Magento | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Magento 2015-01-27T20:30:36Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/magento Die strategische Neuausrichtung von eBay und das Magento-Desaster [Kommentar] http://t3n.de/news/strategische-neuausrichtung-ebay-590453/ 2015-01-27T20:30:36Z
Vor kurzem hat eBay eine strategische Neuausrichtung angekündigt, was sich nun als Euphemismus erweist: CEO Donahoe ist viel eher dabei den Konzern in voller Fahrt gegen die Wand zu fahren und nimmt …

Vor kurzem hat eBay eine strategische Neuausrichtung angekündigt, was sich nun als Euphemismus erweist: CEO Donahoe ist viel eher dabei den Konzern in voller Fahrt gegen die Wand zu fahren und nimmt Magento dabei gleich mit. Unser aller Liebling eBay hat vor kurzem seine Zahlen und seine strategische Neuausrichtung veröffentlicht. Wie wir vermeldeten, zielt eBay jetzt auf eine Konzentration auf Kernkompetenzen ab und rationalisiert sich der Konsolidierung entgegen. Anscheinend ist bei der Zusammenstellung der Zahlen jedoch die Chefetage in haltlose Panik verfallen. Was da an „strategischer Neuausrichtung“ verkündigt wurde, verdient diese Bezeichnung nicht. Strategische Kopflosigkeit wäre angebrachter. Und Magento sitzt mitten im Desaster.

eBay kündigte zusammen mit d(Bild: eBay)
Zusammen mit den Unternehmenszahlen vom letzten Jahr kündigt eBay CEO Donahoe eine strategische Neuausrichtung an. (Bild: eBay)

Was eBay sagt

Die Strategie soll kurz gesagt „Besinnen auf die Kernkompetenzen und Rationalisieren“ heißen. Für den Marktplatz kündigte Donahue eine aggressivere Vorgehensweise an und sprach ansonsten von einem zielgerichteteren Vorgehen, davon Ressourcen auf Prioritäten auszurichten und Initiativen oder Expansionen die von den Kernkompetenzen abweichen, zurückzufahren oder komplett einzustellen. Klingt erstmal nicht unvernünftig. Bis es an die Umsetzung geht.

Was eBay tut

John Donahoe, eBay CEO.(Foto: eBay Inc.)
John Donahoe, eBay CEO.(Foto: eBay Inc.)

Die erste bedeutende Tat ist die Entlassung von 2400 Mitarbeitern. „Komplexität reduzieren und wettbewerbsfähige Strukturen schaffen“ lautet die Begründung. Was soll das bitte heißen? „Wir haben Stellen geschaffen, bei denen uns jetzt erst auffällt, dass wir sie nicht brauchen?“ Hier wird schlicht und einfach rationalisiert um die Erträge zu optimieren.

Dann zum Thema „zielgerichtetes Vorgehen“:

CEO John Donahoe gab allen Ernstes in einer Presseverlautbarung  folgendes von sich: „We will also be exploring strategic options for eBay Enterprise including a sale or IPO“ und „If a strategic or financial acquirer emerges, we’ll compare their offer to what we’d get from an IPO,” he said. Darf ich das mal übersetzen?

Ich weiß noch nicht ob wir eBay Enterprise an die Börse bringen oder verramschen. Wenn Verramschen genauso viel Geld bringt, verramschen wir.

John Donahue, eBay CEO (sinngemäß) | 21.01.2015 eBay Inc. News und Re/code

WIE BITTE?

Diese Aussage zeugt von einer solchen Planlosigkeit, dass es mich beim Lesen an den Rand der Fassungslosigkeit getrieben hat und ich ungefähr 15 Minuten lang meinen Browser auf Phishing-Attacken untersucht habe, weil ich die Echtheit der eBay Verlautbarung ernsthaft angezweifelt hatte. Stellenabbau, Ertragsoptimierung und Kapitalbeschaffung auf Teufel komm raus als strategische Neuausrichtung zu verkaufen ist schon eine Glanzleistung der besonderen Art, aber dann eine solche Gleichgültigkeit zu präsentieren ist beispiellos. Ein IPO heißt normalerweise Kapitalbeschaffung, wir starten durch, holen Kapital und bauen unser Geschäft aus. Und Verkaufen steht für das exakte Gegenteil: Wir trennen uns von dem Geschäft, es passt nicht zu uns.

Was eBay nicht sieht

Zur Konzentration auf die Kernkompetenzen gehört auch „Initiativen oder Expansionen die von den Kernkompetenzen abweichen, zurückzufahren oder komplett einzustellen“. Dazu gehört potentiell auch eBay Enterprise, die Business-Tochter von eBay. Ambitioniert als Erfüllungsgehilfe der Marken, Industrie und der oberen Zehntausend der Onlinehändler gestartet, erbringt eBay Enterprise Consulting, Marketing und Infrastruktur-Dienstleistungen wie den Betrieb von Logistikzentren auf hohem Niveau. Mit dem Zukauf von Magento holte sich eBay Enterprise dann später noch ein eigenes E-Commerce-System ins Haus, eigentlich eine perfekte Ergänzung des Portfolios.

Enterprise, Enterprise. Jeder Bauer will die dicksten Hühner. Wenn ich höre dass wieder ein Unternehmen den „Enterprise-Kurs“ propagiert, zucke ich unwillkürlich zusammen. Oft heißt es schlicht, dass man sich am liebsten an den dicksten Fischen laben will. Ein größeres Projektvolumen, mehr Erträge bei weniger Aufwand.

Das hat im Fall von eBay Enterprise bei nüchterner Betrachtung der Zahlen wohl nicht geklappt. Kein Wunder: Die Luft ist dünn auf dem Gipfel. Statt aber einzusehen, dass die Ambitionen besser auf kleine und mittlere Händler zurückgeschraubt werden sollten, also schlicht das „Enterprise“ in eBay Enterprise zu streichen und den E-Commerce-Dienstleister für alle zu öffnen, sieht man den Unternehmensbereich plötzlich als wertlos an. Ich habe schon einmal erklärt, dass ich die Logistikzentren von eBay Enterprise als enorme Chance betrachte, Amazon auf den Pelz zu rücken. Einfach in dem eBay äquivalent zum „Versand durch Amazon“ den „Versand durch eBay“ auf der Produktseite propagiert, was den Angstfaktor des Kunden minimiert: Wenn klar und deutlich ersichtlich ist, dass eBay die Bestellung ausführt, dann würde das Vertrauen in diese Bestellung steigen. Mehr Vertrauen, mehr Umsatz.

Und das ist nur einer der Punkte, die eBay Enterprise bei der Betreuung von kleinen bis mittleren Kunden leisten könnte. Und so einen wesentlichen Beitrag zur Konsolidierung der Kernkompetenz beitragen würde.

Das Magento Desaster

Auch Magento steht jetzt zur Disposition. In der oben zusammengefassten Aussage „Ich weiß noch nicht ob wir eBay Enterprise an die Börse bringen oder verramschen. Wenn verramschen genauso viel Geld bringt, verramschen wir.“ kann man auch ohne weiteres „eBay Enterprise“ durch „Magento“ austauschen. Und das ist ein direkter Tritt in den Hintern der Community.

Magento und eBay: Von Anfang an eine schwierige Beziehung

Von vielen als strategische und weitreichende Entscheidung bezeichnet, wenn nicht sogar gerühmt – von der Magento-Community mit durchwachsenen Gefühlen betrachtet: der Zukauf von Magento. Das Gefühlsspektrum reichte damals, bei der Bekanntgabe der Übernahme, von einzelnen euphorischen Stimmen über größtenteils misstrauische und skeptische bis hin zu unkenden und verteufelnden Stimmen. Wie das eben so ist, wenn ein Big-Player seine Hand nach Open-Source-Software ausstreckt.

Im Laufe der Zeit schien sich die Community mehr und mehr wie ein ungeliebtes und verstoßenes Stiefkind vorzukommen. Bei Community-Events ist Magento absichtlich abwesend, einzig das deutsche Management von Paypal und eBay ist bei der letztjährigen Meet Magento anwesend. Was für viele die Veranstaltung in eine „Meet eBay“ verwandelt hat, auch wenn man mal deutlich sagen muss, dass sich im Nachhinein herausstellte, dass ohne die Mitglieder der deutschen Führungscrew von eBay und Paypal eben gar keiner vom Konzern da gewesen wäre.

