Mega | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Mega 2014-02-24T08:56:50Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/mega Mega-Deal mit Comcast: Netflix besiegelt das Ende der Netzneutralität http://t3n.de/news/netzneutralitaet-netflix-530450/ 2014-02-24T08:56:50Z
Um die ausreichend schnelle Übertragung von Filmen und Serien zu gewährleisten, schließt der Streaming-Anbieter Netflix einen wegweisenden Deal mit dem größten Internetprovider der USA....

Um die ausreichend schnelle Übertragung von Filmen und Serien zu gewährleisten, schließt der Streaming-Anbieter Netflix einen wegweisenden Deal mit dem größten Internetprovider der USA. Die Netzneutralität ist damit zumindest in den USA nicht mehr gewährleistet.

Netzneutralität adé: Netflix schließt Deal mit Comcast

Es hatte sich abgezeichnet, doch jetzt macht der größte Internetprovider der Vereinigten Staaten ernst: Comcast bittet den populären US-Streaming-Anbieter Netflix zur Kasse – um das horrende Datenaufkommen des Anbieters in Zukunft wieder schneller durch die Leitungen der Endkunden zu transportieren. Wie beide Parteien bestätigen, habe man dazu einen Deal geschlossen: „Comcast und Netflix haben eine Vereinbarung getroffen, die Breitband-Kunden von Comcast in den kommenden Jahren ein hochwertiges Netflix-Streaming-Erlebnis bietet“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Dem Deal waren monatelange Verhandlungen vorausgegangen.

Netzneutralität adé: Der US-Streaming-Gigant Netflix schließt einen teuren Deal mit dem US-Provider Comcast ab. Für mehr Geld gibt es schnellere Daten. (Bild: The Orcon UFB Blog)
Netzneutralität adé: Der US-Streaming-Gigant Netflix schließt einen teuren Deal mit dem US-Provider Comcast ab. Für mehr Geld gibt es schnellere Daten. (Bild: The Orcon UFB Blog)

Netflix erliegt dem Druck der Netzneutralitäts-Gegner

„Netflix sorgt für 30 Prozent des gesamten US-Internet-Traffics.“

Mit dem Deal erliegt Netflix als erstes Internetunternehmen förmlich dem wachsenden Druck der US-amerikanischen Netzbetreiber. Anbieter wie Comcast und Verizon monieren seit Langem das hohe und stetig steigende Datenaufkommen, das vor allem durch Videodienste wie YouTube oder Netflix verursacht wird. Sie fordern die Dienste deshalb dazu auf, dafür zusätzlich Gebühren zu bezahlen. Netflix ist aktuellen Untersuchungen zufolge allein in Stoßzeiten für rund 30 Prozent des gesamten US-amerikanischen Internettraffics verantwortlich. Wer Netflix-Kunde ist, kann eine große Auswahl an Filmen und Serien direkt über das Internet abspielen. Mit 90 Millionen Menschen nutzt fast ein Viertel der gesamten US-amerikanischen Bevölkerung das Angebot, die Tendenz: rasant steigend.

Dass diese Entwicklung den Netzbetreibern ein Dorn im Auge ist, zeichnete sich in den vergangenen Wochen bereits ab. Zahlreiche Nutzer beschwerten sich über spürbar gedrosselte Datengeschwindigkeiten, wenn sie sich Filme oder Serien über Netflix ansehen wollten. Inzwischen wird angenommen, dass die Netzbetreiber die Netflix-Daten – die auf Amazons Serverinfrastruktur AWS aufbauen – vorsätzlich ausgebremst haben. Comcast, Verizon und AT&T haben sich zwar nicht zu den Vorwürfen geäußert. Dass die Provider dieses Vorgehen aber als Druckmittel gegen den qualitätsbewussten Anbieter Netflix eingesetzt haben, gilt als wahrscheinlich.

Netzneutralität: In den USA Geschichte, in Europa auf der Kippe

Durch den jetzt geschlossenen Deal erhält Comcast mehr Geld, Netflix im Gegenzug wieder schnellere Datentransporte. Für das bislang geltende Prinzip der Netzneutralität bedeutet dies hingegen das vorläufige Ende – zumindest in den USA. bedeutet, dass alle Daten im Internet unabhängig ihrer Art und Herkunft mit der gleichen Geschwindigkeit und ohne gesteuerte Rangfolge durch die Leitungen der Netzbetreiber hin zu den Haushalten der Nutzer wandern. Durch ein neues Urteil in den USA sind Provider wie AT&T, Verizon und Comcast nicht mehr verpflichtet, diese Neutralität zu gewährleisten. Das hat weitreichende Folgen für die Internetwirtschaft: Während finanzkräftige Unternehmen wie Netflix, Google oder Apple problemlos mehr Geld für zuverlässige Datentransporte in die Hand nehmen können, haben kleinere Startups wohl das Nachsehen.

In Europa ist die Netzneutralität aktuell noch gegeben, doch auch das könnte bald anders aussehen. Noch im Laufe des heutigen Montags kommt das Europäische Parlament zusammen, um über einen Richtlinienentwurf zur Netzneutralität zu entscheiden. Wird die Netzneutralität nicht gesetzlich verankert, dürften in Zukunft auch deutschte Internetprovider wie die Deutsche Telekom ihre Pläne gedrosselter Datentransporte umsetzen.

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Daniel Hüfner
Es fährt ein Zug nach Nirgendwo: Darum wird Google Glass scheitern http://t3n.de/news/google-glass-scheitern-datenbrille-519809/ 2014-01-06T11:27:38Z
Kontextuelle Apps und Systeme – ein Mega-Trend, befeuert von der Dampflokomotive namens Google Glass. Durchbricht die extravagante Datenbrille aktuell noch Schranke um Schranke, ist der bremsende...

Kontextuelle Apps und Systeme – ein Mega-Trend, befeuert von der Dampflokomotive namens Google Glass. Durchbricht die extravagante Datenbrille aktuell noch Schranke um Schranke, ist der bremsende Prellbock in Wahrheit schon längst in Sicht. Die Gründe dafür, dass das Experiment so schnell nicht aufgehen kann, sind vielfältig.

Kontextuelle Daten: Der Traum vom unfehlbaren Helfer

Ein Samstag im Januar, ich friere. Es ist 14.30 Uhr. Nur noch eine Stunde bis Anpfiff, endlich Rückrundenstart der Bundesliga. Mit dicker Jacke, Fanschal und Brille gewappnet, mache ich mich auf den Weg zu meinem Auto. „Halt, Stopp!“, warnt mich eine weibliche Stimme irgendwo an meinem Kopf. „Auf der Strecke zum Stadion hat sich ein Unfall ereignet, es herrscht Stau und Glatteisgefahr. Nimm’ lieber die Bahn, hier ist deine schnellstmögliche Verbindung zum Stadion.“ Ein blinkender Fahrplan erscheint wie von Geisterhand vor meinem rechten Auge. In zehn Minuten kommt die Bahn, die Haltestelle ist etwa fünf Gehminuten entfernt. Alles klar, denke ich und will gerade die Wohnungstür hinter mir schließen als plötzlich noch eine virtuelle Wetterwolke vor meinem Auge erscheint: „Es sieht schwer nach Regen aus. Bitte vergiss' deinen Regenschirm nicht.“

Google Glass: So soll die Zukunft aus Sicht des Internetkonzerns aussehen. (Foto: Google)
Google Glass: So soll die Zukunft aus Sicht des Internetkonzerns aussehen. (Foto: Google)

Die Zukunft, so wie Google sie sich vorstellt, wird nicht kommen.

