Magento | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Magento 2015-06-29T11:18:59Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/magento Magento-Sicherheitslücke: Kriminelle stehlen Zahlungsinformationen von Kunden http://t3n.de/news/magento-sicherheitsluecke-619385/ 2015-06-29T11:18:59Z
Magento hat offenbar eine schwerwiegende Sicherheitslücke. Kriminelle sollen derzeit in großem Umfang Zahlungsinformationen von Kunden stehlen. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.

Magento hat offenbar eine schwerwiegende Sicherheitslücke. Kriminelle sollen derzeit in großem Umfang Zahlungsinformationen von Kunden stehlen. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.

Das weit verbreitete Open-Source-Shopsystem Magento, das unter anderem von eBay verwendet wird, hat offenbar eine bisher unbekannte Sicherheitslücke. Dieses Leck soll es dem Sicherheitsexperten Peter Gramantik von Sucuri zufolge Angreifern ermöglichen, Kreditkarteninformationen abzugreifen, was Cyberkriminelle offenbar gerade auch in großem Stil tun.

Update vom 29. Juni 2015: Die vorliegende Meldung bezieht sich auf den sogenannten Shoplift-Bug, der seit Februar 2015 bekannt ist. Laut verschiedenen Magento-Partnern ist in Deutschland immer noch eine große Anzahl der Magento-Installationen nicht aktualisiert worden. Für bestehende Installationen müssen Shopbetreiber deshalb dringend den Security-Patch „SUPEE-5344“ herunterladen und installieren, um die Lücke zu schließen. Die aktuelle Magento-Version CE 1.9.1.1 enthält den Patch bereits. Mit Hilfe dieses Onlinetools vom Magento-Hoster Byte in den Niederlanden können Shopbetreiber ihre eigene Installation prüfen: shoplift.byte.nl.

Magento: Angreifer haben es auf Kreditkartendaten abgesehen

Gramantik hat dabei ein Script entdeckt, mit dem sämtliche POST-Abfragen von Magento mitgeschnitten werden können. Die Angreifer würden sich aber vor allem auf die Kreditkarteninformationen konzentrieren, meint der Sicherheitsforscher. Darüber hinaus hat Gramantik eine weitere Angriffsmöglichkeit beschrieben, bei dem die Angreifer über in das Checkout-Modul von Magento eingeschleusten Code an die Zahlungsinformationen gelangen und sich diese per E-Mail zuschicken lassen können.

Dieser Code soll es Angreifern ermöglichen, Magento-Nutzer zu bestehlen. (Screenshot: Sucuri)
Dieser Code soll es Angreifern ermöglichen, Magento-Nutzer zu bestehlen. (Screenshot: Sucuri)

Wo genau sich die Sicherheitslücke befindet, hat Gramantik noch nicht herausgefunden. Er vermutet das Leck im Kern von Magento oder in einem weit verbreiteten Modul. Zudem geht er davon aus, dass es sich um mehrere Angreifer handelt, die aktuell Zahlungsinformationen von Kunden stehlen würden. „Das Schlimme ist“, so Gramantik, „dass man erst weiß, dass man selbst betroffen ist, wenn es schon zu spät ist.“ Dann nämlich, wenn die Diebe die Kreditkartendaten für ihre Zwecke benutzt hätten.

Erfolg macht Magento zu interessantem Angriffsziel

Magento ist Teil von eBay Enterprise, das offenbar zum Verkauf steht. eBay soll sich bereits in Verhandlungen mit interessierten potenziellen Käufern befinden. Der Kaufpreis soll zwischen einer und eineinhalb Milliarden US-Dollar betragen. Magento kommt eigenen Angaben zufolge bei rund einem Viertel der Online-Shops unter den Top-Eine-Million-Seiten bei Alexa zum Einsatz und ist nicht zuletzt aus diesem Grund für Cyberkriminelle ein interessantes Angriffsziel.

via www.theregister.co.uk

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Jörn Brien
15 Tools die Online-Marketern das Leben erleichtern http://t3n.de/news/15-tools-online-marketern-618050/ 2015-06-26T07:30:59Z
Eine Online-Präsenz, ja sogar ein Online-Business kann man heute starten, ohne zu programmieren. Wordpress, Magento, HubSpot und Co. machen es möglich. Doch wenn es an die Vermarktung, Datenanalyse …

Eine Online-Präsenz, ja sogar ein Online-Business kann man heute starten, ohne zu . , , HubSpot und Co. machen es möglich. Doch wenn es an die Vermarktung, Datenanalyse und Strategie-Entwicklung geht, tauchen die ersten technischen Hürden auf. Gehören also zum Standard-Repertoire eines guten Online-Marketers auch Programmierkenntnisse? Nicht unbedingt. Die folgenden Tools erleichtern den Online-Marketern das Leben deutlich und ersparen ihm hohen Entwicklungsaufwand.

Was soll ich wann veröffentlichen?

Um neue Besucher auf eure Seite aufmerksam zu machen und ihnen Mehrwert zu bieten, müsst ihr laufend passende Inhalte veröffentlichen. Gute Ideen kommen meistens durch Wettbewerbs- und Marktanalysen. Die gesammelten Themenideen müsst ihr dann in den passenden Formaten umsetzen und einen Redaktionsplan erstellen. Ich stelle euch drei Tools vor, mit denen ihr eure Themen finden und zum richtigen Zeitpunkt veröffentlichen könnt.

Buzzsumo weiß, welche Themen angesagt sind

(Screenshot: buzzsumo.com)
(Screenshot: buzzsumo.com)

Mit eigens programmierten Skripten könntet ihr herausfinden, welche Themen aktuell viel diskutiert sind und in Social Media “viral gehen”. Es geht aber auch einfacher: Eine Stichwortsuche in Buzzsumo liefert euch zum gewünschten Thema aktuelle Inhalte, die besonders viele Social Signals einsammeln. Nicht nur die “Hot Topics” könnt ihr so recherchieren. Ihr seht auch, welche Fragestellungen und Formen der Aufbereitung bei Lesern besonders gut ankommen.

Mit Storify macht ihr eure Ideen zu Inhalten

Nach einer gründlichen Themenrecherche macht ihr euch dann an die Planung und Ausarbeitung eurer Inhalte. Artikel, Grafiken und Videos könnt ihr mit Storify bündeln, sortieren und eure Ideen zu eigenen Inhalten zusammenfassen. So erstellt ihr die Blaupausen, mit denen ihr euer Content-Team detailliert briefen könnt.

Planen, veröffentlichen und teilen mit CoSchedule

Euer Themenplan steht und euer Redaktionsteam macht sich bereits an die Produktion. Doch wann sollen die Artikel online gehen und wann über Social Media geteilt werden? Mit CoSchedule könnt ihr alles im Voraus planen. Ihr legt fest, zu welchem Zeitpunkt ein Inhalt auf eurer Website erscheint. Auch die zugehörigen Social-Media-Posts und deren Veröffentlichungszeitpunkt könnt ihr vorher bestimmen. Die Veröffentlichung im und die Social-Media-Shares laufen voll automatisiert.

Lesetipps: Auf t3n.de findet ihr einen Beitrag, der eine Vielzahl weiterer, nützlicher Content-Marketing-Tools vorstellt. Eine Liste der besten Editorial-Calendar-Tools hat Helen Nesterenko in diesem Blogpost zusammengefasst.

Wie wird mein neuer Content nun bekannt?

Natürlich sollen eure tollen Online-Inhalte von Lesern auch gefunden, gelesen und weiterempfohlen werden. Dazu ist es wichtig, zu wissen, wo eure Themen aktuell diskutiert werden. Außerdem müsst ihr Besuchern Anreize geben, euren Content in Social Media zu teilen. Das geht mühevoll mit händischer Recherche und Programmieraufwand, oder ganz einfach mit den beiden folgenden Tools:

Colibi IO dursucht das Web nach euren Themen

(Screenshot: colibri.io)
(Screenshot: colibri.io)

Eure Besucher und künftigen Kunden haben Fragen und Anliegen. Welche das sind, lässt sich am besten durch Monitoring, also das Sammeln und Auswerten großer Datenmengen herausfinden. Colibri IO vereinfacht diesen Prozess für euch. In den Bereichen Social Media, SEO (Blogs und Online-Communities) und Digital Media erfahrt ihr, welche Fragen zu euren Themen, oder direkt zu eurem Unternehmen diskutiert werden. Ihr seht nicht nur, was Nutzer zu eurem Unternehmen und Produkt meinen, sondern auch, wo sie diese Meinungen äußern. Eine Steilvorlage für direkte Kundenkommunikation und Outreach.