Viele Entscheidungen und strategische Entwicklungen sind nicht sehr positiv aufgenommen worden. Beispielsweise die Enterprise-Version (was auch differenziert betrachtet wird) und der aktuell sehr im Top-Down-Modus betriebene Entwicklungsstil ist stark in die Diskussion geraten.

Die Community mit den Füßen getreten

In dieser sowieso schon recht angespannte Atmosphäre wirft nun der eBay CEO Donahoe nun so eine Aussage in den Raum. Jetzt kann sich die Magento Community mit Fug und Recht als ungeliebtes und verstoßenes Stiefkind fühlen.

Wie geht es weiter mit Magento

Wer kauft eBay Enterprise und damit auch Magento? Bekommen die Magento-Gründer, die bereits ausgestiegen sind, jetzt Hilferufe? Und sollen sich ihr Baby zurückkaufen? Entsteht ein Magento-Fork, weil die starke Community endgültig das Vertrauen in das Magento-Management verloren hat? Was die Gefahr in sich trägt, dass eine heillose Zersplitterung entstehen könnte. Was es auch werden sollte: Klar ist auf jeden Fall, dass wer immer auch beim Kauf von Magento dachte „Hey, ein großer Name hinter Magento, das liefert potentiellen Kunden Vertrauen“, völlig falsch lag.

Fazit: Donahoe fährt eBay in voller Fahrt gegen die Wand

Planlos wird der Konzern eBay jetzt von Donahoe in alle Himmelsrichtungen zerstreut, bis nichts mehr übrig bleibt. Absurde Ironie: Die Werkzeuge, die zu einer Konsolidierung und einer Konzentration auf Kernkompetenzen beitragen könnten, sollen verkauft werden, weil der Handwerker nicht erkennt, dass er die Werkzeuge falsch einsetzt. Eigentlich müsste hier der Handwerker ersetzt werden: Donahoe.

 

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Jochen G. Fuchs
eBay auf Sparkurs: Möglicher Verkauf von eBay Enterprise inklusive Magento http://t3n.de/news/ebay-sparkurs-moeglicher-verkauf-589768/ 2015-01-22T09:50:04Z
Stellenabbau und Konzentration auf das Kerngeschäfts, das soll laut eBay CEO John Donahoe der Kurs für 2015 werden. Der Konsolidierungskurs beinhaltet auch den möglichen Verkauf von eBay …

Stellenabbau und Konzentration auf das Kerngeschäfts, das soll laut eBay CEO John Donahoe der Kurs für 2015 werden. Der Konsolidierungskurs beinhaltet auch den möglichen Verkauf von eBay Enterprise samt Magento.

E-Commerce-Riese eBay kündigte am gestrigen Mittwoch trotz eines „zweistelligen Gewinnzuwachses, einer soliden Basis, einem starken Cashflow und rund 255 Milliarden Dollar Handelvolumen im Jahr 2014“, wie eBay CEO John Donahoe resümierte, einen Konsolodierungskurs an: 2400 Mitarbeiter müssen gehen und die Tochter eBay Enterprise samt des weitverbeiteten Shopsystems Magento könnte bald zum Verkauf stehen.

( Bild: Kazuhisa OTSUBO / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
( Bild: Kazuhisa OTSUBO / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

eBay konsolodiert Kerngeschäft: 2400 Mitarbeiter werden gehen

John Donahoe, eBay CEO.(Foto: eBay Inc.)
John Donahoe, eBay CEO.(Foto: eBay Inc.)

eBay CEO John Donahue hat einen Spar- und Konsolidierungskurs angekündigt, wie Recode berichtet. Die Strategie heißt kurz gesagt „Besinnen auf die Kernkompetenzen und rationalisieren“. Für den Marktplatz kündigte Donahue eine aggressivere Vorgehensweise an. Zielgerichteteres Vorgehen, Resourcen auf Prioritäten ausrichten und Initiativen oder Expansionen die von den Kernkompetenzen abweichen, zurückzufahren oder komplett einzustellen ist dabei ausdrücklich ein Teil der Strategie.

Der neue Kurs soll sowohl eine Reaktion auf die Ereignisse des letzten Jahres sein, die das letzte Quartalsergebnis überschatteten, als auch als Vorbereitung auf die Paypal Ausgliederung dienen: Ein Passwort-Leak, der letzlich dazu führte das eBay die Passwörter bei allen Kunden zurücksetzen musste sowie ein schmerzhaftes Abstrafen seitens Google, hatte eBay hier Probleme bereitet.

Ein bitteres Ergebnis des neuen Kurses: 2400 Stellen werden quer durch den Konzern wegrationalisiert, kein Geschäftsbereich bleibt davon verschont, auch Paypal ist betroffen.

We plan to reduce our workforce globally by approximately 2,400 positions, which represents about seven percent of our global workforce, across eBay Marketplaces, PayPal, and eBay Enterprise. This was a difficult decision. Eliminating jobs is never easy. But it is necessary to reduce complexity and create more competitive cost structures.

Our employees who are affected will be treated fairly and with respect, and I want to thank them all for their contributions to our company.

John Donahue, eBay CEO | 21.01.2015 eBay Inc. News

Magento steht möglicherweise zusammen mit eBay Enterprise zur Disposition

Die gewichtigste Aussage betrifft jedoch die Tochter eBay Enterprise, die gerade erst ein eBay-Logistikzentrum in Deutschland auf den Weg gebracht hat. Es bestehen laut dem eBay CEO gleichwertige Überlegungen den kompletten Geschäftsbereich zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Sinngemäß sagte Donahoe, dass ein Verkauf, insofern die gleiche Summe wie bei einem IPO zu erwarten sei, ebenfalls eine Option sei. Sowohl der Gang an die Börse, als auch der Verkauf wären somit in naher Zukunft erwartbare Ereignisse.

In Anbetracht der angekündigten Konzentration auf das Kerngeschäft, steht zu Befürchten dass ein Verkauf noch wahrscheinlicher sein könnte, auch wenn es sich hierbei zum jetzigen Zeitpunkt nur um Spekulationen handeln kann.

We will also be exploring strategic options for eBay Enterprise including a sale or IPO. Enterprise is a good business but it has become clear that it has increasingly divergent opportunities and limited synergies with eBay. This move will help both businesses focus on their respective priorities moving forward.

John Donahue, eBay CEO | 21.01.2015 eBay Inc. News

Der Geschäftsbereich eBay Enterprise betreut Großkunden mit Zusatzleistungen, Consulting und eigenen Logistikzentren. Zu eBay Enterprise gehört jedoch auch das Unternehmen Magento, dass das Open-Source-Shopsystem mit der weltweit größten Verbreitung herstellt. Sollte eBay Enterprise verkauft werden, würde sich eBay damit auch von Magento trennen.

via www.gruenderszene.de

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Jochen G. Fuchs
Magento 2.0 Beta: Das ändert sich für Entwickler und Händler http://t3n.de/news/magento-20-das-ist-neu-587817/ 2015-01-09T11:35:09Z
Kurz vor Weihnachten war es soweit: Die Beta von Magento 2.0 wurde veröffentlicht und kann somit jetzt öffentlich getestet werden. Der erste Eindruck: Die JS-Library Prototype wurde durch jQuery …

Kurz vor Weihnachten war es soweit: Die Beta von Magento 2.0 wurde veröffentlicht und kann somit jetzt öffentlich getestet werden. Der erste Eindruck: Die JS-Library Prototype wurde durch jQuery ersetzt und Magento unterstützt nun offiziell PHP in Version 5.5. In diesem Artikel lest ihr mehr über das ersehnte Release.

Das neue Beta-Release von Magento setzt auf jQuery und trennt sich von der Prototype-Bibliothek. Frontend-Entwickler können sich nun an einem Basis-Responsive-Template erfreuen, das eine Umsetzung für mobile Geräte erleichtern soll. Durch die Unterstützung von PHP 5.5 versprechen sich die Entwickler hinter Magento eine höhere Stabilität und eine damit einhergehende Erhöhung der Software-Qualität.

Trotz PHP 5.5 und jQuery: Magento setzt auf Zend 1

Entwickler kritisieren den weiteren Einsatz des Zend-Frameworks, welches einige nicht als zukunftsträchtig erachten. Die Entscheidung über das Festhalten am Zend-Framework 1 bei Magento 2 scheint allerdings unumstößlich zu sein, wie Alan Kent von eBay beschreibt:

„While the current plan remains unchanged, with the developer beta period coming up it feels like a good time to review this decision and gauge current public opinion. This would be used as one input to internal discussions.“

Die Beta von Magento 2.0 erlaubt Backend-Entwicklern auch den Einsatz von „Dependency Injections“, welche nicht nur Abhängikeiten injizieren sondern auch in einem Container verwaltet werden können. Nachteil: Erweiterungen aus Magento 1 werden dadurch zum größten Teil unbrauchbar gemacht, da sie nicht mehr mit Version 2.0 kompatibel sind. Die vollständige Liste zu den Magento-2-Updates findet ihr hier.