Es sind Szenarien wie diese, von denen die digitale Bohème nachts träumt. Auch Luca Caracciolo hat das vor kurzem in ähnlicher Weise beschrieben. Die Rede ist von kontextuellen Systemen, also Diensten, die uns mithilfe verschiedenster Datenkonglomerate den rechten Weg weisen. Kontinuierlich lernende Algorithmen, die sich alles merken. Die immer wissen was wir tun und tun werden. Die uns aufgrund unserer wiederkehrenden Gewohnheiten bald besser kennen als der Freund, mit dem wir am Wochenende zu einem Fußballspiel gehen. Was nach Zukunft klingt, wollen kontextsensitive wie Google Now, Apples Siri oder der Tempo Planer im Zusammenspiel mit intelligenter Hardware schon heute leisten.

Ein Mega-Trend, dessen Zugkraft sich erst jetzt – 2014 – richtig entfalten wird, so prognostizieren es Tech-Größen aus aller Welt: „Dinge […], die Kontexte nutzen […], werden uns verstärkt begleiten. In Zukunft wird es immer mehr solcher Systeme geben […]“, schreibt Robert Scoble. „2014 birgt beängstigende Möglichkeiten für kontextuelle Computersysteme“, ist sich Tech-Kolumnist Jason Hiner sicher. Und allein: „Wearable Devices“ – tragbare Computer, die kontextsensitive Dienste wie eine Dampflokomotive aus der Zukunft von morgen abholen und in die Bahnhöfe der Gesellschaft von heute bringen sollen. Jeder spricht davon: der Guardian, The New York Times, Wired – Branchenexperten sowieso. Wer all das liest, glaubt zu wissen: Hier versteckt sich das „nächste große Ding“, auf das die Welt nach Smartphone und Tablet sehnsüchtig wartet.

Google Glass als kontextueller Heilsbringer

Und tatsächlich: dieses „nächste große Ding“ gibt es bereits – und man trägt es in Form von Google Glass am Kopf. Seit anderthalb Jahren tüftelt der Suchkonzern in Zusammenarbeit mit Fans und Entwicklern an der High-Tech-Brille der nächsten Generation. Freihändig im Internet surfen, Fotos per Sprachbefehl aufnehmen, Videos mit einer Augenbewegung hochladen, überall zur richtigen Zeit die richtigen Informationen serviert bekommen. Immer mehr Menschen werden Teil des offiziellen „Explorer“-Programms zum Ausprobieren der Datenbrille. Im November erschien sie schon in zweiter Revision. Eingebaute Kopfhörer hat sie und sogar für klassische Brillenträger ist sie jetzt attraktiv. 10.000 Exemplare befinden sich aktuell im Umlauf und noch dieses Jahr soll sie endgültig auf den Markt kommen.

Warum das alles so schnell nicht funktionieren wird

Die Zukunft, so wie Google sie sich vorstellt, wird aber nicht kommen – zumindest nicht so schnell. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in diesem Jahr. So sehr sich die Tech-Presse bisweilen auch in Euphorie und Lob zur Google Glass verliert – es ist noch zu früh. Die Lokomotive wird sich verspäten, wenn nicht sogar am Bahnhof der Gesellschaft vorbeirauschen oder an einem Prellbock zerschellen. Und dafür gibt es aus Sicht der Endverbraucher gute Gründe:

1. Die Batterielaufzeit fährt der Brille hinterher

Nutzer lieben lange Batterielaufzeiten, doch die gibt es nicht. Woran sich Hersteller von Smartphones und Tablets seit Jahren die Zähne ausbeißen, wird vorerst auch scheitern. Mit dem Versprechen, Google Glass halte bei „normaler Nutzung“ bis zu einem Tag durch, liegt die Google-Spitze um Sergey Brin doch gewaltig daneben. Dem Vernehmen nach ist für die Datenbrille meistens schon nach wenigen Stunden Schluss. Glass-Passionist Robert Scoble, der das Gerät nicht einmal zum Duschen abnimmt, spricht sogar von maximal 45 Minuten im Videomodus. Klar ist: Die Akkutechnik fährt (immer noch) auf einem Nebengleis – und Google Glass dabei mit großem Rückstand hinterher.

2. Kontext? Welcher Kontext?

Google Glass könnte vor allem durch kontextsensitive Apps für eine Revolution sorgen. Das wird sie aber nicht. Die Brille versteht sich kaum auf situationsabhängige Datenabfragen. (Foto: Google)
Google Glass könnte vor allem durch kontextsensitive Apps für eine Revolution sorgen. Nur: die Brille versteht sich kaum auf situationsabhängige Datenabfragen. (Foto: Google)

Kontext, Kontext, Kontext. Obwohl Konzerne wie Nutzer davon träumen, sind die dafür notwendigen Datenbrücken (noch) zu kurz. Selbst Google, ein Konzern, dem seit Jahren das Image einer wütenden Datenkrake anhaftet, wird daran so schnell nichts ändern können. Denn bislang versteht sich Google Glass kaum oder wenn nur sehr rudimentär auf die kontextsensitive Übermittlung von Informationen. In dem Video (siehe oben) suggeriert Google zwar, dem Nutzer passende Informationen situationsabhängig (zum Beispiel die Länge der Brooklyn Bridge) anzuzeigen. Doch danach müssen Nutzer ihre Brille bisher noch selbst fragen – eine Abfrage von Orts- und Umgebungsinformationen im Sinne der Augmented Reality findet nämlich nicht statt. Echter Kontext sieht anders aus.

3. Die Kamera macht die Privatsphäre endlich (an)greifbar

So faszinierend Google Glass für Nerds und Tech-Geeks auch ist – Otto-Normalverbrauchern ist das reichlich egal, denn auf sie wirkt die Brille vor allem eines: abstoßend. Ein Grund dafür ist wenig überraschend die integrierte Kamera. Sie ist immer da, immer für andere sichtbar, immer auf Personen aus der unmittelbaren Umgebung gerichtet. Jederzeit in der Lage, unbemerkt ein Foto oder gar Video aufzunehmen.

Die allgegenwärtige Kamera von Google Glass: Ein essentielles Feature, das für Google aber zum Problem wird. (Foto: lawrencegs / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Anders als im Überwachungsskandal der NSA, der seit Sommer letzten Jahres die Medien beschäftigt – dessen Brisanz in den Köpfen der betroffenen Menschen aber bis heute nicht angekommen ist – macht Google Glass die Sensibilität unserer Privatsphäre erst wirklich greifbar. Das ist nicht nur die Erfahrung von Scoble, auch der Wired-Autor Mat Honan machte sich mit der Datenbrille in der Öffentlichkeit häufig unbeliebt. „ Glasshole“ hat sich deshalb schnell in der Szene als Schimpfwort etabliert. Dass es mit dem „Privacy Cover“ schon eine Schablone gibt, mit der sich die Kamera von Google Glass sicher verstecken lässt, darf als Ironie gewertet werden, die keine ist. Doch ist ohnehin fraglich, inwieweit Google mit seiner Brille aus datenschutz-rechtlicher Sicht durch grüne Lichtschranken fährt. Datenschützer aus aller Welt, darunter insbesondere europäische Kader fordern Transparenz vom Konzern, pochen in einem offenen Brief (PDF) auf die Notwendigkeit eines europaweit einheitlichen Rechtsrahmens. Bis der aber gefunden ist, könnten Jahre vergehen. Schlecht für Verbraucher, noch schlechter für Google.

4. Ein Design, (noch) fernab der Zeit- und Massenschiene

Zwar ist Google Glass seit Kurzem auch für Brillenträger denkbar, doch wirklich ansehnlich ist das nicht. (Foto: Google)
Zwar ist Google Glass seit Kurzem auch für Brillenträger denkbar, doch wirklich ansehnlich ist das nicht. (Foto: Google)

„My Problem with Google Glass is not about […] the camera, but with the actual design and execution of Glass. It is ugly and clunky and ridiculous expensive for what it does.“ Klare Worte, mit denen der renommierte Tech-Journalist John Gruber erst vor wenigen Tagen auf den Wired-Artikel von Mat Honan reagierte und das nicht alltagstaugliche Design der Datenbrille kritisiert. Vor allem aber schießt er gegen den Trend der tragbaren Computer im Allgemeinen. Das, was wir heute an smarten Uhren, intelligenten Armbändern und futuristischen Ringen sehen, ist im Ansatz ganz nett, am Ende aber doch nicht mehr als ein teures Testimonial für die Zukunft. Ein Versprechen, irgendwann einmal noch mehr Technik in noch weniger beziehungsweise noch besser aussehende Hardware pressen zu können. Bei Google Glass ist das nicht anders. 1.500 US-Dollar legen Fans auf den Tisch, um an eine Brille zu kommen, die außer technischen Spielereien kaum etwas zu bieten hat. Optisch auffällig und irgendwie klobig, auch wenn Google hier schon nachgebessert hat. Dennoch fährt Google Glass aktuell noch nicht auf dem Gleis der Masse.

