Mega | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Mega 2016-02-08T14:34:17Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/mega Wettkampf der Mega-Brands: Hyundai gewinnt den SuperBowl auf YouTube http://t3n.de/news/superbowl-werbung-2016-youtube-677655/ 2016-02-08T14:34:17Z
Das Finale der US-amerikanischen Football-Liga ist vorbei und jetzt stellt sich die Frage, welcher Brand mit seiner SuperBowl-Kampagne auch auf YouTube so richtig abräumen konnte.

Das Finale der US-amerikanischen Football-Liga ist vorbei und jetzt stellt sich die Frage, welcher Brand mit seiner SuperBowl-Kampagne auch auf YouTube so richtig abräumen konnte.

SuperBowl: Hyundai punktet auf YouTube. (Screenshot: Hyundai / YouTube)
SuperBowl: Hyundai punktet auf YouTube. (Screenshot: Hyundai / YouTube)

SuperBowl-Werbung auf YouTube: Das sind die Gewinner

Die Denver Broncos konnten sich gegen die Carolina Panthers durchsetzen und damit den Sieg im 50. SuperBowl erringen. Abseits des eigentlichen Sportevents haben aber auch wieder viele große Marken Millionen für Websespots ausgegeben, die dann während dem SuperBowl im US-Fernsehen gezeigt wurden. Heutzutage enden diese Kampagnen aber natürlich nicht in der heimischen Glotze, sondern finden auch auf YouTube ihre logische Fortsetzung.

Christoph Burseg von der YouTube-Analyse-Plattform VeeScore hat sich angeschaut, welche Brands in diesem Jahr auf der Video-Plattform von Google besonders erfolgreich waren. Dazu hat er sich mit den Videoaufrufen, dem Anstieg der Kanal-Abonnenten und den Interaktionen der Nutzer mit den jeweiligen Clips auseinandergesetzt. Das Ergebnis präsentiert Burseg in einem kurzen aber informativen Video.

SuperBowl-Werbung: Hyundai weit vor dem Rest

Nach der Analyse des VeeScore-Chefs war der offensichtliche Sieger der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai. Danach folgen – allerdings deutlich abgeschlagen – die Erfrischungsgetränke-Marke Mountain Dew und der Bierhersteller Bud Light. Platz Vier und Fünf nehmen Budweiser beziehungsweise Apartments.com ein.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Werbung auf YouTube: Diese Clips kamen 2015 am besten an“.

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Kim Rixecker
Super Bowl 2016: Das sind die besten Werbespots des Mega-Events http://t3n.de/news/super-bowl-2016-werbespots-676508/ 2016-02-04T11:00:47Z
Bald findet wieder der Super Bowl statt. Im Rahmen des Football-Events werden auch wieder einige coole Werbespots ihre Premiere haben. Wie verraten euch, was ihr dieses Jahr erwarten könnt.

Bald findet wieder der Super Bowl statt. Im Rahmen des Football-Events werden auch wieder einige coole Werbespots ihre Premiere haben. Wie verraten euch, was ihr dieses Jahr erwarten könnt.

Super Bowl 2015: Auch Nintendo wird einen Werbespot bei dem Mega-Event schalten. (Screenshot: Nintendo / YouTube)
Super Bowl 2015: Auch Nintendo wird einen Werbespot bei dem Mega-Event schalten. (Screenshot: Nintendo / YouTube)

Fernsehwerbung gehört zum Super Bowl 2016

Am siebten Februar 2016 findet das große Finale der nordamerikanischen Football-Liga NFL statt. Der sogenannte Super Bowl ist das größte Sportereignis der USA. Neben dem Sport stehen aber auch immer wieder die in den Pausen gezeigten Werbespots im Fokus der medialen Aufmerksamkeit. Kein Wunder, denn der TV-Sender CBS lässt sich 30-Sekunden-Werbespots teilweise fünf Millionen kosten. Für die werbenden Brands ist das natürlich ein Grund mehr, sich richtig ins Zeug zu legen.

Tatsächlich sind die Werbespots während des Football-Großereignisses längst Bestandteil der amerikanischen Popkultur. Daher produzieren Marken mittlerweile schon Teaser-Trailer für ihre Super-Bowl-Spots. Wir haben uns ein wenig umgeschaut und verraten euch, welche Brands die wahrscheinlich coolsten Werbespots im Gepäck haben werden.

Die interessantesten Werbespots des Super Bowl 2016

Pokémon

Nintendo feiert 20 Jahre Pokémon. Um die Videospielreihe dem Football-verrückten Publikum schmackhaft zu machen, hat sich das japanische Unternehmen an den Werbbespots von Sportartikelherstellern wie Nike oder Adidas orientiert. Das Ergebnis könnte durchaus ankommen.

Avocados from Mexico

Avocados from Mexico ist eine Marketing-Organisation, die mexikanische Firmen vertritt, die Avocados in die USA importieren. Ihr Spot könnte einer der unterhaltsamsten des diesjährigen „Big Game“ werden.

Bud Light

Biermarke startet zum Super Bowl eine neue Werbekampagne mit Bezug auf den US-Präsidentschaftswahlkampf. Dafür konnten sie Amy Schumer, Ronda Rousey und Seth Rogen gewinnen.

LG

LG will zum diesjährigen Super Bowl seine OLED-Fernseher bewerben. Dazu konnte das südkoreanische Unternehmen nicht nur den Hollywood-Star Liam Neeson verpflichten, sondern ließ ihren Spot von Ridley Scotts Produktionsfirma RSA Films produzieren. Der Kultregisseur stand schon für Apples legendären „1984“-Werbespot hinter der Kamera.

Colgate

Der Zahnpasta-Brand Colgate bewirbt diesmal nur indirekt das eigene Produkt. Stattdessen will die Kampagne #EveryDropCounts die Zuschauer zum Wassersparen anhalten.

T-Mobile

Der Teaser zum Super-Bowl-Spot der US-amerikanischen Ablegers von T-Mobile zeigt nicht, was im eigentlichen Spot zusehen sein wird. Dafür finden sich gleich eine ganze Reihe von Verweisen auf einige der erfolgreichsten und besten Werbespots der Super-Bowl-Geschichte.

Doritos

Die Chips-Marke Doritos setzt für ihre Kampagne auf eine soziale Komponente und hat Filmschaffende dazu aufgerufen, eigene Ideen für Werbespots zu entwickeln. Aus 50 Semi-Finalisten konnten Nutzer über eine dazugehörige Website dann drei Finalisten auswählen. Wer der Gewinner ist, wird erst beim Super Bowl verraten.

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Kim Rixecker
Die 10 beliebtesten Artikel der Woche: Mega-Trends 2016 – und vieles mehr http://t3n.de/news/10-beliebtesten-artikel-woche-92-669664/ 2016-01-09T09:59:43Z
Die erste Woche des Jahres 2016 neigt sich dem Ende zu – Zeit, in unseren Wochenrückblick die zehn wichtigsten Themen der letzten Tage zusammenzufassen. Diesmal unter anderem dabei: „Wenn ihr …

Die erste Woche des Jahres 2016 neigt sich dem Ende zu – Zeit, in unseren Wochenrückblick die zehn wichtigsten Themen der letzten Tage zusammenzufassen. Diesmal unter anderem dabei: „Wenn ihr diese Technologien noch kennt, seid ihr offiziell alt!“ und Pläne, sein 140-Zeichen-Limit aufzuheben. Viel Spaß beim Schmökern!

1. Mega-Trends 2016 – 12 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr

Unser Artikel: Mega-Trends 2016 – 12 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr

2. Responsive Webdesign: 18 kostenlose Tools und Extensions zum Testen deiner Seite

Beim können Tools und Test-Werkzeuge viel Zeit sparen. Das einfache Umschalten zwischen Viewport-Größen vereinfacht die Arbeit enorm. Wir stellen euch 18 kostenlose Tools, Browser-Extensions und Bookmarklet dafür vor.

Unser Artikel: Responsive Webdesign: 18 kostenlose Tools und Extensions zum Testen deiner Seite

3. Butler statt Bücher: Das ist Mark Zuckerbergs Neujahrsvorsatz für 2016

Der Facebook-Gründer teilt auf seinem Social Network wieder seine persönliche Herausforderung für die kommenden zwölf Monate. Dieses Jahr will sich Mark Zuckerberg einen mit Künstlicher Intelligenz angetriebenen persönlichen Assistenten bauen.



Unser Artikel: Butler statt Bücher: Das ist Mark Zuckerbergs Neujahrsvorsatz für 2016

4. Ohne Google: Facebook arbeitet an Notfallplan für Android-App

Facebook, das größte soziale Netzwerk der Welt, hat Angst aus dem Play Store geworfen und somit von Android-Smartphones verbannt zu werden. Um diesem GAU zu entgehen, arbeitet das Unternehmen an Lösungen.