Magento 2.0: Erleichterung für Shopbetreiber

Durch das weitere Zusammenführen der Ebay-Töchter Paypal und Magento soll eine Integration von Paypal im Webshop erleichtert werden. Durch verbesserte Analyse-Möglichkeiten für das Marketing soll Magento gerade für Shop-Betreiber noch attraktiver werden.

Ihr könnt euch die Magento-Beta-Version bei GitHub herunterladen.

Was ist eure bevorzuge E-Commerce-Software?

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Mario Janschitz
E-Commerce-News: Black-Friday lohnt sich, neues Magento-Release, Salesforce Social-Studio http://t3n.de/news/e-commerce-news-black-friday-580704/ 2014-11-24T18:09:31Z
E-Commerce-News: Interessante Meldungen, die es in der vergangenen Woche nicht mehr in unsere Berichterstattung geschafft haben. Diese Woche mit der Umsatzchance Black Friday, einem neuen …

E-Commerce-News: Interessante Meldungen, die es in der vergangenen Woche nicht mehr in unsere Berichterstattung geschafft haben. Diese Woche mit der Umsatzchance Black Friday, einem neuen Magento-Release und einem neuen Salesforce Social-Media-Tool.

E-Commerce-News: Black Friday-Schlussverkauf lohnt sich für Onlinehändler

e-commerce-news
Der Countdown läuft (wenn auch nicht in diesem Screenhot). Onlinehändler können von einem Black-Friday-Angebot profitieren – auch von eigenständig beworbenen Angeboten. Die Black-Friday-Berichterstattung in den Medien erhöht die Umsatzchancen. (Screenshot: Black-friday.de)

In Kürze startet der aus den USA importierte „Schlussverkauf“, auch wieder über die zentral orchestrierte Kampagnen-Website „Black-Friday.de“. Mit am Start war 2013 auch der Geek- und Gadget-Shop „Arktis.de“. Das Portal beherbergte schon 2013 einige große Namen aus Deutschlands Top-100-Onlineshops, wie Stefan Hoffmeister bei Geistreich78 in seiner E-Commerce-News schreibt: „Auffallend ist, dass nahezu das Who is Who der Top Onlinehändler in Deutschland vertreten ist. Von A, wie Amazon und Apple, über Cyberport, Conrad, Fressnapf, bis hin zu Lenovo, Medion, Redcoon, Saturn und Zalando.“ Lohnenswert soll die Aktion auch sein: zumindest Arktis scheint am letztjährigen Black-Friday einen Besucherzuwachs von 750 Prozent und einen Umsatzzuwachs von 614 Prozent aufweisen zu können.

Magento Release Enterprise Edition 1.14.1 und Community Edition 1.9.1

Das neue Release der Enterprise Edition steht zum Download bereit, die finale Version der neuen Community Edition wird noch getestet und sollte im Verlaufe der nächsten Wochen zur Verfügung stehen. Unter anderem steht in der Enterprise Edition ein grafischer Editor zum Verwalten von Produkten innerhalb der Kategorien, und der Kategorien selbst, zur Verfügung. Ein erweitertes responsives Standard-Theme ist ebenfalls Bestandteil der Neuerungen. Mehr Informationen und Video-Tutorials zum „Visual Merchandising Tool“ findet ihr bei Magento.

Salesforce stellt neue Version des Social Studios vor

Interaktionen mit den Kunden auf allen Social-Media-Kanälen möchte Salesforce mit dem neuen Release vereinfachen. Das Social Studio bietet neben einer Social-Media-Listening-Engine – die über eine Milliarde Daten aus Quellen wie Facebook, Twitter, Youtube, Blogs sowie Nachrichtenseiten überwacht – die Verwaltung von Social-Media-Werbekampagnen, direkte Kundenkommunikation für den Kundenservice und Möglichkeiten zur Lead-Generierung an. Was man mit dem Zeug anfangen kann? Man könnte 14.000 McDonalds-Restaurants regionalisieren – sagen zumindest McDonalds und Salesforce .

 

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Jochen G. Fuchs
E-Commerce-News: Magento 2 noch Open-Source oder nicht, Amazon könnte Marktplatzhändler ausstechen http://t3n.de/news/e-commerce-news-magento-2-noch-574972/ 2014-11-03T18:00:51Z
Mit unseren E-Commerce-News informieren wir euch über Neuigkeiten aus der E-Commerce-Landschaft, die wir letzte Woche noch nicht veröffentlicht haben. Diesmal mit einem M-Commerce-Test und einer …

Mit unseren E-Commerce-News informieren wir euch über Neuigkeiten aus der E-Commerce-Landschaft, die wir letzte Woche noch nicht veröffentlicht haben. Diesmal mit einem M-Commerce-Test und einer Gender-Commerce-Statistik.

E-Commerce-News: Amazon soll Daten von Marktplatz-Händlern für eigene Angebote nutzen

E-Commerce-News: Sticht Amazon seine Marktplatzhändler aus? (Screenshot: Amazon)
E-Commerce-News: Sticht Amazon seine Marktplatzhändler aus? (Screenshot: Amazon)

Die Gerüchte kommen immer wieder auf und halten sich hartnäckig, aktuell vermeldet Forbes die Ergebnisse einer Untersuchung, die diese Gerüchte bestätigen möchten: Die Repricing-Spezialisten von Upstream aus den USA haben fast 900 Produkte bei beobachtet und versucht festzustellen, ob das Unternehmen sie in das eigene Sortiment übernimmt. Der Dienstleister will festgestellt haben, dass 25 Prozent der initial durch Dritthändler gelisteten Top-Seller-Produkte innerhalb von drei Monaten bei Amazon im Sortiment auftauchten.

Magento: Wieviel Open-Source wird in Magento 2 stecken?

In seinem ShopTechBlog weist Roman Zenner auf einen interessanten Post im Blog „magenticians“ hin, die sich fragen wieviel Open-Source denn noch in Magento 2 steckt. Hauptsächlich bemängelt wird die Intransparenz des Entwicklungsprozesses. Die Autoren führen auf, dass Github nur noch als „Sync-Spot“ und damit als einseitige Eingabe-Oberfläche für den Entwicklungsprozess verwendet würde und die Community über den jeweiligen Stand der Eingabe im Dunkeln gelassen wird. Die Entwickler vermissen darüber hinaus klar nach außen kommunizierte Ziele, Milestones oder To-Do's, diese mangelnde Intransparenz widerspräche dem Open-Source-Gedanken, so Magenticians.

Mobile-Commerce: Von Geschwindigkeit kann man nur träumen

Alle träumen vom Mobile-Commerce? Und bei einigen Träumern wird es wohl dabei bleiben, wie ein aktueller E-Commerce-Test im Blog Kassenzone.de zeigt. Zwar haben rund 80 Prozent der Top100-Onlineshops eine mobile Website, aber damit enden die Gemeinsamkeiten bereits. Einige Onlineshops haben keine mobile Seite, einige keine responsive Seite und bei wiederum einigen kriecht der Ladevorgang buchstäblich vor sich hin. Dabei ist längst bekannt, dass jede eingesparte Sekunde Ladezeit sich positiv in der Konversionsrate niederschlägt, schreibt Alexander Graf bei Kassenzone.de sinngemäß.

Wir sind, was wir kaufen: Unterschiede zwischen Frauen und Männern beim Online-Einkauf

Der Payment-Dienstleister Klarna hat eine interne und anonyme Auswertung der Produkteinkäufe aller integrierten Online-Shops in Deutschland von Januar bis Oktober 2014 durchgeführt. Analysiert wurden die Einkäufe in 62 Produktkategorien, aufgeteilt nach Altersgruppe der Online-Einkäufer, Zeitpunkt des Einkaufes und Wochentag, an dem der Einkauf stattfand. Die zusammengestellten Statistiken zeigen Unterschiede in den Einkaufsgewohnten bestimmter Produktkategorien, favorisierte Zeiten und Wochentage für den Einkauf im Internet auf. Alkohol wird sowohl von Männern und Frauen am ehesten Abends eingekauft, ebenso Erotik-Artikel. Trockene oder spannende Bücher – was auch immer, gekauft wird es bei den unter 56-jährigen am ehesten von Frauen.