Fazit: Google Glass sieht vorerst Rot

Wir halten fest: An Google Glass scheiden sich die Geister. Weckt die Datenbrille unter technik-affinen Nutzern große Hoffnungen, bleiben andere gegenüber der Revolution nicht unkritisch. Eine geringe Batterielaufzeit, kaum kontextbasierte Datenmechanismen und ein nicht alltagstaugliches Design bremsen Google Glass bislang noch aus. Vor allem aber steht der Datenbrille die äußerst strittige Kamera-Problematik im Weg. Solange Google keinen Weg findet, sich im Hinblick auf Datenschutz transparent zu zeigen oder zumindest optisch trennscharf zwischen „Kamera aus, Kamera an“ zu unterscheiden, ist die Akzeptanz-Schranke kaum zu durchbrechen. Genau das wird Google aber tun müssen, um die Brille profitabel in den freien Markt zu bringen. Da werden auch ein geringerer Preis oder ein ausgeklügeltes Design nicht weiterhelfen. Google Glass wird auf absehbare Zeit das bleiben, was die Datenbrille bislang ist: ein rasender und ebenso faszinierender PR-Zug ins Nirgendwo. Das muss nicht zwangsläufig so bleiben. Für 2014 stehen die Signale allerdings weiterhin auf Rot.

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Daniel Hüfner
Mega-Trends 2014: 14 Experten und ihre Prognosen fürs kommende Jahr http://t3n.de/news/mega-trends-2014-519046/ 2013-12-30T15:16:34Z
Pünktlich zum neuen Jahr haben wir erneut zahlreiche Experten um ihre Prognosen gebeten. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2014 – eine Sammlung mit Prognosen von unter anderem Robert Scoble, Kristina.. ...

Pünktlich zum neuen Jahr haben wir erneut zahlreiche Experten um ihre Prognosen gebeten. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2014 – eine Sammlung mit Prognosen von unter anderem Robert Scoble, Kristina Halvorson und Marcus Tandler.

Gunter Dueck

(Foto: Michael Herdlein)
(Foto: Michael Herdlein)

Gunter Dueck ist Mathematiker, Philosoph und Schriftsteller. 24 Jahre lang arbeitete er bei IBM, die meiste Zeit über als CTO, verantwortlich für den „Cultural Change“. Heute beschäftigt er sich in seinen Publikationen mit der digitalen Revolution und damit, was die Technik mit den Menschen macht. Er bloggt auf Ominosphie.com.

1. 3D-Printing

Das Thema wird schon jetzt gehypet, uns aber noch lange beschäftigen. Materialforschung und Drucktechnik müssen zuerst qualitativ erweitert werden (welche Stoffe kann man überhaupt drucken und wie?), danach kann alles noch viel effizienter gemacht werden. Meine ersten Farbfolien im Jahre 1993 mit Corel Draw 2 (auf 2 Disketten) wurden auf einem Tektronix Drucker in 20 Minuten und drei Farbdurchgängen gedruckt. Der Drucker hat 20.000 DM gekostet. Das ist jetzt 20 Jahre her, was also kann wohl ein 3D-Drucker in 20 Jahren?

2. Die Zukunft des Automobils

Selbstfahrende Autos und NUR noch solche, als Taxis „on demand“ per Smartphone: Unsere Autos fahren im Schnitt weniger als zehn Prozent der Zeit. Wenn man alles auf Selbstfahr-Taxis umstellt und ein Jeder eine Flatrate für beispielsweise 20.000 Kilometer pro Jahr kauft, brauchen wir nur noch 15 oder 20 Prozent der Autos, keine Parkhäuser und keine verstreuten Ladestationen. Man könnte mit 90 Jahren in jedem Kleinstdorf wohnen, schließlich hat man ja ein Auto. Nur einen kleinen Haken hat die Sache: Man braucht nicht so viel Autoindustrie.

3. Automatisiertes Management

Das heute grassierende Zahlenmanagement wird sich weiter entwickeln – Big Data führt den Mitarbeiter. Manager schauen nur noch, dass der Prozess läuft. Die Arbeit wird dadurch immer menschenfremder und anonymer. Das Menschenbild wird blasser und „objektiver“. Wir tun uns mit dieser Entwicklung keinen Gefallen. Ich warne! Das Problem ist, dass dieser Hype nie als Hype oder Trend wahrgenommen wird. Es ist einer: „Der Mensch wird rein verhaltensgesteuert wie eine Laborratte in der Skinnerbox.“ So ist das schon jetzt bei den prekären Jobs. Warum fürchtet sich niemand mit mir?

Kristina Halvorson

Kristina-Halvorson1Kistina Halvorson ist Autorin des Buches „Content Strategy for the Web“, CEO von Brain Traffic und Gründerin der „Confab Content Strategy Conference“. Den Grundstein ihrer steilen Karriere legte die Frustration, als Texterin bei Webprojekten stets zum letztmöglichen Zeitpunkt hinzugezogen zu werden – dann, wenn es schon viel zu spät ist.

1. Content-Planung erhält einen höheren Stellenwert im Webdesign-Prozess

Während sich die Technologie, die wir im Webdesign nutzen, kontinuierlich weiterentwickelt, geraten die Inhalte ins Hintertreffen: Unsere Websites sind überfüllt mit schwachen Inhalten, die schlecht geschrieben, nicht aktuell und für unsere Zielgruppe irrelevant sind. Wir müssen anfangen, die Inhalte von Anfang an in den Designprozess einzubinden – wir müssen schwierige Fragen beantworten, etwa warum wir diese Inhalte brauchen, wer sie erstellt und wer sich nach der Veröffentlichung darum kümmert. Diese Fragen sind zentraler Bestandteil der Content-Strategy und helfen uns, jetzt und in Zukunft qualitativ hochwertige Inhalte sicherzustellen.

2. Weniger Taktiken, mehr Strategien

IT-Experten lassen sich schnell von interessanten Technologien ablenken, von dem „next big thing“. Wir glauben, wir können all unsere technologischen Probleme mit neueren, leistungsstärkeren Technologien lösen. Dabei resultiert ein Großteil unserer Probleme aus der fehlerhaften Priorisierung (oder fehlenden Priorisierung) unserer internen Ressourcen.

 3. Mehr Kommunikation zur Problemlösung

Der Austausch von Personen ein und derselben Gruppe (Entwickler) sowie unterschiedlicher Gruppen (Entwickler und Designer) wird zunehmen, sowohl online als auch offline. Nur so lassen sich ernsthafte Probleme lösen. Erste Ansätze dieses Trends sind schon jetzt sichtbar, etwa in Form des großen Interesses an Scrum.

Robert Scoble

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Robert Scoble wurde während seiner Tätigkeit bei Microsoft zu einer kleinen Berühmtheit der Entwicklerszene, wechselte anschließend zu PodTech, Fast Company und schließlich Rackspace. Dort arbeitet er seit 2009 an einer „Community für Menschen, die vom Internet besessen sind“: Building43.

1. Kontextuelle Systeme

Dinge wie Google Now, die Kontexte nutzen (Metadaten, die über Sensoren unserer Smartphones sowie E-Mails und Kalender gesammelt werden), werden uns verstärkt begleiten. In Zukunft wird es immer mehr Systeme geben, die dir helfen, weil sie wissen wo du warst, mit wem du wo warst und wie dein Such- und Kaufverhalten ausfällt. Die Vorreiter der kontextuellen Systeme? Google Now, Tapingo und Tempo AI.

