Musik-Streaming | t3n News News, Infos, Tipps und aktuelle Artikel zu Musik-Streaming 2014-11-27T10:10:05Z t3n Redaktion http://t3n.de/tag/musik-streaming Ein „Spotify“ für Apps? Opera bietet App-Stores mit Abo-Modell http://t3n.de/news/opera-subscription-mobile-store-581392/ 2014-11-27T10:10:05Z
Das für seine Browser bekannte IT-Unternehmen Opera hat am gestrigen Mittwoch die sogenannten „Subscription Mobile Stores“ präsentiert. Nutzer erhalten darin für einen wöchentlichen Beitrag …

Das für seine bekannte IT-Unternehmen hat am gestrigen Mittwoch die sogenannten „Subscription Mobile Stores“ präsentiert. Nutzer erhalten darin für einen wöchentlichen Beitrag vollen Zugriff auf alle enthaltenen Applikationen.

Nachdem Opera in der vergangenen Woche den „Ovi Store“ von Nokia übernommen hat, hat das norwegische Unternehmen eine überraschende Neuerung angekündigt: den „Opera Subscription Mobile Store“. Unternehmen können mit dieser kompliziert klingenden Lösung die verfügbaren Applikationen des Opera Stores unter eigener Flappe in App-Stores kuratieren und an ihre Kunden vertreiben. Sie sparen sich dadurch den kostspieligen Aufbau einer eigenen Infrastruktur, verfügen über eine relativ große Auswahl an Applikationen und werden an den generierten Umsätzen beteiligt.

Opera setzt auf Abomodell im Wochenrhytmus

Anders als bei beispielsweise Apple oder Google sollen Nutzer eines solchen Stores nicht für jede einzelne Applikation zahlen. Stattdessen forciert Opera ein Abomodell, das durch wöchentlich anfallende Zahlungen die Nutzung aller verfügbaren Applikationen ermöglicht. Die bei Entwicklern beliebten In-App-Zahlungen soll es nicht geben.

Abonnements statt Einmalzahlungen: Kann das funktionieren? (Grafik: Opera)
Abonnements statt Einmalzahlungen: Kann das funktionieren? (Grafik: Opera)

Erste Versionen dieser White-Label-Stores sind bereits in Russland, der Ukraine und Brasilien aktiv. Die dort für Nutzer anfallenden Kosten liegen unter einem US-Dollar pro Woche.

Opera verfügt seit der Übernahme des „Ovi Store“ gemessen an der Auswahl an Applikationen den drittgrößten Store. Unternehmen stehen über das neue Angebot zwischen einem und drei Zehntel der insgesamt 300.000 Applikationen zur Verfügung.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Lars Budde
The Day the Music Died: Taylor Swift löst das Ende der Streaming-Dienste aus [Kommentar] http://t3n.de/news/spotify-streaming-geschaeftsmodelle-576355/ 2014-11-04T10:07:05Z
Streaming ist die Zukunft. Viele Musiker sind anderer Meinung: Streaming sei unrentabel. Jetzt verlassen erste Musiker wie Taylor Swift Spotify. Ist das Geschäftsmodell tragbar oder gehen irgendwann …

Streaming ist die Zukunft. Viele Musiker sind anderer Meinung: Streaming sei unrentabel. Jetzt verlassen erste Musiker wie Taylor Swift . Ist das Geschäftsmodell tragbar oder gehen irgendwann die Lichter aus im Streaming-Haus?

Musik-Streaming-Dienste wie Spotify wachsen und wachsen. Das liegt nicht zuletzt an den umfangreichen Funktionen, die derartige Services bieten. Streaming ist die Zukunft, sagt die Branche, sagen die Nutzerzahlen und zeigen die Statistiken, die auf sinkende MP3-Downloadzahlen hinweisen. Und doch: Die Geschäftsmodelle von Spotify und den vielen Alternativen unter den Streaming-Anbietern sind trotz aller Wachstumszahlen auf tönernen Füßen gebaut und stark davon abhängig, dass die Musiker ihre Musik auch für die Streaming-Dienste zur Verfügung stellen.

Sollten die Konditionen für Musiker unattraktiv werden und die Abverkäufe der eigenen Titel durch den Dienst kannibalisiert werden, dann werden viele den Stecker ziehen. Gerade ist das publikumswirksam geschehen: Taylor Swift hat ihren kompletten Musikkatalog bei Spotify leergeräumt. Ich kann gerade keinen Titel der Sängerin in Erinnerung bringen, aber ich will auch nicht darüber philosophieren, ob das Entfernen der Swift'schen Titel ein Verlust für Spotify ist oder nicht. Sondern schlicht feststellen, dass sich hier das drohende Ende der Streaming-Dienste abzeichnen könnte. Wie heißt es so schön bei Max und Moritz: Dies war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich.

Taylor Swift hat ihren kompletten Musik-Katalog bei Spotify entfernt. (Foto: (Foto: Eva Rinaldi Celebrity and Live Music Photographer / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA))

Die Bezahlung der Musiker: Gering ...

Taylor Swift ist nicht die erste Stimme, die sich erhebt: Beispielsweise Pink Floyd lief im letzten Jahr gegen Pandora Amok und beschuldigte den Streaming-Dienst durch politische Lobby-Arbeit für eine neue Gesetzesvorlage die Künstler um 85 Prozent ihrer Tantiemen bringen zu wollen. Die Zahlen sind unbestätigt und wohl nicht zutreffend, wie der Rolling Stone anmerkt, aber das Problem dahinter bleibt: die Musiker haben das latente Gefühl, schlecht für ihre Musik bezahlt zu werden. Kein Wunder, die Musiker bekommen, wie der US-Musiker David Lowery von Cracker anmerkt für eine Million abgespielter Songs bei Pandora rund 42 US-Dollar. Damit kann man einmal essen gehen. Bei Youtube wird es wohl eher eine Packung zuckerfreier Kaugummi mit 1,95 US-Dollar. Zum Vergleich: von den üblichen Radiosendern bekommt Lowery beispielsweise für 19.000 abgespielte Stücke 14.000 US-Dollar. Spotify beispielsweise rechnet selbst die ausgeschüttete Summe pro Stream wie folgt aus. „Recently, these variables have led to an average “per stream” payout to rights holders of between $0.006 and $0.0084.“ Okay, Das ist lächerlich wenig.

Tatsächlich?

verneinen
Spotify-Ausschüttungen sind nicht so gering, wie sie auf den ersten Blick wirken. (Foto: © photophonie - Fotolia.com)

... wenn auch mehr als bei Radiosendern, aber immer noch wenig

Pink Floyd und Lowery vergleichen beide ihre Einnahmen von Radiosendern mit den Einnahmen, die ihnen Streaming-Dienste verschaffen. Das produziert einen erheblichen Denkfehler: Ein einzelner Stream richtet sich an einen einzelnen Hörer. Ein abgespieltes Musikstück in einem Radiosender richtet sich an Tausende bis Hunderttausende von Hörern. Den Bruchteil eines Cents also direkt mit dem knapp runden Dollar zu vergleichen, den eine Radiostation offensichtlich zahlt, ist also nicht realistisch. Spotify argumentiert zu Recht auf seiner Webseite, dass sie relativ betrachtet pro Zuhörer mehr bezahlen als andere Dienste.

(Screenshot: Spotify)
(Screenshot: Spotify)

Diese Erkenntnis hilft nur nichts, wenn die Musiker immer noch – gefühlt oder tatsächlich – im Gesamten zu wenig Einnahmen einfahren.

Ausschüttungen an Musiker: Mehr geht nicht, das Geschäftsmodell skaliert nicht

Bei Geschäftsmodellen wird gerne von Skalierbarkeit gesprochen: die Streaming-Dienste betonen ihre Ausrichtung auf Wachstum. Und die immer größer werdenden Gesamt-Ausschüttungen an die Rechteinhaber werden als Argument angeführt. Kann man wirklich von Skalierung sprechen, wenn doch die Einnahmen immer gleich bleiben: 9,99 Euro pro Premium-Nutzer. Relativ betrachtet: nein. Eine Skalierung erfordert steigenden Ertrag, mit einer Skalierung der Nutzerzahlen lässt sich in einem Onlineshop ein steigender Ertrag prognostizieren. Spotifiy kann Nutzerzahlen skalieren soviel sie wollen: der Ertrag bleibt gleich. Den Musikern kann somit nicht mehr ausgezahlt werden, da Spotifiy relativ gesehen immer nur den gleichbleibenden Betrag von 9.99 Euro zum Verteilen zur Hand hat. Und je mehr Musikstücke gespielt werden, je größer der Katalog wird, desto geringer werden die Ausschüttungsbeträge an die Musiker. Die Wachstumsquote der Nutzer kann die steigende Kurve der notwendigen Ausschüttungen meiner Meinung nach nicht kompensieren.

