Musik-Streaming | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Musik-Streaming 2015-08-21T04:39:06Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/musik-streaming Aufregung um neue AGB: Spotify erlaubt sich Zugriff auf Fotos und Adressbuch http://t3n.de/news/aufregung-um-neue-agb-spotify-633056/ 2015-08-21T04:39:06Z
Die Musik-App hat seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert und will ab sofort mehr Informationen von seinen Usern. Diese könnte Spotify für werbliche Zwecke benutzen.

Die Musik-App hat seine Datenschutzrichtlinie aktualisiert und will ab sofort mehr Informationen von seinen Usern. Diese könnte für werbliche Zwecke benutzen.

Spotify sammelt Standortinfos und lokale Daten

Sogar US-Medien bezeichnen die neue Datenschutzerklärung als „unheimlich“, denn der Streaming-Dienst Spotify verschafft sich damit umfangreichen Zugang zu Nutzerinformationen. Die größte Änderung ist dabei die Erlaubnis, auf lokale Daten zuzugreifen, hat Forbes in einer näheren Betrachtung entdeckt. Wer den neuen AGB zustimmt, bestätigt der App den Zugang auf Fotos, Kontakte und Mediendateien.

Weiters holt sich das Musikportal künftig Standorten über GPS und Bluetooth und kann auch Informationen über die Sensoren eines Smartphones sammeln. Damit will Spotify feststellen, ob und wie sich der User gerade fortbewegt. Dies könnte für die „Running“-Funktion der nützlich sein.

Der Musikdienst Spotify zeigt sich ab heute im neuen Look: Neben dem düsteren, aber klareren Design gibt es auch neue Funktionen. (Foto: Spotify)
Jetzt wird's intim: Spotify verschafft sich Zugriff auf Fotos, Kontakte und GPS-Informationen. (Foto: Spotify)

Weitergabe an Werbepartner

Spotify geht sogar soweit, sich gegebenenfalls Informationen von Providern zu holen, um den Service zu personalisieren und die Qualität von Werbeformaten zu messen. Was bei der neuen Richtlinie vor allem für Aufregung sorgt, ist die vage Erklärung, wofür die Daten verwendet werden können. „Wir könnten Informationen mit Werbepartnern teilen, um verkaufsfördernde Inhalte zu senden“, schreibt Spotify. Die Informationen sollen jedenfalls nicht identifizierbar geteilt werden. Bei der Datenschutzerklärung macht das Unternehmen keinen Unterschied zwischen zahlenden Nutzern und Nutzern des werbefinanzierten, kostenlosen Angebots.

Spotify hat auf die kritische Analyse der neuen AGB reagiert und betont, dass die Privatsphäre und Sicherheit der User höchste Priorität hat. Die Änderungen sollen bessere Personalisierungen für künftige Produkte ermöglichen.

Update von 10:00 Uhr: Eine Spotify-Sprecherin erklärt gegenüber t3n, „dass die Werbepartner nur anonymisierte Nutzungsdaten von Spotify Free Nutzern, nicht von Spotify Premium Nutzern erhalten. Alle Werbepartner, mit denen Spotify zusammenarbeitet, haben einen Vertrag unterschrieben, der die Nutzung der Spotify-Daten reguliert“.

via www.forbes.com

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Elisabeth Oberndorfer
Warum Apple Music einen fairen Wettbewerb behindert und Konsumenten schadet [Kolumne] http://t3n.de/news/apple-music-fairen-wettbewerb-625911/ 2015-07-31T07:09:08Z
Kürzlich wurde bekannt, dass die US-Handelsbehörde FTC wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen in Bezug auf Apple Music ermittelt. Apples pauschale 30-Prozent-Provision ist damit bedroht.

Kürzlich wurde bekannt, dass die US-Handelsbehörde FTC wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen in Bezug auf Music ermittelt. Apples pauschale 30-Prozent-Provision ist damit bedroht. Der Musik-Streaming-Service könnte sich für den Konzern als kostspieliger strategischer Fehler herausstellen – es sei denn, Apple plant ohnehin, seine „Apple-Steuer“ zu senken oder abzuschaffen. Für iOS-Entwickler wird die nächste Zeit aufregend, sagt Martin Weigert in seiner „Weigerts World“.

Das Debüt von Apples neuem Musik-Streaming-Dienst Apple Music könnte weitreichende Folgen für die iOS-App-Ökonomie haben. Denn mit dem Vorstoß in einen der am heißesten umkämpften und von zahlreichen Rivalen bevölkerten Bereiche des Digitalmarkts hat Cupertino den öffentlichen Scheinwerfer auf eine erhebliche Ungleichheit bei den Wettbewerbschancen von iOS-Apps gerichtet – und regulatorische Gegenmaßnahmen provoziert.

Anbieter von iOS-Apps müssen bekanntlich 30 Prozent aller über den App-Store generierten Umsätze mit digitalen Diensten als Provision an Apple abführen. Zudem untersagt Apple es ihnen, Nutzer innerhalb der Apps dazu zu bringen, ihre Transaktionen an anderer Stelle, etwa auf einer Website, durchzuführen, um die „Apple-Steuer” zu umgehen.

Apple Music: Offensichtliche Wettbewerbsverzerrung

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Apple Music kostet 9,99 Euro, während beispielsweise Spotify 12,99 kosten muss. (Screenshot: Apple Music)

Unbeliebt sind diese Regelungen bei App-Entwicklern schon lange, es fehlte bisher allerdings eine gute argumentative Grundlage, um dagegen rechtlich vorzugehen. Doch das ändert sich mit . Der Streaming-Service steht in direkter Konkurrenz zu einem halben Dutzend ähnlicher Anbieter. Während sie von allen über iOS generierten Abo-Einnahmen ein knappes Drittel an Apple abführen müssen, ist der kalifornische Riese naturgemäß von dieser Maßnahme ausgenommen. Das heißt in der Praxis, dass Spotify, Rdio und Deezer von einer Nutzern berechneten typischen Monatsgebühr in Höhe von zehn Euro 70 Prozent als Umsatz zufließen würden, während Apple von zehn Euro den vollen Betrag als Umsatz verbuchen kann.