2. Tragbare Computer

Die Oakley Airwave Skibrillen zeigen dir, wo du dich auf einem Berg befindest, wie schnell du fährst und wo sich deine Familienmitglieder befinden. Das ist schon jetzt extrem spannend, doch dieser Bereich wird noch spannender, wenn Google Glass und Apple iWatch erscheinen. Die jetzigen Vorreiter der tragbaren Computer? Fitbit, Nike FuelBand, Pebble Watch, Basis Watch.

3. Bluetooth Low Energy Beacons

Diese kleinen, zehn Dollar teuren Funkgeräte lassen sich mit nahezu allen Gerätschaften kombinieren, werden von vielen Smartphones erkannt und ermöglichen unter anderem neue Payment-Systeme. Sie werden manchmal als iBeacons bezeichnet, weil Apple mit iOS7 eine einfach zu verwendende API veröffentlichte. Schon jetzt nutzen Apple, Macys und andere Shops entsprechende Applikationen, um dich zu orten und dir interessante Informationen anzubieten.

Stefan Ploechinger

Stefan-Ploechinger

Als Chefredakteur von Süddeutsche.de steht Stefan Ploechinger für modernen Online-Journalismus. Er lehrt an der Henri-Nannen-Schule und der Deutschen Journalistenschule in München. Zuvor war er unter anderem für „Spiegel Online“, „Financial Times Deutschland“ und „Abendzeitung“ tätig.

1. Mehr Profil für jede Nachrichtenseite

Der publizistische Wettbewerb im Netz wird spannender. Eine Art neuer Pluralismus war schon im Wahljahr 2013 zu erleben – spannende Visualisierungen allerorten, kreative Live-Formate, diverseste Analysen und Kommentierungen – und ich hoffe, dass es 2014 so weitergeht. Zu lange haben viele versucht, mit einer Art aufgebrezeltem Agenturjournalismus im Internet durchzukommen. Im vergangenen Jahr haben sich die meisten großen Player personell so aufgestellt, dass sie das Profil der Seiten richtig schärfen können. Sie müssen es auch, wenn es für sie eine journalistische wie ökonomische Perspektive geben soll. Leser verlangen letztlich Vielfalt, davon bin ich überzeugt. Jene Seiten, die weiter Massenware statt eigener Klasse bieten, werden vielleicht nicht gleich in Reichweiten-, aber mittelfristig in Rechtfertigungsschwierigkeiten kommen. Das tut jenen gut, die Ernsthaftes versuchen.

2. WWW wird weniger wichtig

„Mobile first“ haben viele nicht ernst genug genommen, auch uns finde ich da nicht schnell genug. Und es sind ja nicht nur die Smartphones, die die digitale Mediennutzung gerade revolutionieren. Auch die Tablet-Nutzungsquote wächst enorm, die Bildschirmgrößen im klassischen WWW variieren stark durch die Verbreitung großer Desktop-Bildschirme (und bald der neuen Generation von Fernsehern), Social Networks sind zum Massenmedium geworden. Die Leute nutzen unsere Seiten immer öfter, anders als noch vor zwei, drei Jahren. Wir müssen unsere Inhalte endgültig liquide machen, also selbstverständlich auf alle digitalen Plattformen anpassen. Die wenigsten Unternehmen haben ein Rundumkonzept, wie sie ihre Marke überall aufwandsarm, aber optimal präsentieren. Das betrifft nicht nur Nachrichtenseiten, sondern zum Beispiel auch Anzeigenkunden – dass Werbung auf mobilen Geräten so unterentwickelt ist, muss sich im Interesse aller ändern. Ende 2014, hoffe ich, wird damit kaum noch jemand überfordert sein.

 3. Mehr Wagnis-Kapital

Mehrere große Nachrichtenseiten – auch wir – haben angekündigt, im kommenden Jahr neue Finanzierungsmodelle für Journalismus im Netz zu suchen. Was gerne Paywall genannt wird, besser aber Abo oder Leserclub heißt, wird für die Medienbranche ein entscheidendes Wagnis sein. Wie viel ist Lesern unsere Arbeit wert? Wenn wir ihnen, den Lesern, diese Frage nicht endlich umfassend stellen, werden wir womöglich nie erfahren, ob wir die Finanzierung von Publizistik im Netz auf eine größere, auch: unabhängigere Basis stellen können. Wer hier vorangeht, wird hoffentlich nicht nur frisches Kapital bekommen, sondern auch die Zuversicht, dass ein neues Vertrauensverhältnis zwischen uns und unseren Lesern möglich ist.

Christian Heilmann

Christian-HeilmannMozilla-Evangelist Christian Heilmann ist ein Verfechter mobiler Technologien und ihrer Möglichkeiten. Er tritt als Speaker und Autor in Erscheinung, bloggt auf ChristanHeilmann.com und prognostiziert für die kommende Jahre ein offeneres, plattform-unabhängigeres Internet.

1. Der Fall des App/Marketplace Models und der Aufstieg des mobilen "Software on Demand"

Der Trend ist schon jetzt erkennbar: Anwender haben keine Lust mehr von Hardwareherstellern gezwungen zu werden, sich einem bestimmten Ökosystem mit Herz und Seele zu verschreiben und nur Inhalte konsumieren zu dürfen, die dort angeboten werden. Anstatt große Applikationen herunterzuladen und sich durch einen Installationsvorgang durchtappen zu müssen, werden Apps wie auch Webseiten einmalig aufrufbar und nutzbar. Das App-Model skaliert nicht und Anwender werden es leid, neue Systeme zu kaufen, nur um das neueste Spiel zu spielen.

2. Das Web als Applikationsplatform

Mittels Web Components und Custom Elements erhalten Webentwickler die Werkzeuge, die es erlauben, Applikationen zu erstellen ohne gegen den Browser zu arbeiten und immer langsamer als native Applikationen zu sein. Entwicklertools in Browsern mausern sich zu echten Entwicklerumgebungen mit Editoren und Performance-Tools und mehr und mehr Automations-Skripte erlauben es Entwicklern, sich auf die Funktionalität der Apps zu konzentrieren anstatt sich um die Performance zu kümmern.

3. Smart-TVs und Spielkonsolen werden neue HTML5 Platformen

Die PlayStation 4 verwendet jetzt schon WebGL und Samsung hat eine HTML5-Entwicklungsumgebung und SDK für Smart-TVs. Hardware Entwickler sind es jetzt schon leid, auf neue Versionen von geschlossenen Betriebssystemen zu warten und lösen sich mit dem Schritt in die HTML5-Welt von Platformherstellern. Spielkonsolen sind für Teenager ein großer Zugang zum Web, weniger die Laptops und Desktops.

Kerstin Hoffmann

Kerstin Hoffmann KopfDr. Kerstin Hoffmann ist Kommunikationsberaterin, Speaker und Buchautorin. Sie bloggt im „PR-Doktor“ über Kommunikation in Zeiten des Social Web. Darüber hinaus betreut sie Corporate Blogs ihrer Kunden. Natürlich ist sie beispielsweise auf TwitterFacebook und Google+ aktiv.

1. Oh, Wunder: Werbeplatz gibt es nicht mehr kostenlos

Facebook hat damit angefangen, die organische Reichweite von Unternehmensseiten drastisch zu verringern. Sprich: Wer Werbeplatz und Aufmerksamkeit will, muss dafür zahlen. Das mag in der Tat für viele ärgerlich sein. Besonders für diejenigen, die sich in puncto Reichweite allzu sehr von einem bisher kostenfreien Angebot abhängig gemacht haben. Wirklich verwundern sollte es niemanden, der sich professionell mit Kommunikation befasst. Derzeit arbeiten garantiert schon etliche andere Plattform-Anbieter an entsprechenden Monetarisierungsmodellen. Wie erfolgreich sie damit sein werden, das bleibt abzuwarten. Der Vorsprung, den Facebook in Jahren strategisch aufgebaut hat, ist sicher nicht einfach einzuholen.