Unser Artikel: Ohne Google: Facebook arbeitet an Notfallplan für Android-App

5. 400.000 Besucher in den ersten 6 Monaten? Die Geheimnisse eines erfolgreichen Unternehmensblogs

In nur sechs Monaten erreichte der deutsche Softwarehersteller Ashampoo mit einem neuen Unternehmensblog über 400.000 Besucher. Wir haben mit den Oldenburgern über ihr Erfolgsprojekt gesprochen.



Unser Artikel: 400.000 Besucher in den ersten 6 Monaten? Die Geheimnisse eines erfolgreichen Unternehmensblogs

6. Wenn ihr diese Technologien noch kennt, seid ihr offiziell alt! [Bildergalerie]

Ihr habt noch mit Walkman, Pager und MiniDisc herumhantiert? Glückwunsch, ihr seid offiziell alt! Ein kleiner Blick auf Technologien und Geräte, mit denen die „Gen-Z“ kaum mehr etwas anfangen können.

Unser Artikel: Wenn ihr diese Technologien noch kennt, seid ihr offiziell alt! [Bildergalerie]

7. DuckDuckGo: Alternative Suchmaschine wächst weiter – 10 Millionen Anfragen pro Tag

Die alternative DuckDuckGo erlebt regen Nutzerzuspruch und wächst langsam, aber kontinuierlich. Gegen Ende letzten Jahres verzeichnete die Google-Alternative, mit dem Anspruch auf die Sammlung von Nutzerdaten zu verzichten, 12 Millionen Suchanfragen an einem Tag.

Unser Artikel: DuckDuckGo: Alternative Suchmaschine wächst weiter – 10 Millionen Anfragen pro Tag

8. Kein Support mehr: Microsoft läutet das Ende für Internet Explorer 8, 9 und 10 ein

Am 12. Januar 2016 kommt das letzte Update für den in Version 8, 9 und 10. Da es danach keine Sicherheitsupdates mehr geben wird, soll ein eingeblendeter Hinweis die Nutzer dazu auffordern, endlich auf eine neuere Version des Browsers umzusteigen.

Unser Artikel: Kein Support mehr: Microsoft läutet das Ende für Internet Explorer 8, 9 und 10 ein

9. Von 140 auf 10.000 Zeichen: Twitter bestätigt die mögliche Ausweitung von Tweets

Nach monatelangen Gerüchten äußert sich jetzt CEO Jack Dorsey zu dem Experiment. Demnach will Twitter tatsächlich längere Texte einführen, kurze Tweets sollen trotzdem erhalten bleiben.



Unser Artikel: Von 140 auf 10.000 Zeichen: Twitter bestätigt die mögliche Ausweitung von Tweets

10. Merkurist: Deutschlands heißestes Journalismus-Startup, bei dem sogar die Konkurrenz schon abschreibt

Ein neues Gesicht für den Lokaljournalismus – das ist die Ambition von Merkurist aus Mainz. Wie das kostenlose Online-Angebot funktioniert und warum die Idee ziemlich gut ist, erfahrt ihr im Artikel.

Unser Artikel: Merkurist: Deutschlands heißestes Journalismus-Startup, bei dem sogar die Konkurrenz schon abschreibt

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Andreas Floemer
Mega-Trends 2016 – 12 Experten und ihre Prognosen fürs neue Jahr http://t3n.de/news/mega-trends-2016-experten-666837/ 2016-01-05T09:48:18Z
Auch im Jahr 2016 haben wir wieder Experten zu den aufkommenden Trends in ihren Fachgebieten gefragt. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2016. Was passiert beispielsweise in den Bereichen E-Commerce, …

Auch im Jahr 2016 haben wir wieder Experten zu den aufkommenden in ihren Fachgebieten gefragt. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2016. Was passiert beispielsweise in den Bereichen , , Public Relations und Human Ressources?

E-Commerce: Globaler, mobiler, innovativer – der Online-Handel 2016

Jochen Krisch: „2016 wird zudem das Jahr der Handelshäuser, die online neue Brands entwickeln und vertreiben können!“ (Foto: JK)
Jochen Krisch: „2016 wird zudem das Jahr der Handelshäuser, die online neue Brands entwickeln und vertreiben können!“ (Foto: JK)

Der Online-Handel entwickelt sich gerade auf mehreren Ebenen. Die Großen agieren zunehmend globaler und dringen in Umsatzdimensionen vor, wie sie bisher allenfalls Amazon vorbehalten waren. Die Kleinen müssen sich zunehmend spezialisieren, um sich im Wettbewerb abzuheben. Denn dauerhaft gewinnen auch online nur die, die am besten wissen, was ihre Kunden wollen.

Mobile wird im Online-Handel erst jetzt das zukunftsentscheidende Thema: Wer wird die mobilen Traffic-Ströme im Online-Handel auch in entsprechende Umsätze wandeln können? Welche neuen Ansätze und Konzepte werden dabei entstehen? Welche werden sich durchsetzen? Hier werden 2016 wesentliche Impulse kommen und erste wichtige Weichen gestellt. Denn eines ist gewiss: Mobile wird den Online-Handel nochmal komplett auf den Kopf stellen. Und das nächste Amazon wird garantiert ein Mobile-Pure-Player.

2016 wird zudem das Jahr der Handelshäuser, die online neue Brands entwickeln und vertreiben können. Unternehmen wie Chal-tec, Celexon, KW-Commerce, Lesara und andere weisen hier den Weg. Und zu guter Letzt wird spannend sein zu verfolgen, wie sich die Infrastruktur (Lagerhaltung, Versandlogistik, Lieferkonzepte, etc.) zunehmend an die Online-Bedürfnisse anpasst. Vom Idealzustand, dass das bestellte Produkt den Kunden dann erreicht, wann und wo er es erwartet, sind wir noch weit entfernt.

Jochen Krisch zählt mit Exciting Commerce und den Exchanges-Podcasts zu den Vordenkern im E-Commerce. Seit 5 Jahren lädt er die 500 stärksten Online-Händler, Marken und Hersteller zur K5 Konferenz und hat 2015 den Global Online Retail Fonds auf den Weg gebracht – als Publikumsfonds für den globalen Handel von Morgen.

Social Media: 2016 wird das Jahr der Teilbarkeit

Carline Mohr: „Inhalte müssen von Anfang an neu gedacht werden.“ (Foto: Stefan Beetz)
Carline Mohr: „Inhalte müssen von Anfang an neu gedacht werden.“ (Foto: Stefan Beetz)

Meine Prognose 2016: Es gibt nicht mehr „den Print“ und „das Internet“. Denn das Internet ist nicht nur die Startseite und irgendwas mit Social Media. Das Internet ist heute ein buntes Mosaik aus verschiedenen Plattformen. Die großen Fragen für die Medienhäuser 2016 bleiben bestehen: Auf welchen Plattformen sollten wir sein? Welche Zielgruppen wollen wir ansprechen? Welche Inhalte brauchen wir dafür?

Vor allem braucht jede Plattform eine eigene Definition für Erfolg. Es geht nicht immer nur um Klicks, Klicks, Klicks. Deshalb glaube ich, dass eines der wichtigsten Stichworte 2016 „Shareability“ sein wird. Den analogen „Küchenzuruf“ gab es natürlich schon immer: „Ey, hast du gesehen, was die auf dem Titel haben?“ Um diesen Zuruf geht es nun auch in der digitalen Welt. Menschen müssen sich so sehr für Geschichten begeistern, dass sie sie teilen, verschicken, sich unter Artikeln taggen oder einzelne Elemente zum Weitergeben screenshotten.

Für den digitalen Küchenzuruf ist es übrigens weniger entscheidend, wie viele Fans eine Seite beispielsweise auf Facebook hat. Entscheidend ist, ob eine Geschichte von Anfang an für einzelne Plattformen so gut und passend umgesetzt wurde, dass sie im Netz lebt und sich verbreitet.

Eine gute Geschichte bleibt eine gute Geschichte, klar. Content bleibt King. Immer. Damit das aber auch möglichst viele Menschen auf unterschiedlichen Kanälen merken, müssen Geschichten entsprechend verpackt werden. Je nachdem, ob sie im Print oder online, mobil oder stationär, bei Facebook oder Snapchat erzählt werden soll.

Das Umwandeln einer Klick-Strategie in ein Shareability-Konzept erfordert auch ein Umdenken in der Vermarktung von Inhalten. Immer wieder werden sich Verlage die Frage stellen müssen: Welche Reichweiten lassen sich mit welchen Formaten auf welcher Plattform vermarkten?

Die Häuser, die eine Plattformstrategie ernst meinen, werden deshalb 2016 ihre Workflows ändern: Redaktion, Produkt und Entwicklung gehören nämlich an einen Tisch, um auf die vielen Fragen, die jede neue Plattform aufwirft, gute Antworten zu finden.