Pay With A Tweet: Lasse Nutzer mit Social Signals zahlen

(Screenshot: paywithatweet.com)
(Screenshot: paywithatweet.com)

Nutzwertige Inhalte und Informationen dürfen auch gerne etwas kosten. Je nachdem, welche Besucher ihr mit Premium-Content ansprechen möchtet, könnte ein Geldbetrag aber abschrecken. Ganz anders sieht die Sache aus, wenn Nutzer mit einem Tweet, Like oder Share bezahlen können. Dann gelangen sie per Klick zum gewünschten Inhalt und können sich bei ihren Freunden und Followern profilieren. Pay-With-A-Tweet lässt euch diese genial einfache Bezahlfunktion problemlos integrieren.

Ihr schafft dadurch nicht nur Social-Buzz und Bekanntheit für euren Content. Auch die Analysedaten, die euch Pay-With-A-Tweet hinsichtlich Nutzerpersonas, Klickzahlen, Conversions und Geo-Daten liefert, sind mächtig.

Mit Twilighter teilen eure Besucher genau die richtigen Inhalte

In einem Dokument mit mehr als 1000 Wörtern beantwortet ihr im Idealfall eine Fülle von Fragen. Gängige Social-Sharing-Buttons lassen den Nutzer nur einen Link und Kommentar zum kompletten Beitrag teilen. Was aber, wenn ihr genau eine Frage mitten im Beitrag beantworten möchtet, auf die der Leser besonderen Wert legt? Mit Twilighter gebt ihr euren Besuchern die Möglichkeit, genau die Passagen zu markieren und zu teilen, die ihnen den größten Mehrwert bringen und mit denen sie sich profilieren möchten.

Erreiche ich die Besucher mit meinen Inhalten auch wirklich?

Euer Content verbreitet sich im Netz und lockt Besucher auf eure Seite. Doch wie verhalten sich Nutzer auf eurer Seite? Nehmen sie eure Calls-To-Action überhaupt wahr? Wie interagieren Besucher genau mit euren Inhalten, welche Teile finden sie besonders lesenswert und interessant? Wo finden sich die Nutzer vielleicht nicht so gut zurecht? Die folgenden Tools liefern euch wertvolle Monitoring-Daten und sind leicht zu bedienen.

Schaut euren Besuchern über die Schulter, mit Session Cam

Jeder Besucher verhält sich ganz individuell auf eurer Seite. Der eine findet den Weg zum Kontaktformular, der andere eben nicht. Mit Google Analytics lässt sich eine Conversion-Rate ausrechnen und ihr könnt euch an die Optimierung machen.

(Screenshot: sessioncam.com)
(Screenshot: sessioncam.com)

Wäre es aber nicht interessant zu verstehen, warum so viele User nicht zu eurem eigentlichen Ziel gelangen? Mit Session Cam könnt ihr nachverfolgen, wie sich einzelne User durch die Seite geklickt und gescrollt haben. Ihr könnt daraus Heatmaps erstellen, um zu analysieren, welche Seitenbereiche die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und welche nicht. Dadurch könnt ihr Conversion-Kanäle aber auch Absprünge und mögliche Einbahnstraßen im Content genau nachvollziehen, klassifizieren und an den richtigen Stellen nachjustieren.

Direktes Nutzer-Feedback mit Qualaroo

Wenn ihr A/B-Tests durchführst, laufend evaluiert und optimiert, erhaltet ihr schon ziemlich aussagekräftige Daten zum Nutzerverhalten auf euren Landingpages. Noch schöner wäre es nur, wenn ihr auch wüsstet, warum ein Nutzer im Einzelfall nicht konvertiert. Qualaroo schafft Abhilfe. Am Ende eines Besuchs könnt ihr den User einen Fragebogen ausfüllen lassen. Die Fragen definiert ihr – eure Umfrage könnt ihr auf Mobile- und Desktop-Surfer ausrichten. So erfahrt ihr, was Besucher davon abgehalten hat, Kunde zu werden oder eine andere gewünschte Aktion auszuführen.

Umfragen durchführen mit Polldaddy

Umfragen sind auch ein probates Mittel für euer Content Marketing. Die gesammelten Daten sind die ideale Grundlage für weitere Artikel, Infografiken oder Videos. Oft sind auch die Umfrage-Ergebnisse selbst so interessant, dass sich damit Downloads und Social Signals generieren lassen. Polldaddy ist ein einfaches Umfrage-Tool, mit dem ihr problemlos Umfragen erstellen und dann beliebig anpassen könnt. Mit seinen zahlreichen Filterfunktionen ermöglicht das Tool eine differenzierte Datenanalyse.

Direkter Draht für mehr Conversions

Wenn ihr den direkten Draht zu euren Besuchern aufgebaut hast, möchtest ihr das sicher auch für mehr Conversions nutzen. Einige Tools schaffen genau diesen Übergang. Auch in der direkten Kommunikation mit Nutzern erstellest du damit Verkaufspipelines und generierst Leads in Echtzeit.

Olark Chat: Kundensupport und Verkauf live auf eurerWebsite

Für viele Absprünge und abgebrochene Kaufprozesse gibt es keine eindeutigen Erklärungen und Optimierungsansätze. Wenn ihr Besucher und Kunden vor einem möglichen Absprung auffangen und live im Entscheidungsprozess beraten und unterstützen möchtet, ist die Chat Applikation Olark genau richtig. Ohne eigenen Programmieraufwand integriert ihr die Chat-Funktion in eure Website. Auch eine Verzahnung mit CRM-Systemen ist kein Problem.

Exit Intent Technologie hält Nutzer länger auf der Seite

(Screenshot: sumome.com)
(Screenshot: sumome.com)

Der Moment, in dem beim Nutzer Unsicherheit aufkommt, ist oft der des Absprungs. Die Exit-Intent-Technologie setzt genau hier an und fängt „Jein-Sager“ ab. Per Live-Tracking wird ermittelt, wann der Nutzer die Seite schließen möchte. Dann öffnet sich automatisch das Exit-Intent-Pop-Up. Wer das ganze gern mal kostenlos auf seiner Seite ausprobieren möchte, kann auf SumoMe zurückgreifen. Das Tool ist kostenlos und sehr leicht zu implementieren.

Nicht zu vergessen: Contact Form 7

Bei allen Advanced Tools, die ich bisher vorgestellt habe, möchte ich die Basics nicht auslassen. Beinahe jede Website benötigt ein Kontaktformular. Hier müssen schon lange keine Programmierer mehr ran. Wenn ihr mit WordPress arbeitet, empfehle ich euch das Plugin Contact Form 7. Es ist leicht zu integrieren und funktioniert mit fast allen Themes fehlerfrei. Viele weitere Plugins für WordPress findet ihr übrigens in der Liste: The 69 Best WordPress Contact Form Plugins Reviewed.

Kundenbindung per Email-Marketing

Eine hohe Conversion-Rate ist schön. Noch schöner ist aber, wenn aus Kunden Bestandskunden werden. Um den Draht aufrecht zu halten, aber auch um neue Leads zu gewinnen, setzen viele Marketer auf E-Mail-Newsletter. Ich zeige euch drei Tools, mit denen ihr Abonnenten gewinnt, Listen verwaltet und euren Newsletter-Versand optimiert.

Slide-In-CTA: Unaufdringlich für euren Newsletter werben

User, die bereits auf eurer Website interagieren (Artikel lesen, Produkte betrachten, Videos aufrufen) solltet ihr auf den Mehrwert eures Newsletters hinweisen. Mit einer Slide-In-CTA gelingt das auf raffinierte wie einfache Weise. Ihr fügt nur etwas Javascript in den Quelltext eurer Seite ein. Die Einblendung der Call-To-Action könnt ihr dann, angepasst an das Nutzerverhalten, selbst steuern. Keine Angst, ihr müsst auch hierfür nicht lernen, zu programmieren. Wie ihr auf eurer Seite einen Slide-In-CTA hinzufügen könnt, erfahrt ihr in diesem Tutorial.

Unbounce macht das A/B Testing leichter

(Screenshot: unbounce.com)
(Screenshot: unbounce.com)

Eine erfolgreiche Landingpage erhaltet ihr nur, wenn ihr sie testet und optimiert. Dafür braucht ihr natürlich auch ein Tool! Für alle Landingpage-Fans ist Unbounce ein super Tool,das ohne jegliches Coding die Erstellung einer Landingpage super einfach macht. Wer sich also im A/B-Testing-Bereich austoben möchte, sollte sich das robuste Tool zulegen. Unbounce hat meiner Meinung nach viele Features, die den Umgang mit Landingpages um einiges erleichtern. Durch das Drag-and-Drop-Prinzip braucht ihr auch hier keinerlei technische Kenntnisse. Ihr könnt also gleich mit dem Designen los legen und euch voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren.