2. Selbstgemachtes Wunder: Selfpublishing gewinnt an Bedeutung

Was allerdings in Zukunft trotz vielfacher entsprechender Versuche schwieriger denn je sein wird: Content auf traditionelle Weise gegen Geld zu verkaufen. Für Verlage und Medienunternehmen wird es daher immer brenzliger, wenn sie nicht besser verinnerlichen, dass sie nicht weitermachen können wie bisher. Was wir jetzt sehen, ist erst der Anfang. Zugleich entwickelt sich jedoch eine vielversprechende Szene der Selfpublisher, also der Autoren, die ihre Bücher selbst herausbringen, und denen es gelingt, damit echte Verdienstmodelle zu kreieren. Indem sie den Wandel und die Mechanismen des Social Web für sich nutzen, schaffen sie es tatsächlich, mit Inhalten Geld zu verdienen. Auch diese Entwicklung ist erst am Anfang und wird weiter an Fahrt aufnehmen.

3. Endlich: die wunderbare Welt der Web-Normalität

Wenn es einen Trend gibt, an dessen Verwirklichung ich weiter aktiv mitwirken werde, dann ist es zeitgemäße Corporate-PR. Es ist schlicht anachronistisch, „diese Social Media“ immer noch als neu oder sogar suspekt aus der Unternehmenskommunikation auszukoppeln. Corporate-PR muss sich der aktuellen Medien bedienen. Dazu sollten wir aufhören, von Kanälen und Plattformen zu sprechen, als seien sie jeweils exotische Inseln irgendwo in fernen Weiten, die einzeln erschlossen werden müssten. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass der Wandel bleibt und wir uns nicht auf irgendeinem willkürlich gewählten Status ausruhen können. Wer das nicht kapiert, sondern sich diesem Wandel weiter verschließt, wird mittelfristig untergehen. Vielleicht noch nicht 2014. Aber bald.

Ibrahim Evsan

Ibrahim_Evsan_ProfilbildAls Gründer von sevenload wurde Ibrahim Evsan bekannt. Nach seinem Ausstieg im Oktober 2009 folgte die Gründung von „United Prototype“, dem Grundstein des Social Games Fliplife. Heute tritt Evsan als Experte für Themen wie Social Media und Online-Reputation als Speaker und Berater in Erscheinung.

1. Social Trademarks

Der Trend 2014 geht in Richtung einer deutlicheren Darstellung der eigenen Person im Online-Bereich. Fachexperten aus allen Branchen werden sich daher dem Aufbau eines Social Trademark widmen. Ein Social Trademark ist dabei eine Einzelperson, die Wissen in einem eigenen Blog-System und auf verschiedenen Social Media-Plattformen teilt und dadurch zu einer Marke im Netz wird.

 2. Datenbrillen

Wenn Datenbrillen wie Google Glass 2014 tatsächlich auf den Markt kommen, werden wir eine neue digitale Revolution erleben. Die Voraussetzung für den Einsatz von Datenbrillen ist jedoch, dass wir uns technischen Innovationen nicht verschließen und sie Akzeptanz in der Gesellschaft finden. Vor allem der Datenschutz stellt uns vor eine große Aufgabe. Doch es gibt auch Vorteile: so können sie hervorragend Unterstützung in der Medizin und Ausbildung leisten oder im Privatleben, zum Beispiel als Shoppingassistent oder Kulturbegleiter.

3. 3D-Drucker

Ein weiterer Megatrend im kommenden Jahr ist die stetige Weiterentwicklung von 3D-Print-Druckern. Bereits heute ist es möglich, Gegenstände vom Schuh bis hin zum Kleid oder größeren Objekten eigenständig zu designen und zu drucken. An großer Bedeutung werden 3D-Drucker vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Modellbau und Architektur gewinnen. Hieraus werden neuartige Ideen entstehen, sich neue Märkte und Geschäftsmodelle erschließen. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Christine Dingler

Christine_DinglerChristine Dingler ist beim Schweizer Unternehmen digitalSTROM in den Bereichen Public Relations und Social Media tätig. Privat bloggt sie auf punktefrau.de und ist unter dem gleichen Namen auch auf Twitter und Google+ unterwegs.

Connectivity

Wir leben heute in einer vernetzten Welt, in der wir uns noch immer Insellösungen schaffen, statt Ursache und Wirkung genauer zu hinterfragen. 2013 waren unter anderem Social Media, Social Commerce, Connected Car und Internet of Things Schlagwörter, die uns beschäftigt haben. Die Lösung ist nicht „Social Media“ plötzlich „Content Marketing“ und „Blogger Relations“ nun „Influencer Relations“ zu nennen. 2014 sollten wir diese - ich nenne sie mal Inseln - gesamthaft betrachten und uns damit beschäftigen, wo und vor allem wie und mit welcher Konsequenz die Vernetzung unsere Gesellschaft verändern.

Gezielte Talentsuche statt Stellenausschreibung

2014 werden sich Unternehmen in vielen Bereichen von der klassischen Stellenanzeige und dem vorgelagerten Prozess - es gibt eine Vakanz, ein Stellenprofil wird erstellt und dann die Stelle ausgeschrieben - verabschieden müssen. Denn der digitale Wandel wirbelt derzeit den Stellenmarkt kräftig durcheinander. Auf Arbeitnehmerseite sind viele Bewerber auf der Suche nach einem Unternehmen, mit denen sie sich identifizieren können und einer Aufgabe, die sie für sinnvoll und erfüllend erachten. Das stellt neue Anforderungen an Unternehmen und auch an die Art, wie Talente rekrutiert werden. Es gibt einen Grund, warum Unternehmen kräftig an ihrer Arbeitgeber-Marke pfeilen und nicht gerade kleine Budgets für Employer-Branding-Maßnahmen investieren. Fachabteilungen müssen die Herausforderung meistern, in Zukunft einen wesentlich wichtigeren Part in der Talentsuche zu spielen. Sie sind es, die sich vernetzen und Talente finden müssen, um diese dann für das Unternehmen zu gewinnen.

Weniger Selbstreferenzialität und mehr Selbstreflexion

Den dritten Trend, den ich gerne skizzieren möchte, könnte man auch mit "Raus aus der Filterblase" übersetzen. Es ist vor allem ein Aufruf und auch ein großer Wunsch: Ich hoffe, 2014 werden wir mehr Artikel lesen, die sich mit den tatsächlichen Herausforderungen, Prozessen und Konsequenzen des digitalen Wandels beschäftigen und an deren Ende Lösungsansätze, Ideen und Thesen stehen, die uns gemeinsam weiterbringen. Studien, Kongresse, Barcamps, Vorträge und Themenabende, die nicht nur um jene kreisen, die das Digitale ihr Zuhause nennen, sondern die alle Facetten unserer Gesellschaft miteinbeziehen. Das wäre großartig!

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Lars Budde
Apple-Campus-2: Stadtrat von Cupertino erteilt grünes Licht für Mega-Bau http://t3n.de/news/apple-campus-2-neues-video-504876/ 2013-11-20T15:36:32Z
Erfreuliche Nachrichten für Apple: Spätestens jetzt steht dem geplanten Neubau der Konzernzentrale nichts mehr im Wege. Mit der am Mittwoch vom Stadtrat  in Cupertino ausgesprochenen...

Erfreuliche Nachrichten für Apple: Spätestens jetzt steht dem geplanten Neubau der Konzernzentrale nichts mehr im Wege. Mit der am Mittwoch vom Stadtrat  in Cupertino ausgesprochenen Baugenehmigung nimmt der futuristische Mega-Bau seine letzte Hürde. 