Streaming ist die Zukunft: Die Geisteshaltung der Nutzer hat sich verändert

Die Downloadzahlen sinken gerade, die in der Anfangsphase so gerne kolportierte „Werbefunktion“ der Streaming-Dienste für den Download-Abverkauf der Musiker ist eher Nonsens. Streaming-Dienste sind Musikkonsum und MP3-Dateien sind Musikkonsum. Mit der steigenden Internetgeschwindigkeit in (mobilen) Netzen ist der Musikkonsum über Streamingdienste jederzeit verfügbar. Und wird mit verbessertem Netzausbau von Jahr zu Jahr besser verfügbar. Die fehlende (mobile) Verfügbarkeit war mit einer der Gründe für den Erwerb von MP3-Dateien – jedenfalls bei den jüngeren Generationen. Die permanente Verfügbarkeit irrationalisiert das Gefühl, Musik besitzen zu müssen, sie ist ja eh immer da – omnipräsent und immer erreichbar. Das ist eine neue Geisteshaltung. Und mit Sicherheit ist diese Veränderung in der Geisteshaltung einer der Gründe für einen schrumpfenden Abverkauf am Musikmarkt.

Fazit: Streaming ist die Zukunft, aber an den Geschäftsmodellen muss gefeilt werden

Legale, bequeme und günstige Download-Portale für digitale Musik waren die Antwort der 90er auf Piraterie. Streaming-Dienste sind die aktuelle Antwort auf Piraterie und sicher auch auf die Bedürfnisse der Nutzer: eine Form von personalisiertem Radio für jedermann. Ich nutze selbst Spotify. Die kostenfreie Version. Bisher habe ich keinen Grund entdeckt, Premium-Nutzer zu werden. Und ich sehe keinen Ansatz bei Spotify oder einem anderen Dienst, der bei mir dazu führen könnte, dass ich mehr Umsatz bei diesen Diensten mache. Es wird neben mir noch einigen Nutzern ebenso gehen. Das muss anders werden.

Nicht nur die Konvertierung zu Premium-Nutzern ist ein Problem: Ist der Nutzer zum Premium-Nutzer konvertiert, kann er auch nicht mehr Umsatz machen. Das muss anders werden, um die Erträge zu skalieren. Damit Musiker eine nachvollziehbarere Ausschüttung für ihre Titel erhalten. Wenn Spotify und Co kein besseres Geschäftsmodell finden, wird ihnen der oben beschriebene Shift in der Geisteshaltung der Nutzer nämlich nichts nutzen: Die Musiker werden gehen. Und die Dienste damit unattraktiver.

Und dann heißt es wirklich eines Tages: „The day the music died.“ Zumindest auf Spotify & Co.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Jochen G. Fuchs
Spotify-Tipps und -Tricks für noch mehr Streaming-Spaß http://t3n.de/news/spotify-tipps-tricks-noch-mehr-379675/ 2014-10-22T12:40:08Z
Spotify ist auf Anhieb leicht zu nutzen, aber mit ein paar Einstellungen, Spotify Tipps und Tricks könnt ihr noch viel mehr aus dem Musik-Streaming-Dienst heraus holen. Wir zeigen euch, welche …

ist auf Anhieb leicht zu nutzen, aber mit ein paar Einstellungen, Spotify Tipps und Tricks könnt ihr noch viel mehr aus dem heraus holen. Wir zeigen euch, welche Einstellungen Sinn machen und welche versteckten Funktionen es bei Spotify so gibt.

Mit Spotify kann man eine Menge cooler Dinge anstellen. Mit dafür verantwortlich sind unter anderem die vielen Apps, die der Streaming-Dienst integriert. Wer Spotify nicht mag, kann aus einer Vielzahl an anderen Musik-Streaming-Anbietern wie beispielsweise Simfy, Rdio oder Deezer seinen Favoriten wählen.

Spotify Tipps für die Einstellungen

Auch wenn man sich beim ersten Starten von Spotify direkt ins Musikuniversum stürzen kann, sollte man zuvor die ein oder andere Einstellung vornehmen.

Vor der ersten Nutzung von Spotify sollte man in jedem Fall einige Einstellungen vornehmen.

Privat oder offenherzig?

Möchte man nicht zu viel mitteilen, sollte man dementsprechend als erstes die Haken bei Facebook und Last.fm in den Einstellungen entfernen. Es ist darüber hinaus möglich, dass man nicht automatisch seine Aktivitäten mit seinen Spotify-Freunden teilt. Wenn man generell kein Problem damit hat, aller Welt mitzuteilen, was man so hört, aber sich in manchen Fällen für bestimmte musikalische Geschmacksentgleisungen schämt, kann man in diesen Fällen über den Menüpunkt „Datei“ eine Private Session starten. Auch beim Veröffentlichen neuer Playlisten, die man anlegt, ist Spotify per Voreinstellung mitteilsam. Wer nicht möchte, dass seine Playlisten automatisch veröffentlicht werden, sollte den entsprechenden Haken in den Einstellungen ebenfalls entfernen.

Stop, Look, Listen

Für die Wiedergabe kann man ebenfalls einige Einstellungen vornehmen. Nutzt man Spotify Premium, stehen bestimmte Tracks in einer hohen Qualität, die an jene von Audio CDs herankommt, zur Verfügung. Hier sollte man dann entsprechend einen Haken hinter „Streaming mit hoher Qualität“ setzen. Außerdem sollte man den Punkt „Dieselbe Lautstärke für alle Titel einstellen“ aktivieren, damit die Lautstärke nicht zu sehr variiert.

Spotify Tipps für Playlisten

Playlisten sind bei Spotify das A und O, wenn es um das Organisieren der Musik des Anwenders geht. Mit einigen wenigen Handgriffen kann man die Nutzung von Playlisten noch sinnvoller gestalten.

Playlisten in Ordner sortieren

Spotify bietet ein wenig versteckt auch die Möglichkeit, mehrere Playlisten in einem Ordner zu sammeln. Die Funktion findet sich im Menü „Datei“. Dort klickt man einfach auf „Neuer Playlist-Ordner“. Persönlich nutze ich das Feature beispielsweise, um nicht jedes komplette Album als Playliste zu haben, sondern alle Alben im entsprechenden Playlist-Ordner zu sortieren. Alle in einem Ordner enthaltenen Playlisten lassen sich auch als Meta-Playlist in einem Rutsch abspielen.

Wer stets auf dem Laufenden sein möchte, kann ständig gepflegte Playlisten zu aktuellen Charts abonnieren.

Playlisten abonnieren

Man kann jede beliebige Playliste anderer Nutzer abonnieren. Das hat den großen Vorteil, dass man stets auf dem neuesten Stand ist, selbst wenn Titel später hinzukommen oder entfernt werden. Darüber hinaus gibt es eine Menge von Playlisten, die ständig aktualisierte Charts für unterschiedliche Märkte zur Verfügung stellen.

Gemeinsame Playlisten für gelungene Parties

Spotify erlaubt es auch, Playlisten mit mehreren Nutzern zu bearbeiten. Einfach mit der rechten Maustaste auf eine Playlist klicken und „Gemeinsame Playlist“ einstellen. Das eignet sich besonders gut bei der Vorbereitung für eine Party, kann aber natürlich auch schnell für Ärger sorgen. Immerhin können alle Freunde, mit denen man eine derartige Playlist teilt, nicht nur Titel hinzufügen, sondern auch löschen.

Spotify Tipps für die Suche

Spotify bietet mehr als 16 Millionen Titel an. Doch wie soll man da das richtige finden? Oft führen einen zwar schon einfache Keywords zum Ziel, aber manchmal kommt man nicht umhin die erweiterten Suchfunktionen zu nutzen. Zum einen stehen die von Suchmaschinen bekannten Operatoren wie „AND“, „OR“ und „NOT“ zur Verfügung. Mit Hilfe dieser kann man seine Suche nach Musik leicht verfeinern. Kennt man beispielsweise von einem Interpreten ein Album, den Rest des Künstlers aber nicht, kann man zum Beipsiel nach „Interpret NOT Album“ suchen. Zum anderen stehen noch eine Reihe von weiteren Suchparametern zur Verfügung, die teils sehr hilfreich sein können. Hier alle zur Verfügung stehenden Parameter:

Parameter Funktion
artist: Zeigt alle Titel eines Künstlers an.
track: Zeigt alle zum Suchbegriff passenden Songs an.
album: Zeigt alle zum Suchbegriff passenden Alben an.
genre: Zeigt alle Titel an, die in das gesuchte Genre fallen.
label: Zeigt alle Titel an, die auf dem eingegebenen Label veröffentlicht wurden.
isrc: Zeigt Songs an, die dem eingegebenen International Standard Recording Code entsprechen.
upc: Zeigt Songs an, die dem eingegebenen Universal Product Code entsprechen.

Die einzelnen Parameter und Operatoren lassen sich nach Belieben miteinander kombinieren.

Songs finden mit Shazam und Soundhound

Wer ein Smartphone nutzt, kann auch die Apps Shazam und SoundHound einsetzen, um Musik in Spotify zu finden. Beide Apps funktionieren ähnlich und erlauben es dem Nutzer, einen Song, den er grade im Radio oder sonstwo hört mit seinem Smartphone aufzunehmen und von der App den Songtitel und Künstler angezeigt zu bekommen. Sowohl Soundhound als auch Shazam haben eine Anbindung zu Spotify implementiert, so dass man den Song direkt in der Spotify-App öffnen kann.

Spotify Tipps für virtuelle und reale Freundschaften

Die soziale Komponente spielt bei Spotify eine wichtige Rolle. Auch wenn sich der ein oder andere zu Recht über den Facebook-Zwang bei diesem Musik-Streaming-Anbieter ärgern mag, kann man viele soziale Features des Dienstes dennoch schätzen lernen.