Carline Mohr lebt in Berlin. Gemeinsam mit Andreas Rickmann leitet sie das Social-Media-Team bei BILD. Carline liebt das Internet und glaubt daran, dass es der perfekte Ort ist, um Geschichten zu erzählen. Bei Twitter ist sie als @mohrenpost zu finden. Auf ihrem gleichnamigen Blog erzählt sie Geschichten über Tinder, Familie im Netz, besorgte Bürger und die Zukunft des Journalismus. 

SEO: Accelerated Mobile Pages wird das Thema im kommenden Jahr 2016

Raphael Raue: „Es muss endlich Schluss sein mit 23MB großen Seiten, auf die ich dann mit Edge in der Bahn warten soll!“ (Foto: RR)
Raphael Raue: „Es muss endlich Schluss sein mit 23MB großen Seiten, auf die ich dann mit Edge in der Bahn warten soll!“ (Foto: RR)

Ich muss mich nicht prophetisch betätigen, um zu sagen, dass 2016 ein Thema die SEO-Szene ganz besonders beschäftigen wird: Accelerated Mobile Pages (AMP). Schon 2015 waren mobile Seiten, Ladezeiten und eine sinnvolle Mobile User Experience die Themen, die uns umgetrieben haben.

Die Einführung mobiler SERPS im April 2015 war ein klares Zeichen an alle Webmaster, wie ernst es Google mit der mobilen Suche ist – und mit der Ankündigung von AMP wird dieser Weg konsequent weitergeführt. Google war schon immer nutzerzentriert, und deutlich schnellere Ladezeiten durch Vereinheitlichung sind definitiv etwas, auf das ich mich freue. Es muss endlich Schluss sein mit 23MB großen Seiten, auf die ich dann mit Edge in der Bahn warten soll.

Allerdings sind SEO-Trends mit Vorsicht zu genießen. Die Basisarbeit ist wichtiger. Wenn der Crawler keine für ihn verständliche Architektur vorfindet, ständig in Sackgassen läuft, kein sinnvolles Markup oder keine interessanten Inhalte vorhanden sind, dann wird auch AMP keine Seite retten. SEO ist vor allem die kontinuierliche Verbesserung einer Webseite und ihrer technischen sowie inhaltlichen Struktur; das wird sich auch 2016 nicht ändern.

Ein weiteres spannendes Thema könnte die Facebook-Suche sein, falls sie global ausgerollt wird. Hier werden Beiträge von Freunden mit Beiträgen von beliebten Seiten und Publishern angereichert. Alles sehr rudimentär und ich fühle mich an die Zeiten von Altavista erinnert. Social Media und SEO würde so noch enger zusammenrücken. Und wer weiß, vielleicht wäre Facebook dadurch gezwungen, auch an diesem Internet teilzunehmen, weil sie Daten crawlen müssten, um ihre SERPS zu verbessern.

Raphael Raue ist Head of Seo bei Spiegel Online. Als Vermittler zwischen Inhalt und Technik, Webseite und Nutzern, Ästhetik und Daten, ist er der Schnelligkeit des digitalen Wandels verfallen. Er bloggt auf Raue.it und ist ansonsten ständig wartend auf Godot.

Digitale Arbeit: In 2016 wird Digitalisierung zur Chefsache

Lars Klingbeil: „Es braucht mehr als den Internet-Beauftragten auf der dritten Ebene der Firmenhierarchie!“ (Foto: LK)
Lars Klingbeil: „Es braucht mehr als den Internet-Beauftragten auf der dritten Ebene der Firmenhierarchie!“ (Foto: LK)

Kein Vorstand, keine Geschäftsführung wird im Jahr 2016 daran vorbei kommen Digitalisierungskompetenzen in der Führungsebene zu verankern. Es braucht mehr als den Internet-Beauftragten auf der dritten Ebene der Firmenhierarchie oder ein Vorzeigeprojekt mit einem Startup.

Dabei zu sein, entscheidet über Zukunftschancen. Digitalisierung muss und wird 2016 Chefsache werden. Nur von dort können die Umbrüche, die die Digitalisierung in allen Branchen mit sich bringt so gestaltet werden, dass Unternehmen zukunftsfähig sind. Das zeigen viele positive Beispiele der vergangenen Monate.

Der Axel-Springer Verlag führt seit Jahren vor, wie sich Führungspersonal auf die Veränderungen der Digitalisierung einlässt und den Medienkonzern behutsam aber deutlich umbaut. Gisbert Rühl, der CEO des börsennotierten Stahlkonzerns Klöckner & Co. hat zuletzt auf der „hub conference“ eindrucksvoll beschrieben wie Digitalisierung zur Chefsache wird. Und Andrea Nahles hat als Bundesarbeitsministerin den Prozess „Arbeit 4.0“ zur Chefsache im Ministerium erklärt.

In einer Accenture-Studie wurde 2015 offenbart dass nur 16 Prozent der Top-500-Unternehmen der Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle die oberste Priorität geben. Gleichzeitig geben knapp 80 Prozent der Unternehmen aber an, die Bedeutung der Digitalisierung erkannt zu haben.

Diese Lücke wird sich schließen: Die digitale Transformation wird aus der Führungsebene getrieben werden. Gerade der Mittelstand wird dies für sich erkennen müssen. Gleiches gilt aber auch für Politik und Verwaltungen. Auch hier braucht es klare Strukturen und Verantwortlichkeiten, wenn wir die Digitalisierung positiver gestalten wollen.

Lars Klingbeil ist Abgeordneter im deutschen Bundestag, ordentliches Mitglied des Verteidigungsausschusses und netzpolitischer Sprecher der SPD. Im Juli 2011 hat er anhand von sechs Aufgaben an die Sozialdemokratie sein Bild einer „echten sozialdemokratischen Netzpolitik“ zusammen mit Mathias Richel und Martin Oetting formuliert. Auf Twitter ist Klingbeil unter dem @LarsKlingbeil zu finden.

Social-Intranet: Slack- und HipChat-Hype – Jede Firma braucht es!

Andreas Lenz: „2016 wird das Jahr von Kommunikations- sowie Social-Intranet-Lösungen!“ (Foto: AL)
Andreas Lenz: „2016 wird das Jahr von Kommunikations- sowie Social-Intranet-Lösungen!“ (Foto: AL)

Nachdem Messenger wie Slack und HipChat im vergangenen Jahr bereits in aller Munde, vom Nutzerkreis jedoch vornehmlich in Startups und Agenturen anzufinden waren, wird 2016 das Jahr dieser und weiterer Kommunikations- sowie Social-Intranet-Lösungen. Im Zuge der sich immer schneller vollziehenden digitalen Transformation wird kaum ein Unternehmen, fast egal aus welcher Branche, ohne eine derartige Kommunikationszentrale auskommen.

Auch auf Investorenseite scheint dieses B2B-Thema sehr attraktiv zu sein. So setzt HipChat, das zu Atlassian gehört (unter anderem auch Jira und Confluence), unter dem Kürzel „TEAM“ zum fulminanten letzten großen Tech-IPO 2016 an und wird damit zum Milliarden-Player. Das mit 2,8 Mrd. Dollar bewertete Slack rüstet sich ebenfalls für den Sprung auf das Börsenparkett und hat gerade damit begonnen, auch den Massenmarkt mit gelungenen TV-Werbespots anzugreifen.

Um die Anwendungen voranzutreiben, hat Slack neben einem App-Verzeichnis auch einen 80 Millionen Dollar schweren Fonds eingerichtet. Slack will damit die Entwicklung von externen Anwendungen und Schnittstellen noch aktiver befeuern. Weiter soll der zunehmende Wildwuchs um die extrem beliebte Slack-API aufgefangen werden.

Da sich mit Slack und HipChat von Atlassian relativ junge und unabhängige Player den größten Teil des schnell wachsenden Marktes teilen, stellt sich auch in 2016 die Frage einer Big-Player-Übernahme. Lassen Google, Facebook, IBM und Co. das Jahr verstreichen, könnte es in 2017 gegebenenfalls ziemlich teuer werden.

Andreas Lenz ist Mitgründer und Geschäftsführer der yeebase media GmbH , dem Verlag hinter dem t3n-Magazin sowie Co-Gründer der Hardwrk GmbH, einem Hersteller für Apple-Zubehör. Er ist bei t3n für die Bereiche Marketing und Kommunikation verantwortlich und beschäftigt sich tagtäglich mit Zukunftstrends im digitalen Business. Außerdem ist er auf Twitter aktiv.

Human Ressources: Personalmarketing wird 2016 endlich effizient!