Schon seit zwei Jahren wird intensiv an den Plänen zum neuen Hauptquartier, das an ein überdimensioniertes UFO erinnert, gearbeitet. Inzwischen wurden diverse Bilder und Modelle veröffentlicht. Steve Jobs hatte 2009 selbst die ersten Ideen zu dem neuartigen Bauprojekt kommuniziert und den Architekten Norman Foster kontaktiert, um ihn an Board des Apple-Bootes zu holen. Seitdem sind vier Jahre vergangen – jetzt rückt die Realisierung seiner vererbten Idee in großen Schritten näher.

Apple-Campus-2: Stadtrat fällt die letzte Hürde

Der Stadtrat von Cupertino konnte bereits vor einigen Wochen von dem Konzept überzeugt werden und hat das Bauvorhaben jetzt vollumfänglich genehmigt. Lediglich eine letze Anhörung, die für den 15. Novermber angesetzt war, trennte noch vom Baustart des neuen Apple-Campus-2. Mit dem Bau des später einmal  rund 260.000 Quadratmeter großen Gebäudes dürfte der Konzern schon in Kürze beginnen, die endgültige Fertigstellung wird spätestens im Jahr 2016 erwartet. Im folgenden Video ist die Präsentation vor dem Stadtrat zu sehen. Unter anderem geht es um den Entwicklungsprozess und den Umweltbewussten Leitgedanken.

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Jan-Hendrik Heinemann
E-Commerce-News: Der Mega-E-Commerce-Guide, Weihnachtsgeschäft überwiegend online, Intershop als SaaS-Lösung http://t3n.de/news/e-commerce-news-503192/ 2013-10-21T06:45:01Z
Mit unseren E-Commerce-News informieren wir euch über das Wichtigste aus der E-Commerce-Welt.: t3n-E-Commerce-Wochenrückblick, Newsticker mit allem was sonst wichtig war in der letzen Woche und den. ...

Mit unseren E-Commerce-News informieren wir euch über das Wichtigste aus der E-Commerce-Welt.: t3n-E-Commerce-Wochenrückblick, Newsticker mit allem was sonst wichtig war in der letzen Woche und den Neuigkeiten aus der Produkt-Welt.

Der t3n-E-Commerce-Wochenrückblick

Die Woche endet mit einer gewagten These im Kommentar „Bargeld stirbt aus“. Weniger gewagtes präsentiert PayPal mit seinen neuen Händler-Krediten – auch wenn die Zinssätze zumindest für Deutschland noch etwas seltsam anmuten. Wenn das Warenlager sowieso schon aufgestockt ist und keine Kredite benötigt werden, helfen vielleicht unsere fünf Tipps für Produktfotos, die richtig gut konvertieren. Für Onlinehändler die auch ein lokales Geschäft betreiben, ist vielleicht eher die Konvertierung der neuen Schaufensterdekoration interessant, dabei könnte Kunden-Tracking mit dem Smartphone als Datenquelle behilflich sein. Falls im Laden auch Mobile-Payment angeboten werden soll, ist es vieleicht interessant zu erfahren warum die „Big Five“ im Mobile-Payment den Startups keine Chance lassen. Eines dieser Startups, Square verlässt gerade mit einem Endkundenprodukt namens „Cash“ die Beta-Phase. Aber verlassen wir die Payment-Welt und wenden uns der Logistik zu mit Zookal, einem australischen Onlineshop, der Drohnen als kommerzieller Lieferdienst einsetzt. Am Anfang der Woche haben wir euch schließlich den ersten Teil unsere Anbieterübersicht zum Thema ERP und Warenwirtschaft für den Online-Handel vorgestellt.

Blick über den Tellerrand – interessante E-Commerce Beiträge

Der Web-Analytics-Anbieter kissmetrics hat in seinem Mega-E-Commerce-Guide einen umfangreichen und lesenwerten Ratgeber rund um die Optimierung von Verkauf, Ertrag und Performance im zusammengestellt. Speziell für Brands, Hersteller und Großhändler hat Alexander Graf in der Kassenzone „25 Antworten zum Direktvertrieb E-Commerce“ zusammengestellt.

E-Commerce-News: Die Welt der Studien und Statistiken

Der Onlinemarktplatz eBay hat sich mit der Möbel-Branche auseinandergesetzt: so soll jeder vierte Kunde bereits „Click & Collect" genutzt haben und 56 Prozent der Kunden soll sich bereits über die fehlende Möglichkeit ein Möbelstück auch online bestellen zu können, geärgert haben. Der Payment-Anbieter Klarna weist mit einer Statistik auf die am schnellsten wachsende Kundengruppe im E-Commerce hin: Die sogenannten Silver-Surfer, Kunden ab 65 Jahren. Das ECC Köln am IFH Institut für Handelsforschung hat in seiner Monatsfrage 1500 Konsumenten befragt, wie diese denn ihre Weihnachtseinkäufe erledigen wollen. Knapp 40 Prozent erledigen diese Online, insgesamt rund 90 Prozent zumindest teilweise online.

(Grafik: ECC Köln)
(Grafik: ECC Köln)

Demandware bringt den Onlineshop in die Filiale

Die neue Digital-Store-Lösung von Demandware möchte den klassischen Einzelhandel mit den Vorteilen des E-Commerce verbinden. Über eine Tablet-App wird dem Verkäufer im Ladenlokal Zugriff auf die Historie und die Vorlieben des Bestandkunden gegeben, ein Verkauf kann direkt über die App abgewickelt werden. Entweder zur direkten Mitnahme oder als Versand. Den Alltagsbetrieb soll dabei eine Scanner-Funktion und die Möglichkeit der Kreditkartenabrechnung unterstützen.

Die Digital-Store-App dient dem Verkäufer im Laden als Beratungsunterstützung. (Screenshot: Demandware)
Die Digital-Store-App dient dem Verkäufer im Laden als Beratungsunterstützung. (Screenshot: Demandware)

ePages Version 6.16: Mega-Menü und mehr Kontrolle über das Design

Die neue ePages Version möchte mit einem Klapp-Menü, dem sogenannten Mega-Menü mehr Übersichtlichkeit in die Navigation bringen. Onlinehändlern wird darüber hinaus noch mehr Kontrolle über das Design eingeräumt: der neue Bestellprozess kann nun angepasst werden, Seitenelemente können pixel-genau ausgerichtet werden und das System verfügt nun über mehr als 50 neue Schriftarten. Eine Übersicht über die wichtigsten Änderungen findet sich bei ePages.

Onlineshop auf Basis von ePages 6.16 (Screenshot: ePages)
Onlineshop auf Basis von ePages 6.16 (Screenshot: ePages)
ePages Mega-Menü (Screenshot: ePages)
ePages Mega-Menü (Screenshot: ePages)

Intershop auch als SaaS-Lösung erhältlich

Der Anbieter von Enterprise-E-Commerce-Lösungen bietet mittlerweile nicht nur die klassische On-Premise-Software, sondern kann ebenfalls mit einem Intershop-SaaS-Service dienen. Damit hat sich Intershop auch den kleinen bis mittleren Onlinehändlern geöffnet, die eine Shopsoftware bisher nicht auf eigenen Systemen hosten wollten oder konnten.

(Screenshot Intershop)
(Screenshot Intershop)
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Jochen G. Fuchs
Mega: Kim Dotcom plant verschlüsselte Chat- und Mail-Funktionen http://t3n.de/news/kim-dotcom-mega-plant-chat-email-480661/ 2013-07-15T11:25:49Z
Der Cloud-Dienst Mega arbeitet an verschlüsselten Chats und E-Mails, verkündet dessen Gründer Kim „Dotcom“ Schmitz. Man plane die Chat-Funktion in vier bis sechs Wochen zu veröffentlichen,...

Der Cloud-Dienst Mega arbeitet an verschlüsselten Chats und E-Mails, verkündet dessen Gründer Kim „Dotcom“ Schmitz. Man plane die Chat-Funktion in vier bis sechs Wochen zu veröffentlichen, die Mail-Funktionen folgen in sechs bis neun Monaten.