Aufgrund des aus starren Vereinbarungen mit der Musikindustrie resultierenden geringen Spielraums auf Kostenseite sehen sich die Anbieter deshalb mitunter gezwungen, für über die iOS-App abgeschlossene Abos einen höheren Preis zu verlangen. Das hat zur Folge, dass Apple Music für Nutzer mit 9,99 Euro pro Monat zu Buche schlägt, Branchenprimus Spotify bei App-Bestellung aber mit 12,99 Euro. Die Wettbewerbsverzerrung könnte offensichtlicher nicht sein.

Spotifys Klagen stießen auf Gehör

„Wer im Streaming-Bereich erfolgreich sein will, muss eine iOS-App anbieten.“

Seit einiger Zeit schon versucht Spotify deshalb, durch Lobby- und PR-Arbeit auf den Misstand aufmerksam zu machen. Zuletzt verschickte das Unternehmen eine E-Mail an seine Nutzer, in der es darauf hinwies, dass sie ihr Spotify-Abo auf keinen Fall über die iOS-App, sondern über die Website abschließen sollten. Parallel wurden von Spotify beauftragte Lobbyisten in Washington vorstellig, um das Dilemma den verantwortlichen Behörden und zuständigen Politikern zu erläutern. Offenbar mit Erfolg: Jüngst wurde bekannt, dass die US-Handelsaufsicht FTC Ermittlungen aufgenommen hat.

Wie schnell die zu Resultaten kommen und mit welchem Ausgang der nun bevorstehenden Verhandlungen man rechnen kann, ist noch unklar. Ich würde mich aber sehr wundern, wenn am Ende alles so bliebe, wie gehabt. Zu deutlich ist die Verzerrung des Wettbewerbs. iOS ist eine der zwei dominierenden mobilen Plattformen und zudem die mit den erwiesenermaßen zahlungsfreudigeren Anwendern. Wer im Streaming-Bereich erfolgreich sein will, muss eine iOS-App anbieten. Dass Apple Music für die gleiche Leistung deutlich günstigere Konditionen anbieten kann, behindert einen fairen Wettbewerb und schadet damit im Endeffekt den Konsumenten.

Apple Music: Wenn Plattformanbieter zu Dienstebetreibern werden

Die meisten auf Endnutzer ausgerichteten Services können es sich nicht leisten, nicht auf der iOS-Plattform präsent zu sein.
Die meisten auf Endnutzer ausgerichteten Services können es sich nicht leisten, nicht auf der iOS-Plattform präsent zu sein.

Was sich hier gerade abspielt, ist ein altbekannter Konflikt, der auftritt, wenn Plattformbetreiber dazu übergehen, ihre Plattform für die Distribution eigener Dienste zu nutzen, die mit anderen Angeboten der Plattform konkurrieren. In besonderer Erinnerung ist da Twitter geblieben. Dem Dienst gelang es, das Vertrauen der Entwickler in seine zu Beginn vielversprechende Plattform zu zerstören, indem er mit auf der Plattform aufsetzenden Services zu konkurrieren begann und gleichzeitig die Freiheiten der Entwickler einschränkte. Das führte schließlich dazu, dass Twitters Plattformpläne nie ihre volle Blüte erreichen konnten. Entwickler sahen größtenteils davon ab, weitere Anwendungen für den Dienst zu basteln.

Bei iOS existiert diese Option nur in der Theorie. Das iPhone ist nach wie vor das Premium-Smartphone schlechthin. Die meisten auf Endnutzer ausgerichteten Services können es sich nicht leisten, nicht auf der iOS-Plattform präsent zu sein. Daraus entstehen Zwänge, die Apple nun in Folge seiner eigenen Plattform-Richtlinien zu seinem Vorteil nutzt.

Die Zukunft der Apple-Steuer ist ungewiss

Signifikant ist die , weil im Falle einer Verfügung zur Modifizierung oder Abschaffung der „Apple-Steuer“ das womöglich nicht nur für Musik-Streaming-Dienste Gültigkeit haben würde, sondern viele anderen Segmente der App-Ökonomie beträfe, in denen Apple seine 30 Prozent verlangt. Vorstellbar wäre auch, dass es zu Auflagen kommt, die Apple die Berechnung der Provision für Apps untersagt, wenn das Unternehmen auf seiner Plattform einen eigenen, rivalisierenden Service anbietet. Das könnte Apple einen Anreiz bieten, sich auf seine Rolle als Plattformbetreiber zu fokussieren und den Betrieb der Dienste den Plattform-Nutzern zu überlassen.

„Hat Apple das Risiko einer Regulierung der App-Steuer von vornherein in Kauf genommen?“

Im vergangenen Jahr erlösten Entwickler mit iOS-Apps rund zehn Milliarden Dollar. Demnach setzte Apple mit der 30-Prozent-Provision ungefähr 4,3 Milliarden Dollar um. Zumindest ein Teil dieser Erlöse wäre bedroht, sollte Apple dazu verdonnert werden, die Apple-Steuer zu senken oder zu beseitigen.

Apple Music könnte sich somit als teurer strategischer Fehler erweisen. Wobei „teuer“ freilich ein relativer Begriff ist. In Anbetracht eines Umsatzes in Höhe von gut 182 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr, vorrangig durch durch den Verkauf von Hardware, wäre für Apple selbst ein kompletter Wegfall der App-Store-Provision locker zu verkraften. Auch deshalb, weil eine solche Maßnahme Euphorie bei Entwicklern auslösen würde. Die daraus nochmals gesteigerte Attraktivität von iOS würde sich in weiter steigenden Verkäufen von iOS-Geräten niederschlagen und damit den Wegfall der App-Store-Provision im Optimalfall mehr als kompensieren.