Musik teilen

Bei Spotify sind generell alle Songs, Playlisten und sogar Freunde referenzierbar. Das heißt, dass man zu jedem Element einen Link generieren kann. Das kann man nutzen, um seinen Freunden Links zu einem Song, einer Playlist oder einem anderen Spotify-Element per Mail, Instant Messanger oder andere Dienste zukommen zu lassen. Man kann sich entweder einen HTTP-Link oder einen Spotify-Link generieren. HTTP-Links werden dann im Browser geöffnet und Spotify-Links öffnen beim Klick den entpsrechenden Client.

Sing it Back

Wer auf Karaoke steht, findet auf der App-Plattform von Spotify die App TuneWiki, die zu vielen Songs die passenden Texte zum Mitsingen aufbereitet und anzeigt.

Spotify Tipps: TuneWiki auf Spotify ist eine App, die sich an Karaoke-Fans richtet.

Tastaturkürzle für Spotify

Wer sich zum Spotify-Heavy-User entwickelt, wird sich irgendwann Tastaturkürzel wünschen, um den Client noch schneller bedienen zu können als mit der Maus. Eine Reihe von Kürzeln erleichtern das Navigieren in der Tat:

Funktion OS X Windows
Hilfe CMD-? F1
Suchfeld CMD-L Strg-L
Filter in Playlist einblenden CMD-F Strg-F
In Multi-Artist-Playliste auf Album-Ansicht wechseln CMD-G Strg-G
Neue Playlist erstellen CMD-N Strg-N
Song kopieren (z.B. zum Einfügen in eine zusätzliche Playlist) CMD-C Strg-C
Song ausschneiden, um diesen in einer anderen Playlist einzufügen CMD-X Strg-X
Song aus der Zwischenablage einfügen CMD-V Strg-V
Alle Songs in einer Playliste markieren CMD-A Strg-A
Markierung aufheben CMD-Shift-A Strg-Shift-A
Löschen Backspace Entf
Mute CMD-Shift-Pfeil nach unten Strg-Shift-Pfeil nach unten
Lauter CMD-Pfeil nach oben Strg-Pfeil nach oben
Leiser CMD-Pfeil nach unten Strg-Pfeil nach unten
Abspielen/Pause Leertaste Leertaste
Nächster Song CMD-Pfeil nach rechts Strg-Pfeil nach rechts
Vorheriger Song CMD-Pfeil nach links Strg-Pfeil nach links

Der Spotify App Finder

Spotify bietet im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern aus dem Musik-Streaming-Sektor ein API. Dadurch können Entwickler Apps anbieten, die den Funktionsumfang von Spotify erweitern. Der App Finder findet sich im Spotify Client in der linken Menüleiste. Hier finden sich eine Reihe von Zusatzprogrammen wie beispielsweise die bereits vorgestellte App TuneWiki. In jedem Fall gibt es eine Reihe von wirklich sinnvollen Apps wie die von Last.fm, die Musikempfehlungen liefert. Auch einige seltsamere Apps sind mit von der Partie. So kann man beispielsweise mit Felody in Verbindung mit Spotify auch neue Leute kennen lernen und flirten. Einfach mal durchstöbern.

Plädoyer für den Künstler

Wer eine Menge MP3s gekauft hat, sollte sich trotzdem die Spotify-Version des entsprechenden Songs anhören. Auf diese Weise bekommt die Band oder der Künstler für jedes Abspielen einen kleinen Betrag gut geschrieben. Das ist bei Spotify leider wirklich nicht viel und die meisten Künstler werden von ausschließlichen Spotify-Einnahmen nicht leben können. Dennoch ist das natürlich besser als nichts.

Damit unterstützt man nicht nur seine Lieblingsband, sondern sorgt vielleicht auch wenig dafür, dass die Musiklandschaft weiter vielfältig bleibt und nicht irgendwann nur noch Musik produziert wird, die sich ausschließlich an die breite Masse wendet.

Wer seine Lieblingsmusiker maximal unterstützen möchte, kauft ohnehin einen physischen Datenträger in Form einer CD oder einer Schallplatte - und das am besten auf einem Konzert oder auf der Website der Band, denn dort bleibt für die Künstler im Vergleich am meisten hängen.

Dieser Artikel aus dem Jahr 2012 wurde 2014 überarbeitet.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Sébastien Bonset
Apple bestätigt Angriff auf iCloud-Accounts: So schützt ihr euer Konto besser http://t3n.de/news/apple-icloud-hack-sicherheit-565383/ 2014-09-03T15:29:33Z
Apple hat massenhafte Angriffe auf die iCloud-Konten verschiedener Prominenter bestätigt. Wie ihr euren Account am besten gegen gezielte Angriffe dieser Art schützen könnt, verraten wir euch in …

hat massenhafte Angriffe auf die iCloud-Konten verschiedener Prominenter bestätigt. Wie ihr euren Account am besten gegen gezielte Angriffe dieser Art schützen könnt, verraten wir euch in unserem Artikel.

iCloud-Sicherheit: Private Nacktbilder von Prominenten landen im Netz

Der Diebstahl und die Veröffentlichung unzähliger Nacktfotos von Prominenten haben in den vergangenen Tagen weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Den unbekannten Angreifern gelang es, auf über 100 Konten berühmter Persönlichkeiten zuzugreifen. In der Folge wurden beispielsweise Nacktfotos der Schauspielerinnen Jennifer Lawrence und Kirsten Dunst im Internet veröffentlicht, aber auch andere vor allem weibliche Stars wie Rihanna oder Kate Upton sind von den Hacks betroffen.

Nach einer internen Untersuchung hat Apple bestätigt, dass es sich um gezielte Angriffe auf die iCloud-Konten der Prominenten gehandelt hat. Dabei sollen jedoch keine Sicherheitslücken ausgenutzt worden sein. Apple empfiehlt allen iCloud-Nutzern die Verwendung eines starken Passworts und die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wie ihr das macht, warum das aber noch nicht gegen Fotodiebstahl hilft und welche zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ihr zum Schutz eurer privaten Daten unternehmen solltet, verraten wir euch in diesem Artikel.

Apple iCloud: Ihr solltet ein möglichst sicheres Passwort für euren Account festlegen. (Screenshot: Apple)
Apple iCloud: Ihr solltet ein möglichst sicheres Passwort für euren Account festlegen. (Screenshot: Apple)

Zwei-Faktor-Authentifizierung für euer iCloud-Konto: So geht‘s

Als erstes solltet ihr ein möglichst sicheres Passwort für euer iCloud-Konto wählen. Einige Tipps dazu findet ihr in unserem Artikel „Datenschutz: So wählt ihr sichere Passwörter für eure Accounts“. Statt aber nur ein einfaches Passwort zu verwenden, solltet ihr – wie von Apple empfohlen – auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, die euer Passwort um einen Pin erweitert. Dieser Zahlencode wird bei Bedarf dynamisch erstellt und euch per SMS zugeschickt.

Ihr aktiviert diese Funktion, indem ihr euch auf Meine Apple-ID anmeldet und unter Passwort und Sicherheit die entsprechende Funktion aktiviert. Zusätzlich zu den automatisch zugesendeten Pins bekommt ihr von Apple einen 14-stelligen Wiederherstellungsschlüssel. Den solltet ihr euch ausdrucken und an einem sicheren Ort aufbewahren oder in einem Programm wie 1Password speichern.

iCloud: Zwei-Faktor-Authentifizierung sollte aktiviert werden. (Screenshot: Apple)
iCloud: Zwei-Faktor-Authentifizierung sollte aktiviert werden. (Screenshot: Apple)

Unglücklicherweise hat die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Apple einen Haken: Sie wird euch nicht gegen einen Diebstahl eurer Bilder helfen. Apple verlangt keinen Pin, wenn ihr „eure“ Fotos mit einem neuen Rechner synchronisieren wollt. Daher hätte das Feature auch keinem der prominenten Opfer geholfen – dennoch sollte es aktiviert werden. Immerhin verhindert ihr so, dass ein Angreifer in eurem Namen kostenpflichtige Apple-Dienste in Anspruch nimmt.

iCloud-Sicherheit beginnt mit der Wahl der E-Mail-Adresse

Wenn Kriminelle auf euer iCloud-Konto zugreifen wollen, werden sie zunächst herausfinden wollen, welche eurer ihm bekannten E-Mail-Adressen dort als Login dient. Leider macht es Apple einem Angreifer in dieser Hinsicht nicht wirklich schwer. Ein krimineller Hacker muss nur die ihm bekannten E-Mail-Adressen seines Opfers dafür verwenden, um ein neues iCloud-Konto anzulegen. Existiert die Adresse schon in der Datenbank, informiert Apple ihn direkt darüber.