Nach PRISM und Tempora sind Systeme zur Verschlüsselung privater Daten im Trend: Die Google-Alternative DuckDuckGo hat vor wenigen Wochen einen Besucherrekord vermeldet, Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne gestartet und Kim „Dotcom“ Schmitz jetzt die Entwicklung absolut abhörsicherer Messenger- und Mail-Funktionen für seinen Cloud-Dienst Mega angekündigt. Gegenüber TorrentFreak erklärt der deutsche Seriengründer: „Wir planen den Start des Messengers innerhalb von Mega in vier bis sechs Wochen und innerhalb der Applikationen in zwei bis drei Monaten. Ein komplett verschlüsselter E-Mail-Dienst wird in schätzungsweise sechs bis neun Monaten veröffentlicht.“ Kim Dotcom betont jedoch: „Dies ist nur unsere Roadmap. Ausgeschlossen sind Verpätungen aufgrund unvorgesehener Probleme.“

Mega plant Verschlüsselung von Chats und E-Mails

mega chat email
Mega plant jetzt verschlüsselte Chat- und E-Mail-Funktionen.

Der geplante Chat soll über End-to-End-Verschlüsselung abhörsicher werden und Endnutzer vor fremden Mitlesern schützen. Man habe sich aufgrund häufiger Nutzeranfragen für die Entwicklung entschieden, heißt es im Unternehmensblog. Für die Umsetzung sucht das Entwicklerteam aber weiterhin nach Führungskräften, schreibt Mega-CEO Vikrar Kumar. In einem zweiten Beitrag auf citizentekk warnt er derweil vor einem „großen Krypto-Krieg“. Die geplanten Funktionen sollen Endnutzer in diesem Kontext vor dem Zugriff von Regierungsmitarbeitern schützen.

Mega bietet Nutzern derzeit 50 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz inklusive automatischer Verschlüsselung. Ein Pro-Account in drei Preisklassen für mindestens 9,99 Euro bietet noch mehr Cloud-Speicher. Laut Unternehmensangaben ist es aufgrund der Verschlüsselung selbst den Betreibern unmöglich, die Daten der Nutzer einzusehen. Erst kürzlich startete Mega ein Affiliate-Programm sowie eine Android-Applikation. Die Applikationen für iOS und Windows Phone sind bereits in Arbeit und werden „in absehbarer Zeit“ veröffentlicht.

Weiterführende Links zum Thema „Mega“

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Lars Budde
Mega: Kim Dotcom veröffentlicht Android-App – iOS und Windows sollen folgen http://t3n.de/news/mega-kim-dotcom-veroffentlicht-478456/ 2013-07-05T08:29:48Z
Kim Dotcoms neuer Cloud-Speicher Mega bekommt eine eigene Android-App. Dateien lassen sich damit einfach hoch- oder runterladen sowie Datei- und Ordner-Links an andere versenden. Einfache...

Kim Dotcoms neuer Cloud-Speicher Mega bekommt eine eigene Android-App. Dateien lassen sich damit einfach hoch- oder runterladen sowie Datei- und Ordner-Links an andere versenden. Einfache Editierfunktionen stehen ebenso zur Verfügung wie die Möglichkeit, mit der Kamera aufgenommene Bilder oder Videos sofort auf Mega zu speichern. Weitere Apps für iOS und Windows sollen folgen.

Mega: Android-App ist nicht ganz neu

mega android app mockup
Mega: Für Kim Dotcoms Cloud-Speicher gibt es jetzt auch eine Android-App. (Bild: Mega)

Während der Prozess um Kim „Dotcom“ Schmitz‘ Firma Megaupload wegen mutmaßlicher Copyrightverletzungen noch im vollen Gange ist, hat der in Neuseeland lebende deutsche Internetunternehmer eine Android-App für seinen neuen Cloud-Speicher vorgestellt. Bei der App handelt es sich allem Anschein nach allerdings nicht um eine Neuentwicklung. Vielmehr scheint man eine bereits existierende Mega-App eines Drittanbieters übernommen zu haben. Diese gab es bereits seit Februar 2013 in Googles Play-Store.

Der Funktionsumfang der App entspricht gängigen Standards im Bereich der Cloud-Speicher. Dropbox- oder Google-Drive-Nutzer bekommen mit dieser App nichts, was sie zu einem Umstieg bewegen könnte. Dateien lassen sich hoch- oder herunterladen, man kann Dateinamen ändern, Dateien löschen oder sie in Ordner verschieben. Links zu Ordnern oder einzelnen Dateien lassen sich exportieren und mit anderen teilen. Mit der internen Kamera aufgenommene Bilder oder Videos lassen sich mit dem Mega-Account synchronisieren. Allesamt praktische Features, aber besonders aufregend sind sie nicht.

mega android app
Mega: So sieht die Android-App aus. (Screenshots: Play-Store)

Im Play-Store weist man darauf hin, dass es sich bei der Mega-App um eine frühe Beta-Version handelt – Fehler seien zu erwarten. Man bemühe sich aber um schnellstmögliche Verbesserungen. Außerdem wird um User-Feedback gebeten, um die App um weitere Funktionen zu erweitern. Zur Installation benötigt man Android in der Version 2.3 oder höher.

Kim Dotcom: Mega-Apps für iOS und Windows sollen folgen

In einem Blogbeitrag wurde außerdem bekannt gegeben, dass die Entwicklung entsprechender Windows- und iOS-Apps in der finalen Phase sei und dass diese Apps in absehbarer Zeit veröffentlicht werden sollen. Wann genau, hat die Firma des mehrfach rechtskräftig verurteilten Kim Schmitz allerdings nicht verlauten lassen. Wie legal die Nutzung von Mega ist, damit hat sich das Ratgeber-Portal techfacts.de beschäftigt.

googleplay small
Preis:

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Kim Rixecker
Samsung Galaxy Mega vorgestellt – 6,3- und 5,8-Zoll-Riesen-Phones http://t3n.de/news/samsung-prasentiert-456706/ 2013-04-11T10:15:57Z
Samsung hat am heutigen Donnerstag mit dem Galaxy Mega 6.3 und dem Galaxy 5.8 zwei neue Riesen-Smartphones auf die Welt losgelassen. Beide neuen Modelle sind von ihrer Ausstattung im...

Samsung hat am heutigen Donnerstag mit dem Galaxy Mega 6.3 und dem Galaxy 5.8 zwei neue Riesen-Smartphones auf die Welt losgelassen. Beide neuen Modelle sind von ihrer Ausstattung im Mittelklassesegement einzuordnen, die Displays lösen für ihre Größen allerdings überraschend niedrig auf.

Samsung Galaxy Mega 6.3 – Riesen-Smartphone mit HD-Display

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Samsung Galaxy Mega 6.3 – Tablet oder Smartphone? (Foto: Samsung)

Beim Galaxy haben wir es mit dem größeren Modell der beiden zu tun. Es verfügt über einen 6.3 Zoll großen Screen mit 720p-Auflösung sowie einen 1,7GHz-Dual-Core-Prozessor mit 1,5GB RAM und LTE-Modul. Der interne Speicher ist 8 GB beziehungsweise optional auch 16 GB groß. Dieser kann mittels microSD-Karte um bis zu 64 GB erweitert werden. Ferner hat Samsung eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine 1,9-Megapixel-Frontkamera integriert. NFC, Bluetooth 4.0 und ein 3.200mAh-Akku sind ebenso an Bord. Als Betriebssystem kommt Android 4.2 mit der hauseigenen Touchwiz UX zum Einsatz. Features wie Multi-Window, Group Play, WatchON, Air View, Samsung Link, S-Translator, S-Travel oder Story Album sind Bestandteil des Software-Pakets beider Modelle. Abmessungen und Gewicht des Galaxy Mega betragen 167,6 x 88 x 8.0 Millimeter und 199 Gramm. Weitere Spezifikationen zum Galaxy Mega 6.3 findet ihr hier.

