Mega | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Mega 2014-09-16T08:55:41Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/mega Der Mega-Deal erklärt: Warum Microsoft Minecraft wirklich kauft http://t3n.de/news/mega-deal-erklaert-microsoft-minecraft-567241/ 2014-09-16T08:55:41Z
Microsoft hat mit der spektakulären Übernahme der Minecraft-Erfinder für Aufsehen gesorgt. Doch warum blättert der Konzern für eine Spieleschmiede so viel Geld hin und wie passt das in die …

hat mit der spektakulären Übernahme der Minecraft-Erfinder für Aufsehen gesorgt. Doch warum blättert der Konzern für eine Spieleschmiede so viel Geld hin und wie passt das in die Strategie des Unternehmens? Ein Erklärungsansatz.Zugestanden: Als ich von der Übernahme von Mojang durch Microsoft gehört habe, musste ich mit dem Kopf schütteln. Mehrmals. Ich konnte einfach nicht begreifen, inwiefern Minecraft dem Redmonder Unternehmen in irgendeiner Art und Weise helfen könnte. Minecraft ist mit über 54 Millionen verkauften Exemplaren ein sehr erfolgreiches Spiel. Aber blättert Microsoft wirklich 2,5 Milliarden US-Dollar hin, um den Titel auch auf die Windows-Phone-Plattform zu bringen? Wohl kaum.

Das Minecraft-Phänomen verstehen

Um also zu begreifen, warum ein Unternehmen wie Microsoft so viel Geld für ein Spiel bzw. eine Spieleschmiede bezahlt, muss man das Minecraft-Phänomen verstehen. Minecraft ist kein klassisches Videospiel, es ist eine Art Baukasten. Oftmals fällt der Vergleich mit Lego, um die Tätigkeiten der Minecraft-Spieler zu beschreiben. Um ein Gespür für das Spiel zu bekommen, mag der Vergleich in Ordnung sein. Aber der Lego-Vergleich hinkt natürlich.

„Mojang hat den ureigenen menschlichen Spieltrieb in Perfektion ins Digitale übertragen.“

Zwar bauen in Minecraft die Spieler ähnlich wie bei Lego mit Bausteinen Gebäude und Gebilde, doch liegen diese nicht einfach gesammelt auf einem Haufen, sondern müssen abgebaut und zum Teil verarbeitet werden. Es gibt verschiedene Rohstoffe und Materialien. Und von Anfang an ist der Zugriff auf diese Rohstoffe nicht wie bei Lego begrenzt. Spieler in Minecraft bauen sich eine ganze Welt, die einzige Restriktion ist die Zeit.

Diesen jedem Menschen ureigensten Spieltrieb des Bauens und Erschaffens hat Mojang nahezu in Perfektion ins Digitale übertragen. Das ist auch der Grund für den unglaublichen Erfolg des Titels, der bessere Verkaufszahlen aufweist als die meisten Videospiel-Blockbuster der vergangenen Jahre. Ein Geniestreich sozusagen. Selbst auf mobilen Plattformen ist Minecraft extrem erfolgreich, obwohl man doch meinen möchte, dass auf einem kleinen Bildschirm das Spielerlebnis des Bauens und Erschaffens eher leidet. Und nicht zuletzt die extrem engagierte Minecraft-Community, mit über 100 Millionen registrierten Nutzern, spricht für sich.

Microsoft kauft den Geist von Minecraft

Microsoft: Satya Nadella wird neuer CEO. (Foto: Heisenberg Media / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)
Satya Nadella setzt voll auf eine Cross-Platform-Strategie. Der Minecraft-Deal bestätigt dies.  (Foto: Heisenberg Media via flickr, Lizenz CC BY 2.0)

Microsoft kauft also nicht etwa irgendein Spiel oder ein Entwickler-Studio, sondern eine Marke, ein nahezu universelles Spielerlebnis, eine Bewegung, hinter der eine Lebenseinstellung und ein Pioniergeist stehen. Menschen, die höchst kreativ digitale Welten von einzigartiger Schönheit bauen, bringen einen durch und durch positiven Geist auf Microsofts Plattformen bzw. in das Unternehmen ein. Das kann dem Konzern nur gut tun.

Insofern passt der Kauf der Minecraft-Macher perfekt zur Unternehmensstrategie, die CEO Satya Nadella erst kürzlich nochmals auf den Punkt gebracht hat:

(…) We are very grounded on this cross-platform world. One of the things that you’re find is Microsoft icons on any phone — irrespective of whether it’s a Windows Phone or not. That’s our core goal: Things like Office, things like Skype are broadly available. And Minecraft! On every 8-year-old’s phone, for sure.

Ein extrem positiv besetztes Cross-Platform-Erlebnis

Es geht also weder darum, Minecraft unbedingt auf Windows Phone zu bringen, noch um die 100 Millionen Minecraft-Community-Nutzer, die in Zukunft vielleicht einen Microsoft-Account benötigen. Das mögen nette Nebeneffekte sein. Im Mittelpunkt der Akquisition steht Minecraft als extrem positiv besetztes Cross-Platform-Erlebnis, das nicht nur Gamer, Geeks und Nerds über den ganzen Planeten vereint. Guter Deal, Microsoft.

Bleibt am Ende die Frage, wie sich diese Cross-Platform-Strategie mit dem schlecht laufenden Hardware-Geschäft des Unternehmens verträgt – vor allem in Bezug auf den Surface- und den Windows-Phone-Absatz. Beginnt Nadella – ganz in Minecraft-Manier – jetzt etwa mit dem Konzernumbau?

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Luca Caracciolo
Super Pi Boy 64 Mega: Raspberry Pi macht alten Game Boy zur Retro-Spielemaschine http://t3n.de/news/super-pi-boy-64-mega-raspberry-pi-559117/ 2014-07-24T06:30:09Z
Ein Bastler hat einen alten, klassischen Game Boy in einen universellen Retro-Handheld verwandelt. Dank Raspberry Pi kann das Gerät jetzt neben Game-Boy- auch tausende Game-Boy-Advance-, NES-, …

Ein Bastler hat einen alten, klassischen Game Boy in einen universellen Retro-Handheld verwandelt. Dank kann das Gerät jetzt neben Game-Boy- auch tausende Game-Boy-Advance-, NES-, SNES-, N64- und Sega-Titel spielen.

Es vergeht fast kein Tag ohne neue, beeindruckende Raspberry-Pi-Bastelprojekte. Ein besonderes spannendes Beispiel stammt von einem Bastler, der unter dem Nicknamen „microbyter“ aktiv ist. Er hat verschiedene, existierende Raspberry-Pi-Projekte kombiniert und sich damit eine beeindruckende, mobile Retro-Spielekonsole gebaut. In Anlehnung an alle Konsolensysteme die er mit seinem neuen Gerät emulieren kann, heißt seine Schöpfung „Super Pi Boy 64 Mega“.

Die Innereien des „Super Pi Boy 64 Mega“: Ein LCD-Display aus dem Auto-Bereich und ein Raspberry Pi (Modell B). (Quelle: superpiboy.wordpress.com)
Die Innereien des „Super Pi Boy 64 Mega“: Ein LCD-Display aus dem Auto-Bereich und ein Raspberry Pi (Modell B). (Quelle: superpiboy.wordpress.com)

Grundlage ist ein defekter Ur-Game-Boy

Die Grundlage des ganzen Projekts war ein alter, defekter Game Boy der ersten Generation. Dessen Innereien hat der Bastler entfernt und im Innenraum Platz gemacht für das neue Innenleben: Als Display kommt ein 3,5 Zoll großes Farbdisplay zum Einsatz, das für unter 20 Euro auf Amazon erworben werden kann. Ursprünglich diente es als Display für eine Nachrüst-Rückfahrkamera im Auto. Das Display wurde mit Dremel, Feile und Co. an das Game-Boy-Gehäuse eingepasst. Mit minimaler Lötarbeit wurde außerdem die Stromversorgung des Displays von 12-V-Bordspannung im Auto auf 5 Volt via USB-Anschluss modifiziert.

Der selbstgebaute „Super Pi Boy 64 Mega“ neben dem Ur-Game-Boy. (Quelle: superpiboy.wordpress.com)
Der selbstgebaute „Super Pi Boy 64 Mega“ neben dem Ur-Game-Boy. (Quelle: superpiboy.wordpress.com)

Herzstück ist ein Raspberry Pi, der mit den Original-Buttons verbunden ist

Herzstück der neuen Konsole ist ein herkömmlicher Raspberry Pi (Model B), der momentan für etwa 35 Euro gekauft werden kann. Das Display wurde mittels Composite-Kabel mit dem Raspberry Pi verbunden. Für die Steuerung mithilfe der originalen Game-Boy-Buttons hat sich „microbyter“ eine universelle Nachbau-Platine für den Original-Game-Boy gekauft. Diese verfügt über die gleichen Abmessungen wie das originale Bauteil, verzichtet jedoch auf alle elektrischen Komponenten, so dass die Kontakte der einzelnen Buttons sehr leicht abgegriffen und mit anderen Komponenten verbunden werden können. Die Platine kostete ihn etwa 10 Euro.

Die originalen Buttons wurden fest mit den universellen GPIO-Ports auf dem Raspberry Pi verlötet. Via Software kann den Buttons dann eine Taste auf einer virtuellen Tastatur zugewiesen werden, mit der dann die gesamte Emulations-Software bedient werden kann. Zwei zusätzliche Buttons wurden in das Batteriefach des Game Boy eingesetzt und dienen als Schulter-Buttons, die zum Beispiel für Game-Boy-Advance- und N64-Titel benötigt werden.

RetroPie: Linux-Distribution emuliert dutzende Spielekonsolen

Bei der Software können Retro-Fans zum Glück auf eine fertige, angepasste Linux-Distribution für den Raspberry Pi namens „RetroPie“ zurückgreifen. Damit lassen sich dutzende alte Spielekonsolen und Handheld-Geräte emulieren, darunter unter anderem: Game Boy, Game Boy Color, Game Boy Advance, C64, Atari, NeoGeo, NES, SNES, Playstation und N64. Damit können Nutzer Klassiker der Gaming-Geschichte wie Super Mario, Tetris, Zelda oder Street Fighter spielen. Details zu dem Projekt finden sich auf der zugehörigen Webseite.

via superpiboy.wordpress.com

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Moritz Stückler
I/O 2014: Diese Neuheiten stellt Google auf seiner Mega-Konferenz vor http://t3n.de/news/google-io-vorschau-mehr-google-553066/ 2014-06-24T10:35:39Z
Diese Woche findet zum achten Mal Googles Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco statt. Mehr denn je werden dieses Jahr spannende Vorstellungen erwartet – von neuen Google-Smartwatches über eine …

Diese Woche findet zum achten Mal Googles Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco statt. Mehr denn je werden dieses Jahr spannende Vorstellungen erwartet – von neuen Google-Smartwatches über eine neue Android-Version bis hin zu einer neuen TV-Plattform und vielem mehr.