Kriminelle könnten diesen Umstand ausnutzen und mit einem Script beispielsweise Adresslisten auf bestehende iCloud-Nutzer überprüfen. Daher könnt ihr es potenziellen Angreifern immerhin ein wenig schwieriger machen, indem ihr eine E-Mail-Adresse für den Cloud-Dienst von Apple verwendet, den ihr sonst nicht nutzt – und die somit auch schwieriger ausfindig zu machen ist.

iCloud: Sofern ihr die Funktion nicht deaktiviert, speichert euer iPhone Kopien eurer Bilder in der Cloud. (Grafik: Apple)
iCloud: Sofern ihr die Funktion nicht deaktiviert, speichert euer iPhone Kopien eurer Bilder in der Cloud. (Grafik: Apple)

iCloud sicherer machen: So deaktiviert ihr die automatischen Cloud-Backups eurer Fotos

Neben der hohen Verbreitung von iPhones dürfte es auch einen zweiten Grund dafür geben, dass die ein beliebtes Ziel für Cyberkriminelle ist: Standardmäßig speichert Apple alle iPhone-Fotos im Cloud-Speicher des Unternehmens ab. Android-Nutzer verwenden dafür im Regelfall unterschiedliche Drittanbieter-Apps und unter Windows Phone ist diese Funktion werksmäßig deaktiviert.

Wer auf seinem iCloud-Konto gar nicht erst irgendwelche persönlichen Fotos abspeichern will, kann die Funktion im iCloud-Menü seines iPhones deaktivieren. Damit auf die Art gespeicherte Fotos auch automatisch gelöscht werden, müsst ihr die Fotostream-Backup-Funktion auf all eurer Apple-Geräten deaktivieren. Natürlich könnt ihr die Bilder auch manuell löschen. Eine Anleitung dazu findet ihr auf der Apple-Support-Seite.

Apple iCloud: Vollständige Sicherheit gibt es nicht

Schafft es ein Angreifer, einen eurer Rechner mit installiertem iTunes mit einem Trojaner zu versehen, helfen euch allerdings weder lange Passwörter noch die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wie der Geschäftsmann und Sicherheitsberater Nik Cubrilovic auf seinem Blog anmerkt, lässt sich der iCloud-Authentifizierungs-Token vergleichsweise einfach mit einem Tool wie Elcomsofts atex auslesen und zur iCloud-Anmeldung verwenden.

Apple täte letztlich gut daran, das System an einigen Stellen zu überarbeiten. Vor allem die aktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung sollte vom Unternehmen aus Cupertino für wirklich alle iCloud-Login-Vorgänge genutzt werden. Nur so ist die Funktion wirklich sinnvoll. Generell kann es aber für kein Computersystem vollständige Sicherheit geben. Trotzdem solltet ihr, wann immer möglich, alle euch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausnutzen.

via www.zdnet.de

]]>
Kim Rixecker
HealthKit: App-Entwickler dürfen Daten nicht in iCloud speichern http://t3n.de/news/healthkit-app-entwickler-duerfen-565253/ 2014-09-03T06:22:31Z
Apple veröffentlicht Richtlinien für die Entwicklung von Apps für HealthKit und HomeKit. Demnach sollen Anwendungen, die die Nutzerdaten an Dritte weitergeben oder in der iCloud ablegen, …

veröffentlicht Richtlinien für die Entwicklung von für HealthKit und HomeKit. Demnach sollen Anwendungen, die die Nutzerdaten an Dritte weitergeben oder in der ablegen, abgewiesen werden.

Entwickler-Richtlinien aktualisiert

Apple hat am Dienstag die Developer Guidelines für den App Store aktualisiert und dabei auch die neuen Plattformen HealthKit und HomeKit inkludiert. Bei den Diensten für Gesundheits-Apps und Heimsteuerung zeigt sich der Konzern sehr heikel im Umgang mit Nutzerdaten.

So informiert Apple seine Entwickler, dass HealthKit-Apps, die Daten in der iCloud speichern, abgelehnt werden. Auch Anwendungen, die über die HealthKit-API Informationen ohne Zustimmung der Nutzer an Dritter weitergeben, schaffen es nicht in den App Store. Services, die Diagnosen ausstellen, brauchen vor der Veröffentlichung eine Genehmigung von der Gesundheitsbehörde.

Apple fordert Entwickler zum vorsichtigen Umgang mit Daten in HealthKit-Apps auf. (Bild: Apple)
Apple fordert Entwickler zum vorsichtigen Umgang mit Daten in HealthKit-Apps auf. (Bild: Apple)

 

Datenschutz für HealthKit und HomeKit

Auch bei HomeKit, der Plattform für die Steuerung von Heimgeräten, ist Apple streng. Die Informationen über Nutzer dürfen nicht an Dritte, etwa für werbliche Zwecke, weitergegeben werden. Anwendungen, die Daten zu anderen Zwecken als zur Verbesserung der Dienste sammeln, lehnt Apple ab.

Sowohl für HealthKit als auch für HomeKit fordert der Konzern eine Datenschutzerklärung von den Developern. Zusammenfassend richtet Apple den Herstellern aus: „Wenn eine App einfach unheimlich ist, könnte sie nicht akzeptiert werden“.

Die überarbeiteten Developer-Guidelines veröffentlichte das Unternehmen übrigens am gleichen Tag wie sein offizielles Statement zum Hack-Angriff auf US-Promis, bei dem private Fotos gestohlen wurden. Dieser Hack sei nicht auf eine Sicherheitslücke in iCloud zurückzuführen, sondern auf zu schwache Passwörter, rechtfertigt sich Apple.

via 9to5mac.com

]]>
Elisabeth Oberndorfer
Spotify-Alternativen: 18 Musik-Streaming-Dienste im Vergleich http://t3n.de/news/alternativen-spotify-358122/ 2014-08-09T06:37:45Z
Musik-Streaming-Dienste drängen vermehrt nach Deutschland. Der Marktführer Spotify ist dabei nur einer der vielen Anbieter für gestreamte Musik. Wir zeigen euch in einer Übersicht, welche …

drängen vermehrt nach Deutschland. Der Marktführer ist dabei nur einer der vielen Anbieter für gestreamte Musik. Wir zeigen euch in einer Übersicht, welche Spotify-Alternativen in Deutschland zur Verfügung stehen – und wo ihre Vor- und Nachteile liegen.

Viele Konsumenten haben sich mittlerweile damit angefreundet, nicht mehr die heimische Platten- oder CD-Sammlung zu pflegen, sondern jederzeit Zugriff auf Millionen von Songs zu haben – Anschluss an das Internet vorausgesetzt. Musik-Streaming-Dienste oder auch On-Demand-Music unterscheidet sich vom Kauf von Songs über Plattformen wie iTunes oder Amazon dadurch, dass der Nutzer den einzelnen Song nicht erst vollständig herunterladen muss, um ihn hören zu können. Nutzer solcher Dienste haben jederzeit Zugriff auf Millionen von Songs, ohne sie einzeln kaufen zu müssen. Einige On-Demand-Anbieter von Musik ermöglichen sogar die Nutzung ohne bestehende Verbindung zum Internet.

Bei der Unterstützung mobiler Geräte sind die Unterschiede zwischen den Diensten teils erheblich. Nicht jeder Streaming-Dienst ist auch auf jeder mobilen Plattform nutzbar. So sind beispielsweise nur Deezer, Rdio, Rhapsody und Spotify für Windows Phone 7 erhältlich.

Update vom 12. August 2013: Etwa anderthalb Jahre nach der Erstveröffentlichung des Vergleichs unterschiedlicher Musik-Streaming-Dienste haben wir die Informationen zu den einzelnen Spotify-Alternativen aktualisiert. Und: Es sind weitere Anbieter dazugekommen: iTunes Radio, Nokia Music, Jango, Xbox Music, Wimp und Google Play Music All Access.

Update vom 7. August 2014: Wir haben die Informationen zu den einzelnen Spotify-Alternativen erneut für euch aktualisiert.

Spotify-Alternativen: Musik-Streaming-Dienste kostenlos testen

Es gibt mehr Spotify-Alternativen als viele vielleicht denken.
Es gibt mehr Spotify-Alternativen als viele vielleicht denken.

Die meisten der hier vorgestellten Musik-Streaming-Dienste lassen sich kostenlos ausprobieren. Allerdings sollte man bei einigen Testphasen vorsichtig sein, denn manche Dienste verwandeln sich nach der Probephase automatisch in ein reguläres Abo. Während man sein Probeabo bei Deezer, Juke und Rdio aktiv in ein Bezahl-Abo umwandeln muss, passiert das beispielsweise bei Napster, Rar, Simfy und Qriocity automatisch. Sollte man das doch mal vergessen, sind die Abos allerdings monatlich kündbar.

Die Dienste im Überblick

Nach der Übersicht finden sich auf den folgenden Seiten detaillierte Beschreibungen der einzelnen Musik-Streaming-Dienste.