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Jochen G. Fuchs
Entscheidungshilfe: MageKarma bewertet Magento-Extensions http://t3n.de/news/magekarma-magento-extensions-reviews-563098/ 2014-08-21T13:27:24Z
MageKarma hilft mit ausführlichen Reviews bei der Entscheidung für die richtige Magento-Extension. Im Artikel erfahrt ihr, wieso das eine gute Idee ist und was MageKarma von anderen …

MageKarma hilft mit ausführlichen Reviews bei der Entscheidung für die richtige Magento-Extension. Im Artikel erfahrt ihr, wieso das eine gute Idee ist und was MageKarma von anderen Bewertungssystemen unterscheidet.

Ein Feature fehlt im Shopsystem? Kein Problem, lade ich eben eine Extension runter. Was Apps für Smartphones sind, das sind Extensions für ein Shopsystem. Für finden sie sich an verschiedenen Stellen: auf der Website des Entwicklers, im integrierten Marketplace „Magento-Connect“ oder im deutschen Marktplatz nr-apps.com.

Auswahl ist also genug da, für jede gewünschte Funktion existieren oft mehrere Extensions – welche soll es also werden? Welche ist gut, also qualitativ hochwertig? MageKarma, eine Bewertungsplattform von Entwicklern für Entwickler, will jetzt die Qual der Wahl erleichtern und zukünftig technisch ausführliche und substantielle Reviews veröffentlichen, um Onlinehändlern, Entwicklern und Entscheidern die Auswahl zu erleichtern.

(Screenshot: MageKarma.com)
MageKarma, noch ist erst eine kleine Anzahl Reviews zu finden. (Screenshot: MageKarma.com)

MageKarma: Das bietet die Bewertungsplattform

„MageKarma ist eine gute Ergänzung zu existierenden Bewertungs-Systemen.“

Unter MageKarma.com werden kostenlos ausführliche Analysen und Bewertungen von Magento-Extensions zur Verfügung gestellt. Ist eine Extension noch nicht genauer unter die Lupe genommen worden, lässt sich auch eine Anfrage für eine Review stellen. Allerdings gibt es keine Garantie auf eine schnelle Erfüllung des Wunschs, schließlich muss sich in der Community erst mal ein Mitglied finden, das gerade Zeit und Lust hat. MageKarma erstellt keinen abstrakten Score oder vergibt ein Punkte-Rating, sondern spricht Klartext: „Sehr gut“ oder „Enttäuschend“ lautet beispielsweise das ausgestellte Gesamturteil für eine Extension.

Ansonsten gibt es eine ausführliche Textanalyse:

  • Funktionalität (What it does)
  • Technische Umsetzung (How it does)
  • Installation der Extension (Installation)
  • Code Qualität
  • Rewrites
  • Support vom Anbieter
  • Fazit (Conclusion)

Die Reviews können auf MageKarma.com noch zusätzlich von anderen Magekarma-Mitgliedern öffentlich kommentiert werden.

So entstehen die Bewertungen

MageKarma ist ein Community-Projekt, Bewertungen kann im Prinzip jeder verfassen. In der Praxis wird erwartet, dass sich hauptsächlich Entwickler engagieren, die sich täglich mit Magento beschäftigen. Als einzige Einschränkung für den Verfasser gilt die Regel, dass eigene Extensions nicht bewertet werden können.

Doie fertige Review soll dann von einem anderen MageKarma-Mitglied geprüft werden, wodurch die Verlässlichkeit der Bewertungen erhöht und Inkonsistenzen reduziert werden sollen. Die Review wird im ersten Schritt nicht-öffentlich erstellt und dem betroffenen Entwickler der Extension wird Gelegenheit gegeben, sich 14 Tage lang dazu zu äußern, bevor die Review schließlich veröffentlicht wird.

Bewerten kann jedes MageKarma-Mitglied. (Screenshot: MageKarma.com)
Bewerten kann jedes MageKarma-Mitglied. (Screenshot: MageKarma.com)

Wozu Magento eine eigene Bewertungsplattform braucht

Je nach Bezugsquelle existiert ein mehr oder weniger umfangreiches Bewertungssystem für Extensions – oder, im schlimmsten Fall, beim Bezug einer Extension auf der Hersteller-Websites auch gar keins. Potentielle Käufer für eine Magento-Extension müssen sich unter Umständen entweder auf die Herstellerangaben verlassen oder sich selbst auf die Suche machen und in der Community nach Erfahrungsberichten forschen.

Die Einschätzung, ob die gewünschte Extension den Anwendungszweck erfüllen könnte, kann ein Onlinehändler noch anhand der Produktbeschreibung der Extension einschätzen. Ob die Extension dann aber tatsächlich den gewünschten Zweck erfüllt, steht auf einem anderen Blatt – ganz zu schweigen von der Qualität der App: Installation, Integration, Update-Fähigkeit, Codequalität.

Die bestehenden Bewertungssysteme auf den Magento Marktplätzen

Die aktuellen Bewertungssysteme und deren Umfang habe ich hier für euch zum Vergleich aufgelistet:

Magento Connect

Magento Connect besitzt ein Community-basiertes Bewertungssystem, die Bewertungen werden also von Nutzern abgegeben:

  • 0 bis 5 Sterne als Gesamturteil
  • 0 bis 5 Sterne für „Nützlichkeit“
  • 0 bis 5 Sterne für „Funktionen wie beschrieben“
  • 0 bis 5 Sterne für „Developer Support“

Bewertungen können zusätzlich mit einem Freitext versehen werden, ebenfalls bewertet werden und geben neben dem Profilnamen des Nutzers noch Auskunft darüber, ob der Magento-Nutzer Händler oder Entwickler ist und welche Magento-Version der Nutzer in Verwendung hat.

(Screenshot: Magento Connect)
Das Rating im offiziellen Marketplace von Magento. (Screenshot: Magento Connect)

App-Store bei nr-apps.com

Der deutsche Marktplatz nr-apps.com bietet im App-Store einen Bewertung, die auf der Analyse eines statischen Code-Analyse-Tools auf Kommandozeilenbasis namens „Judge“ basiert. Judge evaluiert den Quellcode einer Extension, die Ergebnisse werden dann sowohl in einem abstrakten Ranking sowie in einem per Mail abrufbaren, ausführlicheren Report zusammengefasst.

(Screenshot: MageKarma)
Die Bewertung von „Judge“ bei nr-apps.com. (Screenshot: nr-apps.com)

Der Gesamtscore Score ist von 0 bis 10 und nochmals in Zehntel-Schritte unterteilt, zusätzlich werden der Durchschnittsscore, das Datum des Scorings und ein Ranking im Vergleich zu anderen Extensions angezeigt.

Das Ranking beinhaltet:

  • Kompatibilität
  • Maintainability
  • Sicherheit
  • Performance

Der ausführliche Report, der per E-Mail automatisiert zur Verfügung gestellt wird, listet alle Problemstellen in der Codebasis detailliert auf.

(Screenshot: nr-apps.com)
Auszug aus dem technischen Report von „Judge“. (Screenshot: nr-apps.com)

Fazit: MageKarma könnte eine gute Ergänzung zu existierenden Bewertungssystemen werden

Sobald MageKarma mit einer ausreichenden Anzahl an Reviews aufwarten kann und wenigstens die am häufigsten genutzten Extensions einer Review unterzogen wurden, dürfte die Plattform eine breite Nutzerbasis erreichen. Im Moment sind erst eine Handvoll Reviews vorhanden. Kein Wunder: Die Plattform ist erst seit kurzer Zeit am Start.

„Daumen drücken und aktiv beteiligen!“, möchte ich da der Community und den Magento-Nutzern zurufen. Die Idee verdient Unterstützung, denn manuell erstellte Reviews mit einer Klartext-Beurteilung liefern ein verständliche Entscheidungsgrundlage für den Einsatz einer Extension (Auch wenn das von der zukünftigen Qualität der Reviews bei MageKarma abhängig sein dürfte). Deshalb: Reviews anfertigen und auch anfordern – auch wenn in der Startphase etwas Geduld aufgebracht werden muss oder vielleicht nicht gleich eine Review der gewünschten Extension möglich ist. Die Anforderungen von Reviews dürften den MageKarma-Mitgliedern zumindest schnell zeigen, welche Reviews gerade besonders gefragt sind. Good luck!

