einen sehr vielversprechenden Weg. Mit einer neuen API könne Entwickler Inhalte und Nachrichten direkt an die Uhr schicken, ohne eine eigene Uhren-App zu verwenden. Denkbar wären damit zum Beispiel „Send-to-Pebble“-Schaltflächen auf Webseiten, mit denen man Eintrittskarten, Tickets oder Fahrscheine mit einem Klick direkt an die Uhr schicken kann.

Mach dir deine Uhr, wie sie dir gefällt: Modifizierbarkeit ist eines der besten Argumente für die Pebble Time. (Quelle: Pebble)
Mach dir deine Uhr, wie sie dir gefällt: Modifizierbarkeit ist eines der besten Argumente für die Pebble Time. (Bild: Pebble)

Außerdem ist ein interessanter Punkt bei der Vorstellung gestern vollkommen untergegangen: Weit unten auf der Kickstarter-Seite findet sich die Formulierung „Smart accessory port for hardware hackers“. Es ist noch nicht ganz klar, was damit gemeint ist. Wahrscheinlich wäre aber, dass der Stromanschluss der Pebble Time auch als Schnittstelle funktionieren kann. Es wäre möglich, die Pebble Time „zu erweitern“. Es fällt schwer sich vorzustellen, wie das Ergebnis davon aussehen könnte. Vielleicht kann man andere Wearables mit der Pebble verknüpfen. In jedem Fall sind das spannende Maßnahmen, die Pebble eher zu einer Plattform und einem Ökosystem machen. Ganz so wie es Apple in der Vergangenheit oft getan hat.

Mich überzeugt darüber hinaus aber auch das einfache Bedienkonzept der Pebble Time. Eine Uhr will ich auch bedienen können, wenn ich gerade die Hände voll habe oder Handschuhe trage oder meine Hände dreckig sind. Das wird alles schwer mit Apples Touchscreen und der feinfühligen „digitalen Krone“, mit der die Apple Watch bedient werden soll. Und dann wäre da ja auch noch die Sache mit der Plattform-Zugehörigkeit: Ich verwende zwar im Alltag ein iPhone, habe aber auch ein Zweitgerät auf Android-Basis und schließe es nicht aus, mal auf ein Android-Hauptgerät zu wechseln. Dabei würde eine Apple Watch für mich wertlos werden, da sie nur mit iOS funktioniert. Die Pebble funktioniert plattformunabhängig auf beiden großen Betriebssystemen.

Preisfrage: Wo liegt der Sweet Spot für Smartwatches?

Der letzte große Punkt auf meiner Liste, der gegen eine Apple Watch und für eine Pebble Time spricht: der Preis. Die günstigste Apple-Uhr wird 349 US-Dollar kosten. Die Pebble Time kostet 199. Allerdings kriege ich für diesen Preis bei Apple nur das kleine Einstiegsmodell. Wähle ich ein Modell mit Metall-Gliederarmband, das mir optisch zusagt, werde ich am Ende bestimmt 500 US-Dollar los. Bei der Pebble zahle ich 20 US-Dollar für ein Armband auf eBay, das ich danach selbst montieren kann. Zugegeben, die Materialqualität ist bei Apple um einiges höher, aber es ist fraglich, ob die Masse der Nutzer diesen Unterschied zu schätzen weiß. Es wird spannend zu sehen, wo der finanzielle „Sweet Spot“ für den Verkaufspreis einer Smartwatch liegt.

Meine Entscheidung ist klar. Die Pebble Time ist für das attraktivere Produkt zum kleineren Preis. Das ist aber natürlich stark abhängig von den Prioritäten jedes Käufers. Lange Akkulaufzeit und Modifizierbarkeit sind mir wichtiger als Prestige, Design und hochwertige Materialien. Dass ich damit zur Minderheit gehöre, ist mir klar. Ich wünsche mir trotzdem, dass sich Pebble etwas mehr von ihrem Nerd-Image entfernen und mehr zum Lifestyle-Produkt werden kann. Mit dem neuen Display, dem bunten und animierten Betriebssystem und vor allem dem neuen Design hat die Firma den Grundstein für diese Entwicklung gelegt.