MailChimp bündelt Listbuilding und Mail-Versand

Eine erfolgreiche E-Mail-Kampagne besteht aus vielen Teilschritten. Besonders erfreulich ist, dass es mit MailChimp ein Tool gibt, das alle notwendigen Funktionen vereint:

  • Aufbau und Verwaltung eurer Abonnenten-Listen
  • Abonnenten segmentieren
  • E-Mail-Templates für individuellen Versand
  • A/B-Tests
  • geplanter und gezielter Versand
  • umfassende Analysedaten

Durch die vielen gebündelten Möglichkeiten eignet sich MailChimp auch bestens für den Einstieg ins E-Mail-Marketing. Ein weiteres sehr beliebtes, aber äußerst umfangreiches und dadurch komplexes E-Mail-Marketing-Tool ist Klick Tipp.

Sidekick

Eins meiner E-Mail-Lieblings-Tools habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Mit Sidekick könnt ihr einfach und kostenlos verfolgen, wer die eigens versendeten E-Mails geöffnet hat und auf Links innerhalb der Nachricht geklickt hat. Ein wenig Spionage-Charakter mag das Tool zwar haben, aber es erweist sich im Alltag als sehr nützlich. So könnt ihr zum Beispiel auch Kunden verfolgen und sehen, wann eure E-Mail gelesen wurde. Dieses Tool ist meiner Meinung nach gerade für Vertriebler ein absolutes “Must-Have”.

(Screenshot: sidekick.com)
(Screenshot: sidekick.com)

Customer.io

Ein guter Newsletter aktiviert Leser und bewegt sie zum Besuch eurer Seite. Doch dann reißt der Faden unter Umständen ab. Wenn ihr eure Besucher live ansprechen möchtet, noch während sie eure Seite geöffnet haben, dann testet Customer.io. Mit diesem Tool könnt ihr Nutzern Nachrichten schicken, die auf ihr Verhalten beim Besuch eurer Website zugeschnitten sind. Für jede Aktion, die ein User ausführt oder unterlässt, könnt ihr die passende Nachricht formulieren.

(Screenshot: customer.io)
(Screenshot: customer.io)

Fazit: Ganz ohne Technik geht es nicht

Die meisten der vorgestellten Tools lassen sich ohne größeren technischen Aufwand integrieren und einsetzen. Ganz ohne Änderungen am Quellcode einer Website geht es aber nur selten. Auch wenn ihr im Team einen Verantwortlichen für Web Development habt, solltet ihr als Online-Marketer zumindest technisches Grundverständnis mitbringen. Die hier vorgestellten Tools sind für die jeweiligen Anforderungen und Ziele aber bestens geeignet und ersparen euch einen hohen Entwicklungsaufwand beim Ansprechen und Binden von Besuchern.

Weil die einzelnen Tools oft nicht aus Deutschland stammen, solltet Ihr im Zweifel von einem Anwalt prüfen lassen, ob die Anwendungen auch den deutschen Datenschutzgesetzen gerecht werden. Heikel ist zum Beispiel personenbezogenes E-Mail-Tracking: Hier solltet Ihr vom Benutzer in jedem Fall eine Einverständniserklärung einholen.

Der Autor

Gidon-WagnerGidon Wagner ist Online-Journalist und Geschäftsführer der WORTLIGA GmbH . Er ist Fachautor für Online-Marketing sowie Strategie- und B2B-Themen. Sein Unternehmen betreut Kunden im Content Marketing, zum Beispiel auch HubSpot, die einen Blog für Online Marketer aufgesetzt haben.

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Gidon Wagner
Kahlschlag bei eBay: Enterprise und Magento kommen unter den Hammer http://t3n.de/news/ebay-enterprise-magento-verkauf-617007/ 2015-06-18T09:17:14Z
Der Verkauf der eBay Tochter  „eBay Enterprise“ steht unmittelbar bevor – und damit auch der Verkauf des Open-Source-Shopsystems Magento. Alle Fakten und Hintergründe im Überblick.

Der Verkauf der eBay Tochter  „eBay Enterprise“ steht unmittelbar bevor – und damit auch der Verkauf des Open-Source-Shopsystems Magento. Alle Fakten und Hintergründe im Überblick.

Der US-Nachrichtensender Bloomberg vermeldet unter Bezug auf namentlich nicht genannte Quellen, dass der Verkauf von eBay Enterprise zu einem voraussichtlichen Preis zwischen einer und eineinhalb Milliarden US-Dollar kurz bevorsteht. Das weit verbreitete Open-Source-Shopsystem Magento ist ein Teil von eBay Enterprise.

eBay Enterprise versammelt verschiedene Händlerdienstleistungen und Angebote unter seinem Dach: Beispielsweise Logistik- und Fulfilmentdienste, Shopsoftware und Consulting. (Screenshot: eBay Enterprise)
eBay Enterprise versammelt verschiedene Händlerdienstleistungen und Angebote unter seinem Dach, beispielsweise Logistik- und Fulfilment-Dienste, Shopsoftware und Consulting. (Screenshot: eBay Enterprise)

Konkrete Verhandlungen: Der eBay-Enterprise-Verkauf

Bereits im Januar hat eBay angekündigt, strategische Alternativen für die hundertprozentige eBay-Tochter „eBay Enterprise“ in Erwägung zu ziehen und dabei einen Verkauf nicht ausgeschlossen. Der scheidende eBay-CEO John Donahue hat dazu erklärt, dass er „nur begrenzte Synergien“ zwischen eBay und eBay Enterprise erkennen könne.

eBay-Chef John Donahoe (Foto: eBay)
eBay-Chef John Donahoe (Foto: eBay)

Nun ist der Verkauf scheinbar beschlossene Sache und eBay befindet sich laut dem US-Wirtschaftssender Bloomberg in konkreten Verhandlungen mit mehreren Bietern. Der Kaufpreis soll sich dabei in einem Rahmen zwischen einer und eineinhalb Milliarden US-Dollar bewegen. Einer der Bieter soll die Kapitalbeteiligungsgesellschaft Thomas H. Lee Partners sein. Es wird erwartet, dass der Verkauf bereits zum Zeitpunkt der Trennung von eBay und PayPal, die für den 1. Juli angesetzt ist, in trockenen Tüchern sein soll.

Wahrscheinlichkeit einer Magento-Ausgliederung

Im Falle eines Verkaufs von eBay Enterprise an die Private-Equity-Gesellschaft Thomas H. Lee Partners stellt sich die Frage, ob Magento weiterhin Teil von eBay Enterprise bleibt oder nicht. Thomas H. Lee Partners ist allerdings keine Kapitalgesellschaft, die für das „filetieren“ von Unternehmen bekannt ist, sondern arbeitet wachstumsorientiert am Aufbau der erworbenen Unternehmen. Das Investment-Portfolio ist sehr breit aufgestellt und auch im IT-Sektor mit Beteiligungen wie CompuCom oder Systems Maintenance Services präsent. Zudem verfügt die Gesellschaft über Retail- und E-Commerce-Beteiligungen, unter anderem gemeinsam mit dem ehemaligen CEO der US-Nobelkaufhaus-Kette Neiman Marcus.

Das Open-Source-Shopsystem Magento gehört zu den weltweit am weitesten verbreiteten Shopsystemen und verfügt über eine lebendige Community. (Screenshot: Magento)
Das Open-Source-Shopsystem Magento gehört zu den weltweit am weitesten verbreiteten Shopsystemen und verfügt über eine lebendige Community und ein großes Ökosystem. (Screenshot: Magento)

Kontroverse um die Zukunft von Magento bei eBay

Die Motivation hinter dem Verkauf ist in der Vergangenheit kontrovers in der Community diskutiert worden. Neben der Vermutung, dass eBay Enterprise und damit auch Magento eher „verramscht“ werden – die unter anderem auch in meinem Kommentar zum drohenden eBay-Enterprise-Verkauf zu finden ist – sind auch Stimmen zu hören gewesen, wie die von Thomas Fleck von der Meet Magento Association, die eher an einen strategischen Investor glauben. „Es gibt einen Unterschied zwischen „verramschen“ und dem Verkauf an einen strategischen Investor“, hat Fleck noch im Februar kommentiert.