Jan Kirchner: „Employer-Branding wird seine volle Wirkung entfalten!“ (Foto: JK)
Jan Kirchner: „Employer-Branding wird seine volle Wirkung entfalten!“ (Foto: JK)

2016 wird das Jahr, in dem die HR-Branche mit Data-Driven-Recruiting und Real-Time-Bidding zwei aus dem Marketing bekannte Entwicklungen für sich erschließt. Zusammengenommen ermöglichen sie der HR-Branche die Automatisierung des Personalmarketings. Treiber dieses Trends ist die Einführung von HR-Web-Analytics, die Arbeitgebern erstmalig einen klaren Überblick über die Effizienz der eingesetzten HR-Budgets und Personalmarketing-Maßnahmen ermöglicht.

Mit diesem Wissen können datenbasierte Personalmarketing-Strategien entwickelt und Karriereseiten auf eine bessere Bewerber-Conversion getrimmt werden. Job-Multiposting nach dem Real-Time-Bidding-Verfahren versorgt die Karriereseiten dann automatisch mit ausreichend vielen potenziellen Bewerbern.

In der Folge kann auch endlich der Employer-Branding-Trend der Vorjahre seine volle Wirkung entfalten, da die Bewerber nicht länger nur über Jobbörsen an den Karriereauftritten der Arbeitgeber vorbei- sondern gezielt darauf hingelenkt werden.

Die Technik steigert im HR zukünftig also nicht nur die Personalmarketing-Effizienz, sondern verhilft auch der Unternehmenskultur und der Arbeitgebermarke zur Blüte. Und wenn die Personaler, die durch die Automatisierung frei werdende Zeit in die direkte Auseinandersetzung mit potenziellen Bewerbern investieren, hat das Ganze vielleicht sogar eine positive Auswirkung auf die nationale Candidate-Experience.

Jan Kirchner ist Partner der Wollmilchsau GmbH, einer auf Employer Branding und Personalmarketing spezialisierten Digitalagentur, die mit der Job-Multiposting-Software Jobspreader ein Vorreiter der Personalmarketing-Automatisierung ist. Zusammen mit den anderen Wollmilchsäuen begleitet er Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Karriereseiten und Recruiting-Kampagnen, hält Vorträge über digitales Personalmarketing und bloggt für mehr Innovation im Recruiting.

Technologie: Virtual Reality wird zur Real Reality

Jan Christe: „VR ist heiß und alle großen Player wollen den Markt früh besetzen!“ (Foto: JC)
Jan Christe: „VR ist heiß und alle großen Player wollen den Markt früh besetzen!“ (Foto: JC)

Als Facebook den VR-Pionier Oculus VR im März  2014 für zwei Milliarden US-Dollar kaufte, stellten viele Beobachter die Frage nach dem „Warum?“. Warum kauft ein Social-Network-Gigant wie Facebook ein Hardware-Startup, das eine VR-Brille herstellt.

Heute arbeiten fast alle großen Tech-Unternehmen an ihrer Vision eines Augmented- oder Virtual-Reality-Gerätes. Sony tüftelt beispielsweise an Morpheus, einer VR-Brille für die PlayStation 4.  Microsoft kündigte Anfang 2015 die HoloLens an, eine AR-Brille für Windows 10 und Xbox One. Und Google hat bereits 2012 mit Google Glass eine Datenbrille vorgestellt.

Das Thema ist heiß und alle großen Player wollen den Markt früh besetzen. Wer selbst einmal eine VR-Brille ausprobiert hat, weiß warum. Sehr schnell bekommt man beim Tragen ein Gefühl dafür, wie sehr die VR-Technologie unsere Wahrnehmung von Dingen und letztlich der Welt verändert wird. Die Gaming-Branche, die Vorreiter bei dem Thema ist, macht dabei nur den Anfang.

Für Unternehmen ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, potenziellen Kunden ihre Produkte zu präsentieren. So experimentieren nahezu alle Autobauer mit dem Thema. Die BMW-Marke Mini produzierte beispielsweise im Rahmen einer weltweiten Marketing-Kampagne Werbe-Kurzfilmen, bei denen sich der Zuschauer frei im Raum umsehen kann. Auch Volvo und Mercedes haben ähnliche Projekte gestartet. Zahlreiche Startups widmen sich dem Thema ebenfalls. So wurde zum Beispiel das deutsche Startup Itizzimo im Rahmen des Pioneers Festival zum „Next Global Player“ gekürt.

Auch im Bereich Journalismus gibt es erste spannende Projekte. Die New York Times hat gemeinsam mit Google das Cardboard-VR-Kit an 1,1 Millionen Abonnenten verschickt. In Kombination mit einer App lassen sich so speziell produzierte Filme betrachten – etwa ein Spaziergang durch New York, bei dem man sich an den besuchten Orten selbst umschauen kann.

Besonders CardBoards senken die Einstiegshürde drastisch. Mit ihnen lässt sich auch ohne teure Datenbrille ein Blick in die Zukunft werfen. 2016 wird das noch mehr Menschen als zuvor begeistern – freut euch drauf!

Jan Christe ist Mitgründer und Chefredakteur von t3n. Ihn fasziniert Technik in allen Facetten, egal ob alt und analog (VW T3 Atlantik) oder neu und digital (Smart-Home-Zentrale Homey). Mehr von ihm gibt es unter anderem bei Twitter.

Marketing: Content-Marketing startet 2016 richtig durch

Klaus Eck: „2016 wollen wir mehr Unique Content sehen und weniger Werbung!“ (Foto: Raimund Verspohl)
Klaus Eck: „2016 wollen wir mehr Unique Content sehen und weniger Werbung!“ (Foto: Raimund Verspohl)

Die Zeit des zaghaften Herantastens an digitale Inhalte ist vorbei. Wer 2016 nicht auf professionelles Content-Marketing setzt, wird das Nachsehen haben. Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, mit schlechten Inhalten an ihren Kunden vorbei zu kommunizieren. Dazu ist der Einsatz von Content längst zu wertvoll geworden. Im kommenden Jahr wollen wir mehr Unique Content sehen und weniger Werbung. Im Kampf um die Aufmerksamkeit der Stakeholder wird es immer wichtiger, relevante Inhalte zur Verfügung zu stellen, die die Zielgruppen zuverlässig erreichen und begeistern.

Deshalb startet Content-Marketing 2016 in die nächste Runde. Wir dürfen gespannt sein, wie sich insbesondere das Visual Storytelling im Content-Marketing entwickelt. Periscope, Vine, Facebook Live und Snapchat bieten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, die im Rahmen von Corporate-Content noch kaum im Einsatz sind.

Außerdem werden Unternehmen ihre Social Media Aktivitäten im Jahr 2016 zu Recht auf den Prüfstand stellen. Viel Social-Media-Content bringt nicht viel, deshalb werden Unternehmen sich auf das Wesentliche beschränken und dabei bessere, relevante Inhalte anbieten, mit denen sie ihre Stakeholder wirklich auf den richtigen Kanälen erreichen. Es gibt keine Notwendigkeit, alte Social-Media-Kanäle wie Google+ und Facebook zu betreiben, wenn man darüber seine Ziele nicht erreicht. Lieber sollten Marken sich auf einzelne Content-Hubs und Plattformen konzentrieren, die erfolgreich sind. Dafür benötigen Unternehmen eine Content-Strategie mit klaren KPIs und ein Content-Controlling.

Snackable-Content wie ein Tweet hat eine geringe Halbwertzeit von gerade einmal 18 Minuten. Long-Form-Content wird hingegen wichtiger, weil von den flüchtigen Inhalten wenig bleibt, selbst die Erinnerung daran schwindet schnell. Oder wissen Sie noch, wer was vor einer Stunde getwittert hat? Demgegenüber bleiben uns fundierte Blog- oder Fachartikel, aber auch Video- und Audio-Podcasts in Erinnerung. Der Erfolg der Plattform Medium und das Entstehen einiger neuer Online-Magazine zeigt, dass es einen Markt für längere Inhalte gibt.

Klaus Eck ist Geschäftsführer der Eck Consulting Group. Im November 2015 hat er die Content-Marketing-Agentur d.Tales gegründet. Der Berater und Keynotespeaker unterstützt seit mehr als 18 Jahren Marken bei der Digitalisierung ihrer Unternehmens-, Marketing- und Kommunikationsprozesse. Außerdem gibt er seit 2004 den PR-Blogger heraus, in dem er sich mit den neuesten Trends in Kommunikation und Marketing auseinandersetzt.

Silicon Valley: Hardware- und Virtual-Reality-Startups sind der heiße Scheiß!

Teresa Hammerl: „VR wird 2016 also verstärkt in den Alltag der Menschen Einzug halten!“ (Foto: Lukas Fittl)
Teresa Hammerl: „VR wird 2016 also verstärkt in den Alltag der Menschen Einzug halten!“ (Foto: Lukas Fittl)

Als „The Next Big Thing“ hier im Valley gelten derzeit vor allem Hardware- und Virtual-Reality-Startups. Der im Silicon Valley angesiedelte Accelerator Y-Combinator holte sich deswegen jüngst sogar Luke Iseman als neuen „Director of Hardware“ zu sich. Iseman schrieb dazu im August: „Wir haben aktuell 22 Firmen in unserem Programm und Nutzer werden viele deren Produkte in den nächsten zwölf Monaten verwenden.”