Google I/O 2014: Am 25. und 26. Juni in San Francisco

Seit 2008 lädt die Entwicklergemeinde jährlich zu seiner größten Konferenz namens „I/O“ ein („I/O“ steht im IT-Bereich als Abkürzung für „Input / Output“). Das Mega-Ereignis wird jedes Jahr spannender, da Google nicht zuletzt durch prominente Akquisitionen immer mehr Firmen und Produkte in sein Portfolio aufnimmt und zukünftige Produkte auf der Konferenz vorstellt. Auch dieses Jahr erfreut sich die Konferenz schon im Vorfeld größter Beliebtheit, sodass Google die Tickets erstmalig nach dem Zufallsprinzip verlost hat.

Der Veranstaltungsort der Google I/O ist das „Moscone West“ in Downtown San Francisco. (Quelle: Zimbio.com)
Der Veranstaltungsort der Google I/O ist das „Moscone West“ in Downtown San Francisco. (Foto: Zimbio.com)

Auch dieses Jahr wird der Themenfokus einmal mehr erweitert und es wird viel Wert auf Smart-Home-Themen gelegt (nach Nest hat Google gerade auch die Überwachungskamera-Firma Dropcam gekauft). Die Konferenz findet am 25. und 26. Juni im Moscone Center in San Francisco statt, dem gleichen Ort, an dem auch Apple vor wenigen Wochen seine Entwicklerkonferenz WWDC abgehalten hat. Wer unter den glücklichen Ticket-Gewinnern ist, muss aber immer noch 900 Dollar hinblättern, um tatsächlich reinzukommen.

Android Wear: Termine, Preise und neue Uhren

Sicher ist, dass Googles Wearable-Devices-Betriebssystem Android Wear im Zentrum der Veranstaltung steht. In der Vergangenheit sind schon viele Details dazu veröffentlicht worden, und Entwickler können auch schon seit einigen Monaten ihre Apps für Android Wear optimieren. Die letzten Fragen sollten nun auf der I/O geklärt werden. Vor allem wird erwartet, dass OEM-Hersteller neue Geräte mit dem Betriebssystem vorstellen und demonstrieren. Die schon bekannten Smartwatches von LG und Motorola dürften auf der I/O endlich offiziell mit einem Release-Termin und einem Preis ausgezeichnet werden. Es wäre sogar denkbar, dass alle zahlenden I/O-Teilnehmer ein Exemplar einer Smartwatch geschenkt bekommen. Solche Hardware-Giveaways sind auf der Konferenz gute Tradition (im letzten Jahr gab es zum Beispiel ein Chromebook Pixel im Wert von rund 1.500 US-Dollar für die Teilnehmer).

Zur Google I/O 2014 werden eine Reihe neuer Smartwatches erwartet. (Quelle: plus.google.com/+Motorola)
Zur Google I/O 2014 werden eine Reihe neuer Smartwatches erwartet. (Bild: plus.google.com/+Motorola)

Aber auch neue Hersteller könnten auf den Android-Wear-Zug aufspringen und eine Vorschau auf ihre Produkte geben. Zum Start der Plattform im März haben neben LG und Motorola auch Asus, HTC, Samsung, Broadcom, Imagination, Intel, Mediatek und Qualcomm ihre Unterstützung angekündigt. Alle Hersteller in dieser Liste wären in der Lage, eigene Smartwatch-Hardware herzustellen und könnten diese auf der I/O vorstellen.

Android 4.5 oder Android 5.0: Mehr Business- und Enterprise-Funktionen

Sicherlich wird es auch Neuerungen im Android-Bereich geben. Es ist zwar möglich, dass Google nur ein kleineres Update (zum Beispiel auf Versionsnummer 4.5) vorstellt, aber auch nicht ausgeschlossen, dass es einen Ausblick auf die nächste große Major-Version Android 5.0 geben wird. Die Codenamen der neuen Versionen sind bisher unbekannt, angeblich soll der Beiname der nächsten Version aber mit „L“ beginnen. Weil alle Android-Versionen bisher nach Süßigkeiten benannt wurden, wäre „Lollipop“ eine denkbare Variante.

Google hat das Unternehmen „Divide“ gekauft und könnte Enterprise-Features in die kommende Android-Version einbauen. (Quelle: Divide.com)
Google hat das Unternehmen „Divide“ gekauft und könnte Enterprise-Features in die kommende Android-Version einbauen. (Quelle: Divide.com)

Zukünftige Android-Versionen sollen zudem deutlich mehr Business- und Enterprise-Features bekommen. Im Mai hat Google deswegen die Firma „Divide“ gekauft, die sich darum kümmert, Android-Geräte businesstauglich zu machen. Dazu erstellt die Anwendung einen verschlüsselten, zweiten Arbeitsbereich, in dem Mitarbeiter sensible Daten aufbewahren und Firmen-Aufgaben verwalten können – ein ähnlicher Ansatz, wie ihn Samsung mit seinem Produkt „Knox“ verfolgt. Viele dieser Funktionen könnten in kommenden Android-Versionen ein fester Teil des Betriebssystems werden – und damit Apps von Drittherstellern größtenteils überflüssig machen.

Android TV: Ein letzter Anlauf im TV-Markt

Im TV-Markt ist Google in der Vergangenheit mit seinem Software-Konzept „Google TV“ und seinem Hardware-Produkt „Nexus Q“ schon zwei Mal glorreich gescheitert. Nur der kleine Streaming-Stick Chromecast konnte sich aufgrund seines einfachen Konzept als reiner Empfänger für andere Geräte und des geringen Preises auf dem Markt halten. Aber Google scheint damit nicht zufrieden zu sein, nach wie vor will der Konzern Android auch auf Fernsehgeräte bringen.

Android TV: So soll die Oberfläche von Googles neuer TV-Oberfläche aussehen. (Bild: The Verge)
Android TV: So soll die Oberfläche von Googles neuer TV-Oberfläche aussehen. (Bild: The Verge)

Der neueste Anlauf soll Android TV heißen und auf der Google I/O vorgestellt werden. Dabei hat sich das grundlegende Konzept seit Google TV nicht wirklich geändert. Google hat die Oberfläche etwas vereinfacht und versucht, sich auf die essenziellen Funktionen, nämlich das Auffinden und Angucken von Inhalten, zu konzentrieren. Wieso das jetzt auf einmal funktionieren sollte, bleibt zwar weiter fraglich, aber vielleicht hat Google ja noch ein paar Überraschungen in Form von Content-Kooperationen im Ärmel.

Android kommt ins Auto

Neben der Armbanduhr und dem Fernseher soll Android zukünftig auch im Auto eine größere Rolle spielen. Auch Apple hat den Wert dieses Markts schon erkannt und vor kurzem „CarPlay“ veröffentlicht. Ganz ähnlich soll auch Googles neues Produkt funktionieren, das bisher unter dem Namen „Google Auto Link“ entwickelt wurde. Dabei handelt es sich nicht um ein eigenständiges Betriebssystem für das Auto, sondern um eine spezialisierte Benutzeroberfläche für Android-Smartphones, die mit dem Auto (mit und ohne Kabel) gekoppelt werden. Mit dieser Oberfläche soll sich Android wesentlich leichter und schneller bedienen und damit auch während der Fahrt komfortabel und sicher einsetzen lassen.

Neben Apple dürfte auch Google bald ein User-Interface für Smartphones im Auto anbieten. (Screenshot: Apple)
Neben Apple dürfte auch Google bald ein User-Interface für Smartphones im Auto anbieten. (Screenshot: Apple)

Project Tango, Project Ara, Fahrerloses Auto, Google Glass und vieles mehr

Natürlich wird Google in den zwei Konferenztagen noch deutlich mehr vorstellen. Im Gegensatz zum großen Konkurrenten Apple zeigt sich Google erfahrungsgemäß auch etwas offener und gibt Einblicke in Entwicklungen, die noch nicht marktreif sind, sodass man durchaus auch Vorstellungen von neuen und extravaganten Produkten und Diensten erwarten kann. Neuheiten und Informationen zum Projektstatus könnte es deswegen auch vom 3D-Tablet „Project Tango“, dem modularen Smartphone „Project Ara“ und Googles fahrerlosem Auto geben. In diesen Kategorien scheinen neue Produkte aber eher unwahrscheinlich, da bei allen genannten Produkten erst vor kurzer Zeit neue Entwicklungen vermeldet wurden. Denkbarer wären Neuvorstellungen in den folgenden Kategorien:

  • Neue Nexus-Geräte: Mit neuen Nexus-Geräten kann man vermutlich erst wieder Ende des Jahres rechnen. Dann müsste Google turnusgemäß wieder neue Tablets vorstellen. Gerade das Nexus 10 hat inzwischen schon eineinhalb Jahre auf dem Buckel und müsste abgelöst werden. Es gibt schon länger Gerüchte, dass HTC an einem neuen Nexus-Gerät mit 8,9-Zoll-Display arbeitet.
  • Updates für Google+: Googles Soziales Netzwerk fristet immer noch ein Nischendasein. Zwar gibt es eine loyale Nutzerschaft, viele Nutzer aber stehen nach wie vor auf Kriegsfuß mit Google +, gerade durch Vorstöße, das Netzwerk in alle anderen Google-Dienste zu integrieren. Aber auch durch das Ausscheiden des zuständigen Managers Vic Gundotra hängt Google+ momentan etwas in der Luft und könnte neuen Rückenwind in Form neuer Features gebrauchen.
  • Vorstellung von Android Silver: Langfristig will Google anscheinend das Nexus-Programm ausweiten und den Netzbetreibern und Herstellern in Bezug auf die Fragmentierung von Android-Versionen noch mehr Einhalt gebieten. Dazu soll die Marke Nexus langfristig in „Android Silver“ umbenannt werden. Dieser Schritt dürfte aber noch etwas Zeit brauchen und ist daher zur Google I/O eher unwahrscheinlich.
  • Neue Version von Google Glass: Google Glass wurde vor zwei Jahren auf der Google I/O vorgestellt. Allerdings ist das Produkt nach wie vor in einer Art Beta-Phase. Zunächst war die Brille nur für einen kleinen Personenkreis erhältlich, erst seit kurzer Zeit ist Google Glass für jedermann erhältlich (zumindest in einigen Ländern). Dabei handelt es sich aber vermutlich nur um eine Art Abverkauf der schon hergestellten Brillen. Es wird erwartet, dass Google in Zukunft ein neues Modell vorstellen wird, in das die Erfahrungen der ursprünglichen Explorer-Edition eingeflossen sind. Eine Vorstellung zur diesjährigen I/O wäre möglich, erscheint aber etwas zu schnell.