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Jochen G. Fuchs
Magento-Gold-Partner befeuern mit Gegendarstellungen die Debatte über Magento-Enterprise http://t3n.de/news/magento-enterprise-kritik-gold-partner-545590/ 2014-05-20T08:20:27Z
Das deutsche Community-Event „Meet Magento“ bot dieses Jahr Platz für Kontroversen: die Magento Enterprise-Edition und das Gold-Partner-Programm wurden stark kritisiert. Wir haben Magento und …

Das deutsche Community-Event „Meet Magento“ bot dieses Jahr Platz für Kontroversen: die Enterprise-Edition und das Gold-Partner-Programm wurden stark kritisiert. Wir haben Magento und die Gold-Partner um ein Statement gebeten. Auf der diesjährigen Meet Magento war, neben der Abwesenheit offizieller Magento-Mitarbeiter und der als provokativ empfundenen Terminierung der MagentoImagine, ein Vortrag von Tim Bezashvyly in aller Munde: „Die harte Wahrheit über Magento-Enterprise.“ Der polarisierende Vortrag bot ein mit spürbar zynischem Unterton formuliertes Fazit an, das den Sinn der Enterprise-Edition deutlich in Frage stellte. Unter anderem sagte Bezashvyly, der Lieferumfang sei sein Geld nicht wert, der Support schlecht und es gebe keinen Grund, wieso Magento-Gold-Partner die Enterprise-Edition überhaupt vertreiben solle.

Bezashvyly hatte den Vortrag wohl mit der gut gemeinten Absicht geplant, einen Denkanstoß zu einer sinnvolleren Monetarisierung von Magento zu liefern – konnte aber anscheinend seinen ursprünglich angedachten, positiven Ansatz nicht ganz umsetzen. Entgegen seinem Vorsatz, die Enterprise-Edition nicht zu „grillen“, wie er sich sinngemäß auf Twitter ausdrückte, ist sie in dem zynisch und teilweise überspitzt formulierten Vortrag dann doch ziemlich „gegrillt“ worden.

Die Reaktionen aus der Community zeigten aber auf jeden Fall, dass Bezashvyly mit diesem Thema und seinen Kritikpunkten einen Nerv getroffen hatte: Der Auftritt von Tim Bezhashvyly wurde am Ende von den Anwesenden mit tosendem Applaus und bejahenden Pfiffen gefeiert – wie unser Gastautor Stefan Hoffmeister die Stimmung am Ende des Vortrags eindrucksvoll beschrieben hat.

Meet Magento: Tim Bezhashvyly versuchte mit seinem polarisierenden Vortrag Magento zu Änderungen zu bewegen. (Foto: Twitter/@fschmengler)
Magento Enterprise: Tim Bezhashvyly versuchte mit seinem polarisierenden Vortrag Magento zu Änderungen zu bewegen. (Foto: Twitter/@fschmengler)

Magento-Gold-Partner antworten auf: Die harte Wahrheit über Magento-Enterprise

Da wir nicht nur die „eine Seite der Medaille“ zeigen möchten, haben wir für euch Magento-Gold-Partner angeschrieben, mit dem Vortrag konfrontiert – und um ein Statement zu den Vorwürfen von Bezashvyly gebeten. Hier sind die Antworten der Magento-Partner Flagbit (Flagbit hat sich um ein direktes Statement von Magento bemüht), dotSource, AOE und Phoenix Media.

Statement von Magento via Flagbit

Wir schätzen das Feedback aus der Community und möchten den Dialog fördern. In Hinblick auf unsere Features und unsere Roadmap verbessern wir das Magento-Produkt stetig, um die Bedürfnisse von Händlern aller Größen zu bedienen. Wir rühmen uns eines offenen und modularen Ansatz der Produktentwicklung, welcher globalen Partnern und Entwicklercommunitys eine individuelle Anpassung an kundenspezifische Anforderungen und in jeder Performance erlaubt. Die hohe Nachfrage an der Magento Enterprise-Edition spricht für sich und wir verfolgen weiter einen internationalen Marktanteil von 25 Prozent.

Henry Kelly, Magento via Frederic Gaus, Flagbit| 17.Mai 2014 via E-Mail

Statement von AOE

Als einer der wenigen international aufgestellten Enterprise-Magento-Gold-Partner sehen wir durchaus den Wert in der Enterprise-Edition auf verschiedenen Ebenen. Sicherlich stehen die Features hier nicht unbedingt im Vordergrund, da sich diese größtenteils mit freien Modulen gegebenenfalls abdecken lassen. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Merchants durch den Kauf der Enterprise-Edition die weiteren Investitionen von Ebay in Magento finanzieren und dadurch auch die Weiterentwicklung der Community-Edition sicherstellen. Gleichzeitig erhalten Händler besseren Zugriff auf die Ebay Enterprise Value-Added-Services. Darüber hinaus ist es in Konzernen und Großunternehmen weiterhin auch aus politischen Gründen sehr wichtig, Software zu kaufen, die offiziell komplett unterstützt wird, also einem Enterprise-Service-Modell unterliegt.


Aus unserer Sicht gibt es für Magento/Ebay zwei Möglichkeiten, die Enterprise-Edition noch erfolgreicher zu machen. Möglichkeit 1: Sie wird komplett kostenlos angeboten. Dies reduziert Kosten für den Vertrieb, erhöht die Adoption weltweit und es wäre ein „Disruptive Move“, den sich noch kein Software-Hersteller der Welt getraut hat; Ebay generiert bereits jetzt seinen Umsatz nicht mit Magento, sondern mit den Paypal-Transactions, die über Magento verarbeitet werden. Dieser Ansatz würde echte Wellen schlagen.


Die andere Option ist die traditionellere, die darin besteht, die technische Überlegenheit der Enterprise-Edition stärker auszubauen. Es wird in jedem Fall weiterhin spannend bleiben, zu beobachten, wie sich die Strategie über die nächsten Jahre entwickeln wird.


Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass bei uns als reiner Open-Source-Dienstleister der Verkauf von Lizenzen nie Teil unserer Strategie war und dass Magento mittlerweile glücklicherweise andere Maßstäbe für Qualität vorzuweisen hat, als den reinen Lizenzumsatz.

Kian T. Gould, CEO und Gründer, AOE GmbH, Wiesbaden | 16.Mai via E-Mail

Statement von dotSource

Wir als langjähriger Partner von Magento sind von der Software, sowohl von der Community- als auch von der Enterprise-Edition überzeugt – sonst würden wir sie nicht anbieten.


Klar können die meisten Enterprise-Funktionen auch mit Community-Modulen abgedeckt werden, aber Tim Bezhashvyly vergisst in seinen Ausführungen, dass auch die Modulintegration Zeit und dadurch Geld kostet – sei es für Wartung, Anpassungen aus Performancegründen oder weil nicht standardkonform programmiert wurde. Werden mehrere Module unterschiedlicher Anbieter eingesetzt, ist das Potential von Konflikten und Problemen quasi vorprogrammiert.


Aufgrund der Komplexität vieler Community-Module ist auch nicht immer klar, ob diese wirklich nur das machen, was in der meist spärlich vorhandenen Dokumentation steht. Aus unserer Sicht ist dies im Enterprise-Segment besonders aus datenschutzrechtlichen Überlegungen gerade bei der Verarbeitung von Kundendaten ein untragbares Risiko. Das Argument, dass diese Module Open-Source seien, ist hier auch nicht tragbar, da aufgrund der Vielzahl der Module eine Community-Kontrolle nicht wirklich gegeben ist.


Während bei der Enterprise-Variante Garantie oder Gewährleistung von Seiten Magentos übernommen werden, ist dies bei frei zusammengestellten Modulen für die Community-Edition nicht der Fall. Hinzu kommt, dass man bei Versionsupdates der Community-Edition für diese Module auf in der Regel nicht immer verfügbare passende Modul-Updates angewiesen ist oder diese zeit- und kostenintensiv selbst vornehmen muss.


In einem Punkt geben wir Tim Bezhashvyly Recht: Der Magento Support ist zumindest im DACH-Raum unzureichend. Diese Support-Lücken gleichen im Moment erfahrene Agenturen wie dotSource aus. Daher ist es die Enterprise-Version in Verbindung mit einer Enterprise-Agentur, die den Projekterfolg garantiert.


