Graph Search | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Graph Search 2013-10-11T08:44:14Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/graph-search Facebook macht alle Profile öffentlich: Kein Schutz mehr vor fremden Blicken http://t3n.de/news/graph-search-facebook-privatsphaere-501310/ 2013-10-11T08:44:14Z
Facebook entfernt eine Funktion, die nach eigenen Angaben nur ein kleiner Teil der Nutzer für sich beansprucht hat. Dass das eigene Profil in der Graph Search nicht mehr ausgeschlossen werden kann,.. ...

Facebook entfernt eine Funktion, die nach eigenen Angaben nur ein kleiner Teil der Nutzer für sich beansprucht hat. Dass das eigene Profil in der Graph Search nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dürfte jedoch vielen Nutzern sauer aufstoßen.

Facebook und die Graph Search: Jeder sieht jeden!

Facebook hat eine Funktion entfernt, die bei vielen Nutzern mit Sicherheit für einen mittelgroßen Aufschrei sorgen wird. Bislang war es ihnen erlaubt, das eigene Profil vor Suchanfragen innerhalb des Facebook-Kosmos zu verstecken. Schon im Dezember haben die Verantwortlichen dieses Feature für Nutzer ausgeschaltet, die es bis zu diesem Zeitpunkt nicht aktiviert hatten. Mit dem jetzigen Schritt ist es auch für alle anderen Nutzer soweit. Immerhin wird jeder Nutzer über die Privatsphäre-Änderung benachrichtigt. Ein weiterer Wermutstropfen: Die Anzeige in der Google-Suche ist und bleibt davon ausgeschlossen – viele haben die beiden Bereiche miteinander verwechselt.

Graph Search: Neue Privatsphäre-Einstellungen machen das Profil für jeden in der Facebook-Suche sichtbar. (Bild: Facebook Andreas Weck / Placelt by Breezi)
Graph Search: Die neuen Privatsphäre-Einstellungen machen das Profil für jeden in der Facebook-Suche sichtbar. (Bild: Facebook Andreas Weck / Placelt by Breezi)

Was viele nicht wissen: Die Einstellung bot auch im Vorfeld keine vollständige Privatsphäre. Zwar war das eigene Profil aus der Suche ausgeschlossen, allerdings konnte man über Likes, öffentliche Kommentare und Freundeslisten von gemeinsamen Kontakten auf das versteckte Profil stoßen. selbst hat mit der Einführung der Graph Search von Anfang an argumentiert, dass der Faktor, welche Inhalte man wie teilt wichtiger sei als die Frage, welche Personen auf das eigene Profil gelangen.

Im Klartext bedeutet das, dass man seine Inhalte bei Bedarf lieber nicht öffentlich teilen sollte, beziehungsweise mithilfe der Listenfunktion vor fremden Blicken schützt. Die Stammdaten werden zukünftig jedenfalls für alle innerhalb des Sozialen Netzwerks einsehbar sein. In unserem Artikel zur Privatsphäre innerhalb der Graph Search bekommt ihr ein paar Tipps an die Hand, wie ihr am besten mit der Facebook-Suche und ihren Informationen umgeht.

via futurezone.at

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Andreas Weck
Graph Search: So versteckst du dein Profil, deine Posts und Kommentare vor der Facebook-Suche http://t3n.de/news/graph-search-versteckst-inhalte-479471/ 2013-10-02T07:50:34Z
Facebook erweitert seine berüchtigte Suchfunktion „Graph Search“ und macht nun auch Statusupdates, Kommentare und Bildunterschiften durchsuchbar. Wir zeigen euch, wie ihr dem einen Riegel...

Facebook erweitert seine berüchtigte Suchfunktion „Graph Search“ und macht nun auch Statusupdates, Kommentare und Bildunterschiften durchsuchbar. Wir zeigen euch, wie ihr dem einen Riegel vorschieben könnt.

Graph Search sucht jetzt auch in Posts und Kommentaren

Vor nicht ganz einem Jahr hat die Graph Search angekündigt, die vor allem in Deutschland für Kritik sorgte. Gestern wurde bekannt, dass Facebook im Rahmen der Funktion nicht nur nach Personen, Seiten, Orten, Apps, Fotos und Videos suchen lässt, sondern sich zukünftig auch auf Statusupdates, Kommentare und Bildunterschriften ausweiten möchte. Die ermöglicht es somit, Suchbegriffe zu verketten und praktisch alle auf Facebook hinterlegten Informationen für äußerst spezifische Suchanfragen zu nutzen.

Inhalte vor der Graph Search schützen

Wirklich alle Informationen? Grundvoraussetzung ist natürlich, dass die Inhalte „öffentlich“ einsehbar sind. Insofern tut man gut daran, beispielsweise beim Absetzen eigener Statusupdates die Veröffentlichungseinstellungen „Öffentlich“, „Freunde“ oder gegebenenfalls auch „Nur Ich“ stärker ins Gedächtnis zu holen. Doch auch der generelle Blick in die Privatsphäre-Einstellungen ist derzeit wieder ratsam. Wer nicht möchte, dass seine Bilder und Statusupdates in das Raster der Graph Search fallen, der kann beispielsweise über eine einfache Veränderung in der Privatsphäre-Einstellung, die eigenen Inhalte bereits schützen. Dazu klickt ihr einfach auf das kleine Vorhängeschloss im oberen rechten Bildschirmrand und geht dort auf „Weitere Einstellungen anzeigen“. Hier kann man dann festlegen, wer die eigenen Inhalte sehen und wer nach einem suchen kann.