Live-Streaming: Keynote und viele Sessions von Zuhause aus verfolgen

Eine gute Nachricht für alle Daheimgebliebenen: Sowohl die Eröffnungs-Keynote als auch viele der einzelnen Sessions können live gestreamt werden. Einen Überblick über die Themen-Vielfalt der I/O sowie die verfügbaren Livestreams findet ihr im offiziellen Event-Kalender. Außerdem gibt es eine eigene Android-App, die sowohl für Zuschauer vor Ort als auch für Besucher aus dem Internet gemacht wurde.

Google I/O 2014 Google I/O 2014 @ Google Play
Preis: Kostenlos
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Moritz Stückler
iPhone 6, iOS 8, OS X 10.10: Das erwartet uns auf Apples Mega-Konferenz WWDC 2014 http://t3n.de/news/wwdc-2014-iphone-6-ios-8-mac-osx-10-10-548489/ 2014-06-01T08:10:50Z
Apples Entwickler-Konferenz WWDC beginnt am Montag und die Erwartungen sind groß. Angeblich wird es ein ganzes Feuerwerk an Neuigkeiten geben. Die Gerüchte reichen von der neuen Max-OS-X-Version …

Apples Entwickler-Konferenz beginnt am Montag und die Erwartungen sind groß. Angeblich wird es ein ganzes Feuerwerk an Neuigkeiten geben. Die Gerüchte reichen von der neuen Max-OS-X-Version 10.10 über bis hin zu neuen iPhones und Smart-Home-Geräten. Wir schaffen Übersicht.

WWDC 2014: Apples Entwickler-Konferenz geht vom 2. bis zum 6. Juni

Apples jährliche Entwickler-Konferenz findet dieses Jahr vom 2 bis zum 6. Juni in San Francisco statt. Als Veranstaltungsgelände dient einmal mehr das berühmte Moscone Center im Stadtzentrum von San Francisco. Die begehrten Tickets wurden dieses Jahr erstmalig im Losverfahren vergeben. Ein Ticket kostet stolze 1599 US-Dollar. Dafür erwarten die rund 5000 glücklichen Entwickler aber auch extrem hochwertige Vorträge und exklusiver Kontakt zu rund 1000 Apple-Mitarbeitern. Im Gegensatz zu anderen Entwickler-Konferenzen gibt es auf der WWDC meistens keine besonders teuren Giveaways oder Gift-Bags.

Der Veranstaltungsort, dass Moscone-Center in Downtown San Francisco ist schon fertig dekoriert. (Quelle: theverge.com)
Der Veranstaltungsort, dass Moscone-Center in Downtown San Francisco ist schon fertig dekoriert. (Quelle: theverge.com)

Die WWDC markiert jährlich die größte Welle an Neuheiten und Ankündigungen für das Apple-Universum. Ein Großteil aller existierenden Produkte wird anlässlich der Veranstaltung aktualisiert und erfahrungsgemäß werden hier auch wichtige neue Produkte vorgestellt.

Der Elefant im Raum: Kommt das iPhone 6?

Traditionell wird das iPhone eigentlich jährlich im September auf einer eigenen Veranstaltung vorgestellt. Es gibt aber Gerüchte die dafür sprechen, dass es bereits nächste Woche auf dem WWDC vorgestellt werden könnte. Es wird erwartet, dass mindestens eins, wenn nicht sogar zwei neue iPhone-Modelle mit größerem Display vorstellen soll. Ein Video, welches angeblich im Rahmen der Aufbauarbeiten des WWDC geschossen wurde, soll das zeigen.

iOS 8 – Healthbook, „echtes“ Multitasking und Smart-Home-Plattform

Als sicher gilt, dass Apple auf dem WWDC einen ersten Einblick in die nächste iOS-Version Nummer 8 gewähren wird. Zu den Features soll die „Healthbook“-App gehören, welche Bewegungs- und Gesundheitsdaten zentral sammeln soll, und sich mit Apps von Drittherstellern erweitern lässt. Außerdem gab es vor kurzem Gerüchte, dass Apple in iOS 8 auch eine Smart-Home-Plattform integrieren könnte. Damit ließen sich Smart-Home-Komponenten, zum Beispiel Glühlampen, Schlösser oder Thermostate einfacher mithilfe von iOS-Geräten steuern. Das Programm soll ähnlich aufgebaut werden, wie das bisherige „Made for iPhone“-Zubehörprogramm.

Apple wird iOS 8 auf der WWDC vorstellen. Ein Highlight soll die zentrale Gesundheits-App „Healthbook“ sein. (Quelle: 9to5mac.com)
Apple wird iOS 8 auf der WWDC vorstellen. Ein Highlight soll die zentrale Gesundheits-App „Healthbook“ sein. (Quelle: 9to5mac.com)

Deutliche Verbesserungen soll es außerdem in Apples eigener Karten-App geben – sie soll bald öffentliche Verkehrsmittel berücksichtigen können. Das bisherige „Game Center“ als eigenständige App auf jedem iOS-Gerät könnte verschwinden, die Funktionen und der Name sollen aber erhalten bleiben und einfach in die betreffenden Spiele integriert werden. Auch Siri bekommt garantiert neue Funktionen und soll zukünftig Musik identifizieren können, genau wie die beliebte App „Shazam“.

iOS 8: Zukunftssicher dank VoLTE?

Ein Feature, welches auf den ersten Blick relativ unspektakulär klingt, aber für viel Aufruhr im Mobilfunkmarkt sorgen wird ist Voice-over-LTE (kurz: VoLTE): Anstatt wie bisher Telefongespräche über das GSM-Netz und die sogenannte „Leitungsvermittlung“, wie bei einem Festnetz-Telefon, aufzubauen, soll iOS 8 Gespräche über das IP-Protokoll abwickeln können. Die Vorteile dafür liegen vor allem in der besseren Sprachqualität. Dieses Feature muss zwar vom Netzbetreiber aktiviert werden, könnte sich aber in der Zukunft schnell verbreiten und macht iOS damit zukunftssicher.

Das „Notification Center“ könnte weiter vereinfacht werden und die Voice-Memo-App erhält angeblich einen neuen Look. Auch mobile Varianten der OS-X-Anwendungen „Vorschau“ und „TextEdit“ sind angeblich geplant. Eine Möglichkeit zum parallelen Ausführen von zwei Apps auf dem iPad im Splitscreen-Modus wird es anscheinend pünktlich zur WWDC noch nicht geben.

OS X 10.10 Yosemite – Optisch komplett überarbeitet

Die neue Mac-OS-Version soll sich vor allem optisch vom Vorgänger unterscheiden. 10.10 soll sich deutlich näher am flachen Look von iOS 7 orientieren. Zwar hat man mit OS X 10.9 Mavericks schon einen Großteil der sogenannten skeuomorphischen Optik (Oberflächen, die so aussehen wie reale Materialien, zum Beispiel Leder oder Gras) wieder entfernt, aber OS X 10.10 soll auch den letzten Überbleibseln (zum Beispiel die Photo-Booth-App) den Garaus machen. Der gesamte Look könnte flacher und großflächiger werden. iOS und OS X sollen sich optisch weiter aneinander annnähern.

So könnte OS X 10.10 Yosemite aussehen. Jedenfalls soll es deutlich flacher und iOS-ähnlicher werden. (Quelle: giga.de)
So könnte OS X 10.10 Yosemite aussehen. Jedenfalls soll es deutlich flacher und iOS-ähnlicher werden. (Quelle: giga.de)

Zu neuen Funktionen von OS X 10.10 ist noch nicht viel bekannt. Es wäre möglich, dass Apple eine Art „Control Center“ für OS X (mittels Fremdsoftware bereits erhältlich) einführt, also ein kompaktes Zusatzmenü, in welchem die wichtigsten Systemfunktionen schnell und einfach verändert werden können (zum Beispiel Bildschirmhelligkeit, Lautstärke, WLAN und Bluetooth). Die entsprechenden Icons in der Menübar könnten dann an einen anderen Ort wandern, so dass dort mehr Platz für Applikationen von Drittherstellern frei wird. Denkbar wäre auch, dass Apple endlich ermöglicht, Dateien via AirDrop zwischen iOS und OS X auszutauschen.

Die ersten Banner im Konferenzzentrum sprechen dafür, dass Mac OS X 10.10 den Beinamen „ Yosemite“ oder „El Cap“ tragen wird. (Quelle: theverge.com)
Die ersten Banner im Konferenzzentrum sprechen dafür, dass Mac OS X 10.10 den Beinamen „ Yosemite“ oder „El Cap“ tragen wird. (Quelle: theverge.com)

Erste Banner, die bereits vergangene Woche im Moscone Center aufgehängt wurden, zeigen den OS-X-Schriftzug vor dem berühmten „El Capitan“-Felsen im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien. Demnach wird vermutet, dass OS X 10.10 wieder den Beinamen einer kalifornischen Sehenswürdigkeit tragen wird, so wie die aktuelle Version „Mavericks“ einen beliebten Surfspot an der kalifornischen Küste bezeichnet. Wirft man einen Blick auf die Liste an Produktnamen, die sich Apple in der Vergangenheit sichern ließ, dann gibt es darunter zwei sehr wahrscheinliche Kandidaten: Yosemite oder „El Cap“.

Neue Produktkategorien: Keine iWatch, iTV und Co. in Sicht

Schon seit Jahren gibt es Gerüchte, dass Apple in den Wearable- und Fernsehmarkt einsteigen möchte. Und eine potenzielle iWatch wäre sicherlich ein passendes Accessoire, besonders für die Healthbook-App von iOS 8. Es gibt aber im Vorfeld der Konferenz keinerlei konkrete und aktuelle Hinweise, dass eine iWatch oder ein iTV bald vorgestellt werden könnten. Anscheinend wird sich Apple weiterhin Zeit lassen mit diesen neuen Produktkategorien.