Anbieter Titel Probeabo Mobil Preis
Aupeo kein lineares Streaming max. 45 Tage iOS, Android, Windows Phone, Symbian kostenlos, 2,99 Euro
Deezer 30 Millionen 15 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry u.a. kostenlos, 4,99 Euro, 9,99 Euro
Grooveshark derzeit nicht verfügbar - - -
Juke 25 Millionen 30 Tage iOS, Android, Windows Phone, Sonos 9,99 Euro
last.fm kein lineares Streaming - iOS, Android, Symbian, Blackberry kostenlos, 3 Euro
napster 25 Millionen 30 Tage iOS, Android, Sonos u.a. 7,95 Euro, 9,95 Euro
Qriocity keine genaue Angabe 30 Tage iOS, Android, u.a. 4,99 Euro
rara 22 Millionen erste 3 Monate 0,99 Euro iOS, Android. Windows Phone 4,99 Euro, 9,99 Euro
Rdio 25 Millionen 14 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry 9,99 Euro
Rhapsody 30 Millionen 14 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry 4,99, 9,99 US-Dollar
Simfy 25 Millionen 14 Tage iOS, Android, Blackberry 4,49 Euro, 9,45 Euro
Spotify keine genaue Angabe 30 Tage iOS, Android, Windows Phone, Blackberry kostenlos, 9,99 Euro
Wimp 25 Millionen 30 Tage iOS, Android, Windows Phone, Symbian 4,99 Euro, 9,99 Euro, 19,99 Euro
Xbox Music keine genaue Angabe 30 Tage Windows Phone, iOS, Android kostenlos, 9,99 Euro
Jango kein lineares Streaming - iOS, Android kostenlos
Google Play Music keine genaue Angabe 30 Tage Android 9,99 Euro
Nokia Music+ kein lineares Streaming 7 Tage Windows Phone, Web-App für andere mobile OS 3,99 Euro
iTunes Radio kein lineares Streaming - iOS kostenlos, 24,99 Euro pro Jahr

Auf der nächsten Seite gibt es mehr Details zu den Musik-Streaming-Diensten S Aupeo, Deezer, Grooveshark und Juke.

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Sébastien Bonset
Der Spotify-Effekt: Wieso ich meine 100 GB große MP3-Sammlung vermissen werde http://t3n.de/news/spotify-effekt-100-gb-grosse-mp3-sammlung-556511/ 2014-07-16T07:10:47Z
Lokale Musiksammlungen haben ausgedient. Spotify, Rdio, iTunes und Co. verdrängen hunderte Gigabyte große Musikarchive auf privaten Rechnern. Eine unaufhaltsame Entwicklung, die nostalgisch stimmt …

Lokale Musiksammlungen haben ausgedient. , , und Co. verdrängen hunderte Gigabyte große Musikarchive auf privaten Rechnern. Eine unaufhaltsame , die nostalgisch stimmt und unseren Autor zehn Jahre zurückblicken lässt.

„Are you sure you want to delete the selected Files?“ – Nein, sicher bin ich mir wahrlich nicht. Zu viele Erinnerungen hängen an diesen Dateien. Gleichzeitig sind sie eigentlich nicht wertvoll. Die gleichen Daten lagern auf tausenden anderen Rechnern. Im Gegensatz zu Fotos sind sie ersetzbar und nicht einzigartig. Es ist sinnlos, sie lokal auf meiner Festplatte zu behalten. Innerhalb der letzten vier Jahre habe ich nur eine Handvoll von Ihnen überhaupt geöffnet.

95,6 Gigabyte. Diese Zahl bescherte mir im Jahr 2004 anerkennende Blicke und Komplimente auf LAN-Parties oder dem Schulhof. Eine MP3-Sammlung dieser Größe war damals ein Statussymbol. So wie die Leistung des ersten Autos oder die Zahlen auf Magic-Sammelkarten, war damals auch die Größe der digitalen Musik-Kollektion ein soziales Kriterium.

Bye Bye Musiksammlung: Ich hab eine Neue – Sie heißt Spotify. (Screenshot: Moritz Stückler)
Bye Bye Musiksammlung: Ich hab eine Neue – Sie heißt Spotify. (Screenshot: Moritz Stückler)

100 Gigabyte waren vor 10 Jahren eine riesige Datenmenge

Natürlich hatten 95,6 Gigabyte vor zehn Jahren eine ganz andere Bedeutung. Festplatten gab es damals in Größen von 80, 120 oder 160 Gigabyte und es war ein Kraftakt, so große Datenmengen überhaupt auf den eigenen Rechner zu kriegen. Die ersten Songs für meine Sammlung habe ich noch selber von Audio-CDs gerippt, anschließend mal ein paar auserlesene Titel mit ISDN und Kanalbündelung in kriechender Geschwindigkeit runtergeladen, später dann mit revolutionärem Speed dank des ersten DSL-Anschlusses. Zuerst bei Napster, dann bei Audiogalaxy und KaZaA. Aufgrund der geringen Bandbreite musste man sich sehr gut überlegen, welchen Titel man herunterladen will – ganze Alben waren nicht drin. Nur auf LAN-Parties konnte man sich größere Datenmengen in der Spielpause saugen.

Audiogalaxy: Einer der ersten Filesharing-Dienste. (Quelle: homepage.ntlworld.com)
Audiogalaxy: Einer der ersten Filesharing-Dienste. (Screenshot: homepage.ntlworld.com)

Die Bandbreite der Anschlüsse wurde größer und so wuchs auch die Sammlung immer schneller. In Zeiten von eDonkey und BitTorrent gab es keine Limits mehr: Ganze Diskografien oder Chart-Compilations landeten über mehrere Nächte verteilt auf der Festplatte. Die Legalität dieses Verhaltens war mir damals als Teenager herzlich egal. Als Schüler mit 30 Euro Taschengeld und einem gleichzeitig unstillbaren Durst nach neuer Musik, hatte ich wenig Verständnis für das Urheberrecht und die Interessen von Künstlern. Dazu gesellte sich später auch Trotz und Frustration über mangelnde digitale Vertriebsmodelle der Musikindustrie. Inzwischen hat sich meine Meinung in diesem Bereich radikal geändert. Zwei Abmahnungen wegen Urheberrechtsverstößen haben ihren Teil dazu beigetragen. Und dank attraktiver, legaler Alternativen, die es inzwischen gibt, ist Filesharing für mich heute gar keine Option mehr.

Spotify: Ein zentrales Musikarchiv für 10 Euro pro Monat

2010 erzählte mir ein Freund von Spotify: Ein zentralisiertes Musikarchiv, auf das jeder Nutzer zugreifen kann. Ich habe schon früh verstanden, dass die lokale, dezentrale Speicherung von so massenhaft nachgefragten Dateien ökonomisch keinen Sinn macht. Umso mehr war ich von Spotify begeistert und seit 2010 zahle ich jeden Monat rund zehn Euro an die schwedische Firma.

Diese zehn Euro sind auf meinem monatlichen Kontoauszug der Posten, der mich am wenigsten ärgert. Ich zahle sie gerne und mit einem Lächeln auf dem Gesicht – ganz im Gegenteil: Zehn Euro kommen mir immer noch wie ein unglaubliches Schnäppchen vor. Dafür bekommt man im Laden nicht mal ein einziges Album – und damit kann ich jetzt so viel hören, wie ich will.

Spotify: Ein zentrales Musikarchiv für 10 Euro pro Monat. (Quelle: Bla)
Spotify: Ein zentrales Musikarchiv für 10 Euro pro Monat. (Screenshot: wearesuperfamous.com)

Das finde ich als Kunde zwar nett, weiß aber inzwischen auch, wie sehr die Künstler darunter leiden. Ich fände es gut, wenn Spotify seine Preise anheben würde, sodass am Ende auch mehr bei den Künstlern hängen bleibt. 15 oder 20 Euro würde ich immer noch für den Dienst bezahlen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Seitdem sind meine MP3-Dateien sinnbildlich etwas eingestaubt. Klar, einige Songs finde ich bei Spotify nicht, aber die Auswahl wird immer besser. Nur ein paar wenige und legal erworbene Alben werde ich zukünftig behalten – vielleicht 2,5 Gigabyte. Der Rest ist überflüssig geworden.

Schallplatten kann man fühlen und riechen – Dateien nicht

Mein Vater könnte vermutlich nicht verstehen, wieso ich dermaßen an diesen Daten hänge. Er sammelt Schallplatten. Einige tausend Exemplare hat er davon in seinem Wohnzimmer. Er kann ihre Booklets und Hüllen bestaunen, sie anfassen und riechen. Manchmal stöbert er durch seine Platten und fährt dabei langsam mit den Fingern an ihrem Rücken entlang. Zu vielen seiner Platten kann er eine Geschichte erzählen: Wo er sie oder wieso er sie gekauft hat – und wann und mit wem er sie gehört hat.

vinyl
Schallplatten kann man riechen und fühlen – aber auch an MP3s können Erinnerungen hängen. (Foto: © stevecoleimages – iStock.com)

So wie er über die Rückseiten seiner Platten streift, so bewege ich mein Scrollrad auf und ab und blättere durch Alben, Songs, Bootlegs oder Live-Mitschnitte und schwelge in Erinnerungen. „The Middle“ von Jimmy Eat World lief auf Klassenfahrt rauf und runter, bei Limp Bizkits „Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water“ hatte ich den ersten Vollrausch und die Songtexte von Linkin Parks „Hybrid Theory“ habe ich fast alle auswendig gelernt und mit einem Wörterbuch übersetzt.

Also wieso löschen, wenn doch so viele Erinnerungen dran hängen? Die Antwort ist philosophischer Natur: Ich habe gerne wenig Ballast im Leben. Auch Daten können Ballast sein. Sie müssen gepflegt, sortiert und gesichert werden, wenn sie benutzt werden sollen. Genau wie ich es mag, mit relativ wenig materiellem Besitz zu leben, finde ich auch Gefallen daran möglichst wenig Daten zu besitzen und Redundanzen zu reduzieren, und genau das sind meine MP3s heute leider – redundant.