Von daher besteht auch die Möglichkeit, dass Apple das Risiko einer Regulierung der App-Steuer zum eigenen Nachteil von vornherein und bewusst in Kauf genommen hat. Dann ließe sich das Debüt von Apple Music als weiteres Anzeichen dafür heranziehen, dass Apple Bereitschaft zeigt, die App-Steuer zu reduzieren oder ganz aufzugeben. Vielleicht haben Entwickler von iOS-Apps bald Grund zum Jubeln.

Weitere Kolumnen aus „Weigerts World“ findet ihr hier.

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Martin Weigert
Startup-News: SoundCloud führt kostenpflichtiges Premium-Abo ein http://t3n.de/news/startup-news-13-625449/ 2015-07-24T07:53:20Z
Die potentesten Startups bei Rocket Internet fahren hohe Verluste ein, Product Hunt macht jetzt auch Bücher zu Viralhits und die Lange Nacht der Startups geht in eine neue Runde. Das und mehr in den …

Die potentesten Startups bei Rocket Internet fahren hohe Verluste ein, Product Hunt macht jetzt auch Bücher zu Viralhits und die Lange Nacht der Startups geht in eine neue Runde. Das und mehr in den heutigen Startup-News.

SoundCloud forciert Monetarisierung mit Hörer-Abo

Die SoundCloud-Gründer Alex Ljung und Eric Wahlforss. (Foto: Soundcloud)
Die SoundCloud-Gründer Alex Ljung und Eric Wahlforss. (Foto: Soundcloud)

Noch in diesem Jahr will das Berliner Vorzeige-Startup SoundCloud in den USA ein Bezahl-Abo einführen. Das teilte Gründer Eric Wahlforss im Gespräch mit Spiegel Online und dem Wall Street Journal mit. Abonnenten sollen dann rund zehn US-Dollar für eine werbefreie Version des Musikdienstes zahlen. Bisher muss auf SoundCloud nur zahlen, wer unbegrenzt Musik hochladen will.

Schon seit vergangenem Jahr bekommen Nutzer aus den USA gelegentlich zwischengeschaltete Werbeunterbrechungen zu hören. Ab 2016 soll die Monetarisierung, bestehend aus kostenpflichtigem Abo und kostenloser Nutzung mit Werbung, auch in Europa forciert werden. Acht Jahre nach der Gründung sucht SoundCloud händeringend nach einem tragfähigen Erlösmodell.

Product Hunt macht jetzt auch Bücher zu Viralhits

Nach Geschäftsideen und Computerspielen jetzt also auch Bücher: Die US-Bewertungs-Plattform Product Hunt arbeitet weiter an der Erweiterung ihres Angebots. Ab sofort können Nutzer auch Romane, Krimis oder Sachbücher auf der Plattform vorschlagen, bewerten und diskutieren. Gründer Ryan Hoover sprach gegenüber Forbes davon, Menschen so die Kaufentscheidung erleichtern zu wollen: „Die Konsumenten sich mit der Auswahl überfordert, es besteht ein hoher Bedarf nach Kuratierung“, sagte er.

Von dem Schritt dürften in Zukunft auch Publisher und Autoren profitieren. Nach Zahlen des Statistikdienstes SimilarWeb wird Product Hunt von monatlich zehn Millionen Nutzern besucht.

Foodpanda & Co: Verluste von Rockets Zugpferden steigen

Rocket_Internet

Der samwersche Inkubator Rocket Internet spricht gerne von seinen „Proven Winners“, wenn es seine Geschäftszahlen präsentiert. So auch am Mittwoch, als die 2. Quartalsergebnisse für dieses Jahr vorgestellt wurden. Die WirtschaftsWoche hat das zum Anlass genommen, die Erträge der Zugpferde wie Foodpanda, Home24 oder Westwing genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dabei kam heraus: Die Verluste sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast ein Drittel gestiegen. So erzielte Foodpanda allein im ersten Quartal 2015 mit 18,6 Millionen Euro schon mehr als die Hälfte des gesamten Vorjahresverlusts. Die Möbelhändler Home24 und Westwing kommen ebenfalls auf tiefrote Zahlen: Nach 5,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum verdreifachte sich der Verlust von Home24 auf 19,9 Millionen Euro, das Minus von Westwing erhöhte sich von 12,4 auf 18,6 Millionen Euro.

Lange Nacht der Startups geht in neue Runde

Die Lange Nacht der Startups geht in eine neue Runde und der Bewerbungsschluss naht: Noch bis zum 27. Juli können sich Startups für „Europas größtes Startup-Event“ in Berlin bewerben. Gesucht werden Gründungen unter anderem aus den Bereichen E-Commerce und Retail, Entertainment, Data Analytics, Food und FinTech sowie Automative und Fashion.

Auf dem von der Deutschen Telekom gesponserten Event erhalten Gründer einen Stand, um ihr Produkt präsentieren zu können.

Lesetipp: Hinter den Kulissen von „Die Höhle der Löwen“

Am 18. August startet auf Vox die zweite Staffel der Startup-Show „Die Höhle der Löwen“. Um die Wartezeit zu verkürzen, hat Gründerszene einen Blick hinter die Kulissen geworfen und eine lesenswerte Reportage von den Dreharbeiten zur Show veröffentlicht.

Hier findet ihr die Startup-News der letzten Tage. Ihr habt einen Tipp für unsere News-Redaktion? Schreibt @lojanna oder @hexitus bei Twitter!