Sonstige Hardware: Größeres iPad, neues MacBook Air und Brückengerät zwischen MacBook und iPad

Zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen: Es könnte zur WWDC auch Zuwachs in der bisherigen MacBook- oder iPad-Produktfamilie geben. Gerade nach der Vorstellung des Surface Pro 3 von Microsoft mit seinem größeren 12-Zoll-Display könnte es auch sein, dass Apple ein größeres iPad vorstellen wird. Bei einem solchen Gerät könnte es sich außerdem um ein Brückengerät zwischen iOS und OS X bzw. iPad und MacBook geben. Es gibt Gerüchte, dass Apple bereits lüfterlose ARM-Prozessoren einsetzt, damit ließe sich ein solches Gerät realisieren, dass sowohl mit iOS oder OS X ausgestattet sein könnte.

Auch eine neue MacBook-Air-Variante mit einer Display-Größe von 12 Zoll wird schon seit vielen Monaten diskutiert und könnte auf der WWDC vorgestellt werden. Die lang erwartete Einführung eines MacBook Air mit Retina-Display muss hingegen wohl noch warten. Vermutlich wird ein solcher Schritt zusammen mit Intels zukünftiger Prozessorgeneration „Broadwell“ erfolgen, die mit einigen Monaten Verspätung, zum Ende des Jahres auf den Markt kommen soll.

WWDC 2014: Keynote im Livestream verfolgen

Apple wird dieses Jahr die Eröffnungs-Keynote von der WWDC2014 live im Internet streamen. Ab 19 Uhr deutscher Zeit (10 Uhr Ortszeit in San Francisco) findet man die Übertragung auf der dazugehörigen Eventseite bei Apple. Die wichtigsten Neuigkeiten finden sich natürlich danach auch auf unserer Startseite.

via 9to5mac.com

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Moritz Stückler
Asyl im Fiber-Wunderland: Wie Google mit Netflix die Netzneutralität verteidigt http://t3n.de/news/netzneutralitaet-google-547020/ 2014-05-23T09:37:13Z
Der Mega-Deal zwischen Netflix und dem Internetanbieter Comcast hat die Netzneutralität in den USA aus den Angeln gehoben. Jetzt fürchtet auch Google die Mehrkosten und wirbt öffentlichkeitswirksam …

Der Mega-Deal zwischen und dem Internetanbieter Comcast hat die in den USA aus den Angeln gehoben. Jetzt fürchtet auch die Mehrkosten und wirbt öffentlichkeitswirksam für sein Fiber-Netz.

Netzneutralität: Google versorgt Netflix und Verbraucher gratis mit Fiber-Speed

Um die ausreichend schnelle Übertragung von Filmen und Serien zu gewährleisten, hat sich der Streaming-Anbieter Netflix im Februar bekanntermaßen auf einen wegweisenden Pakt mit Comcast, dem landesweit größten Internetanbieter, einlassen müssen. Für mehr Geld gibt es mehr Geschwindigkeit und Vorfahrtsrechte entlang der Datenautobahn. Ein Affront gegen die Netzneutralität, der bei Verbrauchern und Internetkonzernen gleichermaßen umstritten ist.

Netzneutralität adé: Der US-Streaming-Gigant Netflix schließt einen teuren Deal mit dem US-Provider Comcast ab. Für mehr Geld gibt es schnellere Daten. (Bild: The Orcon UFB Blog)
Netzneutralität ade: Der US-Streaming-Gigant Netflix schließt einen teuren Deal mit dem US-Provider Comcast ab. Für mehr Geld gibt es schnellere Daten. (Bild: The Orcon UFB Blog)

Besonders Google scheint sich an dieser Entwicklung zu stören. In einem symbolträchtigen Akt nutzt das kalifornische Unternehmen deshalb die derzeitige Unruhe und springt öffentlichkeitswirksam für Netflix und die Netzneutralität in die Bresche: der Video-Streaming-Anbieter kann kostenlos auf das unter dem Namen Fiber bekannte Hochgeschwindigkeitsnetz des Unternehmens zugreifen.

„Eine echte Win-Win-Win-Situation“

Das geht aus den Nutzungsvereinbarungen hervor, die Google in einem Blogbeitrag offenlegt. Unter dem Titel „Behind the scenes with Google Fiber: Working with content providers to minimize buffering“ erklärt der Konzern unter anderem, wie sich die für schnelle Datenübertragungen notwendigen Peering- und Serverhousing-Verfahren im Unterschied zur derzeitigen Entwicklung transparenter, fairer und ohne Mehrkosten nutzen lassen.

Das Paradebeispiel liefert Google mit seinem Fiber-Projekt aus eigener Tasche mit. Während Google demnach Firmen wie Netflix oder Akamai mit hochpotenter Infrastruktur aus lokalen Glasfaserkabeln und Serverhäusern bedient, bauen Content-Provider eigene Serverkapazitäten entlang dieses Ökosystems auf. „Eine echte Win-Win-Win-Situation“, wie Google es nennt. Internetprovider müssten so nicht länger das hohe Datenaufkommen über weite Distanzen stemmen, Content-Anbieter behalten die Kontrolle über ihre Inhalte und Konsumenten freuen sich über ruckelfreies Filmvergnügen – so der Schluss von Google.

Mit Fiber baut sich Google seit einigen Jahren schrittweise ein eigenes Hochgeschwindigkeitsnetz auf. (Screenshot: t3n)
Mit Fiber baut sich Google seit einigen Jahren schrittweise ein eigenes Hochgeschwindigkeitsnetz auf. (Screenshot: t3n)

Klar ist aber auch: Google Fiber ist bisher nur in Kansas City, Austin und Provo verfügbar. Zwar sollen schon bald neun weitere Metropolregionen an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden. Eine ausreichend große Reichweite stellt das für Netflix aber nicht dar. Insofern ist der Google-Vorstoß auch ein Stück weit als Marketing-Stunt zu verstehen.

Google will nicht zusätzlich für YouTube zahlen

Und dennoch:  ganz von ungefähr kommt das nicht. Denn mit YouTube betreibt Google immerhin die zweitgrößte Videoplattform der Welt, zumindest wenn man den im nordamerikanischen Raum verursachen Traffic als Messindikator heranzieht. Netflix beispielsweise ist in Stoßzeiten für mehr als ein Drittel des gesamten US-amerikanischen Datenverkehrsaufkommen verantwortlich. Entsprechend günstig wäre die Verhandlungsposition für die führenden Internetprovider des Landes gegenüber Google. So schöpft der Konzern mit Fiber ein weiteres Mittel aus, um künftige Kostensteigerungen zu vermeiden.

via www.wired.com

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Daniel Hüfner
Mega-Deal mit Comcast: Netflix besiegelt das Ende der Netzneutralität http://t3n.de/news/netzneutralitaet-netflix-530450/ 2014-02-24T08:56:50Z
Um die ausreichend schnelle Übertragung von Filmen und Serien zu gewährleisten, schließt der Streaming-Anbieter Netflix einen wegweisenden Deal mit dem größten Internetprovider der USA.

Um die ausreichend schnelle Übertragung von Filmen und Serien zu gewährleisten, schließt der Streaming-Anbieter einen wegweisenden Deal mit dem größten Internetprovider der USA. Die ist damit zumindest in den USA nicht mehr gewährleistet.

Netzneutralität adé: Netflix schließt Deal mit Comcast

Es hatte sich abgezeichnet, doch jetzt macht der größte Internetprovider der Vereinigten Staaten ernst: Comcast bittet den populären US-Streaming-Anbieter Netflix zur Kasse – um das horrende Datenaufkommen des Anbieters in Zukunft wieder schneller durch die Leitungen der Endkunden zu transportieren. Wie beide Parteien bestätigen, habe man dazu einen Deal geschlossen: „Comcast und Netflix haben eine Vereinbarung getroffen, die Breitband-Kunden von Comcast in den kommenden Jahren ein hochwertiges Netflix-Streaming-Erlebnis bietet“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Dem Deal waren monatelange Verhandlungen vorausgegangen.

Netzneutralität adé: Der US-Streaming-Gigant Netflix schließt einen teuren Deal mit dem US-Provider Comcast ab. Für mehr Geld gibt es schnellere Daten. (Bild: The Orcon UFB Blog)
Netzneutralität adé: Der US-Streaming-Gigant Netflix schließt einen teuren Deal mit dem US-Provider Comcast ab. Für mehr Geld gibt es schnellere Daten. (Bild: The Orcon UFB Blog)

Netflix erliegt dem Druck der Netzneutralitäts-Gegner

„Netflix sorgt für 30 Prozent des gesamten US-Internet-Traffics.“

Mit dem Deal erliegt Netflix als erstes Internetunternehmen förmlich dem wachsenden Druck der US-amerikanischen Netzbetreiber. Anbieter wie Comcast und Verizon monieren seit Langem das hohe und stetig steigende Datenaufkommen, das vor allem durch Videodienste wie YouTube oder Netflix verursacht wird. Sie fordern die Dienste deshalb dazu auf, dafür zusätzlich Gebühren zu bezahlen. Netflix ist aktuellen Untersuchungen zufolge allein in Stoßzeiten für rund 30 Prozent des gesamten US-amerikanischen Internettraffics verantwortlich. Wer Netflix-Kunde ist, kann eine große Auswahl an Filmen und Serien direkt über das Internet abspielen. Mit 90 Millionen Menschen nutzt fast ein Viertel der gesamten US-amerikanischen Bevölkerung das Angebot, die Tendenz: rasant steigend.

Dass diese Entwicklung den Netzbetreibern ein Dorn im Auge ist, zeichnete sich in den vergangenen Wochen bereits ab. Zahlreiche Nutzer beschwerten sich über spürbar gedrosselte Datengeschwindigkeiten, wenn sie sich Filme oder Serien über Netflix ansehen wollten. Inzwischen wird angenommen, dass die Netzbetreiber die Netflix-Daten – die auf Amazons Serverinfrastruktur AWS aufbauen – vorsätzlich ausgebremst haben. Comcast, Verizon und AT&T haben sich zwar nicht zu den Vorwürfen geäußert. Dass die Provider dieses Vorgehen aber als Druckmittel gegen den qualitätsbewussten Anbieter Netflix eingesetzt haben, gilt als wahrscheinlich.

Netzneutralität: In den USA Geschichte, in Europa auf der Kippe

Durch den jetzt geschlossenen Deal erhält Comcast mehr Geld, Netflix im Gegenzug wieder schnellere Datentransporte. Für das bislang geltende Prinzip der Netzneutralität bedeutet dies hingegen das vorläufige Ende – zumindest in den USA. Netzneutralität bedeutet, dass alle Daten im Internet unabhängig ihrer Art und Herkunft mit der gleichen Geschwindigkeit und ohne gesteuerte Rangfolge durch die Leitungen der Netzbetreiber hin zu den Haushalten der Nutzer wandern. Durch ein neues Urteil in den USA sind Provider wie AT&T, Verizon und Comcast nicht mehr verpflichtet, diese Neutralität zu gewährleisten. Das hat weitreichende Folgen für die Internetwirtschaft: Während finanzkräftige Unternehmen wie Netflix, Google oder Apple problemlos mehr Geld für zuverlässige Datentransporte in die Hand nehmen können, haben kleinere Startups wohl das Nachsehen.

