Google | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Google 2015-08-28T07:50:28Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/google Chrome pausiert Flash-Werbung automatisch: Ab dem 1. September ist es soweit [Update] http://t3n.de/news/chrome-flash-strom-614450/ 2015-08-28T07:50:28Z
Google macht ernst: Ab September 2015 sollen Flash-Animationen automatisch pausiert werden. Wer noch immer auf Flash-Werbung setzt, sollte daher schnell reagieren.

Google macht ernst: Ab September 2015 sollen Flash-Animationen automatisch pausiert werden. Wer noch immer auf Flash-Werbung setzt, sollte daher schnell reagieren.

Update vom 28. August 2015: Der Zeitpunkt steht fest: Die angekündigten Änderungen im Umgang mit Flash-Animationen im Chrome-Browser sollen ab dem ersten September 2015 ausgerollt werden. Das geht aus einem Beitrag von AdWords auf Google+ hervor.

Chrome: Flash als Stromfresser

Googles Chrome-Browser war zuletzt zunehmend in die Kritik geraten, weil er zu viel Strom fressen soll. Das ist vor allem für Mobilgeräte wie Notebooks oder Tablets ärgerlich – und auch die Prozessorleistung leidet darunter. Google ist dieses Problem jetzt angegangen und hat gemeinsam mit Adobe eine Lösung für einen der größten Stromfresser im Netz entwickelt: Flash-Animationen.

Chrome-Beta mit automatischem Flash-Stopp steht schon zum Download. (Bild: Google)
Chrome-Beta mit automatischem Flash-Stopp steht schon zum Download. (Bild: Google)

In der neuen Chrome-Version, die schon als Beta runtergeladen werden kann und im September offiziell erscheinen soll, werden solche Flash-Elemente automatisch blockiert. Dabei geht es um Inhalte, die nicht wichtig für die Website sind, etwa automatisch startende Videowerbung am Rand. Sie wird von Chrome angehalten, während Flash-Inhalte in der Mitte der Website trotzdem angeguckt werden können.

Chrome-Beta mit automatischer Flash-Blockade

Wer sich die Flash-Werbung im Nachhinein zu Gemüte führen will, kann sie durch einen Klick starten. Bei der Beta-Version des neuen Chrome-Browsers für Windows, Mac und Linux ist die Funktion schon voreingestellt.

Wer sich anschauen will, wie das Ganze funktioniert, kann in den erweiterten Einstellungen bei den Inhaltseinstellungen im Datenschutzbereich die Option „Wichtige Plug-in-Inhalte erkennen und ausführen“ einstellen. Die pausierten Elemente können dann auf Wunsch durch das Klicken auf den Video-Play-Button aktiviert werden.

Google zufolge soll die Flash-Blockade den Stromverbrauch signifikant senken – Zahlen nennt der Suchmaschinenriese allerdings nicht. Ein Eigentor, wie man vermuten könnte, ist die Beschneidung der Flash-Funktion aber nicht. Auch mit dieser Aktion will Google Werbekunden dazu bringen, künftig statt auf Flash lieber auf HTML5 zu setzen.

Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 5. Juni 2015

via venturebeat.com

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Jörn Brien
Der alte Traum von der lukrativen Nischenseite – wirklich ausgeträumt? http://t3n.de/news/lukrative-nischenseiten-634417/ 2015-08-27T09:45:19Z
Nischenseiten brachten vor ein paar Jahren oft einen netten Nebenverdienst. Aber kann man heute noch mit SEO, Affiliate und AdSense ordentlich Geld verdienen?

Nischenseiten brachten vor ein paar Jahren oft einen netten Nebenverdienst. Aber kann man heute noch mit SEO, Affiliate und AdSense ordentlich Geld verdienen?

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In Geld baden? Vor ein paar Jahren konnten Betreiber einer Nischenseite das noch.

Vor sechs oder sieben Jahren zu den besten Zeiten des schnellen SEO-Affiliate-Adsense-Geldes, als jeder zweite Online-Marketing-Macher eine eigene Seite hatte und über gutes Google-Ranking plus Werbeeinbindung dazu verdiente, gab es viele Erfolgsgeschichten, in denen findige Online Marketing-Leute sich Urlaube oder sogar schöne Häuschen verdient haben. In den letzten Jahren hat sich die Welt für „Made for Adsense“-Seiten (MfA) oder andere SEO-Projekte spürbar verändert. Der Wettbewerb ist in vielen Bereichen härter geworden, Google-Optimierung folgt heute bekanntlich anderen Mustern und erfordert meist andere Tiefe.