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Jochen G. Fuchs
Magento 2: „Nur das wirklich gute Zeug“ soll in den nächsten Release des Shopsystems http://t3n.de/news/magento-2-nur-wirklich-gute-zeug-610751/ 2015-05-23T11:17:54Z
Während der Meet Magento in Leipzig ist der Community ein Einblick in den aktuellen Stand der Dinge bei Magento 2 ermöglicht worden. Wir haben die wichtigsten Informationen für euch zusammengefasst.

Während der Meet in Leipzig ist der Community ein Einblick in den aktuellen Stand der Dinge bei Magento 2 ermöglicht worden. Wir haben die wichtigsten Informationen für euch zusammengefasst.

Was lange währt, wird endlich gut: Magento 2 ist auf dem Weg zum finalen Release. Die Vorstellung der Neuerungen und die Erläuterungen zur Verbesserung der Performance waren beeindruckend, aber entscheidend wird das Feedback der Community, sobald der neue Developer-Release-Candidate im Entwickleralltag eingetroffen ist. Das Feedback zum Magento-Community-Event Meet Magento ist hingegen jetzt schon durchgehend positiv.

Magento: Übersicht über die aktuellen Neuerungen

Während des Community-Events sind viele Informationen zu Magento geliefert worden, die wir hier für euch zusammenfassen.

Magento: Die Timeline für Magento 1 und 2

(Grafik: Magento)
(Grafik: Magento)

Der endgültige Release von Magento 2 rückt näher. Eine Beta-Version für Developer ist schon seit Ende letzten Jahres auf GitHub verfügbar, und im Lauf des dritten Quartals erscheint eine Händler-Beta, die schließlich im vierten Quartal in einem ersten Release enden soll.

Magento 1 wird noch drei Jahre lang weiter gepflegt: Maintenance und Bugfixing werden noch in weiteren Releases vorgenommen. Features sind nach dem Release keine weiteren zu erwarten. Die Meet-Magento-Association will aber in Zusammenarbeit mit der Community sogenannte „Feature-Packs“ für Magento 1 rausbringen, die Nutzern möglichst viele der neuen Magento-2-Features auch für die alte Version zur Verfügung stellen sollen.

Der neue Magento-Connect-Marktplatz

(Grafik: Magento)
Die Hauptziele für Magento-Connect. (Grafik: Magento)

Paul Boisvert von Magento betont, dass Qualität wichtigstes Augenmerkmal für den neuen Marktplatz sein soll. „Nur das wirklich gute Zeug“ schafft es in den neuen Magento-Connect-Marktplatz, der vollständig umgekrempelt und modernisiert werden soll. Anscheinend werden nur Enterprise-Module von Magento direkt für Magento 2 konvertiert.

Magento Connect bekommt eine komplett neue grafische Nutzeroberfläche, und es wird ein Developer-Showcase und neue Dashboards für Entwickler und Händler geben.

Magento setzt ein dediziertes Dokumentationsteam ein

Die Dokumentation hat Priorität für Magento, jedenfalls kümmert sich aktuell ein dediziertes Team um die Erstellung der Dokumentation der verschiedenen Magento-Versionen. Die Dokumentation soll Entwicklung, Migration und Bedienung des neuen Shopsystems erleichtern.

Kontakt zur Community bei Security Issues: Magento Alert Security Registry

Der Ablauf bei der Verteilung von wichtigen Sicherheitspatches und die Benachrichtigung der Community müssen verbessert werden, wie Paul Boisvert, der Produktmanager von Magento auf der Meet Magento erklärt hat: Zwar steht Magento in einer direkte Kommunikation zu den Gold-Partnern und hat diese nach eigener Auskunft schnell über den kürzlich aufgetretenen „Shoplift Bug“ informiert, aber es gibt bisher keine Möglichkeit, die Community schnell zu erreichen. Deshalb richtet Magento jetzt die „Magento Alert Security Registry“ ein, die Community-Mitglieder im Ernstfall schnell aktiv mit wichtigen Informationen zur Sicherheit von Magento versorgen soll.

Mobile-SDK: Entwicklung nativer Apps

In den kommenden Wochen wird für die Enterprise-Edition ein Mobile-SDK veröffentlicht, das die Entwicklung nativer Apps ermöglichen soll. Eine voll funktionstüchtige Beispiel-App wird mitgeliefert, die bei Bedarf entweder als Anhaltspunkt für eine Eigenentwicklung oder durch Anpassung an die eigenen Bedürfnisse auch direkt eingesetzt werden kann.

Das SDK ist aktuell nur für iOS verfügbar, eine Version für Android soll in Kürze folgen.

Magento 2

(Grafik: Magento)
Was Magento 2 verspricht. (Grafik: Magento)

Das neue Shopsystem Magento 2 verspricht viele Verbesserungen, unter anderem im Bereich Skalierbarkeit und Performance, rund 120 Entwickler arbeiten aktuell an Magento 2 und wollen eine wesentlich modernere Architektur liefern, die einfachere Entwicklung verspricht. Noch ist Magento 2 in der Beta-Version, aber der Ausblick erscheint vielversprechend.

Die wichtigsten Informationen zu Verbesserungen, Features und zur Migration nachfolgend im Überblick.

Produktfeature: Bestellmanagement für den Omnichannel-Handel

Um dem immer stärker werdenden Bedeutung des Omnichannel-Handels gerecht zu werden, wird Magento 2 ein umfassendes Retail-Order-Management erhalten, das die Bestellungen aus allen Kanälen mit der Lagerverwaltung in Magento verbinden soll. Das Retail-Order-Management entsteht in Zusammenarbeit mit eBay Enterprise und nutzt Magento-2-Technologie.

Migration: Daten, Extensions und Themes

(Foto: t3n)
„Product-Paul“, Produktmanager Paul Boisvert zeigt die Möglichkeiten zur Migration während der Meet Magento auf. (Foto: t3n)

Für die Migration der Daten stellt Magento ein Migrationstool zur Verfügung, das ab der Version EE 1.11 und CE 1.7 aufwärts genutzt werden kann, um die Daten aus den Datenbanken der alten Magento-Version zu übernehmen.

Einige Extensions, dem Vernehmen nach ausschließlich Enterprise-Module, werden von Magento portiert und, wie oben bei Magento Connect schon erwähnt, in Magento Connect übernommen. Wie viele und welche Extensions, ist aktuell nicht ersichtlich, das Thema ist recht brisant, denn die alten Extensions sind ohne Anpassungen nicht lauffähig unter Magento 2. Das Gleiche gilt für Themes und Customizations, die fast komplett neu gestrickt werden müssen. Magento stellt dazu aber Training und ausführliche Dokumentationen zu Verfügung.

Automatisiertes Test-Framework für Front- und Backend

Für den Backend-Bereich ist das Framework schon in der neuesten Version von Magento 1 implementiert und wird auch für Magento 2 übernommen und stark erweitert: Auch das Frontend soll dann getestet werden können.

Performance and Skalierbarkeit: Magento 2 Insights

Neben Paul Boisvert hat auch Max Yekaterynenko von Magento einen Vortrag gehalten und spezifische Informationen zur Skalierbarkeit und Performance von Magento 2 vermittelt.

Die Performance in Zahlen

Ein externes Unternehmen soll bei Messungen folgende Werte ermittelt haben:

  • Katalog End to End: 25 Prozent schneller als Magento 1, davon entfallen 15 Prozent Geschwindigkeitsgewinn auf das Browsen im Katalog und 45 Prozent auf den neuen „Async-Kaufen-Button“
  • Checkout: Soll nahezu gleich geblieben sein
  • Magento 1 verarbeitete im Warenkatalog bis zu 500.000 Views und bis zu 42.000 Bestellungen pro Stunde, Magento 2 soll nun bis zu 10.000.000 Views und bis zu 90.000 Bestellungen pro Stunde verarbeiten können.

Wer die Messungen vorgenommen hat und in welcher Konfiguration das System in welcher Hosting-Umgebung betrieben wurde, ist nicht näher erläutert worden, aber die weiter unten folgenden technischen Erläuterungen wirken durchaus glaubwürdig:

Die Präsentation konnte glaubwürdig vermitteln, dass viel Arbeit beim Redesign in die Performance-Optimierung gesteckt wurde und sich die Ergebnisse durch die gesamte Code-Base ziehen. Die von Magento durchgeführte Benchmark-Tests zwischen einer Enterprise-Edition 1.14 und dem aktuellen Beta-Release-Candidate zeigen, dass hier wirklich ein Enterprise-taugliches System vorgestellt wurde.