Graph Search Privatsphäre Einstellungen
Damit für die Graph Search Inhalte nicht auffindbar werden, sollte man in den Privatsphäre-Einstellungen die Auffindbarkeit der Inhalte einschränken. (Screenshot: Facebook)

Privacy-Infografik zur Graph Search

Wer allerdings nicht sein komplettes Profil, sondern nur einige Punkte wie Bilder oder Orte verstecken möchte, der findet in der Infografik von Marketo konkretere Hilfestellungen. Die Infografik bietet zum einen allgemeine Informationen zur Facebook-Welt der Zahlen und verrät dir zum anderen wie du „Photos“ und „Places“ ausstellst.

Ein Klick auf den untenstehenden Ausschnitt öffnet die gesamte Infografik.

Bildschirmfoto 2013 04 30 um 16.22.11
Wie man seine Privatsphäre-Einstellungen einrichten sollte, um von der Facebook Graph Search nicht erfasst zu werden.

Peinliche Suchergebnisse innerhalb der Graph Search

Natürlich ist es super, dass Facebook endlich besser durchsucht werden kann. Eine solche Forderung, wurde von Nutzern schon seit langer Zeit gestellt. Und doch gibt es Informationen und Verbindungen, die man womöglich besser nicht auffindbar wissen will. Im unteren Bildausschnitt haben wir beispielhaft ein Suchergebnis aufgeführt, wie man es über die neue Facebook-Suche auch bekommen kann.

Graph Search Suchergebnis
In einem Suchergebnis wie „Katholiken, die in Berlin leben und auf Durex-Kondome stehen“ aufzutauchen, dürfte nicht jedem gefallen.

Letztes Update des Artikels: 2. Oktober 2013

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Andreas Weck
Facebook wird durchsuchbar: Graph Search sucht jetzt auch in Posts und Kommentaren http://t3n.de/news/facebook-durchsuchbar-graph-search-499209/ 2013-10-01T04:00:01Z
Facebook erweitert seine berüchtigte Suchfunktion „Graph Search“. Zukünftig werden auch die Inhalte von Status-Updates, Kommentaren und Bildunterschiften durchsucht.

Facebook erweitert seine berüchtigte Suchfunktion „Graph Search“. Zukünftig werden auch die Inhalte von Status-Updates, Kommentaren und Bildunterschiften durchsucht.

Graph Search: Erstmals Erweiterung des Funktionsumfangs

Rund zehn Monate nach der Ankündigung von Graph Search erweitert erstmals den Funktionsumfang der, vor allem in Deutschland, umstrittenen Suchfunktion. Bisher konnte nur nach Personen, Seiten, Orten, Apps, Fotos und Videos suchen. Eine vollständige Suchfunktion, mit der sich der eigene News-Stream nach Schlagwörtern aus der Vergangenheit durchsuchen lässt, fehlte bisher. Das ändert Facebook nun. Möglich werden dann zum Beispiel Suchanfragen wie „Posts von meinen Freunden über 'Dancing with the Stars'“ oder „Posts, die im weißen Haus verfasst wurden“.

graph search 1
Facebooks Graph Search durchsucht in Zukunft auch die Inhalte von Beiträgen jeglicher Art.

Zukünftig wird der Inhalt jedes Postings von Graph Search durchsucht

Zukünftig sucht Graph Search auch innerhalb jeglicher Art von Post, egal ob Status-Update, Check-In, Foto-Upload oder App-Posting. Damit wird der Datenbestand von Facebook erstmals einfach durchsuchbar. Bisher war das nur über die Suchfunktion im Browser möglich. Das scheiterte jedoch am Nachladen neuer Inhalte, welches nur durch Scrollen ausgelöst werden kann.

Um den Datenschützern von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen betont Facebook an dieser Stelle erneut, dass auch die neue Funktion von Graph Search nur Beiträge findet, deren Privatsphäre entsprechend eingestellt ist.

graph search 2
So lassen sich zum Beispiel alle Beiträge finden, die an einem bestimmten Ort verfasst wurden und für den Nutzer sichtbar sind.

Wie so oft wird der Rollout des neuen Features nach und nach geschehen. Die ersten Nutzer sollen das Feature heute bereits erhalten. Erfahrungsgemäß kann es allerdings noch Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern bis die Funktion bei allen Nutzern angekommen ist. Ironischerweise ist das initiale Graph-Search-Feature noch nicht einmal bei allen Nutzern angekommen.

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Moritz Stückler
Facebook Graph Search: Soziales Netzwerk startet Rollout http://t3n.de/news/facebook-graph-search-suche-479101/ 2013-07-08T14:05:15Z
Facebooks neue Suchfunktion Graph Search wurde bereits im Januar 2013 vorgestellt. Jetzt beginnt das soziale Netzwerk mit der Einführung der Suche. Graph Search ermöglicht es, Suchbegriffe zu...