Samsung Galaxy Mega 5.8 – kleiner Bruder mit enttäuschender Auflösung

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Samsung Galaxy Mega 5.8 – groß, aber mit einem Trauerspiel von einem Display, zumindest, was die Auflösung angeht. (Foto: Samsung)

Das kleinere Modell der beiden hat ein 5,8 Zoll großes Display mit einer überraschend, wenn nicht sogar enttäuschend geringen qHD-Auflösung von 960×540 Pixeln. Der Dual-Core-Prozessor ist mit 1,4 GHz auch etwas niedriger getaktet als das Galaxy Mega 6.3. Ansonsten ähneln die technischen Daten dem größeren Bruder. Lediglich der Akku hat nur 2.600mAh, das Gerät misst bei einem Gewicht 182g 162,6 x 82,4 x 9,0 Millimeter. Weitere technische Daten des Samsung Galaxy Mega 5.8 sind hier zu finden. Beide Modelle sollen im Laufe des Mai auch in Europa erhältlich sein. Preise sind derzeit noch nicht bekannt. Was haltet ihr von den beiden neuen Galaxy-Modellen?

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Andreas Floemer
ownCloud 5: Eigene Cloud à la Dropbox zum selber hosten http://t3n.de/news/owncloud-5-eigene-cloud-la-450362/ 2013-03-15T11:30:21Z
Cloud-Speicherdienste wie Dropbox, Google Drive und Mega erfreuen sich größter Beliebtheit. Sie haben allerdings alle eines gemeinsam: der Nutzer hat keinen administrativen Zugriff auf seine Daten.. ...

Cloud-Speicherdienste wie Dropbox, Google Drive und Mega erfreuen sich größter Beliebtheit. Sie haben allerdings alle eines gemeinsam: der Nutzer hat keinen administrativen Zugriff auf seine Daten. Mit ownCloud gibt es eine interessante Alternative zum selber hosten. Nun wurde die Software in Version 5 veröffentlicht und sie bringt einige interessante Neuerungen mit.

Cloud-Speicher setzt sich durch

In vielen Bereichen haben sich Cloud-Speicher schon durchgesetzt wie einst USB-Sticks oder Disketten. Gerade beim jüngeren Publikum werden Dateien heute eher über , oder getauscht, als über physikalische Datenträger. Während das für Gelegnheitsnutzer vollkommen ausreichend sein mag, haben gerade professionelle Anwender und Unternehmen höhere Anforderungen an solche Dienste. Denn dort wird mehr Wert auf Geheimhaltung und Sicherheit gelegt. Da kommt es oftmals nicht in Frage, sensible Daten bei undurchsichtigen Unternehmen im Ausland hosten zu lassen.

ownCloud bietet mehr Funktionen als ein klassischer Cloud-Speicher

Wer also nicht auf komfortable Cloud-Funktionen verzichten möchte, seine Infrastruktur aber selber bereitstellen möchte, der sollte einen Blick auf ownCloud werfen. Die OpenSource-Software gibt es sowohl in kommerziellen Versionen, als auch in einer sogenannten Community-Version, die für Endanwender kostenlos ist. Dabei bietet ownCloud nicht nur normale Speicherfunktionen, wie man sie von der Konkurrenz kennt, sondern geht einige Schritte weiter.

ownCloud lockt mit eingebauten Komfort-Funktionen, zum Beispiel einem Bildbetrachter.

Mächtiges Web-Interface

Über das komfortable Web-Interface können User ihre Dateien teilweise direkt im Browser öffnen. Egal ob Mp3-, PDF-, TXT- oder JPG-Datei – die gängigsten Formate kann ownCloud direkt im Web-Interface darstellen bzw. wiedergeben. Aber nicht nur Dateien kann ownCloud verwalten. Auch Lesezeichen und Kontakte können mit der Software komfortabel verwaltet und dank offener Standards auch synchronisiert werden. Zudem gibt es auch Client-Software, um Verzeichnisse zu synchronisieren sowie mobile Apps, um auch Unterwegs auf die eigenen Inhalte zugreifen zu können.

ownCloud verfügt über ein sehr umfangreiches Web-Interface.

Über 100 Neuerungen in Version 5

ownCloud hat nun Version 5 des mächtigen Software-Pakets vorgestellt. Dabei wurde an allen Ecken und Enden entwickelt und verbessert. Insgesamt sind über 100 Änderungen und neue Features in die neue Version eingeflossen: Augenscheinlich wurde die Oberfläche in Sachen Optik und Geschwindigkeit überarbeitet. Außerdem lassen sich nun weitere Speicherorte (z.B. via SFTP oder WebDAV) und Cloud-Speicher (, Google Drive, und mehr) in das Dateisystem einklinken, so dass eine „hybride Cloud“ entsteht. Versehentlich gelöschte Dateien können nun wiederhergestellt werden. Als besonderes Sicherheits-Highlight wurde ein Virenscanner integriert. Jede Datei, die in der ownCloud landet, kann nun vom Virenprogramm Clam AV vorher überprüft werden.

Wer ownCloud gerne mal unverbindlich ausprobieren möchte, der kann das mit der Live-Demo tun. Wer danach immer noch Interesse hat, findet hier den Download der kostenlosen Community-Edition.

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Moritz Stückler
Kim Dotcom: „10.000 Euro Preisgeld für Mega-Hack“ http://t3n.de/news/kim-dotcom-10000-euro-preisgeld-440205/ 2013-02-01T10:19:48Z
Kim Dotcom ist von der Sicherheit seines Cloud-Service Mega überzeugt: Er verspricht erfolgreichen Hackern der verwendeten Verschlüsselungs-Technik ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Kim Dotcom ist von der Sicherheit seines Cloud-Service Mega überzeugt: Er verspricht erfolgreichen Hackern der verwendeten Verschlüsselungs-Technik ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Seit dem holprigen Start seines Cloud-Service versorgt Kim Dotcom die Medien mit immer neuen Geschichten. Um das jüngste Problem des Unternehmens zu beseitigen, ließ Dotcom am gestrigen Donnerstag Inhalte von Nutzern löschen, die bei der Suchmaschine Mega-Search gelistet waren – eine Vorgehensweise internationaler Behörden, die er stets kritisierte. Jetzt verkündete er seinen 280.000 Followern auf Twitter öffentlichkeitswirksam, dass Mega erfolgreiche Hacker des Cloud-Service mit immerhin 10.000 Euro belohnt.

Kim Dotcom verspricht 10.000 Euro Preisgeld

Mega forciert auf diese Weise – wie auch Facebook, Google oder Dropbox – den Fokus erfahrener Hacker, die aus finanziellem Antrieb potenzielle Sicherheitslücken ausmachen. Ein wichtiger Schachzug, um den Cloud-Service im Zuge der Beta-Phase voranzutreiben. Wie im Vorlauf der Veröffentlichung, generiert Kim Dotcom auf diesem Weg zusätzliche Aufmerksamkeit für sein Unternehmen.

kim dotcom kimble schmitz megaupload
Das aufmerksamkeitswirksame Auftreten von Kim Schmitz generiert zusätzliche Publicity für seinen Cloud-Service Mega.

Erst vor rund einer Stunde twitterte Kim Dotcom den Link zu einem jüngst erschienenen Artikel im Unternehmensblog, der die Löschung der Nutzerinhalte am gestrigen Donnerstag erklärt. Weitere Details zur angekündigten Belohnung liefert der Artikel allerdings nicht.

[Update: 2. Februar] Mittlerweile hat das Mega-Team einen Blogpost veröffentlicht, der die Details des Angebots erläutert. Darin wird deutlich, dass sich die ausgesprochene Belohnung - in Abhängigkeit vom Ausmaß der Sicherheitslücke - auf maximal 10.000 Euro beläuft. Die oben genannte Gesamtsumme ist erfolgreichen Hackern damit keinesfalls sicher. Weitere Details zu den Voraussetzungen des ausgeschriebenen Preisgeldes liefert der Blogpost von Mega. [/Update]

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Lars Budde