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Daniel Hüfner
Interaktive Spotify-Karte: Diese Musik lieben die Berliner http://t3n.de/news/interaktive-spotify-karte-musik-623193/ 2015-07-14T04:47:17Z
Nach dem Start des Rivalen Apple Music versucht Spotify, mit einem neuen Feature die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Eine interaktive Landkarte der Musik zeigt, in welcher Stadt gerade welcher …

Nach dem Start des Rivalen Apple Music versucht Spotify, mit einem neuen Feature die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Eine interaktive Landkarte der Musik zeigt, in welcher Stadt gerade welcher Song besonders angesagt ist.

Spotify zeigt Musikvorlieben der Welt

Mag Spotify auch die bessere Qualität liefern, Apple hat seit seinem Start ins Musikstreaming-Geschäft erst einmal die Nase vorn. Das liegt nicht zuletzt an den drei Gratis-Monaten, die Apple-Music-Nutzer erhalten. Dieses günstige Angebot lädt natürlich zum Testen ein. Spotify bringt sich jetzt aber wieder ins Gespräch und stellt eine interaktive Landkarte der Musik vor.

Spotify erstellt charakteristische Playlist für knapp 1.000 Städte. (Screenshot: Spotify)
Spotify erstellt charakteristische Playlist für knapp 1.000 Städte. (Screenshot: Spotify)

Auf dieser „Musical Map“ werden knapp 1.000 Städte weltweit angezeigt. Klickt man auf eine dieser Städte wird man zu einer Playlist geführt, die einen für diese Stadt besonderen Sound anzeigen soll. Dabei werden nicht unbedingt die dort meist gehörten Songs angezeigt, sondern jene, die als besonders charakteristisch für die ausgewählte Stadt gelten, wie Spotify in einem entsprechenden Blogbeitrag erklärt. Das sollen Titel sein, die die Bewohner dieser Stadt eher hören als Musikfreunde in anderen Städten.

100 Songs auf Städte-Playlist von Spotify

So kommt es, dass Spotify-Nutzer in Berlin unter anderem den Song „Down on our own Shield“ von Jakob Dylan hoch und runter hören, ebenso wie Westbams „You need the Drugs“ oder den Keimzeit-Klassiker „Kling Klang“. Insgesamt 100 Songs finden sich in der Playlist „The Sound of Berlin“. In New York tanzt man dagegen – eher als in anderen Städten – zu „Roses“ von The Chainsmokers oder zu diversen Songs von Jamie xx.

Clevere Apple-Music-Nutzer können die so erstellten Playlists gleich mit dem Mac-Tool StAMP in den Streamingdienst von Apple überführen. Allerdings können mit der kostenfreien Testversion von StAMP lediglich bis zu 10 Songs auf einmal importiert werden. Die Vollversion kostet rund fünf Euro.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welchen Streaming-Anbieter ihr nutzen wollt, dann schaut euch unseren Artikel „Apple Music und andere Spotify-Alternativen: 16 Musik-Streaming-Dienste im Vergleich“ an.

via www.engadget.com

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Jörn Brien
Facebook werkelt an eigenem Musikstreaming-Dienst [Update] http://t3n.de/news/facebook-musikstreaming-622225/ 2015-07-09T08:25:17Z
Was Apple und Spotify können, kann Facebook schon lange: Einem Insiderbericht zufolge will offenbar auch Mark Zuckerberg in Kürze einen eigenen Musikstreaming-Angebot an den Start bringen.

Was Apple und Spotify können, kann Facebook schon lange: Einem Insiderbericht zufolge will offenbar auch Mark Zuckerberg in Kürze einen eigenen Musikstreaming-Angebot an den Start bringen.

Update vom 10. Juli 2015:Facebook hat den von Music Ally veröffentlicht Bericht über den Launch eines eigenen Streaming-Dienstes inzwischen dementiert. „Wir planen nicht, in den Musikstreaming-Markt einzusteigen“, teilte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber The Verge mit.

Facebook stellt die Weichen für ein umfassendes Streaming-Angebot

Unter dem Druck von Apple und Spotify arbeitet jetzt offenbar auch Facebook an einem eigenen Musikstreaming-Angebot. Dies berichtet das britische Portal Music Ally, das sich auf nicht näher genannte Quellen aus dem Umfeld des weltweit größten sozialen Netzwerks beruft.

Erst sollen Musikvideos gestreamt werden können, dann auch einzelne Songs. Facebook will nach Apple jetzt ebenfalls ins Streaming-Geschäft einsteigen. (Screenshot: Facebook)
Erst sollen Musikvideos gestreamt werden können, dann auch einzelne Songs. Facebook will nach Apple jetzt ebenfalls ins Streaming-Geschäft einsteigen. (Screenshot: Facebook)

Demzufolge soll sich Facebook in fortgeschrittenen Gesprächen mit Partnern und Rechteinhabern befinden, um in einem ersten Schritt Musikvideos von Künstlern ausspielen zu dürfen. Dazu hatte das Netzwerk erst in der Vorwoche ein neues Werbemodell aufgelegt, das Produzenten analog zu YouTube eine Monetarisierung ihrer Videos ermöglicht. Schon innerhalb der nächsten Monate soll ein umfassender Rollout erfolgen. Kann sich Facebook mit den Rechteinhabern einigen, soll in einem zweiten Schritt auch ein vollwertiger Musikstreaming-Dienst die circa 1,7 Milliarden Facebook-Nutzer erreichen, berichtet Music Ally.