Andrej Radonic, Magento-Agentur Intersales | 12. Mai 2015, Meet Magento in Leipzig

Geschwindigkeitsgewinn im Katalog im Detail.(Foto: t3n)
Geschwindigkeitsgewinn im Katalog im Detail: Die komplette Ladezeit mit einer Skala von 0 bis 1,2 Sekunden. Von links nach rechts: Homepage, Category-View, Product-View und Add to Cart. (Foto: t3n)
Geschwindigkeitsgewinn beim Checkout im Detail.(Foto: t3n)
Geschwindigkeitsgewinn beim Checkout im Detail. (Foto: t3n)

Skalierbarkeit

Modularisierung und Separierung werden offensichtlich gezielt betrieben. Für den Katalog und den Checkout sind in der Enterprise-Edition verschiedene Datenbanken nutzbar und der Katalog kann mit einer Master-Slave-Replication auf verschiedenen Datenbanken betrieben werden. Ein MySQL-Cluster soll so ebenfalls möglich sein.

Performance

Neben Daten-Kompression und verstärkter Cross-Browser-Kompatibilität auf der Client-Seite sollen auf Serverseite ein verbessertes Full-Page-Caching mit Varnish 4 oder anderen Systemen Performance-Gewinne bringen – Magento verspricht hier agnostisch vorzugehen und die Nutzung unterschiedlicher Caching-Systeme zu ermöglichen. Auch eine Kompatibilität mit der Virtual Machine HHVM 3.6 ist gegeben, für die allerdings kein Support geboten wird.

Detaillierte technische Änderungen

  • Clientseitig: Cache im Browser, Optimierung der Ladezeit des JS-Code, JS-Inline-Code eliminiert, JS-Bundling lazy evaluation, Minimierung des Inhalts, effektivere Bildkompression
  • Serverseitig: Optimierungen des Object-Manager, Class decomposition, Lösung von AbhängigkeitenSingle-Action-Controller, Bereinigen oder Entfernen von redundanten Abfragen, Caching von Repositories und Metadaten von Attributen, ein Single-Tenant-Compiler bereitet den Shop in einem Arbeitsschritt auf den Betrieb vor

Die Arbeit läuft immer noch auf Hochtouren, die genannten Änderungen sind quasi eine Momentaufnahme der Beta-Version, vieles ist noch in Arbeit – wie beispielsweise ein komplett neues User-Interface für den Checkout (Das Rendering soll dann wie ein One-Pager aussehen) sowie Magento-Object-Optimierungen.

Mehr zu den Neuerungen bei Magento in unserem Artikel „Meet Magento Association: Ein Sicherheitsnetz für Magento“, in „Die neuesten Entwicklungen im Magento-Kosmos: Das war die Meet Magento 2015“ und im Artikel „Magento startet Small-Business-Programm“.

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Jochen G. Fuchs
Meet Magento Association: Ein Sicherheitsnetz für Magento http://t3n.de/news/meet-magento-association-610598/ 2015-05-13T16:27:20Z
Die Meet Magento Association, der Veranstalter der Community-Events, will zukünftig als Sprachrohr der Community und als Sicherheitsnetz für die teils ungewisse Zukunft des Shopsystems dienen.

Die Meet Magento Association, der Veranstalter der Community-Events, will zukünftig als Sprachrohr der Community und als Sicherheitsnetz für die teils ungewisse Zukunft des Shopsystems dienen.

Der Veranstalter der Meet Magento Events firmiert seit kurzem als gemeinnützige Einrichtung: Die Meet Magento Association. Die Association ist aber nicht nur der Veranstalter der mittlerweile weltweit verbreiteten Meet Magento Events und verantwortlich für die Pflege der lokalisierten Magento-Versionen, sondern platziert sich auch als Sprachrohr der Community in Richtung Magento.

Der Verband sieht sich sich nicht nur als Veranstalter sondern auch als Sprachrohr der Community. (Screenshot: Meet Magento)
Der Verband sieht sich sich nicht nur als Veranstalter sondern auch als Sprachrohr der Community. (Screenshot: Meet Magento Association)

Meet Magento Association: Sprachrohr der Community

Die Meet Magento Association will zukünftig auch Dienstleistungen und Service-Angebote rund um Magento für Mitglieder anbieten. In Deutschland ist seit kurzem eine Basis-Mitgliedschaft für 99 Euro im Jahr erhältlich. Diese Mitgliedschaft bietet einen begrenzten Online-Support und einige Vergünstigungen auf kostenpflichtige Dienstleistungen. Neben diesen Leistungen können Kunden an zwei Programmen teilnehmen:

  • CCI – Customer Connection Initiative: In dieser Initiative werden Verbesserungen erarbeitet und gesammelt, beispielsweise Bugfixes und Workarounds
  • CEP – Customer Engagement Program: In diesem Programm werden Magento Innovationen und Features erarbeitet

Die Ergebnisse aus den beiden Programmen werden gesammelt und in Zusammenarbeit mit Magento in offizielle Releases eingearbeitet. Die bisherige Praxis, dass Magento quasi nur selbst erstellte Bugfixes in die offiziellen Releases aufnimmt und bereits von der Community gelöste Probleme so immer wieder in den offiziellen Versionen von Magento auftauchen, soll damit beendet werden.

Magento 1: Feature-Pakete

Ein weiteres Projekt wird die Fortführung von Innovationen für Magento 1 sein, wie mir Thomas Fleck von der Meet Magento Association erklärt. Beispielsweise Features für Magento 2, die es nach dem Release der neuen Version nicht mehr in die Releases der alten 1.xx-Version schaffen, könnten so auch für die ältere Magento-Version angeboten werden.

Sicherheitsnetz

Was passiert mit Magento? Bleibt das Shopsystem noch in den Händen von eBay, oder wird das System verkauft? Die Äußerungen des scheidenden eBay-CEOs Donahoe haben für Unruhe gesorgt. Die Meet Magento Association positioniert sich hier ganz offen als Sicherheitsnetz. Sollte Magento verkauft werden und auf dem „Abstellgleis“ landen oder sich ungünstige beim neuen Eigner entwickeln, kann der Verband dem Magento-Ökosystem Sicherheit und ein neues Zuhause bieten. Auch wenn es niemand laut ausspricht oder andeutet – das Wort „Fork“ hängt trotzdem als Worst-Case-Szenario spürbar in der Luft.

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Jochen G. Fuchs
Magento startet Small-Business-Programm http://t3n.de/news/magento-small-business-programm-610599/ 2015-05-13T15:50:59Z
Der Hersteller des Open-Source-Shopsystems Magento hat auf der diesjährigen Meet Magento sein neues Programm für kleine bis mittlere Onlinehändler vorgestellt. Alle Infos im Überblick.

Der Hersteller des Open-Source-Shopsystems Magento hat auf der diesjährigen Meet Magento sein neues Programm für kleine bis mittlere Onlinehändler vorgestellt. Alle Infos im Überblick.

Der stark auf Enterprise-Kunden und -Lizenzen fokussierte Kurs hat Magento in der Vergangenheit Kritik aus den Reihen der Community eingebracht, auch wenn es dazu differenzierte Sichtweisen gibt. Neben der Kritik an der eigentlichen Enterprise-Version ist oft herausgestrichen worden, dass viele kleine bis mittlere Unternehmen auf die Community-Edition setzen und durch die Fokussierung auf Enterprise dieser breite Kundenstamm aus dem Blick gerät. Der Hersteller hat jetzt reagiert und stellt zusammen mit Magento-Partnern ein neues Small-Business-Programm auf die Beine.

(Screenshot: Magento)
Magento bemüht sich verstärkt auch um kleine bis mittlere Händler. (Screenshot: Magento)

Das Magento Small-Business-Programm

Grundsätzlich bietet Magento kleinen bis mittleren Händlern in seinem neuen Programm zwei Möglichkeiten: „Do it yourself“ und „Do it for me“. Hinter „Do it yourself“ verbergen sich Magento-basierende SaaS-Angebote von Pixafy und Bluegento, letzteres stammt aus der Feder der Netresearch-App Factory. Preislich beginnen die Angebot bei 89 US-Dollar, beziehungsweise 99 Euro. Bluegento sucht gerade noch Pilotkunden, die für ihre Early-Adopter-Rolle mit intensivem Support und Unterstützung bei der Konzeptionierung und der Einrichtung des Shops belohnt werden sollen. Bluegento zeichnet eine technische Besonderheit aus: Die Installation ist in einer eigens entwickelten Container-Lösung gekapselt worden und kann so quasi mit einem Knopfdruck aus dem Bluegento-Server entfernt und in eine eigene Hosting-Umgebung umgepflanzt werden, falls das Wachstum das nötig machen sollte.