Dennoch waren wir angetan, als wir über Peer Wandigers Webseite nischenseiten-guide.de gestolpert sind. Es gibt einfach viele witzige Projekt-Ideen, selbst wenn es häufig um Kleingeld geht. Das Muster ist ja immer gleich: Idee, Recherche nach dem Suchvolumen, Blick auf die Konkurrenz und los. Wandiger hat spaßeshalber sogar eine Challenge ins Leben gerufen. Innerhalb von drei Monaten müssen die Teilnehmer eine Domain registrieren und die Seite aufbauen – wer am Ende das meiste Geld verdient hat, gewinnt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei cleverer Vermarktung schon zum Start nette Nebenverdienste drin sind – selbst mit den verrücktesten Domains.

Peer Wandiger
Peer Wandiger

Peer Wandiger kam 2012 auf die Idee zu einer Nischenseiten-Challenge: „Ich war auf der Suche nach einer Artikelserie oder etwas ähnlichem, um Einblicke in die Umsetzung einer kleinen Website zu geben“, sagt er gegenüber Online Marketing Rockstars. „Wir haben dann die erste Challenge ins Leben gerufen, um transparent zu zeigen, wie wir Nischenwebsites umsetzen.“

Er und der befreundete Blogger Sebastian Czypionka begleiten ihr Vorgehen öffentlich mit mehreren Artikeln. Czypionka ist in die Nischen-Welt übrigens mit seinem ersten Projekt „Disco Tanzen Lernen“ gestartet. Wandiger tritt mit poolheizung-solar.de gegen schnell-gesund-zunehmen.de (kein Witz) von Czypionka an. Nach drei Monaten hat er über 224 Euro verdient und viele Leser gewonnen.

Aus zwei Teilnehmern werden 2015 dann 200 und damit steigt auch das Potenzial für kuriose Ideen. Beim Blick auf die Projekte wird klar, dass das meiste Geld von AdSense und vor allem Amazon-Affiliate kommt. So auch bei Peer Wandiger, der mit seiner Seite luftentfeuchter-und-bautrockner.de angetreten war. Er landet mit einem Verdienst von etwa 36 Euro auf den hinteren Rängen. Das bestätigt wohl auch die Meinung des Nischenexperten, der selbst schreibt: „Grundsätzlich kann man von Nischen-Websites leben, aber nicht jeder schafft das.“

Kuriose Sieger verdienen gar nicht schlecht

Jetzt kommen wir aber zu den umsatzstärkeren Projekten. Auf Platz eins landet poolsauger-test.de mit einem Gesamtumsatz von 388,46 Euro in den ersten drei Monaten. Gute Projekte bestehen natürlich über die Challenge hinaus weiter und dürften meistens wachsen. Auf den weiteren Plätzen folgen haengesessel-abc.de und hornhautentferner-test.de – alle mit Einnahmen von über 200 Euro in den ersten Monaten.

Weitere Highlights der Redaktion sind der-richtige-kratzbaum.com (Einnahmen: 70 Euro), waschbeckenunterschrank24.com (35 Euro), ziehharmonika24.de (2,30 Euro) und papierschneidemaschine.info (22 Euro). Bei den Beträgen handelt es sich um Umsätze. Nach Abzug der Ausgaben, sieht es für manche Teilnehmer der Challenge düster aus: Die Seite esspressomaschinen-vergleich.net hat nach eigenen Angaben 6,38 Euro eingenommen und über 480 Euro ausgegeben. Hoffentlich kommt in den nächsten Wochen endlich Geld rein.

Die Sieger der Nischenseiten-Challenge 2015
Die Sieger der Nischenseiten-Challenge 2015

Doch was macht der Gewinner mit seinen Poolsaugern (Gewinn: 328,97 Euro) besser als der Espresso-Mann? Die Nische des Verlierers ist einfach schon besetzt. Selbst Chip.de widmet sich Espressomaschinen und landet bei Google vor der Nischenseite. Neben den schwierigen SEO-Voraussetzungen ist auch die Monetarisierung mit Affiliate hier nicht einfach. Amazon-Cookies haben eine relativ kurze Laufzeit von 24 Stunden und Espressomaschinen sind eine teure Anschaffung, die sich viele Kunden lieber länger überlegen.

Zu vielen Verkäufen dürfte die Webseite während der Nischenseiten-Challenge nicht beigetragen haben. Ganz anders beim Gewinner: Die Seite poolsauger-test.de liegt bei der Google-Suche nach „Poolsauger“ und „Poolsauger Test“ auf Platz eins. Die Geräte kosten meist deutlich unter 100 Euro – perfekt für Amazon-Affiliate. AdSense scheint gar nicht eingebunden zu sein.

Die Zukunft der Nischenseiten

Nischenseiten-Experte Wandiger macht selbst kaum etwas in Richtung SEO und sieht für die Zukunft der Branche andere Schwerpunkte: „Viel wichtiger sind die Inhalte, die gerade in kleinen Nischen oft reichen, um weit nach vorn zu kommen. Und natürlich gibt es da auch in Zukunft weiter viel Potenzial, auch wenn sich Nischenseiten ebenfalls weiterentwickeln.“ Bei der Entwicklung einer Nischenseite habe SEO Grenzen, die mit Kreativität überwunden werden könnten. „Deshalb denke ich, dass man aktuellen SEO-Trends nicht hinterherlaufen sollte. Die kommen und gehen“, sagt Wandiger.