Statt einer Schwarz-Weiß-Ansicht, wie beispielsweise bei Tim Bezhashvylys Argument, dass alle Agenturen, die Enterprise-Edition verkaufen, nichts können würden, bemühen wir uns stets um individuelle Entscheidungen bei unseren Kunden – gerade bei der Auswahl der richtigen Software. Braucht der Kunde die Features der Enterprise-Edition nicht, empfehlen wir ihm eine Community-Edition.


Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Enterprise-Edition für größere Shops mit höheren Seitenaktivitäten, Page-Views und Transaktionen entwickelt wurde. Dabei ist neben anderen Funktionen beispielhaft das angepasste Indexierungsverfahren im Vergleich zur Community-Edition hervorzuheben, das viel schneller und effizienter bei großen Shops mit vielen Produkten und Produkt-Updates arbeitet. Würde man hier eine für Enterprise-Anforderungen angepasste Agenturversion einer Community-Edition programmieren, würde man die Updatefähigkeit verlieren und sich ähnlich einer Agentureigenentwicklung an eine Agentur binden.


Dennoch danken wir Tim Bezhashvyly, dass er das Thema Gold-Partnerschaft aufgegriffen hat, denn auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir schon mehrmals Projekte retten mussten, an deren Komplexität andere ähnlich eingestufte Partner gescheitert sind. Insbesondere unsere langjährige Erfahrung im Intershop-, hybris- und IBM WebSphere Commerce-Umfeld bei großen Kunden ermöglicht es uns erst, auch auf Magento Enterprise professionelle Lösungen für mittlere Kunden zu realisieren.


Auch wir sind verärgert darüber, dass Magento den Goldstatus nicht an jährlichen Lizenzverlängerungen, an qualifizierten Entwicklern, an erfolgreichen Projekten oder zufriedenen Kunden misst, sondern einzig und allein am Lizenzumsatz der aktuellen Partnerperiode. Wenn man größere Kunden langjährig intensiv betreuen möchte, ist es nahezu unmöglich diese Ziele zu erreichen, außer man verdoppelt jedes Jahr seinen Umsatz. Da man für den Partnerstatus im Gegensatz zu allen anderen Enterprise-Softwareherstellern darüber hinaus auch noch eine erhebliche Gebühr an Magento entrichten muss und bei Nichterreichen der an den Partnerstatus gebundenen Umsatzziele auch keine Provision für die verkauften Lizenzen erhält, ist das Argument, dass die Agenturen an den Lizenzen verdienen, auch nicht wirklich tragbar.


Wir verdienen an glücklichen und erfolgreichen Kunden und sind daher am langfristigen Erfolg interessiert. Daher werden wir auch weiterhin Enterprise-Projekte aus Überzeugung umsetzen.

Statement Christian Grötsch, dotSource GmbH | 16. Mai 2014 via E-Mail

Statement von Phoenix Media

Die Welt eines Großkunden ist eine andere als die eines kleineren Händlers. Alles ist größer, die ganze Prozesskette komplexer, die Anzahl der involvierten Personen und letztlich auch der finanzielle Aspekt – sowohl was die Investition in E-Commerce anbelangt als auch das Umsatzvolumen. In einem großen E-Commerce-Projekt arbeiten zehn, zwanzig und mehr Personen auf „Kundenseite“ und in der Regel mindestens auch fünf bis zehn Projektmanager und Entwickler in der Agentur über mehrere Monate. Dementsprechend investiert ein Händler hierfür schnell einen mittleren sechsstelligen Betrag in E-Commerce – Lizenzkosten von 12.000 EUR fallen bei einem so komplexen Projekt nicht wirklich ins Gewicht.


Auch geht es einem solchen Händler weniger um eine Featureliste oder einen Preis. Der Händler hat Anforderungen an eine Shop-Software, genauso wie er sie an seine ERP und an andere Systeme hat. Er will garantiert wissen, dass seine Investition in E-Commerce nachhaltig ist, funktioniert und der Software-Hersteller sicherstellt, dass es bei Problemen eine Lösung gibt. Dementsprechend müssen wir einem großen Händler die Enterprise-Edition nicht „andrehen“ , vielmehr möchte so ein Händler gar nichts anderes haben. Das Geld für Lizenzkosten ist in einem Enterprise-Umfeld nicht der entscheidende Faktor!


Es ist sicher aufgefallen, dass die Anzahl der Magento Gold- und Silber-Partner seit ein bis zwei Jahren zurückgeht und/oder stagniert. Als Partner haben wir nicht nur ein Revenue Goal, sondern wir müssen unsere Entwickler – Frontend und Backend; gefordert sind IIRC mindestens vier – und demnächst auch Projektmanager – mit der neuen Magento Solution-Specialist-Zertifizierung, die Marc Schürmann und ich gestern bestanden haben – zertifizieren lassen. Unsere Magento-Projekte werden geprüft und unsere Kunden werden befragt, wir sind zu regelmäßigen Calls und eingeladen und vieles mehr. Ein Magento-Partner verkauft nicht nur Lizenzen, sondern er muss auf vielen Ebenen seine Kompetenz unter Beweis stellen. Gerade hier hat Magento in den letzten zwei Jahren enorme Verbesserungen erreicht und die Sales- und Partner-Manager, mit denen wir sehr eng zusammenarbeiten, steigern kontinuierlich die Qualitätsstandards. Der Gold-Partner-Status belegt heute objektiv und für den Kunden nachvollziehbar, dass eine Agentur nachweislich auf einem sehr hohen Niveau Magento-Dienstleistungen anbieten kann. Dies kennt ein Enterprise-Kunde auch aus anderen IT-Bereichen und wünscht sich dies gerade auch für seine E-Commerce-Software.


Tims Statement hat sicherlich einen Wahrheitsgehalt, doch greift seine Kritik in vielen Punkten zu kurz, ist teilweise einfach falsch und geht letztlich an der Realität eines Enterprise-Kunden und auch an der eines Gold-Partners vorbei. Magento, das Teil von Ebay Enterprise ist, verfolgt hier eine ganz klare Strategie und ist seit einigen Jahren ein ernst genommener Mitbewerber von Hybris, Intershop und Demandware. Dass es trotz des ganzen Engagements und Investments in diesen Enterprise-Bereich nach wie vor eine kostenfreie Magento Community-Edition gibt und Ebay sich nach wie vor als Dienstleister für alle Händlergrößen versteht, muss man doch erst einmal anerkennend festhalten. Dies findet man in der IT-Industrie nur sehr selten.

Björn Kraus, CTO Phoenix Media GmbH | 14.Mai 2014 via E-Mail

Die Zusammenfassung des Vortrags Die harte Wahrheit über Magento-Enterprise findet ihr im gleichnamigen Artikel unseres Gastautors Stefan Hoffmeister.

 

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Jochen G. Fuchs
Neue Releases: Magento Community-Edition 1.9 und Enterprise-Edition 1.14 in der Übersicht http://t3n.de/news/magento-community-edition-19-545225/ 2014-05-14T16:22:12Z
Die E-Commerce-Plattform Magento liegt nun in der neuesten Version vor. Die wichtigsten Änderungen sind unter anderem ein neues Standard-Theme im Responsive-Design und Verbesserungen im …

Die E-Commerce-Plattform liegt nun in der neuesten Version vor. Die wichtigsten Änderungen sind unter anderem ein neues Standard-Theme im Responsive-Design und Verbesserungen im Payment-Bereich. Dieser Artikel liefert euch eine Übersicht.Anlässlich der US-Konferenz MagentoImagine wurden neue Versionen der E-Commerce-Plattform veröffentlicht. Einige der Kritikpunkte, die während der deutschen Meet-Magento-Konferenz angesprochen wurden, sollen mit diesen beiden Releases behoben sein. Hier sind die Neuerungen:

(Bild: Magento)
(Bild: Magento)

Neue Features der beiden Magento-Releases

  1. Neues Responsive-Design-Standard-Theme. Das neue wird als Standard mit ausgeliefert und soll als Basis für die schnelle Entwicklung eines mobil-optimierten Frontends dienen. Damit wären voraussichtlich auch Konflikte mit Googles „Mobile-First-Regel“ beseitigt. Das wurde nicht in allen Unterseiten umgesetzt.
  2. Verbesserte Payment-Optionen. Unter anderem wurde das Paypal-Modul verbessert und mit dem  Paypal-Express-Checkout versehen, der auch zukünftig automatisch alternative Bezahl-Methoden anbieten soll, falls die ursprünglich ausgewählte Zahlung fehlschlägt.
  3. Grenzüberschreitender Handel. Hier wurde für EU-Händler die Möglichkeit implementiert, ein einheitliches Pricing unabhängig von den Steuersätzen zu ermöglichen.
Das Standard-Theme von Magento ist jetzt responsive. (Screenshot: Magento)
Das Standard-Theme von Magento ist jetzt responsive. (Screenshot: Magento)

Magento: Technologie-Updates

  • Front-End: SaaS/Compass CSS-Precompiler, jQery im „noConflict( )“-Mode
  • PHP 5.4
  • Zend Framework 1.12.3
  • Apache Solr bis 3.6.2 (nur Magento EE)

Alle Funktionen bis auf die Nutzung von Apache Solr stehen sowohl in der Magento-EE als auch in der Magento-CE zur Verfügung. Eine umfangreiche Übersicht und Dokumentation der Änderungen findet sich im Change-Log auf der Magento Website.