Magento eilt der Ruf voraus, sehr komplex im Setup und in der Eirnichtung zu sein. Händler, die hier selbst keine Hand anlegen möchten, greifen zu „Do it for me“. Einige Magento-Partner bietet dort Bundles an, bestehend aus einem Dienstleistungspaket und der Magento-Community-Edition. Die Partner übernehmen die Einrichtung eines Magento-Onlineshops, unterstützen bei Konzeptionierung und Gestaltung. Die Preise dafür sind recht unterschiedlich, aber meist übersichtlich in Pakete aufgeteilt. Beispielsweise beginnt beim Magento-Partner Orange Collar das Starter-Paket bei 7.000 US-Dollar.

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Jochen G. Fuchs
Die neuesten Entwicklungen im Magento-Kosmos: Das war die Meet Magento 2015 http://t3n.de/news/meet-magento-2015-610359/ 2015-05-13T15:36:04Z
Unser Rückblick auf das Community-Event und über die aktuellsten Entwicklungen rund um Magento: Das neue Magento-2-Release und die Zukunft von Magento 1.xx.

Unser Rückblick auf das Community-Event und über die aktuellsten Entwicklungen rund um Magento: Das neue Magento-2-Release und die Zukunft von Magento 1.xx.

Die 9. Meet Magento ist vorbei, rund 700 Besucher aus der Community und dem Umfeld um das Shopsystem haben sich am 11. und 12. Mai zwei Tage lang in Leipzig ausgetauscht. Neben allgemeinen Sessions zu Entwickler- und Händler-Themen waren die Zukunft von Magento und das lang erwartete und kurz bevorstehende Release von Magento 2 die Hauptthemen der Veranstaltung. 

(Screenshot: Meet Magento)
Die Meet Magento ist vorbei, wir haben die wichtigsten Infos zum maßgeblichen, deutschen Community-Event für euch zusammengefasst. (Screenshot: Meet Magento)

Meet Magento: Rückblick, Einblick und Ausblick

Die Meet Magento besuchen sowohl Händler als auch Entwickler. Auf dem Papier waren in diesem Jahr mehr Händler als Entwickler angemeldet, scheinbar haben sich im Vergleich zu 370 Entwicklern im letzten Jahr dieses Jahr 170 Entwickler weniger angemeldet – die Händler müssten dieses Jahr erstmals überwiegen. Der Eindruck vor Ort in den Entwickler-Sessions gibt allerdings ein anders Bild: Entwickler überwiegen bei den rund 700 Besuchern. Einige aber bleiben mittlerweile auch der deutschen Meet Magento fern, weil es Landes-Events gibt. Die Meet Magento in der Schweiz dürfte das deutsche Pendant etwa 40 Entwickler gekostet haben.

In den vergangenen Jahren hat die Meet Magento kostendeckend gearbeitet, auch das scheint vorbei zu sein. Die Veranstaltung muss wohl in diesem Jahr mit einem größeren fünfstelligen Betrag bezuschusst werden.  Ein nachlassende Anzahl an Sponsoren und Ausstellern scheint vorrangig der Grund für die sinkenden Einnahmen zu sein – die Besucherzahlen sind seit langem stabil.

Besonders für Aussteller scheint das vertriebliche oder marketingtechnische Angebot der Konferenz an Attraktivität zu verlieren, jedenfalls sind viele Anbieter und Sponsoren, die sonst an den Ständen anzutreffen waren, mittlerweile in den Zuschauerbereich gewechselt. Das Dilemma der Konferenz macht sich im Zwiespalt zwischen Besuchern und Ausstellern bemerkbar. Die einen Händler sprechen vom „Spießrutenlaufen durch die Expo“, die anderen von mangelndem Interesse. Ein Aussteller sprach davon, dass sich auch das Buchen von größeren Ständen nicht wirklich lohnen würde – die Leistungen und das Ergebnis seien für den Aussteller dasselbe.

Der Veranstalter, die Meet Magento Association, arbeitet an Ideen, um diese Problematik anzugehen. Im schlimmsten Fall könnte das Dilemma steigende Ticketpreise zur Folge haben.

Magento streckt die Hand zur Community aus

Paul Boisvert, Head of Product bei Magento. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Paul Boisvert, Head of Product bei Magento. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Im letzten Jahr hat das Unternehmen Magento auf der Meet Magento einen blamablen Auftritt abgeliefert. Außer zwei Mitarbeitern, die sich unter die Zuschauer gemischt hatten, ließ sich absolut niemand vom Unternehmen auf der damaligen Veranstaltung blicken. Notgedrungen mussten eBay und PayPal die Keynotes alleine bestreiten, was einen Besucher zu dem bemerkenswerten Ausspruch „Ist das hier die Meet eBay oder die Meet Magento?“ veranlasste. Es schien Prioritätskonflikte mit Magento-eigenen Events zu geben, was besonders deutlich wurde, als unmittelbar zum Ende der Meet Magento auf einer Magento-eigenen Veranstaltung ein neues Release verkündet wurde – kein Wort davon zu den Veranstaltern der Meet Magento. Das ganze Szenario wirkte wie eine Ohrfeige für die deutsche Community. In den USA muss die Außenwirkung dieser Handlungsweise mittlerweile deutlich geworden sein: Magento war mit starker Präsenz auf der Meet Magento vertreten und bemühte sich, die Hand deutlich zur Community auszustrecken.

Rund ein halbes Dutzend Vorträge und Keynotes haben verschiedene Magento-Vertreter bestritten, darunter auch Paul Boisvert, der Produktmanager, und Ben Marks, Magento-Evangelist. Neben dem Bekenntnis, sich der Community verpflichtet zu fühlen, haben sich beide auch wortreich bei der Community für ihr Engagement bedankt: Boisvert wörtlich sowohl für den Einsatz beim bekannten „Shoplift Bug“ als auch bei Community und Veranstalter für die Event-Reihe „Meet Magento“, die schon so viele Jahre vor den Magento-eigenen Events entstand und einen hervorragenden Nährboden für den organischen Aufbau der Magento-Community bieten würde.

Von eBay war in diesem Jahr nichts zu sehen und PayPal beschränkte sich auf einen Stand und einen Vortrag zum neuen Dienst PayPal Plus. Offensichtlich bemüht man sich darum, im Hintergrund zu bleiben und die Veranstaltung gleichzeitig doch mit zu unterstützen.

Magento 2: Release voraussichtlich im September

Es ist endlich soweit: Der endgültige Release von Magento 2 rückt näher. Eine Beta-Version für Developer ist schon seit Ende letzten Jahres auf Github verfügbar und im Lauf des dritten Quartals erscheint eine Händler-Beta, die schließlich im vierten Quartal in einem ersten Release enden soll.

Eine erfreuliche Mitteilung des Produkt-Managers betrifft auch die Dokumentation von Magento 2: Um eine qualitativ hochwertige Dokumentation kümmert sich ein eigenes, dediziertes Dokumentationsteam bei Magento.

Mehr Informationen zu den Neuerungen bei Magento 2, zum Migrationsprozess und den Performance-Verbesserungen der neuen Version des Shopsystems veröffentlichen wir in einem separaten Artikel.

Magento 1: So geht es mit der alten Version weiter

Boisvert hat betont, dass die Pflege und das Investment in Magento 1 weitergehen werden: Magento 1.xx will Magento noch drei Jahre pflegen und warten, es wird allerdings nach dem Release von Magento 2 seitens Magento keine zusätzlichen Funktionen oder Verbesserungen mehr für die alten Versionen geben: Die Maintenance beschränkt sich wie üblich auf Bugfixes und Security-Patches. Boisvert hat hervorgehoben, dass mit den bisherigen Releases 1.14.2 EE und 1.9.2 CE viel erreicht und viele Verbesserungen und Neuerungen eingeführt worden seien – unter anderem soll ein externes Unternehmen Performance-Verbesserungen zwischen 27 und 48 Prozent bei der Enterprise-Edition und eine um bis zu 37 Prozent niedrigere CPU-Auslastung bei der Community-Ediiton gemessen haben.

Der Connect-Marktplatz wird einem vollständigen Relaunch unterzogen, Erweiterungen sollen vor der Übernahme einem Qualitäts-Check unterzogen werden: „Only the good stuff“ würde es in den neuen Connect-Marktplatz schaffen, um Paul Boisvert wörtlich zu zitieren. Connect soll neben einem frischeren Design auch ein besseres Bewertungssystem, und bessere Dashboards für Händler und Entwickler erhalten.

Mehr zu den Neuerungen bei Magento in unserem Artikel „Meet Magento Association: Ein Sicherheitsnetz für Magento“ und im Artikel „Magento startet Small-Business-Programm“.