Ein Inhaltsverzeichnis werde ich behalten – wegen der Nostalgie

Aber das Gefühl, durch meine Sammlung zu scrollen, will ich auch in Zukunft nicht missen – auch wenn ich die Dateien nie mehr anklicke. Die Zusammenstellung meiner Sammlung ist für mich eine Inspirationsquelle. Es ist einfacher, aus meiner privaten Sammlung etwas auszuwählen, dass ich gerade hören will, als aus dem Nichts heraus etwas bei Spotify zu finden.

Deswegen generiere ich mir eine HTML-Datei mit der Ordner- und Dateistruktur meiner Sammlung – also ein Inhaltsverzeichnis für die Nostalgie. Und dann klicke ich auf „Yes“.

]]>
Moritz Stückler
Dein NAS-Server als Private Cloud: So gehts http://t3n.de/magazin/nas-fileserver-post-prism-private-cloud-eigenbau-234614/ 2014-07-01T08:39:29Z
Google Drive, Dropbox, iCloud und Co. sind unglaublich praktisch. Doch viele Unternehmen und Privatpersonen sehen die Cloud mittlerweile skeptisch. Immerhin stand 2013 im Zeichen von …

, , und Co. sind unglaublich praktisch. Doch viele Unternehmen und Privatpersonen sehen die mittlerweile skeptisch. Immerhin stand 2013 im Zeichen von Datenschutzskandalen. PRISM, Tempora und XKeyscore haben gezeigt, dass unternehmensrelevante oder private Daten auf fremden Servern in den USA nicht unbedingt sicher aufgehoben sind. Eine selbst gehostete Lösung wie ein (Network Attached Storage) ist eine probate Alternative, die trotzdem viele Vorteile der Cloud bietet.

Die Cloud ist bequem und praktisch: Dateien stehen jederzeit und überall auf allen Geräten zur Verfügung. Gleiches gilt für E-Mails und andere Daten – selbst Software wie Photoshop lässt sich mittlerweile vollständig im Browser nutzen. Hört man sich in Deutschland bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) um, stellt man fest, dass viele Firmen auf Cloud-Dienste von Drittanbietern setzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kostenersparnis bei Hardware und Betrieb, hohe Verfügbarkeit, einfache Skalierbarkeit sowie Flexibilität beim Zugriff auf Daten und Anwendungen – um nur ein paar zu nennen. Viele Unternehmen und Nutzer beginnen jedoch, die Verheißungen der Cloud zu hinterfragen – zu Recht. Immerhin lagern die eigenen Daten auf den Servern fremder Unternehmen und es lässt sich nicht zu hundert Prozent nachvollziehen, wer Zugriff auf diese Daten hat.

Cloud-Anbieter mit schlechten Noten

Die Nachteile der Cloud wiegen schwer, wie spätestens die Berichterstattung über diverse Überwachungsprogramme gezeigt hat. Besonders Unternehmen sollten sich genau überlegen, welche Daten sie auf fremden Servern ablegen wollen. Viele KMU gehen mit dem Thema Wirtschaftsspionage zu fahrlässig um. Auch Privatpersonen sollten sich fragen, welche Daten sie der Cloud anvertrauen wollen. Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass zumindest US-Sicherheitsbehörden wie das FBI oder die NSA auch weiterhin Zugriff auf die Server von Unternehmen wie Apple, Google und Microsoft haben – und damit auch auf Unmengen von Daten, die der Nutzer sicher wähnt. Ganz zu schweigen von dem Fakt, dass so manche Sicherheitsbehörde wichtige Knotenpunkte anzapft und gleich den kompletten Datenverkehr abfängt.

Für Privatnutzer hat Stiftung Warentest in der Ausgabe 08/2013 13 Cloud-Speicher unter die Lupe genommen und kam zu einem vernichtenden Urteil. Keiner der getesten Dienste konnte die Note „sehr gut“ oder „gut“ erreichen. Zu den getesteten Cloud-Diensten gehörten: Telekom Medien-Center, Dropbox, LaCie Wuala, Trend Micro SafeSync, GMX MediaCenter, Strato hiDrive Free, Web.de Online-Speicher, Box, MozyHome, Google Drive, Pro Softnet IDrive, Sugarsync und Microsofts OneDrive (ehemals SkyDrive). Besonders zu beanstanden seien laut Stiftung Warentest der mangelhafte Datenschutz im Allgemeinen und der unbefriedigende Schutz der Nutzerdaten durch die Anbieter.

Online-Speicher selbst aufsetzen

KMU und Privatpersonen, die ihre Daten nicht in der Cloud und damit auf fremden Servern speichern wollen, können alternativ ihren eigenen Online-Speicher aufsetzen und hosten. Hierfür hat man prinzipiell zwei Möglichkeiten: entweder kommt ein eigener Server (auch ausrangierte Rechner eignen sich) mit entsprechender Software oder aber ein NAS zum Einsatz. Der Begriff „Private Cloud“, der in diesem Zusammenhang oft verwendet wird, ist ein wenig irreführend. Ein waschechter Cloud-Anbieter zeichnet sich nämlich unter anderem durch folgende Merkmale aus, die nicht zu hundert Prozent auf ein NAS zutreffen:

  1. On Demand – Ressourcen werden genau dann bezogen, wenn sie benötigt werden
  2. Genaue Abrechnung – Bezahlt wird nur, was man tatsächlich nutzt (entweder pro Minute oder Stunde, pro Nutzer oder nach Datenvolumen)
  3. Automatische Skalierbarkeit – Ressourcen passen sich automatisch den Bedürfnissen des Nutzers an
  4. Geringer Administrationsaufwand – Die herkömmliche Cloud ist als Dienst zu verstehen, der ohne viel Administrationsaufwand nutzbar ist

Wer den Administrationsaufwand allerdings gering halten oder bei der Skalierbarkeit flexibel bleiben will, kommt um einen herkömmlichen Cloud-Anbieter vermutlich nur schwer herum. Alle anderen sollten ernsthaft in Erwägung ziehen, ihre Daten selbst zu hosten – vor allem dann, wenn es um sensible Daten geht.

Vor- und Nachteile von NAS

Bei einem NAS handelt es sich vereinfacht gesagt um ein Gerät, das in einem Gehäuse den Speicherplatz mehrerer Festplatten bündelt und diesen im heimischen- oder Firmen-Netzwerk verfügbar macht. Ein NAS verfügt über ein eigenes Betriebssystem (oftmals auf Linux basierend) und stellt auch weitere Funktionen bereit. Setzt man auf eine Plug&Play-Lösung in Form eines NAS, kann man mit überschaubarem Aufwand seine ganz private „Cloud“ aufsetzen, die sich nicht nur als Speicher- und Backup-Lösung eignet, sondern auch Dienste wie Kalender, Mail, Fernzugriff über das Internet oder Medienstreaming bereit stellt. Viele Hersteller spendieren ihren Geräten ein Web-Interface, mit dem der Administrator die unterschiedlichen Dienste und Zugriffsrechte bequem im Browser konfigurieren und verwalten kann. Apps für Smartphones und Tablets runden den Funktionsumfang ab.

Eine „Private Cloud“ bietet viele Vorteile der herkömmlichen Cloud – bei höherer Kontrolle über die eigenen Daten. Einer der gewichtigsten Nachteile der privaten Lösung ergibt sich aus oftmals geringen Upload-Geschwindigkeiten des eigenen Internetanschlusses. Die Upload-Geschwindigkeit ist nämlich gleich der Download-Geschwindigkeit, wenn man von außerhalb auf das NAS, das sich ja im internen Heim- oder Firmen-Netzwerk befindet, zugreifen möchte.

nas private cloud synology
Viele Webinterfaces von NAS wie das DMS der Diskstation von Synology bieten auch einen Wizard, der den Betreiber bei der Einrichtung unterstützt.

Bevor man sich für ein NAS entscheidet, sollte man sich darüber bewusst sein, dass man selbst dafür verantwortlich ist, seine Daten abzusichern und die Lösung regelmäßig zu pflegen. Diese wichtigen Aspekte übernimmt in diesem Fall kein Dienstleister und der Nutzer trägt selbst die volle Verantwortung.

NAS ist nicht gleich NAS

Anbieter von NAS-Hardware gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Zu den bekanntesten Anbietern gehören Synology, Bufallo, D-Link, Netgear, Western Digital, Zyxel und Qnap. In vielen Fällen kommen die kleinen Boxen in vielen Bereichen an einen ausgewachsenen Server heran. Allerdings sollte man sich vor dem Kauf genaue Gedanken über die benötigte Ausstattung machen. Wenn möglich entscheidet man sich für ein Gerät, das den Betrieb mehrerer Festplatten in einem Raid (Organisation mehrerer Festplatten zu einem logischen Laufwerk, entweder um höhere Datensichereheit bei Ausfall einer Platte oder aber einen höheren Datendurchsatz zu erreichen) ermöglicht. Die Preise von NAS variieren je nach gebotenen Features und Anzahl der Steckplätze für Festplatten zwischen 50 und 2.000 Euro. KMU und Privatanwender können abhängig von den eigenen Ansprüchen bereits ab 300 Euro ein geeignetes Gerät finden.