Sein Lieblings-Projekt miniteich-ratgeber.de bei der diesjährigen Challenge zeigt wohl, wohin sich Nischen-Webseiten entwickeln sollten, wenn sie Erfolg haben wollen. Dabei handele es sich schon kaum mehr um eine Nischenseite: „Da steckt viel Liebe drin, auch wenn ich manches anders gemacht hätte“, sagt er zu uns. Die Macher der Seite haben ein eigenes kleines Maskottchen (einen Frosch natürlich) entworfen und verkaufen T-Shirts und Tassen. Außerdem gibt es eine Geschenke-Tipps-Unterseite und viel Hintergrundwissen zum Thema.

Typische Nische: Der Miniteich Ratgeber
Typische Nische: Der Miniteich Ratgeber

SEO ist Grundlage, aber nicht entscheidend – Amazon-Affiliate und Inhalte zählen. So könnte die Erfolgsgleichung von Nischenseiten lauten. Um wirklich viel Geld nebenher zu verdienen, solltet ihr entweder ein paar Webseiten gleichzeitig betreiben (Tipp von Peer Wandiger: nicht zu viele, lieber gut pflegen) oder eine Menge Zeit für das große Ding aufwenden, wobei es auch da Glück braucht.

Eine von Peer Wandigers Webseiten bringt ihm nach eigenen Angaben im Monat zwischen 500 und 700 Euro ein, fünf dieser Sorte bräuchte es also zum Leben. Er weist allerdings darauf hin, dass Einnahmen nicht planbar sind. An Nischen wird es aber nicht mangeln. Die Welt entwickelt sich weiter und letztlich ist jeder neue Trend, jede neue Produktinnovation potenziell eine neue Nische. Wir sind gespannt auf welche Seiten und cleveren Nischen es uns demnächst ungeahnt spült und drücken allen Nischen-Hustlern die Daumen!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf OnlineMarketingRockstars Daily

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Online Marketing Rockstars
YouTube Gaming: Googles Twitch-Alternative startet heute [Update] http://t3n.de/news/youtube-gaming-616195/ 2015-08-26T10:19:46Z
Medienberichten zufolge soll YouTube Gaming heute an den Start gehen. Damit könnte die Amazon-Tochter Twitch einen echten Konkurrenten bekommen.

Medienberichten zufolge soll YouTube Gaming heute an den Start gehen. Damit könnte die Amazon-Tochter Twitch einen echten Konkurrenten bekommen.

Update vom 26. August 2015: Wie ArsTechnica berichtet, soll YouTube Gaming noch heute an den Start gehen. Entsprechende Apps für Android und iOS soll es ebenfalls zum Start geben, allerdings zunächst nur auf Englisch. Versionen für andere Länder sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Googles Twitch-Alternative „YouTube Gaming“

YouTube reagiert auf die Übernahme des Streaming-Dienstes Twitch durch Amazon, die im vergangenen August über die Bühne ging. In einem Blogpost kündigt der US-Konzern an, noch in diesem Sommer eine neue Plattform speziell für Gamer zu starten. Ihr Name: YouTube Gaming.

Youtube Gaming: Google zeigt ein Herz für Gamer. (Screenshot: t3n/ YouTube Gaming)
Youtube Gaming: Google zeigt ein Herz für Gamer. (Screenshot: t3n/ YouTube Gaming)

YouTube Gaming bietet Platz für über 25.000 Spiele und Nutzern ein von YouTube unabhängiges Ökosystem. So sei es beispielsweise möglich, die Suche auf die neue Plattform zu beschränken, um irrelevante Videos anderer Genres auszublenden. Zu Beginn soll das Angebot aber nur in den USA und Großbritannien starten.

Twitch erreicht jeden Monat über 50 Millionen Besucher

„Wir haben Gamern nie das Erlebnis geboten, das sie verdienen.“

Ryan Watt, Chef der Gaming-Sparte von YouTube, erklärt am Freitag: „Wir haben Gamern nie das Erlebnis geboten, das sie verdienen. Das ändert sich mit dem heutigen Tag.“ Dass dies nicht uneigennützig geschieht, ist aber offensichtlich: Vorreiter Twitch erreicht laut Quantcast mittlerweile rund 50 Millionen Besucher pro Monat.

Bereits im letzten Monat hat YouTube angekündigt, dass Videos zukünftig mit 60 Bildern pro Sekunde gestreamt werden können. Diese „magische Grenze“ ist für flüssiges Spielen essenziell, wie ein direkter Vergleich auf beispielsweise 30vs60.com zeigt.