Auch von „Robo Wunderkind“, einem Robotics- und Coding-Kit für Kinder, wird man im nächsten Jahr hören. Der Auslieferungstermin ist für 2016 festgesetzt. Getroffen habe ich die Köpfe dahinter bereits beim TechCrunch-Disrupt-Event in San Francisco. Ebenso in San Francisco lief ich Katharina Unger über den Weg. Sie arbeitet am Hardware-Startup „Livin Farms“, das 2016 eine essbare Mehlwurm-Farm anbieten wird. Beide Projekte nahmen am Hardware Accelerator HAX teil, der in Shenzhen, China und San Francisco stationiert ist.

Interessant werden wird 2016 vor allem auch im Hinblick auf Facebook-CEO Mark Zuckerberg große Wette, die er im Juni diesen Jahres verlautbarte. Für ihn ist Virtual-Reality „die nächste große Computing- und Kommunikationsplattform”. Das von Facebook gekaufte Startup „Oculus VR“ bringt die Rift-VR-Brille im ersten Quartal 2016 auf den Markt. Dann wird auch Sony seine PlayStation-VR-Lösung ausliefern. Beim kalifornischen Virtual-Reality-Startup „Jaunt“ gab es in der Zwischenzeit im September diesen Jahres gute News – sie konnten eine 65 Million Dollar Finanzierung, unter anderem von Disney, aufstellen.

VR wird 2016 also verstärkt in den Alltag der Menschen Einzug halten. Dort wo ebenso Hardware-Startups smarte Lösungen für den Alltag bieten und nicht nur mit Hilfe von Wearables das Leben erleichtert wird.

Teresa Hammerl ist Silicon-Valley-Korrespondentin, schreibt für unterschiedliche Print- und Online-Medien über Technologie, Startups und Social Networks. Sie ist außerdem Co-Founderin von Fillmore.at, dem Magazin für Wirtschaft, Innovation und Lifestyle, das den Wissensaustausch zwischen dem Silicon Valley und dem deutschsprachigen Raum fördert. Teresa könnt ihr leicht auf Twitter folgen.

Web-Video: Etablierte TV-Sender werden zur Konkurrenz von YouTubern

Manniac: „2016 wird einmal mehr das Jahr aller Videoplattformen – AUSSER für YouTube!“ (Foto: M)
Manniac: „2016 wird einmal mehr das Jahr aller Videoplattformen – AUSSER für YouTube!“ (Foto: M)

2016 wird einmal mehr das Jahr aller Videoplattformen – AUSSER für YouTube. Natürlich wird trotzdem jeder über YouTube reden. Die wirklich interessanten Dinge spielen sich aber an den Fronten ab, die das Unternehmen seit 2012 vernachlässigt: Dort, wo das Spontane passiert. Dort, wo Videos noch viral gehen und wo sie vertikal oder in ungewöhnlichen Formaten laufen. Auch dort, wo Metadaten keine Arbeit mehr erfordern. Aber auch dort, wo Qualität und Produktionsbudget steigen und daher bessere Verdienstmöglichkeiten entstehen.

Nächstes Jahr wird zudem Facebook-Video zeigen müssen, dass sie auch ohne geklaute Videoinhalte echte Reichweite erzielen können, und ich denke, das wird ihnen gelingen – nicht zuletzt, weil die bisherige „Freebooting“-Praxis nur halbherzig verhindert wurde und ihnen dabei half, die Zuschauer und Creator auf sich aufmerksam zu machen. 2016 muss zudem Snapchat zeigen, ob eine Video-Content-App ohne Archiv und integrierter Follower-Suche profitabel sein und gegen garantiert neu auftauchende Konkurrenz bestehen kann.

Etablierte TV-Sender, die erst seit kurzem die Reichweiten der Online-Stars realisiert haben, werden übrigens im kommenden Jahr dank ihrer Infrastrukturen, ihrer Erfahrung im Umgang mit Künstlern und Vermarktungsstrategien sowie aufgrund ihrer einzahlenden Reichweite aus dem linearen Fernsehen, zur ernsthaften Konkurrenz von YouTubern. Schon jetzt sind einige der bekanntesten Online-Stars auch regelmäßige Gäste in Kino- und TV-Produktionen. Gleichzeitig wird es für unbekannte, doch nicht weniger begabte Künstler, immer schwerer, sich einen Platz an der YouTube-Spitze zu erobern. Für sie werden Nischen interessant – beispielsweise auf Snapchat oder auf ganz neuen Videodiensten, die uns 2016 mit unerwarteten Eigenschaften überraschen.

Manniac lebt seit Jahren im Internet. Um davon abzulenken, dass er kein Real Life hat, produziert er lustige Videos und Animationen sowie Kurz-Dokus über Fukushima und Roadtrips durch Australien. Am häufigsten findet man ihn auf YouTube und Twitter, aber man kennt ihn auch von anderen Plattformen wie Snapchat, Facebook, Instagram und Tumblr. Mit über 265.000 Abonnenten gehört sein YouTube-Kanal „Manniacmind“ zu den meist abonnierten in Deutschland. Seine Videos wurden mehr als 20 Millionen mal gesehen.

Journalismus: 2016 wird das Jahr der Rückbesinnung und der Vielfalt

Nadia S. Zaboura: „Wir brauchen den echten, öffentlichen Diskurs – und dafür den ethischen Journalismus als vierte Gewalt!“ (Foto: NSZ)
Nadia S. Zaboura: „Wir brauchen den echten, öffentlichen Diskurs – und dafür den ethischen Journalismus als vierte Gewalt!“ (Foto: NSZ)

Ich sehe vier große Trends für den Journalismus im Jahr 2016. Während sich Verlagsstrategen, Internetplattform-Anbieter und Politiker in Brüssel und Berlin darüber streiten, wer welche Inhalte ausspielen, weiterverwerten und zensieren darf, beobachten wir in 2016 die Rückeroberung des „Journalisten“-Begriffs. Eine neue Klasse von Aufklärern verschreibt sich der Erkenntnis und der eigenen Moral. So werden sich im neuen Jahr Journalisten, die ihren Beruf ethisch verstehen und anpacken, neu zusammenschließen und verbünden – gleich welchen Alters, Geschlechts und Mediums, ob Printler, Blogger, Radiomacher oder TV-Profi.

Im neuen Jahr treiben auch weitere Entlassungswellen zahlreiche Journalisten aus den Verlagen. Einige schließen sich freien Journalistenkollektiven und Recherchebüros wie Correct!v an. Die Finanzierungsformen sind gemischt (Privatinvestoren, Mäzene, Crowd) und die Themen bestimmen die Macher gemeinsam mit den Lesern – meist lebensnah, oft regional. Politische Akteure sind gut beraten, in 2016 die Gemeinnützigkeit des Journalismus für diese Verbünde gesetzlich neu festzuschreiben: klar geregelt und einfach umsetzbar.

Außerdem steht die Story 2016 im Vordergrund, nicht der Kanal. Vorausschauende Medienmarken haben das längst verstanden und ihre Teams mit Talenten ergänzt, die experimentierfreudig sind und plattformübergreifend denken. Die starren Systeme der Öffentlich-Rechtlichen geraten dabei zunehmend unter Druck. Nur wenn diese sich Neudenker und Nachwuchs ins Haus holen und sie mitten im System wirken lassen, können sie die eigene Legitimität aufrecht erhalten und ihren Auftrag erfüllen: die freie Meinungsbildung, die öffentliche Darstellung und Diskussion demokratischer Grundwerte.

Die Zahl der Angriffe auf Journalisten steigt, 2016 werden gemeinsame Schutzstrategien entwickelt werden müssen. Zeitgleich sehen wir vielseitiger besetzte Redaktionen: Journalistinnen und Journalisten mit und ohne Migrationshintergrund werfen einen vielfältigeren Blick auf die Welt, als homogene Gruppen es vermögen. Klar ist: Medienmarken, die Diversität verhindern, sind der Vielschichtigkeit unserer Zeit, unserer Kulturen und unserer Zukunft nicht mehr gewachsen.

VDS, Populismus, TTIP, Klimawandel: Die deutsche Demokratie und Gesamteuropa haben ein herausforderndes Jahr vor sich. Wir brauchen den echten, öffentlichen Diskurs – und dafür den ethischen Journalismus als vierte Gewalt.

Nadia S. Zaboura ist freie Politik- und Kommunikationsberaterin. Zu ihren Kunden zählen Ministerien, Verbände und Unternehmen der Medien- und Kreativwirtschaft. Sie vernetzt themenübergreifend – als Kuratorin,  Referentin und Moderatorin von Kongressen und Fach-Tagungen (SXSW Interactive, Gamescom Congress, CREATIVE.HEALTH). Seit 2012 ist Nadia S. Zaboura Jurorin des „Grimme Online Award“, seit 2013 Jurorin des „Deutschen Radiopreis“, seit 2015 Evaluatorin der Europäischen Kommission. Ihr Portfolio und ihre Texte finden sich unter Zaboura.de.