Zukauf nach Apple-Vorbild nicht ausgeschlossen

Unklar ist, wie viel Geld und Arbeit Facebook in den Aufbau eines hauseigenen Streaming-Dienstes steckt: Make or buy? Zwar dürfte das Netzwerk über ausreichende Entwicklerressourcen verfügen, angesichts des harten Konkurrenzkampfs im Streaming-Geschäft spielt aber immer mehr auch der Faktor Zeit eine Rolle. Denkbar sei dem Bericht von Music Alley zufolge daher auch ein Zukauf nach Apple-Vorbild. Der iPhone-Konzern hatte extra zum schnelleren Aufbau von Apple Music den Streaming-Dienst Beats Music für viel Geld übernommen. Nach milliardenschweren Zukäufen wie WhatsApp oder Instagram könnte also auch ein Streaming-Dienst ins Beuteschema von Facebook fallen. Als heißer Kandidat gilt offenbar der soziale Musikstreaming-Dienst Rdio.

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Daniel Hüfner
Von Spotify zu Apple Music wechseln: Dieses Tool wandelt eure Playlists um http://t3n.de/news/spotify-apple-music-wechseln-621659/ 2015-07-08T09:45:12Z
Mit der Mac-App StAMP verwandelt ihr eure Spotify-Playlists kinderleicht in Apple-Music-Playlists. Wir haben uns das Tool für wechselwillige Musiker-Streamer angeschaut.

Mit der Mac-App StAMP verwandelt ihr eure Spotify-Playlists kinderleicht in Apple-Music-Playlists. Wir haben uns das Tool für wechselwillige Musiker-Streamer angeschaut.

Von Spotify zu Apple Music: StAMP wandelt eure Playlists um

Mit Apple Music bietet der Computerkonzern aus Cupertino jetzt auch einen eigenen Musik-Streaming-Dienst an. Nutzer, die bislang den Konkurrenten Spotify genutzt haben, dürfte beim Wechsel zum Apple-Dienst vor allem eins stören: Die mühevoll in Spotifiy angelegten Playlists stehen bei dem neuen Anbieter nicht mehr zur Verfügung. Abhilfe soll hier das Mac-Tool StAMP schaffen.

Von Spotify zu Apple Music wechseln: StAMP wandelt eure Playlists um. (Screenshot: StAMP)
Von Spotify zu Apple Music wechseln: StAMP wandelt eure Playlists um. (Screenshot: StAMP)

StAMP wandelt eure Spotify-Playlists automatisch in das Apple-Music-Gegenstück um. Die Playlist könnt ihr entweder als CSV-Datei importieren oder direkt aus Spotify. Anschließend müsst ihr einfach nur ein bisschen warten und eure Playlist sollte in Apple Music auftauchen. Damit das funktioniert, müsst ihr die StAMP-App jedoch zuvor unter Systemeinstellungen > Sicherheit > Bedienungshilfen hinzufügen.

StAMP: Testversion erlaubt Import von bis zu 10 Titeln

Ihr könnt mit der kostenfreien Testversion von StAMP bis zu 10 Songs in einem Rutsch importieren. Wer umfangreichere Playlists umwandeln möchte, der benötigt die Vollversion, die mit fünf Euro zu Buche schlägt.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welchen Streaming-Anbieter ihr nutzen wollt, dann schaut euch unseren Artikel „Apple Music und andere Spotify-Alternativen: 16 Musik-Streaming-Dienste im Vergleich“ an.

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Kim Rixecker
Apple Music und andere Spotify-Alternativen: 16 Musik-Streaming-Dienste im Vergleich http://t3n.de/news/alternativen-spotify-358122/ 2015-07-01T08:55:45Z
Musik-Streaming-Dienste gehören fest zur Medienlandschaft. Der Marktführer Spotify ist dabei nur einer der vielen Anbieter für gestreamte Musik. Als neuer Herausforderer schickt sich nun Apple …

gehören fest zur Medienlandschaft. Der Marktführer ist dabei nur einer der vielen Anbieter für gestreamte Musik. Als neuer Herausforderer schickt sich nun Apple Music an, den Platzhirsch vom Thron zu stoßen. Wir zeigen euch in einer Übersicht, welche Spotify-Alternativen in Deutschland zur Verfügung stehen, wo ihre Vor- und Nachteile liegen – und welche Rolle dabei spielt.

Viele Konsumenten haben sich mittlerweile damit angefreundet, nicht mehr die heimische Platten- oder CD-Sammlung zu pflegen, sondern jederzeit Zugriff auf Millionen von Songs zu haben – Anschluss an das Internet vorausgesetzt. Musik-Streaming-Dienste oder auch On-Demand-Music unterscheidet sich vom Kauf von Songs über Plattformen wie iTunes oder Amazon dadurch, dass der Nutzer den einzelnen Song nicht erst vollständig herunterladen muss, um ihn hören zu können. Nutzer solcher Angebote haben jederzeit Zugriff auf Millionen von Songs, ohne sie einzeln kaufen zu müssen. Einige On-Demand-Anbieter von Musik ermöglichen sogar die Nutzung ohne bestehende Verbindung zum Internet. Bei der Unterstützung mobiler Geräte sind die Unterschiede zwischen den Plattformen teils erheblich. Nicht jeder Streaming-Dienst ist auch auf jeder mobilen Plattform nutzbar.

Mittlerweile dünnt sich die Schwemme an Diensten wieder etwas aus. So setzt Sony mit PlayStation Music beispielsweise nicht mehr auf Qriocity, sondern auf Spotify. Auch Simfy hat sein Musik-Angebot stark eingeschränkt und erlaubt keine Neuanmeldungen mehr. Stattdessen kooperiert man jetzt mit Deezer. Ab Juli 2015 geht mit Apple Music ein neues Angebot an den Start, das die Vielfalt an Musik-Streaming-Diensten noch weiter verkleinern könnte. Das liegt insbesondere an einer Art Familien-Tarif, mit dem Apple der Konkurrenz das Fürchten lehren will.