Veröffentlichungsdatum des Original-Artikels: 15. Juni 2015

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Lars Budde
Firefox verärgert Add-on-Entwickler: Das steckt hinter der neuen API für Erweiterungen http://t3n.de/news/mozilla-firefox-webextensions-api-633896/ 2015-08-25T08:59:24Z
Langfristig will Mozilla auf eine neue API für Firefox-Erweiterungen nach dem Vorbild von Chrome und Opera umsteigen. Das würde zwar eine einfachere Portierbarkeit ermöglichen, verärgert aber …

Langfristig will Mozilla auf eine neue API für Firefox-Erweiterungen nach dem Vorbild von Chrome und Opera umsteigen. Das würde zwar eine einfachere Portierbarkeit ermöglichen, verärgert aber Entwickler bestehender Firefox-Add-ons.

Mozilla: Firefox bekommt neue Add-on-API

Mozilla will die eigene Add-on-API im Firefox-Browser austauschen. Das soll verschiedene Vorteile mit sich bringen. Zum einen setzt die WebExtensions-API auf JavaScript und HTML, wodurch es möglich sein wird, Chrome- und Opera-Erweiterungen vergleichsweise leicht für Firefox zu portieren – und umgekehrt. Tatsächlich soll Mozilla im Gespräch mit den anderen großen Browser-Entwicklern sein, um zumindest Teile der API als browserübergreifenden Standard zu etablieren.

Dank der neuen Multi-Prozess-Architektur namens Electrolysis werden Add-ons zukünftig außerdem als separate Prozesse ausgeführt. Das dürfte letztlich der Sicherheit zugutekommen. Für Entwickler bestehender Erweiterungen bedeuten die Änderungen allerdings, dass ihre Add-ons bald nicht mehr funktionieren könnten. Auch dürfte sich der Funktionsumfang einiger Erweiterungen aufgrund der neuen Architektur nicht adäquat auf das neue Modell übertragen lassen.

Mozilla: Nicht alle Firefox-Erweiterungen werden sich mit der neuen API nachbauen lassen. (Screenshot: arewee10syet.com)
Mozilla: Nicht alle Firefox-Erweiterungen werden sich mit der neuen API nachbauen lassen. (Screenshot: arewee10syet.com)

Mozilla Firefox: Einige Add-on-Entwickler sind unzufrieden mit der Entwicklung

Nicht wenige Add-on-Entwickler sind unzufrieden mit der Entwicklung bei Mozilla. Zu ihnen gehört beispielsweise Nils Maier, der unter anderem die Download-Erweiterung DownThemAll! entwickelt hat. In einem Blog-Beitrag nennt er die Entwicklung „traurig“ und lässt in einem Kommentar zudem durchblicken, dass er aufgrund dieser Entwicklung zukünftig wohl keine Browser-Erweiterungen mehr schreiben will. Auf Reddit und Hacker News äußerten sich weitere enttäuschte Entwickler.

Der Umstellungsprozess wird allerdings nicht von heute auf morgen erfolgen. Electrolysis soll nach dem jetzigen Plan ab Dezember in der regulären Firefox-Version ankommen. Nach der Umstellung sollen die alten XPCOM-Eweiterungen durch eine Übergangslösung namens „cross process object wrappers“ (CPOW) zunächst am Leben erhalten werden. Innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate soll die Unterstützung für die bestehende Add-on-API dann zugunsten der WebExtensions-API gänzlich eingestellt werden. Weitere Informationen zur Zukunft der Firefox-Add-ons findet ihr in diesem Blog-Beitrag von Mozilla.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Firefox-Erweiterungen: 45 Add-Ons für mehr Produktivität und Spaß“.

via arstechnica.com

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Kim Rixecker
Bezahlen in 2 Sekunden: Wie Apple, Samsung und Co. Schwung ins Mobile Payment bringen http://t3n.de/magazin/mobile-payment-239411/ 2015-08-24T07:26:20Z
Mobil bezahlen? Das wird sich so schnell nicht durchsetzen – sagen die einen. Die anderen sehen darin den nächsten großen Trend. Große Player wie Paypal, Apple, Google und Samsung …

Mobil bezahlen? Das wird sich so schnell nicht durchsetzen – sagen die einen. Die anderen sehen darin den nächsten großen Trend. Große Player wie Paypal, , und experimentieren schon längst fleißig mit den Möglichkeiten. Im Rahmen unserer Themenwoche  schauen wir, wie es tatsächlich um das Mobile Payment in Deutschland und im Rest der Welt bestellt ist.

Es könnte so schön sein: Smartphone zücken, Piep abwarten, Zahlung bestätigen – und schon kann man die Kinokarte, den Wocheneinkauf oder die Benzinquittung mitnehmen. „In Zukunft wird die Mobile Wallet die Geldbörse komplett ersetzen“, behauptet BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Eine gewagte These angesichts der geringen Begeisterung in Deutschland für mobiles Bezahlen.