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Moritz Stückler
Call me, baby! Google AdWords bietet neuen Kampagnentyp zum Telefonverkauf http://t3n.de/news/google-adwords-nur-anruf-kampagnen-595661/ 2015-02-24T13:03:50Z
Google AdWords bietet seit wenigen Tagen einen neuen Kampagnentyp namens „Nur-Anruf-Kampagnen“. Was sie ausmacht und wie sie funktionieren, klärt dieser Artikel.

bietet seit wenigen Tagen einen neuen Kampagnentyp namens „Nur-Anruf-Kampagnen“. Was sie ausmacht und wie sie funktionieren, klärt dieser Artikel.

Google AdWords erweitert das eigene Portfolio um ein neues Anzeigenformat. Die „Nur-Anruf-Kampagnen“ sind auf den Telefonverkauf optimiert und spielen ausschließlich die Telefonnummer des Werbetreibenden aus, niemals dessen Website. Zugleich stellt AdWords sicher, dass die Endgeräte der Beworbenen über eine Telefonfunktion verfügen.

Die Einfachheit des Anzeigenformats hilft kleinen Unternehmen

Google AdWords neue „Nur-Anruf-Kampagnen“. (Grafik: Google AdWords)
Google AdWords neue „Nur-Anruf-Kampagnen“. (Grafik: Google AdWords)

Werbetreibende können Telefonnummern schon lange als Anzeigenerweiterung schalten. Bislang entschied Google jedoch, ob sie im Einzelfall ausgespielt und den Empfängern angezeigt werden. Mit den „Nur-Anruf-Kampagnen“ gehen Werbetreibende jetzt auf Nummer sicher.

„Landingpages entfallen bei den neuen ‚Nur-Anruf-Kampagnen‘.“

Die Einfachheit des neuen Anzeigenformats erleichtert kleinen Unternehmen das Schalten von Werbemitteln, weil bei Designern oder Entwicklern in Auftrag gegebene Landingpages entfallen. Erstellen Nutzer eine Kampagne, öffnet sich automatisch die Anzeigenplanung. Hier können sie genaue Zeiten angeben, zu denen die Anzeige ausgespielt wird und Anrufe eingehen. Wer rund um die Uhr wirbt, braucht laut offizieller Richtlinien nur einen Anrufbeantworter.

Die Effizienz der Kampagnen können Werbetreibende per Weiterleitung erfassen. Die dafür notwendigen Nummern werden von Google angeboten und übergeben die Anrufe als Konversionen direkt an AdWords. Nutzer können die durchschnittlichen Kosten pro Anruf damit den intern erfassten Umsätzen gegenüberstellen.

Was taugt der neue Kampagnentyp? Teilt eure Meinungen und Erfahrungen in den Kommentaren.

via www.internetkapitaene.de

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Lars Budde
Hashtags richtig einsetzen: So geht‘s [Infografik] http://t3n.de/news/ultimative-guide-einsatz-hashtags-595669/ 2015-02-24T09:59:35Z
Egal ob Twitter, Facebook, Instagram oder Google+: Hashtags sind mittlerweile auf allen großen Social-Media-Plattformen zuhause. Eine schicke Infografik zeigt euch, wie ihr sie am sinnvollsten …

Egal ob Twitter, Facebook, Instagram oder Google+: Hashtags sind mittlerweile auf allen großen Social-Media-Plattformen zuhause. Eine schicke Infografik zeigt euch, wie ihr sie am sinnvollsten einsetzt.

Hashtags: Ein kleines Zeichen erobert das Web

Von Printanzeigen bis Fernsehsendungen: Hashtags begegnen uns heutzutage überall. Mittlerweile setzen alle großen Social-Media-Seiten auf die Meta-Tags. Für Online-Marketer bieten sie eine tolle Möglichkeit, um noch mehr Engagement und Klicks zu erzeugen. Allerdings müssen sie auch sinnvoll eingesetzt werden. Dabei kommt es aber nicht nur auf die richtige Wahl der Hashtags an, sondern auch darauf, wie viele ihr in euren Post einbaut.