In Europa ist die Netzneutralität aktuell noch gegeben, doch auch das könnte bald anders aussehen. Noch im Laufe des heutigen Montags kommt das Europäische Parlament zusammen, um über einen Richtlinienentwurf zur Netzneutralität zu entscheiden. Wird die Netzneutralität nicht gesetzlich verankert, dürften in Zukunft auch deutschte Internetprovider wie die Deutsche Telekom ihre Pläne gedrosselter Datentransporte umsetzen.

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Daniel Hüfner
Es fährt ein Zug nach Nirgendwo: Darum wird Google Glass scheitern http://t3n.de/news/google-glass-scheitern-datenbrille-519809/ 2014-01-06T11:27:38Z
Kontextuelle Apps und Systeme – ein Mega-Trend, befeuert von der Dampflokomotive namens Google Glass. Durchbricht die extravagante Datenbrille aktuell noch Schranke um Schranke, ist der bremsende …

Kontextuelle und Systeme – ein Mega-Trend, befeuert von der Dampflokomotive namens . Durchbricht die extravagante Datenbrille aktuell noch Schranke um Schranke, ist der bremsende Prellbock in Wahrheit schon längst in Sicht. Die Gründe dafür, dass das Experiment so schnell nicht aufgehen kann, sind vielfältig.

Kontextuelle Daten: Der Traum vom unfehlbaren Helfer

Ein Samstag im Januar, ich friere. Es ist 14.30 Uhr. Nur noch eine Stunde bis Anpfiff, endlich Rückrundenstart der Bundesliga. Mit dicker Jacke, Fanschal und Brille gewappnet, mache ich mich auf den Weg zu meinem Auto. „Halt, Stopp!“, warnt mich eine weibliche Stimme irgendwo an meinem Kopf. „Auf der Strecke zum Stadion hat sich ein Unfall ereignet, es herrscht Stau und Glatteisgefahr. Nimm’ lieber die Bahn, hier ist deine schnellstmögliche Verbindung zum Stadion.“ Ein blinkender Fahrplan erscheint wie von Geisterhand vor meinem rechten Auge. In zehn Minuten kommt die Bahn, die Haltestelle ist etwa fünf Gehminuten entfernt. Alles klar, denke ich und will gerade die Wohnungstür hinter mir schließen als plötzlich noch eine virtuelle Wetterwolke vor meinem Auge erscheint: „Es sieht schwer nach Regen aus. Bitte vergiss' deinen Regenschirm nicht.“

Google Glass: So soll die Zukunft aus Sicht des Internetkonzerns aussehen. (Foto: Google)
Google Glass: So soll die Zukunft aus Sicht des Internetkonzerns aussehen. (Foto: Google)

Die Zukunft, so wie Google sie sich vorstellt, wird nicht kommen.

Es sind Szenarien wie diese, von denen die digitale Bohème nachts träumt. Auch Luca Caracciolo hat das vor kurzem in ähnlicher Weise beschrieben. Die Rede ist von kontextuellen Systemen, also Diensten, die uns mithilfe verschiedenster Datenkonglomerate den rechten Weg weisen. Kontinuierlich lernende Algorithmen, die sich alles merken. Die immer wissen was wir tun und tun werden. Die uns aufgrund unserer wiederkehrenden Gewohnheiten bald besser kennen als der Freund, mit dem wir am Wochenende zu einem Fußballspiel gehen. Was nach Zukunft klingt, wollen kontextsensitive Apps wie Google Now, Apples Siri oder der Tempo Planer im Zusammenspiel mit intelligenter Hardware schon heute leisten.

Ein Mega-Trend, dessen Zugkraft sich erst jetzt – 2014 – richtig entfalten wird, so prognostizieren es Tech-Größen aus aller Welt: „Dinge […], die Kontexte nutzen […], werden uns verstärkt begleiten. In Zukunft wird es immer mehr solcher Systeme geben […]“, schreibt Robert Scoble. „2014 birgt beängstigende Möglichkeiten für kontextuelle Computersysteme“, ist sich Tech-Kolumnist Jason Hiner sicher. Und allein: „Wearable Devices“ – tragbare Computer, die kontextsensitive Dienste wie eine Dampflokomotive aus der Zukunft von morgen abholen und in die Bahnhöfe der Gesellschaft von heute bringen sollen. Jeder spricht davon: der Guardian, The New York Times, Wired – Branchenexperten sowieso. Wer all das liest, glaubt zu wissen: Hier versteckt sich das „nächste große Ding“, auf das die Welt nach Smartphone und Tablet sehnsüchtig wartet.

Google Glass als kontextueller Heilsbringer

Und tatsächlich: dieses „nächste große Ding“ gibt es bereits – und man trägt es in Form von Google Glass am Kopf. Seit anderthalb Jahren tüftelt der Suchkonzern in Zusammenarbeit mit Fans und Entwicklern an der High-Tech-Brille der nächsten Generation. Freihändig im Internet surfen, Fotos per Sprachbefehl aufnehmen, Videos mit einer Augenbewegung hochladen, überall zur richtigen Zeit die richtigen Informationen serviert bekommen. Immer mehr Menschen werden Teil des offiziellen „Explorer“-Programms zum Ausprobieren der Datenbrille. Im November erschien sie schon in zweiter Revision. Eingebaute Kopfhörer hat sie und sogar für klassische Brillenträger ist sie jetzt attraktiv. 10.000 Exemplare befinden sich aktuell im Umlauf und noch dieses Jahr soll sie endgültig auf den Markt kommen.

Warum das alles so schnell nicht funktionieren wird

Die Zukunft, so wie Google sie sich vorstellt, wird aber nicht kommen – zumindest nicht so schnell. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht in diesem Jahr. So sehr sich die Tech-Presse bisweilen auch in Euphorie und Lob zur Google Glass verliert – es ist noch zu früh. Die Lokomotive wird sich verspäten, wenn nicht sogar am Bahnhof der Gesellschaft vorbeirauschen oder an einem Prellbock zerschellen. Und dafür gibt es aus Sicht der Endverbraucher gute Gründe:

1. Die Batterielaufzeit fährt der Brille hinterher

Nutzer lieben lange Batterielaufzeiten, doch die gibt es nicht. Woran sich Hersteller von Smartphones und Tablets seit Jahren die Zähne ausbeißen, wird vorerst auch Google Glass scheitern. Mit dem Versprechen, Google Glass halte bei „normaler Nutzung“ bis zu einem Tag durch, liegt die Google-Spitze um Sergey Brin doch gewaltig daneben. Dem Vernehmen nach ist für die Datenbrille meistens schon nach wenigen Stunden Schluss. Glass-Passionist Robert Scoble, der das Gerät nicht einmal zum Duschen abnimmt, spricht sogar von maximal 45 Minuten im Videomodus. Klar ist: Die Akkutechnik fährt (immer noch) auf einem Nebengleis – und Google Glass dabei mit großem Rückstand hinterher.

2. Kontext? Welcher Kontext?

Google Glass könnte vor allem durch kontextsensitive Apps für eine Revolution sorgen. Das wird sie aber nicht. Die Brille versteht sich kaum auf situationsabhängige Datenabfragen. (Foto: Google)
Google Glass könnte vor allem durch kontextsensitive Apps für eine Revolution sorgen. Nur: die Brille versteht sich kaum auf situationsabhängige Datenabfragen. (Foto: Google)

Kontext, Kontext, Kontext. Obwohl Konzerne wie Nutzer davon träumen, sind die dafür notwendigen Datenbrücken (noch) zu kurz. Selbst Google, ein Konzern, dem seit Jahren das Image einer wütenden Datenkrake anhaftet, wird daran so schnell nichts ändern können. Denn bislang versteht sich Google Glass kaum oder wenn nur sehr rudimentär auf die kontextsensitive Übermittlung von Informationen. In dem Video (siehe oben) suggeriert Google zwar, dem Nutzer passende Informationen situationsabhängig (zum Beispiel die Länge der Brooklyn Bridge) anzuzeigen. Doch danach müssen Nutzer ihre Brille bisher noch selbst fragen – eine Abfrage von Orts- und Umgebungsinformationen im Sinne der Augmented Reality findet nämlich nicht statt. Echter Kontext sieht anders aus.

3. Die Kamera macht die Privatsphäre endlich (an)greifbar

So faszinierend Google Glass für Nerds und Tech-Geeks auch ist – Otto-Normalverbrauchern ist das reichlich egal, denn auf sie wirkt die Brille vor allem eines: abstoßend. Ein Grund dafür ist wenig überraschend die integrierte Kamera. Sie ist immer da, immer für andere sichtbar, immer auf Personen aus der unmittelbaren Umgebung gerichtet. Jederzeit in der Lage, unbemerkt ein Foto oder gar Video aufzunehmen.

Die allgegenwärtige Kamera von Google Glass: Ein essentielles Feature, das für Google aber zum Problem wird. (Foto: lawrencegs / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Anders als im Überwachungsskandal der NSA, der seit Sommer letzten Jahres die Medien beschäftigt – dessen Brisanz in den Köpfen der betroffenen Menschen aber bis heute nicht angekommen ist – macht Google Glass die Sensibilität unserer Privatsphäre erst wirklich greifbar. Das ist nicht nur die Erfahrung von Scoble, auch der Wired-Autor Mat Honan machte sich mit der Datenbrille in der Öffentlichkeit häufig unbeliebt. „ Glasshole“ hat sich deshalb schnell in der Szene als Schimpfwort etabliert. Dass es mit dem „Privacy Cover“ schon eine Schablone gibt, mit der sich die Kamera von Google Glass sicher verstecken lässt, darf als Ironie gewertet werden, die keine ist. Doch ist ohnehin fraglich, inwieweit Google mit seiner Brille aus datenschutz-rechtlicher Sicht durch grüne Lichtschranken fährt. Datenschützer aus aller Welt, darunter insbesondere europäische Kader fordern Transparenz vom Konzern, pochen in einem offenen Brief (PDF) auf die Notwendigkeit eines europaweit einheitlichen Rechtsrahmens. Bis der aber gefunden ist, könnten Jahre vergehen. Schlecht für Verbraucher, noch schlechter für Google.