Public Relations: Alles bleibt wie immer – mit einer extra Portion Relations

Anna-Lena Müller: „Beziehungen gilt es 2016 nachhaltig und strategisch zu pflegen – digital und analog!“ (Foto: ALM)
Anna-Lena Müller: „Beziehungen gilt es 2016 nachhaltig und strategisch zu pflegen – digital und analog!“ (Foto: ALM)

Public Relations funktioniert heute und auch in Zukunft nur auf Basis von Dialog und Beziehungen – einzig wandeln sich die Werkzeuge, Plattformen sowie Ansprechpartner und damit einhergehend die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten von Pressesprechern.

PR-Manager müssen sich deshalb weiterhin regelmäßig mit internen und externen Zielgruppen austauschen und innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens als kompetenter Botschafter auftreten. Neben klassischer Pressearbeit gehört dazu unter auch das Sichtbarwerden und Interagieren auf branchenfremden Konferenzen und im Social Web. Beschleunigt durch die anhaltende Digitalisierung und neue Plattformen bleibt PR wortwörtlich Public Relations. Diese Beziehungen gilt es 2016 nachhaltig und strategisch zu pflegen – digital und analog!

Innerhalb von Unternehmen geht es für Pressesprecher 2016 deshalb darum, Verständnis für die Öffentlichkeitsarbeit in Zeiten von Social Media und dem Web zu schaffen und über neue Kommunikationsformen und -formate zu informieren. PRler müssen demnach intern weiter Aufklärungsarbeit leisten, wie Themen kontextbasiert über geeignete Kanäle bei der entsprechenden Zielgruppe ankommen – und zwar nachhaltig. Sie müssen ihre Stakeholder beraten und sie befähigen auf der jeweiligen Plattform angemessen zu kommunizieren.

Daneben werden wir erleben, dass Pressesprecher selbst – anders als früher – verstärkt öffentlich auftreten und wahrgenommen werden. Genauso wie Journalisten und Influencer zu Medienmarken werden, wird sich auch das Berufsbild von Pressesprechern personalisieren. PR-Manager werden künftig über ihre Funktion als Unternehmenssprecher hinaus eine Rolle spielen.

Die Herausforderung von PR liegt bedingt durch die Veränderungen der Kommunikationswelt in der Messbarkeit von Erfolgen sowie in der Abgrenzung von den Maßnahmen der Marketingkollegen, mit denen man sich beispielsweise Social Media Plattformen teilt. Zugegeben, das alles ist nicht der neuste heiße Sch***, aber so schnelllebig und kleinteilig Kommunikation im digitalen Zeitalter ist, umso wichtiger wird es sein, sich mit neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten an die Kernkompetenz von Öffentlichkeitsarbeit zu erinnern, Public Relations.

Anna-Lena Müller pressespricht als Communications-Manager bei Microsoft Deutschland. Sie beschäftigt sich mit den Chancen und Auswirkungen aus dem Neuland für Wirtschaft und Gesellschaft. Als @froileinmueller zwitschert sie unsortiert über Digitales und Analoges, Wesentliches und Unwesentliches.

Übrigens: Wer einmal abgleichen möchte, ob die Experten aus 2015 richtig lagen mit ihren Prognosen, kann gerne auch noch einmal einen Blick in die Mega-Trends 2015 werfen.

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Andreas Weck
Kim Dotcom wird an die USA ausgeliefert: Umstrittenem Unternehmer drohen 20 Jahre Haft http://t3n.de/news/kim-dotcom-usa-ausgeliefert-megaupload-667317/ 2015-12-23T08:59:46Z
Ein neuseeländisches Gericht hat entschieden, dass Kim Dotcom wegen Urheberrechtsverletzungen in die USA ausgeliefert werden darf. Dort drohen dem Gründer der File-Sharing-Plattform Megaupload bis …

Ein neuseeländisches Gericht hat entschieden, dass Kim Dotcom wegen Urheberrechtsverletzungen in die USA ausgeliefert werden darf. Dort drohen dem Gründer der File-Sharing-Plattform Megaupload bis zu 20 Jahre Haft.

Gerichtsentscheidung: Kim Dotcom darf an die USA ausgeliefert werden. (Foto: William Stadtwald Demchick Lizenz: CC BY 3.0)
Gerichtsentscheidung: Kim Dotcom darf an die USA ausgeliefert werden. (Foto: William Stadtwald Demchick Lizenz: CC BY 3.0)

Es wird ernst für Kim Dotcom: Gericht erlaubt Auslieferung an die USA

Nach neunwöchiger Anhörung hat ein Gericht im neuseeländischen Auckland die Auslieferung von Kim Dotcom an die USA genehmigt. Dort soll er wegen Urheberrechtsverletzungen, Geldwäsche und Betrugs angeklagt werden. Dem ehemaligen Megaupload-Chef drohen dann bis zu 20 Jahre Haft.

Das Gericht in Auckland musste darüber entscheiden, ob die Anschuldigungen der US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden stichhaltig sind. In der Urteilsverkündung sprach das Gericht von einer „überwältigenden“ Beweislage. Bevor das neuseeländische Justizministerium endgültig über die Auslieferung entscheidet, soll jedoch abgewartet werden, ob der als Kim Schmitz geborene Kim Dotcom Berufung einlegen wird. Dotcom hat schon angekündigt, diesen Schritt gehen zu wollen.

Kim Dotcom: Megaupload soll Unternehmen 500 Millionen US-Dollar gekostet haben

Durch Kim Dotcoms ehemalige File-Sharing-Plattform Megaupload sollen Herstellern von Filmen, Musik und Software Verluste von 500 Millionen US-Dollar entstanden sein. Gleichzeitig schätzt das FBI, dass das Unternehmen 175 Millionen US-Dollar an den Urheberrechtsverletzungen verdient hat.

Für Kim Dotcom ist das nicht die erste Auseinandersetzung mit dem Gesetz. Der umstrittene Unternehmer wurde unter anderem wegen Computerbetrugs und Untreue verurteilt. Einer längeren Haftstrafe konnte Dotcom bislang allerdings entgehen.

via www.tagesschau.de

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Kim Rixecker
Die wichtigste Infografik des Tages! Das essen Zuckerberg, Dorsey & Co. zum Frühstück http://t3n.de/news/wichtigste-infografik-tages-zuckerberg-startups-655241/ 2015-11-11T09:51:47Z
Ihr kennt Dutzende Weisheiten von Mark Zuckerberg, verbringt eure Freizeit genau wie Elon Musk, habt euch Marotten von Jeff Bezos abgeschaut, aber seid noch immer keine mega erfolgreichen …

Ihr kennt Dutzende Weisheiten von Mark Zuckerberg, verbringt eure Freizeit genau wie Elon Musk, habt euch Marotten von Jeff Bezos abgeschaut, aber seid noch immer keine mega erfolgreichen Unternehmer? Kein Wunder! Bislang fehlte euch das wohl wichtigste Teil des Puzzles: das richtige Frühstück.

Erfolg durch Imitation oder „Warum bin ich immer noch nicht der neue Zuckerberg?“

Irgendwas mache ich falsch! Genau wie Jack Dorsey wandere ich jeden Samstag durch die Walachei, dabei mag ich das nicht mal sonderlich. Anschließend denke ich richtig viel über Balance nach. Warum, ist mir nicht ganz klar, aber Nike-CEO Mike Parker macht das auch, also muss ja was dran sein. Danach wird Yoga gemacht, wobei ich mir einigermaßen albern vorkomme, weil ich nicht sonderlich gelenkig bin. Allerdings wird sich die Huffington-Post-Gründerin Arianna Huffington nicht ohne Grund verbiegen – und was gut für einige der erfolgreichsten Tech-Unternehmer der Welt ist, kann für mich auch nicht schlecht sein.

Okay, ein erfolgreiches Startup habe ich noch nicht gegründet, aber dafür bleibt auch noch Zeit, wenn ich erst mal sämtliche Buchempfehlungen von Bill Gates, Larry Page und Sam Altman durchgeackert habe. Anschließend lerne ich noch auswendig, welche Dinge ich laut Steve Jobs, Elon Musk und Richard Branson definitiv niemals, nie, nie, nich‘ machen sollte – und halte mich selbstredend daran. Die Sache mit dem eigenen Unternehmen kommt dann vermutlich von alleine.