Kaufen mit Köpfchen

Primär beeinflusst die Kompatibilität die Kaufentscheidung. Die meisten NAS verstehen sich allerdings sowohl mit Windows als auch mit Mac OS. Einige Geräte arbeiten auch mit Linux-Umgebungen oder beispielsweise der Time Machine von Apple. Wie auch bei Servern resultieren mehr Arbeitsspeicher und ein schnellerer Prozessor in mehr Performance. Das macht die Hardware aber auch entsprechend teurer und stromhungriger. Geräte mit einer Atom-CPU sind wesentlich flinker, aber sie treiben die Stromkosten auch in die Höhe. Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich für ein Gerät zu entscheiden, das es ermöglicht, SSDs zu verbauen. Auch USB 3.0 ist keine schlechte Wahl – beispielsweise um eine externe Backup-Festplatte an das NAS anzuschließen und in den Genuss eines höheren Datendurchsatzes zu kommen.

nas private cloud qnap
Nicht nur Qnap bietet NAS mit unterschiedlicher Anzahl an Festplatten-Steckplätzen. Auch Geräte anderer Hersteller bieten diesen praktischen Komfort an.

Der Umfang an gebotenen Security-Features variiert erheblich. Die Hardware sollte in Bezug auf die Sicherheit mindestens die Möglichkeit bieten, Daten zu verschlüsseln. Auch die Integration einer Firewall sollte man in die Kaufentscheidung einfließen lassen. Im Bereich Datenrettung und Backup gibt es ebenso große Unterschiede zwischen den Geräten wie bei angebotenen Diensten und Funktionen. Einige NAS ermöglichen den Wechsel einer Festplatte im laufenden Betrieb und viele Anbieter bündeln ihre Hardware mit Software und Diensten wie einem anwenderfreundlichen Webserver oder iTunes-Server.

Neben den Unterschieden beim Stromverbrauch sollten Käufer auch die Geräuschentwicklung nicht unterschätzen. Viele NAS – besonders für Heimanwender – bringen einen Energiesparmodus mit. Der Umwelt und auch dem eigenen Geldbeutel zuliebe sollte man den Stromverbrauch der Hardware definitiv in die Kaufentscheidung einbeziehen.

Grundlagen der Einrichtung

Für die Einrichtung eines NAS ist ein Rechner im lokalen Netzwerk die Grundvoraussetzung. Egal für welchen Hersteller sich der Nutzer entschieden hat – alle halten entweder eine spezielle Website für die Einrichtung inklusive Anleitung bereit oder legen dem Gerät entsprechende Software bei. Die erste Installation gestaltet sich von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich umfangreich. Bei der Konfiguration gibt es allerdings ein paar Regeln, die man in jedem Fall beachten sollte. So sollte man bei der Einrichtung des externen Zugriffs auf das NAS ausschließlich https-Verbindungen zulassen. Von unverschlüsselten Verbindungen wird dringend abgeraten. Zudem sollte der Admin im Rahmen der nötigen Portweiterleitung ausschließlich die Ports am Router freigeben, die auch tatsächlich benötigt werden.

Portweiterleitung

In der Regel findet das NAS im privaten Umfeld und in KMU über einen Router Anschluss an das Internet. Wie jedes an den Router angeschlossene Gerät erhält auch das NAS eine eigene interne IP-Adresse. Will man auch außerhalb des eigenen Netzwerks auf Dienste und Daten zugreifen, kommt man um die Einrichtung einer Portweiterleitung auf dem Router nicht umhin. Bei der Konfiguration sollte man zuerst die Möglichkeiten des NAS ausschöpfen. Viele NAS, wie beispielsweise Geräte von Synology, bieten von Haus aus eine Routerkonfiguration an. Erkennt das NAS den Router nicht oder wird dieser nicht unterstützt, ist die Portweiterleitung manuell am Router vorzunehmen. Nach Einrichtung der Portweiterleitung kann der Nutzer auch aus dem eigenen Netzwerk prüfen, ob alles wie geplant funktioniert. Hierfür stehen Online-Tools wie canyouseeme.org zur Verfügung.

Dynamisches DNS

Möchte der Nutzer von außerhalb des Netzwerks auf das NAS zugreifen, empfiehlt es sich, einen Anbieter für dynamisches DNS zu bemühen. So bleibt der Router unter einem festen Namen erreichbar, selbst wenn man von seinem Internet-Provider regelmäßig eine neue IP zugewiesen bekommt. Einige Geräte-Anbieter wie Synology oder Qnap bieten entsprechende Dienste kostenlos an.

Dateifreigabe und Nutzer

Ein NAS wird, egal ob im privaten oder geschäftlichen Umfeld, meist von mehr als einem Anwender genutzt. Aus diesem Grund sollte sich der Betreiber Gedanken machen, wer auf welche Daten zugreifen darf. Weniger kritisch ist das bei Medieninhalten wie Musik oder Filmen, da diese automatisch vom Server bereitgestellt werden. Dateifreigaben für andere Inhalte lassen sich ebenso wie Nutzergruppen und einzelne Nutzer über das Webinterface des jeweiligen NAS einfach anlegen. Bei den Zugriffsrechten hat man die Wahl zwischen „kein Zugriff“, „nur lesen“ und „lesen und schreiben“. Möchte der Administrator den Zugang aus dem Internet erlauben, sollte er dringend starke Passwörter für jeden Nutzer vergeben und ausschließlich den Zugang über https erlauben.

nas private cloud freenas
Software-Lösungen wie FreeNAS stehen dedizierter Hardware bei der Funktionsvielfalt in nichts nach. Derartige Lösungen zum Aufsetzen eines eigenen Online-Speichers eignen sich besonders, wenn man noch einen ungenutzten Rechner hat, den man als Server umfunktionieren kann.

Backups

Da ein NAS mindestens über zwei Steckplätze für Festplatten verfügt, kann der Betreiber mit der richtigen Konfiguration für mehr Datensicherheit sorgen. Hierfür konfiguriert man das NAS als RAID 1, so dass die Daten einer Festplatte auf eine andere gespiegelt werden. Auf diese Weise gehen Daten nicht verloren, wenn eine Festplatte defekt ist. Selbst wenn das NAS selbst defekt sein sollte, lassen sich die Daten aus einem RAID 1 in der Regel mit einem Linux-Rechner auslesen.

Manche Hersteller bieten auch nützliche Funktionen zur Synchronisierung. So handelt es sich beispielsweise bei der Cloud-Station für NAS des Herstellers Synology um einen Dienst zur Dateifreigabe mit Schwerpunkt auf Synchronisierung zwischen NAS, Rechnern und mobilen Geräten. Die Anwendung kommt einer privaten Version von Dropbox sehr nah. Der Dienst stellt sicher, dass die Dateien in einem Ordner auf dem NAS stets synchron gehalten werden. Ein Bearbeiten einzelner Dateien ist auch offline am Rechner möglich – ist man wieder mit dem Netz verbunden, sorgt die Cloud-Station für die Synchronisierung. Es ist sogar möglich, bis zu 30 Vorversionen einer Datei zu speichern.

Viele Anbieter ermöglichen zudem Backups einzelner Rechner im Netzwerk. All diese Funktionen befreien den Anwender allerdings nicht davon, auch Offsite-Backups anzulegen. Denn im Falle eines Brandes oder anderer Katastrophen bringt auch das Spiegeln von Festplatten nichts.

nas private cloud protonet
Neben klassischen NAS-Geräten gibt es auch Cloud-Alternativen wie zum Beispiel Protonet aus Hamburg, die eine selbstentwickelte integrierte Hard- und Softwarelösung anbieten.

Monitoring

Es ist zu empfehlen, direkt beim Einrichten des NAS auch eine E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen anzugeben. Fast alle Geräte protokollieren nämlich fleißig und können entweder über Mail oder SNMP-Server vor Problemen warnen. So hat der Administrator beispielsweise die Möglichkeit, frühzeitig auf einen sich anbahnenden Festplattenausfall zu reagieren oder sich informieren zu lassen, wenn ein Nutzer mehrfach das falsche Passwort eingibt.

Weitere Dienste einrichten

Viele NAS ermöglichen auch das Aufsetzen eines eigenen Mail-, Web- oder FTP-Servers. Allerdings sollte man über gewisse Kenntnisse in dem jeweiligen Bereich verfügen. Etwas unkomplizierter sind das Aufsetzen und der Betrieb eines Medienservers um Filme, Fotos und Musik auf andere Geräte wie einen Fernseher zu streamen. Viele Anbieter halten in diesem Zusammenhang auch Softwarelösungen und Apps für die Wiedergabe unterschiedlicher Medieninhalte vor. Darüber hinaus kann der Nutzer über das Webinterface seines NAS in der Regel eine ganze Reihe an Anwendungen installieren, um den Funktionsumfang der Hardware zu erweitern.