Gerade mal rund ein Drittel aller deutschen Smartphone-Nutzer wollen Rechnungen per Handy begleichen, sagen Umfragen des Branchenverbandes BITKOM und des Marktforschungsinstituts Fittkau und Maaß. Dennoch sehen fünfzig Prozent der Händler das Zahlen per Near Field Communication (NFC) als den technologischen Nachfolger des Bargelds, in erster Linie in Form kontaktloser Kartenzahlung und App-Payments. Das hat eine Umfrage von SIX Payment Services im Februar 2015 ergeben.

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Die neue Ausgabe des t3n Magazin erscheint am 26. August im Handel.

Apple Pay: Erfolg in den USA und UK

Wie so oft ruht die Hoffnung auf Apple. Apple Pay startete im Oktober 2014 mit 200.000 Akzeptanzstellen in den USA sowie bei In-App-Käufen – etwa in den Apps von Best Buy, Delta Air Lines, Dunkin’ Donuts oder Kickstarter. In den USA arbeitet Apple mit den Kreditkarten-Unternehmen Visa, American Express und MasterCard sowie einigen lokalen Banken zusammen. Seit Juli 2015 erfreut Apple Pay nun auch britische Kunden.

Dabei autorisiert ein einmaliger, individueller und dynamischer Sicherheitscode jede Überweisung. Der Konzern versichert, weder Nummern der Kredit- noch die der Bankkarte auf seinen Servern zu speichern. Stattdessen wird eine individuelle Geräte-Kontonummer erstellt, verschlüsselt und in einem sogenannten „Sicheren Element“ auf dem Gerät gespeichert, das notwendig ist, um Apple Pay nutzen zu können.

Bislang nur in den USA und Großbritannien verfügbar: Apple Pay ermöglicht mobiles Bezahlen via iPhone 6, iPhone 6 Plus und Apple Watch. (Screenshot: apple.com)
Bislang nur in den USA und Großbritannien verfügbar: Apple Pay ermöglicht mobiles Bezahlen via iPhone 6, iPhone 6 Plus und Apple Watch. (Screenshot: apple.com)

Das „Sichere Element“ gibt es aber erst auf den Gerätegenerationen iPhone 6, iPhone 6 Plus und Apple Watch, was die Zahl potenzieller Apple-Pay-Kunden erheblich minimiert. Dennoch feiert Apple in den USA Erfolge: Die Kunden der Supermarktkette Whole Foods zahlten binnen drei Wochen rund 150.000 Mal mit Apple Pay. McDonald's kassiert laut Handelsblatt jede zweite mobile Zahlung über Apple Pay. Noch attraktiver soll Apple Pay mit iOS 9 sein: Dann unterstützt das mobile Zahlungssystem auch Bonusprogramme sowie Kundenkredit- oder -bankkarten in den USA.

Für Deutschland dürften die Prognosen nicht so rosig sein. Apple hält hierzulande einen deutlich niedrigeren Anteil am Smartphone-Markt. Außerdem sind Kreditkarten – das Kernelement von Apple Pay – deutlich weniger verbreitet. Gerade mal jeder dritte Deutsche besitzt in Deutschland eine Kreditkarte.

Samsung Pay: Beta-Test in Südkorea

Auch Samsung ist nicht untätig. Mit dem Galaxy S6 will der Konzern seinen Konkurrent Apple einholen und setzt dabei – anders als bisherige Lösungen – nicht nur auf NFC, sondern auch auf Magnetstreifen. Dazu hat Samsung im Februar das Mobile Wallet LoopPay gekauft und in Samsung Pay verwandelt. Bezahlen können Nutzer per Fingerabdruck. Die entsprechende Hardware ist im Galaxy S6 und im S6 edge schon integriert.

Im Namen der Sicherheit arbeitet Samsung bei jeder Zahlung mit einem Token, der nur einmal gültig ist. Die Kartennummer überträgt auch Samsung Pay nicht. In Südkorea testen gerade 1.000 registrierte Nutzer im Rahmen eines geschlossenen Betatests das mobile Bezahlsystem. Dazu hat Samsung Visa, Mastercard und acht lokale Kreditkartenanbieter ins Boot geholt. Laut einem Bericht von BusinessKorea gibt es jedoch noch Probleme bei der Verifizierung der Fingerabdrücke. Vor allem alte Kartengeräte sollen zudem noch nicht immer zuverlässig mit der Magnetic Secure Transmission (MST) zusammenarbeiten.

Doch das sind Kinderkrankheiten, die Samsung früher oder später überwinden wird. Ein größeres Problem könnte Samsungs sinkender Marktanteil im weltweiten Mobiltelefonmarkt werden. Seit Jahren zeichnet sich der Abwärtstrend ab: Laut dem Statistik-Dienstleister Statista sank die Verbreitung von Samsung-Smartphones von 32,5 Prozent (2013) auf derzeit 21,7 Prozent.