Die Vorbild-Falle: Der Personenkult um erfolgreiche Startup-Gründer

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es einen gewissen Personenkult um erfolgreiche Gründer gibt. Natürlich kann es nicht schaden, sich mit den durchaus klugen Leitsätzen von Menschen wie Guy Kawasaki oder Peter Thiel zu beschäftigen. Inspiration ist eine gute Sache, aber das Wissen über Mark Zuckerbergs Tagesablauf macht euch genauso wenig zu einem erfolgreichen Gründer wie die Einnahme von Drogen zum Rockstar. Oder vielleicht doch?

Um Erfolg zu haben, braucht es nach wie vor eine überzeugende Vision und vor allem harte Arbeit sowie eine ordentliche Portion Glück. Diese Dinge findet ihr in keiner Infografik, zumindest ist uns noch keine über den Weg gelaufen. Aber sei‘s drum, wer trotzdem wissen will, was Unternehmer wie Mark Zuckerberg oder Jack Dorsey zum Frühstück essen, der findet die Antwort unterhalb dieses Artikels. Alle anderen arbeiten derweil an ihrem MVP.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Endlich aufgeklärt: Das essen erfolgreiche Gründer zum Frühstück. (Infografik: Make it cheaper)
Endlich aufgeklärt: Das essen erfolgreiche Gründer zum Frühstück. (Infografik: Make it cheaper)

via blog.hubspot.com

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Kim Rixecker
Dann bau ich mir halt mein eigenes Internet! Kim Dotcom und die Idee hinter seinem MegaNet http://t3n.de/news/meganet-kim-dotcom-653185/ 2015-11-03T15:31:15Z
Mit MegaNet will Kim Dotcom eine dezentrale Alternative zum Internet aufbauen. Wir verraten euch, was hinter den Plänen steckt.

Mit MegaNet will Kim Dotcom eine dezentrale Alternative zum Internet aufbauen. Wir verraten euch, was hinter den Plänen steckt.

MegaNet: Kim Dotcom plant Alternative zum Internet

Unternehmer, Hacker, Musiker, vermeintlicher Terroristenjäger – und immer wieder im Fadenkreuz der Justiz: Langeweile kommt jedenfalls nicht auf, wenn man sich mit dem Lebenslauf von Kim Schmitz alias Kim Dotcom beschäftigt. Ein Freund kleiner Auftritte war der Mann nie, dessen letzte Unternehmungen alle das Wort „Mega“ im Namen trugen. Und so verwundert es auch nicht, dass sich Kim Dotcom wieder an etwas Großes wagt. Diesmal soll es um nichts Geringeres als eine Alternative zum Internet gehen.

Kim Dotcom: MegaNet soll als Alternative zum Internet fungieren. (Foto: Sam Churchill / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Kim Dotcom: MegaNet soll als Alternative zum Internet fungieren. (Foto: Sam Churchill / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Der Name des Projekts, auch hier keine Überraschung, soll MegaNet lauten. Wie genau das technisch funktionieren soll, bleibt vorerst im Dunkeln. Im Rahmen der Startup-Konferenz SydStart hat Dotcom immerhin grundlegend erklärt, was hinter MegaNet steht. Zum einen gibt es keine IP-Adressen, sämtlicher Verkehr wird verschlüsselt und alles baut auf einer „schnellere Version“ des Bitcoin-Blockchains auf. Tatsächlich soll die genutzte Verschlüsselung durch keinen Supercomputer geknackt werden können, so Kim Dotcom.

MegaNet: Neue Vaporware von Kim Dotcom?

MegaNet soll in einem Jahr an den Start gehen. Im Januar 2016 soll es eine Seed-Finanzierungsrunde geben. Nach Vollendung des ersten Prototyps soll es darüber hinaus auch eine Crowdfunding-Kampagne geben. Bis dahin sollten dann aber doch etwas mehr Details zur Arbeitsweise von MegaNet veröffentlicht werden. Immerhin will hier jemand Geld einsammeln, der nicht zuletzt auch wegen Untreue schon rechtskräftig verurteilt wurde. Kim Dotcom glaubt allem Anschein nach aber an sein neues Projekt und verspricht sich schon im ersten Jahr nach der Einführung 100.000 Nutzer. Bis dahin dürfte etwas Skepsis aber durchaus angebracht sein.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Baboom: Kim Schmitz‘ dreiste Antwort auf Spotify und iTunes“.

via cointelegraph.com

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Kim Rixecker
3 Startups der Publishing-Branche, von denen wir noch hören werden http://t3n.de/news/3-startups-publishing-branche-647736/ 2015-10-17T14:00:35Z
Die Frankfurter Buchmesse bemüht sich seit einigen Jahren verstärkt um Startups. Grund genug, sich auf dem Mega-Event nach Publishing-Ideen umzugucken und euch drei junge Unternehmen vorzustellen, …

Die Frankfurter Buchmesse bemüht sich seit einigen Jahren verstärkt um . Grund genug, sich auf dem Mega-Event nach Publishing-Ideen umzugucken und euch drei junge Unternehmen vorzustellen, deren Ideen uns wirklich begeistert haben.

Startups im Publishing-Bereich: Die Auswahl ist klein

Es ist kein Zufall, dass die Frankfurter Buchmesse mit dem House of Startups ein eigenes Programm für Startups der Publishing-Branche ins Leben gerufen hat. Und es ist kein Zufall, dass die drei Gründer, die für eine Woche eine Wohngemeinschaft bilden, nicht aus dem klassischen Verlagsgeschäft kommen. Startups aus dieser Branche sind nach wie vor selten, doch die Schnittmengen werden größer und das Interesse aneinander wächst.

Auch auf der Buchmesse selbst gibt es immer mehr Bereiche und Angebote für Startups, sich zu präsentieren. Wir haben uns deshalb auf den rund 160.000 Quadratmetern umgeguckt und stellen euch drei Projekte vor, die Zukunft haben dürften.

1. Plötz & Betzholz: Der Nicht-Verlag

Plötz & Betzholz sind ein gutes Beispiel für erfolgreiche Startups im Publishing-Bereich. (Screenshot: plötz-betzholz.de)
Plötz & Betzholz sind ein gutes Beispiel für erfolgreiche Startups im Publishing-Bereich. (Screenshot: plötz-betzholz.de)

„Wer schauspielern, singen oder unterhalten will, muss ins Fernsehen? Blödsinn.“

„Wir sind der Verlag für alle, die keinen Verlag brauchen“, sagen Felix Plötz und Dennis Betzholz über sich. Die beiden Gründer, die mit ihrem Crowdfunding-Buch „Palmen in Castrop-Rauxel“ 2014 für einiges Aufsehen sorgen, haben aus dem Projekt ein Unternehmen gemacht.

Ihr Konzept: Plötz und Betzholz bieten ein „Rundum-Sorglos-Paket“ – von Co-Autoren, die beim Schreiben eines Buchs helfen können, über Druck, Layout, Covergestaltung, Lektorat oder Produktion bis hin zum Vertrieb. Und: Statt der verlagsüblichen zehn Prozent bekommen Autoren bis zu 30 Prozent Beteiligung. Und sie versuchen, völlig neue Zielgruppen zu erschließen: „Du bist YouTuber. Du hast eine große Fangemeinde. Du willst ein Buch herausbringen, auf das deine Fans warten. Aber du weißt nicht, wie? Dir fehlt die Zeit, das Know-how? Oder die Gewinnbeteiligung, die dir einer der großen, grauen Verlage anbietet, erscheint dir zu Recht zu mickrig?“ Hier wollen die beiden einspringen: „Wir sind ein Verlag. Weil wir Bücher verlegen. Und nicht, weil wir uns ein protziges Verlagsgebäude leisten oder einen gewaltigen Kostenapparat hinter uns herschleppen.“

Diese Herangehensweise an das Verlagsgeschäft hat nicht nur die Frankfurter Buchmesse überzeugt, die dem Startup 2015 eine Wildcard ausgestellt hat, auch die Ullstein-Buchverlage scheinen Gefallen an diesen Ideen gefunden zu haben und sind im August eine Vertriebskooperation mit den im rheinischen Bad Honnef ansässigen Gründern eingegangen. „Stars werden im TV geboren. Und Bücher von Verlagen gemacht“, schreiben die beiden auf ihrer Homepage. Doch wir haben 2015. „Die Zeiten ändern sich.“ Nur der Name, der klingt immer noch nach klassischem Verlag.

2. Squirl: Welche Geschichte gibt es wo?

Squirl – eine „location-based book discovery app“. (Bild: Squirl)
Squirl – eine „location-based book discovery app“. (Bild: Squirl)

„Deine nächste Geschichte könnte buchstäblich um die Ecke auf dich warten.“ Mit diesem Satz versuchen die Squirl-Gründer kurz und bündig zu erklären, was ihre App ist: eine „location-based book discovery app“. Mit anderen Worten: Nutzer können sich per Device-GPS orten lassen und dann in der App nachschauen, welche Geschichten an diesem Ort oder einem Ort in der Nähe spielt.