Wie viele Hashtags letztlich sinnvoll sind, hängt davon ab, auf welcher Plattform euer Beitrag veröffentlicht werden soll. Auf Instagram beispielsweise können sogar mehr als 11 Hashtags noch eine Steigerung des Engagements mit sich bringen. Auf Twitter sollten es hingegen nicht mehr als zwei sorgfältig ausgewählte Hashtags sein.

Hashtags: Infografik liefert alle wichtigen Informationen

Die Online-Marketing-Experten von QuickSprout haben alle wichtigen Fakten zum Einsatz von Hashtags auf einer schicken Infografik versammelt. Die Grafik verrät euch beispielsweise, wie viele Hashtags ihr am besten auf Twitter, Facebook, Instagram und Google+ verwenden solltet, um eure Chance auf ein hohes Engagement zu steigern. Die Infografik findet ihr unterhalb dieses Artikels. In dem Zusammenhang können wir euch auch unseren Artikel „Twitter: So findest du die richtigen Hashtags [Infografik]“ empfehlen.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Der ultimatives Guide zum Einsatz von Hashtags. (Infografik: QuickSprout)
Der ultimatives Guide zum Einsatz von Hashtags. (Infografik: QuickSprout)

via www.adweek.com

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Kim Rixecker
„Die Datenbrille ist nicht tot, sondern lebendiger denn je!“ [Interview] http://t3n.de/news/datenbrille-tot-google-glass-interview-595510/ 2015-02-24T08:52:54Z
Anfang des Jahres hat Google mit der Ankündigung überrascht, dass das Google-Glass-Projekt eingestellt werden soll. War das also ein Megahype um Nichts? Ist das Thema Datenbrille* damit gescheitert …

Anfang des Jahres hat Google mit der Ankündigung überrascht, dass das Google-Glass-Projekt eingestellt werden soll. War das also ein Megahype um Nichts? Ist das Thema Datenbrille* damit gescheitert oder war es Teil einer geschickten Kommunikationsstrategie von Google, um das Thema in eine neue Richtung zu lenken?

Am 24. und 25. März 2015 stellt Vanessa Meister, Trendforscherin und Expertin für Datenbrillen bei der Innovationsagentur Futurecandy, auf der Internet-World-Messe interessierten Messebesuchern Datenbrillen zum Testen und Ausprobieren vor. Nicole Rüdlin, Leiterin der Internet-World-Messe, hat im Vorfeld mit ihr über die Zukunft der Datenbrille gesprochen, darüber. wo sie schon genutzt wird, welche Anwendungsgebiete zukünftig Sinn ergeben und wo man diese Dinger überhaupt kaufen kann.

Was für die Datenbrille noch fehlt, sind Plattformen zur Vernetzung

Zwar ist Google Glass seit Kurzem auch für Brillenträger denkbar, doch wirklich ansehnlich ist das nicht. (Foto: Google)
Google Glass ist vermutlich die bekannteste Datenbrille. (Foto: Google)

Nicole Rüdlin: Futurecandy ist ein Unternehmen zur Trendforschung und Innovationsberatung. Brancheninsider sagen, dass wir zur Zeit an einer Schwelle zu einer wahren Innovations-Explosion stehen, weil IT-Technik heute modular auch von Nicht-IT-Experten genutzt werden kann, um daraus ganz neue Ideen für alle möglichen Anwendungsgebiete zu entwickeln. Siehst du das auch so?

„Bei den Datenbrillen werden wir einen spannenden Kampf der großen Firmen um die Plattform-Vorherrschaft sehen.“

Vanessa Meister: Durchaus! Ich denke, dass wir momentan vor allem eine rasante Entwicklung im Bereich Hardware erleben. Hier tauchen immer mehr kleine Geräte auf, die in den verschiedensten Lebensbereichen eingesetzt werden und auf deren Basis dann wieder neue Ideen entwickelt werden können. Beispielsweise kann durch eine Uhr, die den Puls trackt und die Wlan-fähig ist, ein Fitness-Trainer per Ferndiagnose einen Trainingsplan erstellen. Und durch die Verbreitung von Smartphones, zukünftig Datenbrillen oder auch Beacons, entstehen für Handelsunternehmen oder Gastronomie ganz neue Formen der Kundenansprache und -bindung.