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Yvonne Göpfert
Cyber-Krieg: Google-Sicherheitschef beobachtet zielgerichtete Attacken von Staats-Hackern http://t3n.de/news/cyber-krieg-google-633543/ 2015-08-24T05:27:44Z
Der IT-Sicherheitschef von Google warnt vor einem Cyber-Krieg in bisher unbekannten Ausmaßen und fordert einheitliche Standards für die Sicherheit von vernetzten Geräten.

Der IT-Sicherheitschef von Google warnt vor einem Cyber-Krieg in bisher unbekannten Ausmaßen und fordert einheitliche Standards für die Sicherheit von vernetzten Geräten.

Google-Sicherheitschef: Cyber-Krieg steht bevor

Während Hacker-Angriffe bereits an der Tagesordnung sind und sich immer neue Sicherheitslücken zunutze machen, könnte der erste richtige Cyber-Krieg bevorstehen. Experten warnen bereits davor, dass sich Staaten und Hacker für eine solche Auseinandersetzung im Web mit drastischen Folgen bereitmachen. Nun stimmt auch Gerhard Eschelbeck, Leiter für IT-Sicherheit und Datenschutz von Google, in den Tenor der warnenden Stimmen ein.

Google-Sicherheitschef sieht neue Bedrohungen durch Staats-Hacker. (Foto: zodman / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Eschelbeck zufolge steht uns ein ausufernder Cyber-Krieg mit immer geschickteren Angreifern bevor, wie der Sicherheitsexperte in einem Interview mit dem Spiegel zu Protokoll gab. Dabei habe es die Internetwelt immer öfter mit zielgerichteten Attacken von Staats-Hackern zu tun, die von bestimmten Ländern gesponsert würden, um konkrete Absichten zu verfolgen.

Google: Mehr Sicherheit für Internet der Dinge

Im Visier seiner Sicherheitsbedenken hat Eschelbeck dabei insbesondere das Internet der Dinge. Die Vernetzung von Alltagselektronik berge kaum absehbare Risiken. Daher fordert der Google-Sicherheitschef in dem Spiegel-Interview einheitliche Sicherheitsstandards. Nachdem es Hackern zuletzt gelungen war, sich in Autos einzuhacken, sieht Eschelbeck vor allem hier Gefahren. Die Sicherheit müsse von Anfang an mit eingebaut sein, forderte er von der Branche.

Statt – oft unsicherer – Passwörter empfiehlt Eschelbeck übrigens die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Sein Tipp: Nutzer sollten sich einen sogenannten Security Key anschaffen, der einfach in den USB-Port des Computers gesteckt werden könne.

via www.golem.de

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Jörn Brien
Ein Lottogewinn wäre wahrscheinlicher: Google verliert Nutzerdaten nach viermaligem Blitzeinschlag http://t3n.de/news/google-datenzentrum-blitzeinschlag-632708/ 2015-08-20T13:00:58Z
Ein Google-Datenzentrum in Belgien wurde gleich viermal vom Blitz getroffen. Das führte zu einem begrenzten Datenverlust für einige Compute-Engine-Kunden.

Ein Google-Datenzentrum in Belgien wurde gleich viermal vom Blitz getroffen. Das führte zu einem begrenzten Datenverlust für einige Compute-Engine-Kunden.

Gewitterwolken gegen die Cloud: Vier Blitze schlagen in Google-Datenzentrum ein

Datenzentren sind üblicherweise deutlich besser gegen Blitzeinschläge geschützt als beispielsweise ein gewöhnliches Wohnhaus. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es aber wohl nicht, wie ein aktueller Bericht von Google beweist. Ein Datenzentrum in Belgien wurde am 13. August 2015 gleich viermal hintereinander von einem Blitz getroffen. Das führte zunächst zu einem kurzen Stromausfall bei einigen Speichersystemen.

Google: Einige wenige Compute-Engine-Kunden haben einen Datenverlust erlitten. (Foto: Google)
Google: Einige wenige Compute-Engine-Kunden haben einen Datenverlust erlitten. (Foto: Google)

Google hat die Stromversorgung nach eigenen Angaben schnell wiederherstellen können, zudem die Speichersysteme als Backup von einem Akku mit Strom versorgt werden. In den darauffolgenden Tagen hat sich Google nach eigenen Angaben um die Wiederherstellung der Daten bemüht. Bei einem kleinen Teil, laut Google 0,000001 Prozent der betroffenen Zone (europe-west1-b) war eine vollständige Wiederherstellung allerdings nicht möglich. Betroffen waren ausschließlich Kunden der Google-Compute-Engine.