Viele Anbieter setzen für die Firmware ihres NAS auf Linux, so dass der Anwender in manchen Fällen auch eigene Anwendungen entwickeln kann. Auch wenn ein NAS den Zugang über SSH erlaubt, heißt das allerdings noch lange nicht, dass die Entwicklung eigener Erweiterungen möglich ist. Positiv heben sich in diesem Zusammenhang beispielsweise Synology und Netgear hervor, die sogar von anderen Nutzern entwickelte Anwendungen in ihren App-Verwaltungen zur Installation anbieten.

Alternative Ansätze zu NAS

Neben NAS-Hardware unterschiedlicher Hersteller kann man alternativ auch auf andere Lösungen zurückgreifen, die ebenfalls oft als Lösung für die „Private Cloud“ bezeichnet werden. Eine derartige Hardware-Lösung ist beispielsweise Protonet aus Hamburg. Eine schicke Box, die sich mit eigens entwickelter Server-Software inklusive Kollaborations-Tool sowohl an KMU als auch an Privatanwender richtet. Der kleine, orangefarbene Server soll die Vorteile der Cloud bieten, ohne dass Nutzer das System selbst administrieren müssen. Dazu bietet Protonet Funktionen aus den Bereichen Backup, Datenschutz, Ausfallsicherheit und Virenschutz. Auch ein Zugriff über mobile Endgeräte ist möglich. Eine weitere Hardware-Alternative kommt von Drobo. Der Anbieter hat sowohl NAS als auch DAS (Direct Attached Storage) und SAN (Storage Area Network) im Portfolio.

Zu den wohl bekanntesten Software-Lösungen gehören FreeNAS und ownCloud. Bei FreeNAS handelt es sich um eine auf dem freien Betriebssystem FreeBSD basierende Lösung für Network Attached Storage. Besonders praktisch: das Betriebssystem ist nicht nur von einer Festplatte bootfähig, sondern auch von Compact-Flash-Karte oder USB-Stick. Die Verwaltung erfolgt über eine webbasierte Administrationsoberfläche. Auch die Software-Suite ownCloud ermöglicht es, einen privaten Server aufzusetzen, um sensible Daten selbst zu hosten. ownCloud setzt im Kern auf PHP sowie eine auf MySQL-, SQLite- oder PostgreSQL basierende Datenbank.

Fazit

NAS sind eine gute Alternative zu Cloud-Diensten wie Dropbox. Verfügt der Betreiber über einen Internetanschluss mit guten Upload-Geschwindigkeiten, ist auch der externe Zugriff auf die eigenen Daten ohne Einschränkungen möglich – ganz ohne die Notwendigkeit, seine Daten auf fremden Servern ablegen zu müssen.

Diese Geräte eignen sich nicht nur als Dateiserver, sondern bieten auch viele weitere Funktionen wie Datei-, Termin- und Kontakt-Synchronisierung. Auch der Betrieb als Medien-, E-Mail-, Web- oder FTP-Server ist möglich. Wer beim Hosten der eigenen Daten durch Verschlüsselung auf noch mehr Sicherheit setzten will, sollte sich für ein NAS mit Atom-CPU entscheiden. Zu den größten Nachteilen eines NAS im Vergleich zu herkömmlichen Cloud-Diensten gehört, dass der Betreiber selbst für Updates, Administration und Gewährleistung der eigenen Sicherheit verantwortlich ist.

]]>
Sébastien Bonset
YouTube startet Musik-Streaming-Dienst – und entfernt dafür Indie-Labels http://t3n.de/news/youtube-startet-552003/ 2014-06-18T06:21:40Z
Alle Anbieter, mit denen sich YouTube für seinen neuen Bezahldienst nicht einigen konnte, verschwinden in den nächsten Tagen von der Video-Plattform.

Alle Anbieter, mit denen sich für seinen neuen Bezahldienst nicht einigen konnte, verschwinden in den nächsten Tagen von der Video-Plattform.

Nur mehr Videos von YouTube-Partnern

Googles Video-Tochter YouTube bestätigte am Dienstag die monatelangen Gerüchte, einen Musik-Streaming-Dienst aufzubauen. In den vergangenen Wochen war immer mehr über das Projekt zu erfahren, weil Musiklabels sich über die unfairen Verhandlungen mit dem Konzern beschwerten.

Mit den großen Musik-Labels hat YouTube bereits alle Verträge unter Dach und Fach. Die Anbieter, mit denen sich das im Silicon Valley beheimatete Unternehmen nicht einigen konnte, werden in den nächsten Tagen von der Video-Plattform entfernt. Das betrifft vor allem unabhängige Künstler und Indie-Labels.

Video und Musik ohne Werbeunterbrechung

Dieses Vorgehen bestätigte der YouTube-Head of Content and Business Operations Robert Kyncl. Mit den aktuellen Vertragspartnern decke das Portal 90 Prozent des Musikmarkts ab, beschwichtigt er. Vertreter der Indie-Labels behaupten jedoch, ihr Marktanteil sei weitaus höher. In den Verhandlungen mit der Google-Tochter sahen sie sich mit unfairen Vertragsbedingungen und niedrigen Lizenzzahlungen konfrontiert. Andere Streaming-Dienste wie Spotify, oder Pandora würden hingegen faire Deals anbieten.

YouTube will mit seinem neuen Produkt ein Stück vom Streaming-Markt, der derzeit von Spotify und Pandora belegt ist, abgreifen. Über den Bezahl-Dienst können Nutzer ohne Werbeunterbrechung Videos und Musikstücke konsumieren. Wie viel das Abo kosten wird, ist noch unbekannt. Der Dienst wird derzeit intern getestet, einen offiziellen Launch-Termin gibt es noch nicht. Das Paid Content-Angebot will YouTube jedenfalls noch dieses Jahr starten. Von weiteren Verhandlungen mit den Labels will sich das Unternehmen nicht aufhalten lassen. Die nötige Technologie für das neue Projekt kauft sich Google übrigens zu: YouTube soll Interesse an der Übernahme des Streaming-Startups Twitch haben.

via www.theguardian.com

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
]]>
Elisabeth Oberndorfer
45 Millionen Songs – kostenlos: HipHop will das „Popcorn Time“ für Musik sein http://t3n.de/news/45-millionen-songs-kostenlos-musikstreaming-hiphop-549679/ 2014-06-05T11:50:58Z
HipHop soll Musikstreaming einfach und kostenlos machen. Die App für OS X, Windows und Linux greift dabei auf YouTube zurück. Neben teilweise schlechter Qualität gibt es noch einen weiteren …

HipHop soll Musikstreaming einfach und kostenlos machen. Die für , und greift dabei auf zurück. Neben teilweise schlechter Qualität gibt es noch einen weiteren Nachteil: Die Musiker gehen leer aus.

HipHop: Das Programm kombiniert Audio-Streams von YouTube mit Daten von iTunes und LastFM. (Screenshot: HipHop)
HipHop: Das Programm kombiniert Audio-Streams von YouTube mit Daten von iTunes und LastFM. (Screenshot: HipHop)

HipHop: Entwickler werben mit 45 Millionen Songs

Die Macher von HipHop versprechen nicht gerade wenig: Streaming von 45 Millionen Songs, 100 Prozent kostenfrei und ohne Werbung. Außerdem nennen sie ihr Programm vollmundig „Popcorn Time für Musik“. Allerdings hinkt der Vergleich. Zum einen ist der technische Hintergrund ein ganz anderer, zum anderen ließe sich Popcorn Time mit etwas gutem Willen nachsagen, das Tool schließe eine bestehende Marktlücke.

Im Filmbereich sorgt die starre Verwertungskette dafür, dass Filme nicht schon zum Kinostart auch bei Video-on-Demand-Diensten verfügbar sind. Im Musikbereich gibt es solche Beschränkungen nicht. Außerdem gibt es neben Spotify, Ampya oder Google play Music All Access schon zahlreiche andere Anbieter, die unlimitiertes Musikstreaming zu überschaubaren Preisen anbieten.

HipHop kombiniert Musik von YouTube mit Daten von iTunes und LastFM

Das Programm für OS X, Windows und Linux bietet eine einfache, aufgeräumte Oberfläche. Zentraler Bestandteil ist die Suche, über die sich nach Liedern und/oder Interpreten fahnden lässt. Darüber hinaus lassen sich eigene Playlisten speichern. Die eigentliche Musik kommt von YouTube, die Coverbilder wiederum stammen von iTunes und LastFM. Wer sich für die Vorgehensweise der App interessiert, findet den Quellcode auf der GitHub-Seite von HipHop.

Durch den Einsatz von YouTube als Musikquelle treten natürlich auch die von der Streaming-Seite bekannten Probleme auf. Viele Lieder sind in HipHop beispielsweise nur als Live-Version verfügbar. Da aber nur Interpret und Liedtitel in den Suchergebnissen auftauchen, merken das Hiphop-Nutzer zumeist erst beim Anhören des Titels. Darüber hinaus konnten wir in einem kurzen Test immerhin eine Fehlermeldung produzieren.

Außerdem bleibt die Frage nach der Legalität. Da YouTube aufgrund der mangelnden Werbeeinblendung nichts an den HipHop-Nutzer verdienen kann, wird auch bei den Musikern nichts hängen bleiben. Selbst bei legalen Angeboten wie Spotify liegen die Einnahmen der Künstler pro Stream bei nur etwa 0,00164 Euro. Das ergab eine Recherche des Hessischen Rundfunks von 2013.

]]>
Kim Rixecker