Facebooks neue Suchfunktion Graph Search wurde bereits im Januar 2013 vorgestellt. Jetzt beginnt das soziale Netzwerk mit der Einführung der Suche. Graph Search ermöglicht es, Suchbegriffe zu verketten und so praktisch alle auf Facebook hinterlegten Informationen für äußerst spezifische Suchanfragen zu nutzen. Amerikanische Nutzer und jeder, der die US-amerikanische Sprachversion der Seite nutzt, hat ab sofort Zugriff. Andere Länder wie Deutschland sollen folgen.

facebook graphsearch screenshot
Facebook Graph Search: FIlter lassen sich beliebig kombinieren. (Screenshot: Facebook)

Facebook Graph Search: Exakte Personensuche dank beliebiger Filter

Facebook-CEO Marc Zuckerberg hatte auf einer Pressekonferenz im Januar dieses Jahres vorgestellt. Suchanfragen innerhalb von Facebooks Datenbeständen sind damit in einem bisher nie da gewesenen Umfang möglich. Beispielsweise ließe sich nach allen Freunden suchen, die t3n lesen und Apple mögen. Aber auch eine Suche nach Single-Frauen in einer ausgewählten Altersgruppe mit bestimmten Hobbys ist denkbar. Wer angezeigt wird, hängt natürlich von den jeweiligen Einstellungen zur Privatsphäre ab. Mindestens ein bisschen merkwürdig erscheint es dann aber schon, wenn man sich die Ergebnisse auch als Übersicht von Fotos anzeigen lässt. Egal ob Interessen, Bildungsgrad oder andere Details, die verfügbaren Filter lassen sich beliebig kombinieren, um noch exaktere Suchergebnisse zu bekommen.

Um Datenschutzbedenken zu zerstreuen, hat ein Video über Privatsphäre-Einstellungen und Graph Search veröffentlicht, in dem man wiederholt darauf hinweist, dass die neue Suche keine Informationen liefert, die nicht schon vorher einsehbar waren. Außerdem wurden spezielle Regeln implementiert, die bestimmen, welche Daten beispielsweise Erwachsene über Teenager erhalten können. Dennoch: Datenschützer stehen der neuen Funktion kritisch gegenüber.

facebook graphsearch demo
Wann Facebook Graph Search für deutschsprachige Nutzer kommt ist derzeit nicht bekannt. (Bild: Facebook)

Facebook Graph Search kommt zunächst für Amerikaner und alle Nutzer mit US-amerikanischer Sprachversion

Bisher konnten nur bestimmte Nutzer die Funktion testen. Jetzt hat das soziale Netzwerk aus dem kalifornischen Menlo Park damit begonnen, die Suche allen amerikanischen Nutzern und Nutzern mit US-amerikanischen Spracheinstellungen zur Verfügung zu stellen. Wann andere Sprachen folgen, ist derzeit nicht bekannt. Ebenfalls unklar bleibt die Antwort auf die Frage, wann man Graph Search innerhalb der Facebook-App nutzen kann.

Weiterführende Links:

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Kim Rixecker
Privacy-Einstellungen: Das solltet ihr ändern, bevor Facebooks Graph Search kommt [Infografik] http://t3n.de/news/privacy-einstellungen-solltet-461777/ 2013-04-30T14:43:59Z
Mit der Graph Search führt Facebook eine neue soziale und semantische Suchfunktion ein, die es Nutzern ermöglicht, innerhalb des Netzwerkes besser nach Inhalten und Nutzern suchen zu können....

Mit der Graph Search führt Facebook eine neue soziale und semantische Suchfunktion ein, die es Nutzern ermöglicht, innerhalb des Netzwerkes besser nach Inhalten und Nutzern suchen zu können. Wer nicht gefunden werden möchte, sollte seine Privatsphäre-Einstellungen überarbeiten. Wie, das zeigt euch eine Infografik.

Graph Search: Was du über deine Privatsphäre-Einstellungen wissen solltest

Facebooks steht in den Startlöchern. Im Grunde ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Suchmaschine für den Facebook-Kosmos flächendeckend ausgerollt wird. Diese Zeit sollten sich Nutzer, nehmen, um ein paar grundsätzliche Privatsphäre-Einstellungen vorzunehmen. Denn nicht jeder möchte für alle anderen Nutzer auffindbar sein in dem Sozialen Netzwerk.

Eine Infografik von Marketo beschäftigt sich mit drei unterschiedlichen Inhalts-Typen, die du auf den Prüfstand stellen solltest, falls du dich um deine Privatangelegenheiten sorgst. Für wen ist dein Profil sichtbar? Wie kannst du deine Bilder von der Graph Search ausschließen? Kann man sehen, wo du dich bisher so rumgetrieben hast? Die Infografik bietet dir allgemeine Informationen zur Facebook-Welt der Zahlen und gibt Hilfestellung, um deine Privatsphäre-Einstellungen anzupassen.