Klickt sich der Leser in eine Geschichte hinein, kann er genau an dem Ort starten, an dem er gerade steht. Daneben bietet die App auch Autoren und Verlagen Möglichkeiten an, ihre Inhalte anzureichern und beispielsweise Figuren mit bestimmten Orten zu verknüpfen. Und: Sie will eine Community sein, die ein Band zwischen Lesern und Autoren knüpft. Aktuell ist die App für iOS verfügbar. Jetzt müssen nur noch weitere Plattformen – und Geschichten aus Deutschland – dazukommen.

3. StoryDOCKS: Brutkasten für Startups im Publishing-Bereich

Till Weitendorf und Michael Adam. (Foto: storyDOCKS)
Till Weitendorf und Michael Adam. (Foto: storyDOCKS)

„Wir verstehen uns als Innovations-Schmiede und Company-Builder zugleich.“

Zugegeben, so ein richtiges Startup ist StoryDOCKS eigentlich nicht. Und doch gehört das Tochterunternehmen des Oetinger-Verlags in diese Liste. Denn: Das Projekt soll „ein Brutkasten für Startups rund um das digitale Storytelling“ werden. „Wir verstehen uns als Innovationsschmiede und Company-Builder zugleich“, so Verleger Michael Adam. Und eine erste Beteiligung kann Storydocks auch schon vermelden: Readio aus Karlsruhe, ein Startup, das eine Technologie für responsives Lesen entwickelt hat.

Die Mission von StoryDOCKS liest sich dabei eigentlich ziemlich einfach: „Fesselnde digitale Stories erzählen und diese für heterogene Zielgruppen attraktiv machen“. Neben Adam und Till Weitendorf, die StoryDOCKS leiten werden, soll ein Team aus Entwicklern, Business-Analysten, Developern und Marketingexperten daran arbeiten, Marken und Geschäftsmodelle aufzubauen, „die sich in den Köpfen von Kunden verankern und langfristig am Markt bestehen“. Wir sind gespannt, wie das aussehen wird.

Die Reise zur Frankfurter Buchmesse erfolgte auf Einladung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

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Florian Blaschke
Der neue Apple-Campus von oben: Drohnen-Video zeigt Aufnahmen von der Mega-Baustelle http://t3n.de/news/apple-campus-von-oben-drohnen-video-637124/ 2015-09-04T09:45:07Z
Vier Minuten in der Luft über dem neuen Apple-Campus. Seit dem Baubeginn hat sich viel getan. Mit einer Drohne zeigt ein Amerikaner monatlich den Baufortschritt des Riesen-Bauprojekts.

Vier Minuten in der Luft über dem neuen Apple-Campus. Seit dem Baubeginn hat sich viel getan. Mit einer zeigt ein Amerikaner monatlich den Baufortschritt des Riesen-Bauprojekts.

Nachdem noch 2009 den neuen Apple-Campus angekündigt hatte und viel Zeit mit der Planung ins Land gezogen ist, sind die Bauarbeiten seit einigen Monaten im vollen Gange. Wie so eine Mega-Baustelle aussieht, zeigen die monatlichen Drohnen-Videos von Duncan Sinfield.

Ein Rundflug über den neuen Apple-Campus: So sieht die Baustelle aktuell aus

12.000 Personen soll der neue Apple-Campus beherbergen. Der Bau, der einen Großteil seiner Energie über Solarflächen auf dem Dach bekommen soll, ist ein Mega-Bauprojekt mitten in Cupertino. Neben dem großen runden Gebäude sollen etwa 1.000 Bäume ihren Platz auf dem Gelände finden. Vor zwei Jahren gab es detaillierte Modelle des Baus und im letzten Jahr hat der Stadtrat von Cupertino den Bau des Apple-Campus 2 genehmigt.

Duncan Sinfield fliegt mit seiner DJI Inspire 1 jeden Monat einmal über die Baustelle und hält die Fortschritte fest. Spannend sind dabei auch die Vergleiche, die er zu den jeweiligen Vormonaten zieht und mit Bildern belegt. Das aktuelle Video aus dem September zeigt knapp vier Minuten den Campus, von den Tiefgaragen über das Event-Center bis zum Bürobau.

Fertiggestellt sein soll der neue Apple-Campus 2016, bis dahin wird uns Duncan Sinfield sicher noch viele spannende Videos vom Fortschritt zeigen, der bis dahin noch passieren muss, damit alle Apple-Mitarbeiter das Gebäude beziehen können.

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Johannes Schuba
Startup-News: Deutscher Mega-Investor macht 350 Millionen Euro für Startups locker http://t3n.de/news/startup-news-25-635581/ 2015-09-01T07:58:06Z
AOL übernimmt ein Messenger-Startup, in Berlin zeichnet sich ein Möbelkrieg ab und ein deutscher Gründer spricht offen über sein Scheitern. Das und mehr in den heutigen Startup-News.

AOL übernimmt ein Messenger-Startup, in Berlin zeichnet sich ein Möbelkrieg ab und ein deutscher Gründer spricht offen über sein Scheitern. Das und mehr in den heutigen Startup-News.

Mega-Investor Klaus Hommels legt 350 Millionen für Startups auf

Er war früh an Facebook, Xing und Skype beteiligt und zählt zu den Top-Adressen in der europäischen Risikokapital-Szene: Der deutsche Investor Klaus Hommels hat für seine Beteiligungsgesellschaft Lakestar 350 Millionen Euro eingesammelt, wie die Financial Times berichtet. Das Interesse am Fond hätte nach Angaben von Hommels sogar noch für viel mehr Geld gereicht. Von einem Volumen in Höhe von „mehr als 600 Millionen Euro“ ist die Rede.

Startup-News: Klaus Hommels auf der TechCrunch Disrupt. (Foto: Flickr)
Startup-News: Klaus Hommels auf der TechCrunch Disrupt. (Foto: Flickr)

Investieren will Hommels, dessen Firma ihren Hauptsitz in Zürich hat, in alle denkbaren Technologie-Bereiche und mit Tickets in allen Größenordnungen – „von 500.000 bis 50 Millionen US-Dollar“, erklärte Hommels gegenüber dem Wirtschaftsblatt. Am Fond sind unter anderem auch Axel Springer und die ProSiebenSat.1-Gruppe beteiligt. Beide Digitalkonzerne hatten jüngst verkündet, bei der Startup-Förderung enger zusammenarbeiten zu wollen.

Möbel-Startups: Movago und Movinga erhalten Millionenbetrag

Frisches Kapital für zwei Möbel-Startups aus Berlin: Movago und Movinga haben jeweils Millionenbeträge in siebenstelliger Höhe erhalten. Das berichtet Gründerszene.

Nicht nur die Namen, sondern auch Idee und Geschäftsmodell der Unternehmen haben viele Gemeinsamkeiten. Sowohl Movago als auch Movinga wollen den Markt für Umzüge umkrempeln. Dazu bieten sie eine Plattform an, die Umzugsaufträge an Partnerunternehmen vermittelt. So sollen einerseits Überkapazitäten abgebaut werden, andererseits sollen Kunden so auch von Rabatten profitieren.

Startup-News: AOL kauft Messenger-Startup Kanvas Labs

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(Foto: Jason Persse / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Der Internetpionier AOL hat das Messenger-Startup Kanvas Labs übernommen. Das berichtet TechCrunch und beruft sich auf eine von AOL veröffentlichte Pressemitteilung. Über die Kaufmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Kanvas Labs bietet unter anderem eine App an, mit der Nutzer animierte GIFs per Messenger verschicken können. Zudem hat das Startup eine App für den Facebook-Messenger entwickelt, die die hauseigene Bildbearbeitungs-App Kanvas in den Messenger integriert. Alle Produkte sollen auch weiterhin für die rund eine Million Nutzer von Kanvas Labs zur Verfügung stehen.

Lesetipp: Wie Thomas Riedel mit seinem Medien-Startup „Nerdhub“ scheiterte

Mit Nerdhub wollte der deutsche Journalist und Blogger Thomas Riedel eine neuartige Kalender-Plattform entwickeln. Jetzt hat Riedel bekannt gegeben, die Plattform bis Ende September wegen finanzieller Schwierigkeiten einstellen zu wollen. Interessant ist der Schritt vor allem, weil der Gründer ungewohnt offen mit seinem Scheitern umgeht. In einem Blogeintrag erklärt er die Gründe, darin heißt es unter anderem:

„Die Gründe für die Einstellung von Nerdhub sind hauptsächlich finanzieller Art. Leider ist es nicht mehr möglich Nerdhub in dieser Form weiter zu finanzieren. Das liegt daran, das ich nicht in der Lage war genügend Kunden für unsere Produkte zu akquirieren. Das ist eindeutig mein Versagen und daher scheitert das Projekt auch an meiner Unfähigkeit ein funktionierendes Geschäftsmodell zu finden.“

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere News-Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

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Daniel Hüfner