Spotify-Alternativen: Musik-Streaming-Dienste kostenlos testen

Es gibt mehr Spotify-Alternativen als viele vielleicht denken.
Es gibt mehr Spotify-Alternativen als viele vielleicht denken.

Die meisten der hier vorgestellten Musik-Streaming-Dienste lassen sich kostenlos ausprobieren. Allerdings sollte man bei einigen Testphasen vorsichtig sein, denn manche Angebote verwandeln sich nach der Probephase automatisch in ein reguläres Abo. Während man sein Probeabo bei Deezer, Juke und Rdio aktiv in ein Bezahl-Abo umwandeln muss, passiert das beispielsweise bei Napster, Rar, Simfy und Qriocity automatisch. Sollte man das doch mal vergessen, sind die Abos allerdings monatlich kündbar.

Die Plattformen im Überblick

Nach der Übersicht finden sich auf den folgenden Seiten detaillierte Beschreibungen der einzelnen Musik-Streaming-Dienste.

Anbieter Titel Probeabo Mobil Preis
Apple Music keine Angabe 3 Monate iOS, Android, Windows 9,99 Euro, 14,99 Euro
Aupeo kein lineares Streaming max. 45 Tage iOS, Android, Windows Phone, Symbian kostenlos, 5,49 Euro
Deezer 35 Millionen 30 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry u.a. kostenlos, 9,99 Euro
Juke 30 Millionen 30 Tage iOS, Android, Windows Phone, Sonos 9,99 Euro
last.fm kein lineares Streaming - iOS, Android, Symbian, Blackberry kostenlos, 3 Euro
napster 30 Millionen 30 Tage iOS, Android, Sonos u.a. 7,95 Euro, 9,95 Euro
rara 22 Millionen erste 3 Monate 0,99 Euro iOS, Android. Windows Phone u.a. 4,99 Euro, 9,99 Euro
Rdio 32 Millionen 30 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry 9,99 Euro
Rhapsody 30 Millionen 14 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry 4,99, 9,99 US-Dollar
Spotify 30 Millionen 60 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry kostenlos, 9,99 Euro
Tidal 25 Millionen 30 Tage iOS, Android, Windows Phone, Sonos u.a. 9,99 Euro, 19,99 Euro
Xbox Music keine genaue Angabe 30 Tage Windows Phone, iOS, Android 9,99 Euro
Jango kein lineares Streaming - iOS, Android kostenlos
Google Play Music keine genaue Angabe 30 Tage Android, iOS 9,99 Euro
Nokia Music+ kein lineares Streaming 7 Tage Windows Phone, Web-App für andere mobile OS 3,99 Euro
iTunes Radio kein lineares Streaming - iOS kostenlos, 24,99 Euro pro Jahr

Auf der nächsten Seite gibt es mehr Details zu den Musik-Streaming-Diensten Apple Music, Aupeo, Deezer und Juke.

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Sébastien Bonset
Warum Apple Music erfolgreich werden wird, obwohl es ein minderwertiges Produkt ist [Kommentar] http://t3n.de/news/apple-music-spotify-erfolgreich-615477/ 2015-06-10T13:26:59Z
Die hochgelobte Revolution bleibt mit Apple Music aus. Das Produkt ist Spotify deutlich unterlegen, meint Moritz Stückler. Dennoch: Es wird erfolgreich werden. Apples Marktmacht ist einfach zu …

Die hochgelobte Revolution bleibt mit Music aus. Das Produkt ist deutlich unterlegen, meint Moritz Stückler. Dennoch: Es wird erfolgreich werden. Apples Marktmacht ist einfach zu groß. Ein Kommentar.

Halt die Fresse, „Technikpresse“!

Da ist er: Apples neuer Streaming-Dienst Apple Music. Schenkt man einigen Medien Glauben, dann dreht sich die Welt jetzt schneller, die Farben sind bunter und das Wasser ist klarer. Kein Hersteller lockt mehr blinde Heerscharen an Bewunderern an als Apple. Man spricht dann gerne von Fanboys oder Apple-Jüngern. Ich weiß das, weil ich oft genug als einer von ihnen beschimpft werde. Wer mich aber besser kennt, der weiß, dass ich oft genug einem cholerischen Wutanfall nahe bin, wenn Apple mal wieder Mist baut und ich mich über die Unzulänglichkeiten von iOS, Mac OS X oder ähnlichem aufregen muss.

Und so war ich auch nach der aktuellen WWDC-Keynote einem Wutanfall nahe, als ich gesehen habe mit welchem Pathos und wie vielen Superlativen der IT-Riese sein Apple Music vorgestellt hat. Noch viel wütender war ich aber über die Presse und ihre Überschriften: „Apple revolutioniert die Musik-Industrie – schon wieder“ war eine der Schlagzeilen bei der an meinem Hals auf einmal eine Ader sichtbar wurde. Oder: „Apple Music – Der Spotify-Killer“ (Die Wortlaute sind aus meinem Kopf, ich weigere mich diese Texte hier zu verlinken, aber auf Google werdet ihr sie finden).

Die Kopie eines x-beliebigen Streaming-Angebots

Das „Connect“-Feature in Apple Music: Der einzige Schimmer von Innovation. (Quelle: Apple.com)
Das „Connect“-Feature in Apple Music: Der einzige Schimmer von Innovation. (Quelle: Apple.com)

„iTunes Ping ging grandios in die Hose!“

Apple Music ist keine Revolution! Es ist die Kopie eines x-beliebigen Streaming-Angebots. Das muss man auch gar nicht negativ verstehen. Apple hat auch in der Vergangenheit schon Dinge kopiert und damit doch noch eine Revolution ausgelöst. Dann steckte aber immer mehr Eigenleistung in den Produkten als es jetzt bei Apple Music der Fall ist. Der Dienst bietet absolut keine neuen Funktionen, abseits von dem „Connect“-Feature, mit dem Fans ihren Stars besser folgen können. Und auch das ist nur eine müde Weiterentwicklung bestehender Features der Konkurrenz.