Ein Klick auf den untenstehenden Ausschnitt öffnet die gesamte Infografik.

Bildschirmfoto 2013 04 30 um 16.22.11
Wie man seine Privatsphäre-Einstellungen einrichten sollte, um von der Facebook Graph Search nicht erfasst zu werden.

Weiterführende Links

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Andreas Weck
AllFacebook Marketing Conference: Alles rund um Applications, Advertising und Graph Search [Gutschein-Code] http://t3n.de/news/allfacebook-marketing-conference-3-451966/ 2013-03-22T15:30:48Z
Die Themen Facebook und Marketing kombiniert die AllFacebook Marketing Conference, die am 29. April in München stattfindet. Sie bietet Vorträge für Einsteiger und Fortgeschrittene zu Themen wie...

Die Themen Facebook und Marketing kombiniert die AllFacebook Marketing Conference, die am 29. April in München stattfindet. Sie bietet Vorträge für Einsteiger und Fortgeschrittene zu Themen wie Applications, Advertising und Graph Search. Auch Case Studies stehen auf dem Programm.

Die AllFacebook Marketing Conference startet am 29. April zum dritten Mal. Veranstaltungsort ist erneut das Münchener Leonardo Royal Hotel. Zu den Speakern zählen in diesem Jahr Thomas Hutter, Inhaber der Hutter Consult GmbH, Curt Simon Harlinghausen, Geschäftsführer von AKOM360, und Clelia Morales, Head of EU Social Media bei ebay. Sie berichten über aktuelle Entwicklungen in den Themenbereichen , und Social Commerce.

AllFacebook Marketing Conference: 15 Prozent des Ticketpreis sparen

Allfacebook Marketing Conference Die Veranstaltung richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene, schreiben die Veranstalter. Neben Vorträgen zu aktuellen Tools und Techniken sind außerdem Best Practices geplant, die einen Einblick in die Erfolgsfaktoren einzelner Kampagnen geben. Tickets zum Frühbucherpreis sind noch bis zum 28. März für 450 Euro (plus Mehrwertsteuer) erhältlich. Ab dem 28. März erhöht sich der Ticketpreis auf 550 Euro (plus Mehrwertsteuer). Mit unserem Gutschein-Code „T3NALLF“ spart ihr beim Kauf der Eintrittskarten über die Veranstaltungswebsite 15 Prozent.

Mit einem Klick auf den unten stehenden Screenshot gelangt ihr zur Anmeldung.

allfacebook marketing conference

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Lars Budde
Warum Facebooks Graph Search scheitern wird http://t3n.de/news/facebooks-graph-search-scheitern-450957/ 2013-03-18T15:37:26Z
Facebook ist jetzt neun Jahre alt und verfügt noch immer nicht über eine vernünftige Suche. Doch das soll sich durch die Graph Search mit einem Schlag ändern. Wird es auch, aber nicht zum Guten...

Facebook ist jetzt neun Jahre alt und verfügt noch immer nicht über eine vernünftige Suche. Doch das soll sich durch die Graph Search mit einem Schlag ändern. Wird es auch, aber nicht zum Guten – zumindest nicht aus Sicht der Nutzer.

Die Graph Search hört sich netter an, als sie ist

Die von Facebook Mitte Januar vorgestellte Graph Search soll den weltweit über eine Milliarde Nutzern endlich eine Möglichkeit bieten, die Plattform vernünftig zu durchforsten. Wer schon Bekanntschaft mit der bisherigen Suche gemacht hat, weiß, wie dringend hier nachgebessert werden müsste. Personen mit gängigen Namen oder Fanseiten von global tätigen Unternehmen, die eine Vielzahl an Seiten betreiben, lassen sich aktuell nur mit enormen Zeitaufwand finden. Inhalte lassen sich gar nicht erst suchen.

„Finde mehr Inhalte, nach denen du suchst, mithilfe deiner Freunde und Verbindungen“ – heißt es auf der Facebookseite zur Graph Search, auf der Interessierte sich aktuell noch auf die Warteliste für die Betaversion setzen lassen können. Hier erfahren wir auch erste Anwendungsbeispiele für die neue Suche, die kein facebookinternes Google sein will, sondern eine intelligente Suchfunktion, mit der sich Verbindungen zwischen Personen aufspüren lassen sollen. Hört sich zunächst sehr nützlich an, doch schon die Beispielsuche, die jeder auf der Graph-Search-Seite durchführen kann, lässt einen Wow-Effekt nicht zu.

Facebook GraphSearch
Die Facebook Graph Search findet bei mir lediglich drei Kontakte aus meinem Wohnort.

Angezeigt werden mir da drei Personen, die in meiner Stadt wohnen. Wer in einer großen Stadt wie beispielsweise Berlin wohnt und zahlreiche Kontakte bei hat, bekommt womöglich deutlich mehr Personen angezeigt, bei mir sind es eben drei. Doch anders als die weiß ich sehr genau, dass es deutlich mehr sind. Das Problem: Nicht jeder Facebook-Nutzer gibt seinen Wohnort an – die einen vielleicht, weil sie keine Lust dazu hatten, das Profil vollständig auszufüllen, die anderen vielleicht auch, weil sich Facebook in der Vergangenheit nicht gerade einen guten Ruf in Sachen Privatsphäre erarbeitet hat.