4. Ein Design, (noch) fernab der Zeit- und Massenschiene

Zwar ist Google Glass seit Kurzem auch für Brillenträger denkbar, doch wirklich ansehnlich ist das nicht. (Foto: Google)
Zwar ist Google Glass seit Kurzem auch für Brillenträger denkbar, doch wirklich ansehnlich ist das nicht. (Foto: Google)

„My Problem with Google Glass is not about […] the camera, but with the actual design and execution of Glass. It is ugly and clunky and ridiculous expensive for what it does.“ Klare Worte, mit denen der renommierte Tech-Journalist John Gruber erst vor wenigen Tagen auf den Wired-Artikel von Mat Honan reagierte und das nicht alltagstaugliche Design der Datenbrille kritisiert. Vor allem aber schießt er gegen den Trend der tragbaren Computer im Allgemeinen. Das, was wir heute an smarten Uhren, intelligenten Armbändern und futuristischen Ringen sehen, ist im Ansatz ganz nett, am Ende aber doch nicht mehr als ein teures Testimonial für die Zukunft. Ein Versprechen, irgendwann einmal noch mehr Technik in noch weniger beziehungsweise noch besser aussehende Hardware pressen zu können. Bei Google Glass ist das nicht anders. 1.500 US-Dollar legen Fans auf den Tisch, um an eine Brille zu kommen, die außer technischen Spielereien kaum etwas zu bieten hat. Optisch auffällig und irgendwie klobig, auch wenn Google hier schon nachgebessert hat. Dennoch fährt Google Glass aktuell noch nicht auf dem Gleis der Masse.

Fazit: Google Glass sieht vorerst Rot

Wir halten fest: An Google Glass scheiden sich die Geister. Weckt die Datenbrille unter technik-affinen Nutzern große Hoffnungen, bleiben andere gegenüber der Revolution nicht unkritisch. Eine geringe Batterielaufzeit, kaum kontextbasierte Datenmechanismen und ein nicht alltagstaugliches Design bremsen Google Glass bislang noch aus. Vor allem aber steht der Datenbrille die äußerst strittige Kamera-Problematik im Weg. Solange Google keinen Weg findet, sich im Hinblick auf Datenschutz transparent zu zeigen oder zumindest optisch trennscharf zwischen „Kamera aus, Kamera an“ zu unterscheiden, ist die Akzeptanz-Schranke kaum zu durchbrechen. Genau das wird Google aber tun müssen, um die Brille profitabel in den freien Markt zu bringen. Da werden auch ein geringerer Preis oder ein ausgeklügeltes Design nicht weiterhelfen. Google Glass wird auf absehbare Zeit das bleiben, was die Datenbrille bislang ist: ein rasender und ebenso faszinierender PR-Zug ins Nirgendwo. Das muss nicht zwangsläufig so bleiben. Für 2014 stehen die Signale allerdings weiterhin auf Rot.

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Daniel Hüfner
Mega-Trends 2014: 14 Experten und ihre Prognosen fürs kommende Jahr http://t3n.de/news/mega-trends-2014-519046/ 2013-12-30T15:16:34Z
Pünktlich zum neuen Jahr haben wir erneut zahlreiche Experten um ihre Prognosen gebeten. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2014 – eine Sammlung mit Prognosen von unter anderem Robert Scoble, Kristina …

Pünktlich zum neuen Jahr haben wir erneut zahlreiche Experten um ihre Prognosen gebeten. Das Ergebnis: die Mega-Trends 2014 – eine Sammlung mit Prognosen von unter anderem Robert Scoble, Kristina Halvorson und Marcus Tandler.

Gunter Dueck

(Foto: Michael Herdlein)
(Foto: Michael Herdlein)

Gunter Dueck ist Mathematiker, Philosoph und Schriftsteller. 24 Jahre lang arbeitete er bei IBM, die meiste Zeit über als CTO, verantwortlich für den „Cultural Change“. Heute beschäftigt er sich in seinen Publikationen mit der digitalen Revolution und damit, was die Technik mit den Menschen macht. Er bloggt auf Ominosphie.com.

1. 3D-Printing

Das Thema wird schon jetzt gehypet, uns aber noch lange beschäftigen. Materialforschung und Drucktechnik müssen zuerst qualitativ erweitert werden (welche Stoffe kann man überhaupt drucken und wie?), danach kann alles noch viel effizienter gemacht werden. Meine ersten Farbfolien im Jahre 1993 mit Corel Draw 2 (auf 2 Disketten) wurden auf einem Tektronix Drucker in 20 Minuten und drei Farbdurchgängen gedruckt. Der Drucker hat 20.000 DM gekostet. Das ist jetzt 20 Jahre her, was also kann wohl ein 3D-Drucker in 20 Jahren?

2. Die Zukunft des Automobils

Selbstfahrende Autos und NUR noch solche, als Taxis „on demand“ per Smartphone: Unsere Autos fahren im Schnitt weniger als zehn Prozent der Zeit. Wenn man alles auf Selbstfahr-Taxis umstellt und ein Jeder eine Flatrate für beispielsweise 20.000 Kilometer pro Jahr kauft, brauchen wir nur noch 15 oder 20 Prozent der Autos, keine Parkhäuser und keine verstreuten Ladestationen. Man könnte mit 90 Jahren in jedem Kleinstdorf wohnen, schließlich hat man ja ein Auto. Nur einen kleinen Haken hat die Sache: Man braucht nicht so viel Autoindustrie.

3. Automatisiertes Management

Das heute grassierende Zahlenmanagement wird sich weiter entwickeln – Big Data führt den Mitarbeiter. Manager schauen nur noch, dass der Prozess läuft. Die Arbeit wird dadurch immer menschenfremder und anonymer. Das Menschenbild wird blasser und „objektiver“. Wir tun uns mit dieser Entwicklung keinen Gefallen. Ich warne! Das Problem ist, dass dieser Hype nie als Hype oder Trend wahrgenommen wird. Es ist einer: „Der Mensch wird rein verhaltensgesteuert wie eine Laborratte in der Skinnerbox.“ So ist das schon jetzt bei den prekären Jobs. Warum fürchtet sich niemand mit mir?

Kristina Halvorson

Kristina-Halvorson1Kistina Halvorson ist Autorin des Buches „Content Strategy for the Web“, CEO von Brain Traffic und Gründerin der „Confab Content Strategy Conference“. Den Grundstein ihrer steilen Karriere legte die Frustration, als Texterin bei Webprojekten stets zum letztmöglichen Zeitpunkt hinzugezogen zu werden – dann, wenn es schon viel zu spät ist.

1. Content-Planung erhält einen höheren Stellenwert im Webdesign-Prozess

Während sich die Technologie, die wir im Webdesign nutzen, kontinuierlich weiterentwickelt, geraten die Inhalte ins Hintertreffen: Unsere Websites sind überfüllt mit schwachen Inhalten, die schlecht geschrieben, nicht aktuell und für unsere Zielgruppe irrelevant sind. Wir müssen anfangen, die Inhalte von Anfang an in den Designprozess einzubinden – wir müssen schwierige Fragen beantworten, etwa warum wir diese Inhalte brauchen, wer sie erstellt und wer sich nach der Veröffentlichung darum kümmert. Diese Fragen sind zentraler Bestandteil der Content-Strategy und helfen uns, jetzt und in Zukunft qualitativ hochwertige Inhalte sicherzustellen.

2. Weniger Taktiken, mehr Strategien

IT-Experten lassen sich schnell von interessanten Technologien ablenken, von dem „next big thing“. Wir glauben, wir können all unsere technologischen Probleme mit neueren, leistungsstärkeren Technologien lösen. Dabei resultiert ein Großteil unserer Probleme aus der fehlerhaften Priorisierung (oder fehlenden Priorisierung) unserer internen Ressourcen.

 3. Mehr Kommunikation zur Problemlösung

Der Austausch von Personen ein und derselben Gruppe (Entwickler) sowie unterschiedlicher Gruppen (Entwickler und Designer) wird zunehmen, sowohl online als auch offline. Nur so lassen sich ernsthafte Probleme lösen. Erste Ansätze dieses Trends sind schon jetzt sichtbar, etwa in Form des großen Interesses an Scrum.

Robert Scoble

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Robert Scoble wurde während seiner Tätigkeit bei Microsoft zu einer kleinen Berühmtheit der Entwicklerszene, wechselte anschließend zu PodTech, Fast Company und schließlich Rackspace. Dort arbeitet er seit 2009 an einer „Community für Menschen, die vom Internet besessen sind“: Building43.

1. Kontextuelle Systeme

Dinge wie Google Now, die Kontexte nutzen (Metadaten, die über Sensoren unserer Smartphones sowie E-Mails und Kalender gesammelt werden), werden uns verstärkt begleiten. In Zukunft wird es immer mehr Systeme geben, die dir helfen, weil sie wissen wo du warst, mit wem du wo warst und wie dein Such- und Kaufverhalten ausfällt. Die Vorreiter der kontextuellen Systeme? Google Now, Tapingo und Tempo AI.

2. Tragbare Computer

Die Oakley Airwave Skibrillen zeigen dir, wo du dich auf einem Berg befindest, wie schnell du fährst und wo sich deine Familienmitglieder befinden. Das ist schon jetzt extrem spannend, doch dieser Bereich wird noch spannender, wenn Google Glass und Apple iWatch erscheinen. Die jetzigen Vorreiter der tragbaren Computer? Fitbit, Nike FuelBand, Pebble Watch, Basis Watch.

3. Bluetooth Low Energy Beacons

Diese kleinen, zehn Dollar teuren Funkgeräte lassen sich mit nahezu allen Gerätschaften kombinieren, werden von vielen Smartphones erkannt und ermöglichen unter anderem neue Payment-Systeme. Sie werden manchmal als iBeacons bezeichnet, weil Apple mit iOS7 eine einfach zu verwendende API veröffentlichte. Schon jetzt nutzen Apple, Macys und andere Shops entsprechende Applikationen, um dich zu orten und dir interessante Informationen anzubieten.

Stefan Ploechinger

Stefan-Ploechinger

Als Chefredakteur von Süddeutsche.de steht Stefan Ploechinger für modernen Online-Journalismus. Er lehrt an der Henri-Nannen-Schule und der Deutschen Journalistenschule in München. Zuvor war er unter anderem für „Spiegel Online“, „Financial Times Deutschland“ und „Abendzeitung“ tätig.