Apple hat übrigens schon einmal versucht, Musik mit einem sozialen Netzwerk zu verbinden. Der Versuch trug den Namen iTunes Ping und ging grandios in die Hose.

Apple Music wird trotzdem Millionen Kunden finden

Obwohl es Apple Music an Innovationspotenzial mangelt, wird der Dienst natürlich trotzdem Millionen Kunden finden – das steht außer Frage. Apple könnte auch vollgerotzte Taschentücher mit Apfel-Logo verkaufen, und würde damit Millionen von Dollar umsetzen. Die Einstiegshürde um den neuen Dienst zu nutzen ist für bestehende Kunden einfach extrem gering.

„Viele Apple-Kunden sind technikfremd und wissen gar nicht, was sich außerhalb der Apple-Welt so abspielt!“

Mit einem Klick und der Eingabe ihres Apple-Passworts sind sie dabei. Außerdem sind viele Apple-Kunden sehr technikfremd und wissen gar nicht, was sich außerhalb der Apple-Welt so abspielt. Viele kennen deswegen alternative Angebote wie Spotify gar nicht, werden aber begeistert sein, wenn auf ihrem iPhone eine kleine Notification aufpoppt die ihnen sagt, dass sie jetzt sämtliche Musik der Welt für 10 Dollar anhören können.

Die Auswahl an verfügbaren Titeln könnte ein weiterer Aspekt sein, der Apple ein wenig in die Karten spielt. Aber darüber weiß man bisher noch nichts. (Wird Apple in jedem Land einen anderen Katalogumfang haben? Werden sämtliche Titel, die bisher in iTunes erhältlich sind auch via Apple Music erhältlich sein? Wie groß ist das Angebot gegenüber der Konkurrenz?) Außer der oben genannten Bequemlichkeit bei der Anmeldung, und dem attraktiven Preis im Familienpaket für 15 Dollar und sechs Personen fällt mir aber kein weiterer Grund ein, wieso sich Kunden für Apples Angebot entscheiden sollten.

Plattform-Unterstützung: Ohne Web-Interface, ohne mich

Apple Music wird es nur für Mac, iOS und Windows geben. Das ist zu wenig für Musik-Streaming. (Quelle: Apple.com)
Apple Music wird es nur für Mac, iOS und Windows geben. Das ist zu wenig für Musik-Streaming. (Quelle: Apple.com)

Der Punkt wo Apple Music für mich persönlich komplett durchfällt ist die Plattform-Kompatibilität. Apple Music wird es für iOS, Mac OS X, Windows und Android geben. Das reicht für viele Apps und Anwendungen – aber nicht für ein Musikstreaming-Angebot. Meine Musik muss überall sein: Auf Spielekonsolen genau so wie auf sämtlichen Smart-TV-Plattformen und auch auf weniger großen mobilen Betriebssystemen wie Windows Phone oder Blackberry. Aber vor allem muss die Musikplattform meiner Gunst einen Web-Client haben. Wie viele Leute sitzen an Rechnern, auf denen sie keine Programme installieren dürfen? Auf der Arbeit, in der Universität und so weiter. Auch da will ich meine Musik hören können. All das wird Apple Music nicht bieten.

„Apple Music, du bist raus... weil iTunes!“

Und dann ist da noch der hässliche, fette Onkel von Apple Music: iTunes. Das Programm ist eine Krankheit. Seit sieben oder acht Jahren versuche ich mich damit anzufreunden, aber ich glaube inzwischen nicht mehr an eine Versöhnung. Das Programm ist riesig, unübersichtlich, schränkt seine Nutzer extrem ein und ich kenne NIEMANDEN der damit gerne umgeht. Während der Keynote hatte ich kurz die Hoffnung, dass Apple Music vielleicht iTunes komplett ersetzen wird, aber das war wohl mehr Wunschdenken. Apple Music wird auf dem Desktop komplett in iTunes integriert und ist damit für mich von vornherein disqualifiziert.

Mit Music will Apple endlich auch eine Scheibe vom Streaming-Kuchen abbekommen. Wenn man sich die steigenden Abozahlen aller Streamingdienste ansieht, dann scheint die Zukunft tatsächlich nicht im reinen Verkauf von Musik-Downloads à la iTunes zu liegen. Es wird immer eine kleine Gruppe geben, die ihre Musik gerne physikalisch besitzen möchten, aber Streaming ist die Zukunft für die Masse. Nur bisher schafft es kaum ein Anbieter, damit Geld zu verdienen. Apple könnte das ändern.

Wirtschaftlicher Erfolg trotz schlechtem Produkt

Dank großer Marktmacht und langjähriger Erfahrung mit iTunes kann Apple vermutlich bessere Preise bei Rechteinhabern erzielen und damit die Gewinnspanne für sich selbst erhöhen. So könnte Apple Music durchaus ein lukratives Geschäftsmodell werden – trotz Mangel an Innovationen und einem deutlich unterlegenen Produkt. Es wäre nicht das erste Mal in der IT-Geschichte.

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr 16 gute Alternativen zu Spotify

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Moritz Stückler
iCloud-Phishing: Diese Schwachstelle in Apple Mail ist noch immer nicht gefixt http://t3n.de/news/icloud-phishing-apple-mail-615411/ 2015-06-10T09:20:22Z
Eine von einem Entwickler entdeckte Lücke in Apple Mail betrifft Millionen iOS-Nutzer. Obwohl Apple angeblich seit Monaten Bescheid weiß, ist die Schwachstelle noch immer nicht gefixt.