Hintergründe zur Kritik an der Magento Enterprise oder Hintergründe zur Meet Magento 2014 findet ihr in unseren Artikeln Die harte Wahrheit über Magento Enterprise [#mm14de] und Meet Magento 2014: Schiff schwankt, Kapitän ist abwesend – die Besatzung feiert“.

 

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
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Jochen G. Fuchs
Meet Magento 2014: Schiff schwankt, Kapitän ist abwesend – die Besatzung feiert http://t3n.de/news/meet-magento-2014-schiff-545072/ 2014-05-14T12:18:51Z
Die achte Meet Magento glich dem bekannten Slogan eines Schokoladenherstellers: Spiel, Spannung und Schokolade. Hackathon und Barcamps, ein Eklat auf der Bühne und Schokolade am Büffet.

Die achte Meet glich dem bekannten Slogan eines Schokoladenherstellers: Spiel, Spannung und Schokolade. und Barcamps, ein Eklat auf der Bühne und Schokolade am Büffet. Ein Rückblick auf das Community-Event.Die Meet Magento ist der jährliche Treffpunkt für die deutsche Magento-Community und bietet Raum und Gelegenheit für den Austausch zwischen Entwicklern, Agenturen und Onlinehändlern. Im Vorfeld der fand ein mit rund 40 Teilnehmern gut besuchter Hackathon statt, die Meet Magento selbst dürfte auch dieses Jahr vom 12. bis zum 13. Mai wieder Hunderte Besucher aus der Community angezogen haben – teilweise auch aus dem europäischen Ausland.

Gefühlt ist der Entwickler-Anteil auf dieser Messe sehr hoch, was zum Teil daran liegen könnte, dass Onlinehändler eben auch die hauseigenen Entwickler-Teams zur Meet Magento schicken. Das Feeback aus den Reihen der Aussteller zur Messe fiel trotzdem eher positiv aus, die spürbar geringere Präsenz der Onlinehändler ist meist nicht ins Gewicht gefallen – die Gespräche mit Multiplikatoren wie Agenturen oder potentiellen Kooperationspartnern haben diesen „Nachteil“ ausgeglichen. Trotzdem ist das Angebot an Vorträgen für Händler und E-Commerce-Entscheider sehr vielfältig und zu großen Teilen mit nutzwertigen Inhalten bestückt gewesen. Siehe unser Artikel „5 Gründe, warum du einen mobil-optimierten Onlineshop brauchst“.

(Bild Twitter/@hellman_ecom)
Rico Neitzel eröffnet die Meet Magento. (Foto: Twitter/@hellman_ecom)

Kapitän ist abwesend: Magento entsendet keinen Vertreter

Für etwas Unruhe vor der Veranstaltung sorgte die Entscheidung von Magento, parallel die MagentoImagine in Las Vegas zu veranstalten. Im Gespräch mit vielen Community-Mitgliedern ließ sich heraushören, dass die zeitliche Planung für einige einem Affront gleich kam – zumindest wurde die MagentoImagine gedanklich schon als „Konkurrenz-Veranstaltung“ bezeichnet.

Die Meet Magento wird in Deutschland vom Initiator der Veranstaltungsreihe, der Netresearch App Factory AG, veranstaltet, ist aber eine offizielle Magento-Veranstaltung. Noch unglücklicher hat sich auch die absolut nicht nachvollziehbare Entscheidung erwiesen, keinen offiziellen Magento-Vertreter zur Meet Magento zu entsenden. Ich bin nur per Zufall über einen von zwei Magento-Mitarbeitern gestolpert, die unauffällig als Teilnehmer vor Ort waren und keine Erlaubnis und keinen Auftrag für offizielle Statements oder Auftritte hatten. Die Entäuschung über diese (scheinbar fehlende) Wertschätzung ist im Gespräch mit einzelnen Teilnehmer deutlich zum Ausdruck gekommen. Das Fehlen der Magento-Mitarbeiter führte dann wohl auch zur Überpräsenz von eBay.

eBay „kapert“ Keynotes der Meet Magento

Jedem Tag war eine Keynote vorangestellt, die jeweils von eBay abgehalten wurde. Zuerst eröffnete Arnulf Keese von Paypal die Veranstaltung, die zweite Keynote am letzten Tag wurde von Michael Möglich, eBay Germany abgehalten. War die erste Keynote noch informativ, sachlich, mit zusätzlichen Informationen zum E-Commerce im Allgemeinen angefüttert und nur zur Hälfte mit eBay „angereichtert“, verkam die zweite Keynote endgültig zur eBay-Werbeveranstaltung.

Thomas Fleck von Netresearch zeigte sich im Gespräch mit mir trotzdem dankbar für das Engagement von Keese und Möglich – was für mich völlig nachvollziehbar ist, mangels alternativer Magento-Präsenz. Angesichts der immer noch vorhandenen eBay-skeptischen Stimmen in der Community bewies Magento hier aber definitiv keine Weitsicht und erst recht kein Fingerspitzengefühl. Magento: Sechs, setzen!

Das Schiff schwankt: Magento Enterprise in Frage gestellt

Völlig unverständlich wurde die Entscheidung von Magento, keine Präsenz zu zeigen, als Tim Bezhashvyly auf die Bühne trat und das kommerzielle Produkt „Magento Enterprise“ mit einem vernichtenden Vortrag komplett zerlegte und als sinnlos darstellte – der Auftritt von Tim Bezhashvyly wurde am Ende von den Anwesenden mit tosendem Applaus und bejahenden Pfiffen gefeiert. Bezhashvyly bezweckte nach eigener Aussage aber nicht die rein destruktive Demontage der EE-Version, sondern er bezweckte einen Denkanstoß bei Magento.

Alle nachfolgenden Gespräche mit Community-Mitgliedern haben gezeigt, dass Bezhashvyly klar und deutlich ausgesprochen hat, was viele schon seit langem denken – aber sich nicht trauen auszusprechen. Wenn auch streckenweise überspitzt und einseitig, wie mäßigendere Stimmen zu bedenken gaben. Schließlich müsse auch bedacht werden, dass Magento eine Monetarisierung benötigt, um das Marketing betreiben zu können, von dem die Community-Mitglieder profitieren würden. Mittlerweile liegen uns auch die Statements der Magento-Gold-Partner, beziehungsweise ein Statement von Magento vor, diese findet ihr im Artikel „Magento-Gold-Partner befeuern mit Gegendarstellungen die Debatte über Magento-Enterprise“.

Unverständlich blieb die ausbleibende offizielle Reaktion: Angesichts des angemeldeten Vortrags war das Debakel angekündigt, eine offizielle Magento-Reaktion hätte hier professionell direkt als Replik erfolgen können. Magento: Setzen, immer noch sechs!

(Bild: Twitter
Meet Magento: Tim Bezhashvyly versuchte mit seinem polarisierenden Vortrag Magento zu Änderungen zu bewegen. (Foto: Twitter/@fschmengler)

Die Community hat neben dem Ärger auf Magento Enterprise auch noch mit anderen Aufregern zu kämpfen: Die Wartezeit auf Magento 2.0 wird allmählich lang, der Demo-Store, quasi das mitgelieferte Front-End, ist mittlerweile mehrere Jahre alt und wird gelegentlich schon als lächerlich bezeichnet. Kein AngularJS, kein jQuery, ein extrem aufgeblähtes CSS-File – kurz: ein völlig angestaubtes Element. Auch das hauseigene Paypal-Modul ruft noch immer Ärger hervor, Entwickler berichten, dass immer noch keine vernünftigen Gutschriften oder Teil-Gutschriften möglich sind.