1. Mehr Profil für jede Nachrichtenseite

Der publizistische Wettbewerb im Netz wird spannender. Eine Art neuer Pluralismus war schon im Wahljahr 2013 zu erleben – spannende Visualisierungen allerorten, kreative Live-Formate, diverseste Analysen und Kommentierungen – und ich hoffe, dass es 2014 so weitergeht. Zu lange haben viele versucht, mit einer Art aufgebrezeltem Agenturjournalismus im Internet durchzukommen. Im vergangenen Jahr haben sich die meisten großen Player personell so aufgestellt, dass sie das Profil der Seiten richtig schärfen können. Sie müssen es auch, wenn es für sie eine journalistische wie ökonomische Perspektive geben soll. Leser verlangen letztlich Vielfalt, davon bin ich überzeugt. Jene Seiten, die weiter Massenware statt eigener Klasse bieten, werden vielleicht nicht gleich in Reichweiten-, aber mittelfristig in Rechtfertigungsschwierigkeiten kommen. Das tut jenen gut, die Ernsthaftes versuchen.

2. WWW wird weniger wichtig

„Mobile first“ haben viele nicht ernst genug genommen, auch uns finde ich da nicht schnell genug. Und es sind ja nicht nur die Smartphones, die die digitale Mediennutzung gerade revolutionieren. Auch die Tablet-Nutzungsquote wächst enorm, die Bildschirmgrößen im klassischen WWW variieren stark durch die Verbreitung großer Desktop-Bildschirme (und bald der neuen Generation von Fernsehern), Social Networks sind zum Massenmedium geworden. Die Leute nutzen unsere Seiten immer öfter, anders als noch vor zwei, drei Jahren. Wir müssen unsere Inhalte endgültig liquide machen, also selbstverständlich auf alle digitalen Plattformen anpassen. Die wenigsten Unternehmen haben ein Rundumkonzept, wie sie ihre Marke überall aufwandsarm, aber optimal präsentieren. Das betrifft nicht nur Nachrichtenseiten, sondern zum Beispiel auch Anzeigenkunden – dass Werbung auf mobilen Geräten so unterentwickelt ist, muss sich im Interesse aller ändern. Ende 2014, hoffe ich, wird damit kaum noch jemand überfordert sein.

 3. Mehr Wagnis-Kapital

Mehrere große Nachrichtenseiten – auch wir – haben angekündigt, im kommenden Jahr neue Finanzierungsmodelle für Journalismus im Netz zu suchen. Was gerne Paywall genannt wird, besser aber Abo oder Leserclub heißt, wird für die Medienbranche ein entscheidendes Wagnis sein. Wie viel ist Lesern unsere Arbeit wert? Wenn wir ihnen, den Lesern, diese Frage nicht endlich umfassend stellen, werden wir womöglich nie erfahren, ob wir die Finanzierung von Publizistik im Netz auf eine größere, auch: unabhängigere Basis stellen können. Wer hier vorangeht, wird hoffentlich nicht nur frisches Kapital bekommen, sondern auch die Zuversicht, dass ein neues Vertrauensverhältnis zwischen uns und unseren Lesern möglich ist.

Christian Heilmann

Christian-HeilmannMozilla-Evangelist Christian Heilmann ist ein Verfechter mobiler Technologien und ihrer Möglichkeiten. Er tritt als Speaker und Autor in Erscheinung, bloggt auf ChristanHeilmann.com und prognostiziert für die kommende Jahre ein offeneres, plattform-unabhängigeres Internet.

1. Der Fall des App/Marketplace Models und der Aufstieg des mobilen "Software on Demand"

Der Trend ist schon jetzt erkennbar: Anwender haben keine Lust mehr von Hardwareherstellern gezwungen zu werden, sich einem bestimmten Ökosystem mit Herz und Seele zu verschreiben und nur Inhalte konsumieren zu dürfen, die dort angeboten werden. Anstatt große Applikationen herunterzuladen und sich durch einen Installationsvorgang durchtappen zu müssen, werden Apps wie auch Webseiten einmalig aufrufbar und nutzbar. Das App-Model skaliert nicht und Anwender werden es leid, neue Systeme zu kaufen, nur um das neueste Spiel zu spielen.

2. Das Web als Applikationsplatform

Mittels Web Components und Custom Elements erhalten Webentwickler die Werkzeuge, die es erlauben, Applikationen zu erstellen ohne gegen den Browser zu arbeiten und immer langsamer als native Applikationen zu sein. Entwicklertools in Browsern mausern sich zu echten Entwicklerumgebungen mit Editoren und Performance-Tools und mehr und mehr Automations-Skripte erlauben es Entwicklern, sich auf die Funktionalität der Apps zu konzentrieren anstatt sich um die Performance zu kümmern.

3. Smart-TVs und Spielkonsolen werden neue HTML5 Platformen

Die PlayStation 4 verwendet jetzt schon WebGL und Samsung hat eine HTML5-Entwicklungsumgebung und SDK für Smart-TVs. Hardware Entwickler sind es jetzt schon leid, auf neue Versionen von geschlossenen Betriebssystemen zu warten und lösen sich mit dem Schritt in die HTML5-Welt von Platformherstellern. Spielkonsolen sind für Teenager ein großer Zugang zum Web, weniger die Laptops und Desktops.

Kerstin Hoffmann

Kerstin Hoffmann KopfDr. Kerstin Hoffmann ist Kommunikationsberaterin, Speaker und Buchautorin. Sie bloggt im „PR-Doktor“ über Kommunikation in Zeiten des Social Web. Darüber hinaus betreut sie Corporate Blogs ihrer Kunden. Natürlich ist sie beispielsweise auf TwitterFacebook und Google+ aktiv.

1. Oh, Wunder: Werbeplatz gibt es nicht mehr kostenlos

Facebook hat damit angefangen, die organische Reichweite von Unternehmensseiten drastisch zu verringern. Sprich: Wer Werbeplatz und Aufmerksamkeit will, muss dafür zahlen. Das mag in der Tat für viele ärgerlich sein. Besonders für diejenigen, die sich in puncto Reichweite allzu sehr von einem bisher kostenfreien Angebot abhängig gemacht haben. Wirklich verwundern sollte es niemanden, der sich professionell mit Kommunikation befasst. Derzeit arbeiten garantiert schon etliche andere Plattform-Anbieter an entsprechenden Monetarisierungsmodellen. Wie erfolgreich sie damit sein werden, das bleibt abzuwarten. Der Vorsprung, den Facebook in Jahren strategisch aufgebaut hat, ist sicher nicht einfach einzuholen.

2. Selbstgemachtes Wunder: Selfpublishing gewinnt an Bedeutung

Was allerdings in Zukunft trotz vielfacher entsprechender Versuche schwieriger denn je sein wird: Content auf traditionelle Weise gegen Geld zu verkaufen. Für Verlage und Medienunternehmen wird es daher immer brenzliger, wenn sie nicht besser verinnerlichen, dass sie nicht weitermachen können wie bisher. Was wir jetzt sehen, ist erst der Anfang. Zugleich entwickelt sich jedoch eine vielversprechende Szene der Selfpublisher, also der Autoren, die ihre Bücher selbst herausbringen, und denen es gelingt, damit echte Verdienstmodelle zu kreieren. Indem sie den Wandel und die Mechanismen des Social Web für sich nutzen, schaffen sie es tatsächlich, mit Inhalten Geld zu verdienen. Auch diese Entwicklung ist erst am Anfang und wird weiter an Fahrt aufnehmen.

3. Endlich: die wunderbare Welt der Web-Normalität

Wenn es einen Trend gibt, an dessen Verwirklichung ich weiter aktiv mitwirken werde, dann ist es zeitgemäße Corporate-PR. Es ist schlicht anachronistisch, „diese Social Media“ immer noch als neu oder sogar suspekt aus der Unternehmenskommunikation auszukoppeln. Corporate-PR muss sich der aktuellen Medien bedienen. Dazu sollten wir aufhören, von Kanälen und Plattformen zu sprechen, als seien sie jeweils exotische Inseln irgendwo in fernen Weiten, die einzeln erschlossen werden müssten. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass der Wandel bleibt und wir uns nicht auf irgendeinem willkürlich gewählten Status ausruhen können. Wer das nicht kapiert, sondern sich diesem Wandel weiter verschließt, wird mittelfristig untergehen. Vielleicht noch nicht 2014. Aber bald.

Ibrahim Evsan

Ibrahim_Evsan_ProfilbildAls Gründer von sevenload wurde Ibrahim Evsan bekannt. Nach seinem Ausstieg im Oktober 2009 folgte die Gründung von „United Prototype“, dem Grundstein des Social Games Fliplife. Heute tritt Evsan als Experte für Themen wie Social Media und Online-Reputation als Speaker und Berater in Erscheinung.

1. Social Trademarks

Der Trend 2014 geht in Richtung einer deutlicheren Darstellung der eigenen Person im Online-Bereich. Fachexperten aus allen Branchen werden sich daher dem Aufbau eines Social Trademark widmen. Ein Social Trademark ist dabei eine Einzelperson, die Wissen in einem eigenen Blog-System und auf verschiedenen Social Media-Plattformen teilt und dadurch zu einer Marke im Netz wird.

 2. Datenbrillen

Wenn Datenbrillen wie Google Glass 2014 tatsächlich auf den Markt kommen, werden wir eine neue digitale Revolution erleben. Die Voraussetzung für den Einsatz von Datenbrillen ist jedoch, dass wir uns technischen Innovationen nicht verschließen und sie Akzeptanz in der Gesellschaft finden. Vor allem der Datenschutz stellt uns vor eine große Aufgabe. Doch es gibt auch Vorteile: so können sie hervorragend Unterstützung in der Medizin und Ausbildung leisten oder im Privatleben, zum Beispiel als Shoppingassistent oder Kulturbegleiter.

3. 3D-Drucker

Ein weiterer Megatrend im kommenden Jahr ist die stetige Weiterentwicklung von 3D-Print-Druckern. Bereits heute ist es möglich, Gegenstände vom Schuh bis hin zum Kleid oder größeren Objekten eigenständig zu designen und zu drucken. An großer Bedeutung werden 3D-Drucker vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Modellbau und Architektur gewinnen. Hieraus werden neuartige Ideen entstehen, sich neue Märkte und Geschäftsmodelle erschließen. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.

Christine Dingler

Christine_DinglerChristine Dingler ist beim Schweizer Unternehmen digitalSTROM in den Bereichen Public Relations und Social Media tätig. Privat bloggt sie auf punktefrau.de und ist unter dem gleichen Namen auch auf Twitter und Google+ unterwegs.