Eine von einem Entwickler entdeckte Lücke in Apple Mail betrifft Millionen iOS-Nutzer. Obwohl Apple angeblich seit Monaten Bescheid weiß, ist die Schwachstelle noch immer nicht gefixt.

Der Entwickler Jan Soucek hat nach eigenen Angaben vor einigen Monaten eine Schwachstelle in Apples Mail-Client für iPhone und iPad entdeckt, die gewiefte Cyberkriminelle für Phishing-Angriffe auf iCloud-Konten nutzen können sollen. Soucek will das Problem bereits Mitte Januar an Apple gemeldet haben. Einen Fix soll es aber bis heute nicht geben, auch in der aktuellen iOS-Version 8.3 soll die Schwachstelle bestehen.

Apple Mail: Bug ermöglicht Abgreifen von Passwörtern

Bei der Lücke in Apple Mail handelt es sich laut Soucek um einen Bug, der das Nachladen von HTML-Inhalten ermöglicht, durch die der eigentliche Inhalt der E-Mail ersetzt werden kann, wie Mac & i berichtet. Das Abgreifen von Passwörtern könne dann dadurch erfolgen, dass beim Öffnen einer E-Mail eine iCloud-Anmeldedialog eingeblendet werde.

Apple Mail am iPad: Vorsicht vor Passwort-Phishing. (Foto: Apple)
Apple Mail am iPad: Vorsicht vor Passwort-Phishing. (Foto: Apple)

Soucek demonstriert den Ablauf eines solchen möglichen Phishing-Angriffs in einem Video. Demnach öffnet sich nach dem Aufrufen einer neu eingegangenen E-Mail im Mail-Client auf iPad und iPhone ein iCloud-Dialog, in dem die Eingabe des Passworts gebeten wird. Gibt der arglose Nutzer dieses ein, wird es an den Angreifer weitergeleitet.

Weil Apple bisher nicht reagiert haben soll, hat Soucek den Code für den von ihm demonstrierten Phishing-Angriff auf Github veröffentlicht. Ein Schutz vor solchen Phishing-Versuchen könnte sein, das Laden von HTML-Inhalten in den Einstellungen der iOS-Mail-App zu verbieten.

via www.heise.de

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Jörn Brien
526-Millionen-Dollar-Finanzierung: Spotify rüstet sich für den Kampf gegen Apple Music http://t3n.de/news/526-millionen-dollar-finanzierung-spotify-ruestet-sich-fuer-den-kampf-gegen-apple-music-615410/ 2015-06-10T08:38:59Z
Spotify plant bereits seit längerem eine neue Finanzierungsrunde. Jetzt wurden 526 Millionen US-Dollar bestätigt – pünktlich zur Veröffentlichung von Apple Music.

plant bereits seit längerem eine neue Finanzierungsrunde. Jetzt wurden 526 Millionen US-Dollar bestätigt – pünktlich zur Veröffentlichung von Music.

Ob Spotify sich von Apple Music bedroht fühlen muss? Die Antwort steht noch aus. Doch klar ist wohl, dass die Luft am Streaming-Markt ein klein wenig dünner geworden ist, seitdem Apple seinen eigenen Streaming-Dienst am Montag vorgestellt hat. Außer Frage steht indes: Wer es mit einem Giganten wie Apple aufnehmen will, braucht vor allem Geld. Viel Geld. Mit einer neuen – fast schon gigantischen – Finanzierungssumme, die Spotify jetzt bestätigte, soll das klappen: 526 Millionen US-Dollar hat der schwedische Streaming-Primus von verschiedenen Investoren eingesammelt. Darunter befinden sich unter anderem die Großbank Goldmann Sachs und der Hedgefond Senvest Capital.

Spotify steigt Umsatz erheblich – sowie die Verluste

Spotify ist bis dato der überzeugenste Musik-Streamingdienst. (Grafik: Spotify)
Spotify ist bis dato der überzeugenste Musik-Streamingdienst. (Grafik: Spotify)

„Spotify generiert einen Umsatz von 1,3 Milliarden US-Dollar – bei hohen Verlusten!“

Das neun Jahre alte Unternehmen erreicht somit einen Marktwert von rund 8,5 Milliarden US-Dollar. Spotify wächst weiterhin schnell – schreibt aber auch immer höhere Verluste. So berichtete die New York Times vor einem Monat, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar anstieg. Zugleich schwoll der Verlust aber auch von 68 auf 197 Millionen US-Dollar an. Spotify begründete das vor allem mit Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte und der bereits in großem Stile stattfindenden Internationalisierung. Die Zahl der Mitarbeiter stieg binnen eines Jahres von 958 auf 1.354 Personen an.

Die Schweden verdienen ihr Geld bis dato vor allem mit Musik-Streaming. Jede vierte Person hat den Dienst im Abo. Insgesamt 91 Prozent der Erlöse kommen über bezahlte Accounts. Medienberichten zufolge möchte das Startup jedoch auch ins Video-Geschäft einsteigen.

Spotify-Mitgründer Daniel Ek reagiert auf Apple Music: „Oh ok!“

Spotify-Mitgründer Daniel Ek reagiert auf Apple Music: „Oh ok!“ (Foto: Wikimedia-Fortune Live Media)
Spotify-Mitgründer Daniel Ek reagiert auf Apple Music: „Oh ok!“ (Foto: Wikimedia-Fortune Live Media)

Auf die Veröffentlichung von Apple Music reagierte der Spotify-Mitgründer Daniel Ek auf Twitter mit einem „Oh ok!“ – später löschte er den Tweet jedoch wieder. Ob Ek sich mit der Aussage beeindruckt oder doch eher gelassen zeigen wollte, ist nicht ganz so eindeutig. Im Netz ist man sich mancherorts uneins.

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via blogs.wsj.com

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Andreas Weck