Compute-Engine: Google empfiehlt Kunden, Ihre Daten nicht in einem einzigen Datenzentrum abzulegen

Google nutzt den Anlass, um Compute-Engine-Kunden in einem Statement darauf hinzuweisen, dass sich Ausfälle in einem Datenzentrum nie hundertprozentig ausschließen lassen. Wer sichergehen will, dass die Daten des eigenen Unternehmens sicher sind, der solle GCE-Snapshots und Google-Cloud-Storage nutzen, damit die Daten in unterschiedlichen Datenzentren auf der ganzen Welt gesichert werden. Informationen dazu, welche Kunden von dem Ausfall betroffen sind, gibt es derzeit nicht.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „5 Cloud-Storage-Giganten im Vergleich: Das sind die Ergebnisse des Hasso-Plattner-Instituts“.

via www.bbc.com

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Kim Rixecker
Stürzt Wikipedia bei Google ab? Gründer dementiert massive Verluste http://t3n.de/news/stuerzt-wikipedia-google-ab-632630/ 2015-08-20T05:00:08Z
Im ersten Halbjahr hat die Website laut den Forschern von Similar Web 550 Millionen Klicks über Google verloren. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales widerspricht der Studie jedoch und behauptet, dass …

Im ersten Halbjahr hat die Website laut den Forschern von Similar Web 550 Millionen Klicks über Google verloren. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales widerspricht der Studie jedoch und behauptet, dass der Traffic über die Suchmaschine steigt.

Massive Verluste für Wikipedia

Wikipedia-Einträge befinden sich seit Jahren an der Spitze der Suchergebnisse von Google. Doch das soll sich vor allem in den vergangenen Monaten geändert haben, berichtet der Analytics-Anbieter „Similar Web“. Von April bis Juni 2015 habe Wikipedia 250 Millionen Visits über die Suchmaschine am Desktop verloren, innerhalb von fünf Monaten seien es sogar 550 Millionen Visits gewesen. Im Vergleich zu früheren Auswertungen ergibt das einen Verlust von 20 Prozent. Auch der mobile Traffic über Google sinkt laut „Similar Web“: Zwischen Februar und Juli sollen 500 Millionen Visits verloren gegangen sein. Ein Grund für den Absturz dürfte das Panda-Update sein.

(Foto: Joi Ito / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Wikipedia-Gründer bestätigt, dass es seit längerem ein Problem mit Google gibt. (Foto: Joi Ito / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Jetzt äußert sich der Gründer der Online-Enzyklopädie, Jimmy Wales, zu der veröffentlichten Analyse. Er bestätigt die Zahlen von „Similar Web“ nicht und stellt klar, dass es sich nicht um einen „plötzlichen Absturz“ des Google-Traffics handle.

Probleme mit Google

Wales gesteht jedoch, dass der stetige Verlust von Google-Traffic ein bekanntes Problem sei, obwohl die Direktverweise über die Suchmaschine laut dem Betreiber steigen. Zumindest sei Wikipedia nicht so sehr von Klicks abhängig wie werbefinanzierte Seiten. Die Korrelation zwischen den Seitenbesuchen und der Qualität der Inhalte sei weniger relevant als angenommen.

via uk.businessinsider.com

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Elisabeth Oberndorfer
10 Jahre Netzwerkentwicklung: Google gibt seltenen Einblick in die Infrastruktur des Unternehmens http://t3n.de/news/google-datenzentren-jupiter-netzwerk-632592/ 2015-08-19T15:28:44Z
Google hat ein umfangreiches Paper veröffentlicht, in dem der Suchgigant erklärt, wie sich die Technik der eigenen Datenzentren in den letzten zehn Jahren entwickelt hat.

hat ein umfangreiches Paper veröffentlicht, in dem der Suchgigant erklärt, wie sich die Technik der eigenen Datenzentren in den letzten zehn Jahren entwickelt hat.

Infrastruktur: Ein Blick auf die Technik der Google-Datenzentren

Google betreibt überall auf der Welt riesige Datenzentren. Über deren genauen Aufbau wissen wir bislang allerdings nicht viel. Das Unternehmen setzt auf eigene Hard- und Software. Außerdem sind oft nicht einmal die Standorte der Datenzentren bekannt, da Google diese oft von Tochterunternehmen mit unverdächtig klingenden Namen betreiben lässt.

Datenzentren:  Die Google-internen Meilensteine auf einem Blick. (Grafik: Google)
Datenzentren: Die Google-internen Meilensteine auf einem Blick. (Grafik: Google)

Jetzt hat der Konzern aber ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und ein Paper veröffentlicht, in dem die Autoren die technische Entwicklung des Google-eigenen Netzwerks über die letzten zehn Jahre beschreiben. Das aktuell im Einsatz befindliche Netzwerk nennt sich Jupiter. Im Vergleich zur ersten Version ihres Netzwerks soll sich die Kapazität durch Jupiter um das Hundertfache erhöht haben. Jeder der 100.000 soll mit zehn Gigabit pro Sekunde mit jedem anderen Server im Netzwerk kommunizieren können.