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Jochen G. Fuchs
Google verrät dir, wie du WordPress, Magento, Drupal, Joomla! und mehr für die mobile Ansicht optimierst http://t3n.de/news/google-verraet-dir-wordpress-591803/ 2015-02-04T09:23:24Z
Google hat einen umfangreichen Leitfaden veröffentlicht, der es Website-Betreibern erleichtern soll, ihre Seiten für Mobile zu optimieren. Ausführliche Anleitungen finden sich für Seiten, die …

hat einen umfangreichen Leitfaden veröffentlicht, der es Website-Betreibern erleichtern soll, ihre Seiten für Mobile zu optimieren. Ausführliche Anleitungen finden sich für Seiten, die auf , , , Blogger, vBulletin, Tumblr, DataLife Engine, , PrestaShop, Bitrix und Google Sites basieren. 

Vier Basics für die Optimierung auf Mobile:

Diese vier allgemeinen Richtlinien für die Optimierung auf Mobile solltest du unabhängig deines Content-Management-Systems beachten:

1. Website sichern

Bevor du Änderungen oder Updates vornimmst, solltest du deine Website sichern. Wie das für dein System funktioniert, erfährst du bei deinem CMS-Anbieter.

2. Aktualisiere dein CMS auf die neueste Version

Es kann sein, dass bei einem Update auf die neueste Version automatisch erforderliche Sicherheits-Upgrades aufgespielt werden und deine Website für Mobilgeräte optimiert wird. Joomla 3 umfasst zum Beispiel bereits die Unterstützung für Mobilgeräte. Wird der Vorgang nicht automatisch gestartet, kannst du das Update manuell ausführen, um Sicherheitslücken zu vermeiden.

3. Achte auf die Optimierung von benutzerdefinierten Themes für Mobilgeräte.

Im Administrationsbereich deines CMS kannst du dein Theme aufrufen und in der Dokumentation zum Theme nach Begriffen wie „mobile“ oder „responsive“ suchen. Wenn eine Demo-Vorlage vorhanden ist, kannst du deren URL in das Tool „Test auf Optimierung für Mobilgeräte“ kopieren, um die Optimierung zu überprüfen. Achte auch darauf, ob die Vorlage schnell genug ist. Hierzu kannst du den Bereich „Speed“ von PageSpeed Insights aufrufen und sicher stellen, dass dort keine Probleme aufgeführt sind, die mit dem Vermerk „Behebung erforderlich“ versehen sind.

mobile-friendly-test-responsive wordpress
Erfolgreicher Mobile-Friendly-Test (Foto: google.developers.com)

4. Besuche die Support-Foren

Zu guter Letzt solltest du dich in den Support-Foren zu deinem CMS umsehen, um herauszufinden, welche Probleme bei den Mobilgeräteversionen von Websites auftreten können.

Die detaillierten Anleitungen findest du hier:

WordPress, Joomla, Drupal, Blogger, vBulletin, Tumblr, DataLife Engine, Magento, PrestaShop, Bitrix und Google Sites

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Melanie Petersen
E-Commerce-News: Open-Source-Shopsystem Prestashop bietet kostenlose Cloud-Version http://t3n.de/news/e-commerce-news-3-591408/ 2015-02-02T19:57:31Z
E-Commerce-News: Interessante Meldungen, die es in der vergangenen Woche nicht mehr in unsere Berichterstattung geschafft haben. Diese Woche mit der neu organisierten Meet Magento und aktuellen …

E-Commerce-News: Interessante Meldungen, die es in der vergangenen Woche nicht mehr in unsere Berichterstattung geschafft haben. Diese Woche mit der neu organisierten Meet Magento und aktuellen Mobile-Payment-Zahlen.

Prestashop Cloud: Kostenloses Open-Source-Shopsystem startet

(Screenshot: Prestashop)
Prestashop Cloud bietet einen kostenfreien Onlineshop. (Screenshot: Prestashop)

Die Open-Source-Lösung Prestashop ist seit kurzem auch in einer kostenfreien Cloud-Variante erhältlich. Wie der seit kurzem in Deutschland aktivere Anbieter vermeldet, fallen weder Verkaufsprovisionen noch monatliche oder einmalige Gebühren für die gehostete Variante des Shopsystems an. Onlinehändlern in Deutschland steht damit neben Supr noch ein weiteres, kostenfreies SaaS-System zur Verfügung. Im Vergleich mit Supr verfügt Prestashop über einen größeren Funktionsumfang und ist erweiterungsfähig:  Monetarisieren will Prestashop das kommerzielle Angebot durch kostenpflichtige Zusatzmodule, die das System um Funktionalitäten erweitern.

Meet Magento: Der Community-Veranstalter wird zur Non-Profit-Organisation

Das Community-Event Meet Magento wird vom 11. bis zum 12. Mai zum ersten Mal unter dem Dach der neuen Meet Magento Association stattfinden. Wie der Veranstalter Netresearch App Factory AG mitteilt, werden die Veranstaltungsreihe und die dazugehörigen Aktivitäten zukünftig als Non-Profit-Organisation unter dem Namen „Meet Magento Association“ firmieren. Dazu gehören auch die lokalisierten Magento Editionen – für den lokalen Markt vorkonfigurierte Magento-CE-Systeme, sowie Performance- und Qualitätssicherungstools für Onlineshops und auch Onboardingberatungen. Für 2015 sind Events in 30 Ländern geplant.

“Meet Magento hat inzwischen eine Größe und Bedeutung erreicht, die eine neue Organisationsform erfordert. Mit der Association gibt es nun eine Non-ProfitOrganisation im E-Commerce, die eine enorme Magento- und E-CommerceKompetenz weltweit bündelt. Jeder Händler, egal wie groß und egal wo, findet hier das Wissen und die Partner, die er für sein E-Commerce-Projekt braucht”, so Thomas Goletz, Meet Magento-Veranstalter und Vorstand der Netresearch App Factory AG.

Mobile-Payment: Anteil steigt weltweit auf über 25 Prozent

Immer mehr Zahlungen werden online mobil abgewickelt. Zu dieser Erkenntnis kommt der sogenannte „Mobile-Payment-Index“ des Payment-Service-Providers Adyen. Im Dezember 2014 betrug der Anteil mobiler Endgeräte am Online-Zahlungsverkehr 26,6 Prozent. Dabei wird sowohl zwischen digitalen und physischen Produkten unterschieden, als auch zwischen Zahlungen vom Smartphone oder Tablet. Ein deutlicher Unterschied ist, dass digitale Güter mit 20 Prozent  öfter mit dem Smartphone erworben werden, Tablets hingegen erreichen nur einen Anteil von sieben Prozent. Für den klassischen Handel ist hingegen das Tablet mit einem Anteil von 19 Prozent wichtiger als das Smartphone, das nur auf 10 Prozent der Einkäufe kommt.

(Grafik: Adyen)
E-Commerce-News: Mobile Payment steigert sich 2014. (Grafik: Adyen)

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Jochen G. Fuchs
Die strategische Neuausrichtung von eBay und das Magento-Desaster [Kommentar] http://t3n.de/news/strategische-neuausrichtung-ebay-590453/ 2015-01-27T20:30:36Z
Vor kurzem hat eBay eine strategische Neuausrichtung angekündigt, was sich nun als Euphemismus erweist: CEO Donahoe ist viel eher dabei den Konzern in voller Fahrt gegen die Wand zu fahren und nimmt …

Vor kurzem hat eine strategische Neuausrichtung angekündigt, was sich nun als Euphemismus erweist: CEO Donahoe ist viel eher dabei den Konzern in voller Fahrt gegen die Wand zu fahren und nimmt dabei gleich mit. Unser aller Liebling eBay hat vor kurzem seine Zahlen und seine strategische Neuausrichtung veröffentlicht. Wie wir vermeldeten, zielt eBay jetzt auf eine Konzentration auf Kernkompetenzen ab und rationalisiert sich der Konsolidierung entgegen. Anscheinend ist bei der Zusammenstellung der Zahlen jedoch die Chefetage in haltlose Panik verfallen. Was da an „strategischer Neuausrichtung“ verkündigt wurde, verdient diese Bezeichnung nicht. Strategische Kopflosigkeit wäre angebrachter. Und Magento sitzt mitten im Desaster.

eBay kündigte zusammen mit d(Bild: eBay)
Zusammen mit den Unternehmenszahlen vom letzten Jahr kündigt eBay CEO Donahoe eine strategische Neuausrichtung an. (Bild: eBay)

Was eBay sagt

Die Strategie soll kurz gesagt „Besinnen auf die Kernkompetenzen und Rationalisieren“ heißen. Für den Marktplatz kündigte Donahue eine aggressivere Vorgehensweise an und sprach ansonsten von einem zielgerichteteren Vorgehen, davon, Ressourcen auf Prioritäten auszurichten und Initiativen oder Expansionen, die von den Kernkompetenzen abweichen, zurückzufahren oder komplett einzustellen. Klingt erstmal nicht unvernünftig. Bis es an die Umsetzung geht.