Was jetzt noch fehlt, ist der Aufbau von Plattformen zur Vernetzung der vielen Geräte. Daran haben vor allem die großen Firmen Interesse. Samsung hat im Januar auf der Consumer-Electronics-Show (CES) in Las Vegas bekanntgegeben, dass sie eine Plattform für das Internet of Things aufbauen werden, auf der Geräte unterschiedlicher Anbieter miteinander vernetzt werden können. Da werden wir sicher noch einen spannenden Kampf der großen Firmen um die Plattform-Vorherrschaft sehen. Ich bin überzeugt, dass diese Entwicklungen zusammen zu einer ganz neuen Technologie-Welle führen werden.

Nicole Rüdlin: Auf der Internet-World zeigst du verschiedene Datenbrillen zum Testen und Ausprobieren. Welche Datenbrillen werden das sein und worin unterscheiden sich die Modelle?

Vanessa Meister: Wir werden sieben verschiedene Modelle zeigen. Im Einzelnen sind das Google Glass, Vuzix M 100, die Epson Moverio BT-200, Oculus Rift DK 2, die Samsung Gear VR, Carl Zeiss One VR und Meta 1 Space Glass. Bis auf die Meta 1 Space Glass handelt es sich bei allen Modellen um Virtual- oder Augmented-Reality-Brillen, die Meta 1 Space Glass hingegen ist eine ganz neue Entwicklung und erzeugt im Sichtfeld holographische Figuren in 3D. Hierbei bleibt die echte Welt aber sichtbar. Sie eignet sich beispielsweise für das realitätsnahe Training von Militär und Feuerwehr sowie für den Spielgebrauch.

Manche Brillen können nur in Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet verwendet werden, so zum Beispiel Google Glass oder die Brille von Carl Zeiss. Die Vuzix ist ein Stand-alone-Device, das mit einem passenden Brillengestell kommt und auch flexibel auf anderen Brillen aufgezogen werden kann. Durch ihre Robustheit und die Augmented-Reality-Funktion ist sie zum Beispiel besonders für den Logistikbereich geeignet. Die Oculus Rift DK 2 ist ein sogenanntes Head-Mounted-Display ohne eigenen Prozessor. Daher muss sie immer mit einem Rechner verbunden sein und fungiert so als zweiter Bildschirm. Durch diese Virtual-Reality-360-Grad-Brille, die das ganze Sichtfeld bedeckt, hat der Anwender das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein, sie eignet sich daher zum Beispiel für virtuelles Shopping oder für die Konfiguration von Autos. Die einzelnen Modelle sind für unterschiedliche Anwendungsszenarien geeignet und lassen sich sowohl im Business-Bereich als auch im privaten Sektor einsetzen.

„Die Datenbrillen-Technologie hat unglaubliche Sprünge gemacht“

Oculus Crescent Bay
Die Oculus-Version „Crescent Bay“. (Bild: Oculus Rift)

Nicole Rüdlin: Google hat vor kurzem veröffentlicht, dass das Google Glass Programm eingestellt wird. Manche unken, dass die Datenbrille damit gescheitert sei. Warum sind Datenbrillen immer noch ein innovatives Thema?

Vanessa Meister: Ob die Google Glass damit gescheitert ist, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilen. Es gibt da durchaus unterschiedliche Meinungen. Es könnte sich auch zeigen, dass die Google Glass keine Consumer-Version ist, sondern sich eher für Business-Anwendungen eignet. Denn immerhin gibt es schon einige Firmen und Industrien, die die Google Glass testweise einsetzen, wie zum Beispiel DHL, Krankenhäuser, Installateure und auch Handwerker. Auch gibt es immer mehr Firmen, die Business-Anwendungen für die Oculus Rift entwickeln.