Dabei ist der Wohnort doch eigentlich noch recht harmlos, denn Straßennamen oder Hausnummern sind nicht einsehbar, so dass die Gefahr von Stalkern im Reallife relativ gering ist.

Es gibt weitere, zum Teil sensiblere Daten, die sich mit der Graph Search abrufen lassen. Der Beziehungsstatus gehört ebenso dazu wie die Interessen, besuchte Orte, Fotos oder Seiten, die einen Like erhalten haben. Entscheidend ist allerdings die Möglichkeit, diese Daten miteinander in einer Graph-Search-Abfrage zu kombinieren. Wer also wissen möchte, welche Kontakte aus der gleichen Stadt gerade Single und in einem bestimmten Lokal anzutreffen sind, bekommt mit der Graph Search ein mächtiges Werkzeug an die Hand.

Was sich sonst noch alles mit der Graph Search anstellen lässt, zeigt unter anderem die Tumblr-Seite „Actual Facebook Graph Searches“.

Graph Search findet nur öffentliche Daten: Ja! Aber ...

Das alles sind vom Nutzer in der Regel freiwillig bereitgestellte Inhalte. Etwas einschränken muss man das, weil Fotos natürlich auch von Freunden hochgeladen werden können. Wird eine Person auf einem Foto markiert, so kann sie diese Markierung zwar wieder entfernen, doch soll auch das Foto selbst entfernt werden, muss man sich mit der Person auseinandersetzen, die das Bild hochgeladen hat. Das ist nicht nur aufwändig, sondern unter Umständen auch unangenehm. Und ein Erfolg ist nicht garantiert.

Okay, Fotos können eine Ausnahme darstellen, aber sonst haben die Nutzer die Informationen doch selbst veröffentlicht – wo ist das Problem?

Facebook GraphSearch 01
Eine relativ harmlose Anfrage, bei der die Graph Search den Wohnort Seattle mit dem Interesse „Radfahren“ kombiniert.

Das stimmt im Grunde, doch viele Nutzer sind sich nur unterschwellig bewusst, dass die bei Facebook von ihnen veröffentlichten Inhalte keineswegs privat sind. Die entsprechenden Einstellungen bietet Facebook zwar zweifellos an, doch muss sich jeder Nutzer damit aktiv auseinandersetzen. Facebook hat grundsätzlich ein großes Interesse daran, möglichst viele Informationen der Nutzer öfffentlich zugänglich zu halten. Daher sind die Standardeinstellungen auch seit je her sehr offen und schützen unvorsichtige Nutzer nicht ausreichend.

Jeder kann seine Daten bei Facebook schützen, indem die Privatsphäre restriktiv eingestellt wird, doch macht sich jeder wirklich Gedanken darüber? Bei jedem Post, jedem Bild, jedem Checkin?

Sehr wahrscheinlich lautet die Antwort bei der Mehrzahl der Nutzer: „Nein“. Selbst Personen, die viel Wert auf ihre Privatsphäre legen, machen gelegentlich Fehler beim Posten oder haben es in der Vergangenheit nicht ganz so genau genommen. Dazu kommen noch unglückliche Kombinationen von Informationen, die für sich genommen wenig kompromittierend sind, zusammen aber einen ganz neuen Kontext ergeben können.

Facebook will Minderjährige schützen

Facebook betont immer wieder, dass die Privatsphäre der Nutzer unangetastet bleiben soll und die Graph Search die entsprechenden Einstellungen der einzelnen Nutzer berücksichtigt: Was als privat deklariert wurde, soll auch mit der Graph Search nicht ans Licht geholt werden. Dennoch fühlte sich Facebook dazu verpflichtet, für Minderjährige Teenager besondere Regeln einzuführen. So können die Wohnorte der Minderjährigen via Graph Search nur von Freunden und deren Freunde angezeigt werden, wenn diese ebenfalls in einem Alter zwischen 13 und 17 sind.

Was an sich keine schlechte Idee ist, zeigt aber sehr deutlich die Schwächen von Facebook im Allgemeinen und der Graph Search im Speziellen: Im Grunde hat Facebook ein Problem erkannt, doch statt ein generelles Optout für alle Nutzer anzubieten, wird nur eine kleine Gruppe geschützt. Damit das nicht falsch verstanden wird: Der Schutz der Minderjährigen ist gut und richtig, doch muss bezweifelt werden, dass der Schutz in dieser Form auch wirklich funktioniert. Eine Freundschaft lässt sich auf Facebook schnell erschleichen und die Altersangabe wird von Seiten des Netzwerks auch nicht wirklich überprüft.