Was eBay tut

John Donahoe, eBay CEO.(Foto: eBay Inc.)
John Donahoe, eBay CEO.(Foto: eBay Inc.)

Die erste bedeutende Tat ist die Entlassung von 2.400 Mitarbeitern. „Komplexität reduzieren und wettbewerbsfähige Strukturen schaffen“ lautet die Begründung. Was soll das bitte heißen? „Wir haben Stellen geschaffen, bei denen uns jetzt erst auffällt, dass wir sie nicht brauchen?“ Hier wird schlicht und einfach rationalisiert um die Erträge zu optimieren.

Dann zum Thema „zielgerichtetes Vorgehen“:

CEO John Donahoe gab allen Ernstes in einer Presseverlautbarung  folgendes von sich: „We will also be exploring strategic options for eBay Enterprise including a sale or IPO“ und „If a strategic or financial acquirer emerges, we’ll compare their offer to what we’d get from an IPO,” he said. Darf ich das mal übersetzen?

Ich weiß noch nicht, ob wir eBay Enterprise an die Börse bringen oder verramschen. Wenn verramschen genauso viel Geld bringt, verramschen wir.

John Donahue, eBay CEO (sinngemäß) | 21.01.2015 eBay Inc. News und Re/code

WIE BITTE?

Diese Aussage zeugt von einer solchen Planlosigkeit, dass es mich beim Lesen an den Rand der Fassungslosigkeit getrieben hat und ich ungefähr 15 Minuten lang meinen Browser auf Phishing-Attacken untersucht habe, weil ich die Echtheit der eBay Verlautbarung ernsthaft angezweifelt hatte. Stellenabbau, Ertragsoptimierung und Kapitalbeschaffung auf Teufel komm raus als strategische Neuausrichtung zu verkaufen, ist schon eine Glanzleistung der besonderen Art, aber dann eine solche Gleichgültigkeit zu präsentieren, ist beispiellos. Ein IPO heißt normalerweise Kapitalbeschaffung, wir starten durch, holen Kapital und bauen unser Geschäft aus. Verkaufen steht für das exakte Gegenteil: Wir trennen uns von dem Geschäft, es passt nicht zu uns.

Was eBay nicht sieht

Zur Konzentration auf die Kernkompetenzen gehört auch „Initiativen oder Expansionen, die von den Kernkompetenzen abweichen, zurückzufahren oder komplett einzustellen“. Dazu gehört potentiell auch eBay Enterprise, die Business-Tochter von eBay. Ambitioniert als Erfüllungsgehilfe der Marken, Industrie und der oberen Zehntausend der Onlinehändler gestartet, erbringt eBay Enterprise Consulting-, Marketing- und Infrastruktur-Dienstleistungen wie den Betrieb von Logistikzentren auf hohem Niveau. Mit dem Zukauf von Magento holte sich eBay Enterprise dann später noch ein eigenes E-Commerce-System ins Haus, eigentlich eine perfekte Ergänzung des Portfolios.

Enterprise, Enterprise. Jeder Bauer will die dicksten Hühner. Wenn ich höre, dass wieder ein Unternehmen den „Enterprise-Kurs“ propagiert, zucke ich unwillkürlich zusammen. Oft heißt es schlicht, dass man sich am liebsten an den dicksten Fischen laben will. Ein größeres Projektvolumen, mehr Erträge bei weniger Aufwand.

Das hat im Fall von eBay Enterprise bei nüchterner Betrachtung der Zahlen nicht geklappt. Kein Wunder: Die Luft ist dünn auf dem Gipfel. Statt aber einzusehen, dass die Ambitionen besser auf kleine und mittlere Händler zurückgeschraubt werden sollten, also schlicht das „Enterprise“ in eBay Enterprise zu streichen und den E-Commerce-Dienstleister für alle zu öffnen, sieht man den Unternehmensbereich plötzlich als wertlos an. Ich habe schon einmal erklärt, dass ich die Logistikzentren von eBay Enterprise als enorme Chance betrachte, Amazon auf den Pelz zu rücken. Einfach in dem eBay-Äquivalent zum „Versand durch Amazon“ den „Versand durch eBay“ auf der Produktseite propagiert, was den Angstfaktor des Kunden minimiert: Wenn klar und deutlich ersichtlich ist, dass eBay die Bestellung ausführt, dann würde das Vertrauen in diese Bestellung steigen. Mehr Vertrauen, mehr Umsatz.

Und das ist nur einer der Punkte, die eBay Enterprise bei der Betreuung von kleinen bis mittleren Kunden leisten könnte. Und so einen wesentlichen Beitrag zur Konsolidierung der Kernkompetenz beitragen würde.

Das Magento-Desaster

Auch Magento steht jetzt zur Disposition. In der oben zusammengefassten Aussage „Ich weiß noch nicht ob wir eBay Enterprise an die Börse bringen oder verramschen. Wenn verramschen genauso viel Geld bringt, verramschen wir.“ kann man auch ohne weiteres „eBay Enterprise“ durch „Magento“ austauschen. Und das ist ein direkter Tritt in den Hintern der Community.

Magento und eBay: Von Anfang an eine schwierige Beziehung

Von vielen als strategische und weitreichende Entscheidung bezeichnet, wenn nicht sogar gerühmt – von der Magento-Community mit durchwachsenen Gefühlen betrachtet: der Zukauf von Magento. Das Gefühlsspektrum reichte damals, bei der Bekanntgabe der Übernahme, von einzelnen euphorischen Stimmen über größtenteils misstrauische und skeptische bis hin zu unkenden und verteufelnden Stimmen. Wie das eben so ist, wenn ein Big-Player seine Hand nach Open-Source-Software ausstreckt.

Im Laufe der Zeit schien sich die Community mehr und mehr wie ein ungeliebtes und verstoßenes Stiefkind vorzukommen. Bei Community-Events ist Magento absichtlich abwesend, einzig das deutsche Management von Paypal und eBay ist bei der letztjährigen Meet Magento anwesend. Was für viele die Veranstaltung in eine „Meet eBay“ verwandelt hat, auch wenn man mal deutlich sagen muss, dass sich im Nachhinein herausstellte, dass ohne die Mitglieder der deutschen Führungscrew von eBay und Paypal eben gar keiner vom Konzern da gewesen wäre.

Viele Entscheidungen und strategische Entwicklungen sind nicht sehr positiv aufgenommen worden. Beispielsweise die Enterprise-Version (was auch differenziert betrachtet wird) und der aktuell sehr im Top-Down-Modus betriebene Entwicklungsstil ist stark in die Diskussion geraten.

Die Community mit den Füßen getreten

In dieser sowieso schon recht angespannten Atmosphäre wirft nun der eBay-CEO Donahoe so eine Aussage in den Raum. Jetzt kann sich die Magento-Community mit Fug und Recht als ungeliebtes und verstoßenes Stiefkind fühlen.

Wie geht es weiter mit Magento

Wer kauft eBay Enterprise und damit auch Magento? Bekommen die Magento-Gründer, die bereits ausgestiegen sind, jetzt Hilferufe? Und sollen sich ihr Baby zurückkaufen? Entsteht ein Magento-Fork, weil die starke Community endgültig das Vertrauen in das Magento-Management verloren hat? Was die Gefahr in sich trägt, dass eine heillose Zersplitterung entstehen könnte. Was es auch werden sollte: Klar ist auf jeden Fall, dass wer immer auch beim Kauf von Magento dachte „Hey, ein großer Name hinter Magento, das liefert potentiellen Kunden Vertrauen“, völlig falsch lag.

Fazit: Donahoe fährt eBay in voller Fahrt gegen die Wand

Planlos wird der Konzern eBay jetzt von Donahoe in alle Himmelsrichtungen zerstreut, bis nichts mehr übrig bleibt. Absurde Ironie: Die Werkzeuge, die zu einer Konsolidierung und einer Konzentration auf Kernkompetenzen beitragen könnten, sollen verkauft werden, weil der Handwerker nicht erkennt, dass er die Werkzeuge falsch einsetzt. Eigentlich müsste hier der Handwerker ersetzt werden: Donahoe.

 

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Jochen G. Fuchs