Die Datenbrillen-Technologie hat in den letzten Jahren unglaubliche Sprünge gemacht und ich glaube nicht, dass der Programm-Stopp von Google Glass dem ein Ende bereiten wird. Es stehen inzwischen zu viele namhafte Firmen wie beispielsweise Facebook, Epson oder Carl Zeiss hinter den verschiedenen Brillen, die ihre Entwicklung auch weiter fördern werden. Schließlich kommt alle paar Monate eine neue Brille auf den Markt und die Weiterentwicklung ist rasant. Mit der auf der CES vorgestellten Crescent-Bay-Version hat sich zum Beispiel die Oculus Rift noch mal auf beeindruckende Weise verbessert und mit der Meta 1 Space Glass sehen wir neben Augmented und Virtual Reality nun auch erstmals holographische Inhalte.

Nicole Rüdlin: In welchen Anwendungsbereichen wird die Datenbrille aktuell eingesetzt und wo hat sie Potenzial für die Zukunft? Welche Zukunftsszenarien sind denkbar?

„Auch in der Reise- und Tourismusindustrie ist der Einsatz von Datenbrillen denkbar.“

Vanessa Meister: Das kommt natürlich sehr auf die Brillenart an. Virtual-Reality-Brillen wie die Oculus eigenen sich sowohl für den Privat- als auch für den Business-Bereich. Im Privaten natürlich vor allem für Kino, Spiele und Weiterbildung. Im Business-Bereich können sie beispielsweise auf Messen eingesetzt werden, wenn die vorgestellten Produkte zum Beispiel zu groß sind wie im Maschinenbau oder bei der Ausstellung von Schiffen. Auch in der Reise- und Tourismusindustrie sowie der Immobilienwirtschaft ist ihr Einsatz denkbar – und schon Realität –, ebenso als Gerät für virtuelles Shopping und für Autokonfiguratoren. Ein Beispiel: Wenn wir eine Kreuzfahrt buchen wollen, können wir ins Reisebüro gehen, uns online Bilder ansehen oder aber in Zukunft direkt von zuhause eine Oculus aufziehen und das favorisierte Schiff vorab einfach virtuell begehen. Im Shopping-Bereich können wir mit der Brille zum Beispiel unser neues Auto komplett konfigurieren und virtuell erleben.

Für Augmented-Reality-Brillen gibt es Tests im Lagermanagement. DHL hat im Rahmen eines Pilotprojektes herausgefunden, dass eine signifikante Zeit-Einsparung durch die Anzeige des richtigen Weges sowie der zu entnehmenden Ware und des Einscannens stattfindet. Darüber hinaus können uns Augmented-Reality-Brillen zukünftig Navigieren, beim Sport unseren Kalorienverbrauch und unsere Schnelligkeit in Echtzeit zeigen oder uns im Supermarkt zu den von uns gesuchten Produkten leiten.

Wir werden die Brillen je nach Nutzungsszenario auswählen

Augmented-Reality: Datenbrille im Einsatz. (Foto: DHL)
Augmented-Reality: Die Datenbrille im Einsatz bei DHL. (Foto: DHL)

Nicole Rüdlin: Glaubst du, dass Datenbrillen grundsätzlich massenmarkttauglich sind?

Vanessa Meister: Es wird nicht jedermann in jeder Situation eine Brille tragen – sondern die Brille je nach Nutzungsszenario auswählen. Beispielsweise kann ich vor dem Computer eine Oculus aufsetzen, um einzukaufen und dann später auf meiner Zugfahrt über eine Epson-ähnliche Brille einen Film sehen – und trotzdem noch die Umwelt wahrnehmen. Wenn ich dann im Auto sitze oder Sport mache, könnte ich mich über eine Google-Glass-ähnliche Brille navigieren lassen – das heißt nicht, dass jeder mehrere Brillen besitzen muss – aber dass es durchaus Zielgruppen auf dem Massenmarkt für die jeweiligen Brillenarten gibt.

Nicole Rüdlin: Wie lässt sich die Datenbrille mit E-Commerce verbinden?