Likes können schnell unlikely werden

Richtig interessant wird es dann, wenn auch die Likes für Posts oder Kommentare per Social Graph abgreifbar werden: Wer fand diese oder jene Äußerung gut? Das ist deshalb problematisch, weil ein Like nicht zwangsläufig in seinem ursprünglichen Sinne verwendet wird, sondern mangels anderer Möglichkeiten auch schon mal umfunktioniert wird. Wir alle erinnern uns sicher an den Tod von Dirk Bach, den die Bild zur Optimierung des eigenen EdgeRanks nutzte, indem ein Like zum Ausdruck der Anteilnahme stilisiert wurde. Solche Beispiele für umfunktionierte Likes gibt es viele, doch wie soll die Graph Search das richtig interpretieren?

Dann sind da noch die vielen, zum Teil Jahre alten Likes für Seiten, die man aus längst vergessenen Gründen abgegeben hat. Für die Graph Search spielt die Aktualität oder der Grad der Interaktion mit einer Fanpage aber keine Rolle – Like ist Like und wird gleich behandelt.

Die Facebook Graph Search ist ein Marketing-Tool

Sobald die Graph Search für alle Nutzer und alle Sprachen verfügbar ist (ein Termin steht noch nicht fest), werden viele die neuen Möglichkeiten ausloten und die eine oder andere Suche starten. Für den Normal-User wird sich das aber schnell abnutzen, da es für ihn keinen alltäglichen Nutzwert gibt. Ganz anders sieht das bei Personen aus dem Marketingbereich aus. Sie können mit der Graph Search ihre Zielgruppe viel besser definieren als bisher und sie als mächtiges Marketinginstrument einsetzen.

Man denke nur an all die von externen Diensten zu Facebook gepushten Inhalte, wie Instagram, Pinterest, Runtastic und viele andere mehr. Daraus ergibt sich ein gigantischer Fundus an Daten, der für die Werbebranche extrem spannend ist.

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Mark Zuckerberg bei der Vorstellung der Graph Search im Januar 2013.

Je nachdem, wie die Graph Search dann im Alltag genutzt wird, wird sich auch das Nutzerverhalten verändern. Sollten sich die Befürchtungen bestätigen, dann dürfte sich Facebook mit der Graph Search langfristig sogar schaden. Wer befürchten muss, dass öffentliche Informationen zweckentfremdet werden, der kehrt Facebook im Extremfall sogar den Rücken. Viel wahrscheinlicher ist aber ein Rückzug in eine viel privatere Nutzung mit kaum noch öffentlichen Informationen – auch das kann Facebook nicht gefallen, denn die Informationen der Nutzer sind das Kapital des Netzwerks. Daher wird die Graph Search aus meiner Sicht scheitern.

Facebook aufräumen

Grundsätzlich ist es eine gute Idee, sein Facebook-Profil regelmäßig aufzuräumen und überflüssige sowie nicht mehr aktuelle Inhalte zu löschen. Wie man das am besten angeht, erfahrt ihr in unserem Artikel: Facebook-Herbstputz: 10 Tipps für einen sauberen Account. Zudem gibt es mittlerweile mehrere Tools, die eine Profilsäuberung vor dem Start der Graph Search anbieten. Auch wenn solche Tools praktisch und zeitsparend sein können, empfehle ich persönlich lieber die manuelle Säuberung anhand der oben verlinkten Herbstputzaktion, denn dabei lernt man nicht nur eine ganze Menge über Facebook und die eigene Privatsphäre, sondern bekommt auch die nötigen Einblicke, um mit der Plattform sensibel umgehen zu können.

Weiterführende Links

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Falk Hedemann
„Wir haben keine Angst vor Facebooks Graph Search“ - Hausbesuch bei Foursquare [Bildergalerie] http://t3n.de/news/haben-keine-angst-facebooks-graph-440078/ 2013-02-01T07:01:13Z
Foursquare ein bloßer Check-In-Dienst? „Schon lange nicht mehr.“ Foursquare räumt auf mit dem Image eines netten aber nutzlosen Gamification-Startups. Leider habe man in Deutschland noch nicht.. ...

Foursquare ein bloßer Check-In-Dienst? „Schon lange nicht mehr.“ Foursquare räumt auf mit dem Image eines netten aber nutzlosen Gamification-Startups. Leider habe man in Deutschland noch nicht ganz verstanden, was Foursquare wirklich ist. Foursquares eigentlicher Fokus liege nämlich längst auf dem Thema personalisierte Empfehlungen. Als solches biete man Nutzern wesentlich mehr als Yelp, Qype oder Google Places. Bei unserem Besuch im San Francisco-Office haben wir Einblicke in das Unternehmen bekommen und zeigen euch in einer Fotogalerie, wie es dort aussieht.

Foursquare: Fokus liegt jetzt auf der "Explore"-Funktion

Foursquare braucht in Deutschland einen Image-Wandel, soviel steht fest. Das Einchecken zum Spaß fanden am Anfang viele witzig, mittlerweile hat der Spieltrieb aber stark nachgelassen. Dabei hat der Dienst längst einen anderen Fokus, wie Holger Lüdorf, Leiter Unternehmensentwicklung, erklärt. Nur sei das in Deutschland noch nicht so ganz im Bewusstsein der Menschen angekommen – im Gegensatz zu den USA. Hier werde nämlich schwerpunktmäßig die Funktion „Explore“ genutzt, bei der es um Empfehlungen von Orten und Gastronomien geht. Und das mit großem Erfolg.