Google-Datenzentren: Fünf Generationen in zehn Jahren

Wem das Paper doch etwas zu umfangreich ist, der findet in diesem Blog-Beitrag eine knappe Zusammenfassung der Entwicklung in Googles Datenzentren über die letzten zehn Jahre. Außerdem hat der Autor des Beitrags, Googles Netzwerk-Guru Amin Vahda, schon im Juni 2015 im Rahmen des Open Networking Summit ein wenig über die Technik hinter Googles Datenzentren gesprochen. Eine Videoaufzeichnung seines Talks findet ihr unterhalb des Artikels.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Groß, bunt, beeindruckend – So sehen Googles Rechenzentren aus“.

via techcrunch.com

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Kim Rixecker
Google-Managerin Stroehmann fordert im Interview rein datengetriebenes Marketing http://t3n.de/news/google-managerin-marianne-stroehmann-interview-632388/ 2015-08-19T12:17:36Z
Langfristige Planungsmodelle und ein starrer Mediamix: Für Marianne Stroehmann, seit rund einem Jahr Managerin bei Google, ist das längst überholt. Im Interview fordert sie den Paradigmenwechsel …

Langfristige Planungsmodelle und ein starrer Mediamix: Für Marianne Stroehmann, seit rund einem Jahr Managerin bei Google, ist das längst überholt. Im Interview fordert sie den Paradigmenwechsel zum rein datengetriebenen Marketing.

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Marianne Stroehmann empfiehlt ihren Kunden den Abschied vom traditionellen Mediamix. (Foto: Google)

Als Marianne Stroehmann im Juni vergangenen Jahres zu Google wechselte, trat sie eine kleine Welle los: Ihr früherer Interactive-Kollege Philip Missler entschwand in Richtung Amazon, Marianne Dölz ging zu Facebook.

Stroehmann gehört in Hamburg zu dem sechsköpfigen Direktorium, das das Vermarktungsgeschäft Googles für einzelne Branchen verantwortet. Die 43-Jährige, zuständig für Travel und Finance, ist eine versierte Managerin, die sich im Digitalen auskennt. Mit Missler, heute Vermarktungschef bei Amazon, hat sie den Vermarkter Interactive Media neu aufgestellt. Vorher führte sie das Deutschlandgeschäft von AOL.

„Google-Suche zeigt Bedarf - und wo Bedarf ist müssen Marken sein”

HORIZONT: Marianne, welche Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Werbekunden gibt es?

Marianne Stroehmann: Es kommt darauf an, um welches Unternehmen es sich handelt und ob es bereit ist, sich den aktuellen Veränderungen zu stellen, ob es die Fähigkeit mitbringt, sich strukturell anzupassen, ob sich die Leute weiterbilden und informieren, ob sie mit der Zeit gehen. Kurz: Das Unternehmen muss in der Lage sein, mit den Informationen, die es von uns bekommt, zu arbeiten, sie in eine Beziehung zueinander zu setzen. Es sollte die einzelnen Kanäle nicht mehr separat, sondern nur noch im Zusammenspiel betrachten. Wir müssen wegkommen von langfristigen Planungsmodellen, starren Mediamix-Entscheidungen und einzelnen Kampagnen hin zur komplett datengetriebenen Absatzsteuerung.

HORIZONT: Was kannst du uns zum Abschied vom Mediamix sagen?

Stroehmann: Die Google-Suche zeigt uns den Bedarf der Menschen. Und wo der Bedarf ist, müssen auch die Marken sein. Viele Unternehmen, meist die, die digital eher fortgeschritten sind, haben das bereits verstanden. Mit ihnen sprechen wir über Attributionsmodelle, mit deren Hilfe wir auch den Effekt von Offline-Medien berücksichtigen können. Die einzelnen Kontaktpunkte mit dem Kunden lassen sich für Unternehmen heute sehr genau nachvollziehen, und das ermöglicht eine schnelle Reaktion. Unternehmen können heute eine unmittelbare Rückmeldung über die Customer Journey und das Nutzerverhalten bekommen, sodass sie die Kostenallokation mittlerweile in Echtzeit optimieren können. Und natürlich sprechen wir hier von einem kompletten Paradigmenwechsel: vom Medienmix, der einmal im Jahr erstellt wurde, hin zum rein datengetriebenen Marketing.

HORIZONT: Wie hat sich die Rolle des CMO verändert?

Stroehmann: Die meisten Medien werden immer besser digital messbar, weil Werbungtreibende es fordern - Single-Source-Messungen wie im Crossmedia Link Panel der GfK tun hier ein Übriges. Deshalb denke ich schon, dass ein CMO die Wirkung seiner Kampagnenmotive, die Platzierung und Aussteuerung entlang der Customer Journey vorhersagen sollte, wenn er die Möglichkeit bekommt. Nur so ist ein holistischer Marketingansatz möglich. Für die Zukunft habe ich sogar die Vision, dass der CMO irgendwann einmal eng mit dem CFO zusammenarbeitet. Wenn ich den Effekt meiner Investitionen in Bezug auf ROI und Impact ganz genau darstellen kann, bekommt die Marketingabteilung eine ganz andere treibende Kraft. Wir sollten uns jedenfalls nicht zurück entwickeln.

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HORIZONT Online