Vanessa Meister: Für den E-Commerce bieten vor allem Virtual-Reality-Brillen große Chancen. Hierfür können ganze Einkaufscenter nachgebaut werden, in die ich dann von zuhause aus eintreten und dort shoppen gehen kann. Ich kann Produkte auswählen, sie in 3D angucken, über Gestensteuerung beispielsweise mit Leap-Motion drehen und ganz einfach die Farben und Größen verändern. Auch ist denkbar, dass ich das mit meinen Freunden teilen und so mit ihnen zusammen shoppen gehen kann.

„Die Verfügbarkeit ist sehr unterschiedlich, aber Datenbrillen sind keine Rarität mehr.“

Auch entstehen neue Chancen für Produkte, die entweder nicht fassbar sind oder einfach zu groß, um eine genügende Anzahl davon in einem Shop auszustellen. Als Kind bin ich mit meiner Mutter noch in ein Reisebüro gelaufen und als Entscheidungsgrundlage für die nächste Reise hatten wir einen Katalog mit zwei Bildern pro Hotel. Heute kann ich mir auf Internetseiten hunderte Bilder anschauen und gleichzeitig Bewertungen einsehen. In Zukunft ist denkbar, dass ich durch den Einsatz einer Brille wirklich in ein Hotel und die Zimmer virtuell reinlaufen kann und mir diese und die Hotelumgebung somit noch genauer anschauen kann. Das gleiche gilt für Immobilien, Autokonfiguratoren oder aber beispielsweise große Maschinen.

Ikea hat auch schon gezeigt, wie Augmented Reality dem Kunden helfen kann, das richtige Möbelstück für das eigene Zuhause zu finden. Ja, gerade für den E-Commerce-Bereich entwickeln sich durch verschiedene Brillen ganz neue Möglichkeiten.

Nicole Rüdlin: Kann man Datenbrillen kaufen? Wo und was kosten sie?

Vanessa Meister: Die Verfügbarkeit der Datenbrillen ist sehr unterschiedlich. Mittlerweile sind sie allerdings keine Rarität mehr. Die bekannten Modelle wie die Epson Moverio BT-200, Vuzix M 100, Oculus Rift (DK2), Samsung Gear VR und Carl Zeiss One VR können direkt von den Herstellern bezogen werden, teilweise aus dem Ausland, wobei die Lieferzeiten variieren und man die Brillen unter Umständen verzollen muss. Etwas schwieriger wird es bei der Google Glass. Sie war bislang über das Explorer-Programm von Google für 1.500 US-Dollar erhältlich. Allerdings nur für natürliche Personen mit Wohnsitz in den USA. Das letzte halbe Jahr wurde das Programm auch nach Großbritannien ausgeweitet. Die Brille ist ab sofort nicht mehr erhältlich. Ob Google die noch verfügbaren Modelle verkauft, ist unklar. Preislich gibt es insbesondere zwischen AR- und VR-Brillen Unterschiede. Da VR-Brillen keine eigenen Rechenkomponenten besitzen – also Grafikkarten, Prozessor, Sensoren und so weiter –, sind sie auch wesentlich kostengünstiger.

Die Oculus Rift DK2 kostet offiziell 350 US-Dollar und braucht einen PC, die Samsung Gear kostet 199 US-Dollar, wobei dazu gesagt werden muss, dass ein Samsung Note4 vorhanden sein muss. Die Carl Zeiss One VR kostet 99 Euro, wobei auch hier wird ein Smartphone benötigt wird, die Epson Moverio BT-200 kostet 700 US-Dollar und die Vuzix M 100 999 US-Dollar. Die Meta 1 Space Glass ist wie die Oculus DK 2 noch ein Development-Kit und kann für 667 US-Dollar vorbestellt werden.

Nicole Rüdlin: Danke für das Interview!