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Gemütlich: Eine riesige Hängematte steht bei Foursquare im Großraumbüro.

Explore“ biete wesentlich mehr als Yelp, Qype oder Google Places. Während Nutzer bei all diesen Diensten immer auf dieselben Bewertungen stoßen, wenn sie zum Beispiel „Sushi“ eingeben, liefert Explore andere Ergebnisse. Weil ganz andere Daten miteinfließen, ein Großteil davon basiert auf den Check-Ins. So erkennt der Dienst zum Beispiel, zu welchen Uhrzeiten ein Nutzer bevorzugt bei welchen Orten eincheckt, und liefert passgenauere Ergebnisse. Die starke Personalisierung macht die Besonderheit des Dienstes aus. Auch dringt aktuell stark in diesen Bereich vor und entwickelt sich spätestens seit der Einführung von Graph Search zu einem ernsthaften Konkurrenten.

Angst vor Facebook habe man aber nicht, im Gegenteil: „Dass Facebook in diesen Bereich vordringt, ist eher eine Validierung unseres Konzepts und zeigt auf, wie groß das Thema ist. Facebook wird sich letztlich aber nie so darauf fokussieren wie wir.“ Im kommenden Jahr will Foursquare seinen Fokus ganz auf sein Produkt „Explore“ legen und es auch in Europa stärker vorantreiben. „Wir wollen die App schlechthin sein, die dabei hilft, die eigene Umgebung besser zu verstehen.“

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Das Macbook von Holger Lüdorf, Leiter Unternehmensentwicklung, ist voller Statements.

Spannend ist auch das soeben in den USA gestartete Produkt „Best Places“, eine „crowdsourced Best-of-Liste, alles nutzergeneriert und damit komplett demokratisch“. Es handelt sich dabei um ein Ranking der besten Check-Ins in 30 US-Städten, erstellt aus einem gigantischen Daten-Pool aus drei Milliarden Check-Ins. Auch wenn eine Best-of-Liste an sich nichts besonderes ist, zeigt das Projekt doch auf, dass Check-Ins eben doch mehr sind als Spielerei – sie zeigen, mit Lüdorfs Worten, die „Power des Crowdsourcing“ auf. So schnell wird Foursquare jedenfalls nicht von der Bildfläche verschwinden.

Weiterführende Links

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Yvonne Ortmann
FaceWash: Reinige dein Facebook-Profil vor dem Start der Graph Search http://t3n.de/news/facewash-reinige-facebook-profil-438444/ 2013-01-23T09:32:11Z
Mit der Graph Search steht bei Facebook schon bald ein mächtiges Suchwerkzeug zur Verfügung, mit dem sich allerlei Informationen aus den Profilen der Nutzer beziehen lassen. FaceWash bietet daher...

Mit der Graph Search steht bei Facebook schon bald ein mächtiges Suchwerkzeug zur Verfügung, mit dem sich allerlei Informationen aus den Profilen der Nutzer beziehen lassen. FaceWash bietet daher jetzt eine Reinigung für Facebook-Profile an, mit der man peinliche Inhalte loswerden kann.

FaceWash: Gesichtsreinigung für dein Facebook-Profil

Eigentlich weiß heute jeder, dass man bei nichts posten sollte, was einem irgendwann einmal peinlich werden könnte. Partybilder, lustig gemeinte Kommentare, Likes, die heute einfach nicht mehr passen und allzu offensive Statusupdates - wohl jeder hat im Laufe seines Facebook-Lebens schon mal etwas daneben gelegen, wie im realen Leben auch. Doch während gesprochene Worte irgendwann vergessen sind, vergisst Facebook nichts. Alle Peinlichkeiten des früheren Wirkens bleiben so lange im Gedächtnis von Facebook, bis sie von den Servern gelöscht werden.

Schon zum Start der Facebook Chronik war das ein wichtiges Thema, denn mit der Designumstellung wurden ältere Inhalte wieder sichtbarer, die man selbst schon längst vergessen hatte. Gleiches gilt jetzt für die , deren Beta bereits gestartet ist. Mit dieser Plattformsuche werden semantische Suchen ermöglicht, die verschiedene Suchparameter miteinander verbinden. Welche verrückten Kombination dabei möglich sind, zeigt beispielsweise die Seite Actual Facebook Graph Searches.

FaceWash defaultclean
Auch die Default-Suche von FaceWash mit den vordefinierten Begriffen findet bei mir im Profil etwas.

Wer seine Reputation schützen und der Graph Search keine peinlichen Inhalte anbieten möchte, sollte sich mal FaceWash ansehen. Die App bietet einen Waschgang für Facebook-Profile an, beim dem nach bestimmten Begriffen gefahndet wird und Treffer in einer Liste angezeigt werden. Über den Link zum Inhalt im Profil kann man diesen sichten und gegebenenfalls auch direkt löschen oder verbergen. FaceWash bietet dabei ein vordefiniertes Set an Begriffen an, das für deutschsprachige Profile allerdings wenig hilfreich ist. Nützlich ist daher die zweite Option, bei der sich selbst Begriffe eingeben lassen, die man suchen möchte.