Connectivity

Wir leben heute in einer vernetzten Welt, in der wir uns noch immer Insellösungen schaffen, statt Ursache und Wirkung genauer zu hinterfragen. 2013 waren unter anderem Social Media, Social Commerce, Connected Car und Internet of Things Schlagwörter, die uns beschäftigt haben. Die Lösung ist nicht „Social Media“ plötzlich „Content Marketing“ und „Blogger Relations“ nun „Influencer Relations“ zu nennen. 2014 sollten wir diese - ich nenne sie mal Inseln - gesamthaft betrachten und uns damit beschäftigen, wo und vor allem wie und mit welcher Konsequenz die Vernetzung unsere Gesellschaft verändern.

Gezielte Talentsuche statt Stellenausschreibung

2014 werden sich Unternehmen in vielen Bereichen von der klassischen Stellenanzeige und dem vorgelagerten Prozess - es gibt eine Vakanz, ein Stellenprofil wird erstellt und dann die Stelle ausgeschrieben - verabschieden müssen. Denn der digitale Wandel wirbelt derzeit den Stellenmarkt kräftig durcheinander. Auf Arbeitnehmerseite sind viele Bewerber auf der Suche nach einem Unternehmen, mit denen sie sich identifizieren können und einer Aufgabe, die sie für sinnvoll und erfüllend erachten. Das stellt neue Anforderungen an Unternehmen und auch an die Art, wie Talente rekrutiert werden. Es gibt einen Grund, warum Unternehmen kräftig an ihrer Arbeitgeber-Marke pfeilen und nicht gerade kleine Budgets für Employer-Branding-Maßnahmen investieren. Fachabteilungen müssen die Herausforderung meistern, in Zukunft einen wesentlich wichtigeren Part in der Talentsuche zu spielen. Sie sind es, die sich vernetzen und Talente finden müssen, um diese dann für das Unternehmen zu gewinnen.

Weniger Selbstreferenzialität und mehr Selbstreflexion

Den dritten Trend, den ich gerne skizzieren möchte, könnte man auch mit "Raus aus der Filterblase" übersetzen. Es ist vor allem ein Aufruf und auch ein großer Wunsch: Ich hoffe, 2014 werden wir mehr Artikel lesen, die sich mit den tatsächlichen Herausforderungen, Prozessen und Konsequenzen des digitalen Wandels beschäftigen und an deren Ende Lösungsansätze, Ideen und Thesen stehen, die uns gemeinsam weiterbringen. Studien, Kongresse, Barcamps, Vorträge und Themenabende, die nicht nur um jene kreisen, die das Digitale ihr Zuhause nennen, sondern die alle Facetten unserer Gesellschaft miteinbeziehen. Das wäre großartig!

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Lars Budde
Apple-Campus-2: Stadtrat von Cupertino erteilt grünes Licht für Mega-Bau http://t3n.de/news/apple-campus-2-neues-video-504876/ 2013-11-20T15:36:32Z
Erfreuliche Nachrichten für Apple: Spätestens jetzt steht dem geplanten Neubau der Konzernzentrale nichts mehr im Wege. Mit der am Mittwoch vom Stadtrat  in Cupertino ausgesprochenen …

Erfreuliche Nachrichten für Apple: Spätestens jetzt steht dem geplanten Neubau der Konzernzentrale nichts mehr im Wege. Mit der am Mittwoch vom Stadtrat  in Cupertino ausgesprochenen Baugenehmigung nimmt der futuristische Mega-Bau seine letzte Hürde. 

Schon seit zwei Jahren wird intensiv an den Plänen zum neuen Hauptquartier, das an ein überdimensioniertes UFO erinnert, gearbeitet. Inzwischen wurden diverse Bilder und Modelle veröffentlicht. Steve Jobs hatte 2009 selbst die ersten Ideen zu dem neuartigen Bauprojekt kommuniziert und den Architekten Norman Foster kontaktiert, um ihn an Board des Apple-Bootes zu holen. Seitdem sind vier Jahre vergangen – jetzt rückt die Realisierung seiner vererbten Idee in großen Schritten näher.

Apple-Campus-2: Stadtrat fällt die letzte Hürde

Der Stadtrat von Cupertino konnte bereits vor einigen Wochen von dem Konzept überzeugt werden und hat das Bauvorhaben jetzt vollumfänglich genehmigt. Lediglich eine letze Anhörung, die für den 15. Novermber angesetzt war, trennte noch vom Baustart des neuen Apple-Campus-2. Mit dem Bau des später einmal  rund 260.000 Quadratmeter großen Gebäudes dürfte der Konzern schon in Kürze beginnen, die endgültige Fertigstellung wird spätestens im Jahr 2016 erwartet. Im folgenden Video ist die Präsentation vor dem Stadtrat zu sehen. Unter anderem geht es um den Entwicklungsprozess und den Umweltbewussten Leitgedanken.

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Jan-Hendrik Heinemann
E-Commerce-News: Der Mega-E-Commerce-Guide, Weihnachtsgeschäft überwiegend online, Intershop als SaaS-Lösung http://t3n.de/news/e-commerce-news-503192/ 2013-10-21T06:45:01Z
Mit unseren E-Commerce-News informieren wir euch über das Wichtigste aus der E-Commerce-Welt.: t3n-E-Commerce-Wochenrückblick, Newsticker mit allem was sonst wichtig war in der letzen Woche und den …

Mit unseren E-Commerce-News informieren wir euch über das Wichtigste aus der E-Commerce-Welt.: t3n-E-Commerce-Wochenrückblick, Newsticker mit allem was sonst wichtig war in der letzen Woche und den Neuigkeiten aus der Produkt-Welt.

Der t3n-E-Commerce-Wochenrückblick

Die Woche endet mit einer gewagten These im Kommentar „Bargeld stirbt aus“. Weniger gewagtes präsentiert PayPal mit seinen neuen Händler-Krediten – auch wenn die Zinssätze zumindest für Deutschland noch etwas seltsam anmuten. Wenn das Warenlager sowieso schon aufgestockt ist und keine Kredite benötigt werden, helfen vielleicht unsere fünf Tipps für Produktfotos, die richtig gut konvertieren. Für Onlinehändler die auch ein lokales Geschäft betreiben, ist vielleicht eher die Konvertierung der neuen Schaufensterdekoration interessant, dabei könnte Kunden-Tracking mit dem Smartphone als Datenquelle behilflich sein. Falls im Laden auch Mobile-Payment angeboten werden soll, ist es vieleicht interessant zu erfahren warum die „Big Five“ im Mobile-Payment den Startups keine Chance lassen. Eines dieser Startups, Square verlässt gerade mit einem Endkundenprodukt namens „Cash“ die Beta-Phase. Aber verlassen wir die Payment-Welt und wenden uns der Logistik zu mit Zookal, einem australischen Onlineshop, der Drohnen als kommerzieller Lieferdienst einsetzt. Am Anfang der Woche haben wir euch schließlich den ersten Teil unsere Anbieterübersicht zum Thema ERP und Warenwirtschaft für den Online-Handel vorgestellt.

Blick über den Tellerrand – interessante E-Commerce Beiträge

Der Web-Analytics-Anbieter kissmetrics hat in seinem Mega-E-Commerce-Guide einen umfangreichen und lesenwerten Ratgeber rund um die Optimierung von Verkauf, Ertrag und Performance im zusammengestellt. Speziell für Brands, Hersteller und Großhändler hat Alexander Graf in der Kassenzone „25 Antworten zum Direktvertrieb E-Commerce“ zusammengestellt.

E-Commerce-News: Die Welt der Studien und Statistiken

Der Onlinemarktplatz eBay hat sich mit der Möbel-Branche auseinandergesetzt: so soll jeder vierte Kunde bereits „Click & Collect" genutzt haben und 56 Prozent der Kunden soll sich bereits über die fehlende Möglichkeit ein Möbelstück auch online bestellen zu können, geärgert haben. Der Payment-Anbieter Klarna weist mit einer Statistik auf die am schnellsten wachsende Kundengruppe im E-Commerce hin: Die sogenannten Silver-Surfer, Kunden ab 65 Jahren. Das ECC Köln am IFH Institut für Handelsforschung hat in seiner Monatsfrage 1500 Konsumenten befragt, wie diese denn ihre Weihnachtseinkäufe erledigen wollen. Knapp 40 Prozent erledigen diese Online, insgesamt rund 90 Prozent zumindest teilweise online.

(Grafik: ECC Köln)
(Grafik: ECC Köln)

Demandware bringt den Onlineshop in die Filiale

Die neue Digital-Store-Lösung von Demandware möchte den klassischen Einzelhandel mit den Vorteilen des E-Commerce verbinden. Über eine Tablet-App wird dem Verkäufer im Ladenlokal Zugriff auf die Historie und die Vorlieben des Bestandkunden gegeben, ein Verkauf kann direkt über die App abgewickelt werden. Entweder zur direkten Mitnahme oder als Versand. Den Alltagsbetrieb soll dabei eine Scanner-Funktion und die Möglichkeit der Kreditkartenabrechnung unterstützen.

Die Digital-Store-App dient dem Verkäufer im Laden als Beratungsunterstützung. (Screenshot: Demandware)
Die Digital-Store-App dient dem Verkäufer im Laden als Beratungsunterstützung. (Screenshot: Demandware)

ePages Version 6.16: Mega-Menü und mehr Kontrolle über das Design

Die neue ePages Version möchte mit einem Klapp-Menü, dem sogenannten Mega-Menü mehr Übersichtlichkeit in die Navigation bringen. Onlinehändlern wird darüber hinaus noch mehr Kontrolle über das Design eingeräumt: der neue Bestellprozess kann nun angepasst werden, Seitenelemente können pixel-genau ausgerichtet werden und das System verfügt nun über mehr als 50 neue Schriftarten. Eine Übersicht über die wichtigsten Änderungen findet sich bei ePages.

Onlineshop auf Basis von ePages 6.16 (Screenshot: ePages)
Onlineshop auf Basis von ePages 6.16 (Screenshot: ePages)
ePages Mega-Menü (Screenshot: ePages)
ePages Mega-Menü (Screenshot: ePages)

Intershop auch als SaaS-Lösung erhältlich

Der Anbieter von Enterprise-E-Commerce-Lösungen bietet mittlerweile nicht nur die klassische On-Premise-Software, sondern kann ebenfalls mit einem Intershop-SaaS-Service dienen. Damit hat sich Intershop auch den kleinen bis mittleren Onlinehändlern geöffnet, die eine Shopsoftware bisher nicht auf eigenen Systemen hosten wollten oder konnten.

(Screenshot Intershop)
(Screenshot Intershop)
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Jochen G. Fuchs