Über die Interviewpartnerin

vanessa-meisterVanessa Meister ist Senior-Innovation-Strategist bei der Trendagentur Futurecandy, einer global agierenden Innovations- und Trendberatung mit Hauptsitz in Hamburg. Am 24. und 25. März 2015 wird sie am Stand G248 in Halle B1 auf der Internet-World in München die oben genannten Datenbrillen live vorstellen. Messebesucher, die schon immer mal einen Blick in die Zukunft wagen wollten, haben hier die Gelegenheit zum Testen und Ausprobieren. Mehr Informationen und kostenlose Anmeldung zur Messe auf internetworld-messe.de.

*Unter dem Begriff Datenbrille verstehen wir Virtual und Augmented Reality Brillen.

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Nicole Rüdlin
Social-Media-Shortcut-Guide: So bewegst du dich schneller durch Facebook, YouTube und Co. http://t3n.de/news/social-media-shortcut-guide-595400/ 2015-02-23T09:14:06Z
Schneller surfen und arbeiten im Digitalen klappt mit einem einfachen Trick: zeitsparenden Tastenkombinationen – auch in sozialen Netzwerken. Ein neuer Social-Media-Shortcut-Guide zeigt die die …

Schneller surfen und arbeiten im Digitalen klappt mit einem einfachen Trick: zeitsparenden Tastenkombinationen – auch in sozialen Netzwerken. Ein neuer Social-Media-Shortcut-Guide zeigt die die wichtigsten Befehle.

Wer täglich auf Facebook, Twitter, YouTube und Co. unterwegs ist, wird auch mehrmals täglich immer die gleichen Befehle ausführen: Nachrichten öffnen, Inhalte abschicken, auf die Profilseite wechseln oder einfach nur die Suchfunktion öffnen. Da kommen sogenannte Shortcuts ganz recht, denn sie sparen einiges an Zeit. Anstatt erst die einzelnen Bedienelemente mit dem Mauszeiger anzuvisieren und dann anzuklicken, reicht eine Tastenkombination, die zumindest ersteres völlig obsolet macht.

Social-Media-Shortcut-Guide: Tastenkürzel für alle wichtigen Bedienelemente auf einen Blick

Fortgeschrittene und Profis nutzen Shortcuts um sich schneller auf Plattformen zu bewegen. (Bild: Shutterstock / Gajus)
Fortgeschrittene und Profis nutzen Shortcuts um sich schneller auf Plattformen zu bewegen. (Bild: Shutterstock / Gajus)

Falls du diese Shortcuts noch nicht kennst, wirst du in einer neuen Infografik von Setupablogtoday.com einen hilfreichen Einstieg finden. Der Blogger Jamie Spencer hat für alle gängigen und vor allem marketingrelevanten Plattformen im Browser einen Guide dafür zusammengestellt. Dabei unterscheidet er, wenn nötig, zwischen den Befehlen für Mac- und Windows-Nutzer. Um beispielsweise das Benachrichtigungsfenster auf Facebook zu öffnen, müssen Mac-Nutzer die Tastenkombination CTRL+ALT+5 ausführen, Windows-Nutzer aber ALT+5. Auch die für Anfänger oft schwer zu findenden Privatsphäre-Einstellungen können mit einem Shortcode in Handumdrehen geöffnet werden.Wie das geht und welche zeitsparenden Befehle es noch so für Facebook, Twitter, Google+, Tumblr und YouTube gibt, erfahrt in der Infografik.

Ein Klick auf das Vorschaubild öffnet die gesamte Infografik.

Social-Media-Shortcut-Guide: So bewegst du dich schneller durch Facebook und Co. (Infografik: Setupablogtoday.com)

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Andreas Weck
Richtig werben auf YouTube: Das müsst ihr wissen [Infografik] http://t3n.de/news/werbung-youtube-594137/ 2015-02-16T14:15:35Z
Mit mehr als einer Milliarde Nutzern ist YouTube eines der wichtigsten Videoportale weltweit. Was werbetreibende über YouTube wissen müssen, verrät euch eine schicke Infografik.

Mit mehr als einer Milliarde Nutzern ist YouTube eines der wichtigsten Videoportale weltweit. Was werbetreibende über YouTube wissen müssen, verrät euch eine schicke Infografik.