Die Besatzung feiert: Community ist immer noch mit Begeisterung dabei

Trotz aller Widrigkeiten und allem Ärger ist die Magento-Community in Deutschland aktiv engagiert und mit Begeisterung dabei, was auch bei der gut besuchten Aftershow-Party in der Moritzbastei zu spüren war. Trotzdem mehren sich kritische Stimmen, die eine zukunftsorientiertere Ausrichtung erwarten und eine höhere Geschwindigkeit bei der Implementierung von neuen Techniken fordern. Es wäre wünschenswert, wenn Magento auf diese Stimmen nicht mit Ignoranz, sondern mit offenen Ohren und einem besseren Fingerspitzengefühl reagieren würde. Wir werden es sehen: im nächsten Jahr in Leipzig.

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Jochen G. Fuchs
Die harte Wahrheit über Magento Enterprise [#mm14de] http://t3n.de/news/harte-wahrheit-ueber-magento-544986/ 2014-05-14T07:10:03Z
Auf der Meet Magento 2014 hat Tim Bezhashvyly einen Vortrag über Magento Enterprise gehalten und mit falschen Argumenten für die Enterprise-Edition des Shop-Systems aufgeräumt.

Auf der Meet 2014 hat Tim Bezhashvyly einen Vortrag über Magento Enterprise gehalten und mit falschen Argumenten für die Enterprise-Edition des Shop-Systems aufgeräumt.

„Magento Enterprise ist hochgelobt, aber auch oft falsch verwendet. Einige Agenturen versuchen es an ihre Kunden zu verkaufen, unabhängig davon ob sie dieses wirklich brauchen. Lernen Sie, wozu Sie Magento Enterprise wirklich brauchen, um zu erkennen, ob der davon profitieren wird oder nicht und wann die Community Version mehr als genug ist.“

Mit diesem Teaser wurde ein Vortrag von Tim Bezhashvyly, Senior-Magento-Entwickler, 21sportsgroup, im Programm der Meet Magento 2014, in Leipzig, angekündigt. Da dieser der am meisten beachtete am ersten Tag der Veranstaltung war, möchte ich ihn kurz zusammenfassen. Gleichzeitig gab es dazu auch die meisten Tweets der Teilnehmer, die hier mit einfließen.

Über Tim Bezhashvyly

Tim ist der Kopf des Magento-Teams bei 21sportsgroup GmbH. Er ist ein langjähriges, aktives Mitglied der Magento-Community und entwickelt Magento-Community-Erweiterungen, veröffentlicht Artikel und hält Vorträge zum Thema Magento rund um den Globus. Tim ist spezialisiert auf das Magento-Ökosystem und der Anpassung von Magento-Onlineshops für mobile Endgeräte. Er hat 14 Jahre Erfahrung mit PHP-Programmierungen und vier Jahre mit dem Magento-System.

Die Unterschiede zwischen Magento-Community-Edition und Magento Enterprise:

  • Die Magento Community ist kostenfrei.
  • Magento Enterprise kostet 12.000 Euro pro Jahr und per Installation. Wenn ein Unternehmen also zwei oder mehr Server betreibt, multipliziert sich die Jahresgebühr. Eine solche technologische Situation ist bei größeren Händlern recht häufig anzutreffen.

Natürlich wird vom Magento-Marketing die Enterprise hochgelobt und als hausragende Verbesserung der Community-Version dargestellt.

Vorteile von Magento Enterprise

Gegenüber der Community-Version werden 40 Module oder sogenannte Extensions mitgeliefert. Auf visuell eindrucksvolle Weise veranschaulichte Bezhashvyly jedoch, dass der Großteil der (angeblich) wichtigen Extensions entweder völlig wertlos ist, Bugfixes sind und somit nicht als Extension gezählt werden können oder aber kostenfrei oder gegen geringe Gebühren auf Magento Connect erworben werden können. Als weiteren Unterschied kann man als Enterprise-Kunde einen direkten Support in Anspruch nehmen. Laut dem Vortragenden ist dieser aber nutzlos und kann selbst bei kleinsten Problemen nicht weiterhelfen. In Gesprächen mit anwesenden Entwicklern wurde mir dies bestätigt. Zudem hilft der Support nur für den Magento-Core. Die meisten Probleme treten aber zur Anbindung von externen Erweiterungen und Schnittstellen auf. Als dritten (Vor-) Nachteil wies Tim darauf hin, dass Magento Enterprise eine schlechtere Security aufweist, was sicherlich für schnell wachsende eCommerce-Unternehmen, die mit sensiblen Kundendaten agieren ein absolutes No-Go ist.

Was bleibt unterm Strich für eine Investition von 12.000 Euro im Jahr:

  • Eine Anzahl fragwürdiger Extensions, die man umsonst oder für einen geringen Betrag auf Magento Connect erwerben kann
  • Unsichere Sicherheitsmechanismen
  • ein lächerlicher Support
  • Eine Handvoll CE-Bugfixes

„Fair DEAL?“

In seiner gnadenlosen und entwaffnenden Einschätzung machte Bezhashvyly auch nicht vor den Magento Agenturen halt. Da es seiner Meinung nach, überhaupt keinen Grund gibt auf die Enterprise Edition zu setzen, gibt es nur zwei Gründe, warum Agenturen diese verkaufen und ihren Kunden anbieten:

  • Die Agentur will nur Geld am Kunden verdienen, ist aber nicht an einer echten Lösung und Beratung interessiert
  • Die Agentur kann nichts.

Sinngemäß sagte er, dass es vielfach nur darum gehe, Magento-Gold-Partner zu werden, um mit der Auszeichnung nach außen zu zeigen, was man kann. Tatsächlich ist es so, dass der Erhalt dieses Partner-Modells von Magento an den Verkauf einer bestimmten Menge an Enterprise-Installationen, pro Jahr, gebunden ist.

An dieser Stelle weise ich auf zwei externe Links hin, die nicht im Vortrag vorkamen:

  • PDF von Magento: Solution Partner Programm. Nennt die Unterschiede und Bedingungen von Gold Partner, Silver Partner und Magento Associate
  • Warum ich vom Magento-Solution-Partner-Programm nicht viel halte – Blogpost von Matthias Zeis. Aus diesem möchte ich noch einen Abschnitt zitieren:

„… leider wird beim Partnerlevel das Hauptaugenmerk nicht auf Kompetenz gelegt. (…) Für mich heißt das: der Titel ‚Magento-Solution-Partner‘ kennzeichnet primär Agenturen und Anbieter, die Magento Inc. wesentliche Umsätze verschaffen. Unser aller Lieblingsshop-Hersteller ist nicht die Wohlfahrt und daher ist es durchaus legitim, solche Kriterien für die Auszeichnung als Magento-Partner heranzuziehen. Für den zukünftigen Shopbetreiber ist das aber irreführend, da es keine anderen Zertifizierungen gibt, um die Qualifikation eines Magento-Servicedienstleisters festzustellen.“

Fazit

Anzumerken ist, dass es sich um einen Vortrag eines Entwicklers, der bei einem Händler arbeitet, handelte. Das heißt, er ist in seiner täglichen Anwendung mit den Vor- und Nachteilen von Magento beschäftigt. Er ist seit Jahren für die Community tätig und ihm ist an einer Verbesserung und Optimierung von Magento gelegen. Tim hat auch Vorschläge gebracht und nicht nur Bashing betrieben: Warum wird etwa nicht Geld in die Weiterentwicklung von besseren Extensions investiert und diese dann zu höheren Preisen in Magento Connect verkauft?

Der Auftritt von Tim Bezhashvyly wurde am Ende von den Anwesenden mit tosendem Applaus und bejahenden Pfiffen gefeiert. Es war die einzige Session an Tag eins die nach der Eröffnung den großen Saal zum Bersten brachte, weil wohl viele Entwickler bereits mit Spannung auf den Beitrag gewartet haben. Es zeigt auch, dass der Veranstalter „freedom of speech“ zugelassen hat und so einer kontroversen Äußerung im Plenum Raum gegeben wurde.

Grundsätzlich ist es in einer so verschworenen Community wohl wichtig Probleme und persönliche Meinungen auch öffentlich und für alle hör- und sichtbar auszusprechen.

Und nun freue ich mich auf Tag 2 …

Zu diesem Artikel gehört noch eine zweite Meinung. Wir haben die Magento-Gold-Partner um ein Statement gebeten und auch einige Statements erhalten. Mehr dazu im Artikel „Magento-Gold-Partner befeuern mit Gegendarstellungen die Debatte über Magento-Enterprise“.

Dieser Artikel erschien zuerst auf geistreich78.info.

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Stefan Hoffmeister