FaceWash als Werkzeug für die Profilsuche

Die zweite Option für eigene Begriffe lässt sich auch sehr schön als Profilsuche einsetzen. Wer beispielsweise nach einer spannenden Diskussion zu einem geposteten Link sucht, kann viel Zeit sparen, wenn er einen Begriff bei FaceWash eingibt, von dem er weiß, dass er in der Diskussion vorkam. FaceWash zeigt dann zunächst einmal alle Suchtreffer an – was man damit dann anstellt, bleibt jedem Nutzer selbst überlassen. Löschen ist nur eine Möglichkeit…

FaceWash hannover
FaceWash zeigt zu jedem Begriff Treffer in allen Beeichen des Profils an.

Weiterführende Links:

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Falk Hedemann
Facebook auf Kollisionskurs mit Googles Websuche http://t3n.de/news/facebook-kollisionskurs-googles-437688/ 2013-01-18T08:54:09Z
Nachdem Facebook jahrelang Fotos und persönliche Informationen von mehr als einer Milliarde Nutzern gesammelt hat, enthüllte das soziale Netzwerk am Dienstag sein Suchwerkzeug Graph Search, das die. ...

Nachdem Facebook jahrelang Fotos und persönliche Informationen von mehr als einer Milliarde Nutzern gesammelt hat, enthüllte das soziale Netzwerk am Dienstag sein Suchwerkzeug Graph Search, das die Informationen und Profile durchsuchbar macht. Damit dringt das US-Unternehmen weiter in Googles Revier ein.

Die beiden Unternehmen wetteifern darum, das wichtigste Internet-Portal zu sein. diente dabei lange als erste Adresse im Web, um Websites und Informationen zu finden, , um zu tratschen und Fotos mit Freunden zu teilen. Doch die Unterschiede verschwimmen zunehmend. Auf dem Spiel steht eine Menge Geld.

Facebook erklärte am Dienstag, dass es die Nutzer schon bald in die Lage versetzen will, komplexe Anfragen zu den Profilen ihrer Freunde zu stellen. Ein Beispiel: „Sehenswürdigkeiten in Frankreich, die meine Freunde gesehen haben."

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Facebooks Graph Search sortiert Suchergebnisse unter anderem nach der Anzahl der Gemeinsamkeiten.

Facebook zielt auf Googles wichtigstes Produkt

Damit greift Facebook Googles Kernkompetenz und mit Abstand lukrativstes Produkt an – die Suche. Facebook will seine Nutzer davon überzeugen, dass sie Google nicht benötigen, um Informationen zu finden.

Google generiert einen Großteil des jährlichen Umsatzes von 40 Milliarden US-Dollar durch den Verkauf von Werbung in der Websuche. In den USA hat Google 2012 nach einer Schätzung von E-Marketer 13 Milliarden Dollar durch die bei Suchanfragen eingeblendete Werbung verdient. Das wären 75 Prozent des gesamten Marktes.

Googles riesiger Informationsindex bleibt unangefochten. Nach Angaben des Unternehmens hat die Suchmaschine 30 Billionen einzigartige Unterseiten auf insgesamt 230 Millionen Websites indiziert. Vergangenes Jahr änderte Google seine Suchmaschine, um es für die Nutzer einfacher zu machen, Informationen über Menschen, Orte und Produkte zu finden, indem Fotos, Fakten und andere „direkte Antworten" auf Suchanfragen über den eigentlichen Suchergebnissen angezeigt werden, statt nur Links auf Webseiten.

Als Beobachter des Aufstiegs von Facebook hat Google den Vorstoß in Richtung Suche vorhergesehen und 2011 seinen eigenes soziales Netzwerk Google+ aufgebaut. Damit verfolgt das Unternehmen das Ziel, Informationen über einzelne Personen wie den Namen, persönliche Interessen und die Freunde der Personen zu erfassen. Später integrierte der Konzern Google+ in die Websuche, sodass Nutzer, die nach einer bestimmten Website, einem örtlichen Restaurant oder einem Produkt suchen, informiert werden, falls ein Kontakt auf Google+ dieses zuvor positiv oder negativ bewertet hat. Ein Google-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Allerdings hat Facebook ein deutlich größeres soziales Netzwerk und einen beträchtlichen Vorsprung, nachdem es seine Nutzer seit Jahren dazu ermutigt, Fotos und alle möglichen persönlichen Informationen auf ihre Profile hochzuladen. Die Daten reichen dabei von einfachen Angaben wie Wohnort, Name des Arbeitgebers und Interessen bis hin zu heikleren Daten wie Alter, Religionszugehörigkeit und Beziehungsstatus.

Ein Großteil dieser Informationen lässt sich dank Facebooks neuer Funktion nun nach über einem Jahr Entwicklungszeit durchsuchen. Am Dienstag hatte zunächst nur eine kleine Zahl von Nutzern Zugriff auf diese Funktion. Websuchen, zu denen Facebook keine Daten liefern kann, übernimmt die Suchmaschine Bing von Facebook-Partner Microsoft.

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WSJ Redaktion