YouTube: 300 Stunden neues Videomaterial pro Minute

Die mehr als eine Milliarde YouTube-Nutzer weltweit schauen sich täglich Videos mit einer Gesamtdauer von einigen hundert Millionen Stunden an. Pro Minute werden laut Angaben der Google-Tochter rund 300 Stunden neues Videomaterial hochgeladen. Längst ist die Plattform auch für Werbetreibende interessant. Über eine Million von ihnen sollen auf YouTube werben.

Die zehn erfolgreichsten Werbeclips sollen 2014 insgesamt 425 Millionen Views generiert haben. Ihre durchschnittliche Lauflänge betrug 3 Minuten. Besonders interessant ist auch der Umstand, dass 42 Prozent der Online-Shopper auf das Videoportal zurückgreifen, um sich vor dem Kauf über Produkte zu informieren. 62 Prozent der Online-Shopper wiederum nutzen YouTube, um Produkte zu finden.

YouTube: Was ihr über die Werbung auf der Plattform wissen müsst

Die Schweizer Digital-Marketing-Agentur Web Republic hat diese und viele weitere Fakten zum Thema Werbung auf YouTube in einer schicken Infografik versammelt. Hier erfahrt ihr alles Wissenswerte von den unterschiedlichen Werbeformaten bis hin zur Altersstruktur der YouTube-Nutzer. Einige der Statistiken beziehen sich zwar lediglich auf den schweizerischen Markt, das ist allerdings jeweils gekennzeichnet und tut der Qualität der Infografik keinen Abbruch. Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Werbung auf YouTube: Diese Clips kamen 2014 am besten an“.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Werbung auf YouTube. (Infografik: Web Republic)
Werbung auf YouTube. (Infografik: Web Republic)
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Kim Rixecker
Benchmark: Googles Open-Source-Tool PerfKit misst Performance von Cloud-Diensten http://t3n.de/news/perfkit-cloud-594030/ 2015-02-16T09:20:01Z
Google will es Nutzern künftig erheblich leichter machen, die Performance von Cloud-Angeboten zu vergleichen. Dabei helfen soll das Open-Source-Tool PerfKit.

Google will es Nutzern künftig erheblich leichter machen, die Performance von Cloud-Angeboten zu vergleichen. Dabei helfen soll das Open-Source-Tool PerfKit.

PerfKit: Messen und Visualisieren der Cloud-Performance

Es ist nicht immer ganz einfach, die Performance von Cloud-Diensten zu vergleichen. Oft bekommt man lediglich eine Preistabelle und die angebotenen Features in der Übersicht angeboten. Google will da mit dem Open-Source-Tool PerfKit Abhilfe schaffen.

Die Plattform besteht aus zwei Komponenten: Der PerfKit Benchmarker zeigt und vergleicht die Standard-Metriken der Cloud-Performance der verschiedenen Angebote wie Durchsatz, Latenzzeiten, Varianzen und Overhead. Der PerfKit Explorer visualisiert diese Daten.

PerfKit erhebt und visualisiert die Performance-Daten verschiedener Cloud-Dienste. (Screenshot: Google)
PerfKit erhebt und visualisiert die Performance-Daten verschiedener Cloud-Dienste. (Screenshot: Google)

Um an die Daten zu kommen, hat Google nach eigenen Angaben mit über 30 Forschungsunternehmen, Anbietern und Kunden von Cloud-Diensten zusammengearbeitet, darunter das MIT, Cisco, Intel und RedHat. Einige der Daten sind bereits in das Tool integriert, so dass Nutzer sich auch ohne eigene Datenerhebungen einen ersten Überblick verschaffen können.

„PerfKit ist ein lebendiges Benchmark-Framework, das so konzipiert wurde, dass es sich mit den sich ändernden Cloud-Technologien mitentwickelt“, erklärt Google in einem entsprechenden Blogpost. Kämen neue Tools oder Anbieter hinzu, werde das PerfKit entsprechend angepasst. Nutzer könnten sich so immer ihren aktuellen Infrastruktur-Bedürfnissen entsprechend für eine Lösung entscheiden.

via www.theregister.co.uk

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Jörn Brien